River



Reacher (S04 E04) gesehen

ich mag die wendungen in reacher, wenn die ver­meint­lich bösen plötzlich dif­fe­ren­ziert be­trach­tet werden oder sogar zu guten werden. und wenn die ver­meint­lich guten dif­fe­ren­ziert be­trach­tet werden und dunkle seiten zeigen. guter cliff­han­ger. 

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Reacher (S04 E03) gesehen

mir wäre lieber, reacher wäre nicht nur gutmütig, online an­alpha­bet und der welt etwas entrückt sein, sondern auch asexuell. spontaner sex mit reacher-girls passt irgendwie weder zu ihm, noch in diese serie. 

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Reacher (S04 E01) gesehen

die ver­hör­sze­nen mit reacher waren schon in der ersten oder zweiten staffel witzig. diesmal auch, zumindest so witzig, dass ich mehrfach kichern musste. ansonsten gleiches muster wie immer: reacher stolpert in irgendwas rein, prügelt sich ein bisschen, klärt ein bisschen auf und am ende ex­plo­die­ren die bö­se­wich­te. ich mag die grundidee, gut­mü­ti­ger bär, der sich in ein problem verbeisst und nicht loslässt bis es gelöst ist. 

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Mickey 17 (2025) gesehen

sehr absurder film in einem er­fri­schen­den sinn. mark ruffalo als donald trump parodie hat ein bisschen genervt, vor allem weil trump-parodien allgemein nerven und ich die schon seit 2 jahren nicht mehr lustig finden kann. aber nashas finale verbale ab­rech­nung mit trump, äh marshall, war auf eine art ganz be­frie­di­gend.

trotz ein paar in­kon­sis­ten­zen ziemlich un­terhhalt­sam. zum beispiel: wie kann mickey sich daran erinnern wie der tod ist, wenn seine er­in­ne­run­gen weit vor seinem tod auf­ge­zeich­net wurden und nach dem druck wieder ein­ge­spielt wurden?
auch schön, die dif­fe­ren­zier­te alien-dar­stel­lung und das schaup­spiel von robert pattison. der rest des ensembles war auch er­fri­schend

das war und nicht das übliche 08/15 action-gedöns. eher 08/17. 

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Das Netzwerk steuert die Sichtbarkeit und nicht der Inhalt.

wie würde denn das gegenteil oder eine bessere lösung aussehen? mir fehlt die vor­stel­lungs­kraft mir etwas anderes als emp­feh­lun­gen­me­cha­nik vor­zu­stel­len, mit welchen signalen auch immer.

auch in der analogen welt war das ja nie anders. bücher werden von verlagen beworben, be­leg­ex­em­pla­re aus­ge­sen­det und dann fängt die empf­e­lungs- und mar­ke­ting­ma­schi­ne an zu laufen. auch hier steuert ein netzwerk aus li­te­ra­tur­kri­ti­kern und lesern die sicht­bar­keit. auch hier sind es oft die bekannten namen die pro­fi­tie­ren, aber newcomer, neu­ent­de­ckun­gen, über­ra­schun­ger­fol­ge sind trotzdem die regel. musik sucht man sich doch in den sel­tens­ten fällen nach dem inhalt aus, sondern nach dem was of­fen­sicht­lich gerade populär ist.

musik ist auch ein beispiel dafür, dass diese be­zie­hungs- oder netz­werk­steue­rung auch her­vor­ra­gend im sub­kul­tu­rel­len (also nicht mas­sen­taug­li­chen) rahmen funk­tio­nie­ren kann.




Die Namen der an­er­kann­ten Autoren fungieren dabei wie Emp­feh­lungs­schrei­ben, die der Ein­füh­rung des Romans vor­aus­ge­schickt werden. Gleich­zei­tig hat der Roman selbst wiederum die Funktion, Mar­ten­steins ent­fes­sel­te Rhetorik kulturell zu vergolden. ‘Seht her’, sagt eine solche Referenz, ‘ich bin kein dumpfer Hetzer, sondern ein ge­bil­de­ter Mann, dessen Ima­gi­na­ti­on durch Romane geschult wurde und nun durch die Realität eingeholt wird’.