da ich auch im verkaufsprospekt aufgelistet bin, als „prominenter nutzer“ *), kann ich auch gleich richtig werbung machen: der blogcounter.de steht zum verkauf. über den preis ist nichts bekannt, aber der verkaufsprospekt verät was man im paket alles kaufen kann:
Das Paket Blogcounter Der Kauf umfasst 1. die Domain blogcounter.de 2. das Design siehe Website 3. die geänderte und aktuell genutzte Software PPhlogger lt. GNU General Public License 4. alle angemeldet Accounts [edit: ca. 3500 accounts] inkl. der bisher angefallenen Statistik-Daten (6,5 GB)
ausserdem steht im prospekt, dass der betrieb des blogcounters derzeit etwa 200 euro kostet. ansonsten erzeugt der betrieb des blogcounters keinen allzugrossen aufwand:
Wichtige Dinge die erledigt werden sollten: einmal pro Woche die Top 100 prüfen und Nicht-Blogs der entsprechenden Topliste zuweisen, darauf legen die User viel wert. Ansonsten fallen nicht viele Support Mails an, und auch die Kommentare auf blogcounter.de zum beantworten ist kein großer Zeitaufwand.
frank helmschrott, einer der betreiber von blogcounter.de, hat mir noch im mai diesen jahres versichert, dass es keine konkreten pläne gäbe den blogcounter zu vergolden. offenbar sind die pläne jetzt konkret, jetzt, da der pagerank auf 6 steht.
[dieser artikel ist ein update zu blogcounter]
ich bin immer wieder hinz und kunz hin und weg von ihrer makellosen schönheit, von ihrem zeitlosen, klassischem design. eine bilderbuch-blondine (und designerin); filigran und wohlproportioniert gebaut, ein samtiges, unrasiertes und spärlich gezupftes gesicht mit einem meist zauberhaft lächelnden mund und heute auch noch professionel geglättetes, offenes haar. sie kam gerade von einem „dreh“, einem werbespot-dreh für bitburger und sah eben nicht nur wie immer bezaubernd, sondern auch noch gestylt aus. ich hielt ihr meine unrasierte, welke wange hin, dann die andere, bussi, bussi.
eigentlich wollten k., dd und ix uns regelmässig dienstags treffen, der letzte „jour fixe“ lag nun aber auch schon wieder drei oder vier wochen zurück. heute hatten wir uns im pan asia verabredet, weil dd „bock auf asiatisches“ hatte und der laden irgendwie günstig für uns alle liegt und mir nix besseres eingefallen ist.
dd kam heute etwas zu später, ihre prachtvollen, schwarzen locken waren heute mit hilfe einiger fast unsichbarer spangen an den kopf geklemmt und hinten zu einem pferdeschwanz verdrillt. das macht sie weil es praktisch ist und ihre attraktivität etwas abschwächt, was ihr wiederum die benutzung des öpnv erleichtert. dd sieht nicht nur prächtig aus, sie ist auch noch prall, von vorne bis hinten, im besten wortsinne. prall im sinne von wohlgefüllt, nicht zuviel und nicht zu wenig, genau richtig, wie eine bio-fleischtomate oder eine aubergine. dd hat die klassischen stiefel-schenkel. dürre waden wirken in sandalen oder auch hohen schuhen ganz wunderbar, aber in stiefeln, wennn die stiefel schlaff um die waden umherschlabbern, höchst unangemessen. stiefel wurden für pralle schenkel geschaffen. wenn die stiefel fest sitzen, sich nach aussen sogar ein bisschen halbmondförmig wölben, wenn man das gefühl hat gerade noch eine scheibe papier oder eine reitgerte in den stiefel stecken zu können, dann haben stiefel ihre aufgabe erfüllt: sie passen. die stiefel von dd passen so gut, dass sie wahrscheinlich auch darin schläft. ihre augen sind riesig, nicht zu gross, gerade richtig, wie ihr arsch, der einen schmalen, drallen oberkörper hält.
ich gleite ab, bewege mich auf schmierigem, unbekannten terrain, weg von der sache. schlimmer noch, ich weiss gar nicht, was sache ist. also zurück an den tisch, zum essen. da sassen wir nun, in diesem poser-laden in dem lauter typen sitzen die abgemagerte frauen wie trophäen umherführen, spackos die meinen die fäden der republik (oder ihres startups) in den händen zu halten aber nicht bemerken, dass die fäden ihre eigenen sackhaare, übrigbleibsel vom rituellen eierkratzen sind. solche läden sind der grund warum ich mein abgewetztes, innen völlig zerissenes und am revers von der laptoptasche speckig geriebenes jacket so mag: es wirkt wie ein panzer gegen das posen. es verbessert die wirkung der damen die mit mir am tisch sitzen. es macht mich unsichtbar. quasi.
