ich mochte wie rhoades frau langsam und subtil, wie eine guten puppenspielerin, die steuerung des geschehens übernimmt.
ich mochte wie rhoades seinen stellvertreter immer mehr nach seinem bild formt.
ich mochte wie bobby axelrod die geschichte über seine 9/11-profite an sich abprallen liess.
und die geschichte bekam am ende einen erstaunlich überraschenden dreh.
ich habe zwar drei abende gebraucht, bis ich diese folge zuende geguckt hatte, aber es war eindeutig mal wieder eine der stärkeren folgen. klug geschrieben, stringent erzählt, mit vielen kleinen überraschungen.
ah, ok, i think i got it now. tnx.
so if i comment here and you replied to this comment with a separate reply-post, your reply-post would be salmentioned here, too?
Im vergangenen Jahr hat sich der Verband deutscher Schriftsteller (VS) umbenannt in Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Dem ging eine Abstimmung in allen Landesverbänden voraus. (Ich bin die Vorsitzende des VS Baden-Württemberg.) Etwa 60 Prozent der befragten Mitglieder waren dafür. Danach wurde das Ergebnis vehement von einigen, hauptsächlich Männern, infrage gestellt: Verhunzung der Sprache durch Umständlichkeit. Ich habe bei solchen Diskussionen stets geantwortet: „Dann nennen wir den Verband doch gleich Verband deutscher Schriftstellerinnen, da sind die Männer mit drin.“ Danach wurde regelmäßig nicht mehr weiter diskutiert. Denn ein solches Ergebnis schien den Diskutanten dann doch noch gefährlicher als das Gendern.
guter text, der mich an meinen vorsatz erinnert, öfter das generische femininum zu benutzen und neutraler zu schreiben. aber ein bisschen musste ich doch kichern, als ich sah, dass die autorin von herland ausgerechnet lehmann heisst.
Die Ikea-Fleischbällchen werden von den Experten mehrheitlich okay bewertet. Sie bestehen aus Rind (56 Prozent) und Schwein (28 Prozent), Zwiebeln, Paniermehl, Eiern, Salz, Eiweiß, Pfefferextrakt und Eiweiß.
peer schader über die ikea restaurants. das meiste ist wenig überraschend, aber das ausmass des rumgeieres der PR-abteilung und pseudo-transparenz ist schon bemerkenswert.
Wie Verbreitungskanäle Filmwerbung verändern, zeigt sich an den zwei unterschiedlichen Trailern für Staffel 2 von „Unbreakable Kimmy Schmidt“. Neben dem altbekannten Schnittrhytmus für YouTube, gibt es auch eine Facebook-Version, die in Listicle-Form mit Texteinblendungen arbeitet, damit das Video auch im Vorbeiscrollen auf dem Smartphone Aufmerksamkeit erheischt. Ist einer der beiden Trailer besser? Schwer zu sagen.
ein sehr, sehr gutes altpapier von juliane wiedemeier (schon zwei tage alt):
Anderes Beispiel: Ulrich Reitz. Der frühere Focus-Chef erklärt im Interview mit Bülend Ürük bei kress.de:
Es ist doch grundsätzlich der Job von Journalisten, Sachlichkeit sowie Distanz zu wahren und nicht, Emotionalität zu zeigen. (...) Radikale oder Dumme entlarven sich selbst. Journalisten muss es in erster Linie um die Information und punktuell in entsprechenden Formaten um deren Kommentierung gehen.
Hier kann man sich den komplett von Reitz verantworteten Focus-Jahrgang 2015 anschauen und sich an sachlichen, distanzierten Titeln wie der Abbildung eines Maschinengewehrs mit der Schlagzeile „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ – „Doch!“ oder das an Griechenland adressierte „Kein Cent mehr!“ erfreuen.
so mach ich die auch und finde es herrlich. leider ist die beifahrein sehr speziell bei der zubereitung von eiern, so dass ich solche extravaganzen nur zubereiten kann, wenn sie mal nicht zuhause ist.
tony blair hatte angst vor gordon brown. und viele andere interessante details zu tony blairs politischem wirken. alles nicht besonders schmeichelhaft. im browser gefunden.
oliver lysiaks rezension von batman vs. superman bestätigt all meine bedenken, nachdem ich den trailer gesehen habe. ich glaube allein um jesse eisenberg anzusehen, lohnt es sich nicht die zeit für diesen film aufzubringen.
