die fdp hat dem spasswahlkampf ja eine klare absage erteilt. glaube ich. ich kann mich auch erinnern, dass herr westerwelle mittlerweile aggressiv auf fragen nach dem „spasswahlkampf“ reagiert. trotzdem schön, dass die fdp noch eigens eine seite für „show termine“ eingerichtet hat: alle zu finden auf der seite in der datei show_termine.php.
jaja. kalauer-alarm. ist auch noch geklaut geschenkt, der kalauer. was ich sagen wollte, nächsten sonntag setze ich das parteitagsgeblogge fort, bei der fdp. die veranstaltung findet im berliner cccicc statt. weiss jemand wie es dort mit wlan steht?
heute abend gibt es einen bericht 7-minuten beitrag über meinen aufenthalt beim csu-parteitag in nürnberg auf bayern2. das kann man auch im live-stream hören. ich werde mich höchstwahrscheinlöich zwischen 19:00 und 20:30 uhr für den blödsinn den ich am freitag von mir gab und hanna grabbe aufs band sprach rotschämen und mit dem fingernagelkauen anfangen.
leider weiss ich nicht genau wie man „selbstreferenzialität“ schreibt, sonst hätte ich das als überschrift genommen. vielleicht habe ich ja richtig geraten. wen reduntante selbstbetrachtung und namenserwähnungsgeilheit nicht interessiert, kann diesen artikel getrost überspringen. einerseits. andererseits habe ich ein, zwei lesenswerte links im fliesstext versteckt. egal. zum thema:
lesenswert (und online) übrigens auch mario sixtus artikel über weblogs. danach, zum vergleich auch ruhig nochmal den zeit artikel zum gleichen thema von ihm lesen.
eben bei imaginary animals gefunden: der kress mediendienst hat mich als „kress-liebling“ des monats nominiert. ich trete dort an gegen den „süßen bill von tokio hotel“, gegen das „t-mobile-phantom chad kroski“, gegen harald „iSchmidt“ und den „halloween-kürbis“ an. momentan liege ich mit nur 5 stimmen ganz hinten.
da ich wirklich nicht hinter dem „halloween-kürbis“ landen möchte, starte ich hiermit einen eindringlichen wahlaufruf: wählt „schwenzel“, linkt auf kress (oder direkt auf die abstimmung), unterstützt meinen wahlaufruf und erspart mir die schmach gegen einen kürbis zu verlieren. danke.
ich hatte das gefühl da plaudern zwei leute die mehr gemeinsam haben als sie trennt. oft hörte man von beiden, wie bei einem alten ehepaar: „das haben wir gemeinsam gemacht.“ entweder hat die merkel kreide gefressen oder ich habe noch zu viel von stoibers gekreische im ohr, so dass ich fast überrascht war von merkels moderaten positionen. ich hatte immer wieder das gefühl das beim duell merkel gegen schröder keine allzu grosse polarisierung stattfand. insofern hat schröder das duell klar verloren. seine kritik an merkel griff nur einmal beinahe, als er ihr vorwarf eine unsoziale politik zu vertreten. ich mochte die merkel nie besonders, die politik der union erst recht nicht, aber merkel bot schröder keinen richtigen angriffspunkt und konterte seine angriffe meist überraschend souverän und gut vorbereitet.
der versprecher des abends kam von dem ex-zdf, jetzt sat1-typen: „nochmal nachgefragt bei ihnen, frau kirchhof.“ schön war auch der dialog zwischen merkel und schröder wo denn ein zitat von paul kirchof herkäme:
- das zitat stammt aus einem vorwort. - das ist aus einem interview! - nein, das ist aus einem vorwort. - interview!
insgesamt wirkte schröder nervöser und fahriger als ich erwartet habe, er stammelte ein paar mal, wirkte stellenweise sogar aggresiv und altklug. merkel war viel ruhiger und gelassener als ich erwartet hätte, ihre argumente, auch wenn ich sie nicht teile, waren teilweise sogar überzeugender als die schröders. angenehm auch, dass merkel nicht ständig so komisch mit dem kopf wackelt wie stoiber vor 3 jahren. im gegenteil zu stoiber schaffte sie es auch ab und zu souverän zu gucken und ihrem gegner ins gesicht.
bei den moderatoren hat peter klöppel gewonnen. der konnte sich zwar gegen niemanden durchsetzen, aber mit abstand am wichtigsten und staatstragendsten gucken.
schon irre. heutzutage wird man ja schon antiamerikanisch genannt, wenn man george w. bush nicht mindestens einmal pro woche (öffentlich) als den grössten und klügsten führer der westlichen welt bezeichnet. auch menschlichkeit, mitgefühl und anstand kann man heutzutage nur für sich in anspruch nehmen, wenn man bedauern und mitgefühl schriftlich und im voraus ausdrückt. ansonsten muss man „weg“.
