meine lieblingstweets im juni
[automatisch generierte blackbird pie ansicht (fast) aller tweets, an die ich im juni ein sternchen gemacht habe.]
[automatisch generierte blackbird pie ansicht (fast) aller tweets, an die ich im juni ein sternchen gemacht habe.]
wissenslogs.de: Kirchhof, quantitativ
journalisten können eben nicht rechnen.
hasen-farm.de: Sascha Lobo über neue Arbeitswelten
zusammenfassung eines vortrags, den sascha lobo über die positionierung von „freischaffenden“ gegenüber „konzernen“ im betahaus in hamburg hielt. alles was sascha sagt, gilt übrigens auch genauso für angestellte gegenüber ihren arbeitgebern oder das verhältnis von kleinen firmen gegenüber grossen firmen.
/via rivva
volksserver.tumblr.com: @ntworten
ehrlichgesagt ist das wort „@ntworten“ im zusammenhang mit twitter gar keine „scheiterung“, sondern eine „gewinnung“. und was mach ich jetzt mit meinem neuen twitter-account @ntworten ?
#bbpBox_85998349278380032 a { text-decoration:none; color:#FF0000; }#bbpBox_85998349278380032 a:hover { text-decoration:underline; }
gerade entdeckt: meine urgrosseltern kannten auch schon instagr.am. irre.
about 10 hours ago via NambuReplyRetweetFavorite

@diplix felix schwenzel
ich hab mich ja heute schonmal gefragt, warum instagram? warum klimbim?
warum fotos auf retro filtern, auf über- oder unterbelichtet, poppig, krisselig oder farblos? warum fotos mit rand?
echt, weil die fotos dann besser aussehen? oder weils geht?
aber vor allem frage ich mich, sind die fotos die der schockwellenreiter gelegentlich in der kategorie „erotik“ postet, auch instagramme? und warum sind die nicht quadratisch?
nomnomnom.de: Grüner wird's nicht!
phillip: »OK Go machen den Muppets Theme Song!« toll!
freitag.de: Ringbahn
maike hank ist einmal mit der ringbahn um berlin gefahren und hat an jeder haltestelle ein foto gemacht. ich bin mir nicht sicher ob ich die fotos ganz toll finden soll oder irgendwas intelligentes zu schreiben versuchen sollte, um mich über diesen instagram - klimbim lustig zu machen. „klimbim“ — auch ein schönes wort.
/via @bov
was das grossartige am internet ist und was journalisten am internet grosse angst bereitet, wurde heute (mal wieder) exemplarisch sichtbar. die menschen über die journalisten berichten sind dieser berichterstattung nicht mehr hilflos ausgeliefert. man muss, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt oder aus dem zusammenhang zitiert fühlt, nicht mehr juristen anheuern um gegendarstellungen durchzusetzen oder die türklinken von anderen jornalisten putzen um mit deren hilfe seine sicht der dinge darzustellen. man kann einfach ins internet schreiben, wie man die sache selbst sieht. natürlich kann man auch weiterhin gegendarstellungen erwirken oder mit guten pr-leuten versuchen den wind zu drehen, aber man kann es eben auch selbst machen.
in einem bericht darüber was formel1-fahrer angeblich vom frauenfussball halten, stellte der sport-informations-dienst (sid) nico rosberg in ein eher ungünstiges licht:
Und Nico Rosberg antwortete auf mehrere provokante Nachfragen, ob er sich überhaupt ein Frauenspiel anschauen könne: „Man schaut doch auch Paralympics - Menschen, die nicht ganz so große Leistungen bringen können, aber unter sich ist es trotzdem spannend.“
daraufhin brach über nico rosberg ein milder shitstorm herein, weil er angeblich frauenfussball und paralympics gleichsetzte. liest man sich hingegen die abschrift des pressegesprächs auf nico rosbergs homepage durch, die er gestern veröffentlichen liess, stellt sich die sache etwas anders dar. im prinzip schwelgen in dem prssegespräch ein paar spacken die sich offenbar journalisten nennen in frauen- und schwulenfeindlichen klischees, denen roserberg mit einem etwas missglückten paralympicsvergleich etwas entgegenzusetzen versucht:
Nico: Aber es gibt doch auch Paralympics, die man sich auch ansieht. Das ist doch so, dass dort ein Mensch nicht die ganz große Leistung bringen kann, aber unter sich sind sie alle ähnlich und deswegen ist es trotzdem spannend.
