
an pudeln ist wirklich alles lang. außer der leitung. #frida

an pudeln ist wirklich alles lang. außer der leitung. #frida
wenn ich mal ein haus besitzen würde, möchte ich auch so einen eingang haben. #vehlefanz
heute endlich mal dran gedacht das handy zum gassigehen mitzunehmen. #frida
die seo-nerds in berlin mögen sich mit SEO auskennen, aber nicht alle mitarbeiterrïnnen ham raus, in engen weddinger wohnstrassen hinterher- oder entgegenkommenden fahrzeugen anzuzeigen, dass man den mit eigennreklame beklebten firmenwagen mitten auf der strasse anhält & ne kollegïn rauslässt. stvo-nerd-tipp: blinken
2015 führte Dan Price, der Chef des Zahlungsdienstleisters Gravity, ein Mindesteinkommen von 70.000 Dollar für die 120 Mitarbeiter seiner Firma ein — und reduzierte sein eigenes Gehalt um eine Million Dollar.
Als er das Mindesteinkommen einführte, glaubte kaum einer an den Erfolg der Massnahme. Price verlor zwei seiner Führungskräfte („senior employees“), die der Überzeugung waren, dass der Gehaltssprung die Angestellten („junior employees“) zum Faulenzen animieren würde und der Firma Wettbewerbsnachteile bescheren würde.
Das Gegenteil trat ein.
The headcount has doubled and the value of payments that the company processes has gone from $3.8bn a year to $10.2bn.
But there are other metrics that Price is more proud of.
"Before the $70,000 minimum wage, we were having between zero and two babies born per year amongst the team," he says.
"And since the announcement - and it's been only about four-and-a-half years - we've had more than 40 babies."
More than 10% of the company have been able to buy their own home, in one of the US's most expensive cities for renters. Before the figure was less than 1%.
Die Angestellten seien bereits vor dem Mindesteinkommen, bzw. vor ihren teils drastischen Gehaltserhöhungen zu harter Arbeit motiviert gewesen, aber ihnen etwas mehr finanzielle Freiheit zu geben, habe ihre Fähigkeiten und ihre Produktivität gesteigert, sagt Dan Price. Eine der Angestellten formuliert es so: „Man denkt nicht mehr, dass man zur Arbeit geht um Geld zu verdienen, sondern konzentriert sich mehr auf die Frage: »Wie kann ich bessere Arbeit liefern?«“
Dan Price ist allerdings schwer enttäuscht, dass sein frappierend effizientes Geschäftsmodell nicht mehr Nachahmer gefunden habe. Er habe eigentlich weitläufige, strukturelle Veränderungen erwartet, die aber ausblieben.
Die Geschichte zeigt hervorragend, wie verkorkst und verlogen unsere Vorstellung von Lohnarbeit ist. Kaum einer, auch in Europa, glaubt daran, dass Mindestlohn oder gar ein Grundeinkommen die Produktivität steigern würde und die Bauernregel, dass sich „Leistung lohnen müsse“ verkommt nicht nur in den USA zu pervers und unangemessen hohen Gehältern in den Vorstandsetagen.
Das erfolgreiche Experiment von Dan Price zeigt, dass es sich lohnt zu experimentieren und unsere Vorstellungen von Lohnarbeit aus der Gedankenwelt der frühen Industrialisierung zu befreien.
bbc.com: The boss who put everyone on 70K
In 2015, the boss of a card payments company in Seattle introduced a $70,000 minimum salary for all of his 120 staff - and personally took a pay cut of $1m. Five years later he's still on the minimum salary, and says the gamble has paid off.
Als ordentlicher Intellektueller müsste man Hubert Burda eigentlich verachten, dessen Medienimperium Journalismus-Imitationen wie die Bunte herausgibt oder dessen online-Auftritte mit ihren SEO-Praktiken, Clickbait-Gedöns und ihrer laxen Auffassung von Journalismus am Rande des Anstands balancieren (viele Beispiele im Bildblog oder auch hier). Das Interview, das Hubert Burda hier Sven Michaelsen und Michael Ebert gegeben hat, macht einem Schwarz-Weiss-Urteile über Hubert Burda aber nicht leicht.
