alles

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  vcjk.word­press.com: 1.7.2015

Die Sarg­trä­ger soll­ten auf dem Weg zur Auf­lo­cke­rung der Stim­mung ge­le­gent­lich Aus­fall­schrit­te und klei­ne Hüp­fer voll­füh­ren. Wenn mei­nen An­ge­hö­ri­gen da­nach ist, dür­fen die Sarg­trä­ger auch tan­zen. Am Ende wird der Sarg vor ei­nem Ur­nen­grab ab­ge­stellt, wor­auf die Sarg­trä­ger und der Be­stat­ter mit ge­spiel­ter Über­aschung und Ver­zweif­lung re­agie­ren. Um mei­ne Be­wun­de­rung für Ma­cher und Prag­ma­ti­ker zu ze­le­brie­ren, wird das Pro­blem vor Ort mit ei­nem aus dem Pu­bli­kum er­bet­tel­ten Ben­zin­ka­nis­ter ge­löst („Bit­te tre­ten Sie et­was zu­rück!“). Als Urne wer­den aus dem Pu­bli­kum zwei Tup­per­do­sen auf­ge­trie­ben, die mit den Wor­ten „Die Bro­te kön­nen drin­nen blei­ben, gibt ja gleich was rich­ti­ges, he­he­he.“ an die Sarg­trä­ger über­ge­ben wer­den.

(aus mei­nen back­links ge­fischt)


also den ti­tel weg­zu­las­sen habe ich vor ner wei­le an­ge­fan­gen. ers­ten weils geht (die RSS-spe­zi­fi­ka­ti­on er­laubt das ei­gent­lich, blog­spe­zi­fi­ka­tio­nen so­wie­so) und zwei­tens weil ich es sinn­los fin­de bei (ein­zel) links den link­ti­tel in die über­schrift zu set­zen und dann aber mit dem blog-per­ma­link von wir­res.net aus­zu­stat­ten. und auch die gru­ber-me­tho­de, den ti­tel nicht mit dem per­ma­link, son­dern dem ex­ter­nal link aus­zu­ge­ben hal­te ich für quark.

des­halb baue ich seit ei­ner wei­le mei­ne (ein­zel) link-ar­ti­kel eben ohne über­schrift/ti­tel und set­ze an den an­fang ei­nen ge­fet­te­ten link zum ori­gi­nal, drun­ter zi­ta­te und mei­nen kom­men­tar.

die „re­post von hähähh“ oder „fav von …“ oder „ant­wort auf“ ar­ti­kel sind ähn­lich auf­ge­baut. ich fand die­se ar­ti­kel al­ler­dings im feed et­was ver­lo­ren — ganz ohne be­zeich­nung, zu­mal das ja im­mer ver­schie­de­ne sa­chen sind. das was ich oben be­schrieb sind ja mehr oder we­ni­ger book­mark-ein­trä­ge oder qua­si-klas­si­sche blog­ein­trä­ge mit ein biss­chen struk­tur (1, 2, 3).

ich woll­te aber auch, wie bei tumb­lr zum bei­spiel, eine ges­te, eine me­cha­nik ha­ben, um et­was, sei es von twit­ter, face­book oder nem blog, ein­fach zu re-pos­ten. so ein re­post lässt sich zwar kaum von ei­nem fav un­ter­schei­den, der ja auch den ur­sprungs­ar­ti­kel/tweet/post zi­tie­ren soll­te um sinn zu er­ge­ben, aber das ist se­kun­där.

dazu kommt, dass die­se gan­zen for­ma­te se­man­tisch for­ma­tiert sind, also als mf2-mi­cro­for­ma­te ma­schi­nen­les­bar sind. ein re-post oder fav lässt sich per web­men­ti­on an die ur­sprungs­si­te über­mit­teln, die das dann eben als fav oder re­post oder men­ti­on (ana­log zum ping) an­zei­gen kann.