nicht der klügste vergleich, nicht besonders eloquent vorgetragen, aber OK.
einer der spacken journalisten sagt übriegns etwas ähnliches wie malte welding kürzlich schrob. der „journalist A“ sagte:
Ich will doch beim Sport die denkbar beste Leistung erleben. Wenn eine Frau von der Grund-Konstitution her weniger Leistung bringen kann, interessiert mich das schon nicht. Nicht weil sie eine Frau ist, sondern weil die Leistung nicht Spitze ist…
Meine Antwort, Frauenfußball habe kein Akzeptanz-, sondern ein Geschwindigkeitsproblem habe ich mir gespart.
Frauenfußball ist lahm. Leute stehen auf dem Platz rum, ab und an dribbelt mal einer, einer passt, eine Torfrau rutscht aus, Tor.
Es sieht aus wie Fußball früher mal aussah.
mich interessiert übrigens weder frauen-, noch männer-fussball. ich finde beides unfassbar öde. was mich interessieren würde: wie fühlt sich „journalist a“ (steht „a“ eigentlich für „arschloch“?), nachdem ihn nico rosbergs pr-leute mit der gesprächsabschrift so extrem blöd dastehen lassen? wie gedenkt der sport-informations-dienst seine runtergelassenen hosen wieder anzubekommen? und wer mag meldungen die mit (sid) gekennzeichnet sind noch ernst zu nehmen?
der focus hat ein interview mit renate künast aus dem heft geworfen nicht in das heft genommen. die grünen finden das sei ein beispielloser affront. aus dem redaktionsloch des focus hörte dwdl, dass das interview „zu langweilig, zu glatt und zu ungeeignet“ gewesen sei um im focus abgedruckt zu werden. das ist insofern interessant, weil in dieser aussage mitschwingt, dass der focus langweilige, glatte und ungeeignete interviews abdruckt, wenn sie nicht allzu langweilig, glatt und ungeeignet sind.
die grünen haben das inetrview selbst online gestellt. und siehe da: das interview ist kreuzöde, nichtssagend, glatt und schönretouchiert. die extrem bescheuerten fragen beantwortet künast mindestens ausweichend, grösstenteils gar nicht. im hinblick auf bescheuertheit, ödniss, glätte und inhaltlicher leere passt das interview eigentlich hervorragend in den focus.
brainblogger.de: Media Markt 0 - Internet 1
manchmal ergibt werbung dann doch sinn: zur shitstorm-produktion.
stefan-niggemeier.de: Döpfners rote Linie
stefan niggemeier interpretiert den unsinn den irgendwelche verlags-menschen verzapfen.
meedia.de: "Comedy Street" foppt Sat.1-Frühtalkerin
ernsthaft? meedia (henning ohlsen) berichtet über müll der im september 2010 auf sat1 zu sehen war?
crackajack.de: I draw Nintendo
gifs sind sooo toll!
volksserver.tumblr.com: Literally.
sammlung schwachsinniger apple.de-übersetzungen. abonniert.
interssante variation der berliner folien-architektur: das humbold forum, das wohl demnächst fertiggestellt wird, besteht nicht wie üblich aus gerüstteilen die mit folie bespannt werden (siehe bauakademie, leipziger platz, etc), sondern aus beton, stahl, putz und einer art exoskelett, das mit folien bespannt wird.
warum nicht auch gleich das neue alte schloss aus einem stahlbetongerüst bauen und mit historisierenden folien bespannen. achso. hatten wir schon.