so ist das in heraufziehenden zeiten von „anstand und ehrlichkeit“. ehrlich und anständig ist, was mir im wahlkampf hilft.
eben kam aus meiner zahnpastatube eine blase als ich die zahnpastareste auf meine zahnbürste drückte. sie flog 4 sekunden in richtung badezimmerschrank und zerplatze dann in der luft. eine elmexblase.
heute bin ich wegen akuter politikmüdigkeit bis ungefähr drei uhr im bett geblieben. trotzdem phoenix geguckt. nicht schlecht einen parteitag im dem fernseher zu verfolgen. als stoiber alllerdings für eine laue runde applaus die faktenlage genauso verbog wie spiegel-online um trittin abzuwatschen (sich aber in wahrheit selbst ins knie zu ficken) bin ich wieder eingeschlafen.
drei „junge welt“-redakteurte haben bei der letzten bundestagswahl stoiber gewählt, einer davon nach eigener aussage „im affekt“.
scheitern macht spass.
stoiber riecht wirklich gerne an seinem zeigefinger. ständig.
merkel nannte den spd-parteitag laut tagesspiegel vom 2.9.2005 eine veranstaltung der „vergangenheit“. rrrichtiiisch! der csu-parteitag ist seit heute nachmittag übrigens auch eine veranstaltung der vergangenheit, is nämlich vorbei jetzt.
eben in nürnberg angekommen, die „grosse blondine mit pseudo-grafikdesignerbrille“ vom radio hat sich mit ihren zügen vertan und mich deshalb nicht vom bahnhof abgeholt.
wlan gibts, allerdings teures, mal gucken ob ich den herrn fresenius noch finde, der mir wired lan versprochen hat. demnächst mehr auf wahlblog.de.
eigenartig in der vollen u-bahn neben einer nicht unattraktiven, grossen, blonden frau zu stehen, die in der zeitung die seite aufschlägt auf der man selbst, in nicht ganz vorteilhafter pose, abgebildet ist.
ok. ich gebe zu, es ist schon eigenartig, wenn drei mild adipöse blogger 5 euro eintritt für eine veranstaltung im nbi in der kulturbrauerei bezahlen um sich dann nach draussen, auf die terrasse zu setzen und dort nach und nach, von 9 bis 12 uhr insgesamt 12 bier trinken. dass diese bier jeweils mit 50 cent pfand belegt sind ist ja ok, wenn aber dann die spackige bedienung sich um 24 uhr weigert das pfand wieder herauszugeben, weil das bier seit 30 minuten ohne pfand ausgegeben wird, dann ist mir das ehrlichgesagt zu blöd mich mit einem blonden vollpfosten auf eine diskussion einzulassen, warum sie mir nicht „alles“ zurückgeben „kann“. da sie sich mit ihrer vorgesetzen absprach, gehe ich davon aus dass es nicht nur an der dummheit der bedienung lag, sondern dass das nbi ein veritabler saftladen ist.
erfreulich fand ich es hingegen, beim gehen von einem faz redakteur meine wäscheklammer auf die nase gesteckt bekommen zu haben und ausserdem frau passig vorgestellt geworden zu sein.
so. gerade angekommen, leicht feucht unter den achsel, blogge ich jetzt gleich auf dem wahlblogg.de vom spd-parteitag. aber erst mal emails lesen und blogstats angucken.
die taz schreibt über mich, ich sei „respektlos“. das stimmt natürlich nicht. sonst stimmt alles, ausser meiner url. [die taz redet davon, dass man mich auf meiner webseite „nach allen Seiten drehen“ könne. das geht übrigens hier.] [bild vom taz artikel bei frau frank und hier]
herr majica hat in der berliner zeitung auch über mich geschrieben. bei ihm stimmt ausnahmslos alles (sogar die url) ausser dass er „der“ blog schreibt. besonders gefällt mir, dass er mein substanzlosen parteitagsgeblogge ein „orthografisch mutiges Protokoll“ nennt.
neu beim parteitagsgeblogge ist eine quasi einladung nach nürnberg um von dort vom csu parteitag zu bloggen. wenn die mich (als „blogger“, nicht als „journalist“) akkreditieren, werde ich am freitag auch dorthin fahren und überprüfen ob es bei der csu, wie behauptet, auch cristsoziales wlan gibt.
auch wenn das wahlblog, bzw. nico mir zugesagt haben ein paar meiner spesen zu übernehmen, würde ich mich über (weitere) spenden freuen. bis jetzt ist das ganze mehr oder weniger ein privatvergnügen meinerseits. mit betonung auf vergnügen.
