macht das in­ter­net dumm?

felix schwenzel

ste­fan nig­ge­mei­er war im ntv. und ix habs fo­to­gra­fiert:

nig­ge­mei­er und sein bild­blog sind auch nicht bes­ser als die bild­zei­tung!
in chats und fo­ren sind doch nur leu­te, die im ech­ten le­ben kei­ne freun­de ha­ben!
im­mer­hin traut sich mer­kel an sms und pod­casts her­an!
das in­ter­net ist vol­ler pro­fil­neu­ro­ti­ker und gel­tungs­süch­ti­gen.

rie­fen­stahl on ec­sta­sy

felix schwenzel

ix habe mir ges­tern die vor­pre­mie­re von 300 an­ge­schaut. es war un­er­träg­lich. das schlim­me ist nicht­mal das ma­cho­haf­te rum­ge­ham­pel und die völ­lig über­zo­gen und pi­to­resk dar­ge­stell­te ge­walt, auch nicht dass vie­le dar­stel­ler zwar po­ken­imp­fungs­nar­ben aber nie­mand kör­per­haa­re hat­te oder dass man im al­ten spar­ta of­fen­bar zu 50 pro­zent in zeit­lu­pe leb­te und fick­te — was den film wirk­lich un­er­träg­lich mach­te war die stän­di­ge ver­herr­li­chung und äs­the­ti­sie­rung des krie­ges, des hel­den­tums. die bot­schaft: für eine gute sa­che ster­ben lohnt sich im­mer. und die­se bot­schaft wird ei­nem auf enorm un­sub­ti­le art und wei­se an­dert­halb stun­den ein­ge­häm­mert. das ist un­fass­bar lan­wei­lig und ist zwar nicht so bild­ge­wal­tig aber da­für re­gel­mäs­sig auch auf sat1 zu se­hen: j.a.g. heisst die wer­be­ver­an­stal­tung für die ar­mee im fern­se­hen.

apro­pos wer­be­ver­an­stal­tung; in der an­zei­gen­bei­la­ge „ti­cket“ des ta­ges­spie­gel fasst ein hüb­scher tipp­feh­ler von se­bas­ti­an hand­ke den film zu­sam­men (her­vor­he­bung von mir):

Das Er­geb­nis ist ein hy­per­rea­lis­ti­sches Schlacht­ge­tüm­mel ohne Sinn undVer­sand.

aus­ser­dem zu 300:

  • anja ha­ber­mehl hats of­fen­bar auch nicht ge­nos­sen
  • in der va­ni­ty fair sagt frank mil­ler, der schöp­fer der co­mic ver­si­on: „Die Ge­walt in mei­nen Co­mics ist im­mer mo­ra­lisch be­grün­det und nie­mals pu­rer Selbst­zweck.“ und ge­nau in die­ser ecke ist eins der pro­ble­me die ich mit dem film habe: die „mo­ra­li­sche be­grün­dung“ ist völ­li­ger schwach­sinn, wirkt wie ein ali­bi. da ist mir auf den ers­ten blick un­sin­ni­ges met­zeln im kino lie­ber. ul­rich lössl, der au­tor des va­ni­ty fair ar­ti­kels schiebt noch hin­ter­her: „ 300“ ist ein­fach lu­pen­rei­nes Pop­corn-En­ter­tain­ment. Etwa so, als hät­ten sich Leni Rie­fen­stahl, Quen­tin Ta­ran­ti­no und Baz Luhr-mann dazu ent­schlos­sen, »Das dre­cki­ge Dut­zend« der An­ti­ke zu ver­fil­men.“ ich wür­de sa­gen, der film wirk wie ein mach­werk von leni rie­fen­stahl, ed wood und wolf­gang schäub­le.
  • ben sagt 300 sei ein „Film ge­wor­de­nen Ego-Shoo­ter“. aus­ser­dem ver­weist er auf
  • die gut les­ba­re kri­tik von in­tro.
  • wi­ki­pe­dia: „Auch in der Neu­zeit wur­de die Ther­mo­py­len­schlacht im­mer wie­der als Bei­spiel für ei­nen he­roi­schen Op­fer­tod in An­spruch ge­nom­men. So zog Her­mann Gö­ring Ende Ja­nu­ar 1943 ei­nen Ver­gleich zur noch an­dau­ern­den Schlacht von Sta­lin­grad, um da­mit die mör­de­ri­schen Be­feh­le Hit­lers zum Kampf ohne Ka­pi­tu­la­ti­on ideo­lo­gisch und his­to­risch zu le­gi­ti­mie­ren.“
  • sehr lan­ger, kennt­nis­rei­cher ar­ti­kel beim agit­pop­b­log.

die ant­wort lau­tet ja

felix schwenzel

die fra­ge lau­tet: „Geht’s Ih­nen ei­gent­lich auch so, dass, wenn Sie an den Tho­mas-Quast­hoff-Pla­ka­ten vor­bei­ge­hen, den­ken, ach, der …“ (fra­ge wei­ter­le­sen)


ab­mah­nung we­gen qy­pe-ein­trags?

felix schwenzel

ich spiel das mal über ban­de: ab­mah­nung we­gen ei­nes qype ein­tra­ges?

