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indiskretionehrensache.de: Holy Smokes! Ich starte einen Newsletter von der SXSW

wenn ich böse wäre, würde ich schreiben: thomas knüwer arbeitet jetzt für die republica und braucht offenbar geld. bin ich aber nicht mehr (böse), nur noch doof. tat­säch­lich finde ich …


ich habe zuerst nur die zitate gelesen, die volker weber aus barbara geyers text ex­tra­hiert hat und eine replik im kopf for­mu­liert. dann fiel mir auf, dass das äusserst denkfaul ist und las barbara geyers text. der text gefiel mir, aber meine replik bleibt die gleiche. einer der haupt­ge­dan­ken in barbara geyers text ist dieser:

Ich nenne dieses Phänomen die KI-Fach­kom­pe­tenz­schwel­le. Eine Grenze des Vor­wis­sens, unterhalb derer KI-Nutzung nicht nur wir­kungs­los wird, sondern kon­tra­pro­duk­tiv.

kri­ti­sches denken allein reiche nicht, man müsse schon sub­stan­zi­el­les wissen mit­brin­gen, um KI produktiv, nutz­brin­gend zu nutzen — sagt barbara geyer. ich würde darauf antworten, dass das auch alles eine hal­tungs­fra­ge ist. für mich ist der weg zu wissen neugier, also eine haltung (so wie kri­ti­sches denken auch eine haltung ist). neugier führt dazu, dass ich mich mit einfachen antworten, egal woher die kommen, nicht zufrieden gebe, sondern verstehen möchte und im besten fall etwas so tief verstehen möchte, dass ich es selbst machen oder anderen erklären kann.

wer neugierig ist gibt sich nicht mit wohl­klin­gen­den antworten eines lehrers, pro­fes­sors, eltern, buchs, videos oder einer KI zufrieden. neugier in­spi­riert zum tiefer, weiter fragen. dum­mer­wei­se kann man neugier nicht (wirklich) lehren (oft im gegenteil), neugier kann man aber wecken, entfachen.

wit­zi­ger­wei­se habe ich gerade heute beim mor­gen­spa­zier­gang an meinen kunst­leh­rer in der siebten oder achten klasse zu­rück­ge­dacht. herr schiefer hiess er und alles was er uns an aufgaben antrug, entfachte neugier und aha-er­leb­nis­se in mir. wir haben grau­stu­fen­bil­der aus punkten gemalt, be­nutz­ba­re stühle aus pappe gebaut, dioramen im schuh­a­kar­ton mit guck­lö­chern gebastelt.

bei herrn schiefer habe ich kein kri­ti­sches denken bei­gebracht bekommen, aber er hat neugier in mir geweckt, die dann auf dem weg auch kri­ti­sches denken aus­bil­de­te und dann lang­fris­tig zu einer anhäufung gröss­ten­teils unnützen wissens in mir geführt hat.

was ich sagen will: wenn man KI nur zur ge­ne­rie­rung von antworten nutzt, wird ki schnell kon­tra­pro­duk­tiv. wenn man KI zur ge­ne­rie­rung weiterer fragen nutzt kann man mit KI un­ter­stüt­zung sehr viel lernen.


hart nach­den­ken?

felix schwenzel in artikel

tho­mas fragt (rhe­to­risch):

Wann hast du zum letz­ten mal rich­tig hart nach­ge­dacht?

wenn ich über die fra­ge nach­den­ke muss ich sa­gen: nie.

ich den­ke nicht „hart“. ich tas­te mich eher an ant­wor­ten, lö­sun­gen, zie­le oder auch tex­te her­an. ich sit­ze zum …


12. Writing forces clarity. The fastest way to learn something better is to try teaching it.

Writing forces clarity. When I explain a concept to others - in a doc, a talk, a code review comment, even just chatting with AI - I discover the gaps in my own un­der­stan­ding. The act of making something legible to someone else makes it more legible to me.

This doesn’t mean that you’re going to learn how to be a surgeon by teaching it, but the premise still holds largely true in the software en­gi­nee­ring domain.

This isn’t just about being generous with knowledge. It’s a selfish learning hack. If you think you un­der­stand something, try to explain it simply. The places where you stumble are the places where your un­der­stan­ding is shallow.

