sie: gibts da nen unterschied zwischen palast und schloss?
ich: klar, nen palast kann man nicht abschliessen.
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“first openly asshole president”
in den letzten tagen wurde ja viel über beleidigungen geredet, zumindest in den diskussionssträngen (insbesondere auf facebook) zu diesem artikel.
gestern habe ich mal wieder jon stewarts daily show gesehen und mich erneut gewundert, mit welcher inbrunst jon stewart seine intimfeinde beschimpft und beleidigt. im fall von donald trump ist das natürlich total berechtigt, aber über die asshole-frequenz in einem teil der sendung (video) war dann sogar ich baff.
In a second segment dedicated to Trump, Daily Show senior election correspondent Jordan Klepper talks about how The Donald, if elected, could be “our first openly asshole President.” Klepper then says that while Nixon was a “gaping asshole, but closeted,” Trump “says it loud and proud.” The segment also featured a cameo appearance by noted “asshole” Paul Rudd.
in deutschland finden viele (auch komiker), dass kritik in erster linie „sachlich“ vorgebracht werden solle. und in der tat kann man hierzulande eigentlich nur eine person arschloch nennen ohne mit einer abmahnung zu rechnen: sich selbst. das mache ich dann auch gelegentlich; bleibt mir ja kaum was anderes übrig, als mich selbst als arschloch zu bezeichnen.
das soll jetzt übrigens auch nochmal eine erinnerung sein, wie ahnungslos matthias matussek ist, der vor einer weile schrieb:
Ich empfehle dringend, sich andere Late-Nights reinzuziehen, Formate wie die Daily Show mit Jon Stewart, die besonders die junge Zielgruppe binden - die sind tatsächlich unterhaltsam und intelligent, ohne „Arschloch“ und Puff-Witze.
Warum? Weil hier von Könnern und Profis an Pointen gearbeitet wird und an Recherchen über die Gäste, statt auf Momente des Fremdschämens zu hoffen. Weil Gespräche geführt werden, mal mehr, mal weniger geistreich, statt den Mob grölen zu lassen.
(in diesem artikel schonmal zitiert und durch-dekliniert)
ich schreibe das jetzt nochmal auf, weil ich einerseits ein bisschen neidisch auf jon stewart bin und es mir ausserdem auffällt, dass personen des öffentlichen interesses vor allem dann in deutschland „mob“-probleme diagnostizieren, wenn sie nicht austeilen, sondern selbst in der kritik stehen oder sich beleidigt fühlen.
»The idea that something might work fine the way it is has no place in tech culture.«
— maciej cegłowski
idlewords.com/talks/web_design_first_100_years.htm
das ist die verschriftliche version eines vortrags von maciej cegłowski über die grenzen des wachstums (meine worte). wahrscheinlich das beste und lohnenswerteste lesestück dass man diese woche finden kann. es geht darum, wieso flugzeuge sich in den letzten 60 jahren kaum verändert haben, warum wir in der zivilen luftfahrt nicht mit überschall fliegen und wie die zukunft des webs aussehen könnte und sollte. und wenn ich jetzt den schlusssatz zitiere, könnte man sich fragen: was zum teufel hat das mit luftfahrt zu tun? das findet man dann erst nach dem klick raus.
The web we have right now is beautiful. It shatters the tyranny of distance. It opens the libraries of the world to you. It gives you a way to bear witness to people half a world away, in your own words. It is full of cats. We built it by accident, yet already we're taking it for granted. We should fight to keep it!
super, nur andertalb wochen nachdem der „chief security officer“ von facebook erklärt hat, dass er flash scheisse findet, funktionieren facebook-videos auch in browsern die flash deinstalliert haben. (bisher hat mein flashloses safari auf os x immer eine flash-fehlt-fehlermeldung von facebook bekommen.)
damit ist die situation bei facebook jetzt ähnlich wie bei spiegel-online-videos: yep, funktioniert — aber man sieht trotzdem nur mist.
theverge.com/2015/7/13/8948459/adobe-flash-insecure-says-facebook-cso
kollege: möchtest du ein handsigniertes stück papier von felix schwenzel erwerben?
ich: nö. kann ix mir doch selbst machen …
http://www.ebay.de/itm/171864739299

wie können menschen mit einem minimalen sinn für ästhetik es übers herz bringen, anführungszeichen zu unterstreichen?

kurzkritik mr. robot ps1.3_da3m0ns: überflüssige dehnungsfolge deren 44 minuten handlung auch in einen tweet gepasst hätten.
acht jahre alt, liest sich aber als wäre es gestern gewesen. (mit dem unterschied, dass ich früher witziger war.) wirres.net/4279
„grau-beiger Sterbeflannel“ — allein wegen dieser (und anderer) worte muss man @mathiasrichel’s text lieben: „Die harmonisierte Republik – Warum wir unbeweglich bleiben wollen“
aus gegebenem anlass möchte ich auf diesen 5 jahre alten witz von mir hinweisen:


(ursprünglich veröffentlicht am 29.08.2009 10:47)
und natürlich auch auf diesen elf jahre alten (typo-) witz.
kurzkritik mr. robot
fight club ohne brad pitt & edward norton, dafür mit internet. (möglicherweise zu euphorisches urteil nach 1,8 folgen)
sehe gerade: 97% bei rotten tomatoes.
prätentiös
aus gegebenem anlass.

