laut dieser seite soll steve jobs folgenden satz gesagt haben:
I want to put a ding in the universe.
was bedeutet das? „ding“ wird im englischen nur im zusammenhang mit „dong“ benutzt. was macht ein „ding“ ohne „dong“ im weltall? oder benutzen amerikaner auch manchmal „ding“ im sinne von „thing“, so wie sie „kindergarten“ oder „bratwurst“ sagen?
die firma agent25 hat nach eigenen angaben „deutschsprachige Online-Medien“ zwischen dem 01.09.2003 und 10.10.2005 ausgewertet (pressemeldung dazu) um herauszufinden wie oft sog. weblogs darin „genannt“ wurden. das ergebnis lautet:
weblogs, so könnte man schliessen, erfreuen sich bis auf zwei oder drei ausnahmen „gerade noch so erfassbaren interesses“ (zitat und via von falk lücke im blogruf). die frage ist natürlich, was genau sind denn „klassische“ deutsche online medien? blogs schon mal nicht. klar. in der pressemeldung von agent25 wird das nicht deutlich. auf nachfrage wurde mir diese liste genannt, darin so renomierte blätter wie die „Neuss-Grevenbroicher Zeitung“, „Apotheke und Marketing“, „Der Deutsche Dermatologe“, aber auch exoten wie der „ADAC“, „Der Hausmeister“ „Der Facility Manager“ und „Neues Deutschland“. die „netzeitung“ ist mit folgender begründung nicht in der liste:
Die Netzzeitung publiziert jedoch keinen eignen Content und gilt daher für uns nicht als "Quelle".
schon klar. gegen die „Omnibus Revue“ kann ein käseblatt onlinedings wie die netzeitung nicht mithalten. trotz der exquisiten quellenliste des „Internet-basierten Informationsdienstes zur Themen- und Nachrichtenbeobachtung“ habe ich mich über die zahlen gewundert: nur fünf nennungen? zuerst dachte ich die das „Medien-Linkarchiv, das die Suche in die Vergangenheit ermöglicht“ hat nur zwischen dem 01.09 und 10.10. dieses jahres gezählt (die grafik weist keine jahreszahlen aus) und habe nachgezählt. ix bin ja aufmerksamkeitshansel und führe akribisch buch über so einen scheiss. allein vom september bis zum oktober kam ich auf 12 nennungen (wenn ich zwei übernommene pressemeldungen und das zitat in der fas mal weglasse):
wenn ich jetzt aber noch bis zum jahr 2003 zurückgehe, fallen mir spontan noch nennungen im heise newsticker (april 2004), hal fabers wwww (irgendwann im januar 2005), der berliner zeitung im mai ein.
bleibt die frage worin der nutzen solcher mangelhafter und lückenhafter zählversuche besteht? und was nutzt es sich mit solchen mangelhaften zählversuchen abzugeben und selbst nachzuzählen? nix — ausser ner schönen egozentralen linkliste.
immerhin findet auch andrea kimpflinger von agent 25, die mir freundlicherweise auf ein paar fragen geantwortet hat, leise zweifel an scanning-diensten (wegen der „Dynamik des Internets“, doo):
Jedoch kann Ihnen kein Dienst eine absolute Erfassung aller in Deutschland existierenden Online-Nachrichten bieten.
relevanzmessung bleibt also im höchsten masse irrelevant. wie weblogs allgemein und dieses im besonderen.
[nachtrag] vielleicht noch eine anmerkung zur netzeitung/netzzeitung. das sind zwei völlig unterschiedliche paar schuhe seiten. in meiner mail an andrea kimpflinger habe ich die oben genannten links zur netzeitung versand, verbunden mit der frage warum die netzeitung offenbar nicht zu den agent25 quellenliste gehört, bzw. verweise darin nicht erfasst. das zusätzliche „Z“ im namen hat frau kimpflinger in ihrer antweort selbst hinzugefügt und offenbar die netzzeitung mit der netzeitung verwechselt. sowas verwirrt mich natürlich auch, was dann zu so suggestiven und verwechselhaftigen zitaten wie oben führt. ich nehme an, dass frau kimpflinger nicht wirklich glaubt, dass die netzeitung keinen eigenen content produziert, allein schon weil die netzeitung sich in der agent25-quellenliste befindet. nur links und hinweise in der netzeitung werden wohl nicht erfasst. oder so. whatever.