bei­spiel:
aa­ron­pare­cki.com/ar­tic­les/2015/04/26/1/html-is-my-api#li­kes
wir­res.net/ar­tic­le/ar­tic­le­view/7772/1/51/
mehr favs und re­posts: wir­res.net/favs/

tat­säch­lich las­sen sich die­se gan­zen ges­ten auch (halb) au­to­ma­ti­sie­ren. ich nut­ze ein book­mar­klet das bei ei­nem auf­ruf ein auf in­sta­gram oder twit­ter den je­wei­li­gen tweet oder das je­wei­li­ge gram favt und dann nen fav-ein­trag bei mir an­legt. mit twit­ter und in­sta­gram funk­tio­niert das su­per, mit blog­ein­trä­gen oder x-be­lie­bi­gen web­sei­ten, so lala, weil es nicht im­mer ganz ein­fach ist ti­tel, de­scrip­ti­on oder bild zu ho­len oder aus­zu­wäh­len.

aber ins­ge­samt fin­de ich es vor al­lem span­nend da­mit zu ex­pe­riem­tie­ren und das alt­her­ge­brach­te ein blog­ar­ti­kel hat nen ti­tel, per­ma­link, in­halt mit links und au­toren auf­zu­bre­chen. war­um nicht von den mech­ni­ken der si­los ler­nen und ver­su­chen die nach­zu­bau­en?

test­wei­se hab ich die­se ant­wort auch gleich im in­die­web-sin­ne ver­ar­bei­tet, wo­bei der tar­get mei­ner ant­wort lei­der et­was sinn­los ist (wir­res.net/7983/#com­ment-2110044026). op­ti­mal wäre es ge­we­sen, wenn du dei­ne ant­wort als ant­wort auf wir­res.net/7983 auf dein blog ge­schrie­ben hät­test, mir ei­nen web­men­ti­on ge­schickt hät­test und ich auf dei­ne blog­post-ant­wort hät­te ant­wor­ten kön­nen. so oder so hab ich mei­ne (et­was wir­re und un­voll­stän­di­ge) ant­wort jetzt nicht nur bei dis­qus, sn­dern auch hier, bei mir zu­hau­se.


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  nerd­core.de: The­re will be Blood: Wie Hate-Speech das Netz ver­än­dert

die­ser (gar nicht viel zu) lan­ge text von rené wal­ter dürf­te wahr­schein­lich mein lieb­lings­text des mo­nats wer­den. ich hab zwar erst 2000 wör­ter ver­daut, aber freue mich sehr auf den rest. mei­ne lieb­lings­pas­sa­ge hab ich gleich mal raus­ko­piert:

„Che­cking Pri­vi­le­ge“ ist schwer, sehr oft ge­lingt es nicht wirk­lich und meis­tens sin­ken die Leu­te zu­rück in ihre dr­ölf­zehn­tau­sen­den In­di­vi­du­al-Ko­gni­tio­nen, weil es ein­fa­cher ist und be­que­mer. Ich weiß das, denn ich ge­hö­re öf­ter zu die­sen Men­schen, als mir lieb ist.

Aber ich hal­te es eben auch mit John Hod­ge­man, der auf Twit­ter als Er­wi­de­rung auf ei­nen Ar­ti­kel von Jo­na­than Chait (zu dem wir spä­ter noch­mal kom­men wer­den) fol­gen­des schrieb:

„I will say that the ‚PC‘ cri­ti­ques, even at their most in­fu­ria­ting to me, al­most al­ways make me think and yes check my pri­vi­le­ge. I’d never he­ard of cis-gen­der un­til it had been hur­led at me as an in­va­li­da­ting in­sult on Twit­ter. I bet it’s true for @jo­na­than­chait too. but I am glad I know it now. I am glad to give the­se is­sues thought. It en­lar­ges me. it en­lar­ges me to be cal­led out, even when I con­clude the cal­ler is a troll, and espe­ci­al­ly when it’s by a per­son I re­spect.“

