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vom links­par­tei­tag: la­fon­taine re­det und re­det und re­det (teil 5)

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

la­fon­taine hat sich ans red­ner­pult ge­stellt. mit ihm eine meu­te von ca. 60 pres­se­leu­ten, die ihn an­gu­cken, fil­men und fo­to­gra­fie­ren.

la­fon­tai­nes an­zug sitzt haut­eng. ich ver­mu­te er hat ei­nen al­ten, be­reits et­was ab­ge­tra­ge­nen an­zug aus dem klei­der­schrank ge­kramt. aber der knall­enge sitz hat den vor­teil, dass er la­fon­tai­nes beim re­den das bauch­ein­zie­hen leich­ter macht. das fas­zi­nie­ren­de an la­fon­tai­nes rede, alle paar sät­ze taucht das wort „ich“ auf. da scheint sich eine neue spiel­art im lin­ken spek­trum ab­zu­zeich­nen: so­zi­alichmus.

eben fiel mir auf, dass la­fon­taine nicht nur sei­ne ver­gan­gen­heit in der bun­des­re­gie­rung und sei­nen bauch zu ka­schie­ren ver­sucht, nein er ver­sucht auch eine rie­si­ge glat­ze auf sei­nem haupt zu ka­schie­ren. im fern­se­hen fällt ei­nem das gar nicht auf, da sieht man nur eine ko­mi­sche fri­sur. in echt of­fen­bart sich das gan­ze haa­ri­ge elend, viel­leicht ist es ja auch pro­gram­ma­tisch ge­meint: ich habe zwar nichts auf dem kopf, aber wenn ich wo­an­ders mei­ne haa­re wach­sen las­se, kann ich das ver­de­cken. po­li­tisch ist die glat­ze der bun­des­haus­halt und sein de­fi­zit, die sei­ten­haa­re mas­si­ve steu­er­erhö­hun­gen die dann das haus­halts­de­fi­zit mit ei­nem kamm­strich ka­schie­ren.

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in­ter­es­sant ist auch, wie be­weg­lich la­fon­taine ist. er beugt sich vor, stützt sich mit dem lin­ken el­len­bo­gen ab, fuch­telt mit den ar­men und dem zei­ge­fin­ger und er wa­ckelt stän­dig mit dem kopf, manch­mal nickt er sich selbst zu. die rech­te hand wan­dert manch­mal in die ho­sen­ta­sche.

fremd­ar­bei­ter hat er bis jetzt nicht ge­sagt. noch nicht­ein­mal in an­füh­rungs­zei­chen. ach. jetzt doch. er mo­niert, dass alle das wort be­nut­zen dür­fen (faz, spie­gel, usw), nur er selbst nicht. wie ge­mein.

be­son­ders gut ge­fällt al­len an­we­sen­den la­fon­tai­nes schluss­wort: „mei­ne zeit ist zu­en­de, de­halb, mei­ne freun­de, noch ein paar wor­te zum schluss.“ (wahr­schein­lich falsch zi­tiert, trotz­dem schön, die­se selbst­be­wuss­te, selbst­kri­ti­sche hal­tung) 


vom links­par­tei­tag: la­fon­taine und un­ge­rech­tig­kei­ten (teil 4)

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

jetzt ist mit­tags­pau­se. sehr wit­zig fand ich die an­kün­di­gung eben­die­ser: „wir näh­ren uns in zwei mi­nu­ten der mit­tags­pau­se.“ wow. hier herrscht noch ord­nung. und ich kann jetzt end­lich mal in ruhe, ohne stän­di­ges ge­quat­sche schrei­ben.

ich habe in der zeit in der ich hier rums­ass, mehr­fach os­kar la­fon­taine be­ob­ach­tet. ein hob­by von vie­len an­we­sen­den jour­na­lis­ten, die ihn auch in ru­deln auf­such­ten um ihn zu fil­men oder fo­to­gra­fie­ren. kein wun­der, denn herr la­fon­taine sticht aus der men­ge auf der büh­ne her­aus (jetzt kommt mein lieb­lings­satz):

os­kar la­fon­taine ist sehr braun. tief­braun. wie je­der weiss, war er in mal­lor­ca. der auf­ent­halt dort hat sich de­fi­ni­tiv ge­lohnt, ei­ner­seits weil er jetzt hier auf dem par­tei­tag so toll auf­fällt und an­de­rer­seits, weil jetzt die pres­se so­viel über ihn schreibt. bodo ra­me­low fin­det es üb­ri­gens ok, dass os­kar la­fon­taine „ver­mö­gen“ habe. ja, er sol­le sein „ver­mö­gen“ auch ge­nies­sen, kei­ner kön­ne et­was da­ge­gen ha­ben — so­lan­ge er da­für ver­mö­gens­steu­er zah­le. auch en­gels hät­te ver­mö­gen ge­habt, auch marx habe ver­gnü­gen ge­kannt. be­ein­dru­cken­de rhe­to­rik, mit der ein für al­le­mal die lu­xus­al­lü­ren von os­kar „tos­ka­na“ la­fon­taine vom tisch ge­wischt sind. ge­ne­ral­ab­so­lu­ti­on vom par­tei­stra­te­gen für la­fon­taine.

lei­der habe ich ver­ges­sen wer es ge­sagt hat, aber ein red­ner be­klag­te bit­ter­lich, dass es für arme in deutsch­land kei­nen da­ten­schutz gäbe. ar­beits­lo­se müss­ten auf ih­ren an­trä­gen für ALG2 teil­wei­se äus­serst pri­va­te und in­ti­me an­ga­ben ma­chen. ein mil­lio­när müss­te das nicht ma­chen, das sei zu­tiefst un­ge­recht. über­haupt, ganz deutsch­land sei zu­tiefst un­ge­recht. bei die­ser rhe­to­rik bin ich mir im­mer nicht ganz si­cher was ei­gent­lich ge­meint ist. die an­pran­ge­rung der ver­hält­nis­se um zu­stim­mung und stim­men zu er­hei­schen, eine po­la­ri­sie­rung zwi­schen arm und reich? was wird ei­gemnt­lich ge­for­dert? die ab­schaf­fung der harz IV fra­ge­bö­gen oder die aus­wei­tung der fra­gen­ka­ta­lo­ge auch auf mil­lio­nä­re.