schreckliche folge, oder genauer: völlig blödsinnige folge. egal was die drehbuchautoren dieser folge genommen haben, ich möchte das auf keinen fall haben. die handlung spielt im angeblich winterigen sibirien, leider hat man in amerika wohl nur einen drehort mit spärlicher, halb weggeschmolzener schneedecke gefunden, so dass „sibirien“ wenig überzeugend rüberkam. der effekt wurde noch verstärkt, durch die übergangsjacken, die die agents of S.H.I.E.L.D. im sibirischen feld trugen.
auch die handlung in sibirien war so sehr over the top quatschig, dass ich beim ansehen die steile these aufstellte, dass die 80er-jahre drehbücher von knight rider oder mcgyver besser waren, als dieses drehbuch. es war wirklich schrecklich, aber am ende wurde es noch schlimmer. triefender pathos weil sich zwei mitglieder des teams verabschiedeten — und zwar wirklich verabschiedeten, nicht etwas getötet wurden oder so.
das war wirklich die blödeste geschichte, die ich in dieser serie bisher gesehen habe und ich fands so schlimm, dass ich kurz davor war keinen einzigen punkt zu geben. der punkt den ich jetzt doch gebe, geht voll als powers boothe als gideon malick — obwohl der auch nur quatsch geredet hat, dabei aber wenigsten echt böse aussah.
bernie sanders ist erstaunlich langweilig, konnte aber am ende einen guten punkt einsammeln, als er die frage von jimmy kimmel beantwortete, warum republikanische kandidaten, die meist selber keine reichen leute seien, sich so sehr für die interessen der superreichen einsetzen würden: „that’s the corruption of the campaign finance system. it’s that if you are running for president, you’ll need many hundreds of millions of dollars.“ von dort aus schlug er elegant den bogen zum klimawandel und stellte die behauptung in den raum, dass viele politiker den klimawandel leugnen oder mindestens nicht als brennendes problem behandelten, weil ihre wahlkämpfe von der brennstoffindustrie finanziert seien.
tom hiddleston hat offenbar einen neuen film am start, in dem er einen amerikanischen countrysänger spelt und machte nebenbei noch ein bisschen werbung für the night manager. ausserdem musste er nachfragen nach gerüchten abwehren, dass er der nächste james bond sein könnte und jodeln musste er auch noch.
in dieser folge ist nicht so irre viel passiert, ausser lauter symbolkram. am anfang sehen wir jimmy mcgill, wie er in seinem firmenapartement nicht schlafen kann und dann glücklich in seinem alten büro im nagesalon einschläft. wir sehen, wie er mit ein bisschen gewalt, den cup-holder in seinem mercedes (endlich) passend macht. wir sehen kim, wie sie plötzlich gefallen am irrationalen (wieder) findet. der einzige handlungsstrang der sich nicht ausschliesslich im symbolischen bereich bewegt, ist mike’s handlungsstrang. in ihm verschafft er sich, in mehrfacher hinsicht, respekt vor der mexikanischen mafia, um sich dann doch, mit erhobenem haupt, der übermacht zu beugen.
die verschiedenen handlungsstränge entwickeln sich alle in zeitlupe — und das ist nach wie vor sehr schön anzuschauen.
noch 3 folgen in dieser staffel und die aufstellung für die kommende staffel läuft bereits perfekt. es gibt voraussichtlich einen neuen superbösewicht, es gibt die chance, dass rebecca und brian wieder zusammenfinden, bzw. brian aufhört rebecca über seinen deal mit senator morra im dunkeln zu lassen und morra deutet, ohne einen anflug von boshaftigkeit oder superbösewichttum an, dass er vorhabe die welt zu beherrschen und sich keine sorgen über den möglichen neuen superbösewicht zu machen.
ich schreibe das alles völlig unironisch auf, mir gefällt es wirklich immer besser, in welche richtung limitless aufgeblasen wird, nämlich in die gleiche richtung, in die auch, zum beispiel, person of interest — oder jeder bessere james bond film aufgeblasen wurde.
ich habe eben auch gemerkt, dass es mich heute abend am meisten interessierte, wie die geschichte von limitless weitergesponnen wird und die zwei folgen billions oder the night manager weniger. das ist für mich ein weiteres starkes zeichen dafür, dass ich limitless wirklich gut finde. nur better call saul kann da noch mithalten — und das guck ich jetzt auch.