vom linksparteitag: EX-SPD

(ursprünglich im „wahlblog“ veröffentlicht)

offenbar ist lafontaine nicht der einzige ex-SPDler.

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offenbar ist lafontaine nicht der einzige ex-SPDler.

(ursprünglich im „wahlblog“ veröffentlicht)
lafontaine hat sich ans rednerpult gestellt. mit ihm eine meute von ca. 60 presseleuten, die ihn angucken, filmen und fotografieren.
lafontaines anzug sitzt hauteng. ich vermute er hat einen alten, bereits etwas abgetragenen anzug aus dem kleiderschrank gekramt. aber der knallenge sitz hat den vorteil, dass er lafontaines beim reden das baucheinziehen leichter macht. das faszinierende an lafontaines rede, alle paar sätze taucht das wort „ich“ auf. da scheint sich eine neue spielart im linken spektrum abzuzeichnen: sozialichmus.
eben fiel mir auf, dass lafontaine nicht nur seine vergangenheit in der bundesregierung und seinen bauch zu kaschieren versucht, nein er versucht auch eine riesige glatze auf seinem haupt zu kaschieren. im fernsehen fällt einem das gar nicht auf, da sieht man nur eine komische frisur. in echt offenbart sich das ganze haarige elend, vielleicht ist es ja auch programmatisch gemeint: ich habe zwar nichts auf dem kopf, aber wenn ich woanders meine haare wachsen lasse, kann ich das verdecken. politisch ist die glatze der bundeshaushalt und sein defizit, die seitenhaare massive steuererhöhungen die dann das haushaltsdefizit mit einem kammstrich kaschieren.

interessant ist auch, wie beweglich lafontaine ist. er beugt sich vor, stützt sich mit dem linken ellenbogen ab, fuchtelt mit den armen und dem zeigefinger und er wackelt ständig mit dem kopf, manchmal nickt er sich selbst zu. die rechte hand wandert manchmal in die hosentasche.
fremdarbeiter hat er bis jetzt nicht gesagt. noch nichteinmal in anführungszeichen. ach. jetzt doch. er moniert, dass alle das wort benutzen dürfen (faz, spiegel, usw), nur er selbst nicht. wie gemein.
besonders gut gefällt allen anwesenden lafontaines schlusswort: „meine zeit ist zuende, dehalb, meine freunde, noch ein paar worte zum schluss.“ (wahrscheinlich falsch zitiert, trotzdem schön, diese selbstbewusste, selbstkritische haltung)

(ursprünglich im „wahlblog“ veröffentlicht)
jetzt ist mittagspause. sehr witzig fand ich die ankündigung ebendieser: „wir nähren uns in zwei minuten der mittagspause.“ wow. hier herrscht noch ordnung. und ich kann jetzt endlich mal in ruhe, ohne ständiges gequatsche schreiben.
ich habe in der zeit in der ich hier rumsass, mehrfach oskar lafontaine beobachtet. ein hobby von vielen anwesenden journalisten, die ihn auch in rudeln aufsuchten um ihn zu filmen oder fotografieren. kein wunder, denn herr lafontaine sticht aus der menge auf der bühne heraus (jetzt kommt mein lieblingssatz):
oskar lafontaine ist sehr braun. tiefbraun. wie jeder weiss, war er in mallorca. der aufenthalt dort hat sich definitiv gelohnt, einerseits weil er jetzt hier auf dem parteitag so toll auffällt und andererseits, weil jetzt die presse soviel über ihn schreibt. bodo ramelow findet es übrigens ok, dass oskar lafontaine „vermögen“ habe. ja, er solle sein „vermögen“ auch geniessen, keiner könne etwas dagegen haben — solange er dafür vermögenssteuer zahle. auch engels hätte vermögen gehabt, auch marx habe vergnügen gekannt. beeindruckende rhetorik, mit der ein für allemal die luxusallüren von oskar „toskana“ lafontaine vom tisch gewischt sind. generalabsolution vom parteistrategen für lafontaine.
leider habe ich vergessen wer es gesagt hat, aber ein redner beklagte bitterlich, dass es für arme in deutschland keinen datenschutz gäbe. arbeitslose müssten auf ihren anträgen für ALG2 teilweise äusserst private und intime angaben machen. ein millionär müsste das nicht machen, das sei zutiefst ungerecht. überhaupt, ganz deutschland sei zutiefst ungerecht. bei dieser rhetorik bin ich mir immer nicht ganz sicher was eigentlich gemeint ist. die anprangerung der verhältnisse um zustimmung und stimmen zu erheischen, eine polarisierung zwischen arm und reich? was wird eigemntlich gefordert? die abschaffung der harz IV fragebögen oder die ausweitung der fragenkataloge auch auf millionäre.
na gut, ich bin ungerecht. die anwort ist klar. alles abschaffen, arbeitslosengeld zwei, harz vier, schröder und „seine“ arbeitslosigkeit. gerechtigkeit für alle, vermögenssteuer für millionäre. fertig. die forderungen der deligierten zergehen einem alle wie sahne auf der zunge, aber beim runterschlucken merkt man, dass sie nicht durch die speiseröhre passen. quasi.
(ursprünglich im „wahlblog“ veröffentlicht)
ich wollte es nur mal ausprobieren und es funktioniert: man dreht komplett durch wenn man auf der pressebühne sitzt, einer mittels mikro und verstärker sehr laut sprechenden rednerin zuhört und sich gleichzeitig den phoenix live-stream vom linksparteitag anguckt und anhört. kaum auszuhalten das. bringt ja auch nix.

der stream hat übrigens ca. 20 sekunden lag, also zeitverzögerung.
(ursprünglich im „wahlblog“ veröffentlicht)
ich weiss ja nicht viel über parteitage. im fernsehen gibt es immer sondersendungen von parteitagen, meist ganz spät abends. der parteitag selbst dient im fernsehen eigentlich vor allem als hintergrund um einen a-blogger partei-leithammel zu interviewen und ein bisschen rumzumoderieren.
der eigentliche sinn von parteitagen — soweit ich das nach 2 stunden beurteilen kann — scheint aber die produktion von worten zu sein. es werden sehr, sehr viele worte in reden gesprochen, diese worte werden bei manchen rednern auch auf papier gedruckt verteilt, zum nachlesen, wenn man zum beispiel aus den reden einen neuen text machen möchte, für eine zeitung oder ein weblog.
der wahlkampfmanager der linkspartei, ein heiserer herr ramelow hat meine vermutung übrigens eben in seiner ansprache bestätigt; er bat (wortreich) darum nicht zu viel zu reden (oder zu diskutieren), damit man „zügig“ zu ergebnissen komme. denn diese ergebnisse sollen „sofort“ nach dem parteitag in 100 000den exemplaren gedruckt werden. der parteitag ist also dazu da am ende eine art wortsammlung (wahlprogramm) zu drucken.
ein weiterer sinn von parteitagen ist möglichst viel aufmerksamkeit zu erregen. denn aufmerksamkeit hat weitere worte zur folge. einer rednerin ist bereits aufgefallen, dass das bereits im vorfeld geklappt hat. soviel presse, soviele kameras, das hätte man noch nie gehabt.
wer nun nicht auch noch meine worte haben will, kann sich ja meine bilder bei flickr vom linksparteitag angucken
(ursprünglich im „wahlblog“ veröffentlicht)
unbürokratisch sind sie ja, die linken. bloggertypisch, ohne anmeldung, ohne ahnung, betrat ich um 10 uhr das estrell in berlin-neukölln um mir dort den linkspartei.tag anzuschauen. die akreditierung bestand aus der angabe meiner „redaktion“, meines namens und meiner unterschrift. drin. keine sicherheitsschleuse, keine weiteren kontrollen, dafür war das frühstücksbuffet kostenpflichtig.

die tischchen für die presse sind entweder schon besetzt oder mit jäckchen, täschchen oder handtüchern als besetzt markiert. also setzte ich mich (hinten), rechts aussen auf ein besucherstühlchen.
auf der bühne ein bizarrer setup, links das rednerpult rechts drei reihen hinter denen die wichtigeren delegierten wie ratekandidaten in einer fersehshow präsentiert werden. sehr fernsehgereccht.
im moment redet hans modrow. anfangs machte er sogar zwei kleine, frenetisch aufgenommene witzchen; irgendwas mit einem bayerischen erholungskloster, in dem stoiber irgendetwas beichten solle. jetzt zerredet er sich die letzten verbliebenen stimmbänder. was ihm an festigkeit der stimme fehlt, macht er mit dem blick gut. jetzt hat er den parteitag eröffnet.
uhh, soeben erfahre ich, dass der parteitag bis 18 uhr gehen soll und jetzt wegen eines antrags nochmal um eine halbe stunde verlängert wird.
und jetzt besorge ich mir erstmal ein wlan-passwort.
[sehr sozialer preis, zwei stunden 7,50 €]
ich sitze gerade im estrel in berlin-neukölln. nein, noch nicht an der hotelbar, sondern beim parteitag der linkspartei.pds. solange mein akkusaft reicht und mein wlan account, blogge ix im wahlblog.de was es dort so zu sehen gibt.
[nachtrag]
es sind 9 beiträge geworden und ich frage mich ob ich das morgen aus dortmund, von der cdu auch so machen soll, oder alles in einen beitrag reinschreiben soll. die bilder habe ich geflickert und in dieses set gelegt.
morgen, wie gesagt, fahre ich nach dortmund und blogge von dort fürs wahlblog.de. heir nochmal dei beiträge von heute:
nachtrag 07.08.2026 aus meiner fotomediathek

Ich wollt noch Tschüss sagen. War schön hier. Danke Herr ix für die Gastfreundlichkeit! Ich schätze, Sie und Ihre Leser werden die Herzchen vermissen...
Ich gehe jetzt wieder auf die rosa Seite. Wer gerne las, was ich schrieb, der verlinke mich, auf dass ich so bekannt werde wie Herr ix, ins Fernsehen komme, Bücher veröffentliche und reich werde.
so, jetzt schreib ix hier wieder. demnächst. der frau nuf lass ich den zugang, vielleicht schreibt sie ja nochmal nen gasteintrag, falls sich jemand über ein katzenbild oder einen witzigen eintrag wundern sollte mal nen blick in die autoren-zeile werfen. ansonsten sind sämtliche beiträge von frau nuf in dieser kategorie zu finden.

Mail Person 1: Schau, ein Italiener hat den PC erfunden.
Mail Person 2: Was ist daran neu? Wir Italiener haben alles erfunden.
Das Auto, die Dampfmaschine, die Sprache überhaupt, das Feuer... die Liste ließe sich unendlich fortsetzen.
Sogar die ersten Menschen im Weltall waren eigentlich Italiener! Man hat ihnen, damit sie nach der Mondbegehung ein paparazzifreies Leben führen können, andere Namen gegeben. Um genau zu sein, es waren keine Italiener, nein Sizilianer.
Es wird Dich erstaunen, aber Jesus war ebenfalls Sizilianer, sowie alle Apostel Fischer und somit Sizilianer waren.
Da die Sizilianer nichts mit den Stiefelitalienern zu tun haben wollten, haben sie schon sehr früh den Bagger erfunden, um die damals sizilianische Halbinsel vom Festland zu trennen. Glücklicherweise sind die Norditaliener nicht so klug wie die Süditaliener und es ist ihnen deswegen bis heute nicht gelungen eine Brücke nach Sizilien zu bauen.
Der erste Hubschrauber wurde von da Vinci, der selbstverständlich auch Sizilianer war, entwickelt. Du musst wissen, da Vinci war schwul, was Sizilianer nicht so gerne mögen. Da Vinci wurde folglich des Landes verwiesen (Um ihn unauffälig aus Sizilien zu entfernen, wurde die U-bahn erdacht).
Darüber hinaus haben die Sizilianer erfunden : Wasser, Erde, Luft, Nudeln, Seefahrt, Sandbänke.
Mail Person 1: Schatz, was hattest Du zu Mittag?

Lesen Sie zunächst Fräulein Ste zum Einstieg in das Thema weibliche Kleidungsprobleme:
...also ich bin dort elegant wie eine stadtprinzessin angekommen und nach einem tag war ich, egal wo und egal fuer welche angelegenheit und am ende egal was fuer eine temperatur, wie reinhold messner am himalaia angezogen...
Wie im Artikel davor bereits erläutert, sucht die Modeindustrie verzweifelt nach Wegen uns Frauen trotz der jahreszeitunabhängigen Kälte deutlich als Weibchen erkennbar zu machen.
(Achtung Einsatz Quellpolizei!)
Die modebewusste Französin sagt über deutsche Frauen, man könne sie lediglich an der Schrimfarbe erkennen. Schwarz für die Männchen, bunt für die Weibchen - ansonsten keine optisch unterscheidbaren Details.
Ein weiterer Ausrutscher in den Modeempfehlungen war letztes Jahr der Moonboot:
Jetzt ist es tatsächlich so, dass die Disziplin zu Röckchen und Pumps bei minus 20 Grad lediglich bis zum 20. Lebensjahr reicht.
Irgendwann hat man es einfach satt permanent zu frieren und trägt sogar Wollunterwäsche.
Allen Frauen geht das so. Allen? Nein, nicht allen. Nordwestlich von Deutschland gibt es diese kleine Insel und dort haben die Frauen etwas gefunden, was sie gegen Minusgrade immun macht. Jedes Mal, wenn ich dort bin, ziehe ich respektvoll innerlich den Hut vor den Damen, die trotz des Eisregens in Miniröcken auf Stilettos durch die Gegend staksen.
Kenn jemand das Geheimnis?
Ich habe mal gelesen, dass sog. Wolfskinder temperaturunempfindlich sind. Dadurch dass sie in der Wildnis oder im Keller eingesperrt aufwachsen, entwickeln sich ihre Wärme- und Kälterezeptoren nicht ordnungsgemäß. Ist das das Geheimnis? Müssen wir unsere Töchter, damit sie, wenn durch die Klimaverschiebung in Deutschland zunehmend das Kontinentalklima vorherrscht, noch verheiratet werden können, in der Tundra aussetzen, um sie 16 Jahre später wieder abzuholen? Oder gibt es Alternativen?
Der IKEA-Katalog. Auch dieses Jahr wieder eine Enttäuschung.
Wenn ich nur daran denke, mit welchem Aufwand ich ihn mir "besorgt" habe! Ich lauerte traditionell tage- und nächtelang in unserem Treppenhaus, schupste eine Mitbewohnerin, die mir gleichtat, die Stufen herab, damit ich schneller am Postkasten bin und habe dem Postboten schon den ganzen Juli Bestechungsgelder zugesteckt und dann diese Enttäuschung!
Es fehlt dem IKEA-Katalog jeder Esprit. Nicht ein Produkt, welches das kaufbereite Weibchen reizen würde. Nicht mal Bettwäsche. Nur dieser dreckshässliche Landhausstilscheiß. Wer will den so etwas? Und warum gibt es keine hellen Möbel mehr? Wer will Mahagoniimitat und Eiche rustikal? WEEEER???
Ich nehme an, die haben bei IKEA die Kompetenzdimension Kreativität und Risikobereitschaft komplett aus dem Anforderungsprofil der Designer gestrichen. Oder einer der Vorstandmitglieder hat seine straffbusige Affäre aus der Abteilung Design und neue Produkte zum Chefdesigner befördert obwohl die einen Bildungs- und Anreizhintergrund wie Victoria Hinterschinken hat.
Ich spucke geistig aus vor so viel Einfallslosigkeit.
Ästhetikverstöße gibt es viele. Manche werden sogar Mode. So las ich gestern in einem Frauenmagazin, dass es diesen Herbst in ist, offene Sandalen mit Strümpfen zu tragen. Vermutlich ist dies ein Phänomen des verpatzten Sommers, in dem Frauen ihre hübschen Sandalen nicht zur Schau tragen konnten.
Neben den vergänglichen Entgleisungen einer einzelnen Saison, gibt es dauerhafte Verstöße gegen jede Anschaulichkeit.
Bei Männern fiel mir heute früh wieder das Kuriosum des Geldbeuteldellengesäßes unangenehm auf. Abgesehen von jedem Geschmacksempfinden empfiehlt es sich ohnehin nicht das Portemonnaie in der Gesäßtasche zu transportieren, da dies den gemeinen als solches Taschendieb geradezu einlädt.
Ich will nicht leugnen, dass das Geldgeklautbekommen tatsächlich Privatsache ist. Das Scheiße-Aussehen hingegen nicht.
Viele Männer haben Flachpopos und meinen deswegen an genau dieser Stelle Platz für Ledertäschchen zu haben. Doch ob Flachpopo oder nicht, das Einstecken des Geldbeutels in die hintere Hosentasche verursacht ein optisches Ungleichgewicht, welches ich nicht sehen möchte. Es macht mich nervös. In mir regt sich ein Impuls, ganz ähnlich dem, der mich überkommt, wenn ich Blisterfolien* sehe. Die will ich zerdrücken. Plop! Plop! So möchte ich das mit den geldbeutelgefüllten Hosentaschen auch machen. Durch die U-Bahnstation laufen und Männern auf die Hinterteile hauen und dabei den Kopf hin und herwerfen und dabei rufen: „Nein! Nein! Nein!“.
Wenn die Beule nicht platzt, so hämmere ich immer heftiger auf den Po ein und werfe mich zu guter letzt zuckend auf den Boden.
Weil das natürlich nicht geht, habe ich stets ein Bilderbuch dabei, das ich aufschlage und hineinstarre, wenn ich wieder einen dieser Frevler sehe und dabei mantraartig murmele: Nicht hinschauen, nicht hinschauen, nichthinschauen, nichhinschauen [...] .
*Blisterfolie ist das falsche Wort für das was ich meine, was aber schnöde „Luftpolsterfolie“ genannt wird.
Ich erzähle nun die erfundene Geschichte einer jungen Frau, nennen wir sie Sabine S., die in einem Büro arbeitet, in dem alle anderen Frauen (nicht namentlich genannt) weit über 50 sind.
Sabine S. hat einen eigenen Haushalt. Da sie eine Putzfrau beschäftigt, ist dieser meistens in einem hygienischen Zustand. Dennoch sieht ihre Wohnung nie dauerhaft aus, als sei sie fotografierbereit für "schöner wohnen". Kleidung liegt herum, es wird nicht täglich gespült und manchmal türmt sich im Flur das Altpapier. Sabine S. wundert sich, wie Frauen der Generation ihrer Mutter es schaffen, ihre Wohnungen immer in topform zu halten.
Wenn sie sich an die Wohnung der eigenen Mutter erinnert, kommt ihr nie ein Bild von Unaufgeräumtheit in den Sinn. Menschen, wie Sabine S. Bürokolleginnen ticken ähnlich. Sie bügeln sogar Handtücher, Socken und Unterwäsche.
Sabine S. hat aus diesem sozialen Druck heraus auch schon mal versucht ihre Tangas zu bügeln. Die Tangas sahen danach aus wie davor, nur die Hände von Sabine S., die waren an verschiedenen Stellen verbrannt.
Sabine S. ist ein nachdenklicher Mensch und so fragt sie sich, wenn sie im Büro die sanitären Anlagen benutzt, wie es sein kann, dass sie dort immer wieder sogenannte "Bremsspuren" entdeckt. Sabine S. ist entsetzt. In der Abteilung gibt es keinen Kundenbesuch, SIE hinterlässt diese Spuren nicht. Wer dann?
Die junge Frau hat die Hypothese das Frauen über 50, die 80% ihrer Freizeit mit waschen, kochen und bügeln verbringen, ihre Dusche nach jedem Gebrauch abledern, alle zwei Tage staubsaugen, Lichtschalter polieren und Steckdosen reinigen, während ihrer Arbeitszeit all ihren zwanghaften Sauberkeitswahn loslassen und einfach mal gediegen in die Porzellanschüsseln kacken - alles raus lassen sozusagen - sich dann nicht umdrehen und befriedigt an ihren Computer zurückkehren.
Angela Merkel darf den Rolling Stones Titel Angie verwenden. Finde ich spitze, denn dann gibt es endlich mal die von Hugon Egon Balder geforderte Ehrlichkeit bei Politikern. Hier einige Textauszüge:
Angie, Angie
Wann werden all diese Wolken verschwinden?
Angie, Angie
Wohin werden wir von hier aus geleitet werden?
(Frage ich mich auch!)
Ohne Liebe in unseren Seelen
und ohne Geld in unseren Mänteln
Oh, du kannst nicht sagen, wir wären zufrieden...
(Kannste auch nich, mit dem bösen Hartz IV und wo früher bei Helmut alles besser war!)
Angie, Angie
Oh, du kannst nicht sagen, wir hätten es nie versucht
Oh, Angie. Du bist wunderschön,ja...
(Schönheit liegt ja im Auge des Betrachters)
aber ist es nicht Zeit, dass wir uns jetzt verabschieden?
(Isses in jedem Fall, also schüss Angie)
All diese Träume, die wir so nahe bei uns hielten, scheinen sich in Rauch aufgelöst zu haben
(Blühende Landschaften, keine Steuererhöhung für die Wiedervereinigung, etc. pp.)
[...]
Oh Angie, weinst du?
Deine Küsse schmecken immer noch süß...
Ich hasse diese Trauer in deinen Augen...
aber Angie, Angie
ist es nicht Zeit, uns verabschieden?...Ja...
(Doch, doooch! Tut weh, muss aber sein, echt ma)
[...]
Es gibt keine Frau, die an dich heran kommt.
(Gerhard würde sagen: und das ist auch gut so)
[...]
Angie, Angie
Wäre es nicht schön zu leben?
Angie, Angie
Sie können nicht behaupten, wir hätten es nicht versucht...
Den Marketingheini von Angela würde ich feuern. Aber hey, vielleicht hat sie einfach nur Humor?
Liebe weibliche Leserinnen, ich garantiere Ihnen, dass Sie sich nach Lektüre dieses Beitrags nie mehr arglos nach dem Duschen trocken rubbeln können:
Als ich heute morgen aus der Dusche stieg und mich abtrocknete, entdeckte ich an meinem Bauch zwei ausgerissene Spinnenbeine. Verwundert schaute ich an meinem Körper herab und fand ein drittes an meinem Knie kleben. Darauf hin kam mir der geniale Einfall mal das Handtuch zu inspizieren. Da war sie, die zerriebene Spinne, die in meinem Handtuch nächtigte und ihr jähes Ende erlebte als ich mich entschloss, sie an meinem nackten Körper tot zu quetschen.
Als ich heute Nacht zum wiederholten Male um 3.00 Uhr aufwachte, meine Wohnung aufgeräumt, meine Steuererklärung 2004 fertig gestellt und einen weiteren teuflischen Plan zum Ergattern einer 4-Zimmer-Wohung geschmiedet hatte, fiel mir in den folgenden schlaflosen Stunden auf, dass ich mehr Sport treiben sollte.
Allerdings haben sich alle Versuche, egal wie enthusiastisch sie starteten, nach einiger Zeit als langweilig erwiesen.
Da fiel mir ein, dass ein Kuss den Körper so anregt, wie 100 Meter joggen. Er bringt das Herz auf 150 Schläge pro Minute und lässt den Blutdruck auf 170 steigen.
Es ist also nur logisch mehr zu küssen, statt würdelos schwitzend durch Parks zu rennen.
In meinem Leben putze ich 2.737 Stunden Zähne, bügle 1.300 Stunden und koche sogar 750 Stunden Kaffee – verbringe aber nur 730 Stunden mit Küssen. Die absolute Küsshäufigkeit korreliert sogar negativ mit dem Vorhandensein einer festen Beziehung. Mehr Küssen alleine stellt natürlich keine befriedigende Lösung dar. Wichtig ist es, den Anteil des qualitativ hochwertigen Küssens im Verlaufe eines Lebens sukzessive zu erhöhen.
Die meisten beherrschen das angenehme Küssen mit zunehmendem Alter immer besser (wieder ein toller Vorteil des Alters). Das Exemplar grauenerweckender Küsser scheint mir in der Bevölkerung ohnehin relativ selten vorzukommen.
Von meinen Erfahrungen als Teenager abgesehen, musste ich 28 werden, bis ich einen Herren küsste, der so unfassbar schlecht küsste, dass ich es Mal um Mal nicht glauben konnte. Er spitzte bei jedem Kuss seine Lippen wie ein Vögelchen und gab mir kleine Schmatzerchen, die sich anfühlten wie zusammengeknüllte Alufolie. Wenn er seine Zunge einsetzte, legte er sie mir wie ein totes Tier in den Mund.
Das erinnerte mich an eine weitere Weisheit meiner sehr viel jüngeren Schwester: Zungenküsse bereiten das gleiche Gefühl wie Nacktschnecken ablecken.
Glücklicherweise habe ich nun schon seit längerem einen sehr angenehmen, ja geradezu profihaften Küsser an der sprichwörtlichen Hand.
Wenn ich aber an alle Fehlversuche der Jugendzeit zurückdenke, so kommt mir vor allem eine Art von Mangelküsser in Erinnerung. Der sogenannte "Propellerküsser". Das sind Menschen, die von sich selbst glauben besonders aufregend und gekonnt zu küssen. Leider ist dies ein Irrtum, denn das einzige was sie tun, ist ihre Zunge versteifen um dann propellerimitierend im fremden Mundraum rumzurühren. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an diese Küsse denke.
Pfui!
Ich las mal, dass es der Amerikaner als solches sehr befremdlich findet, wenn man behauptet, dass man an nichts glaubt. Ihm ist es wichtig, dass man an etwas glaubt. An irgendwas.
Ich komme den USA nun entgegen und bekenne mich öffentlich zu meinem Glauben an das fliegende Spaghettimonster.
Allen Ungläubigen empfehle ich diesen Brief, allen Geldgierigen diese Seite.
Quelle: Herr Zweiblum
Zum Frisör zu gehen, ist für mich jedes Mal ein kleiner Nervenkitzel. Da ich einen Pony habe, bleibt mir aber nichts anderes übrig als regelmäßig dort hin zu gehen. Ich nutze die Wartezeit wenigstens konstruktiv, indem ich, wie Wirtschaftsanalysten Statistiken und Aktienkurse durchgehen, alle herumliegenden GALAs und BUNTEs lese. So bleibe ich, was den Adel und Promis angeht, stets auf dem neusten Stand.
Es kommt auch vor, dass ich so oft gehe (immerhin ist Nachschneiden kostenlos), dass es für mich nichts Neues zu lesen gibt. Spätestens dann beginne ich, die anderen Anwesenden näher unter die Lupe zu nehmen.
Sehr viel Spaß macht es, Frauen zu beobachten, wie sie sich gegenseitig Todesblicke zuwerfen, weil die eine vermeidlich schöner, schlanker oder gar blonder als die andere ist. Machte man es dunkel, könnte man mit Sicherheit knallend explodierende Blitze zwischen den Damen sehen.
Während ich also die bösartigen Zitteraalweiber beobachte, springt mich eine andere, seltsam anmutende Besonderheit an: der Frisörinnenpopo.
Der Frisörinnenpopo sieht bei allen Frisörinnen gleich aus. Sehr klein, sehr rund - fast wie ein Teenagermädchenpopo.
Das mag in erster Linie daran liegen, dass die gemeine Frisörin ein gerade der Pubertät entwachsenes Mädchen ist. Das alleine kann aber nicht als ausreichende Erklärung gelten, denn auch noch im fortgeschrittenen Alter, also so mit 22 haben die Frauen dieses Handwerks noch diese Rundgesäße.
Ich frage mich z.B., ob man darauf überhaupt sitzen kann oder ob man aufgrund der Kugelförmigkeit ständig zur Seite kippt.
Noch interessanter die Frage: woher kommt der Doppelsitzball?
Ich nehme an, dass es sich um ein ähnliches Phänomen wie bei den Storchbeinen der Junkies handelt*. Da fragt man sich doch auch: Waren die Junkies vor ihrer Drogenabhängigkeit lediglich leidenschaftliche Träger von Röhrenjeans und sind den Drogen nur verfallen, weil sie die Schmerzen, die diese engen Hosen verursachen, nicht mehr aushielten oder waren sie erst drogenabhängig und ihr ästhetisches Empfinden bekam eine Störung und sie trugen fortan Röhrenjeans?