Dass Hubert Burda sympathischer oder mindestens interessanter ist, als der Müll den sein Medienimperium produziert, ahnte ich schon früher. Bevor ich auf irgendeiner Blacklist vom Burda-Verlag landete oder noch den Eindruck machte in Ansätzen relevant oder sowas wie ein Beeinflusser zu sein, wurde ich ein paar mal auf Burdas DLD-Veranstaltung eingeladen. Der (die?) DLD ist eine geschickt platzierte Veranstaltung in München, die viele Digital-Denker und -Macher auf ihrem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos einen Zwischenstop ermöglicht und ein paar Tage auf Podien über aktuelle Entwicklungen im Netz sprechen, nachdenken oder streiten lässt.
Ich fand die Themen und Speaker-Mischung des DLD immer interessant und inspirierend, stellenweise aber auch extrem peinlich. In einer der Veranstaltungen auf dem DLD 2007 war der Veranstaltungsraum ziemlich früh so voll, dass sich viele, auch ich, in den Gängen auf den Boden setzten. Als ich da so sass, sass auch Hubert Burda ein paar Meter weiter auf dem Boden des Gangs und lauschte Adriana Huffington. Ich fand das sympathisch und unprätentiös. Unprätentiös und uneitel stellt sich Hubert Burda auch in diesem Interview dar.
SZ: 2005 veröffentlichte die Journalistin Gisela Freisinger nach mehreren Treffen mit Ihnen die mit Nickligkeiten gespickte Biografie Hubert Burda. Der Medienfürst. Warum haben Sie sich auf dieses Projekt eingelassen?
Burda: Der Grund war, dass ich jungen Leuten sagen wollte: Lasst euch nicht niedermachen, wenn ihr auf die Schnauze fallt. Nehmt mich als Beispiel. Ich bin sehr oft mit schwersten Verwundungen auf die Schnauze gefallen, aber ich bin immer wieder aufgestanden. Da ich in meiner Jugend geboxt habe, habe ich mir immer gesagt: Doppeldeckung! Irgendwann hören die Schläge auf. Und dann schau, dass du einen Haken anbringen kannst. Der Plot des Freisinger-Buches ist: Ein kleiner Mann brüllt dauernd: Ich! Ich! Ich! Das ist mir zu platt, aber Gram habe ich deshalb keinen. Meine Blätter teilen ja auch aus und vernichten Bücher oder ganze Künstlerkarrieren.
Auch, auf eine Art, sympathisch finde ich, dass Hubert Burda mit parzieller Ahnungslosigkeit öffentlich hausieren geht: „Ich habe […] keine Ahnung, wer Xing erfunden hat, obwohl uns das Unternehmen mehrheitlich gehört.“ Wobei ich in diesem speziellen Fall eher glaube, dass ihm einfach der Name des Xing-Gründers Lars Hinrichs entfallen ist und Hubert Burda ihn öfter, auch persönlich, auf und um den DLD getroffen und gesprochen hat — und genau weiss wer er ist. Aber auch wenn Hubert Burda es mit der Wahrheit nicht immer so genau zu nehmen scheint, vielschichtig ist er auf jeden Fall — und das Interview liest sich gut.
Allerdings schaut sich auch dieses Interview mit George W. Bush gut. Bush wirkt als ehemaliger Präsident um einiges sympathischer als Amtsinhaber, aber Menschen, seien es ehemalige Präsidenten oder Medien-Milliardäre, sollte man eben nicht nur nach ihren Ruhestands-Freizeitaktivitäten oder sympathischen Persönlichkeitsmerkmalen beurteilen, sondern auch immer nach ihrem Handeln und für was sie Verantwortung tragen.
sz-magazin.sueddeutsche.de: »Ich bin sehr oft auf die Schnauze gefallen«
Er ist einer der schillerndsten Verleger des Landes - obwohl er meint, lange nur Fehler gemacht zu haben. Jetzt feiert Hubert Burda seinen 75. Geburtstag und spricht über seine Eltern, die »teure Freundschaft« zu Rupert Murdoch und den Vorteil, nur 1,70 Meter groß zu sein.
Dem, was Nico Brünjes hier über die dänische Fernsehserie Ragnarök schreibt, möchte ich nicht widersprechen:
Nordische Mythologie nach heute verpflanzt ist ja immer so eine Sache, aber das typisch ruhige dänische Konzept und die hauptsächlich norwegischen Schauspieler, sowie die fantastische Ausstattung machen einen guten Job. Die Story hat mir insofern gut gefallen, dass sie mich ausgesprochen amüsiert und gekurzweilt hat.