über all das habe ich natürlich im pan-asia gart nicht nachgedacht. ich dachte wieder nur ans essen, konnte mich nicht entscheiden was ich nehmen sollte und ob ich überhaupt hungrig war. nachdem wir uns irgendwann entschieden hatten, erzählte k. von ihrem job als statistin. oliver bierhoff spielte gerade unter der regie von sönke wortmann einen bierkenner, für einen werbespot für bitburger. sie müsse da im hintergrund rumsitzen, gut aussehen, ab und zu die lippen bewegen und so tun als ob sie sich unterhalte und das für 2-3 tage. ich hatte nicht den leisesten zweifel, dass sie das sehr gut machen würde. bierhoff wirke nett erzählte sie und ich musste ihr zustimmen, denn bierhoff stand plötzlich in 2 meter entfernung vor mir und half seiner frau oder freundin in den mantel. bierhoff wirkt nicht nur „nett“ sondern unglaublich normal. so normal, dass er fast so unposig rüberkam wie ich mir in meinem abgefuckten outfit einbildete rüberzukommen. aber bierhoff beherrscht die kunst sich noch normaler zu machen als er ohnehin schon ist, indem er sich eine dunkelblaue basecap aufsetzt und einen sehr langen schal 30 mal um den hals wickelt. damit wirkt er so normal, dass ihn wahrscheinlich noch nichteinmal seine eigene mutter erkennen würde. das einzig auffällige an ihm ist seine begleitung gewesen, irre lang und irre schlank und ungefähr dreimal grösser als er und seine leicht debil wirkende und mit lackschühchen abschliessende schlag-jeans.
vor dem essen erzählte k. die ein, zweimal pro woche ehrenamtlich in der arche arbeitet noch davon, dass pomp duck und circumstances eine ziemlich dicke spende an die arche gegeben habe: nämlich einen abend (nachmittag?) für 300 kinder und 100 betreuer im „pomp duck und circumstance“, mit komplett-fütterung und unterhaltung. irgendwie finde ich das eine so nette geste, dass ich das selbst wenn das ein knallhart kalkulierter pr-stunt sein sollte, gut finden müsste. das kann aber auch daran liegen, dass ich die arche und ihre arbeit einfach prinzipiell so gut finde (die webseite nicht, flashalarm!), dass ich jeden der sie unterstützt gut finden muss. jeden.
jetzt bleibt eigentlich nur noch eins zu hoffen, nämlich dass ich bis morgen noch ein, zwei interessantere geschichten zum vorlesen finde als diese, bzw. dass die anderen herren unterhaltsamer sein werden.
ich muss mich noch bis samstag ein bisschen verlangsamen und verdeutlichen, damit ich am samstag abend einigermassen verständlich bin, denn am samstag muss ich vorlesen. dort:
„die stunde der verführer“ am samstag den 03.12.2005, um 20.00h in der „offenbar“, schreinerstrasse 5 in berlin-friedrichshain. freier eintritt nach zahlung von 3 euro.
weil ich schon seit sechs oder sieben jahren keinen bock mehr auf telekom hatte, also auch keine telefondose mehr in meinen wohnungen („genion“, doo!), habe ich mir vor ein paar monaten „surf@home“ von o2 geholt. das erschien mir damals als eine sinnvolle sache, da ich zuhause wenig surfe und sich ein dsl-anschluss mit zwangstelefon für mich nicht lohnte: zwei stunden surfen inklusive pro monat für 20 euro, jede weitere minute 3 cent. definitiv billiger als über gprs emails zu checken und zum damaligen zeitpunkt völlig ausreichend für mich.
