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links vom 25.05.2014

felix schwenzel

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  zeit.de/zeit­ma­ga­zin: Proust-Fra­ge­bo­gen für Blog­ger (112)   #

an­dré krü­ger auf die fra­ge, was ihn an sich selbst am meis­ten stö­re:

Mei­ne Au­gen ju­cken ge­ra­de fürch­ter­lich. Ich glau­be, ich habe Heu­schnup­fen. Dar­über hin­aus be­trübt mich mein un­voll­kom­me­nes Aus­se­hen, mein be­schei­de­ner In­tel­lekt und mei­ne un­zu­läng­li­che Aus­stat­tung mit fi­nan­zi­el­len Mit­teln.

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  ant­je­sch­rupp.com: Angst vor Ent­zün­dun­gen oder: Why ch­an­ge a run­ning sys­tem?   #

ant­je schrupp (un­ter an­de­rem) über frei­heit:

Ich ver­ste­he des­halb un­ter Frei­heit auch nicht, dass ich nicht mehr von äu­ße­ren Ein­flüs­sen be­stimmt und ge­prägt bin, son­dern dass ich in­ner­halb die­ser Ver­hält­nis­se mei­nen ei­ge­nen Wün­schen und Vor­stel­lun­gen fol­ge (und nicht den Vor­ga­ben an­de­rer, zum Bei­spiel, um Kon­flik­te zu ver­mei­den). Frei­heit ent­steht für mich aus ei­ner in­ne­ren Hal­tung, sie ist eine po­li­ti­sche Pra­xis im Um­gang mit der „Welt, so wie sie nun ein­mal ist“ und ist nicht ein Ziel, das sich erst dann er­rei­chen lässt, wenn die Welt ganz an­ders ge­wor­den ist. Oder an­ders ge­sagt: (aus­ge­üb­te) Frei­heit ist die Vor­aus­set­zung da­für, dass die Welt sich zum Bes­se­ren ver­än­dert, nicht an­ders her­um.

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  wa­shing­ton­post.com: In dogs' play, re­se­ar­chers see ho­nes­ty and de­ceit, per­haps so­me­thing like mo­ra­li­ty   #

ob­wohl hun­de­be­sit­zer seit ein paar tau­send jah­ren fest­stel­len, dass hun­de ge­füh­le und em­pa­thie be­sit­zen, glau­ben wis­sen­schaft­ler das erst, wenn sich je­mand mit ei­nem weis­sen kit­tel auf­nah­men von spie­len­den hun­den in zeit­lu­pe an­sieht.

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  ev­grie­ve.com: Glass­ho­les, Goog­le Web Search, and Goog­le Plus   #

schwie­ri­ge ge­menge­la­ge, ein kon­zern der pro­duk­te auf den markt wirft, die man­chen men­schen un­be­ha­gen be­rei­ten, nut­zer die glau­ben, dass men­schen die un­be­ha­gen ge­gen­über die­sen pro­duk­ten doof, un­wis­send oder un­ge­bil­det sind und ein star­kes sen­dungs­be­wusst­sein ha­ben und al­go­rit­men, die ent­ge­gen al­ler be­teue­run­gen, die ei­ge­nen pro­duk­te in such­ergeb­nis­sen be­vor­zu­gen.

was ganz an­de­res: wie wür­de man glass­ho­le am bes­ten über­set­zen? glass­loch oder glarsch­loch?


[Wer­bung] Kuh­traits

felix schwenzel

Wenn man sich so auf Ebay um­guckt könn­te ei­nem der Ge­dan­ke kom­men, dass Por­traits von Kü­hen ein gros­ses Ding sind. Je­den­falls ein grös­se­res Ding als, Por­traits von Fern­se­hern.