na gut, ich bin un­ge­recht. die an­wort ist klar. al­les ab­schaf­fen, ar­beits­lo­sen­geld zwei, harz vier, schrö­der und „sei­ne“ ar­beits­lo­sig­keit. ge­rech­tig­keit für alle, ver­mö­gens­steu­er für mil­lio­nä­re. fer­tig. die for­de­run­gen der de­li­gier­ten zer­ge­hen ei­nem alle wie sah­ne auf der zun­ge, aber beim run­ter­schlu­cken merkt man, dass sie nicht durch die spei­se­röh­re pas­sen. qua­si. 


vom links­par­tei­tag: dop­pelt ge­mop­pelt (teil 3)

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

ich woll­te es nur mal aus­pro­bie­ren und es funk­tio­niert: man dreht kom­plett durch wenn man auf der pres­se­büh­ne sitzt, ei­ner mit­tels mi­kro und ver­stär­ker sehr laut spre­chen­den red­ne­rin zu­hört und sich gleich­zei­tig den phoe­nix live-stream vom links­par­tei­tag an­guckt und an­hört. kaum aus­zu­hal­ten das. bringt ja auch nix.

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der stream hat üb­ri­gens ca. 20 se­kun­den lag, also zeit­ver­zö­ge­rung. 


vom links­par­tei­tag: al­les sehr wort­reich hier (teil 2)

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

ich weiss ja nicht viel über par­tei­ta­ge. im fern­se­hen gibt es im­mer son­der­sen­dun­gen von par­tei­ta­gen, meist ganz spät abends. der par­tei­tag selbst dient im fern­se­hen ei­gent­lich vor al­lem als hin­ter­grund um ei­nen a-blog­ger par­tei-leit­ham­mel zu in­ter­view­en und ein biss­chen rum­zu­mo­de­rie­ren.

der ei­gent­li­che sinn von par­tei­ta­gen — so­weit ich das nach 2 stun­den be­ur­tei­len kann — scheint aber die pro­duk­ti­on von wor­ten zu sein. es wer­den sehr, sehr vie­le wor­te in re­den ge­spro­chen, die­se wor­te wer­den bei man­chen red­nern auch auf pa­pier ge­druckt ver­teilt, zum nach­le­sen, wenn man zum bei­spiel aus den re­den ei­nen neu­en text ma­chen möch­te, für eine zei­tung oder ein web­log.

der wahl­kampf­ma­na­ger der links­par­tei, ein hei­se­rer herr ra­me­low hat mei­ne ver­mu­tung üb­ri­gens eben in sei­ner an­spra­che be­stä­tigt; er bat (wort­reich) dar­um nicht zu viel zu re­den (oder zu dis­ku­tie­ren), da­mit man „zü­gig“ zu er­geb­nis­sen kom­me. denn die­se er­geb­nis­se sol­len „so­fort“ nach dem par­tei­tag in 100 000den ex­em­pla­ren ge­druckt wer­den. der par­tei­tag ist also dazu da am ende eine art wort­samm­lung (wahl­pro­gramm) zu dru­cken.

ein wei­te­rer sinn von par­tei­ta­gen ist mög­lichst viel auf­merk­sam­keit zu er­re­gen. denn auf­merk­sam­keit hat wei­te­re wor­te zur fol­ge. ei­ner red­ne­rin ist be­reits auf­ge­fal­len, dass das be­reits im vor­feld ge­klappt hat. so­viel pres­se, so­vie­le ka­me­ras, das hät­te man noch nie ge­habt.

wer nun nicht auch noch mei­ne wor­te ha­ben will, kann sich ja mei­ne bil­der bei flickr vom links­par­tei­tag an­gu­cken 


live vom links­par­tei­tag, teil 1

felix schwenzel in artikel

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(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

un­bü­ro­kra­tisch sind sie ja, die lin­ken. blog­ger­ty­pisch, ohne an­mel­dung, ohne ah­nung, be­trat ich um 10 uhr das est­rell in ber­lin-neu­kölln um mir dort den links­par­tei.tag an­zu­schau­en. die akre­di­tie­rung be­stand aus der an­ga­be mei­ner „re­dak­ti­on“, mei­nes na­mens und mei­ner un­ter­schrift. drin. kei­ne si­cher­heits­schleu­se, kei­ne wei­te­ren kon­trol­len, da­für war das früh­stücks­buf­fet kos­ten­pf­lich­tig.

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die tisch­chen für die pres­se sind ent­we­der schon be­setzt oder mit jäck­chen, täsch­chen oder hand­tü­chern als be­setzt mar­kiert. also setz­te ich mich (hin­ten), rechts aus­sen auf ein be­su­cher­stühl­chen.

auf der büh­ne ein bi­zar­rer set­up, links das red­ner­pult rechts drei rei­hen hin­ter de­nen die wich­ti­ge­ren de­le­gier­ten wie ra­te­kan­di­da­ten in ei­ner fer­seh­show prä­sen­tiert wer­den. sehr fern­seh­ge­reccht.

im mo­ment re­det hans mod­row. an­fangs mach­te er so­gar zwei klei­ne, fre­ne­tisch auf­ge­nom­me­ne witz­chen; ir­gend­was mit ei­nem baye­ri­schen er­ho­lungs­klos­ter, in dem stoi­ber ir­gend­et­was beich­ten sol­le. jetzt zer­re­det er sich die letz­ten ver­blie­be­nen stimm­bän­der. was ihm an fes­tig­keit der stim­me fehlt, macht er mit dem blick gut. jetzt hat er den par­tei­tag er­öff­net.

uhh, so­eben er­fah­re ich, dass der par­tei­tag bis 18 uhr ge­hen soll und jetzt we­gen ei­nes an­trags noch­mal um eine hal­be stun­de ver­län­gert wird.

und jetzt be­sor­ge ich mir erst­mal ein wlan-pass­wort.