Aber weil er sich so kurz fasst, dass seine Kurzkritik eigentlich gar nicht piqbar ist, möchte ich ihn ergänzen und vor allem der Frage nachgehen, warum Nordische Mythologie in der Popkultur „so eine Sache“ ist.
Eine der möglichen Antworten lautet wohl, dass Hollywood, vor allem Disney/Marvel, Nordische (und andere) Mythologien durch Verkitschung, Amerikanisierung und brutale Trivialisierung völlig entzaubert und leert. Die zwei Comicverfilmungen von Thor und spätere Fortführung der Figuren in Marvels filmischem Universum sind zwar auf ihre Art auch kurzweilig und amüsant, aber eben auch bombastisch aufgeblasene Trivialitäts-Feuerwerke. Schaut man sich solche Filme an, bleibt außer dem Gefühl, ein bisschen unterhalten worden zu sein, so gut wie nichts hängen. Mit der Subtilität und dem Zauber von Märchen und Mythen, deren Bilder einem oft noch tagelang nachhängen, haben Hollywood-Produktionen, die sich aus dem Fundus der alten Erzählungen freizügig bedienen, nichts mehr gemein.
Dazu kommt, dass Hollywood sich nicht nur aus dem Gemeingut der Märchen und Mythen bedient und diese dann auf seine Art trivialisiert und bagatelisiert, sondern den mit Stars gespickten, aufgeblähten Kitsch dann auch noch zur Kapitalextraktion als sogenanntes geistiges Eigentum umdeutet.
Der Kontrast der dänische Fernsehserie Ragnarök zu dieser Art von Hollywoodproduktionen ist sehr wohltuend. Ragnarök handelt nicht von abgehobenen, superheldigen Göttern, die in einem kitschigen, cinderella-artigen Asgard rumturnen, sondern von Alltagskonflikten, Liebe, Freundschaft und Zweifeln die immer nachvollziehbar und geerdet aus der Alltagsperspektive eines norwegischen Dorfes erzählt werden. Auch wenn man Zeuge von Superkräften und Übermenschentum wird, verliert man nie die gefühlte Nähe und Vertrautheit zum immer wieder selbstzweifelnden und verzweifelnden Helden.
Ragnarök wirkt auf den ersten Blick fast wie ein Kammerspiel oder eine Highschool-Serie und auch das wirkt wohltuend geerdet, bzw. schafft es im Gegenteil zu den Hollywoodschinken viel besser, Aspekte der nordischen Mythologie in einen aktuellen, nachvollziehbaren Kontext zu stellen — ohne alles zu übergeigen oder schönzupudern.
Die wirklich interessanten Heldengeschichten und Mythen erzählen von normalen Menschen, mit denen wir uns in irgendeiner Form identifizieren und mitfühlen können. Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Rotkäppchen scheitern am Alltag und der Gesellschaft, um am Ende doch irgendwie zu siegen – deshalb kann man sich normalerweise so gut mit diesen Figuren identifizieren und mitfühlen. Die Figuren aus Hollywoodschinken, die sich aus der Mythologie bedienen, schaffen es bestenfalls, dass man ihre Helden unterhaltsam, sympathisch, doof oder böse findet.
Ein weiterer Kontrast, der mir nach dem Ragnarök-Gucken auffiel: wie der Tod oder das Töten dargestellt wird. Während das Töten in Hollywoodfilmen meist jugendfrei, sauber und ohne weitere Konsequenzen – oft sogar ganz ohne Leichen – stattfindet, zeigt Ragnarök, dass sogar das Töten von Monstern im Alltag ernste Konsequenzen haben kann und dass jemand, der sich zum Helden berufen fühlt, aus anderer Perspektive auch als Wahnsinniger gesehen werden kann und wird.
Ragnarök läuft auf Netflix.
Ragnarök ist nicht nur die Götterdämmerung der nordischen Mythologie, oder eine schwedische Progressive-Rock-Band oder ein Metalfestival in Bayern, sondern auch der Titel einer dänischen Fernsehserie auf Netflix, die in Norwegen spielt.
Ich war bis zur achten Klasse ein ziemlich schlechter Schüler. Als ich in dieser Zeit über mein Leben nachdachte, war ich empört bei dem Gedanken, nach all diesen Jahren in der Schule noch mal vier bis fünf weitere Jahre lernen zu müssen. Was ist das für ein Leben, in dem man seine besten Jahre der Schule opfert?