[Für die Er­stel­lung und Be­wer­bung von ein paar Ebay-Kol­lek­tio­nen habe ich ein (pau­schal) Ho­no­rar be­kom­men. Et­was mehr zu den Ebay-Kol­lek­tio­nen habe ich hier ge­schrie­ben.]


na­vid ker­ma­ni über deutsch­land

felix schwenzel

star­ke, sehr, sehr tol­le rede von na­vid ker­ma­ni im deut­schen bun­des­tag. lenz ja­cob­sen über­schlägt sich in der zeit vor lob, völ­lig zu recht, und ich bin si­cher, dass das lob in den nächs­ten ta­gen nicht ab­eb­ben wird.

die rede ist hier im wort­laut nach­zu­le­sen und hier kann man sie sich an­se­hen (ker­ma­ni fängt so un­ge­fähr bei 17 mi­nu­ten an zu re­den).

ich habe mir zwei zi­ta­te raus­ge­pickt, die ich be­son­ders gut fand, was na­tür­lich kei­ne su­per-tol­le idee ist, weil die rede na­tür­lich nur im gan­zen funk­tio­niert (und mir im gan­zen sehr aus dem her­zen spricht):

Wie froh müs­sen wir sein, daß am An­fang der Bun­des­re­pu­blik Po­li­ti­ker stan­den, die ihr Han­deln nicht nach Um­fra­gen, son­dern nach ih­ren Über­zeu­gun­gen aus­rich­te­ten.

Die­ser Staat hat Wür­de durch ei­nen Akt der De­mut er­langt.



links vom 23.05.2014

felix schwenzel

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  be­gleit­schrei­ben.net: Es ist ein Jam­mer   #

wun­der­bar dif­fe­ren­zier­te aus­ein­an­der­set­zung mit dem öl und sand in un­se­ren ge­sell­schaft­li­chen ge­trie­ben von gre­gor keu­sch­nig:

Eine Ge­sell­schaft ist auf brei­ten Kon­sens an­ge­wie­sen. Die­ser muss her­bei­ge­führt wer­den, zur Not im po­li­ti­schen Streit. Dies ge­schah bei­spiels­wei­se in den 1970er Jah­re of­fen und po­la­ri­sie­rend, wenn es um die neue Ost­po­li­tik und die auf­ge­stau­ten Mo­der­ni­sie­rungs­de­fi­zi­te der Ge­sell­schaft ging. Die­se Po­li­tik wur­de von Wi­der­stän­den be­glei­tet. Brandts Spruch, mehr De­mo­kra­tie wa­gen zu wol­len, führ­te am Ende zur Ak­zep­tanz sei­ner Po­li­tik. Der po­li­ti­sche Geg­ner ak­zep­tier­te dies; der Kon­flikt wur­de aus­ge­tra­gen un­ter Be­tei­li­gung des Bür­gers. Die heut­zu­ta­ge von den so­ge­nann­ten Po­pu­lis­ten oft­mals ins Feld ge­führ­ten »schwei­gen­den Mehr­hei­ten« schwie­gen nicht: sie wur­den be­fragt. Die Po­li­tik stell­te sich dem Er­geb­nis - mit dem Ri­si­ko des Schei­terns.

Zu Be­ginn der 1980er Jah­ren än­der­te sich die­ser Stil. Die Po­li­tik such­te für sei­ne gro­ßen Vor­ha­ben kei­nen brei­ten Kon­sens mehr, son­dern prak­ti­zier­te mehr und mehr ei­nen gut mei­nen­den Pa­ter­na­lis­mus. Alle grund­sätz­li­chen Ent­schei­dun­gen über Pro­jek­te in­ner­halb der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft bzw. spä­ter Eu­ro­päi­schen Uni­on wur­den nicht im ge­sell­schaft­li­chen und po­li­ti­schen Dis­kurs er­ör­tert, son­dern de­kre­tiert.

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  ste­fan-nig­ge­mei­er.de: Wie Hans-Ul­rich Jör­ges in ei­ge­ner Sa­che ge­gen die EU wet­tert   #

in den kom­men­ta­ren zu die­sem ar­ti­kel ist chris­toph kee­se sehr auf­ge­bracht und meint ste­fan nig­ge­mei­er habe un­fair kri­ti­siert. sehr lus­tig ist aber, dass kee­se im lau­fe sei­nes zwei­ten oder drit­ten kom­men­tars hans-ul­rich jör­ges be­schei­den­heit un­ter­stellt. sehr gros­ses kino.

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  zeit.de: Dol­ly Par­ton: "Ich will Trash sein"   #

ju­dith ho­lo­fer­nes singt eine ode auf dol­ly par­ton. na­tür­lich völ­lig zu recht. neu auf mei­ner you­tube-watch­list: Dol­ly Par­ton Pla­ti­num blon­de von der BBC.

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  n24.de: Stu­dio Fried­man: In­ter­net, Da­ten­schutz und Pri­vat­sphä­re: Wie ge­fähr­lich ist Goog­le?   #

mi­chel fried­man ist sehr stolz dar­auf, sich nicht für de­tails zu in­ter­es­sie­ren, son­dern fürs gan­ze. wenn man die 20 mi­nu­ten rum­schreie­rei durch­hält, er­kennt man in je­dem satz fried­mans, dass sei­ne vor­ur­tei­le und über­zeu­gun­gen nicht von „die­sen de­tails“ tan­giert wer­den. nicht im ge­rings­ten. eine gräss­li­che sen­dung.

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  jimll­pain­tit.tumb­lr.com: Dear Jim, Plea­se paint …   #

Dear Jim,

Plea­se paint a pic­tu­re of Da­vid At­ten­bo­rough sit­ting proud­ly atop a gre­at white shark which has so­mehow evol­ved legs and is win­ning the men's 400 met­re hurd­les ha­ving ea­ten the other ath­le­tes.

Many thanks,

Jess

/bo­ing­bo­ing.net


links vom 22.05.2014

felix schwenzel

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  you­tube.com: Ho­ward Stern & Amy Schu­mer   #

ben­ja­min ni­ckel:

Ich mag Amy Schu­mer.
Ein In­ter­view, dass in sei­ner Of­fen­heit in Deutsch­land wahr­schein­lich so nicht denk­bar wäre. (Und in den USA wahr­schein­lich auch nur bei Ho­ward Stern.)

die­ses in­ter­view ist in deutsch­land vor al­lem des­halb nicht mög­lich, weil es in deutsch­land nie­man­den gibt wie ho­ward stern und amy schu­mer. oder hab ich was über­hört?

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  spie­gel.de: NSA und Über­wa­chung, Sa­scha-Lobo-Kom­men­tar: Nicht nur ein US-Pro­blem   #

den wir hö­ren bei­des, „Coun­try und Wes­tern“ witz hab ich auch schon seit ewig­kei­ten nicht mehr ge­hört. ver­steht den über­haupt noch je­mand?

(die­sen lobo emp­feh­le üb­ri­gens nicht nur ich, son­dern auch pe­ter schaar)

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  blog.bor­row­field.de: Spon­tan­ver­liebt­hei­ten   #

so sieht ein „Bumm­sin­chen“ aus.

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  twit­ter.com/Adri­an­Chen: The wall of 3D-prin­ted ro­bo­tic ...   #

ah! eine pim­mel­pa­ra­de!

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  netz­po­li­tik.org: Di­gi­ta­le Zi­vil­cou­ra­ge ver­ur­teilt - Wau Hol­land sam­melt Spen­den für „Pay­Pal 14“   #

für die pay­pal14 kann man auch per pay­pal spen­den.

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  the­guar­di­an.com: Neil Gai­man shares his per­spec­ti­ves of Sy­ri­an re­fu­gees in Jor­dan - in pic­tures   #

neil gai­man:

I am struck by how fra­gi­le ci­vi­liza­ti­on is. Even if the war was over many peo­p­le could­n't go home im­me­dia­te­ly be­cau­se home is­n't the­re. So­me­ti­mes the house that peo­p­le li­ved in is­n't the­re. So­me­ti­mes the town or dis­trict is­n't the­re. Things that you think of as be­ing so per­ma­nent are fra­gi­le and per­meable. And I'm as struck by the things that you think of as fra­gi­le, like peo­p­le, be­ing so tough and so re­si­li­ent. The­se peo­p­le have en­du­red tra­ge­dies and or­deals that are al­most un­thinkable. And yet they are smi­ling. The­se peo­p­le are re­si­li­ent. Peo­p­le are re­si­li­ent. So it's a sort of weird ball of fra­gi­li­ty and re­si­li­ence. How in­cre­di­bly fra­gi­le are the sys­tems wi­thin which we exist.