[sehr so­zia­ler preis, zwei stun­den 7,50 €] 


links­par­tei­tags­blog­gen

felix schwenzel , teil der sammlung: #wahl05

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ich sit­ze ge­ra­de im est­rel in ber­lin-neu­kölln. nein, noch nicht an der ho­tel­bar, son­dern beim par­tei­tag der links­par­tei.pds. so­lan­ge mein ak­ku­saft reicht und mein wlan ac­count, blog­ge ix im wahl­blog.de was es dort so zu se­hen gibt.

[nach­trag]
es sind 9 bei­trä­ge ge­wor­den und ich fra­ge mich ob ich das mor­gen aus dort­mund, von der cdu auch so ma­chen soll, oder al­les in ei­nen bei­trag rein­schrei­ben soll. die bil­der habe ich ge­fli­ckert und in die­ses set ge­legt.

mor­gen, wie ge­sagt, fah­re ich nach dort­mund und blog­ge von dort fürs wahl­blog.de. heir noch­mal dei bei­trä­ge von heu­te:


nach­trag 07.08.2026 aus mei­ner fo­to­me­dia­thek 


Tschö mit ö

dasnuf

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Ich wollt noch Tschüss sa­gen. War schön hier. Dan­ke Herr ix für die Gast­freund­lich­keit! Ich schät­ze, Sie und Ihre Le­ser wer­den die Herz­chen ver­mis­sen...
Ich gehe jetzt wie­der auf die rosa Sei­te. Wer ger­ne las, was ich schrieb, der ver­lin­ke mich, auf dass ich so be­kannt wer­de wie Herr ix, ins Fern­se­hen kom­me, Bü­cher ver­öf­fent­li­che und reich wer­de. 


blog­tausch be­en­det

felix schwenzel

so, jetzt schreib ix hier wie­der. dem­nächst. der frau nuf lass ich den zu­gang, viel­leicht schreibt sie ja noch­mal nen gas­t­ein­trag, falls sich je­mand über ein kat­zen­bild oder ei­nen wit­zi­gen ein­trag wun­dern soll­te mal nen blick in die au­toren-zei­le wer­fen. an­sons­ten sind sämt­li­che bei­trä­ge von frau nuf in die­ser ka­te­go­rie zu fin­den. 


Mehr als nur ei­ne Be­treff­zei­le

dasnuf

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Mail Per­son 1: Schau, ein Ita­lie­ner hat den PC er­fun­den.

Mail Per­son 2: Was ist dar­an neu? Wir Ita­lie­ner ha­ben al­les er­fun­den.
Das Auto, die Dampf­ma­schi­ne, die Spra­che über­haupt, das Feu­er... die Lis­te lie­ße sich un­end­lich fort­set­zen.
So­gar die ers­ten Men­schen im Welt­all wa­ren ei­gent­lich Ita­lie­ner! Man hat ih­nen, da­mit sie nach der Mond­be­ge­hung ein pa­pa­raz­zifrei­es Le­ben füh­ren kön­nen, an­de­re Na­men ge­ge­ben. Um ge­nau zu sein, es wa­ren kei­ne Ita­lie­ner, nein Si­zi­lia­ner.
Es wird Dich er­stau­nen, aber Je­sus war eben­falls Si­zi­lia­ner, so­wie alle Apos­tel Fi­scher und so­mit Si­zi­lia­ner wa­ren.
Da die Si­zi­lia­ner nichts mit den Stie­fe­lita­lie­nern zu tun ha­ben woll­ten, ha­ben sie schon sehr früh den Bag­ger er­fun­den, um die da­mals si­zi­lia­ni­sche Halb­in­sel vom Fest­land zu tren­nen. Glück­li­cher­wei­se sind die Nord­ita­lie­ner nicht so klug wie die Süd­ita­lie­ner und es ist ih­nen des­we­gen bis heu­te nicht ge­lun­gen eine Brü­cke nach Si­zi­li­en zu bau­en.

Der ers­te Hub­schrau­ber wur­de von da Vin­ci, der selbst­ver­ständ­lich auch Si­zi­lia­ner war, ent­wi­ckelt. Du musst wis­sen, da Vin­ci war schwul, was Si­zi­lia­ner nicht so ger­ne mö­gen. Da Vin­ci wur­de folg­lich des Lan­des ver­wie­sen (Um ihn un­auf­fä­lig aus Si­zi­li­en zu ent­fer­nen, wur­de die U-bahn er­dacht).
Dar­über hin­aus ha­ben die Si­zi­lia­ner er­fun­den : Was­ser, Erde, Luft, Nu­deln, See­fahrt, Sand­bän­ke.

Mail Per­son 1: Schatz, was hat­test Du zu Mit­tag? 


Ach­tung Frau­en­bei­trag: Kat­zen- und Mo­de­con­tent in ei­nem!

dasnuf

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Le­sen Sie zu­nächst Fräu­lein Ste zum Ein­stieg in das The­ma weib­li­che Klei­dungs­pro­ble­me:

...also ich bin dort ele­gant wie eine stadt­prin­zes­sin an­ge­kom­men und nach ei­nem tag war ich, egal wo und egal fuer wel­che an­ge­le­gen­heit und am ende egal was fuer eine tem­pe­ra­tur, wie rein­hold mess­ner am hi­ma­la­ia an­ge­zo­gen...

