River


In Dusty’s early days, when we felt quite lost, I used to oc­ca­sio­nal­ly encounter a friendly bedrag­g­led stranger, who would always comment on what a lovely dog I had, which meant a sur­pri­sing amount to me. On about the seventh occasion I saw him, he was sitting in a churchyard smoking crack. Dogs transcend social boun­da­ries better even than sport and childcare, those usual mainstays of community expansion in secular societies.

kann ich be­stä­ti­gen, durch frida habe ich, haben wir kontakt in soziale schichten, der ohne hund weder möglich, noch unbedingt wün­schens­wert gewesen wäre. aber so ist das schon in­ter­es­sant, was sich im alltag immer wieder für si­tua­tio­nen ergeben.

was den artikel von william davies angeht: er erzählt vieles das wohl alle menschen die mit hunden zu­sam­men­le­ben kennen, aber bleibt für meinen geschmack etwas un­dif­fe­ren­ziert bei der positiven ver­stär­kung als wich­tigs­te er­zie­hungs­mass­nah­me stecken. positive ver­stär­kung ist un­glaub­lich effektiv, aber genau so sind es grenzen die man setzt und be­zie­hungs­ar­beit. sich das vertrauen eines hundes zu er­ar­bei­ten, so dass der hund dem menschen zutraut schwie­ri­ge si­tua­tio­nen zu be­wäl­ti­gen und den nötigen überblick zu behalten, ist die ei­gent­li­che haupt­ar­beit. meine erfahrung ist, dass es sich lohnt viel arbeit in das lernen der sprache der hunde zu in­ves­tie­ren. sie zu verstehen und mit dem körper zu sprechen. ein schlag­wort dass man von menschen mit expertise immer wieder hört ist: „räume verwalten.“ wenn man das einmal ver­stan­den hat, sich von den hunden selbst abgeguckt hat, ist das bereits die halbe miete einer er­folg­rei­chen be­zie­hungs­ar­beit.

The holy grail of dog training is focus, whereby the dog stares un­er­rin­gly at their handler, waiting for in­s­truc­tion, re­gard­less of dis­trac­tions around them.

diese ori­en­tie­rung ist keine ein­bahn­stras­se wie william davies es hier darstellt. die absolute kon­zen­ra­ti­on des menschen auf den hund, un­ab­hän­gig von ablenkung, handy oder sorgen, ist genauso un­ab­ding­bar. hunde prüfen ihre menschen un­ab­läs­sig, ist der mensch verfügbar, hat die person ein auge auf mich, kann sie wirklich mit dieser situation umgehen? wenn es auch nur den leisesten zweifel gibt, springt der hund ein und übernimmt führung, ver­ant­wor­tung und die kontrolle — bis man sie ihm wieder (sanft, geduldig, kör­per­sprach­lich) abringt.




Uncovered, a site for judging books by their first pages. “No cover. No best­sel­ler sticker, no celebrity book club, no BookTok trend. You read the opening of a real book, blind, and answer the only question that matters: would you keep reading?”

die idee find ich gut, die nutzung der site ist etwas un­prak­tisch und uninuitiv.





Als bekannt wurde, dass Os­car­preis­trä­ge­rin Lupita Nyong’o in Chris­to­pher Nolans Ver­fil­mung der Odyssee die Helena spielen würde, ließ Kritik nicht lange auf sich warten. In Sozialen Netz­wer­ken hieß es, diese Besetzung sei his­to­risch un­zu­tref­fend. Helena von Troja, auch bekannt als die schöne Helena, sei schließ­lich weiß gewesen.

genau, und jesus, cleopatra und winnetou auch. und caesar war blond und und hatte mar­mor­far­be­ne haut.

menschen die ihr his­to­ri­sches wissen aus film und fernsehen oder aus ihren eigenen oder den hal­lu­zi­na­tio­nen einer KI beziehen sollte man wahr­schein­lich eh nicht so ernst nehmen.