carta.info: Die fabelhaften Springer-Boys
aha. carta pausiert. das heisst aber nicht, dass die pausierten carta-autoren auf carta nicht auf texte in ihren unpausierten eigenen blogs hinweisen können.
stefan-niggemeier.de: Zwischen Wallenhorst und Winsen an der Luhe
ganz, ganz tolles und lakonisches joffe-bashing.
coffeeandtv.de: Oh Gott, Herr Doktor
lukas heinser über die deutsche und östereichische »Titelhuberei«.
spiegel.de: Kampf der Prestige-Gier: Der Dr. als Titel muss weg
meine worte . wer auf der nennung seines akademischen grades besteht ist fast immer ein aufgeblasner fazke und gehört ausgelacht.
malte-welding.com: Generation Wix (Teil 1)
langer, kluger, lesenswerter textausschnitt über das onanieren aus malte weldings noch viel längerem buch „Frauen und Männer passen nicht zusammen - Auch nicht in der Mitte“. ob malte jetzt sein buch peu a peu in blogform veröffentlicht?
notes.computernotizen.de: Wir brauchen die Daten-Debatte. Jetzt!
torsten kleinz: »Daten sind nicht sicher und wir wissen nicht wirklich, wie wir mit ihnen umgehen sollen.«
youtube.com: Conan O'Brien Slams Final Cut Pro X
hihi.
/via thenextweb.com
teamcoco.com: Conan's Editors Absolutely Love Apple's New Final Cut Pro X
teamcoco hat den ausschnitt von youtube entfernen lassen und zeigt ihn selbst. auch gut.
/via cnet.com
blogs.taz.de/saveourseeds: Tanzt der Panda für Monsanto?
taz-blog-artikel vom mai 2009. so ganz neu scheinen die vorwürfe gegen den WWF nicht zu sein. im gegnteil.
/via de.wikipedia.org
spiegel.de: Im Zweifel links: Das Internet gehört uns allen
jakob augstein: »„Das Internet ist ein Freiheitsmedium“, hat Springer-Chef Mathias Döpfner neulich in einem Artikel für die „Neue Zürcher Zeitung“ geschrieben. Für die öffentlich-rechtlichen Sender soll das aber nicht gelten.«
guter punkt. guter text. /via @dondahlmann
morgens in der ibahn ubahn: immer mehr menschen haben statt einer zeitung ein ipad oder iphone oder aphone oder htcphone vor dem gesicht. neben mir sitzt eine frau, die aus dem augenwinckel aussieht, als ob sie stricken würde. ist aber nur ein iphone mit weissen rumbaumelnden kopfhörerkabeln. sie streicht — und strickt gar nicht.
mir gegenüber sitzt eine frau mit schimmrig-blau beleuchtetem gesicht, sie strahlt, ihr ipad strahlt sie an und ich denke: das ist die zukunft! nicht das introvertierte strahlen, nicht das fernsehlicht im gesicht, sondern dass man heutzutage die zeitung das lesegerät falschrum halten kann und keiner lacht. vielleicht ist das die eigentliche innovation, dass man ipads mit dem arschloch dem steckerloch nach oben halten kann und trotzdem alles richtig ist.
spreeblick.com: GEMA vs. YouTube: Gerüchte, Zahlen, Forderungen
manchmal nervt johnny haeusler mit seinem rumdifferenzieren. manchmal liest es sich aber auch ganz toll.
ruhrbarone.de: Pro NRW: Berufsstudent Kevin Gareth Hauer sorgt sich um Steuerzahler
mieses populistisches hetzgeschwätz gegen miese rechtspopulistische hetzpressemitteilungskacke. kann auch keine lösung sein, was stefan laurin da macht. haust du griechen in die pfanne, zieh ich dir was mit den kochlöffel über. ganz schwach, extrem ruhrbaronig.