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  eri­cyahn­ker.com: Wre­cking Ball - Eric Yahn­ker   #

hihi.



links vom 21.05.2014

felix schwenzel

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  me­di­um.com: Ever­y­thing Is Bro­ken   #

quinn nor­ton weist auf die kom­ple­xi­tät und ge­fähr­lich­keit der welt hin, ins­be­son­de­re der welt, die wir uns mit hil­fe von com­pu­tern zu­sam­men­ge­den­gelt ha­ben.

The same hu­man im­pul­se that has kept lot­te­ries ali­ve for thou­sands of ye­ars keeps peo­p­le fight­ing the man against the long odds. “May­be I'll get away with it, might as well try!"

sehr frus­trie­rend, sehr wahr, aber nichts des­to trotz, so wars schon im­mer. die welt, das le­ben war im­mer schon ge­fähr­lich. mal mehr, mal we­ni­ger.

mich er­in­ner­te der ar­ti­kel an ein aha-er­leb­nis vor un­ge­fähr 17 oder 18 jah­ren, als ich auf ei­nem uni­ver­si­täts­rech­ner eine php-fo­rum-soft­ware in­stal­lier­te und mich der ad­min frag­te, wie ich si­cher sein kön­ne, bei tau­sen­den von zei­len PHP-code, dass die soft­ware si­cher und feh­ler­frei sei. we­der war ich si­cher, dass die soft­ware si­cher oder feh­ler­frei war (war sie na­tür­lich nicht, ist sie auch heu­te nicht), noch bin ich si­cher, wie ich je­mals über ir­gend­was si­cher sein kann. ich glau­be eine un­se­rer her­aus­ra­gen­den ei­gen­schaf­ten als men­schen ist, dass wir sehr gut ein ge­wis­ses mass an un­si­cher­heit aus­hal­ten kön­nen. die­se ei­gen­schaft soll­ten wir ste­tig trai­nie­ren.

quinn nor­tons fa­zit lau­tet:

Com­pu­ters don't ser­ve the needs of both pri­va­cy and coor­di­na­ti­on not be­cau­se it's so­mehow ma­the­ma­ti­cal­ly im­pos­si­ble. The­re are ple­nty of sche­mes that could fe­de­ra­te or safe­ly en­crypt our data, ple­nty of ways we could re­gain pri­va­cy and make our com­pu­ters work bet­ter by de­fault. It is­n't hap­pe­ning now be­cau­se we ha­ven't de­man­ded that it should, not be­cau­se no one is cle­ver en­ough to make that hap­pen.

So yes, the ge­eks and the exe­cu­ti­ves and the agents and the mi­li­ta­ry have fu­cked the world. But in the end, it's the job of the peo­p­le, working tog­e­ther, to un­fuck it.

ne­ben vie­len klu­gen klei­nen und gros­sen ge­dan­ken (un­ter an­de­rem, für uns alle ist das in­ter­net und das ding mit der si­cher­heit nach wie vor #neu­land) und noch ein an­de­rer, in­ter­es­san­ter ge­dan­ke:

Af­ter spen­ding some time with [the In­tel­li­gence Com­mu­ni­ty, who call them­sel­ves the IC], I am pret­ty sure I un­der­stand why they don't care about the com­plai­ning. The IC are some of the most sur­veil­led hu­mans in histo­ry. They know ever­y­thing they do is gone over with a fine-toot­hed comb -- by their peers, their bos­ses, their la­wy­ers, other agen­ci­es, the pre­si­dent, and so­me­ti­mes Con­gress. They live wat­ched, and they don't com­plain about it.

