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pro­idio­ti­sche, rechts­dre­hen­de jour­na­lis­ten-kul­tu­ren

felix schwenzel

seit mit­te juli bloggt der ta­ges­spie­gel, bis­her ohne grös­se­re re­so­nanz. ich habe die blogs alle im rss-abo, aber al­les was da kommt ist ent­we­der kreuz­lang­wei­lig oder wo­chen­alt. das pro­jekt ta­ges­spie­gel-web­logs ist nach mo­na­te­lan­ger pla­nung und ganz si­cher nicht un­er­heb­li­chen kos­ten so der­mas­sen an die wand ge­fah­ren, dass es ei­nem die trä­nen in die au­gen treibt.

ich mag den ta­ges­spie­gel und lese ihn fast täg­lich kom­plett. bis auf den ei­nen oder an­de­ren höchst pein­li­chen aus­rut­scher ist das blatt auch si­cher eins der bes­se­ren lo­kal­blät­ter.

was mich dann aber doch wun­dert: die ta­ges­spie­gel-blogs sind nicht nur grot­ten­schlecht und lang­wei­lig, son­dern auch noch mit un­er­träg­li­cher ar­ro­ganz ge­würzt. als spe­zia­list für ar­ro­gan­tes ab­wat­schen (u.a. von an­de­ren zei­tun­gen) scheint sich cle­mens wer­gin be­ru­fen zu füh­len. erst läs­tert er aus dem glas­haus über die blogs der süd­deut­schen (wer im glas­haus und der drit­ten rei­he sitzt, soll­te im kel­ler fi­cken) und jetzt be­trach­tet er fak­ten­ver­dre­hend und selbst­ge­recht die un­glaub­li­che weit­sicht und pro-ame­ri­ka­ni­sche weis­heit des ta­ges­pie­gels. wo hen­ryk m. bro­der we­nigs­tens noch le­sens­wert und un­ter­halt­sam je­den ge­dan­ken an kli­ma- und um­welt­schutz weg­basht, schlägt der „mei­nungs­re­dak­teur“ des ta­ges­spie­gels ein­fach nur hys­te­risch und un­end­lich lang­wei­lig um sich und macht sich ab­schät­zig ge­dan­ken um die ana­to­mie sei­ner kol­le­gen. ich spa­re mir ge­dan­ken um die ana­to­mie von herrn wer­gin, sein foto im web­log sagt da eh ge­nug drü­ber aus.

wie vie­le jour­na­lis­ten gibt es in deutsch­land? es kann doch nicht sein dass bei tau­sen­den von jour­na­lis­ten nur ein ein­zi­ger le­sens­wert für sei­ne zei­tung bloggt? oder habe ich da wen über­se­hen? 

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bar­ba­ra an­toi­net­te

felix schwenzel

laut wi­ki­quo­te wur­de das fol­gen­de zi­tat ma­rie an­toi­net­te fälsch­lich zu­ge­schrie­ben:

Wenn sie kein Brot ha­ben, sol­len sie (die Ar­men) doch Ku­chen es­sen.

die­ses zi­tat hin­ge­gen ist bar­ba­ra bush ein­deu­tig zu­zu­schrei­ben:

Many of the peo­p­le in the are­na here were un­der­pri­vi­li­ged any­way, so this ist working very well for them. (mp3)

sie be­zieht sich da­mit auf die eva­ku­ier­ten flut­op­fer im as­tro­do­me in hous­ton. kurz und knapp meint sie da­mit, die ar­men schwei­ne sol­len froh sein dass sie le­ben und ein­fach mal die schnau­ze hal­ten. ma­rie an­toi­net­te wur­de für ihre ver­meint­li­che ar­ro­ganz und hoch­nä­sig­keit noch ge­do­ris­schrö­der­köpft ge­köpft.

[via plemp­lem bo­ing­bo­ing, sie­he auch leh­rer­zim­mer] 

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ix bin ein tor

felix schwenzel

herr al­fon­so meint es sol­le „mehr Wir­res, mehr Jörg-Olaf“ ge­ben. find ix auch. die adi­po­si­tas wird schon da­für sor­gen. wit­zig üb­ri­gens, dass herr schä­fers sich frü­her (?) auch „ix“ nann­te. aus­ser­dem sei ich „ein­zig­ar­tig“ weil ich ger­ne esse und trin­ke (hihi):

Die wun­der­bar sur­rea­lis­ti­schen Wirk­licheits­wahr­neh­mung bei Fe­lix Schwen­zel ver­hin­dert üb­ri­gens ge­nau die­se De­fi­zi­te. Ix ist po­li­tisch nicht aus Mei­nung fest­zu­na­geln; es ist eher wie der rei­ne Tor, der Schelm auf den Par­tei­ta­gen, niht ver­bis­sen und ge­ra­de des­halb so po­li­tisch. Er isst und trinkt gern. Das macht ihn ein­zig­ar­tig, und dar­um fällt er auch den Me­di­en auf. Des­halb be­rich­ten die über ihn. Das ist et­was Neu­es, nen­nen wir es “Fear and Loathing at the Con­ven­ti­ons”

don al­fon­so be­zieht sich üb­ri­gens auf mein par­tei­tag­ge­blog­ge. mehr „po­li­ti­sches“ gibts wahr­schein­li­chin der tat bald, und zwar (nach dem 9/11-par­tei­tag der fdp am sonn­tag) am 18.09.2005. da plün­der ich dann even­tu­ell das buf­fet im reichs­tag. mal schaun. 



hal­lo hö­rer

felix schwenzel

also falls es heu­te den ei­nen oder an­de­ren hö­rer von bay­ern2/zünd­funk hier­her ver­schla­gen soll­te, das wor­um es in der sen­dung ging, der csu par­tei­tag, ist hier ver­linkt. die be­zau­bern­de stim­me im ra­dio stammt von han­na grab­be die so bzw. so aus­sieht und hier als aus­ken­ne­rin selbst bloggt. die ab­ge­fuck­te stot­ter­stim­me stammt von mir und ix sehe in ba­de­ho­se so aus. in der zei­tung sehe ix so aus. ei­ni­ger­mas­sen les­ba­re bei­trä­ge aus die­sem web­log habe ix hier zu­sam­men­ge­stellt. noch fra­gen?

[nach­trag]
die sen­dung der bei­trag als mp3: zuend­funk_wahl­blog.mp3 (6,7 mb) 


und nu da­ve?

felix schwenzel

fas­zi­nie­ren­der ar­ti­kel bei der bbc dar­über wie kat­ri­na den ame­ri­ka­ni­schen me­di­en das rück­grat zu­rück­brach­te und die sich nun end­lich wie­der trau­en die bush re­gie­rung und de­ren lee­ren wort­hül­sen zu kri­ti­sie­ren. viel ar­beit nun für die spackos die stän­dig die eu­ro­päi­schen/deut­schen me­di­en da­für kri­ti­sie­ren (an­geb­lich) „ame­ri­ka­feind­lich“ zu be­rich­ten. soll man jetzt den ame­ri­ka­ni­schen me­di­en an­ti­ame­ri­ka­nis­mus vor­wer­fen?

ob­wohl ich ja zu­min­dest in sa­chen spie­gel/spon schon län­ger der mei­nung bin, dass man da gar nicht ge­nug ba­shen kann. ob­wohl es wahr­schein­lich klü­ger wäre den ten­den­ziö­sen, ver­bo­ge­nen und schlam­pi­gen schmu über­haupt nicht mehr zu le­sen. 


spass­wahl­kampf ade

felix schwenzel , teil der sammlung: #wahl05

die fdp hat dem spass­wahl­kampf ja eine kla­re ab­sa­ge er­teilt. glau­be ich. ich kann mich auch er­in­nern, dass herr wes­ter­wel­le mitt­ler­wei­le ag­gres­siv auf fra­gen nach dem „spass­wahl­kampf“ re­agiert. trotz­dem schön, dass die fdp noch ei­gens eine sei­te für „show ter­mi­ne“ ein­ge­rich­tet hat: alle zu fin­den auf der sei­te in der da­tei show_ter­mi­ne.php.

jaja. ka­lau­er-alarm. ist auch noch ge­klaut ge­schenkt, der ka­lau­er. was ich sa­gen woll­te, nächs­ten sonn­tag set­ze ich das par­tei­tags­ge­b­log­ge fort, bei der fdp. die ver­an­stal­tung fin­det im ber­li­ner ccc icc statt. weiss je­mand wie es dort mit wlan steht?

heu­te abend gibt es ei­nen be­richt 7-mi­nu­ten bei­trag über mei­nen auf­ent­halt beim csu-par­tei­tag in nürn­berg auf bay­ern2. das kann man auch im live-stream hö­ren. ich wer­de mich höchst­wahr­schein­löich zwi­schen 19:00 und 20:30 uhr für den blöd­sinn den ich am frei­tag von mir gab und han­na grab­be aufs band sprach rot­schä­men und mit dem fin­ger­na­gel­kau­en an­fan­gen. 