Teaching is debugging your own mental models.


was ich in den letz­ten ta­gen über mich ge­lernt ha­be

felix schwenzel in notiert

ich scher­ze ger­ne, dass ich ei­gent­lich al­les kann, aber nichts rich­tig. das ge­gen­teil trifft na­tür­lich ge­nau so zu: ich kann ei­gent­lich nichts, aber ein paar sa­chen ge­lin­gen mir im­mer wie­der.

mit dem wis­sen ist das ähn­lich. ich weiss das ich nichts weiss, ich …


ler­nen

felix schwenzel in artikel

dirk fragt:

Wie trai­nierst du dei­nen Geist? Er­zähl mir da­von in die­ser Um­fra­ge (die Er­geb­nis­se wer­den Ende des Mo­nats in mei­nem News­let­ter ver­schickt)

na­tür­lich schrei­be ich nicht in sein (goog­le) um­fra­ge­tool, son­dern hier. denn so trai­nie­re ich un­ter …


learn, teach, re­peat

felix schwenzel in notiert

seit ei­ner wei­le las­se ich kir­by auf mei­nen ar­ti­kel-bei­la­gen eine lis­te von ar­ti­keln er­stel­len, die am glei­chen tag in den letz­ten jah­ren er­schie­nen sind. auch in der bei­la­ge zu die­sem ar­ti­kel ist des­halb die­se ko­pie ei­ner t3n-ko­lum­ne von mir …


Al­les ist ein Spiel (t3n 69)

felix schwenzel in t3n

Wenn man ei­nen Hund hat, ver­schwim­men die Gren­zen zwi­schen Ernst und Spiel. Ei­gent­lich ist für ei­nen Hund al­les Spiel. Ob ein Ball fliegt oder ein Ka­nin­chen auf ei­ner Wie­se weg­läuft, scheint für Fri­da, un­se­ren Pu­del, ei­ner­lei. Ihre Eu­pho­rie und ihr …


Der Weg durchs Pro­blem ist das Ziel (t3n 65)

felix schwenzel in t3n

Ich war die ers­ten zehn Jah­re mei­ner Schul­lauf­bahn ein schlech­ter Schü­ler. Mög­li­cher­wei­se weil ich nie ein­ge­se­hen habe, was es brin­gen soll Re­geln, Vo­ka­beln oder his­to­ri­sche Jah­res­zah­len aus­wen­dig zu ler­nen. Ich war of­fen­bar schon als Schü­ler der …


Ba­cken ge­gen die Un­zu­frie­den­heit (t3n 59)

felix schwenzel in t3n

Ich war bis zur ach­ten Klas­se ein ziem­lich schlech­ter Schü­ler. Als ich in die­ser Zeit über mein Le­ben nach­dach­te, war ich em­pört bei dem Ge­dan­ken, nach all die­sen Jah­ren in der Schu­le noch mal vier bis fünf wei­te­re Jah­re ler­nen zu müs­sen. Was ist das für ein …


Ler­nen will ge­lernt sein (t3n 53)

felix schwenzel in t3n

Ich war lan­ge Zeit ein lau­si­ger Schü­ler, weil ich die Schu­le nicht als ei­nen Ort er­kann­te, in dem ich ler­nen kann, son­dern als ei­nen Ort, in dem ich ler­nen muss. Es hat vie­le Jah­re ge­dau­ert, bis ich be­merk­te, dass das An­ge­bot, das mir die Schu­le mach­te, …


Learn, teach, re­peat (t3n 44)

felix schwenzel in t3n

Für mich sind Bil­dung, Wis­sen und Ler­nen wie Berg­bau. Man kann tief oder ober­fläch­lich gra­ben, man kann im­mer wei­ter gra­ben, es gibt här­te­re Schich­ten und Schich­ten durch die man leicht kommt — aber es gibt kaum Gren­zen. Von der Ober­flä­che er­schliesst sich der …


se­hens­wer­te re­pu­bli­ca vor­trags­kon­ser­ven

felix schwenzel

die lis­te ist noch un­voll­stän­dig und wird si­cher­lich noch mit ein paar wei­te­ren lis­ten von mir er­gänzt. das sind aber ein paar der re­pu­bli­ca-vor­trä­ge, die ich ge­se­hen habe und die mir ge­fal­len ha­ben.

you­tube.com: Eric Ja­ro­sin­ski: Lo­sing Hope. Fin­ding …


links vom 24.02.2015

felix schwenzel

zeit.de: Mit­tel­schicht: Die Kas­sie­rer #

ste­fan wil­le­ke:

Eine weit ver­brei­te­te Mei­nung lau­tet: Die Mit­tel­schicht wird aus­ge­quetscht. Das ist falsch. Vie­le An­ge­stell­te und Selbst­stän­di­ge schimp­fen auf den Staat - da­bei ver­wöhnt er sie, wo er kann.

sehr …