/dirk liedt­ke

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  10000flies.de: Hef­tig fast so stark wie Spie­gel und Bild zu­sam­men.   #

die meis­ten nen­nen die über­schrif­ten von hef­tig.co click-baits, klick­fal­len oder like­fal­len. emo­tio­nal auf­ge­la­de­ne über­schrif­ten, die neu­gie­rig ma­chen sol­len. mein pro­blem mit den über­schrif­ten ist das pa­thos. ich finds ek­lig. eine über­schrit wie

Die­se Frau muss­te viel er­lei­den und ihr Lä­cheln ist un­ge­wöhn­lich. Der Grund ist ein­fach über­wäl­ti­gend.

oder der un­ter­ti­tel der sei­te

Din­ge die wich­tig sind. Er­zähl' sie wei­ter!

ekeln mich, weil al­les dar­an falsch ist und dar­auf an­ge­legt un­se­re schwä­che für pa­thos aus­zu­beu­ten. letz­tes jahr hat sa­scha lobo auf der re­pu­bli­ca zu mehr pa­thos und wut auf­ge­ru­fen. ich rufe: wir müs­sen pa­thos be­kämp­fen und lä­cher­lich ma­chen wo es nur geht. wir brau­chen post­pa­thos.

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  ste­fan-nig­ge­mei­er.de: Wol­len wir Jour­na­lis­mus nur be­zah­len, wenn wir ihn hin­ter Git­ter brin­gen?   #

ja, ich hät­te kraut­re­por­ter auch un­ter­stützt, wenn ste­fan nig­ge­mei­er das ein­zi­ge re­dak­ti­ons­mit­glied ge­we­sen wäre.

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  car­ta.info: Nie wie­der zwei­te Liga! An­mer­kun­gen zum Pro­jekt Kraut­re­por­ter   #

schö­ne ana­lo­gie von wolf­gang mi­ch­al:

Durch die über­ra­schen­de Di­men­si­on des Pro­jekts - im Ver­gleich zu den er­hoff­ten 900.000 Euro Start­ka­pi­tal wa­ren alle bis­he­ri­gen Ver­su­che, un­ter­schied­li­che Spie­ler-Per­sön­lich­kei­ten un­ter ei­nen ge­mein­sa­men On­line-Hut zu brin­gen, klei­ne­re Vor­übun­gen - könn­te sich erst­mals ein ernst zu neh­men­der Blog­ger-Markt mit ent­spre­chen­den Markt­wer­ten und Ab­lö­se­sum­men bil­den. Das spü­ren wohl auch die Kri­ti­ker, die jetzt nör­gelnd auf der Er­satz­bank sit­zen oder nicht ins Team ge­wählt wur­den (kei­ne Sor­ge, es soll wei­te­re Zu­käu­fe ge­ben). Doch die Fo­kus­sie­rung auf den Spie­ler- und Trai­ner­markt - nicht auf den In­halt - macht das Pro­jekt auch fra­gil, fil­ter­b­ab­be­lig und leicht an­greif­bar. Die Be­tei­lig­ten wer­den eine hohe Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz brau­chen.

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  ta­ges­an­zei­ger.ch: «Ihr habt ver­sagt»   #

con­stan­tin seibt hat sa­scha lo­bos re­pu­bli­ca-rede ab­ge­tippt oder ab­tip­pen las­sen und ge­kürzt. ich habs selbst ge­macht. /ralf heimann

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  qlod.org: Ich setz mich wie­der hin.   #

nil­zen­bur­ger ist ge­nervt. ich glau­be er müss­te ein­fach mal sei­ne fil­ter rei­ni­gen las­sen.

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  spie­gel.de: Stein­mei­er brüllt Mon­tags­de­mo auf Alex­an­der­platz in Ber­lin nie­der   #

der spie­gel (on­line) über ei­nen wahl­kampf­auf­tritt von frank-wal­ter stein­mei­er auf dem alex­an­der­platz:

"Weil wir den Frie­den wol­len, dür­fen wir es euch nicht so ein­fach ma­chen: Die Welt be­steht nicht nur auf der ei­nen Sei­te aus Frie­dens­en­geln und auf der an­de­ren Sei­te aus Bö­se­wich­ten", brüllt Stein­mei­er mit hoch­ro­tem Kopf. "Die Welt ist lei­der kom­pli­zier­ter."

den hoch­ro­ten kopf sehe ich nicht. stein­mei­er ver­liert nicht eine se­kun­de lang die con­ten­an­ce. er re­det ein biss­chen lau­ter als zum bei­spiel im fern­se­hen, aber un­ge­fähr ge­nau­so laut wie er im­mer re­det wenn er hin­ter ei­nem po­di­um steht.

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  thi­sisnt­hap­pi­ness.com: Un­der the veil   #

ver­schlei­er­te stei­ne.




links vom 20.05.2014

felix schwenzel

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  tech­nik­ta­ge­buch.tumb­lr.com: 18.5.2014 (Furz­sen­sor)   #

sa­chen gibts.

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  star­ke-mei­nun­gen.de: 1984 con­tra Goog­le   #

alan po­se­ner:

Goog­le ist eine Bi­blio­thek. Eine un­fass­bar gro­ße, un­fass­bar leicht zu be­die­nen­de, „uni­ver­sell zu­gäng­li­che“ Bi­blio­thek. War­um gilt für sie, was für kei­ne an­de­re Bi­blio­thek au­ßer­halb der Welt von „1984“ gilt? War­um gibt es für Goog­le eine Pflicht zum Ver­ges­sen?

po­se­ner führt da­nach ein paar bei­spie­le aus sei­nem ei­ge­nen le­ben an, die zei­gen dass nicht die zu­gäng­lich­keit von da­ten und fak­ten ein pro­blem ist, son­dern de­ren miss­brauch, de­ren fehl­in­ter­pre­ta­ti­on und -- schlim­mer -- das un­ver­mö­gen sich da­ge­gen zu weh­ren.

Mit ei­nem Wort: nicht die Öf­fent­lich­keit ge­fähr­det die Frei­heit, son­dern das Ge­heim­nis. Es sind im­mer Dik­ta­to­ren, die Bi­blio­the­ken säu­bern wol­len. Es sind sel­ten die Gu­ten, die In­for­ma­tio­nen über sich ver­schwin­den las­sen wol­len. Mei­nes Er­ach­tens droht eine Welt wie in „1984“ nicht von Goog­le. Son­dern von den Goog­le-Geg­nern. Oder sa­gen wir vor­sich­tig (man weiß nie, wer al­les mit­liest): von ei­ni­gen un­ter ih­nen.

der ab­satz oben ist na­tür­lich nicht ein wort. ein wort wäre: post­pri­va­cy.

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  kott­ke.org: The best com­mence­ment spee­ches ever   #

die „bes­ten“ ab­schluss­an­spra­chen sind wohl alle ohne power­point oder key­note aus­ge­kom­men. aber wun­der­bar was ja­son kott­ke hier schreibt:

Each speech is tag­ged by "the­me or take-home mes­sa­ge", ba­si­cal­ly a ta­xo­no­my of com­mence­ment speech mes­sa­ging.

und npr schreibt hin­ter dem link im zi­tat oben:

So­me­thing fun­ny has hap­pen­ed to the fa­mi­li­ar com­mence­ment ad­dress in the past 10 ye­ars. That so­me­thing is You­Tube. [...]

We are now in a gol­den age of the com­mence­ment speech as a hi­la­rious, in­spi­ring form of po­pu­lar art. And to pay our re­spects to gra­dua­tions past and pre­sent, NPR Ed and the NPR Vi­su­als team have built a searcha­ble, sh­areable da­ta­ba­se of over 300 com­mence­ment spee­ches da­ting back to 1774.