leider stelllte sich die o2 „surf@home“-box als ziemlich umständlicher (und hässlicher) schrott raus. verbindungsabbrüche, einfrierende software, einwahlschwierigkeiten - ich war richtig froh als das ding vor ein paar tagen von der wand fiel, aufplatzte und im inneren eine pcmcia-laptopkarte offenbarte, die ich in meinen laptop stecken konnte.
die einwahl ohne den router, nur mit der laptopkarte und dem o2-connection manager (eigentlich nur für die pineingabe) klappte bestens und um den faktor zehn schneller.
heute habe ich die laptopkarte in den tiefen süden berlins und nach mitte mitgenommen. und siehe da, sie funktionierte auch dort, weit weg von der „hoemzone“ und das obwohl o2 in seinen surf@home faqs behauptet:
Funktioniert Surf@home wirklich nur, wie versprochen, an der Nutzungsadresse? Wir garantieren den O2 Surf@home Service nur an der im Vertrag angegebenen Adresse. Der Umkreis, in dem Sie den Router nutzen können, variiert aber von Fall zu Fall.
zur sicherheit habe ich nochmal bei der o2-hotline angerufen. nach vier mal 20 minuten in der warteschleife sagte mir der herr auf meine frage ob „surf@home“ auch ausserhalb der „homezone“ funktionieren würde: „wir können die funktion nur innerhalb der homezone garantieren“. aha, eine sehr vorsichtige aussage, eigentlich eine klare ansage: „surf@home“ funktioniert überall, aber die marketing abteilung hat verboten das zu sagen. lügen will o2 aber auch nicht, also nur ein bisschen vielleicht.
also fragte ich, wenn also „surf@home“ auch ausserhalb der hoemzone funktionieren sollte, ob es dann passieren könnte, dass das dann mehr kostet: „definitiv nicht“. aha.
also bietet o2 einerseits eine umts-laptopkarte mit sog. „data packs“ an, die mit tarifen ab 17,4 cent/minute im 10 minuten takt, also zu 1,76 euro, abgerechnet wird und andererseits eine umts-laptopkarte (versteckt in einem router) unter dem namen „surf@home“, die mit minuten-tarifen um die 3 cent im 60/60 sekunden takt abgerechnet wird und offenbar im gesamten o2-umts netz funktioniert (?), wenn auch „unsupported“.
um die „surf@home“ preise mit den umts-flatrates von eplus und vodafone zu vergleichen fehlt mir jetzt der nerv, auch die frage ob die vodafone „umts-zuhause“ geschichte auch ausserhalb von „zuhause“ funktioniert mag ich jetzt nicht prüfen. soll das doch ein journalist machen. oder meine kommentatoren. oder jemand der mehr zeit hat.
[gprs kann die „surf@home“ laptop-karte natürlich auch (blinkt dann gprs-grün statt umts-blau), muss ich irgendwann mal ausprobieren, wenn ichs hinkonfiguriert kriege und dann gucken was die mir für etwas berechnen, was angeblich gar nicht gehen soll]
wenn man als blogger auf einer veranstaltungmichael sonneborn sieht, ihn ziemlich lustig findet, mit ein, zwei a- oder a-a oder bierbloggern spricht, muss man das dann bloggen, sobald man nachhause kommt? natürlich nicht.
„a-list-blogger“, ix? ich muss doch sehr bitten, ich bin a-a-blogger.
[apropos kalauer; gestern fragte ich im büro „wo war ich stehengeblieben?“ - aus der hintersten ecke rief es „in der pubertät“. fragte mich jemand nach meinen leidenschaften, ich würde „verbale inkontinenz“ antworten.]
den unterschied zwischen homepage 1.0 (aka „webpräsenz“) und homepage 2.0 (aka „blog“) habe ich ja schon mal versucht so zu deuten:
früher, als sowas noch „homepage“ oder „webpräsenz“ hiess, konnte man auch einen text — plopp — irgendwo hinstellen. ein paar suchmaschinen schickten einem ab und zu mal ein, zwei leser vorbei, aber meist schimmelten die seiten und texte neben ankündigungen („hier entsteht demnächst die webpräsens von otto mustermann“) nur so vor sich hin.
an diesem beispiel kann man jetzt sehen was das bedeutet. während ziemlich viele blogger bereits seit monaten ihre texte, „motive“ und „aktionsideen“ hochgeladen und in aller breite diskutiert haben, gibt die sozialistische jugend erstmal interviews, druckt flugblätter im copyladen und gründet ne plattform:
Hier entsteht eine Aktionsplattform zur Kampagne "Deutschland raus aus den Köpfen". DIe Idee: Alle Interessierten können Texte, Motive und Aktionsideen hochladen und darauf zugreifen. In Kürze mehr dazu...