Bei den Frisörinnen ist ähnliches anzunehmen. Vermutlich entscheiden sich die Teenagergören mit den besonders kleinen und runden Popos schon in der siebten Klasse das Frisörhandwerk zu erlernen, denn je runder der Po, desto mehr Trinkgeld vom männlichen Klientel, desto besser lassen sich Dinge wie aufgeklebte Fingernägel etc. finanzieren.
Sollte es aber doch anders herum sein und das Frisörinnensein zieht den runden Arsch nach sich, sollte die ein oder andere flachhintrige Dame - wie sie unter den dauergewellten Magerblondinen, die gerne eine oder mehr Stunden am Tag im Solarium verbringen, vorkommt- darüber nachdenken, den entsprechenden Beruf zu ergreifen.
*Achtung Besserwisser! Holt Euch den Orden, wenn Ihr wisst, von wem ich hier böswillig klaue!
Dem Schröder ist doch jedes Mittel recht!
Hätte der böse Stoibi mal nicht die lieben Ostdeutschen beleidigt, würde Schrödi mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausgerechnet auf Stimmenfang in Bayern gehen. Nach näherem Überlegen ist also Stoibi schuld.
Wie alt warst Du, als Du Deinen ersten Computer Dein eigen nennen konntest?
Ca. 10 Jahre alt, evtl. sogar jünger.
Was für ein Hersteller/Modell war das?
Natürlich ein C 16 mit Datasette.
Was war der Nachfolger?
Mein geliebter 3-86er, den ich bis ich 20 war hatte.
Wie hieß Dein erstes Spiel?
Bubble Bobble. Es lief über Datasette und ich fand Jahre später raus, dass es auch ein 2. Level gibt.
Wie viel Joysticks hast Du schätzungsweise durch Spielen verbraucht?
Mindestens 5. Es gab ja diese hervorragenden Spiele wie Winter- (oder Summer-)olympics, bei denen man das Ding wie irre hin- und herrütteln musste, um schnell zu laufen oder weit zu werfen.
Wie hießen/heißen Deine drei liebsten Computerspiele?
Ich glaube, Gianna Sisters und dann die Picture Adventures von LucasArts. Ganz vorne Monkey Island. Nie werde ich vergessen, wie nervös ich war, als das 600. Mal die Frage gestellt wurde "Bist Du ganz sicher, dass Du den Papageienkäfig öffnen willst?". Hoch lebe Guybrush Threepwood!
Sehr spät dann Day of the Tentacle. Ich verbrachte Nächte damit herauszubekommen, wie man das Pferd so langweilt, dass es einschläft und dann das Gebiss rausnimmt, damit man das nehmen und an einen alten Mann verkaufen könnte.
Die Lösung lautete: man lese ihm aus einem Physikbuch vor. Mein Gott! Früher gab es noch kein Internet, da musste man auf solche Dinge selbst kommen.
Wie viel Stunden verbringst Du heute noch mit Computerspielen?
Also so durchschnittlich, ja? Grob geschätzt 0 Stunden pro Woche. Mir ist das alles zu hightechballermäßig. Das letzte Spiel was mich tatsächlich begeistern konnte, waren die Sims. Allerdings wurde ich umgehend downloadabhängig. Irgendwelche fleißigen Bastler haben nämlich Fenster, Tapeten, Möbel etc. selbst gebastelt. Ich besorgte mir ein Cheat und wurde zum besessenen Innenarchitekten. Das Spiel selbst war mir zu anstrengend, weil meine Figuren sich immer langweilten, starben, sich in die Hose machten, die Kinder vom Sozialdienst abgeholt wurden, die Paare sich trennten, alle an Hamstergrippe verstarben, gefeuert wurden, verarmten oder den ganzen Tag schliefen.
Das Stöckchen geht an die Herren Kleines F, Herrn Dahlmann und Marcus diesmal mit c und alle Kinder, die gerne Computerspiele mögen.
P.S. Alle, die gerne wieder spielen wollen, kaufen sich einen Commodore 64 DTV.
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