links und likes 22.06.2026
durch rené zum ersten mal von intheweights.com gehört und auch ausprobiert.
intheweights.com fragt den eingegebenen namen bei mehreren LLMs ab und extrahiert irgendeine metrik und listet auf, was die modelle zum namen zu sagen haben. sieht aus seien GPT-5.5, GPT-5.4-mini und claude opus 4.8 nah dran, während claude haiku 4.5 mich schon zum journalisten halluziniert und gemni 3.1 lite zum „langjährigen“ co-autoren von nerdcore macht. DeepSeek V4 sieht mich gar als mitgründer von netzpolitik.
GPT-5.5 says
German blogger, web developer, and internet personality associated with the blog wirres.net.
GPT-5.4 Mini says
German blogger and web developer, known for writing on technology, startups, and internet culture.
Claude Opus 4.8 says
German blogger and writer known for his blog 'wirres.net', active in the German-language blogosphere and internet culture scene.
Claude Haiku 4.5 says
German journalist and media professional, though limited public recognition without additional context.
Gemini 3.1 Lite says
A German blogger, author, and long-time contributor to the tech and culture blog Nerdcore.
Kimi K2 0905 says
German blogger and co-founder of the media blog 'wirres.net', known for tech and internet culture commentary.
DeepSeek V4 says
German journalist and author, known for tech and media commentary, co-founder of netzpolitik.org.

offensichtlich und abgesehen davon mag ich die spielautomaten-schrift von intheweights.com sehr. und eigentlich mag ich pixel-bilder von „TODAY’S HEAVYWEIGHTS“ auf der startseite auch, ich bin ja schliesslich mit nem C64 aufgewachsen.

aber das was GPT auf meine aufforderung hin aus diesem bild gemacht hat, ist selbst für mich etwas dick aufgetragen. faszinierend ist einzig, dass für das bild 256×256 pixel reichen.
den besten artikel zu künstlicher intelligenz hab ich heute von christian stöcker gelesen.
christian stöcker bringt das problem mit der künstlichen intelligenz auf einen passenden nenner aus der kognitiven psychologie: „den »kognitiven Geizkragen«. In Kurzform: Wir strengen unser Gehirn ungern an. Wenn wir nicht müssen, lassen wir es lieber.“
diese denk und lernfaulheit zu überwinden lohne sich, weil lernen, üben oder die „Reibung“ der denkprozesse zu überwinden eben befriedigung verschaffen und türen öffnen. christian stöcker und wahrscheinlich auch die kognitive psychologie plädieren dafür sich mehr anzustrengen, bzw. weniger bequem zu sein:
Dem kognitiven Geizkragen nachzugeben und intellektuelles Outsourcing zu betreiben, mag zwar bequem sein, es macht aber weder klug noch zufrieden.
ich würde gerne „neugier“ ergänzen. ich mache dinge nicht selbst um selbstdisziplin zu üben, sondern meist um meine neugier zu befriedigen. rauszufinden wie etwas genau funktioniert kann ich am besten indem ich es selbst mache. und selbst machen erfordert lernen, üben und wiederholung.
ich habe auch irgendwann erkannt, dass ich gesehenes oder gelesenes besser verstehe und mehr davon habe, wenn ich drüber schreibe. eigentlich würde ich jetzt auch lieber auf dem sofa sitzen und die neue folge house of the dragon gucken als auf dem sofa zu sitzen und über christian stöckers kolumne nachzudenken. aber die neugier, der mitteilungsdrang und das bedürfnis nach (ein bisschen) intellektueller anerkennung treibt mich zum bedürfnisaufschub. das ist auch der wahre grund, warum ich einmal pro jahr einen republica vortrag schreiben möchte: um mir selbst zu beweisen, dass ich in eine materie tief genug einsteigen kann, ohne mich völlig lächerlich zu machen. vorraussetzung ist natürlich, dass das thema, in das ich tiefer einsteigen möchte mich auch interessiert, meine neugier weckt.
auch hier ist ein wichtiger aspekt: wenn ich etwas lernen oder etwas selber machen oder selbst zu machen lernen will, stecke ich oft deutlich mehr arbeit rein, als andere für vernünftig halten würden.
ich glaube stefan niggemeier hat auch einen sehr guten text über ki geschrieben. nur leider kann ich ihn nicht lesen, weil ich kein SZ-abo habe.
ersatzweise bietet er an diesen text von ambros waibel in der taz zu lesen. das thema schöpfunghöhe oder tiefe im journalismus geht mir schon lange im kopf rum. constantin seibt hat mal geschrieben:
Das Konzept von komprimierter Zeit ist auch das der Grund, warum Leute gern lesen: Sie machen ein blendendes Geschäft. In einer Minute haben sie eine Stunde fremde Denkarbeit oder mehr gewonnen.
das gefühl „komprimierte Zeit“ zu konsumieren habe ich bei klassichen journalistischen produkten immer weniger. oft spüre ich dieses phänomen aber in bestimmten youtube-kanälen, wo nicht nur mit neuen arten der informations-darreichung experimentiert wird, sondern eben auch merklich viel denkarbeit investiert wird. das kann auch damit zu tun haben, dass erfolgreiche youtube-kanäle das problem der finanzierung gelöst haben (wenn auch auf eine sehr prekäre oder unnachhaltige art) und deshalb kräftig in recherche und kreation investieren können.
das gegenteil, der mangel an spürbarer denkarbeit ist das, was menschen dazu bringt sich von bestimmten darreichungsformen abwenden oder KI-gedöns als schlamperei (slop) bezeichnen.
und vielleicht …
… fragt jannis schakarian. ausserdem passend: