
der bäcker, bei dem ne tragetüte so viel kostet, wie zwei schrippen. (bei thorben's)

der bäcker, bei dem ne tragetüte so viel kostet, wie zwei schrippen. (bei thorben's)
Also mir macht Politik ja Spass.
@patricia: die frage was das genau verbessere, kann man sich zu ungefähr allem, was man im leben tut, stellen. aber ein parteieintritt würde schon mal zwei sachen auf deiner liste oben abhaken: klar positionieren und spenden (mitgliedsbeitrag). auch dein „etc“ wäre damit möglicherweise abgehakt, denn in einer partei würdest du sehr viel etceterasieren. aber vor allem könntest du dich engagieren und damit nicht nur position beziehen, sondern auch für diese position werben und helfen, diese (gemeinschaftlich) in konkrete massnahmen und aktionen umzusetzen.
das geht natürlich auch alles ohne parteizugehörigkeit, aber solche institutionalisierungen haben eben auch vorteile. so wie ein studium bei sehr vielen menschen genau die gleiche reaktion hervorruft (was verbessert das genau?), weisst du ja auch, dass es manchmal eben ganz hilfreich sein kann, werkzeuge, verfahren oder analysegrundsätze (institutionalisiert) zu lernen oder die wahrnehmung zu schärfen, um dann mit diesem wissen tatsächlich etwas zu verändern, im kleinen oder grossen.
oder anders gesagt: wenn einem etwas nicht gefällt, steht neben dem willen etwas zu verändern und dem engagement, vor allem auch das verstehen lernen der funktionsweise. mit diesem wissen, kann man dann auch leichter anderen die funktionsweisen nahebringen.
am sonntag, während sich offenbar viele (zu recht) über wahlergebnisse aufregten und sorgten, habe ich benjamin stuckrad barre’s panikherz zu zwei dritteln gelesen. das war auch aufregend und beunruhigend. und leider, im gegenteil zu den wahlergebnissen, sehr, sehr gut.

christoph entdeckt beim ICE-fahren LC-glas und zeigt, wie die zugführerin die scheiben zum füherstand undurchsichtig machen kann, wenn sie ein butterbrot essen möchte. christoph baut zwar ein relativ aufwändiges model, um die funktion der LC-gläser zu erklären, der beitrag belibt aber irgendwie unbefriedigend — so wie der oben verlinkte wikipedia-artikel zum LC-glas übrigens auch.
armin zeigt wie handy-recycling funktioniert und sagt einmal, dass dieses oder jenes „mit einem hochkomplizierten verfahren“ gemacht würde. mir kam das ungewöhnlich ausflüchtig vor, aber die sachgeschichte hatte zum ende hin ein paar eindrückliche aha-momente, spätestens als ein arbeiter in belgien mit einem hammer an ein rohr klopft und in einer „langweiligen kiste“ ein paar (150?) kilogram gold in krümmelform landen.
um ein kilogram gold aus handys zu recyclen, braucht man 50 000 handys und eine menge grosser maschinen.
ausserdem gab’s ne neue folge von shaun das schaf, die ich aber ziemlich scheisse ein bisschen zu kompliziert, modern und antropozentrisch fand. oder andersrum, diese folge war nicht zeitlos, sondern versuchte zeitkritisch zu sein und statt mit comichafter überzeichnung, arbeitete sie mit überzeichneten stereotypen und vorurteilen. aber nicht nur die gewollt gesellschaftskritische, fast politische ausrichtung gefiel mir nicht, sondern auch, dass das happy end aus rache bestand.
ralph caspers fährt nach polen (nach warschau) und erklärt, unter anderem, ein paar grundzüge der polnischen sprache und gemeinsamkeiten zwischen deutsch und polnisch. ich fand das sehr sehenswert und wie immer bei ralph caspers reisen, eine gute mischung aus inszenierung und authentischer neugierde und erklärbärentum.
(letzte woche gesehen, aber vergessen aufzuschreiben. die sendung ist noch bis zum 20. märz hier zu sehen, ein teil der sendung dauerhaft (?) hier und hier eine art tagebuch. )
theconversation.com: Why the German language has so many great words
über diesen artikel, wieder mal, auf das why-germans-don’t-play-scrabble-meme gestossen, bzw. das bekannte fussbodenschleifmaschinenverleihbild. der urheber für dieses bild dürfte sehr schwer zu finden sein, was aber relativ leicht zu finden ist: die adresse von plehnert’s mietmaschinen in hamburg. am irritierensten ist natürlich, dass der laden in hamburg und nicht in berlin ist.
