die ah­nung

felix schwenzel

die ahnung
  von erich mühsam

  ich trank meinen morgenkaffee und ahnte nichts böses.
  es klingelte. ich ahnte noch immer nichts böses.
  der briefträger brachte mir ein schreiben. nichts böses 
  ahnend, öffnete ich es.
  es stand nichts böses darin.
  ha! rief ich aus. meine ahnung hat mich nicht getrogen.


schö­ner ge­dan­ke

felix schwenzel

tho­mas fried­mann schreibt in der new york times:

goog­le + wire­less = god?

If I can ope­ra­te Goog­le, I can find any­thing. And with wire­less, it me­ans I will be able to find any­thing, any­whe­re, any­ti­me. Which is why I say that Goog­le, com­bi­ned with Wi-Fi, is a litt­le bit like God. God is wire­less, God is ever­y­whe­re and God sees and knows ever­y­thing.
[via bo­ing­bo­ing]




ef­fe wünscht schö­nen abend

felix schwenzel

der spie­gel mel­det, dass ste­fan ef­fen­berg vom amts­ge­richt braun­schweig zu 100.000 euro stra­fe we­gen be­lei­di­gung ei­nes po­li­zis­ten ver­ur­teilt wor­den ist. effe be­haup­tet, er habe dem “scheiss bul­len” le­dig­lich ei­nen “schö­nen abend” ge­wünscht. die vor­wür­fe, er habe ei­nen po­li­zis­ten be­lei­digt, sei­en völ­lig aus der luft ge­grif­fen.

vor ei­ni­ger zeit hat ste­fan ef­fen­berg ei­ner frau in sei­ner stamm-dis­co auch schon ein­mal ei­nen “schö­nen abend” ge­wünscht. das kos­te­te ihn 147.000 euro, weil die “be­schis­se­ne schlam­pe” be­haup­te­te er habe ihr ins ge­sicht ge­schla­gen.

1994 hat er uns al­len, dem “be­schis­se­nen pu­bli­kum”, bei der fuss­ball-welt­meis­ter­schaft ei­nen “schö­nen abend” ge­wünscht.

er zeigts uns halt im­mer wie­der, der effe.

coo­le sau.






ich füh­le mich ver­stan­den teil 2

felix schwenzel

nach teil 1 zum the­ma ich füh­le mich ver­stan­den, jetzt der zwei­te teil. dies­mal in form ei­nes ar­ti­kels in der taz: das Le­ben der lo-fi-bo­he­me

Auf wun­der­sa­me Wei­se schla­gen wir uns seit vie­len Jah­ren als Free­lan­ce-Pro­le­ta­ri­er ir­gend­wie durchs Le­ben und ge­hö­ren nun ei­ner Art nied­rig­schwel­li­ger, leicht ver­arm­ter Groß­stadt­bo­he­me an. Die Old und New Eco­no­my, die Er­leb­nis- und Dienst­leis­tungs­ge­sell­schaft ging ir­gend­wie an uns vor­über, die Ich-AG ist für uns ein al­ter Hut. Wir be­kla­gen uns manch­mal, wol­len aber ei­gent­lich nicht an­ders le­ben.

via moe


auch wirr

felix schwenzel

ich bin ja nicht so ein lin­ker. also ei­ner der auf an­de­re zeigt. ma­che heu­te aber mal ne aus­nah­me. weil fa­bi­an/sub/sax ganz prak­ti­sche ver­wei­se hat um sich in ber­lin zu­recht­zu­fin­den. er schenkt der mu­sik de­fi­ni­tiv mehr auf­merk­sam­keit als ich, ist aber trotz­dem ein ech­ter wir­rer.

hier noch mehr links auf le­sens­wer­tes:


dro­gen­ver­dacht

felix schwenzel

der satz des ta­ges mal wie­der in der net­zei­tung:
der zen­tral­rat der ju­den wird laut ei­nem pres­se­be­richt mit­te juli de­bat­tie­ren, ob vi­ze­prä­si­dent fried­man die ge­mein­schaft wei­ter re­prä­sen­tie­ren darf. er steht un­ter dro­gen­ver­dacht.

was soll “dro­gen­ver­dacht” denn heis­sen? mi­chel fried­mann steht im ver­dacht eine dro­ge zu sein? dro­gen ins haar ge­schmiert zu ha­ben? dro­gen­ver­dacht... muss man sich mal auf der zun­ge zer­ge­hen las­sen. das wort. nicht die dro­gen.

scheiss ver­kür­zun­gen im­mer:

  • irak: atom­ver­dacht
  • iran: mul­lah­ver­dacht
  • bush: dumm­ver­dacht
  • JLo: arsch­ver­dacht
  • chris­ti­an­sen: freund­ver­dacht
  • zdf: gähn­ver­dacht
  • net­zei­tung: plap­per­ver­dacht





er­schüt­tern­de neu­ig­kei­ten

felix schwenzel

die net­zei­tung mel­det: “nicht nur mi­chel fried­man, auch an­de­re pro­mi­nen­te sol­len die diens­te ost­eu­ro­päi­scher pro­sti­tu­ier­ter in an­spruch ge­nom­men ha­ben.”
oh schreck... wie kann man sol­che sen­sa­tio­nel­len ent­hül­lun­gen noch top­pen? ich ahne es: mor­gen steht in den schlag­zei­len:

  • “auch der kanz­ler hat schon ein­mal ona­niert!”
  • “öko-trit­tin bei rot über die am­pel ge­lau­fen!”
  • “ho­mo­se­xu­el­ler jour­na­list soll anal­sex prak­ti­ziert ha­ben...”
  • “auch po­li­ti­ker ge­hen 1-2 mal täg­lich scheis­sen!”

mal im ernst: wen in­ter­es­sierts wer mit wem wann fickt, was er sich da­bei rein­pfeifft und ob er evtl. mit stoff­tie­ren schläft...?

...ok. ich gebe zu; es in­ter­es­siert mich. aber ich bin ja auch nicht nor­mal... oder?



hen­ryk m. bro­der über “bio”

felix schwenzel in wirre kritik

hen­ryk m. bro­der, an­geb­lich “scharf­zün­gigs­ter” und “pro­vo­kan­tes­ter” deut­scher tex­ter schreibt im spie­gel eine kreuz­lang­wei­li­ge, bra­ve und ziem­lich ab­itu­ri­en­tes­que zu­sam­men­fas­sung/in­halts­an­ga­be von al­fred biol­eks letz­tem “bou­le­vard bio”. das fa­zit hät­te ich im abi-deutsch-grund­kurs wohl auch so ge­schrie­ben:

es war, talk­show-tech­nisch ge­se­hen, der idea­le mix und ein per­fek­ter ab­gang für den gast­ge­ber.

hui! hen­ryk m. bro­der war auch schon­mal bis­si­ger/wit­zi­ger...:
_ein arsch­loch kommt sel­ten al­lein.
über die cdu-vor­sit­zen­de an­ge­la mer­kel.
_aus dem klei­nen fer­kel ist eine rich­ti­ge di­cke sau ge­wor­den.
über den phi­lo­so­phen pe­ter slo­ter­di­jk.
_dumpf­ba­cke.
über jür­gen w.
(zi­ta­te vom rechts-al­ter­na­ti­vem w.-mo­ser-an­ti­vi­rus)

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