heute hat blogg.de/der haltungsturner ja eine pressemeldung veröffentlicht, in der ich um ein haar als „laienjournalist“ bezeichnet wurde. selbstverständlich erzeugte diese „PM“ ein riesiges echo: und zwar genau ein anruf von marin majica von der politik-redaktion der berliner zeitung.
er wollte mich interviewen, wir trafen uns um 18 uhr im starbucks am hackeschen markt. er kam fünf minuten zu spät, aber ich schleimbeutel lobte ihn für seine pünktlichkeit. ich wurde, parteitagsgestählt, gleich investigativ: „lesen sie blogs? welche?“. er log mich an: „ja. ein paar.“ na gut ein paar blogs kannte er, aber von jamba und spreeblick hatte er noch nix gehört. ich trug ihm mit meiner unverbesserlichen arroganz auf das zu googlen und drückte ihm den besten artikel über blogs (ever) in die hand, den ich zufällig (wirklich), ausgedruckt, dabei hatte. kurz darauf flickerte ich ihn noch.
natürlich ging es ums wahlblog und mein parteitagsbloggen, aber auch ums bloggen allgemein. auf seine frage warum ich blogge hatte ich keine gute antwort parat, aber ich erzählte ihm wahrheitsgemäss, dass das blogdings keine konkurenz zum journalismus sei, sondern, frei nach sixtus, etwas ganz anderes, eine art kommunikationsraum. auch wiederholte ich das kurz vorher gesagte, dass ich den klassischen medien nichteinmal ansatzweise konkurenz machen wolle — und auch überhaupt nicht könne. ein unterschied könne aber eventuell darin bestehen, dass ich das was ich auf den parteitagen bishersah, nicht so ernst nähme wie die etablierten und hoffe, eine leicht verschobene perspektive auf einen parteitag geben zu können. ich schwärmte ihm wie ein irrer vom blogdings vor, was ich gerne lese, wie sehr ich mario sixtus (und christof wolff) seine blogtour verehre und ausserdem die riesenmaschine. da! da war es, der funken sprang über. die kannte er. er kenne kathrin passig und holm friebe. puh, wenn er die göttliche passig und den genialen friebe kennt, kann der artikel ja eigentlich nicht scheisse werden.
überprüfen kann man das am mittwoch in der berliner zeitung.
keiner fragt sich das, ich auch nicht wirklich, trotzdem, anbei, eine antwort darauf. am samstag fuhr ich ins neuköllner estrel hotel, hörte und guckte mir an was man mir und der presse dort vormachte — und schrieb darüber was ich sah und hörte. am sonntag fuhr ich nach dortmund und machte dort das selbe. hören, sehen, drüber schreiben. dasselbe werde ich am mittwoch bei der spd und nächsten monat bei der fdp machen. dass der eine oder andere darüber enttäuscht sein mag, das was ich schreibe „substanzlos“ ist, juckt mich nicht. es stimmt nämlich. ich schreibe oberflächlich, ohne tiefere recherchere, ohne grosse vorbereitung und vor allem subjektiv und unausgewogen. vor allem schreibe ich ausschliesslich das auf was meine aufmerksamkeit oder mein interesse weckt.
sollte sich jemand für objektivere berichterstattung interessieren, die damen und herren von den etablierten medien machen das ganz hervorragend — und zwar aus allen möglichen blickwinkeln. das kann man dann morgens in verschiedensten geschmacksrichtungen am kiosk kaufen oder im fernsehen sehen.
was ich mache, ist das genaue gegenteil von professionell, aber es macht mir spass, sonst würde ich keine zeit und kein geld dafür investieren. die einzigen beide dinge auf die ich wert lege sind, dass ich nicht in peinliche jubelarien abgleite und die vorgedruckten phrasen wegblogge und dass ich nicht langweile. sollte ich das doch tun: basht mich, heftig.
heute früh geht eine pressemeldung (so, oder leicht modifiziert) raus (vom haltungsturner geschrieben), die das oben gesagte etwas formeller und für merkbefreite formuliert:
Erstmals Live-Blogging von den Parteitagen
Hamburg (ots) - Mit dem Blogger Felix Schwenzel (http://wirres.net) hat das Wahlblog (http://wahlblog.de) erstmals einen unabhängigen Blogger auf Parteitage geschickt. Dieses Wochenende berichtete Schwenzel unter dem Pseudonym "ix" von den Parteitag der Linkspartei (27.8.) und der CDU (28.8.). Es folgen am Mittwoch (31.8.) der Parteitag der SPD. Am 9.9.ist Schwenzel live beim FDP-Parteitag dabei.