Wie im Ar­ti­kel da­vor be­reits er­läu­tert, sucht die Mo­de­indus­trie ver­zwei­felt nach We­gen uns Frau­en trotz der jah­res­zeit­un­ab­hän­gi­gen Käl­te deut­lich als Weib­chen er­kenn­bar zu ma­chen.
(Ach­tung Ein­satz Quell­po­li­zei!)
Die mo­de­be­wuss­te Fran­zö­sin sagt über deut­sche Frau­en, man kön­ne sie le­dig­lich an der Schrim­far­be er­ken­nen. Schwarz für die Männ­chen, bunt für die Weib­chen - an­sons­ten kei­ne op­tisch un­ter­scheid­ba­ren De­tails.
Ein wei­te­rer Aus­rut­scher in den Mo­de­emp­feh­lun­gen war letz­tes Jahr der Moon­boot:

Klassische Moonboots - der letzte Schrei!
Klas­si­sche Moon­boots - der letz­te Schrei!

Jetzt ist es tat­säch­lich so, dass die Dis­zi­plin zu Röck­chen und Pumps bei mi­nus 20 Grad le­dig­lich bis zum 20. Le­bens­jahr reicht.
Ir­gend­wann hat man es ein­fach satt per­ma­nent zu frie­ren und trägt so­gar Woll­un­ter­wä­sche.
Al­len Frau­en geht das so. Al­len? Nein, nicht al­len. Nord­west­lich von Deutsch­land gibt es die­se klei­ne In­sel und dort ha­ben die Frau­en et­was ge­fun­den, was sie ge­gen Mi­nus­gra­de im­mun macht. Je­des Mal, wenn ich dort bin, zie­he ich re­spekt­voll in­ner­lich den Hut vor den Da­men, die trotz des Eis­re­gens in Mi­ni­rö­cken auf Sti­let­tos durch die Ge­gend stak­sen.
Kenn je­mand das Ge­heim­nis?
Ich habe mal ge­le­sen, dass sog. Wolfs­kin­der tem­pe­ra­tur­un­emp­find­lich sind. Da­durch dass sie in der Wild­nis oder im Kel­ler ein­ge­sperrt auf­wach­sen, ent­wi­ckeln sich ihre Wär­me- und Käl­te­re­zep­to­ren nicht ord­nungs­ge­mäß. Ist das das Ge­heim­nis? Müs­sen wir un­se­re Töch­ter, da­mit sie, wenn durch die Kli­ma­ver­schie­bung in Deutsch­land zu­neh­mend das Kon­ti­nen­tal­kli­ma vor­herrscht, noch ver­hei­ra­tet wer­den kön­nen, in der Tun­dra aus­set­zen, um sie 16 Jah­re spä­ter wie­der ab­zu­ho­len? Oder gibt es Al­ter­na­ti­ven? 

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Der neue IKEA-Ka­ta­log ist da, na und?

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Der IKEA-Ka­ta­log. Auch die­ses Jahr wie­der eine Ent­täu­schung.
Wenn ich nur dar­an den­ke, mit wel­chem Auf­wand ich ihn mir "be­sorgt" habe! Ich lau­er­te tra­di­tio­nell tage- und näch­te­lang in un­se­rem Trep­pen­haus, schups­te eine Mit­be­woh­ne­rin, die mir gleich­tat, die Stu­fen her­ab, da­mit ich schnel­ler am Post­kas­ten bin und habe dem Post­bo­ten schon den gan­zen Juli Be­stechungs­gel­der zu­ge­steckt und dann die­se Ent­täu­schung!
Es fehlt dem IKEA-Ka­ta­log je­der Es­prit. Nicht ein Pro­dukt, wel­ches das kauf­be­rei­te Weib­chen rei­zen wür­de. Nicht mal Bett­wä­sche. Nur die­ser drecks­häss­li­che Land­haus­stil­scheiß. Wer will den so et­was? Und war­um gibt es kei­ne hel­len Mö­bel mehr? Wer will Ma­ha­go­ni­i­mi­tat und Ei­che rus­ti­kal? WEEEER???
Ich neh­me an, die ha­ben bei IKEA die Kom­pe­tenz­di­men­si­on Krea­ti­vi­tät und Ri­si­ko­be­reit­schaft kom­plett aus dem An­for­de­rungs­pro­fil der De­si­gner ge­stri­chen. Oder ei­ner der Vor­stand­mit­glie­der hat sei­ne straff­bu­si­ge Af­fä­re aus der Ab­tei­lung De­sign und neue Pro­duk­te zum Chef­de­si­gner be­för­dert ob­wohl die ei­nen Bil­dungs- und An­reiz­hin­ter­grund wie Vic­to­ria Hin­ter­schin­ken hat.
Ich spu­cke geis­tig aus vor so viel Ein­falls­lo­sig­keit. 


Un­er­wünsch­te Aus­beu­lun­gen

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Äs­the­tik­ver­stö­ße gibt es vie­le. Man­che wer­den so­gar Mode. So las ich ges­tern in ei­nem Frau­en­ma­ga­zin, dass es die­sen Herbst in ist, of­fe­ne San­da­len mit Strümp­fen zu tra­gen. Ver­mut­lich ist dies ein Phä­no­men des ver­patz­ten Som­mers, in dem Frau­en ihre hüb­schen San­da­len nicht zur Schau tra­gen konn­ten.
Ne­ben den ver­gäng­li­chen Ent­glei­sun­gen ei­ner ein­zel­nen Sai­son, gibt es dau­er­haf­te Ver­stö­ße ge­gen jede An­schau­lich­keit.
Bei Män­nern fiel mir heu­te früh wie­der das Ku­rio­sum des Geld­beu­tel­del­len­ge­sä­ßes un­an­ge­nehm auf. Ab­ge­se­hen von je­dem Ge­schmacks­emp­fin­den emp­fiehlt es sich oh­ne­hin nicht das Porte­mon­naie in der Ge­säß­ta­sche zu trans­por­tie­ren, da dies den ge­mei­nen als sol­ches Ta­schen­dieb ge­ra­de­zu ein­lädt.
Ich will nicht leug­nen, dass das Geld­ge­klaut­be­kom­men tat­säch­lich Pri­vat­sa­che ist. Das Schei­ße-Aus­se­hen hin­ge­gen nicht.
Vie­le Män­ner ha­ben Flach­po­pos und mei­nen des­we­gen an ge­nau die­ser Stel­le Platz für Le­der­täsch­chen zu ha­ben. Doch ob Flach­po­po oder nicht, das Ein­ste­cken des Geld­beu­tels in die hin­te­re Ho­sen­ta­sche ver­ur­sacht ein op­ti­sches Un­gleich­ge­wicht, wel­ches ich nicht se­hen möch­te. Es macht mich ner­vös. In mir regt sich ein Im­puls, ganz ähn­lich dem, der mich über­kommt, wenn ich Blis­ter­fo­li­en* sehe. Die will ich zer­drü­cken. Plop! Plop! So möch­te ich das mit den geld­beu­tel­ge­füll­ten Ho­sen­ta­schen auch ma­chen. Durch die U-Bahn­sta­ti­on lau­fen und Män­nern auf die Hin­ter­tei­le hau­en und da­bei den Kopf hin und her­wer­fen und da­bei ru­fen: „Nein! Nein! Nein!“.
Wenn die Beu­le nicht platzt, so häm­me­re ich im­mer hef­ti­ger auf den Po ein und wer­fe mich zu gu­ter letzt zu­ckend auf den Bo­den.
Weil das na­tür­lich nicht geht, habe ich stets ein Bil­der­buch da­bei, das ich auf­schla­ge und hin­einstar­re, wenn ich wie­der ei­nen die­ser Frev­ler sehe und da­bei man­tra­ar­tig mur­me­le: Nicht hin­schau­en, nicht hin­schau­en, nicht­hin­schau­en, nich­hin­schau­en [...] .

*Blis­ter­fo­lie ist das fal­sche Wort für das was ich mei­ne, was aber schnö­de „Luft­pols­ter­fo­lie“ ge­nannt wird. 


Die trau­ri­ge Ge­schich­te von Sa­bi­ne S.

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Ich er­zäh­le nun die er­fun­de­ne Ge­schich­te ei­ner jun­gen Frau, nen­nen wir sie Sa­bi­ne S., die in ei­nem Büro ar­bei­tet, in dem alle an­de­ren Frau­en (nicht na­ment­lich ge­nannt) weit über 50 sind.
Sa­bi­ne S. hat ei­nen ei­ge­nen Haus­halt. Da sie eine Putz­frau be­schäf­tigt, ist die­ser meis­tens in ei­nem hy­gie­ni­schen Zu­stand. Den­noch sieht ihre Woh­nung nie dau­er­haft aus, als sei sie fo­to­gra­fier­be­reit für "schö­ner woh­nen". Klei­dung liegt her­um, es wird nicht täg­lich ge­spült und manch­mal türmt sich im Flur das Alt­pa­pier. Sa­bi­ne S. wun­dert sich, wie Frau­en der Ge­ne­ra­ti­on ih­rer Mut­ter es schaf­fen, ihre Woh­nun­gen im­mer in top­form zu hal­ten.
Wenn sie sich an die Woh­nung der ei­ge­nen Mut­ter er­in­nert, kommt ihr nie ein Bild von Un­auf­ge­räumt­heit in den Sinn. Men­schen, wie Sa­bi­ne S. Bü­ro­kol­le­gin­nen ti­cken ähn­lich. Sie bü­geln so­gar Hand­tü­cher, So­cken und Un­ter­wä­sche.
Sa­bi­ne S. hat aus die­sem so­zia­len Druck her­aus auch schon mal ver­sucht ihre Tan­gas zu bü­geln. Die Tan­gas sa­hen da­nach aus wie da­vor, nur die Hän­de von Sa­bi­ne S., die wa­ren an ver­schie­de­nen Stel­len ver­brannt.
Sa­bi­ne S. ist ein nach­denk­li­cher Mensch und so fragt sie sich, wenn sie im Büro die sa­ni­tä­ren An­la­gen be­nutzt, wie es sein kann, dass sie dort im­mer wie­der so­ge­nann­te "Brems­spu­ren" ent­deckt. Sa­bi­ne S. ist ent­setzt. In der Ab­tei­lung gibt es kei­nen Kun­den­be­such, SIE hin­ter­lässt die­se Spu­ren nicht. Wer dann?
Die jun­ge Frau hat die Hy­po­the­se das Frau­en über 50, die 80% ih­rer Frei­zeit mit wa­schen, ko­chen und bü­geln ver­brin­gen, ihre Du­sche nach je­dem Ge­brauch ab­le­dern, alle zwei Tage staub­saugen, Licht­schal­ter po­lie­ren und Steck­do­sen rei­ni­gen, wäh­rend ih­rer Ar­beits­zeit all ih­ren zwang­haf­ten Sau­ber­keits­wahn los­las­sen und ein­fach mal ge­die­gen in die Por­zel­lan­schüs­seln ka­cken - al­les raus las­sen so­zu­sa­gen - sich dann nicht um­dre­hen und be­frie­digt an ih­ren Com­pu­ter zu­rück­keh­ren. 