spiegel.de: Apple, Facebook & Co.: Großwesire des Web
guter fragenansatz von konrad lischka: was können wir gegen die übermacht und willkür grosser konzerne im netz tun? wer bestimmt die regeln oder »Wo ist die Berufungsinstanz?«, wie lischkas überschriftendesigner fragt. oder wie ich es in 140 zeichen versucht habe zu sagen: »eigentlich lauten die fragen doch nicht internet vs. privatsphäre, appstore oder google vs. transparenz, sondern AGBs vs. bürgerrechte.«
in der ARD lief vor einigen tagen die dokumentation „Der Pakt mit dem Panda“ von wilfried huismann über die arbeit und die verstrickungen des WWF. ziemlich erschüttern, wie schlecht der WWF dabei wegkam. nach dem betrachten der reportage (in der ARD-mediathek oder auf youtube teil 1 und teil 2), kommt einem der WWF ziemlich dubios, intransparent, unehrlich und unsympathisch vor, und das ist noch milde ausgedrückt.
in der dokumentation sind einige WWF-werbespots zu sehen. unter anderem dieser ziemlich emotionale spot und dieser. beiden spots fehlt es nicht an pathetischer musik und aufmachung, konsequenter publikumsduzung und der klaren handlungsanweisung geld zur rettung von tigern und orang utans per SMS zu spenden. in der reportage entsteht allerdings der eindruck, dass es dem WWF mit der rettung von affen oder tigern nicht so wichtig ist, sondern dass man vor allem wert auf ökotourismus und der kooperation mit soja- und palmölproduzenten legt.
mit ein paar dieser vorwürfe konfrontiert antwortet dörte bieler vom WWF (laut dokumentation „beim WWF für biomasse zuständig“) nicht sonderlich befriedigend und verhaspelt sich teilweise kräftig. kann man sich ausschnittsweise hier ansehen.
später sagt sie dann:
wir arbeiten „science based“. das heisst, wir haben immer erst eine studie, bevor wir eine meinung äussern und versuchen nicht auf emotionalität zu setzen. und mit diesen wissenschaftlich basierten aussagen haben wir schon einiges bewegen können.
guter witz. aber vielleicht kennt frau bieler die werbespots vom WWF nicht.
schon klar, der WWF muss wie jeder NGO zur mobilisierung auf emotionen und empörung setzen. nur, der ARD-film schafft das ehrlichgesagt sehr viel überzeugender als der WWF. und auf die empörungsmobilisierung scheint der WWF nicht gut zu reagieren. thomas knüwer hat das ziemlich ernüchternd analysiert. robert basic hat es sauber aggregiert. gunther wegner hat gleich seine mitgliedschaft im WWF gekündigt und ein paar zusatzinformtionen zusammengestellt. um aus dem imageloch rauszukommen, muss der WWF kräftig was tun. leugnen einfach das gegenteil behaupten reicht wohl eher nicht.
[nachtrag 30.06.2011]
hans-peter fricker, der „chef“ des WWF schweiz, nimmt im interview mit der NZZ stellung (zu ein paar) vorwürfen der ARD-dokumentation. nicht so irre überzeugend.
kathrin hartmann meint, dass der WWF in seinem „faktencheck“ lügen würde. am ende ihres artikels weist sie auf eine idee des enorm-magazins hin: mal die fakten checken. gute idee.
[/via rivva]
martin schrob in den kommentaren und ich antworte mal hier statt unter dem kommentar:
Dass Basic ein bißchen balla balla ist - geschenkt. Trotz allem ist der Text Unsinn. Es gibt nunmal content bei dem der Autor froh sein darf, dass er gelesen wird, und es gibt welchen bei dem der Leser froh sein darf ihn konsumieren zu dürfen und deswegen auch bereit ist dafür zu zahlen.