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  flickr.com: Man­hat­tan from Brook­lyn   #

ich mag die­ses luft­bild von man­hat­ten sehr.


links vom 19.05.2014

felix schwenzel

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  ka­tia­kelm.de/blog: ich bin ja kei­ne ka­me­ra   #

die bei­fah­re­rin hat ein in­ter­view mit der ma­le­rin hen­rie­ke rib­be ge­macht. und zwei tage lang ge­klagt, was für eine irre ar­beit das sei. hat sich aber ge­lohnt.

und wenn das bild dem por­trai­tier­ten dann am ende nicht so ähn­lich sieht, wie re­agie­ren die leu­te dann?

naja, die sind dann schon ent­täuscht. es gibt eh nur sehr we­ni­ge, die am ende to­tal be­geis­tert re­agie­ren. das liegt aber viel­leicht auch nicht so sehr an mir bzw. dem bild. man­che sind viel­leicht auch eh nicht so die lei­den­schaft­li­chen spie­gel­ku­cker.

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  herms­farm.de: Brü­cken­ta­ge   #

herm scheint so eine art hass­lie­be ge­gen­über der war­schau­er­brü­cke zu ha­ben. ich habe eine lie­bes­be­zie­hung zu sol­chen ar­ti­keln von herm.

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  bbc.com: The slow de­ath of pur­po­se­l­ess wal­king   #

fin­lo rohrer:

Peo­p­le should go out and walk free of dis­trac­tions, says Ni­chol­son. "I do think the­re is so­me­thing about wal­king mindful­ly. To ac­tual­ly be the­re and be in the mo­ment and con­cen­tra­te on what you are do­ing."

And this me­ans no mu­sic, no pod­casts, no au­dio­books. It might also mean go­ing out alo­ne.

spa­zie­ren­ge­hen und du­schen sind mei­ne bei­den lieb­lings­nach­denk­tä­tig­kei­ten.

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  ope­ra­ti­on-ha­ra­ki­ri.de: Kuck mal, wat für 'n Kä­se­blatt   #

ralf heimann über lo­kal­jour­na­lis­mus:

Aber es gibt eben auch das Ge­gen­teil. Also die Sei­ten, die Zei­tungs­le­ser am Früh­stücks­tisch mit den Wor­ten über den Tisch rei­chen: “Kuck mal, wat für'n Kä­se­blatt."

Und weil es im­mer ganz gut ist, wenn man Bei­spie­le hat, habe ich mal drei Tex­te raus­ge­sucht. Das hier sind die ers­ten Sät­ze.

„Zur Jah­res­haupt­ver­samm­lung lud am Sams­tag­abend der Box Sport­club Müns­ter 23 e.V. in der Gast­stät­te Ne­mann an der Met­zer­stra­ße.“

„Zu ei­nem Werk­statt­kon­zert un­ter dem Ti­tel ,Neue Mu­si­k' lud die Mu­sik­schu­le Nien­ber­ge am Sonn­tag­abend in das evan­ge­li­sche Ly­dia-Ge­mein­de­zen­trum ein.“

„Eine durch­weg po­si­ti­ve Bi­lanz des ver­gan­ge­nen Jah­res konn­te auf der Ge­ne­ral­ver­samm­lung des SV Con­cor­dia Al­bach­ten am Sonn­tag im Club­heim an der Ho­hen Geist 7 ge­zo­gen wer­den.“

ich möch­te ei­nen wei­te­ren ers­ten satz ers­ten satz ins ren­nen wer­fen:

Frie­de­mann Ka­rig, prak­tisch er­fah­re­ner Zu­kunfts­for­scher, stra­te­gi­scher Pla­ner, Au­tor, Mo­de­ra­tor und Jour­na­list, be­geis­ter­te auf der re:pu­bli­ca mit ei­nem Vor­trag über neue Nar­ra­ti­ve ge­gen Über­wa­chung.

der satz stammt von eli­sa­beth pohl und der zu­ge­hö­ri­ge ar­ti­kel wur­de auf netz­po­li­tik.org ver­öf­fent­licht. in der sa­che hat eli­sa­beth pohl na­tür­lich recht. der vor­trag war sehr, sehr gut, wur­de mit ap­plaus be­dacht, ist emp­feh­lens­wert und im rest des ar­ti­kels auch gut zu­sam­men­ge­fasst. aber den griff in die pres­se­mit­tei­lungs- oder kä­se­blatt-phra­sen­kis­te nimmt der le­se­lust schon ei­ni­ges an fahrt.