bp will 1600 stellen streichen. hörte ix eben in der tagesschau. bleibt die frage welche stellen. die kahlen? die unklaren? und — in welcher farbe? danach schrie mich eine werbespot mit folgender botschaft an:
steckt der doktor auch mal tief im steiss — meister propper wäscht es wieder weiss!
illustriert war der spot mit einem tierarzt der seinen handschuh bis an die achsel gezogen hatte und kurz davor war in den anus einer kuh einzudringen. propper ist das nicht.
jelu, aka dd ist aus stuttgart und zieht es vor ihre träume anonym, wie ste anonym zu bloggen. wobei ste selten geträumtes, sondern meist waches bloggt. was epicore werden könnte hat don bereits erklärt.
gestern offensichtlich eine email vom zimmermädchen des hotel „little siam“ in utrecht bekommen. leider ist meine antwort gebounct.
Von: salamiprinzessin @salami.de
Betreff: frage zu utrecht
Datum: 28. Oktober 2005 22:30:38 MESZ
An: ix @wirres.net
kann man in utrecht denn nix machen ausser dosenbier
trinken????
die antwort ist profan und einfach: doch. man kann in utrecht anderes machen als dosenbier zu trinken: salami essen.
In zwei Wochen werde ich 71, falls ich so lange durchhalte. Herrje, nach allem, was ich mir angetan habe, dürfte ich gar nicht mehr am Leben sein. Da gibt es einen, der macht ein Buch über Grabstein-Inschriften — er fragt diverse Leute, welchen Spruch sie auf ihrem Stein haben wollen. Bei mir kam mach kurzer Überlegung heraus: ACH NAJA, MIR HATS EH NICHT GEFALLEN.
mehr davon in schreie vom balkon von charles bukowski. siehe auch was smal dazu zu sagen hat. unbedingt.
da er mir zutritt zum deutschen fersehpreis verschafft hat, sonst auch ganz gut schreibt und mir ab und an bier bezahlt, glaube ich ihm dass sein lebenswerk das buch ganz gut geworden ist und weise hier vor seinem erscheinen auf selbiges hin: das fernsehlexikon, von michael reufsteck und stefan niggemeier. sollte ich es irgendwann in die hände bekommen, schreibe ich auch etwas für diese kategorie.
[nicht nur die f.a.s. bedient sich mit kleinen zitaten aus blogs, nicht nur die welt klautdruckt blogtexte, auch blogs bedienen sich in zeitungen, in diesem fall allerdings mit freundlicher genehmigung des autors stefan niggemeier.]
Was ist das: Steht vor der Kamera und lacht immer als erster? Ein Fernsehkomiker.
Gerade hatten wir in Deutschland gelernt, lustige Stellen in Serien zu erkennen, auch wenn sie nicht durch Gelächter vom Band markiert werden, da fangen die Witzeerzähler damit an! Der große Humorhandwerker Rudi Carrell hat nach einer Pointe mit unbewegtem Knautschgesicht in eine andere Richtung geguckt, geschwiegen und gewartet. Seine jungen Nachfolger zerreißt es vor Begeisterung über die eigene Witzigkeit.
Schuld muß Stefan Raab sein, der immer schon seine eigenen Auftritte ausdauernd bekichert hat, so wie Fozzi Bär in der „Muppet Show“ mit offenem Maul immer beifallheischend ins Publikum nickte. Raabs Epigonen, die ganzen Eltons und Ingo Appelts und Ingo Oschmanns und Oliver Pochers, haben das offenbar von ihm abgeguckt. Das feixende Gesicht, der stotternde Ö-ö-ö-Lachmotor, und der Zuschauer weiß: Das war gerade lustig. Also, jedenfalls der Herr Pocher fand das lustig. Selbst. Ja.
„Anklatscher“ nennt man beim Fernsehen Leute, die dafür bezahlt werden, an den richtigen Stellen als erste Beifall zu spenden, damit das Publikum dann reflexartig einstimmt. Die Fernsehkomiker von heute sind ihre eigenen Anlacher. Nur Harald Schmidt hat dafür jemand anderes: Manuel Andrak, dessen wichtigste Aufgabe es ist, noch bevor sein Meister einen Satz ausgesprochen hat, aus dem Off ein prustendes „Tsmpfchr-mpfchr!“ erklingen zu lassen, oder, wenn es ganz besonders lustig ist, ein wieherndes „Hjahaja“.