die frage, was will basic eigentlich verkaufen, bzw. was sind leser eigentlich bereit zu kaufen geht mir seit einigen tagen durch den kopf. naja, vielleicht auch seit jahren. klar ist, dass es leute gibt, die bereit sind geld für texte zu zahlen. oder eben gerade nicht. muss ich mal kurz ausholen:
ne zeitung kauf ich mir ja nicht wegen der texte, sondern weil ich mich mit ihr effektiv auf den aktuellen stand der nachrichtenlage (von gestern) bringen kann. und zwar deshalb effektiv, weil sich die zeitung die mühe gemacht hat, alles zu wichten und zusammen zu fassen. ich weiss auch, dass es meinungsstücke gibt, die mir vielleicht helfen mir eine eigene zu bilden oder mich anregen. aber ich kaufe ein paket und weil ich einige erfahrungen mit zeitungen gemacht habe, weiss ich auch was ich bekomme, bzw. ich weiss nicht genau was ich bekommen, aber dass ich etwas bekomme, was einen gewissen qualitätsstandard hat. das geht ein bisschen in die richtung wundertüte, eine these die gabriele fischer im interview mit der gründerszene aufgebracht hat und die von martin weigert als romantisierung von papier abgetan wird.
gleiches gilt für sach-bücher. die kaufe ich auch nicht wegen des wissens das drinsteckt, das krieg ich zur not auch indem ich selbst recherchiere, studiere oder rumfrage, also mühe, zeit und aufmerksamkeit bezahle. sachbücher kaufe ich, weil sich jemand die mühe gemacht hat das vorhandene wissen einzudampfen, zu strukturieren oder verständlich zu machen.
für alles andere gilt: ich bin bereit zu bezahlen, wenn ich erwarte gut unterhalten zu werden. auch das hat wieder mit mühe (des autors) zu tun.
was ich sagen will: erfahrungen und wissen will niemand (mehr) kaufen. erfahrungen und wissen werden nur im gesamtpaket mit anderen teilen gekauft: sorgfältige, schöne, mühevolle aufmachung, exklusivität, sammelwert. was niemand mehr kaufen mag, sind von ahnungslosen journalisten oder bloggern zusammengeklaubte infohäppchen die sie per interview oder rechercheanruf aus experten gequetscht (und unter umständen verfälscht) haben. experten aus allen möglichen bereichen schreiben mehr und mehr selbst ins internet und ich kann mir das wissen dort direkt holen. oder anders gesagt, warum soll ich die 100 besten steuerspartipps in der wiwo kaufen, wenn ich das auch in null komma nix online recherchieren kann oder mich direkt an einen experten (steuerberater) wenden kann. oder die 100 besten windows-tipps und tricks. wer meint damit noch eine zeitschrift verkaufen zu können oder die leute hinter eine paywall locken zu können scheint mir ein bisschen zu gestrig zu sein.
katzen im sack kauft niemand gerne. wenn, und das mag robert basics hoffnung sein, von wohl-etablierten marken oder menschen zu denen ich über die zeit grosses vertrauen aufgebaut habe (es soll ja leute geben, die basic vertrauen oder etwas zutrauen). wenn menschen denen ich vertraue eine empfehlung aussprechen (und sagen, die katze im sack taugt etwas), vermag ich meinen kauf-widerstand vielleicht tatsächlich zu überwinden. aber auch nur dann.
hinzu kommt, dass ich glaube dass die menschen immer weniger bereit sind kostenpflichtige abonnements abzuschliessen. das funktioniert nur bei absoluter knappheit oder exklusivität.
wer wissen verkaufen will muss doppelte oder dreifache mühe aufwenden. einfache mühe reicht gerade mal für interesse. ich weiss, das sind relativ steile thesen die noch einiges an nachdenken erfordern. ich glaube durchaus, dass das mit dem verkaufen von inhalten funktionieren kann, aber dafür muss einiges getan werden.
