alles




@tomth@wien.rocks sehr un­ter­schied­lich. in den letzten 6 monaten hab ich ho­me­as­sistant mehr oder weniger allein gelassen, ausser mich ge­le­gent­lich um lifecycle gedöns zu kümmern. das grund­rau­schen (bat­te­rie­wech­sel, kleine probleme beheben) ist dann nicht mehr als 1-2 stunden pro woche.

aber grössere updates mit breaking changes, umbauten (wie den zigbee-coor­di­na­tor zu wechseln kürzlich) oder neue schnaps­ideen, können den wo­chen­auf­wand dann auch schnell mal auf 10 bis 20 stunden steigen lassen.



24, 30, 1, 359

felix schwenzel in über wirres

heu­te ist im fuss die­ser web­sei­te der satz

hier schreibt fe­lix schwen­zel seit 24 jah­ren ger­ne ins in­ter­net (ei­gent­lich seit 30 jah­ren).

von 23 auf 24, bzw. 29 auf 30 um­ge­sprun­gen, weil der ers­te ar­ti­kel den ich hier ver­öf­fent­licht habe vom 20.04.2002 ist. mir sind die­se jah­res­ta­ge ei­gent­lich nicht wich­tig, aber sta­tis­ti­ken mag ich ger­ne. des­halb be­tä­ti­ge ich mich mal eben als sta­tis­tik-chro­nist.

wahr­schein­lich wäre es mitt­ler­wei­le bes­ser, un­ten hin­zu­schrei­ben, dass ich jetzt schon „sehr lan­ge“ ins in­ter­net schrei­be. bei sol­chen zeit­räu­men ist der ge­naue tag dann auch ir­gend­wann egal, so wie mir die ka­len­da­ri­schen ko­or­di­na­ten mei­ner ge­burts­ta­ge nach fast 60 jah­ren mitt­ler­wei­le auch egal sind.

kir­by nut­ze ich jetzt auch be­reits seit über ei­nem jahr („hal­lo kir­by“). ich be­reue den um­stieg nicht, im ge­gen­teil, kir­by ist mir je­den tag er­neut eine gros­se freu­de.

was ich jetzt auch seit fast ei­nem jahr ma­che: je­den tag et­was ver­öf­fent­li­chen. der streak ist mitt­ler­wei­le 359 tage lang. die an­zahl-der-posts-über­sicht­gra­fik auf der rück­sei­te ist mitt­ler­wei­le ohne schwar­ze punk­te.

anzahl-der-posts-übersichtgrafik von der rückseite

be­mer­kens­wert an der gra­fik ist ei­gent­lich nichts, aus­ser dass man kaum mus­ter er­ken­nen kann wie und wann ich wie viel ver­öf­fent­li­che. man er­kennt al­ler­dings ein clus­ter zwi­schen mai und juni: re­pu­bli­ca. so er­kennt man: noch vier wo­chen bis zu #rp26. das mi­ni­ma­lis­ti­sche de­sign die­ses jahr ge­fällt mir sehr gut, hier mei­ne „spea­k­er-sei­te“ für die­ses jahr. ende der durch­sa­ge. 



Scotch: A Golden Dream (2018) gesehen

bei amazon nur auf deutsch verfügbar, trotzdem gut ansehbar. wieder eine er­in­ne­rung dass whisky nicht wirklich aus gerste, wasser, hefe und zeit gemacht wird, sondern aus er­zäh­lun­gen und ge­schich­ten. viele ge­schich­ten­er­zäh­ler kommen zu wort und ich mag die ge­schich­ten die die schotten über dieses getränk erzählen. trotzdem ein bisschen lang­wei­lig. 

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ver­wir­rung, un­si­cher­heit, di­let­tan­tis­mus

felix schwenzel in notiert

ma­xi­mi­li­an bud­den­bohm hat heu­te (un­ter an­de­rem link­werk) die­ses vi­deo emp­foh­len.

YouTube Video Vorschaubild youtube-video laden, info, direktlink

Bei Open­Cul­tu­re, wo man sich oh­ne­hin pau­sen­los kom­plett und lan­ge ver­lie­ren kann, fand ich ein ani­mier­tes Vi­deo (8 Mi­nu­ten), in dem die The­sen und das Le­ben von Fou­cault er­läu­tert wer­den. Und nach kur­zer Zeit ka­men mir die­se Ani­ma­tio­nen im­mer an­zie­hen­der vor. Es macht Spaß, die Ef­fek­te beim Text mit­zu­den­ken, und es wür­de si­cher auch Spaß ma­chen, an so et­was mit­zu­ar­bei­ten. Zum In­halt des Vi­de­os aber bit­te auch die kun­di­gen Kom­men­ta­re dar­un­ter be­ach­ten, es gibt eine Falsch­aus­sa­ge.

ich fand das vi­deo, trotz der der un­ge­nau­ig­kei­ten, sehr lehr­reich. mich er­in­nert das un­ter an­de­rem an mei­ne frü­he ju­gend, in der ich ein stern-son­der­heft über ver­schie­de­ne phi­lo­so­phen las. wie im­mer mit se­kun­där oder ter­zi­är-quel­len schlei­chen sich beim zu­sam­menfas­sen und run­ter­ko­chen von kom­ple­xen sach­ver­hal­ten feh­ler oder un­ge­nau­ig­kei­ten ein. das ist nicht erst seit LLMs so. trotz­dem hel­fen sol­che ge­kürz­ten und ver­ein­fach­ten zu­sam­men­fas­sun­gen sehr da­bei ei­nen über­blick über, zum bei­spiel, ei­ni­ge be­rei­che der phi­lo­so­phie zu ge­win­nen.

aus­ser­dem hat der you­tube al­go­rith­mus sich ge­merkt, dass ich die­ses vi­deo gut fand und mir heu­te abend ein wei­te­res vi­deo aus die­ser rei­he vor­ge­schla­gen.

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das fand ich fast noch hilf- und lehr­rei­cher als das vi­deo über fau­cault. denn es fasst ei­nen der kern­punk­te von der­ri­das phi­lo­so­phie wie folgt zu­sam­men:

Be­ing con­fu­sed and un­cer­tain around such con­cepts is­n't a sign of we­ak­ne­ss or stu­pi­di­ty. It is for Der­ri­da the cen­tral mark of ma­tu­ri­ty. Der­ri­da's ta­c­tic was to glamo­ri­ze this con­di­ti­on and to give it a po­si­ti­ve ring, which is why he brought back into use a beau­tiful Greek word: Apo­ria.

Apo­ria, mea­ning im­pas­se or puz­zle­ment. He was pro­po­sing Apo­ria as a sta­te we should feel proud to know and to vi­sit on a re­gu­lar ba­sis. Con­fu­si­on and doubt and not em­bar­ras­sing dead ends in a Der­ride­an world view. They'­re sim­ply evi­dence of the adult­hood of the mind.

schö­ner kann man es kaum aus­drü­cken, war­um ich die­se web­sei­te wir­res.net nen­ne. und wenn ich das rich­tig ver­ste­he lie­fert der­ri­da auch den phi­lo­so­phi­schen un­ter­bau des hier von mir kon­se­quent prak­ti­zier­ten di­let­tan­tis­mus: als di­let­tant nä­hert man sich the­men nicht pro­fes­sio­nell, son­dern aus neu­gier und im bes­ten fall aus lei­den­schaft (vom ita­lie­ni­schen di­let­ta­re = sich er­freu­en).

ich bin jetzt nur un­si­cher wem ich grös­se­re dank­bar­keit schul­de: ma­xi­mi­li­an oder dem you­tube-al­go­rith­mus?