café-versuch im real: offenbar gescheitert (bei berlİn seyİdoĞlu baklavalari)
(bei aldi nord)
eine etage der modernen fassade am schloss ist angeklebt. #humboldforum
diese folge könnte auch gut das staffelende sein, aber es kommen noch 7 folgen. claire und frank underwood nähern sich wieder ein bisschen an und frank underwood gesteht, in gewisser weise, seine niederlage gegen seine frau ein. das ist bemerkenswert, aber claire ist eben auch bemerkenswert. sehr schön inszeniert wurde das verhandlungsgeschick von claire in der verhandlungssequenz mit dem russischen präsidenten petrov — mit dem sie sich auf ein wunderbares — ja, sorry — pimmelfechten einlässt. petrov reizt claire aufs blut, als er ihr sagt, ohne ihren mann wäre sie nichts als ein hübsches gesicht, was sie zu einem kurzen, ruhig vorgetragenen lüften des rhetorischen, diplomatischen schleiers nutzt, um gleich darauf wieder die hand ausztustrecken.
ich bezweifle zwar, dass verhandlungen auf diesem niveau jemals funktioniert haben, aber in der serienlogik ergibt das alles sinn und passt.
abgesehen davon, wurde ich in dieser folge zeuge von einigen wirklich gut gemachten alptraumsequenzen und von zwei bemerkenswert guten öffentlichen auftritten. die fiktiven, inszenierten reden von frank underwood finde ich immer sehr hölzern und unüberzeugend, aber die kurze stellungnahme von claire underwood, vor dem pressecorps des weissen hauses, war grandios, vor allem, weil wir als zuschauer wissen, dass es alles was sie sagte erstunken und erlogen war. der andere öffentliche auftritt, der mir sehr gefallen hat, auch als politische aussage abseits der serienlogik, war der von heather dunbar. komischerweise kam dieser auftritt, in der serienlogik, nicht besonders gut an und dürfte die kampagne von heather dunbar wohl in ernste schwierigkeiten bringen.
meine einschötzung zu heather dunbars aussage („toll, brilliant, genauso macht man das!“) zeigt wohl auch, dass ich von politischer PR nicht den hauch einer ahnung habe.
an der klatschfront ginbt es zu berichten, dass nun auch frank underwood eine neue frisur hat, nachdem es in den vorherigen staffeln mehrfach um claire underwoods haarfarbe gegangen ist, geht’s jetzt um die des präsidenten.
guter cliffhanger am ende der folge. handlungsmässig passiert nicht viel neues — oder nichts, dass sich nicht schon in der vorherigen folge angekündigt hätte. claire underwood drückt kräftig aufs gas, um ihre politischen ambitionen durchzusetzen und zeigt, dass frauen auch sehr gute arschlöcher sein können.
(wunderbarer artikel von khuê pham in der zeit (blendle €), mit dem noch wunderbareren titel: „die frau als arschloch“)
die folge war in null komma nix vorbei, was eigentlich ein ziemlich gutes zeichen ist.
Kann nie Präsidentin werden, weil Kollege täglich so viel Kompromat mitschneidet, dass da der beste Campaign Manager nichts mehr machen kann
trauermückenplage im atelier wg geranienüberwinterung. klebefallen aufgestellt aber kleben lieber an ölbildern und (!) eingefetteten lippen
"Der Umwelt zuliebe, wasch isch misch heute nisch." Kind 3.0 kennt die wichtigen Argumente.
prima folge, wieder mal. der fall in dieser folge ist zwar etwas an den haaren herbeigezogen, aber brian’s konflikte, bzw. die frage, wie er wahrheit, lüge und loyalität gegenüber denen die ihm nahestehen und den grenzen die ihm das FBI und senator edward morra auferlegt haben unter einen hut bringt, diese konflikte eskalieren in dieser folge etwas. brian’s welt bricht quasi zusammen, aber das ist schön ruhig und unaufgeregt — ohne überdramatisierungen — inszeniert. mir gefällt die richtung in die sich limitless weiterentwickelt und die grenzen von brians gutmenschentum auslotet. das wort gutmenschentum benutze ich hier ausdrücklich in einem positiven kontext, denn genau die frage, wie wir, trotz äusserer zwänge, trotz innerer konflikte, das gute mit dem nötigen, aber weniger guten, ausgleichen, ist natürlich eine frage, die wir uns alle stellen (sollten). die konzentration auf brians grundflikt, statt auf superhelden-action oder elaborierte verschwörungstheorien, hält einerseits das produktionsbudget unter dem deckel und macht die serie eben auch interessant, auch wenn nicht jeder aspekt der serie wirklich brilliant gelöst ist.
noch fünf folgen in dieser staffel — und ich bin sehr gespannt, wie die geschichte weitergedreht wird.
an tagen wie heute, schaue ich in den himmel und sehe nur graue, undurchsichtige suppe. wenn man genau hinschaut, kann man zwar auch bei so einem hamburger-wetter noch schatten auf dem boden und an wänden sehen, also die sonne quasi indirekt erahnen, aber eigentlich ist so eine suppe am himmel deprimierend. sie wirkt unbeweglich, dick und als würde sie nie mehr weggehen.
als ich heute die wolken im zeitraffer aufgenommen habe, hellte sich mein gemüt wieder auf. die suppe bewegt sich und die bewegung gibt hoffnung, dass sie bald wieder verschwindet. mit handykameras kann man also nicht nur infrarot-LEDs von fernbedienungen sehen, sondern auch bewegungen in grauer suppe.