[ohne ban­de: di­rektab­mah­nung]


süüüüüss!

felix schwenzel


der stern hat (qua­si) 18.000 eu­ro für den lead award be­zahlt

felix schwenzel

sagt der ver­fas­sungs­schutz, sagt oli­ver gehrs. der stern sagt: „kein kom­men­tar“. ix sage, für 18.000 euro lies­se ich mich so­gar von pe­ter turi in­ter­view­en.

[nach­trag 03.04.2007]
se­bas­ti­an dif­fe­ren­ziert ein we­nig im zeit­schrif­ten­blog. gleich zwei­mal.


zu vie­le kis­sen

felix schwenzel


be­weg­te zu­kunft

felix schwenzel

ich hab die zu­kunft von knut ge­se­hen.

[mehr dazu in der wi­ki­pe­dia]


prak­ti­sche toi­let­ten-tipps, teil 4 von 347

felix schwenzel

wer ein­fach nur in ruhe le­sen möch­te, kann sich auch ohne stuhl­drang in der toi­let­te auf den ge­schlos­se­nen klo­de­ckel set­zen. jun­ge men­schen kön­nen so auch ler­nen, dass le­sen nicht un­be­dingt von üb­len ge­rü­chen be­glei­tet sein muss.

[vor­he­ri­ge toi­let­ten-tipps]


mot­ti

felix schwenzel

fe­lix schwen­zel:

da ist gu­ter rück­grat teu­er.

den­ny cra­ne

er­nie, i don’t have time to con­sider all the things i have to con­sider.

sa­rah con­nor

felix schwenzel


jung­klug

felix schwenzel

ari­ad­ne von schi­rach ist 29 jah­re alt, sieht aus und re­det wie eine 22 jäh­ri­ge, un­ter an­de­rem von „jun­gen men­schen“ und por­no­gra­fie. ich weiss nicht, ich fand die­ses vi­deo (mov, 46MB) ziem­lich un­er­träg­lich. man sieht zwar eu­pho­rie und ehr­li­che be­geis­te­rung über die ei­ge­nen ent­de­ckun­gen und be­ob­ach­tun­gen und schluss­fol­ge­run­gen, aber nicht die spur ei­nes zwei­felns oder die spur ei­ner of­fe­nen fra­ge. als ob alle fra­gen ge­klärt sei­en und nur noch er­klärt wer­den müss­ten.

die lo­cker-flo­cki­ge an­mo­de­ra­ti­on von da­nie­la kri­en kann man glück­li­cher­wei­se über­sprin­gen, ih­ren vor pa­thos trop­fen­den teaser-text zum in­ter­view in dem sie sich noch alt­klü­ger jung­klü­ger als von schi­rach gibt, kann man auch ge­trost über­sprin­gen:

Und auch ty­pi­sche Ju­gend­wör­ter wie “hip”, “cool”, “geil” schei­nen mir ei­ner stu­dier­ten Phi­lo­so­phin nicht an­ge­mes­sen zu sein, zu­mal sie es nicht nö­tig hät­te. Denn das Buch steckt vol­ler scharf­sich­ti­ger Be­ob­ach­tun­gen und klu­ger The­sen und am Ende, im letz­ten Ka­pi­tel, gibt es ei­nen Aus­blick vol­ler Hoff­nung, den ein­zi­gen Aus­weg aus der por­no­gra­phi­sier­ten Welt gleich­zei­tig: die Lie­be.

nur kri­ens schluss­wort lässt hof­fen: „Die Hoff­nung stirbt zu­letzt.“

nur — um das zu er­ken­nen, brauch ich we­der von schi­rach noch kri­en an­gu­cken oder zu le­sen.


taz blogs

felix schwenzel

hab ich schon­mal er­wähnt, dass ich die taz blogs fast alle mit gros­sem ver­gnü­gen lese? heu­te gabs beim rep­ti­li­en­fonds eine be­son­ders ge­lun­ge­ne über­schrift: „Die neu­en NPD-Pla­ka­te sind da!

da­ni­el erk hat sich heu­te ganz zau­ber­haft ver­tippt (und kor­ri­giert):

ei­ner sil­ber­nen Na­del, äh ei­nem sil­ber­nen Na­gel

sa­scha lo­bo ist un­glaub­wür­dig und zum knut­schen

felix schwenzel

an ei­nem tag als un­glaub­wür­dig „ent­larvt“, am an­de­ren zum knut­schen: sa­scha lobo, ob­wohl er im­mer das glei­che tut. ein biss­chen über­trei­ben:

Drei grim­me­prä­mier­te Blog­ger im Netz­werk, eine hand­voll Lead Award-Aus­zeich­nun­gen und die Fä­hig­keit, sich in Pres­se­mit­tei­lun­gen in der üb­li­chen Form selbst zu über­hö­hen, un­ter­strei­chen den Qua­li­täts­an­spruch von adi­cal.