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ix in der c’t

felix schwenzel

lei­der weiss ich nicht ge­nau wie man „selbst­re­fe­ren­zia­li­tät“ schreibt, sonst hät­te ich das als über­schrift ge­nom­men. viel­leicht habe ich ja rich­tig ge­ra­ten. wen red­un­tan­te selbst­be­trach­tung und na­mens­er­wäh­nungs­geil­heit nicht in­ter­es­siert, kann die­sen ar­ti­kel ge­trost über­sprin­gen. ei­ner­seits. an­de­rer­seits habe ich ein, zwei le­sens­wer­te links im fliess­text ver­steckt. egal. zum the­ma:

auch wenn lys­sa mich nicht in ih­rem ar­ti­kel über web­logs er­wähnt, so habe ich es doch in die ak­tu­el­le c’t-aus­ga­be ge­schafft, über vol­ker we­bers bud­dy-list (pa­paershot). was ich mich fra­ge, was macht der schwar­ze fleck hin­ter mei­nem na­men?

le­sens­wert (und on­line) üb­ri­gens auch ma­rio six­tus ar­ti­kel über web­logs. da­nach, zum ver­gleich auch ru­hig noch­mal den zeit ar­ti­kel zum glei­chen the­ma von ihm le­sen.

[nach­trag]
iie­eh, ma­cup auch noch. 

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ein­dring­li­cher wahl­auf­ruf

felix schwenzel

eben bei ima­gi­na­ry ani­mals ge­fun­den: der kress me­di­en­dienst hat mich als „kress-lieb­ling“ des mo­nats no­mi­niert. ich tre­te dort an ge­gen den „sü­ßen bill von to­kio ho­tel“, ge­gen das „t-mo­bi­le-phan­tom chad kro­ski“, ge­gen ha­rald „iSchmidt“ und den „hal­lo­ween-kür­bis“ an. mo­men­tan lie­ge ich mit nur 5 stim­men ganz hin­ten.

da ich wirk­lich nicht hin­ter dem „hal­lo­ween-kür­bis“ lan­den möch­te, star­te ich hier­mit ei­nen ein­dring­li­chen wahl­auf­ruf: wählt „schwen­zel“, linkt auf kress (oder di­rekt auf die ab­stim­mung), un­ter­stützt mei­nen wahl­auf­ruf und er­spart mir die schmach ge­gen ei­nen kür­bis zu ver­lie­ren. dan­ke. 

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mer­kel kann lä­cheln, schrö­der kann stot­tern

felix schwenzel

ich hat­te das ge­fühl da plau­dern zwei leu­te die mehr ge­mein­sam ha­ben als sie trennt. oft hör­te man von bei­den, wie bei ei­nem al­ten ehe­paar: „das ha­ben wir ge­mein­sam ge­macht.“ ent­we­der hat die mer­kel krei­de ge­fres­sen oder ich habe noch zu viel von stoi­bers ge­krei­sche im ohr, so dass ich fast über­rascht war von mer­kels mo­de­ra­ten po­si­tio­nen. ich hat­te im­mer wie­der das ge­fühl das beim du­ell mer­kel ge­gen schrö­der kei­ne all­zu gros­se po­la­ri­sie­rung statt­fand. in­so­fern hat schrö­der das du­ell klar ver­lo­ren. sei­ne kri­tik an mer­kel griff nur ein­mal bei­na­he, als er ihr vor­warf eine un­so­zia­le po­li­tik zu ver­tre­ten. ich moch­te die mer­kel nie be­son­ders, die po­li­tik der uni­on erst recht nicht, aber mer­kel bot schrö­der kei­nen rich­ti­gen an­griffs­punkt und kon­ter­te sei­ne an­grif­fe meist über­ra­schend sou­ve­rän und gut vor­be­rei­tet.

der ver­spre­cher des abends kam von dem ex-zdf, jetzt sat1-ty­pen: „noch­mal nach­ge­fragt bei ih­nen, frau kirch­hof.“ schön war auch der dia­log zwi­schen mer­kel und schrö­der wo denn ein zi­tat von paul kirch­of her­kä­me:

- das zi­tat stammt aus ei­nem vor­wort.
- das ist aus ei­nem in­ter­view!
- nein, das ist aus ei­nem vor­wort.
- in­ter­view!

ins­ge­samt wirk­te schrö­der ner­vö­ser und fah­ri­ger als ich er­war­tet habe, er stam­mel­te ein paar mal, wirk­te stel­len­wei­se so­gar ag­gre­siv und alt­klug. mer­kel war viel ru­hi­ger und ge­las­se­ner als ich er­war­tet hät­te, ihre ar­gu­men­te, auch wenn ich sie nicht tei­le, wa­ren teil­wei­se so­gar über­zeu­gen­der als die schrö­ders. an­ge­nehm auch, dass mer­kel nicht stän­dig so ko­misch mit dem kopf wa­ckelt wie stoi­ber vor 3 jah­ren. im ge­gen­teil zu stoi­ber schaff­te sie es auch ab und zu sou­ve­rän zu gu­cken und ih­rem geg­ner ins ge­sicht.

bei den mo­de­ra­to­ren hat pe­ter klöp­pel ge­won­nen. der konn­te sich zwar ge­gen nie­man­den durch­set­zen, aber mit ab­stand am wich­tigs­ten und staats­tra­gends­ten gu­cken.

[bild­quel­le] 

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geis­tig-mo­ra­li­sche wen­de

felix schwenzel

schon irre. heut­zu­ta­ge wird man ja schon an­ti­ame­ri­ka­nisch ge­nannt, wenn man ge­or­ge w. bush nicht min­des­tens ein­mal pro wo­che (öf­fent­lich) als den gröss­ten und klügs­ten füh­rer der west­li­chen welt be­zeich­net. auch mensch­lich­keit, mit­ge­fühl und an­stand kann man heut­zu­ta­ge nur für sich in an­spruch neh­men, wenn man be­dau­ern und mit­ge­fühl schrift­lich und im vor­aus aus­drückt. an­sons­ten muss man „weg“.

so ist das in her­auf­zie­hen­den zei­ten von „an­stand und ehr­lich­keit“. ehr­lich und an­stän­dig ist, was mir im wahl­kampf hilft. 


po­li­tik­mü­dig­keits­blog­gen

felix schwenzel

  • eben kam aus mei­ner zahn­pas­ta­tu­be eine bla­se als ich die zahn­pas­ta­res­te auf mei­ne zahn­bürs­te drück­te. sie flog 4 se­kun­den in rich­tung ba­de­zim­mer­schrank und zer­plat­ze dann in der luft. eine el­mex­bla­se.
  • den kol­le­gen [von der ra­dio-tan­te] vom nie­der­län­di­schen ra­dio habe ich auf al­len par­tei­ta­gen ge­se­hen, nur nicht beim csu-par­tei­tag.
  • heu­te bin ich we­gen aku­ter po­li­tik­mü­dig­keit bis un­ge­fähr drei uhr im bett ge­blie­ben. trotz­dem phoe­nix ge­guckt. nicht schlecht ei­nen par­tei­tag im dem fern­se­her zu ver­fol­gen. als stoi­ber all­ler­dings für eine laue run­de ap­plaus die fak­ten­la­ge ge­nau­so ver­bog wie spie­gel-on­line um trit­tin ab­zu­wat­schen (sich aber in wahr­heit selbst ins knie zu fi­cken) bin ich wie­der ein­ge­schla­fen.
  • drei „jun­ge welt“-re­dak­teur­te ha­ben bei der letz­ten bun­des­tags­wahl stoi­ber ge­wählt, ei­ner da­von nach ei­ge­ner aus­sa­ge „im af­fekt“.
  • schei­tern macht spass.
  • stoi­ber riecht wirk­lich ger­ne an sei­nem zei­ge­fin­ger. stän­dig.
  • mer­kel nann­te den spd-par­tei­tag laut ta­ges­spie­gel vom 2.9.2005 eine ver­an­stal­tung der „ver­gan­gen­heit“. rr­rich­tii­isch! der csu-par­tei­tag ist seit heu­te nach­mit­tag üb­ri­gens auch eine ver­an­stal­tung der ver­gan­gen­heit, is näm­lich vor­bei jetzt.

 


nach­träg­lich vom csu-par­tei­tag: me­ta, me­ta, me­ta (teil 4)

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

so ein par­tei­tag ist ku­lis­se. ku­lis­se für re­den, phra­sen und selbst­dar­stel­lung, ku­lis­se und ge­le­gen­heit po­li­ti­ker zu in­ter­view­en, zu fil­men und zu fo­to­gra­fie­ren. ku­lis­se und ge­le­gen­heit für jour­na­lis­ten sich zu pro­fi­lie­ren, an­de­re jour­na­lis­ten zu tref­fen („net­wor­ken“), an­zu­bag­gern und nach hin­ter­grund­ge­sprä­chen oder ho­tel­bar-ex­zes­sen zu pim­pern. die in­dus­trie baut mes­se­stän­de auf und in­for­miert, be­zahlt die pres­se­füt­te­rung und prä­sen­tiert oder ver­schenkt die ei­ge­nen pro­duk­te. heu­te war der par­tei­tag, den ich ja be­ob­ach­ten soll­te, auch noch ku­lis­se für eine be­ob­ach­tung des be­ob­ach­ters. han­na grab­be, die „ra­dio-tan­te“, von bay­ern2 wur­de von ih­rer re­dak­ti­on (zünd­funk) dazu ver­don­nert ei­nen sie­ben-mi­nu­ten-bei­trag über mich als par­tei­tags­blog­ger zu ma­chen (sen­de­ter­min: mon­tag, 5. sep­tem­ber, ir­gend­wann zwi­schen 19 und 20 uhr auf bay­ern2). ich wie­der­rum blog­ge über sie, wie sie mich be­ob­ach­tet hat — wenn das mal kein me­ta­blog­gen ist, meta-meta gar.

die dame war bes­tens vor­be­rei­tet, hat­te sich gut ein­ge­le­sen und so­gar aus­dru­cke von dem zeug was ich schrob da­bei — und sie war furcht­bar nett. trotz­dem stürz­te sie mich in eine tie­fe sinn­kri­se. durch ihr be­haar­li­ches und be­rech­tig­tes fra­gen nach dem war­um, war­um ich blog­ge, war­um ich von par­tei­ta­gen blog­ge, war­um ich so schrei­be wie ich schrei­be, habe ich, je län­ger ich dar­über nach­den­ke, kei­ne ant­wor­ten. habe ich eine auf­ga­be, hat das ei­nen sinn, habe ich ei­nen an­spruch und wenn ja wel­chen? im vor­feld habe ich mich ja vor­sorg­lich von je­dem an­spruch frei ge­macht, jeg­li­chen sinn und an­spruch mei­nes tuns auf den par­tei­ta­gen ge­leug­net, mich ge­wei­gert auch nur an­satz­wei­se jour­na­lis­ti­sche mas­stä­be an mich an­le­gen zu las­sen.

das ist ja auch ok, so­lan­ge man ins stil­le stüb­chen bloggt, in klein blogg­dings rum­bloggt. aber wenn dann die pres­se­fuz­zis kom­men und ei­nen auf ir­gend­ei­ne beu­teu­tungs­ebe­ne he­ben in­dem sie über ei­nen be­rich­ten, dann geht die un­be­küm­mert­heit doch ir­gend­wie ver­lo­ren. ich muss mich (zu recht) fra­gen las­sen wel­che mas­stä­be ich beim schrei­ben an­le­ge, wel­ches selbst­ver­ständ­niss ich habe und ob ich be­reit bin ver­ant­wor­tung zu tra­gen für die re­geln die ich — be­wusst oder un­be­wusst — bre­che (oder auch nicht).

mei­ne ins dunk­le ge­stell­ten rhe­to­ri­schen fra­gen lau­fen alle auf die gute alte re­le­vanz-fra­ge zu, der ich ei­gent­lich ein­fach aus dem weg ge­hen woll­te. wel­che re­le­vanz hat das blog­dings, heu­te oder in ein paar jah­ren? wo po­si­tio­nie­ren sich die blog­ger, wel­che ge­sell­schaft­li­che po­si­ti­on wol­len sie ein­neh­men?

nur — ein viel bes­se­res bei­spiel als mein/un­ser teil­wei­se sinn­be­frei­tes par­tei­tags­ge­b­log­ge, ist jörg-olafs fleiss­ar­beit scoop bei laut­ge­ben.de. die­ser ar­ti­kel zeigt wo die blog­dings-rei­se zu­künf­tig in sa­chen re­le­vanz und ein­fluss hin­ge­hen kann. des­halb, lie­be pres­se-fuz­zis, schmeisst euch an jörg-olaf ran und lasst mich am sonn­tag wie­der in ruhe und un­be­ob­ach­tet ir­rele­van­tes zeug vom fdp-par­tei­tag blog­gen. ge­nau­so hohl und beu­deu­tungs­leer wie die hoh­len wort­hül­sen und ab­sichts­er­klä­run­gen die mir vom red­ner­pult aus ent­ge­gen­ge­schleu­dert wer­den. an­ders aus­ge­drückt: die mu­sik spielt nicht auf par­tei­ta­gen, son­dern ganz wo­an­ders hier. eat that, taz, ta­ges­spie­gel oder ber­li­ner zei­tung (aber am mon­tag abend trotz­dem nicht ver­ges­sen bay­ern2 zu hö­ren). ich gehe ab nächs­ter wo­che eh wie­der in mein stil­les stüb­chen zu­rück und iche von dort aus wei­ter. 


nach­träg­lich vom csu-par­tei­tag: ju­bel­per­ser (teil 3)

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

in der faz steht heu­te ein ar­ti­kel von jo­han­nes leit­häu­ser, über­ti­telt „In drei Wel­len“:

An­geb­lich sind un­ter­des­sen knapp 20 000 mög­li­che Mit­strei­ter des „TeAMs“ re­gis­triert. Sie hat­ten ih­ren au­gen­fäl­ligs­ten Ein­satz am Par­tei­tags­sonn­tag der CDU in dewr Dort­mun­der West­fa­len­hal­le, wo meh­re­re 1000 von ih­nen das Ge­rüst der oran­gen­far­be­nen Ju­bel­ku­lis­se bil­de­ten, sie sind aber auch bei al­len grö­ße­ren öf­fent­li­chen Auf­trit­ten der Kanz­ler­kan­di­ta­tin und an­de­rer CDU-Spit­zen­po­li­ti­uker prä­sent, schir­men sie bei ih­rem Ein­zug auf öf­fent­li­chen Plät­zen ab und ver­su­chen ge­zielt und vor­be­rei­tet, die er­war­te­ten Stör­at­ta­cken von Ak­ti­vis­ten der Links­par­tei oder an­de­rer In­itia­ti­ven ein­zu­däm­men.

die­se CDU/TeAM ju­bel­per­ser (ich be­nut­ze das wort im­mer lie­ber, im­mer wenn ich es sage, grinst mich mein ge­gen­über an) sind heu­te nicht da. es ist auch kein oran­ge zu se­hen. auch kei­ne ro­ten tep­pi­che. die ver­an­stal­tung ist recht über­sicht­lich und kom­plett in blau ge­hal­ten, so­gar das blu­men­was­ser ist blau ein­ge­färbt. in der hall­le im ple­num sind ca. 30 sitz­rei­hen, ge­füllt mit de­le­gier­te, da­hin­ter ein paar gäs­te, da­hin­ter wie­der­um, oben auf ei­ner tri­bü­ne, die fern­seh­sen­der. vor­ne re­den baye­ri­sche po­li­ti­ker und die de­le­gier­ten wer­den wie bei der bahn, von 1 euro-job­bern die mit wä­gel­chen durch die gän­ge fah­ren, ge­füt­tert.

ins­ge­samt hat man das ge­fühl ei­ner fa­mi­liä­ren ver­an­stal­tung bei­zu­woh­nen. man kennt sich halt. klein, über­sicht­lich, ge­müt­lich. hier muss kei­ner frem­deln.

im­mer wie­der fragt mich die ra­dio-tan­te nach mei­ner mo­ti­va­ti­on. war­um ich hier­her ge­fah­ren bin. war­um ich blog­ge, war­um ich par­tei­tags­blog­ge. recht hat sie. es ist völ­lig un­ver­ständ­lich, war­um ein gut­au­se­hen­der typ wie ich an ei­nem sol­chen tag nicht ins frei­bad geht oder ins kino. nun, zum the­ma frei­bad ist die ant­wort na­tür­lich leicht, im frei­bad mit ei­nem kom­pres­si­ons­strumpf rum­zu­lau­fen ist näm­lich eher pein­lich, auf par­tei­ta­gen, zu­dem ei­nem der csu, fällt man da­mit kaum auf.

war­um also auf par­tei­ta­ge fah­ren? bin ich po­li­tisch? sind par­tei­ta­ge po­li­tisch? wel­chen sinn hat ein par­tei­tag? ich hat­te ja be­reits beim links­par­tei­tag ge­mut­masst, dass es aus­schliess­lich um „wort­pro­duk­ti­on“ geht. mitt­ler­wei­le bin ich aber zur über­zeu­gung ge­kom­men, dass par­tei­ta­ge eine art selbst­re­fe­ren­zi­el­le end­los­schlei­fe sind. zu­gleich sind sie eine ar­beits­be­schaf­fungs­mass­nah­me ers­ter güte, für „event­agen­tu­ren“, ver­an­stal­tungs­or­te, fern­seh­sen­der und jour­na­lis­ten. und na­tür­lich für blog­ger.

auf so ei­nem par­tei­tag ver­si­chern sich leu­te die sich gut fin­den, dass sie sich gut fin­den. sie le­gi­ti­mie­ren sich in mehr oder we­ni­ger auf­we­ni­gen le­gi­ti­ma­ti­ons­ver­fah­ren die sie sich vor­her aus­ge­dacht ha­ben. da­bei be­ob­ach­ten und ap­plau­die­ren sie sich ge­gen­sei­tig und wer­den auch „von aus­sen“ hef­tig be­ob­ach­tet. man­che leu­te die das sich-ge­gen­sei­tig-gut­fin­den be­ob­ach­ten wer­den wie­der­um be­ob­ach­tet und ge­fragt was sie denn da be­ob­ach­tet hät­ten. wer die bes­ten wor­te fin­det hat ge­won­nen und kommt mit die­sen wor­ten auch ins fern­se­hen oder die zei­tung. ju­riert wer­den die wor­te von be­ob­ach­tern auf der tri­bü­ne. wer vie­le gute wor­te hat und da­mit am ende oft ge­nug ins fern­se­hen kommt (und so „die the­men“ set­zen kann) wird am ende kanz­ler. oder kanz­le­rin.

das ist al­les ein gros­ses und un­glaub­lich auf­wen­di­ges spiel, von dem man nur ganz we­ni­ge, klei­ne tei­le sieht. um po­li­tik geht es nicht wirk­lich. es geht um stim­mung, um die in­sze­nie­rung, um bil­der, um ges­ten und sym­bo­le.