fuenf-filmfreunde.de: True Blood In Under 5 minutes
renington steele: »Nettes Video mit den ersten drei True Blood-Staffeln in grob fünf Minuten. Da merkt man nochmal ganz komprimiert, wie bekloppt die Serie eigentlich ist, obwohl ich sie ja tendenziell ganz gerne mag.«
blog.abgeordnetenwatch.de: Jugendlicher schreibt MdB offenen Brief wegen abgeordnetenwatch.de
vincent thenhart schreibt an seinen bundestagsabgeordneten norbert schindler: »Wieso schaffen sie dies als gewählter Volksvertreter nicht? Ist es nicht ihre Aufgabe unkompliziert sich dem Dialog mit dem Bürger zu stellen ohne sich hinter einer Mauer falscher Tatsachen zu verstecken?«
spiegel.de: Die Mensch-Maschine: "Wer nicht meiner Meinung ist, muss dumm sein"
sascha lobo: »Ich halte selbst häufig Vorträge und weiß, wie gut Anbiederung beim Publikum ankommt.«
der text ist viel zu zivilisiert und höflich als dass er als „rant“ durchgehen würde. ist aber trotzdem einer. und zwar gerichtet an die „onlinecommunitybenutzer“ und „günter dueck“ und die „ungeheure Hybris der Netz-People gegenüber allen anderen“.
larsreineke.de: Burschenschaffner
hihi. allein schon die überschrift!
gigaom.com: The downside of Facebook as a public space: Censorship
facebook sperrt und löscht oft übereilig. das problem ist, dass niemand weiss nach welchen regeln. gegen staatliche wilkür gibts bürgerrechte. was gibts gegen facebook- twitter-, apple- oder amazonwillkür? eigentlich höchste zeit für eine neue bürgerrechtsbewegung.
/via scripting.com
animalsbeingdicks.com
hab ich schonmal gesagt, dass animierte gifs das nächste grosse ding sind?
/via kaliban.de
tagesspiegel.de: Der Sandalenkrieg: Mit Rebellen in den Bergen von Libyen
krieg ist scheisse. kommt ein bisschen zu kurz meine alte lieblingsthese.
vimeo.com: Everything is a Remix Part 3
wir stehen alle auf den schultern von giganten (und zwergen).
die nächste ausgabe der brandeins (druckfrisch), die in — glaube ich — fünf oder sechs tagen erscheint. und wenn ich nochmal hier einchecke, werd ich mayor.
[auf dem bild (mehr oder weniger) zu sehen: liu bolin]
eigentümliche argumentation: es gibt, sagt robert basic, blogger die sich darüber beklagen, dass ihnen inhalte geklaut oder „wegschmarotzt“ werden (ohne dank und ohne feedback) und dass sie ihre inhalte nicht irgendwie „schützen“ können. robert basic hat ähnliche erfahrungen gemacht, das stört ihn aber nicht: „So what, gestört hat es mich nicht.“ obwohl es ihn nicht stört („Bis jetzt. Auch morgen.“) dass seine inhalte manchmal wegschmarotzt werden, weil er aber schon immer ein „macher“ war, macht er es jetzt einfach mal, nämlich fachbeiträge „zum Thema Bloggerei“ hinter einem paywall schützen. robert basic möchte eine bezahlschranke errichten, nicht weil er glaubt, dass seine inhalte missbraucht werden und nicht weil er die schnauze voll hat von irgendeiner kostenlos- oder dankloskultur hat, sondern weil er es den schwätzern mal zeigen will, wie es gehen könnte, indem er es einfach macht.
mich erinnert das ein bisschen an den schaufenster-aktivismus mancher politiker. nicht weil er glaubt das ein bestimmtes gesetz hilfreich oder nützlich ist, stimmt und kämpft er für ein gesetzt, sondern weil es zeigt, dass er und seine genossen handlungsfähig sind und wenigstens etwas tun, stimmt er für das gesetz. klassicher aktionismus: ich glaube nicht dass es ein problem gibt, aber ich tue jetzt mal was dagegen!