Irgendwann habe ich dann doch die Lust am Lernen entdeckt und Abitur gemacht. Danach war mir aber nach etwas Praktischem, Unintellektuellem zumute – nach einer Lehre als Schreiner. Die Arbeit gefiel mir, aber ich fragte mich irgendwann: Was ist das für ein Leben, in dem man seine Gesundheit, seinen Körper so für den Job schinden muss?
Während der Lehre und auch später als ich doch noch zur Uni ging, sehnte ich mich nach einem Bürojob. Und jetzt, wo ich einen Bürojob habe, sehne ich mich immer wieder nach praktischer, handwerklicher Arbeit, bei der ich meinen Kopf nicht übermäßig beanspruchen muss.
Diese Sehnsucht nach dem jeweils Anderen hat mich – egal was ich in meinem Leben gerade tat – immer begleitet. Auch jetzt, wo ich den Redaktionsschluss für diese Kolumne schon lange überschritten habe, stelle ich mir vor, wie ein Leben als Busfahrer wohl wäre – und ob das nicht insgesamt entspannter wäre.
Weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich eigentlich immer irgendwie unzufrieden mit dem war, was ich gerade tat, habe ich mir Nebentätigkeiten zum Ausgleich gesucht. Statt von meinem Arbeitgeber zu erwarten, dass er mir einen Job anbietet, der alle meine Bedürfnisse befriedigt, konzentriere ich mich lieber darauf, mir Beschäftigungen zu suchen, die meine vom Job nicht erfüllten Bedürfnisse befriedigen.
Das Ergebnis überrascht mich immer wieder selbst: Obwohl ich in den vergangenen 14 Jahren möglicherweise nicht immer hundertprozentig zufrieden mit meinem Job war, habe ich kaum das Bedürfnis, ihn zu wechseln oder neu anzufangen. Wichtiger noch: Ich definiere mich mehr und mehr über meine Hobbies statt über meinen Broterwerbsjob. Ich sehe mich eher als Neuhundebesitzer oder als jemand, der ins Internet schreibt und zum Thema Heimautomatisierung forscht, als jemand, der Webentwicklungsprojekte leitet und koordiniert.
Wahrscheinlich ist es mit dem Traumjob ähnlich wie mit der Liebe: Weder das eine noch das andere passieren einem einfach so – zumindest nicht auf Dauer – sondern sind das Produkt von intensiver Arbeit an sich selbst und der Beziehung. Weder in der Liebe noch im Job kann man erwarten, dass allein die andere Seite alles tut, damit man sich ganz und gar wohlfühlt. Wenn man sich nicht (auch) um sich selbst kümmert, an sich arbeitet, ständig dazulernt und seinen Bedürfnissen Raum verschafft, verdörrt die Beziehung beziehungsweise die Freude am Job.
Man soll zwar nicht von sich auf andere schließen, aber ich vermute, dieses Phänomen kennen auch andere Menschen. Vor allem vermute ich aber, dass die Unzufriedenheit mit dem, was man gerade tut, oder zeitweilige Überforderung nur bedingt mit den äußeren Umständen zu tun haben – oft liegt die Antwort eben in einem selbst.
Nicht jede Tätigkeit, nicht jeder Job kann alle eigenen Interessen bedienen, egal wie sich der jeweilige Arbeitgeber oder Partner anstrengt, einen an sich zu binden. Nicht immer ist ein Neuanfang die Lösung, wenn der Job (oder die Beziehung) nervt. Vereinfacht gesagt: Frage dich nicht nur, was andere für dich tun können, sondern was du für dich selbst tun kannst.
Bildlich gesprochen: Wer seinen Job satt hat, könnte mal einen Kuchen backen. Nicht für die Kollegen, sondern für sich selbst.
Wenn ich juristische Texte lese, Verträge oder AGB, schlafe ich meisten sehr schnell ein, im wahrsten Sinne des Wortes. Manchmal zwinge ich mich aus beruflichen oder juristischen Gründen aber dann doch den einen oder anderen juristischen Text zuende zu lesen und durchzuarbeiten — und kann dieser Art von Text dann doch etwas abgewinnen, oder mir einbilden den Text tatsächlich verstanden zu haben.