ich gebe zu, ich habe den re­den nicht all­zu auf­merk­sam zu­ge­hört, räus­per, kann ich ja mor­gen in der zei­tung nach­le­sen. nur als die mer­kel sprach bin ich ein­mal ganz nah an sie (und die füh­rungs­rie­ge der csu) ran­ge­gan­gen. an­ge­la mer­kel hat ganz klei­ne füs­se die hin­ten ein biss­chen auf­ge­bockt sind, da­mit die bei­ne län­ger wir­ken. sie trug (wie­der) was rosa/flie­der/oran­gi­ges und re­det er­staun­lich flüs­sig, in ge­nau der rich­ti­gen laut­stär­ke, mit fes­ter stim­me, die nicht so kei­fig, schrill und auf­ge­regt rü­ber­kommt wie bei man­chen spd- oder pds-po­li­ti­kern. ko­misch. ich emp­fin­de sym­pa­thie. sie wirkt sym­pa­thisch wie sich ei­nen ab­grinst als sie den saal mit ei­ner kirch­hof-schmä­hungs-re­tour­kut­sche an schrö­der zum bro­deln bringt. sie freut sich! das ist nicht das müh­sam an­trai­nier­te ich-will-noch-fröh­li­cher-wer­den-grin­sen das ich letzt­lich stän­dig im fern­se­hen sah. das ist ech­te freu­de.

über­haupt. die stim­mung. cdu und csu strah­len sie­ges­ge­wiss­heit und selbst­be­wusst­sein aus. auch wenn ich über­all las, dass schrö­der die ge­nos­sen (und ge­nos­si­nen) mit sei­ner rede „mit­riss und eu­pho­ri­sier­te“, ge­gen die stim­mung bei den uni­ons-par­tei­ta­gen war der spd-par­tei­tag eine trau­er­ver­an­stal­tung ganz furcht­bar sach­lich. im her­zen ha­ben die an­hän­ger der uni­on die wahl schon ge­won­nen. ich kann mir vor­stel­len, stoi­ber macht heu­te abend wie­der mal ein glas sekt auf. ich fra­ge mich ob schrö­der, wenn er bald ins fern­se­hen kommt, noch ir­gend­ein ru­der her­um­wer­fen kann. die spd (nicht schrö­der) wirkt müde, cdu und csu hin­ge­gen wir­ken un­glaub­lich eu­pho­ri­si­ert und selbst­be­wusst und set­zen auch noch die the­men. 


vom csu-par­tei­tag: ix im ra­dio, live on tape (teil 2)

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

die ra­dio-tan­te hat mich eben in der pres­se­lounge ge­fun­den. wir ha­ben uns eine wei­le un­ter­hal­ten, über mein lieb­lings­the­ma, mich. dann der schock, sie will mir die gan­ze zeit über fol­gen. wie soll ich so ar­bei­ten? glück­li­cher­wei­se muss ich nicht ar­bei­ten, nur blog­gen. ich muss jetzt also im­mer er­klä­ren was ich ma­che und das kommt dann im ra­dio.

in der hal­le wur­den eben die ju­bel­per­ser an­ge­heizt. eine blon­di­ne (al­les voll mit blon­di­nen hier, doo) von sat1 ver­sucht das: „und jetzt ge­ben sie al­les.“ jetzt kommt eine „pop­pi­ge“ ver­si­on der bay­ern-hym­ne. supa.

wo war ich? ach­ja in der hall­le. was mir auf­fällt: wie bei der links­par­tei wer­den die de­le­gier­ten, die gäs­te und die jour­an­lis­ten nicht ge­trennt auf­be­wahrt, alle lau­fen ge­mischt durch die hal­le (das habe ich eben auch schon im ra­dio ge­sagt). was ich auch eben im ra­dio ge­sagt habe; der glos beck­stein ist ein lie­ber on­kel. zu­min­dest wenn man schräg vor ihm steht, 20 ka­me­ras auf ihn ge­rich­tet sind und hin­ter ei­nem eine gross­bild­lein­wand ist. dann grinst der näm­lich ganz su­per freund­lich und man kann sich ein­bil­den er grinst ei­nen an.