An­gie ver­ab­schie­det sich mit Mu­sik

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An­ge­la Mer­kel darf den Rol­ling Stones Ti­tel An­gie ver­wen­den. Fin­de ich spit­ze, denn dann gibt es end­lich mal die von Hu­gon Egon Bal­der ge­for­der­te Ehr­lich­keit bei Po­li­ti­kern. Hier ei­ni­ge Text­aus­zü­ge:

An­gie, An­gie
Wann wer­den all die­se Wol­ken ver­schwin­den?
An­gie, An­gie
Wo­hin wer­den wir von hier aus ge­lei­tet wer­den?
(Fra­ge ich mich auch!)

Ohne Lie­be in un­se­ren See­len
und ohne Geld in un­se­ren Män­teln
Oh, du kannst nicht sa­gen, wir wä­ren zu­frie­den...
(Kanns­te auch nich, mit dem bö­sen Hartz IV und wo frü­her bei Hel­mut al­les bes­ser war!)

An­gie, An­gie
Oh, du kannst nicht sa­gen, wir hät­ten es nie ver­sucht
Oh, An­gie. Du bist wun­der­schön,ja...
(Schön­heit liegt ja im Auge des Be­trach­ters)

aber ist es nicht Zeit, dass wir uns jetzt ver­ab­schie­den?
(Is­ses in je­dem Fall, also schüss An­gie)

All die­se Träu­me, die wir so nahe bei uns hiel­ten, schei­nen sich in Rauch auf­ge­löst zu ha­ben
(Blü­hen­de Land­schaf­ten, kei­ne Steu­er­erhö­hung für die Wie­der­ver­ei­ni­gung, etc. pp.)

[...]
Oh An­gie, weinst du?
Dei­ne Küs­se schme­cken im­mer noch süß...
Ich has­se die­se Trau­er in dei­nen Au­gen...
aber An­gie, An­gie
ist es nicht Zeit, uns ver­ab­schie­den?...Ja...
(Doch, doooch! Tut weh, muss aber sein, echt ma)

[...]
Es gibt kei­ne Frau, die an dich her­an kommt.
(Ger­hard wür­de sa­gen: und das ist auch gut so)

[...]
An­gie, An­gie
Wäre es nicht schön zu le­ben?
An­gie, An­gie
Sie kön­nen nicht be­haup­ten, wir hät­ten es nicht ver­sucht...

Den Mar­ke­ting­hei­ni von An­ge­la wür­de ich feu­ern. Aber hey, viel­leicht hat sie ein­fach nur Hu­mor? 


A spi­der a day keeps the doc­tor away

dasnuf

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Lie­be weib­li­che Le­se­rin­nen, ich ga­ran­tie­re Ih­nen, dass Sie sich nach Lek­tü­re die­ses Bei­trags nie mehr arg­los nach dem Du­schen tro­cken rub­beln kön­nen:

Als ich heu­te mor­gen aus der Du­sche stieg und mich ab­trock­ne­te, ent­deck­te ich an mei­nem Bauch zwei aus­ge­ris­se­ne Spin­nen­bei­ne. Ver­wun­dert schau­te ich an mei­nem Kör­per her­ab und fand ein drit­tes an mei­nem Knie kle­ben. Dar­auf hin kam mir der ge­nia­le Ein­fall mal das Hand­tuch zu in­spi­zie­ren. Da war sie, die zer­rie­be­ne Spin­ne, die in mei­nem Hand­tuch näch­tig­te und ihr jä­hes Ende er­leb­te als ich mich ent­schloss, sie an mei­nem nack­ten Kör­per tot zu quet­schen. 