Das Logo gibt es bereits hier zum Download.
deutschland-raus-aus-den-koepfen.de - aber ersma planen. nur nix überstürzen, doo.
werben und verkaufen wirbt und verkauft mit folgender pressemeldung für burda, die „ganz gross“ ins blogdings einsteigen wollen;
Um "Qualität und sauberen Content" zu wahren, so Marketing-Vorstand Christoph Schuh, muss jeder, der online mitreden will, sich registrieren lassen. Zudem arbeiten seine Techniker an einer Software, die Stichworte wie "Heil Hitler" selbstständig herausfiltern. Zusätzlich will Schuh vertrauenswürdige Blogger zu Kontrolleuren machen - als "eine Art ehrenamtliche Blogger-Polizei". (w+v)
ich bitte alle meine leser sich bei burda registrieren zu lassen um qualität und sauberen content sicherzustellen. bitte lassen sie sich bei der gelegenheit von den blogprofis bei burda sauber ausfiltern.
achso, die spott-sau wurde ja schon durch diese ominöse dorf getrieben. aber manche sind nicht nur gehässig,manche sind richtig stinkesauer:
manchmal habe ich das gefühl, dass alice schwarzer ihren verstand verloren habe könnte. diesmal allerdings nicht, weil sie während fernsehauftritten beinahe unkontrolliert jeden in grund und boden lächelt der ihr in die quere kommt, sondern weil sie auf dem titelblatt ihres kampfblattes dem bigotten tittenjournalismus eine referenz erweist. alice schwarzer verbeugt sich vor der „bild“-zeitung, indem sie die unsägliche „wir sind papst“ überschrift in einem anfall von geistlosigkeit in ein noch unsäglicheres „wir sind kanzlerin“ umwandelt. wohlgemerkt: auf dem titelblatt.
das ist nicht nur eine kreative bankrotterklärung, das ist so dumm, dass schwarzers kopf eigentlich wegen geistigen unterdrucks implodieren müsste.
andererseits ist es ja gerade mode sich vor der „bild“-zeitung zu verbeugen herzukriechen und in den diekdarm zu steigen. visdp, das magazin für medienmacher mastdarmakrobaten, die sich nicht zu fein sind denen es nicht peinlich ist springer die klarnamen von bildbloggern zu servieren („huch, HAHA, war wohl ein fehler, HAHA“), das bildblog einerseits für eine ehrung zu nominieren aber andererseits bei ernsthaften bedenkenzu dissenpeinliche witzchen über die bedenken zu machen. klarer fall von schizournalismus. journalismus?
ich habe mich ja eigentlich auch immer gefragt wie das gehen soll, sich ins knie ficken. das hier ist ein wunderbares beispiel dafür, wie sich das, was sich journalismus nennt zwischen kommerz, schleim, lügen und filz selbst ins knie fickt und die letzten reste von glaubwürdigkeit vaporisiert.
die schnauze hatte ich schon lange von dem ding voll, komischerweise funktionierte der router nach dem sturz eine spur besser. trotzdem habe ich den router heute auseinandergebaut und die umts-pcmcia-karte rausgenommen und in mein powerbook gesteckt. mit dem o2-connection-manager konnte ix tatsächlich nach eingabe der pin-nummer (3473) ins netz. jetzt frage ich mich nur, warum ich den lahmen router mit seinem doofen und hackeligen web-interface nicht schon lange auf den boden gepfeffert habe. mit der laptopkarte bin ich vom moment des einsteckens innerhalb von 10 sekunden im netz, statt 2-3 minuten mit dem router (router booten, lahme pin-abfrage, oftmals fehlerhafte anmeldung beim umts-netz, unnötig lange verbindungszeit). ausserdem blinkt die umts-pcmcia-karte so lustig in blau. demnächst schaue ich mal nach ob die karte auch ausserhalb der „homezone“ funktioniert.
eben davon geträumt mal bei „nur die liebe zählt“ im publikum zu sitzen und leise, aber hörbar, von eins bis hundert zu zählen und dann vom sicherheitspersonal mit der begründung „nur die liebe zählt“ des saales verwiesen zu werden.