links vom 18.05.2014

felix schwenzel

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  chef­koch.de: Pe­ter­si­li­en-Ta­bou­leh   #

ich fand das un­fass­bar le­cker. aber die­ses wo­chen­en­de hab ich mich ge­fragt, war­um ich das für zwei euro fünf­zig beim fa­l­af­fel-mann kau­fen soll, wenn man es mit zwei bund pe­ter­si­lie und ei­nem schar­fen mes­ser auch selbst ma­chen kann.

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  you­tube.com: Elek­tro­mo­bi­li­tät: Re­vo­lu­ti­on der Au­to­mo­bil­in­dus­trie von Lars Thom­sen   #

hier re­det lars thom­son an­geb­lich über die zu­kunft der au­to­mo­bil­in­dus­trie, aber ei­gent­lich ist es bril­li­an­te wer­bung für tes­la, bzw. tes­las mo­del s. ge­fun­den bei te­ach­and­train.de

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  theoat­me­al.com: What it's like to own a Tes­la Mo­del S - A car­too­nis­t's re­view of his ma­gi­cal space car   #

wer sol­che käu­fer hat, braucht kei­ne wer­bung. ich kor­ri­gie­re, wer sol­che pro­duk­te hat, braucht kei­ne wer­bung.
wann und wo kann man die din­ger mie­ten?

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  re­al­vir­tua­li­ty.info: Was taug­te die ers­te Staf­fel von Agents of SHIELD?   #

alex­an­der matz­keit:

Auch ich muss­te zeit­wei­se sehr die Zäh­ne zu­sam­men­bei­ßen, um die Se­rie trotz mei­ner Ent­täu­schung wei­ter­zu­schau­en. Ge­hal­ten hat mich haupt­säch­lich pro­fes­sio­nel­les In­ter­es­se.

Treue Zu­schau­er wur­den am Ende de­fi­ni­tiv be­lohnt. Nicht nur, dass die Plot­wen­dun­gen ei­nem am Ende mehr­fach den Bo­den un­ter den Fü­ßen weg­zie­hen - die Auf­sto­ckung des Casts durch Bill Pax­t­on, Pat­ton Os­walt und B. J. Britt als Agent Tri­plett fügt dem En­sem­ble tat­säch­lich mal ein paar Cha­rak­te­re hin­zu, die so wir­ken, als wüss­ten sie was sie tun.

ich wür­de es we­ni­ger dras­tisch aus­drü­cken. agents of shield ist ne ganz gute mit­te­gu­te fern­seh­se­rie mit län­gen, hab sie aber meis­tens ger­ne ge­se­hen.

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  chris­tophkap­pes.de: Fra­gen zu Kraut­re­por­ter (Deutsch­land­ra­dio Kul­tur)   #

chris­toph kap­pes un­ter­stützt die kraut­re­por­ter „bis­her nicht“. aber:

Wer Lust dazu hat, ein Ex­pe­ri­ment zu för­dern oder an­de­ren Leu­ten bei der Selb­stän­dig­keit zu hel­fen, soll­te sich von Kri­tik nicht ab­hal­ten las­sen. So et­was ist eine Her­zens- oder Hal­tungs­sa­che - und da es am Ende dann doch um ein Me­di­en­pro­dukt geht, das oh­ne­hin noch nie­mand kennt, kann man sich auch ana­ly­se­frei für oder da­ge­gen ent­schei­den, wie man ein Buch kauft oder ei­nen Film sieht. Ge­nau­so kauft man ja auch Me­di­en sonst - und freu­en oder är­gern kann man sich dann hin­ter­her.

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  truth­dig.com: 'Lou­ie' Ta­ck­les the Me­dia's and Men's Tre­at­ment of the 'Fat Gir­l'   #

ko­mi­ker­mund tut wahr­heit kund.