jaja. schon klar; um es mit sascha lobo und gerade nicht mit konrad adenauer auszudrücken: was wir jetzt nicht brauchen, sind keine experiemente. nur, gerade an bezahlschranken-experimenten herscht meiner wahrnehmung nach kein mangel. und ich frage mich, was will robert basic eigentlich verkaufen?
seine erfahrungen, sein wissen? warum sollte man erfahrungen, wissen oder selbstreflektion gerade in hektisch und unpräsize geschriebener blogartikel-form kaufen?
wissen funktioniert nicht wie schuhe, die man im laden erstmal ausprobiert und dann vielleicht kauft. wissen oder erfahrungen bezahlt man mit aufmerksamkeit und mühe. schuhe mit geld. wissen kann man nicht ausprobieren, wenn man es kaufen möchte, kauft man es im sack. robert basic will also säcke verkaufen.
ich glaube ich muss weiter ausholen um mein unverständnis für diese aktion zum ausdruck zu bringen. denn ich sehe es anders als basic geradezu als privileg an, als ehre, dass andere sich (manchmal) die mühe machen meine texte zu lesen. möglicherweise habe ich tatsächlich das eine oder andere wissensfragment oder die eine oder andere erfahrung gemacht und vielleicht gar nicht mal so dumme schlussfolgerungen daraus gezogen, die ich in meinen texten weitergeben kann, aber ich sehe tatsächlich mich in der bringschuld und nicht meine leser.
das privileg das ich geniesse ist, dass es menschen gibt die mir aufmerksamkeit schenken, die meine zusammengeklaubten gedanken, erfahrungen und wissen und meine reflektion darüber aufnehmen, weiterverarbeiten, weitertragen, korrigieren, neu ausrichten oder mich gar zum umdenken, nachdenken, reden oder dazulernen bringen. dafür müsste ich doch eigentlich zahlen. und tatsächlich zahle ich dafür, mit ein bisschen mühe und ein bisschen zeit, aber was ich bekomme ist viel mehr wert als geld: aufmerksamkeit. gesprächseinladungen. aufforderungen weiter nachzudenken. möglichkeiten zu wachsen und zu lernen.
ich habe auch eine paywall. eine umgekehrte. schon immer. ich bezahle meine leser, mit mühe. mal mehr, mal weniger. aber eines ist klar. nicht die leser sind schuld wenn dieser deal ins ungleichgewicht gerät, sondern ich allein. manchmal bin ich nicht bereit genug mühe aufzuwenden und wähle den billigen, müheloseren weg, billige polemik, lieblose texte, halbgare gedanken, aufmerksamkeitsbettelei, doofe fotos, halbgare gedanken. wenn ich nicht genug zahle, bekomme ich auch nichts zurück.
beim müll ist das übrigens ähnlich. ich zahle dafür, dass ihn jemand wegschafft. das diejenigen, die meinen müll gegen geld wegschaffen damit teilweise ein vielfaches verdienen, durch recycling, verbrennung oder staatliche subventionstopfananbohrung ist mir doch erstmal egal (aber sowas von). wenn ich hingegen der meinung bin, mein müll sei bares geld wert, dann kann ich ihn natürlich zuhause sammeln und versuchen dem meistbietenden zu verkaufen. wenn ich ein „macher“ bin, bereitet mir diese müllsammlung vielleicht sogar vergnügen und vielleicht lerne ich daraus sogar etwas. aber falls mich jemand fragen sollte: ich bin froh dass jemand den müll wegbringt und damit macht was er will.