Re­gel­mä­ßi­ges küs­sen er­höht die Le­bens­er­war­tung

dasnuf

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Als ich heu­te Nacht zum wie­der­hol­ten Male um 3.00 Uhr auf­wach­te, mei­ne Woh­nung auf­ge­räumt, mei­ne Steu­er­erklä­rung 2004 fer­tig ge­stellt und ei­nen wei­te­ren teuf­li­schen Plan zum Er­gat­tern ei­ner 4-Zim­mer-Wo­hung ge­schmie­det hat­te, fiel mir in den fol­gen­den schlaf­lo­sen Stun­den auf, dass ich mehr Sport trei­ben soll­te.
Al­ler­dings ha­ben sich alle Ver­su­che, egal wie en­thu­si­as­tisch sie star­te­ten, nach ei­ni­ger Zeit als lang­wei­lig er­wie­sen.
Da fiel mir ein, dass ein Kuss den Kör­per so an­regt, wie 100 Me­ter jog­gen. Er bringt das Herz auf 150 Schlä­ge pro Mi­nu­te und lässt den Blut­druck auf 170 stei­gen.
Es ist also nur lo­gisch mehr zu küs­sen, statt wür­de­los schwit­zend durch Parks zu ren­nen.
In mei­nem Le­ben put­ze ich 2.737 Stun­den Zäh­ne, büg­le 1.300 Stun­den und ko­che so­gar 750 Stun­den Kaf­fee – ver­brin­ge aber nur 730 Stun­den mit Küs­sen. Die ab­so­lu­te Küss­häu­fig­keit kor­re­liert so­gar ne­ga­tiv mit dem Vor­han­den­sein ei­ner fes­ten Be­zie­hung. Mehr Küs­sen al­lei­ne stellt na­tür­lich kei­ne be­frie­di­gen­de Lö­sung dar. Wich­tig ist es, den An­teil des qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Küs­sens im Ver­lau­fe ei­nes Le­bens suk­zes­si­ve zu er­hö­hen.
Die meis­ten be­herr­schen das an­ge­neh­me Küs­sen mit zu­neh­men­dem Al­ter im­mer bes­ser (wie­der ein tol­ler Vor­teil des Al­ters). Das Ex­em­plar grau­en­er­we­cken­der Küs­ser scheint mir in der Be­völ­ke­rung oh­ne­hin re­la­tiv sel­ten vor­zu­kom­men.
Von mei­nen Er­fah­run­gen als Teen­ager ab­ge­se­hen, muss­te ich 28 wer­den, bis ich ei­nen Her­ren küss­te, der so un­fass­bar schlecht küss­te, dass ich es Mal um Mal nicht glau­ben konn­te. Er spitz­te bei je­dem Kuss sei­ne Lip­pen wie ein Vö­gel­chen und gab mir klei­ne Schmat­zer­chen, die sich an­fühl­ten wie zu­sam­men­ge­knüll­te Alu­fo­lie. Wenn er sei­ne Zun­ge ein­setz­te, leg­te er sie mir wie ein to­tes Tier in den Mund.
Das er­in­ner­te mich an eine wei­te­re Weis­heit mei­ner sehr viel jün­ge­ren Schwes­ter: Zun­gen­küs­se be­rei­ten das glei­che Ge­fühl wie Nackt­schne­cken ab­le­cken.
Glück­li­cher­wei­se habe ich nun schon seit län­ge­rem ei­nen sehr an­ge­neh­men, ja ge­ra­de­zu pro­fi­haf­ten Küs­ser an der sprich­wört­li­chen Hand.
Wenn ich aber an alle Fehl­ver­su­che der Ju­gend­zeit zu­rück­den­ke, so kommt mir vor al­lem eine Art von Man­gel­küs­ser in Er­in­ne­rung. Der so­ge­nann­te "Pro­pel­ler­küs­ser". Das sind Men­schen, die von sich selbst glau­ben be­son­ders auf­re­gend und ge­konnt zu küs­sen. Lei­der ist dies ein Irr­tum, denn das ein­zi­ge was sie tun, ist ihre Zun­ge ver­stei­fen um dann pro­pel­le­ri­mi­tie­rend im frem­den Mund­raum rum­zu­rüh­ren. Ich be­kom­me jetzt noch Gän­se­haut, wenn ich an die­se Küs­se den­ke.
Pfui! 

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Be­lie­ve!

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Ich las mal, dass es der Ame­ri­ka­ner als sol­ches sehr be­fremd­lich fin­det, wenn man be­haup­tet, dass man an nichts glaubt. Ihm ist es wich­tig, dass man an et­was glaubt. An ir­gend­was.
Ich kom­me den USA nun ent­ge­gen und be­ken­ne mich öf­fent­lich zu mei­nem Glau­ben an das flie­gen­de Spa­ghet­ti­mons­ter.
Al­len Un­gläu­bi­gen emp­feh­le ich die­sen Brief, al­len Geld­gie­ri­gen die­se Sei­te.

Quel­le: Herr Zwei­blum 


Was nutzt ei­nem das schöns­te Hin­ter­teil, wenn es doch so sel­ten spricht?

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Zum Fri­sör zu ge­hen, ist für mich je­des Mal ein klei­ner Ner­ven­kit­zel. Da ich ei­nen Pony habe, bleibt mir aber nichts an­de­res üb­rig als re­gel­mä­ßig dort hin zu ge­hen. Ich nut­ze die War­te­zeit we­nigs­tens kon­struk­tiv, in­dem ich, wie Wirt­schafts­ana­lys­ten Sta­tis­ti­ken und Ak­ti­en­kur­se durch­ge­hen, alle her­um­lie­gen­den GA­LAs und BUN­TEs lese. So blei­be ich, was den Adel und Pro­mis an­geht, stets auf dem neus­ten Stand.
Es kommt auch vor, dass ich so oft gehe (im­mer­hin ist Nach­schnei­den kos­ten­los), dass es für mich nichts Neu­es zu le­sen gibt. Spä­tes­tens dann be­gin­ne ich, die an­de­ren An­we­sen­den nä­her un­ter die Lupe zu neh­men.
Sehr viel Spaß macht es, Frau­en zu be­ob­ach­ten, wie sie sich ge­gen­sei­tig To­des­bli­cke zu­wer­fen, weil die eine ver­meid­lich schö­ner, schlan­ker oder gar blon­der als die an­de­re ist. Mach­te man es dun­kel, könn­te man mit Si­cher­heit knal­lend ex­plo­die­ren­de Blit­ze zwi­schen den Da­men se­hen.
Wäh­rend ich also die bös­ar­ti­gen Zit­ter­aal­wei­ber be­ob­ach­te, springt mich eine an­de­re, selt­sam an­mu­ten­de Be­son­der­heit an: der Fri­sö­rin­nen­po­po.
Der Fri­sö­rin­nen­po­po sieht bei al­len Fri­sö­rin­nen gleich aus. Sehr klein, sehr rund - fast wie ein Teen­ager­mäd­chen­po­po.
Das mag in ers­ter Li­nie dar­an lie­gen, dass die ge­mei­ne Fri­sö­rin ein ge­ra­de der Pu­ber­tät ent­wach­se­nes Mäd­chen ist. Das al­lei­ne kann aber nicht als aus­rei­chen­de Er­klä­rung gel­ten, denn auch noch im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter, also so mit 22 ha­ben die Frau­en die­ses Hand­werks noch die­se Rund­ge­sä­ße.
Ich fra­ge mich z.B., ob man dar­auf über­haupt sit­zen kann oder ob man auf­grund der Ku­gel­för­mig­keit stän­dig zur Sei­te kippt.
Noch in­ter­es­san­ter die Fra­ge: wo­her kommt der Dop­pel­sitz­ball?
Ich neh­me an, dass es sich um ein ähn­li­ches Phä­no­men wie bei den Storch­bei­nen der Jun­kies han­delt*. Da fragt man sich doch auch: Wa­ren die Jun­kies vor ih­rer Dro­gen­ab­hän­gig­keit le­dig­lich lei­den­schaft­li­che Trä­ger von Röh­ren­jeans und sind den Dro­gen nur ver­fal­len, weil sie die Schmer­zen, die die­se en­gen Ho­sen ver­ur­sa­chen, nicht mehr aus­hiel­ten oder wa­ren sie erst dro­gen­ab­hän­gig und ihr äs­the­ti­sches Emp­fin­den be­kam eine Stö­rung und sie tru­gen fort­an Röh­ren­jeans?
Bei den Fri­sö­rin­nen ist ähn­li­ches an­zu­neh­men. Ver­mut­lich ent­schei­den sich die Teen­ager­gören mit den be­son­ders klei­nen und run­den Po­pos schon in der sieb­ten Klas­se das Fri­sör­hand­werk zu er­ler­nen, denn je run­der der Po, des­to mehr Trink­geld vom männ­li­chen Kli­en­tel, des­to bes­ser las­sen sich Din­ge wie auf­ge­kleb­te Fin­ger­nä­gel etc. fi­nan­zie­ren.
Soll­te es aber doch an­ders her­um sein und das Fri­sö­rin­nen­sein zieht den run­den Arsch nach sich, soll­te die ein oder an­de­re flach­h­in­tri­ge Dame - wie sie un­ter den dau­er­ge­well­ten Ma­ger­blon­di­nen, die ger­ne eine oder mehr Stun­den am Tag im So­la­ri­um ver­brin­gen, vor­kommt- dar­über nach­den­ken, den ent­spre­chen­den Be­ruf zu er­grei­fen.