Mit den Berichten im Wahlblog betritt die Plattform Neuland. Erstmals in Deutschland ist ein unabhängiger Blogger als Laienjounalist bei allen großen Parteitagen akkreditiert und schreibt live und subjektiv im Blog.
Felix Schwenzel (http://wirres.net) gehört zu den bekanntesten Bloggern in Deutschland und bloggt seit sechs Jahren. Sein Blog gehört zu den Top 10 der meistverlinkten Blogs und zu den Top 50 in der Besucherstatistik. Der Berliner Informationsarchitekt und Entwickler ist von Anfang an Co-Autor im Wahlblog.
Das Wahlblog (http://wahlblog.de) ist am 1. Juni von den langjährigen Bloggern Nico Lumma ("Lummaland", http://lumma.de), Nico Brünjes ("Webpropaganda", http://webpropaganda.de/) und Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach ("Haltungsturnen", http://haltungsturnen.de) gegründet worden und hat zurzeit 20 Autoren aus allen politischen Richtungen. Die Technik stellt der Blogservice BLOGG.DE (http://blogg.de) zur Verfügung.
Was ist ein Weblog?
Ein Weblog oder "Blog" ist ein persönliches Online-Journal, das ähnlich einem Tagebuch chronologische Einträge aufweist und in der Regel frei zugänglich ist. Die Autoren der Weblogs werden "Blogger" genannt. In Deutschland gibt es ungefähr 70.000 aktive Weblogs.
Über BLOGG.DE
BLOGG.DE ist das deutsche Weblog-Portal und bietet seit 2003 zahlreiche Dienste rund um das Bloggen an. Unter anderem können Nutzer bei Blogg.de ein eigenes Weblog führen. Mit Blogstats.de (http://blogstats.de) hat BLOGG.DE die führende deutsche Suchmaschine für Weblogs geschaffen, die u.a. aktuelle Themen in Weblogs anschaulich aufbereitet und Verlinkungen darstellt.
es fing schon am hauptbahnhof an. vorwiegende kleidungsart war hemd, jacket und jeans. die junge union prägte die strassenbahn zur westfalenhalle mit ihrer auffassung von „leger“. den cdu-parteitag in dortmund genoss ich offline, schrob die beiträge im wahlblogg nach der veranstaltung in einem wlan-fähigen hotel und im zug. deshalb ist das zeug heute im wahlblogg nicht besonders live. auch nicht live on tape. einfach nur nachträglich.
was in so einer katze drin ist interessiert natürlich keinen. wohl aber offensichtlich die katze an sich als „content“. die papiernen medien und wir arrogant-blogger halten katzen-bilder ja für ein verachtenswertes phänomen des blogdings. stimmt aber gar nicht. zur zeit ist ganz berlin voll mit rosa und lila katzen(futter) werbung und wenn man genau hinguckt sind auch die proleten-magazine.
als ich kürzlich bei der sushi-happy-hour beim japaner an der ecke adalbert-/oraniienstrasse sass (sehr zu empfehlen übrigens, auch wenn die kein katzenfleisch zubereiten) und meinen 4 euro sushi teller im mich reindrückte, blätteret ich in den anerkannten proleten-fachmagazinen „bz“ und „freizeit revue“: alles voll mit katzen und anderen haustieren. wer ist bloss daruf gekommen das als blogphänomen zu bezeichnen?
dielinkspartei erweitert nun auch die deutsche sprache. bisher gab es nur tiefe, hohe, laute oder belegte stimmen, ab jetzt auch gibt es auch beratende stimmen:
ich sitze gerade im estrel in berlin-neukölln. nein, noch nicht an der hotelbar, sondern beim parteitag der linkspartei.pds. solange mein akkusaft reicht und mein wlan account, blogge ix im wahlblog.de was es dort so zu sehen gibt.
[nachtrag] es sind 9 beiträge geworden und ich frage mich ob ich das morgen aus dortmund, von der cdu auch so machen soll, oder alles in einen beitrag reinschreiben soll. die bilder habe ich geflickert und in dieses set gelegt.
morgen, wie gesagt, fahre ich nach dortmund und blogge von dort fürs wahlblog.de. heir nochmal dei beiträge von heute:
Ich wollt noch Tschüss sagen. War schön hier. Danke Herr ix für die Gastfreundlichkeit! Ich schätze, Sie und Ihre Leser werden die Herzchen vermissen... Ich gehe jetzt wieder auf die rosa Seite. Wer gerne las, was ich schrieb, der verlinke mich, auf dass ich so bekannt werde wie Herr ix, ins Fernsehen komme, Bücher veröffentliche und reich werde.