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jetzt re­det der herr söder. statt zu kom­men­tie­ren was er re­det („gerd-show ist bald zu­en­de“, „wech­sel“, „blah“) link ich mal auf den herrn ros­si, der hat den herrn söder bes­tens por­trai­tiert. han­na (vom ra­dio) ist ge­ra­de aufs klo ge­gan­gen. jetzt kann ich den scheiss end­lich on­line stel­len ohne die gan­ze zeit da­bei zu re­den. 


csu-par­tei­tag: fahrt nach nürn­berg

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

ich fah­re nach nürn­berg. dort holt mich eine dame die für ir­gend­ein ra­dio ar­bei­tet vom bahn­hof ab. mal gu­cken ob ich sie er­ken­ne:

bin so ne gro­ße blon­de evtl. mit pseu­do-gra­fik­de­si­gner­bril­le.

die da­men und her­ren von der pres­se ha­ben den spei­se­wa­gen ge­en­tert. der eine ver­sucht sei­nen be­ruf durch ein laut­stark ge­führ­tes ge­spräch auch dem dümms­ten spei­se­wa­gen­be­nut­zer klar zu ma­chen. der typ la­bert die ihm ge­gen­über­sit­zen­de blon­di­ne eis­kalt tot. spä­ter liest er ihr sei­ne lieb­lings­zi­ta­te aus der zei­tung vor. mei­ner be­sch­ei­de­nen mei­nung nach et­was zu laut. ein­wür­fe kann sie nur ma­chen, wenn er ab­ge­lenkt ist und über sei­ne ei­ge­nen witz­chen lacht. ein an­de­rer ar­bei­tet sich durch 7 ta­ges­zei­tun­gen. der typ ne­ben mir, trinkt weiss­wein und hus­tet lun­gen­res­te in sein stoff­ta­schen­tuch. rechts sitzt auch ein spacko im an­zug mit turn­schu­hen, wie ich. er ist al­ler­dings noch ne num­mer coo­ler als ich und früh­stückt mit son­nen­bril­le.

mitt­ler­wei­le bin ich in nürn­berg, auf dem mes­se­ge­län­de, hier gibts auch wlan, von der te­le­kom. ich kauf mal zur si­cher­heit ne stun­de für 9 euro, falls ich den herrn fre­se­ni­us nicht fin­de oder eine dose wo ich mein an­ti­kes ether­net­ka­bel mit RJ45 buch­se an­schlies­sen kann.

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die blon­di­ne vom ra­dio will mich jetzt um vier­tel vor drei am ein­gang tref­fen. eine brü­net­te ver­sucht ge­ra­de mit ih­rem lap­top über die be­reit­ge­stell­ten te­le­fon­do­sen ins in­ter­net zu kom­men. der te­le­kom­tech­ni­ker hat pipi-lang­strumpf als klin­gel­ton. was ist bloss mit der pres­se los? ha­ben die noch nie was von wlan ge­hört? umts? ich guck mal was das buf­fet her­gibt. bil­der dem­nächst in die­sem flickr-set. 


csu par­tei­tags­ge­b­log­ge

felix schwenzel , teil der sammlung: #wahl05

eben in nürn­berg an­ge­kom­men, die „gros­se blon­di­ne mit pseu­do-gra­fik­de­si­gner­bril­le“ vom ra­dio hat sich mit ih­ren zü­gen ver­tan und mich des­halb nicht vom bahn­hof ab­ge­holt.

wlan gibts, al­ler­dings teu­res, mal gu­cken ob ich den herrn fre­se­ni­us noch fin­de, der mir wired lan ver­spro­chen hat. dem­nächst mehr auf wahl­blog.de.

[nach­trag]


 

nach­trag 06.08.2026 aus mei­ner fo­to­me­dia­thek:



das nbi in der kul­tur­braue­rei zockt pfand ab

felix schwenzel

ok. ich gebe zu, es ist schon ei­gen­ar­tig, wenn drei mild adi­pö­se blog­ger 5 euro ein­tritt für eine ver­an­stal­tung im nbi in der kul­tur­braue­rei be­zah­len um sich dann nach draus­sen, auf die ter­ras­se zu set­zen und dort nach und nach, von 9 bis 12 uhr ins­ge­samt 12 bier trin­ken. dass die­se bier je­weils mit 50 cent pfand be­legt sind ist ja ok, wenn aber dann die spa­cki­ge be­die­nung sich um 24 uhr wei­gert das pfand wie­der her­aus­zu­ge­ben, weil das bier seit 30 mi­nu­ten ohne pfand aus­ge­ge­ben wird, dann ist mir das ehr­lich­ge­sagt zu blöd mich mit ei­nem blon­den voll­pfos­ten auf eine dis­kus­si­on ein­zu­las­sen, war­um sie mir nicht „al­les“ zu­rück­ge­ben „kann“. da sie sich mit ih­rer vor­ge­set­zen ab­sprach, gehe ich da­von aus dass es nicht nur an der dumm­heit der be­die­nung lag, son­dern dass das nbi ein ve­ri­ta­bler saft­la­den ist.

er­freu­lich fand ich es hin­ge­gen, beim ge­hen von ei­nem faz re­dak­teur mei­ne wä­sche­klam­mer auf die nase ge­steckt be­kom­men zu ha­ben und aus­ser­dem frau pas­sig vor­ge­stellt ge­wor­den zu sein.