*Ach­tung Bes­ser­wis­ser! Holt Euch den Or­den, wenn Ihr wisst, von wem ich hier bös­wil­lig klaue! 



Stöck­chen am Mor­gen ver­treibt Kum­mer und Sor­gen

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Wie alt warst Du, als Du Dei­nen ers­ten Com­pu­ter Dein ei­gen nen­nen konn­test?
Ca. 10 Jah­re alt, evtl. so­gar jün­ger.

Was für ein Her­stel­ler/Mo­dell war das?
Na­tür­lich ein C 16 mit Da­ta­set­te.

Was war der Nach­fol­ger?
Mein ge­lieb­ter 3-86er, den ich bis ich 20 war hat­te.

Wie hieß Dein ers­tes Spiel?
Bubble Bob­ble. Es lief über Da­ta­set­te und ich fand Jah­re spä­ter raus, dass es auch ein 2. Le­vel gibt.

Wie viel Joy­sticks hast Du schät­zungs­wei­se durch Spie­len ver­braucht?
Min­des­tens 5. Es gab ja die­se her­vor­ra­gen­den Spie­le wie Win­ter- (oder Sum­mer-)olym­pics, bei de­nen man das Ding wie irre hin- und her­rüt­teln muss­te, um schnell zu lau­fen oder weit zu wer­fen.

Wie hie­ßen/hei­ßen Dei­ne drei liebs­ten Com­pu­ter­spie­le?
Ich glau­be, Gi­an­na Sis­ters und dann die Pic­tu­re Ad­ven­tures von Lu­ca­sA­rts. Ganz vor­ne Mon­key Is­land. Nie wer­de ich ver­ges­sen, wie ner­vös ich war, als das 600. Mal die Fra­ge ge­stellt wur­de "Bist Du ganz si­cher, dass Du den Pa­pa­gei­en­kä­fig öff­nen willst?". Hoch lebe Guy­brush Th­reep­wood!
Sehr spät dann Day of the Ten­ta­cle. Ich ver­brach­te Näch­te da­mit her­aus­zu­be­kom­men, wie man das Pferd so lang­weilt, dass es ein­schläft und dann das Ge­biss raus­nimmt, da­mit man das neh­men und an ei­nen al­ten Mann ver­kau­fen könn­te.
Die Lö­sung lau­te­te: man lese ihm aus ei­nem Phy­sik­buch vor. Mein Gott! Frü­her gab es noch kein In­ter­net, da muss­te man auf sol­che Din­ge selbst kom­men.

Wie viel Stun­den ver­bringst Du heu­te noch mit Com­pu­ter­spie­len?
Also so durch­schnitt­lich, ja? Grob ge­schätzt 0 Stun­den pro Wo­che. Mir ist das al­les zu high­tech­bal­ler­mä­ßig. Das letz­te Spiel was mich tat­säch­lich be­geis­tern konn­te, wa­ren die Sims. Al­ler­dings wur­de ich um­ge­hend down­load­ab­hän­gig. Ir­gend­wel­che flei­ßi­gen Bast­ler ha­ben näm­lich Fens­ter, Ta­pe­ten, Mö­bel etc. selbst ge­bas­telt. Ich be­sorg­te mir ein Cheat und wur­de zum be­ses­se­nen In­nen­ar­chi­tek­ten. Das Spiel selbst war mir zu an­stren­gend, weil mei­ne Fi­gu­ren sich im­mer lang­weil­ten, star­ben, sich in die Hose mach­ten, die Kin­der vom So­zi­al­dienst ab­ge­holt wur­den, die Paa­re sich trenn­ten, alle an Hams­ter­grip­pe ver­star­ben, ge­feu­ert wur­den, ver­arm­ten oder den gan­zen Tag schlie­fen.

Das Stöck­chen geht an die Her­ren Klei­nes F, Herrn Dah­l­mann und Mar­cus dies­mal mit c und alle Kin­der, die ger­ne Com­pu­ter­spie­le mö­gen.

P.S. Alle, die ger­ne wie­der spie­len wol­len, kau­fen sich ei­nen Com­mo­do­re 64 DTV. 
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