Denn selbst wenn Leu­te Ihr ge­check­tes Pri­vi­leg zu­nächst nicht an­neh­men mö­gen, das Be­wusst­sein dar­um bleibt und sie ah­nen viel­leicht, dass et­was dran sein könn­te. Im ol­len Höh­len­gleich­nis liest sich das so: „Wenn man den Be­frei­ten nun mit Ge­walt aus der Höh­le schlepp­te und durch den un­weg­sa­men und stei­len Auf­gang an die Ober­flä­che bräch­te, wür­de er sich da­ge­gen sträu­ben und wäre noch ver­wirr­ter, denn er wäre vom Glanz des Son­nen­lichts ge­blen­det und könn­te da­her zu­nächst gar nichts se­hen. Lang­sam müss­te er sich an den An­blick des Neu­en ge­wöh­nen […] und zu­letzt wür­de er es wa­gen, die Son­ne un­mit­tel­bar an­zu­se­hen und ihre Be­schaf­fen­heit wahr­zu­neh­men. Dann könn­te er auch be­grei­fen, dass es die Son­ne ist, de­ren Licht Schat­ten er­zeugt.“

Ge­nau dar­an ar­bei­ten Fe­mi­nis­tin­nen und ge­nau das ist „Check your pri­vi­le­ge“.

wer heu­te nichts be­son­de­res zu tun hat kann ja mal den gan­zen text le­sen. sonst, so wie ich, heu­te abend dann …


[nach­trag 02.07.2015]
hab jetzt den text zu­en­de ge­le­sen und muss sa­gen: su­per! mit viel herz­blut, dif­fe­ren­zie­rung, fach­kennt­nis, tie­fe und ei­ner da­vid fos­ter wal­lace wür­di­gen an­zahl von fuss­no­ten ge­schrie­ben. mei­ne le­se­emp­feh­lung wie­der­ho­le ich jetzt aber nicht noch­mal. der ver­schlei­er­te le­se­be­fehl steht ja schon oben.












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  zeit.de: „Geld ist nie weg?“
marc brost und mark schie­r­itz:

Lutz Otte hat die Da­ten von Steu­er­sün­dern an den deut­schen Fis­kus ge­lie­fert und muss­te da­für in der Schweiz ins Ge­fäng­nis. Ein Ge­spräch über Gier, Mo­ral und eine Ta­sche vol­ler Bar­geld.

ZEIT: Wie vie­le Adres­sen ha­ben Sie ge­lie­fert?

Otte: Ich hat­te ins­ge­samt etwa 18.000 deut­sche Adres­sen. Im Ge­spräch stell­te sich her­aus, dass man an ei­nem Groß­teil die­ser Na­men gar nicht in­ter­es­siert war. Man hat ge­sagt: Al­les, was un­ter 100.000 Euro ist, macht uns viel zu viel Ar­beit, das wol­len wir gar nicht ver­fol­gen. Und da­mit fie­len die meis­ten Adres­sen un­ter den Tisch.




di­gi­tal bau­haus 2015

felix schwenzel

die­ses wo­chen­en­de fin­det in wei­mar der zwei­te di­gi­tal bau­haus sum­mit statt. ich wur­de von den ver­an­stal­tern ein­ge­la­den von dort zu be­rich­ten. ab frei­tag wer­de ich das twit­ter-kon­to @digi_bau und das face­book-kon­to des di­gi­tal bau­haus sum­mit mit­be­fül­len. der eine oder an­de­re bei­trag wird viel­leicht auch hier oder in mei­nem twit­ter-kon­to auf­tau­chen.

die ver­an­stal­ter (un­ter an­de­rem die zen­tra­le in­tel­li­genz agen­tur) be­schrei­ben das pro­gramm so:

De­sign ist mehr als die Ge­stal­tung von Ober­flä­chen. De­sign lenkt die Nut­zungs­wei­se ei­nes Pro­dukts, den Zu­gang zu In­for­ma­tio­nen und das Ver­hal­ten von Men­schen. De­sign ge­stal­tet Ge­sell­schaft. Un­ter dem Ti­tel „De­sig­ning So­cie­ty“ fragt der Di­gi­tal Bau­haus Sum­mit 2015 nach den Mög­lich­kei­ten und Gren­zen von Ge­sell­schaft­de­sign in der heu­ti­gen De­sign­ge­sell­schaft.