[dis­clai­mer: ich mach bei adi­cal mit und habe schon­mal in sa­scha lo­bos ge­gen­wart ge­furzt]


heis­se luft bei beck­mann

felix schwenzel

ste­fan raab:

rein­hold beck­mann furzt in sei­ner ei­ge­nen show!

[via]


waf­fen­ver­nich­tungs­waf­fen

felix schwenzel

schö­ner tipp­feh­ler im ta­ges­spie­gel:

Der Lüge am nächs­ten kommt der Vor­wurf, Bush habe bei der Be­grün­dung des Irak­kriegs die Er­kennt­nis­se über Sad­dams an­geb­li­che Waf­fen­ver­nich­tungs­waf­fen auf­ge­bauscht und auch die be­haup­te­te Ver­bin­dung zu Al Qai­da nicht wahr­heits­ge­mäß dar­ge­stellt.

pro­test und wi­der­stand

felix schwenzel

arik edel­stein im jo­net me­di­en­log:

mei­ne pa­läs­ti­nen­si­schen Kol­le­gen po­chen üb­ri­gens dar­auf, dass Rau­chen eine Form von Pro­test und Wi­der­stand ist - im­mer­hin ver­bren­ne man ja ame­ri­ka­ni­sche Pro­duk­te.

eben in der fas ge­le­sen

felix schwenzel

bov:

Mi­cha­el Glos (Bun­des­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie) hat für sein Ein­ge­ständ­nis, vom In­ter­net kei­ne Ah­nung zu ha­ben, viel Kri­tik ge­ern­tet. Doch wie sich jetzt her­aus­stellt, war Glos nur der An­fang!

„Zu­sam­men­zäh­len, Mal­neh­men, ach Gott, da kön­nen­se mich ja­gen mit!“
(Peer Stein­brück, Bun­des­mi­nis­ter der Fi­nan­zen)

aus­ser­dem eine hüb­sche elo­ge von ste­fan nig­ge­mei­er auf jür­gen von der lip­pe an­läss­lich sei­nes zwei­ten grim­me­prei­ses (von von der lip­pe, nicht nig­ge­mei­er). ko­mi­scher­wei­se las ix da nix da­von, dass ste­fan in der grim­me­preis-jury sass und am ende auch für ihn ge­stimmt hat. hat wahr­schein­lich der typ der in der fas die bild­un­ter­schrif­ten macht raus­ge­stri­chen. trans­pa­renz wird heut­zu­ta­ge ja eh nur noch bei blogs und call-in-fern­se­hen ge­for­dert. ne olle qua­li­täts­jour­na­lis­tisch eta­blier­te tan­te wie die fas braucht so­was nicht. ir­ri­tiert nur die le­ser.

[nach­trag 28.03.2007]
ste­fan nig­ge­mei­er hat den ar­ti­kel auf sei­nem blog ver­öf­fent­licht und ix hab ihn ver­linkt.


auf dem han­dy ent­de­cken

felix schwenzel

in der sei­ten­leis­te die­ses ar­ti­kels [via] las ich eben dies:

Ent­de­cken Sie Das CIO Web­log auf Ih­rem Han­dy! Ge­ben Sie dazu ein­fach die URL Ih­res Lieb­lings­blogs in Ih­ren Han­dy­brow­ser ein.

ich tat also wie mir ge­heis­sen und gab die url mei­nes lieb­lings­blogs in mei­nen han­dy­brow­ser ein. aber was sah ich da? kei­ne spur vom cio-blog. ko­misch. nix zu ent­de­cken. was habe ich falsch ge­macht?

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bü­ro­kra­tie

felix schwenzel

pa­ckend. er­schüt­ternd. moni über home­land se­cu­ri­ty und war­um bü­ro­kra­tie mei­ner mei­nung nach min­des­tens ge­nau­so men­schen­ver­ach­tend wie ter­ro­ris­mus ist.


un­ge­wiss­heit und bes­ser­wiss­heit

felix schwenzel

ha­rald mar­ten­stein:

Gute Bü­cher wer­den so­wie­so eher aus dem Ge­fühl der Un­ge­wiss­heit ge­schrie­ben als der Ge­wiss­heit des Bes­ser­wis­sens.

ich möch­te hin­zu­fü­gen, das gilt auch für ko­lum­nen, blogs, bzw. ins in­ter­net ge­schrie­be­nes. es heisst üb­ri­gens „das blog“. mit ge­wiss­heit.