aber ge­le­gent­lich frage ich mich, woher die erwartung kommt, dass fiktion in irgendwas zu­tref­fend oder akkurat sein müsste, ausser im über­tra­ge­nen sinne?

gibt es menschen (oder biologen) die sich darüber eschauf­fie­ren, dass der wolf in rot­käpp­chen spricht oder dass es ein märchen gibt, in dem ein ge­stie­gel­ter kater rumläuft?

man kann his­to­ri­sche fiktion auch aus dem hier und jetzt kri­ti­sie­ren, die intention, die in­ter­pre­ta­ti­on, so wie es sophie br­ak­e­mei­er auf filmlöwin tut. sehe ich zwar anders, spä­tes­tens sobald ich den film gesehen habe, aber das ist ja auch der witz, dasss man ein werk subjektiv, aus dem hier und jetzt beurteilt.





fas­zi­nie­rend.

Anthropic compares the J-space to the global workspace in humans, a theo­re­ti­cal region of the brain that some sci­en­tists think we use to keep track of our conscious thoughts. But how seriously we should take this com­pa­ri­son is far from clear—even to Anthropic. As the company points out itself, LLMs are not brains.



darüber, dass apple seit ein, zwei jahren ent­wick­ler dazu zwingt ihre app icons in „squircle“ form zu gestalten wird seitdem an- und aufgeregt dis­ku­tiert. was mir in der dis­kus­si­on immer wieder fehlt, ist der hinweis darauf, dass ein­schrän­kun­gen (con­traints) der ei­gent­li­che motor für krea­ti­vi­tät sind und genau diese regel, die apple sich aus der nase gezogen hat, als her­aus­for­de­rung angesehen werden könnte — und nicht als hindernis.

das wird zwar auch in diesem artikel über squircles nicht the­ma­ti­siert, aber dafür ein gedanke von louie mantia, nämlich dass es durchaus auch einen wert hat, dass apps kon­sis­tent im squircle-jail ein­ge­schlos­sen sind: die er­kenn­bar­keit als app.




Chefs Table: Noodles (S01 E03) gesehen

wie von chefs table gewohnt leicht ver­pa­thost, aber trotzdem gerne gesehen. ich hab ge­le­gent­lich etwas vor­ge­spult, wenns zu pa­the­tisch wurde.

mir gefällt der mi­ni­ma­lis­mus von peppe guida, er behauptet nie mehr als vier zutaten für ein nu­del­ge­richt zu benutzen. die zählweise funk­tio­niert natürlich nur, wenn man wasser, basilikum, salz und pfeffer nicht mitzählt. aber ich muss auch sagen: die ein­fachs­ten gerichte die wir uns zuhause kochen sind die, die mich am meisten be­geis­tern.

mich haut es immer wieder um, wenn ich kar­tof­feln und zwiebeln leicht an­frit­tie­re und dann mit etwas ei und salz zu einer tortilla in der pfanne ausbacke. kar­tof­feln, zwiebeln, ei, salz und fett können so gut schmecken, dass es mich jedes mal erneut umhaut.

pell­kar­tof­feln mit quark, in den etwas knoblauch, gurke, salz und öl ein­ge­rührt wird — und was gerade an kräutern da ist (oder nicht). jedesmal ein fest.

pesto, also öl, nüsse, parmesan und entweder kräuter, rote bete oder was sonst im haus ist mit einer knalligen farbe mit ein paar nudeln und nu­del­was­ser — schmeckt jedesmal wie urlaub.

gemüse geröstet oder fritiert. TK obst mit quark kalt püriert. melone mit schinken. gurke mit knoblauch, salz und essig. spaghetti mit pas­sier­ten tomaten in der pfanne gebraten bis sie fast schwarz werden — mit etwas knoblauch und salz. spaghetti mit zi­tro­nenschha­le, -saft und parmesan.

da ist schon was dran: wenig ergibt oft mehr als viel.