eben in einem meeting haben wir eine meiner stärken herausgearbeitet: ich kann sachen von denen ich keine ahnung habe ganz gut.
habe sehr gelacht und bin seit heute grosser @JacintaNandi-fan.
Tropical Islands = NOT THAT SHIT
dieses bild fasst donald trump ganz gut zusammen. (hier gefunden: boingboing.net/2015/07/13/trump-threatens-to-kick-el-c.html)
ha, die #next15 ist einladung only: nextconf.eu
und wer das veranstaltungsdatum rausfinden möchte, darf nicht bannerblind sein.
kennt irgendjemand irgendwen der schon mal mit mpass.de bezahlt hat? oder einfacher: wer von euch kann mit dem handy bezahlen?
was mir an os x el capitan gefällt, ist das fehlen der bedenkpausen vorm anzeigen von mission control und dem login nach dem aufwachen.
expedia empfiehlt uns lieber direkt zu buchen, als über expedia
diesen sommer wollen wir nach schottland fahren. das scheint gerade ein ding zu sein. im januar hat die beifahrerin die route geplant und hotels, bzw. bed-and-breakfast-unterkünfte gemietet. gebucht hat sie die bed and breakfasts unter anderem bei expedia.
am 2.7 haben wir dann eine email erhalten in der es unter anderem hiess, dass unserer im januar gebuchtes zimmer wegen überbuchung leider nicht mehr verfügbar sei:
Due to lack of availability, the Property is unable to accommodate this booking and, having investigated the Property's diary, we confirm that there are no rooms available.
aber in der email hiess es auch:
We have investigated possible alternatives and we would kindly request your assistance in relocating the guest. Would you please contact the guest with the utmost urgency to confirm that they are prepared to accept the alternative accommodation. Should the guest refuse, please contact us to discuss other mutually suitable options.
offenbar war die mail gar nicht an uns gerichtet, sondern an unseren reiseveranstalter, also expedia. vom absender hatten wir bisher noch nie etwas gehört, offenbar ist das eine agentur (eviivo), die die buchungen für eine reihe von britischen bed and breakfasts durchführt und verwaltet.
als wir uns ein bisschen umhörten, erfuhren wir, dass es nicht unüblich ist, dass die unterkünfte sich überbuchen, in der annahme, dass eine gewisse anzahl gäste die buchungen noch storniert. der laden in dem wir ein zimmer gebucht haben, hatte sich hier offenbar verkalkuliert. auf unsere kosten.
als die beifahrerin bei expedia anrief, hiess es dann (j sei dank): alles kein problem, expedia kümmert sich drum und werde eine ersatz-unterkunft besorgen. eine woche nach diesem telefonat hiess es dann bei einer erneuten telefonischen nachfrage, dass wir jetzt selbst eine ersatzunterkunft suchen und buchen sollten. eventuelle mehrkosten sollten wir auch nicht expedia, sondern der vermittlungsfirma eviivo in rechnung stellen, von der wir erstmals vor einer woche gehört haben — und mit der wir auch nie einen vertrag abgeschlossen haben.
irritierend ist vor allem, dass die ansprechpartnerin von expedia uns zuerst zugesagt hat, dass expedia sich um alles kümmern werde und diese ansprechpartnerin sich dann eine woche später auf ihre vorgesetzte beruft und behauptet, das ginge doch nicht.
nur warum soll man dann überhaupt expedia benutzen und nicht sich nicht direkt bei den bed and breakfasts oder hotels oder den jeweiligen vermittlern buchen? wenn expedia die unterkunft im zielort nicht garantieren kann und bei umbuchungen sowohl die arbeit der neubuchung, als auch das eintreiben der eventuellen mehrkosten den endkunden überlässt?
wenn das was uns hier erzählt wurde das standardvorgehen von expedia ist, dann würde ich sagen: der laden ist für mich als endkunden doch komplett überflüssig, ein mittelsmann der sich mutmasslich an gebühren mästet und ausser elektronischer auftragsvermittlung und provisionsoptimierung offenbar nichts tut. ok, expedia tut dann doch etwas, nämlich psychospielchen per hotline mit den kunden spielen:
- expedia-hotine woche 1: alles ok, wir kümmern uns.
- expedia-hotline woche 2: ach nee, wir können uns da doch nicht drum kümmern.
- expedia-twitter woche 2: oh, sie haben probleme? wenden sie sich doch einfach an die hotline.
im januar bed&breaktfast für august bei @ExpediaDE gebucht.
juli: b&b cancelt zimmer: überbucht.
expedia: buchen se sich doch selbst 1 hotel
mir will kein grund einfallen wofür @ExpediaDE überhaupt gut sein soll. vielleicht als motivator probleme selbst zu lösen? oder selbstzweck?
@diplix Hi Felix, das tut uns leid zu hören. Bitte kontaktiere uns unter der 0800-5894018 und unser Kundenservice hilft Dir weiter. LG, Anna
nach 8 tagen am telefon mit dem kundenservice schlägt uns @Expedia bei twitter vor, mal beim kundenservice anzurufen twitter.com/diplix/status/…
wir haben heute abend zimmer in einer anderen unterkunft direkt gebucht. das kostet für zwei nächte und zwei personen etwa 20 pfund mehr. jetzt bin ich mal gespannt, ob sich expedia doch noch überzeigen lässt die mehrkosten selbst bei seinem vertragspartner eviivo einzutreiben, oder ob man bei expedia darauf bestehen wird, dass wir bei einem unternehmen, mit dem wir nie einen vertrag abgeschlossen haben selbst vorstellig werden.
@diplix ließ mal expedia.de/p/support/agb
Es ist, wie alle anderen auch, nur ein Vermittler.
[nachtrag 15.07.2015]
nachtrag expedia: happy end