Was halten Sie eigentlich von "Bild-Blog", dem Forum für Kritiker von "Bild"? Röbel: Hochprofessionell gemacht, journalistisch präzise. Als Chefredakteur würde ich mir täglich in den Arsch beißen! Nicht wegen der ideologischen Kritik - schlimm sind doch Fehler durch Schlamperei und peinliches Nichtwissen. Wenn einer Mercedes und BMW verwechselt und keiner in der Redaktion merkt's.
Bildist nicht Pop, sondern Gosse.Bild ist das Sexualorgan, das Millionen impotente kleine Männer von der Straße als ihr eigenes empfinden, und sei es nur zur Befriedigung des Durstes nach Rache an den Reichen und Schönen, die sich durch Reichtum und Schönheit an den sittlichen Idealen eines immer noch kaufkräftigen Mobs versündigt haben. […] Daß zwölf Millionen Schwachköpfe wissen möchten, wer nun wem »am drallen Allerwertesten« gefummelt habe, und daß es ein ehrloses Klatschblatt gibt, das solchen Wissensdurst stillt und die Ehekräche primitiver Schlagerfuzzis bekochlöffelt damit könnte man leben. Aber daß eine Kulturnation bis hinauf in die höchsten Spitzen der Regierung, der Wirtschaft und der Erbverwalter Goethes mit diesem Zentralorgan der Unterhosenspionage paktiert, ist ein Skandal. InBildgurgelt der Gully obszön vor sich hin. Wer in dieses Abflußrohr hinabsteigt, der hat seinen Geist aufgegeben. WerBildals Kolumnist oder als Interviewpartner dient, der ist ethisch gerichtet und hat seinen intellektuellen und moralischen Bankrott erklärt.
und wer „prostituierte“ sich exklusiv der „sexualnachrichtenkaschemme“ als interviewpartner just nach der amtsübernahme? angela merkel. alles bleibt so „schmutzig“ wie es war, die deutsche show- und politprominenz klettert weiter fleissig in den bigotten diekdarm und wundert sich wenn sie beschissen von dannen zieht (oder auch nicht).
heute um 3:16 aufgewacht, weil das „internet“ von der wand gefallen ist. das „internet“ lag aufgeplatzt in der küche auf dem boden, ich hob es auf und nahm es zur inspektion mit aufs klo, denn wenn ich gegen 3 uhr morgens aufwache lautet mein zweiter gedanke nach „internet“: „klo“. auf dem klo sah ich mir das „internet“ an — eine grosse weisse box von o2 mit der man „surf@home“ machen können soll. innendrin im „internet“ konnte ich ein winkeliges stück blech von 3 cm länge sehen, was wohl die wlan antenne war. ausserdem sah ich eine komplette umts-pcmcia laptop karte, luft und ein paar platinen. mir dämmerte warum die scheisse so schlecht funktioniert: o2 hat das ding offenbar komplett selbst entwickelt.
im ernst, seitdem ich mir dieses o2-surf@home packet gekauft habe, macht die hardware ständig probleme. länger als 4 stunden am stück funktioniert das biest nicht und will dass man ihm den stecker rauszieht und wieder reinsteckt. oft hängt sich die software schon nach dem neustart komlett auf, in 30% aller fälle scheitert schon die anmeldung beim o2-umts-netz. wenn das ding mal funktioniert, kann ich nicht klagen. ich klage und fluche aber oft. demnächst werde ich wohl wirklich klagen, im o2-laden wo ich mir das ding geholt habe. andererseits fühle ich mich ein bisschen in die zeiten von 14400er modems zurückversetzt, da hat die einwahl auch manchmal 5-8 minuten gedauert. retro-internet, aber ohne die lustigen piepsgeräusche, doo!
kurz: ich kann nur von o2 surf@home abraten, ein überteuertes, schelcht funktionierendes produkt, mangelhaft von o2 zusammengekloppt, was einen unter umständen auch noch nachts um 3:16h weckt und aufgeplatzt, mitleidheischend in der küche liegt.
[hat jemand erfahrung mit der o2 surf@home box der zweiten generation gemacht? ist die auch so scheisse?]