Was ich dann, in diesen speziellen Momenten, an dieser Textform doch sehr gerne mag ist die Präzsision und das Bemühen um Eindeutigkeit dieser Texte die einen in der Konseuqenz zu radikaler differenzierung zwingen. Diese radikale Differenzierung in der juristischen Denkweise sorgt inn der Regel dafür, dass Juristen und Menschen, die glauben sich von einerm sogenannten gesunden Menschenverstand leiten zu lassen, sehr oft aneinander vorbeisprechen und sich gegenseitig nicht verstehen.
Dieser Text von Andrew Hammel unternimmt den Versuch Menschen ohne juristische Vorbildung, Journalisten und Zuschauern und Zuhörern diverser einschlägiger Podcasts und True Crime Documentaries ein bisschen zur Differenzierung zu verhelfen. Nein, das amerikanische Rechtssystem ist nicht total kaputt und korrupt und nicht nur „arme Schwarze landen [in den USA] im Gefängnis“.
Irritierender Weise schlägt Hammel in Punkt 7 dann aber vor: „Du sollst gesunden Menschenverstand walten lassen“. Das möchte ich korrigieren: „Du sollst nicht alles glauben was berichtet wird und beim Lesen und gucken immer versuchen mit- und nachzudenken“.
Ich fand Hammels Text gerade deshalb interessant zu lesen, weil er die Grenzen des gesunden Menschenverstands bei der Laienhaften Beurteilung von juristischen Sachverhalten aufzeigt.
uebermedien.de: 10 Gebote für bessere Berichte über amerikanische Strafprozesse
Der Fall des Doppelmörders Jens Söring ist nur ein Beispiel von vielen: Deutsche Journalisten scheinen besessen von amerikanischen Kriminalfällen. Bei der kritischen Aufarbeitung amerikanischer Gerichtsurteile werden sie aber immer wieder Opfer von Fehlannahmen und Vorurteilen. Höchste Zeit für eine Korrektur.
ich sehe leute die direkt ins mikro ihrer flach vors gesicht gehaltenen mobiltelefone sprechen.
ich sehe leute, die die mikros ihrer kopfhörer vor den mund halten oder — heute gesehen — sich die dinger unter die lippe binden.
ich prophezeihe, dass ix bald leute sehe, die den einen airpod in der hand halten und in die untere öffnung sprechen und sich den anderen airpod ins ohr drücken.
kann bitte mal jemand meine vision mit einem photo visualisieren?
von wegen die portrait-funktion des iphone kann keine portraits von tieren. klappt doch super — und der unwichtige hintergrund wird schön weichgezeichnet. #frida
unsere waschmaschine ging vorletzte woche kaputt. der otto-versand bot unser neues wunschmodell mit 5-8 werktagen lieferzeit an. quelle war ein bisschen teurer als anderswo, aber wir dachten: „otto ist ein zuverlässiger laden.“ aber zur sicherheit und weil der lieferstatus sich online nicht aktualisierte, rief die beifahrerin alle paar tage dort an. anrufen bei otto klappt super zuverlässig. die aussagen zur lieferzeit varierten aber leider stark. „mitte der woche“, „donnerstag“ — und plötzlich: „der lieferant liefert nicht, wir müssen 5 werktage schieben, ans ende der nächsten woche …“
wir haben dann die otto-versand-bestellung storniert, sind zu saturn am alexanderplatz gegangen, haben bezahlt und 2 tage später wurde die neue maschine hinter die wohnungstür geliefert und die alte mitgenommen.
fällt mir schwer, aber ich muss ein lob an saturn aussprechen: der verkäufer war nett und lustig und unaufdringlich, die lieferung gut im zeitfenster, alles verpackungsmaterial wurde mitgenommen.
absurd ist aber, dass man auch 2020 ein grossgerät doch am besten kauft, indem man in die innenstadt fährt, dort mit jemandem redet und dass sich online bei solchen anschaffungen immer noch unseriös, unzuverlässig und unverbindlich anfühlt.
[hier stand statt „otto“-versand „quelle“-versand, weil ich offenbar worte die mit Q oder O anfangen gelegentlich verwechsle. doof, zumal es quelle so gar nicht mehr gibt.]
mit mehr #ambiguitätstoleranz liesse sich auch aushalten, dass manche diese und andere jene definition von jahrzehnten nutzen.
ix trainiere ambiguitätstoleranz indem ich klugscheissplaïner still ertrage und mir einrede, dass die (bestimmt) immer auch nette seiten haben.
vor dem ersten schnee erstmal der erste sand.