Sehr unlustig ist das. Und, nein, dieser Text hat keine Pointe. Höhö. Extra nicht.
morgen, am mittwoch gibts im NBI wieder eine bunny lesung:
Das Thema ist irgendwie "Fernsehen" oder "TV" aber vor allem wird es ein Abend mit dem berühmten Synchronsprecher und -autorRainer Brandt! Unglaublich aber wahr!
wenn ich es feierabendtechnisch schaffe, gehe ich hin, bringe mir dann aber eigene getränke mit.
[rainer brandt ist synkronstimme von tony curtis und jean paul belmondo]
michael k von dlisted meint, brittany murphy hätte jetzt „vagina lips“ in ihrem gesicht. ich würde sagen, das sind eindeutig schamlippen!
die frage bleibt: warum? selbstverstümmelungs übungen aus dem wie-werde-ich-wie-michael-jackson-seminar? wie werde ich p0rno-actrice, schritt eins?
offenbar ein weitverbreitetes haloscan-problem. neue kommentare können zur zeit nicht veröffentlich werden. aus technischen, nicht aus inhaltlichen gründen.
[diese nachricht zerstört sich selbst streicht sich selbst durch, wenn die kommentare wieder funktionieren]
Aber der Reflex gegen alle Ratschläge, die aus einer Business-Perspektive sinnvoll erscheinen, ist wohl recht typisch für die deutsche Blogosphere - und das gilt nicht nur für den kleinen Dicken von der Bl0gbar.
abgesehen davon das ich nicht weiss was „business-perspektiven“ oder so sachen wie „corporate blogs“ sind, finde ich fonsi gar nicht so dick klein.
dieser link ist laut impressum des adac verboten. aber auch nützlich, denn man kann die adac-mitgliedschaft dort einfach per email kündigen. ich habs auch so gemacht.
die galerie merid in stuttgart versteigert alle paar wochen zwei löcher einer doppelloch-camera obscura bei ebay, wobei die beiden höchstbietenden die kamera nacheinander zugeschickt bekommen und jeweils eine hälfte des filmes belichten. mit anderen worten: man kann auf ebay das recht ersteigern ein photo nach wahl mit einer camera-obscura zu erstellen. der witz ist, dass sich das eigene foto mit dem eines fremden, optimalerweise aus einem anderen teil der welt, überschneidet und man am ende einen abzug („kunstdruck“) des fertigen bildes bekommt.
Camera Obscura 1-INF ist ein weltweites Projekt bei dem jede Woche gleichzeitig zwei Löcher einer Doppelloch-Camera Obscura bei Ebay versteigert werden. Es ist eine Hommage an den polnischen Künstler Roman Opalka und sein Werk 1965/1-∞. Die jeweils Höchstbietenden erhalten nacheinander eine Lochkamera, geladen mit einem Stück unbelichteten Film, stechen selbst das Loch und belichten jeweils ihre eigene Fotografie. Durch den geringen Abstand der beiden Löcher überschneiden sich die Motive zu einem Teil, wodurch ein gemeinsames fotografisches Bild entsteht, geschaffen von zwei Menschen an verschiedenen Orten, inmitten einer endlosen Reihe von Parallelbelichtungen. Alle Teilnehmer erhalten die von ihnen gemachte Doppelbelichtung als Kunstdruck in Originalgrösse zugeschickt. (mehr beigalerie merid/gallery merid)
ein paar der breits entstandenen fotos kann man bei der galerie merid betrachten, im kommenden jahr sollen die bilder ebendort in einem katalog veröffentlicht werden.
die kamerlöcher #65 und #66 stehen noch 8 stunden zur auktion. ix bitte darum mich nicht zu überbieten.
[nachtrag] wie blöd muss man sein um so blöd wie ich zu sein? bei ebay bieten und das dann bloggen. kein wunder dass ich um 50 cent überboten wurde. nächste woche werde ich erst auf die auktion hinweisen, wenn ich das loch ersteigert habe.
neben der wirklich angenehmen lesung am mitwoch war es mal wieder fazinierend herrn k (und frau neun) beim zeichnen zuzuschauen. wie frau gaga das hinbekommt so angenehme fotos zu schiessen, bleibt mir auch ein rätsel.