River







Zwei alte Bücher mit Bukowski-Kurz­ge­schich­ten gefunden. Habe mal durch­ge­blät­tert; ich glaube nicht, dass ich das Zeug heute noch lesen möchte. In Zeiten des Her­an­wach­sens war Charles Bukowski für viele eine große Sache. Anti-bür­ger­lich, verkommen und sowohl gegen rechte als auch gegen linke Lehrer zu ge­brau­chen.

da stimme ich zu und das erinnert mich an das was ma­xi­mil­li­an bud­den­bohm gerade neulich schrob:

Kurz kam mir auch wieder die Er­in­ne­rung daran, wie ich mit den Söhnen, als sie noch klein waren, einen ver­meint­lich lustigen Film aus meiner Kindheit sehen wollte, mit Bud Spencer und Terence Hill. Denn was hatten wir gelacht damals! In den ersten Minuten des Films wurden dann Frauen und Kinder ge­schla­gen, wurde ohne Gurt Auto gefahren, wurde beim Fa­mi­li­en­es­sen geraucht und gesoffen. Ich hatte so viel spontanen Er­klä­rungs­be­darf, wir haben den Film dann nicht wei­ter­ge­se­hen. Zumal auch keine einzige der Pointen bei den Söhnen funk­tio­nier­te.

Tempi passati, das gilt oft auch für den Humor der Zeit.

ver­gan­ge­ne zeiten indeed.





Masters of the Universe (2026) gesehen

so schlecht das er schon fast ok ist. die besetzung ist hoch­ka­rä­tig, das drehbuch bemüht, die musik 80er und man bemüht sich ernsthaft nicht allzu ernsthaft zu wirken.

ich muss zugeben, ich hab ein, zwei mal herzhaft gelacht und ich habe bis zum ende durch­ge­hal­ten. das schaffen die wenigsten wirklich schlech­ten filme — ausser ich bin in einem kino ein­ge­sperrt.

den film kann man sich gut sparen, aber genauso gut ansehen, wenn man nichts besseres mit seinem leben anfangen kann.






08/15

Eine ge­wöhn­li­che Erfahrung war es wohl eher nicht, dieser Waffe ge­gen­über­zu­ste­hen: Das Ma­schi­nen­ge­wehr 08 in der Version des Jahres 1915 war damals eine neuartige, tödliche Waffe und wurde zur Stan­dard­aus­rüs­tung der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg. Mit den Jahren ent­wi­ckel­te sich 08/15 zum Synonym für etwas Ge­wöhn­li­ches.






Star Trek: Strange New Worlds (S04 E01) gesehen

das war ei­ner­seits alles ziemlich vor­her­seh­bar, weil ich das rezept für strange new worlds und star trek langsam in und auswendig kenne. obwohl das rezept ste­reo­ty­pe und un­ge­niess­ba­re zutaten hat, kommt am ende, auf der metaebene, doch immer was an­sehn­li­ches raus, was man zwar nicht essen will, aber schön anzusehen ist.

diese folge versucht auch explizit besondern klug zu sein und greift wieder rief in den tem­po­ra­len bau­stein­kas­ten und was am ende rauskommt ist zwar albern, aber nicht doof. irgendwie ergibt sich im ganzen ein bild, das klüger ist als die summe des addierten quatsches.

mir fiel auf jeden fall auf, dass ich diese ge­schmacks­rich­tung star trek der noch pa­thos­ge­tränk­te­ren ge­schmacks­rich­tung star fleet academy um längen vorziehe. ich habe mich gut un­ter­hal­ten gefühlt und musste mich über den quatsch und pathos nicht aufregen, weil das ge­samt­pa­ket passte.