das pro­gramm, die lo­ca­ti­ons und die spre­cher schei­nen viel­ver­spre­chend zu sein. tim le­be­recht will „eine neue ära der ro­ma­tik“ aus­ru­fen, lou­is klein wird über „so­zia­les de­sign“ re­den, ni­klas maak wird über „das bau­haus als kom­mu­ne“ re­fe­rie­ren, liss c. wer­ner will über das „de­si­gnen von de­sign“ re­den und fried­rich liech­ten­stein macht auch ir­gend­was. ich bin sehr ge­spannt auf die vor­trä­ge und work­shops, auch weil ich bei ei­ni­gen vor­trags­an­kün­di­gun­gen auch nach wie­der­hol­tem le­sen nicht her­aus­fin­den konn­te um was es ge­hen wird — und es wohl erst vor ort er­fah­ren wer­de.

auch die ver­an­stal­tungs­or­te an sich schei­nen mir in­ter­es­sant zu sein. am frei­tag fin­det die ver­an­stal­tung in der al­ten staats­bank (bau­jahr 1894) statt, am sams­tag in ei­nem al­ten nazi-bau, der fried­rich nietz­sche ge­dächt­nis­hal­le.

eine hand­voll ti­ckets ist wohl noch ver­füg­bar, wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe, ist die teil­neh­mer­zahl auf 150 be­grenzt.

DI­GI­TAL BAU­HAUS SUM­MIT 2015
De­sig­ning So­cie­ty
3. + 4. Juli 2014, Wei­mar

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  blog.beet­le­bum.de: Na­tur­schau­spie­le über Ber­lin

jo­han­nes be­ob­ach­tet, wie die über­schrift schon an­deu­tet, ein „Na­tur­schau­spie­le“ über ber­lin.

auf der der fahrt aus der schweiz ins rhein­land am sams­tag konn­ten wir auch eine wol­ken­front am an­sons­ten kla­ren him­mel be­ob­ach­ten: dunk­le wol­ken aus de­nen, gut sicht­bar, schwar­ze fä­den raus­hin­gen. da die wol­ken re­la­tiv weit weg wa­ren schie­nen sich die fä­den nicht zu be­we­gen, aber als wir uns der front nä­her­ten, wur­de uns klar, dass in den wol­ken ei­ni­ges an ki­ne­ti­scher en­er­gie steck­te. wir fuh­ren wie durch ei­nen dunk­len was­ser­vor­hang, ein zwei­hun­dert me­ter lang, be­war­fen uns die wol­ken zu­dem mit ziem­lich gros­sen ha­gel­bro­cken. nach 200 me­tern war der spuk vor­bei und die son­ne schien wie­der.


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  wahr­heit­ueber­wahr­heit.blog­spot.de: Zeit für Ver­trau­en

„tho­mas“ über die­sen ar­ti­kel in der zeit von götz ha­mann. sehr, sehr wit­zig. und trau­rig. aber das ist man von be­sin­nungs­auf­sät­zen zum jour­na­lis­mus in der zeit ja schon ge­wohnt. (via)

Fa­zit ist nun: Jour­na­lis­ten der Zeit lo­ben sich erst mal ein biss­chen, streu­en dann et­was Pseu­do-Selbst­kri­tik ein, är­gern sich erst über den dum­men Le­ser, der sei­nen qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Jour­na­lis­mus we­gen Feh­lern in der Ver­gan­gen­heit nicht er­kennt und dann über den dum­men Le­ser, der sich über den min­der­wer­ti­gen Jour­na­lis­mus be­schwert, den man ihm gibt, weil man's muß, dann über den dum­men Le­ser bzw. Zu­schau­er, der sei­ne Auf­merk­sam­keit lie­ber Sa­ti­re­sen­dun­gen als Top­jour­na­lis­mus schenkt.