[nachtrag 23.06.2011]
hier hab ich noch ein paar vertiefende steile thesen angehängt.
off-the-record.de: Die Erben von Jamba: Digitale Rosstäuscher im Facebook-Look
gegen rosstäuscher hilft nur eins: wie der schockwellenreiter ross und reiter nennen. (boa, drei pferdemetaphern in einem satz!)heise.de/tp: Gema-Sprecher verplappert sich
»Um sich zu rechtfertigen, meinte deren Sprecher Peter Hempel dem Spiegel zufolge, das Feststecken der Verhandlungen läge nicht an einer "Blockade" seiner Verwertungsgesellschaft, sondern daran, dass es in Deutschland ein "starkes Urheberrecht" gibt. Diese möglicherweise unbedacht getätigte, aber im Weltvergleich durchaus zutreffende Äußerung widerspricht [...] dem jahrzehntelang angestimmten Klagelied einer angeblich schutzlosen Rechteinhaberindustrie.«peterbreuer.wordpress.com: Che
oder genauer „cheqrcode“.dwdl.de: Eklat zum Auftakt: Von Palästen und Rebellen
muss man eine lebhafte, emotionale diskussion denn gleich „eklat“ nennen?gothamist.com: Video: Jon Stewart Eviscerates Fox News On Fox News
jon steward zu gast bei chris wallace von fox news. sehr amerikanische meta-medien-diskussion, aber auf hohem niveau, intelligent und sehr unterhaltsam.
/via daringfireball.netgutjahr.biz: Lektionen in Demut: Was Journalisten von Bloggern lernen können
ich bin ja kein fan von richard gutjahr, im gegenteil, aber was er hier schreibt ist ganz vernünftig und auf den punkt.
fuenf-filmfreunde.de: Moneyball - Trailer
der trailer, der drehbuchautor (aaron sorkin), die schauspieler. das könnte was werden.blog.dummy-magazin.de: Betr.: DUMMY-Freiheit, Walter Schönauer, Lead Awards
das heft könnte thematisch ein volltreffer sein.huffingtonpost.com: Arianna Huffington: The Internet Grows Up: Goodbye Messy Adolescence
meine worte: »And the companies and brands that succeed in the coming years will be those that most take advantage of the fact that there is increasingly little distinction between "virtual reality" and, well, reality. People don't want to give up their humanity when they go online. The Internet is no longer a "virtual" public space where we have the semblance of connection -- it's a real public space where we really connect.«theinternetaccordingtoadrian.tumblr.com: sowjetische kriegsdenkmalverschönerung
zimelich grandiose und schöne form des vandalismus.notizen.steingrau.de: Warum PRler (und Werber) sich nur langsam auf das Netz einstellen
markus breuer: »Wichtig: Lügen und Verarschen aus dem Repertoire der Arbeitsmittel zu streichen, ist nicht aus moralisch/ethischen Überlegungen heraus notwendig. Man sollte es deshalb lassen, weil es heutzutage (dank Internet) immer rauskommt - immer! Und dann hat es eine kontraproduktive Wirkung. Merke: unabhängig davon, wie man das moralisch bewertet: nicht machen!«
naja. ja. klar. aber das mit der moral, mit dem sich anständig benehmen hat auch andere vorteile. man kann besser schlafen und muss nicht ständig auf der lauer sein. und moral als richtschnur für das eigene handeln hat noch viele andere vorteile. unter anderem neigt man vermehrt dazu, das richtige zu tun.danisch.de: Warum das neue Cyber-Abwehrzentrum der Bundesregierung so nicht funktioniert
»Wie man nun meinen Ausführungen vielleicht etwas angemerkt hat, traue ich dieser Regierung einfach nicht (mehr) zu, weder fachlich noch charakterlich, IT-Sicherheit ernsthaft herzustellen.«
stimmt wahrscheinlich alles was hadmut danisch schreibt. für mich hat sicherheit ganz viel mit daumen drücken zu tun und „ernsthafte“ sicherheit was mit wunschdenken. wird schon gut gehen, wenn das kind ohne helm zur schule fährt, wird schon gutgehen, wenns im zug komisch klappert oder riecht, wird schon gut gehen, der gurkensalat.
/via rivva.delawblog.de: Flächendeckende Bespitzelung
»Wenn man der Polizei technische Möglichkeiten gibt, werden sie genutzt.«



