mal eine schöne variante zum altbekannten „danke anke“ (mitnichten von ingolf lück ausgedacht, lediglich „popularisiert“, ix sagte das schon 1992 und die wochenshow gabs ja erst ab 1996; das klang dann in etwa so: „danke anke“ — „bitte fritte“ — „ich heiss nicht fritte“ — „ich heiss auch nicht anke“ — „na und?“):
Herzschmerz online. Tagebücher im Internet “So, jetzt mache ich gleich einen Salat, hole Kräuterbaguette aus dem Kühlfach, dazu Tsatsiki und das Fleisch und dann wird gegrillt. Schön gemütlich mit unserem kleinen Elektro-Tischgrill. Ich freu mich drauf: 28.07.02, 17.55 Uhr. Bitte kommentieren." Biggi schreibt Tagebuch im Internet. Tausende andere auch. Online-Tagebücher lesen sich wie Fortsetzungsromane: Home-Stories im digitalen Zeitalter. Autor ist jeder, der sich dazu macht. Die Tagebuchschreiber im Internet notieren auf einer Seite alles, was ihnen in den Sinn kommt. Total banal bis hochdramatisch: Alltagsgedanken, Krankheitsgeschichten, Reiseerlebnisse und Coming-Out-Chroniken. Drei Online-Tagebuchschreiber und eine Literaturwissenschaftlerin beschreiben ein Phänomen, das Hochkonjunktur hat.
vermutlich heisst „deadline“ übersetzt gar nicht „todesstrich“, nichtsdestotrotz möchte ich daran erinnern, dass vier teilnehmer des blogalike contest ihre „deadlines“ auf heute abend 24h, bzw. spätestens morgen gesetzt haben. also schnell anke gröner, marcus, lisaneun und signal77 nachmachen.
manche worte haben ja mehrere bedeutungen. so bezeichnen „sekt und kaviar“ zwar einerseits perlwein und störeier (nicht die störeier die man bei kundgebungen auf politiker wirft, sondern die des fisches), bzw. störrogen, aber diese redeweise wird auch benutzt um sexualpraktiken zu bezeichnen die mit einer fixierung auf fäkalien zu tun haben. man sollte diese redewendung also mit vorsicht gebrauchen, wenn man sich oder andere nicht lächerlich machen will.
ähnlich verhält es sich mit der redewenung „das näschen pudern“. das kann laut dieser webseite was mit schminken zu tun haben, ein synonym für aufs klo gehen oder das koksen, also kokain schnupfen, sein.
die nase zu pudern kann also „koksen“ bedeuten. soweit so gut.
heute las ich in der bildzeitung einen artikel von carolin dendler, in dem sie schrieb, nicht nur mindestens 20 minuten während des wiener opernballs auf der toilette zugebracht zu haben (und „zufällig“ augenzeugin des „ballhöhepunktes“ wurde), sondern auch die toilette zum „nase pudern“ aufsuchte.
[Gerri Halliwell] stöhnte einmal tief, bevor sie die Toilettentür zuschloß: „Wann kann ich endlich ins Bett?“ Ganz zufällig und praktischerweise wurde ich [Carolin Dendler] Augenzeuge des Ballhöhepunkts, irgendwann muß man sich ja die Nase pudern...
Gegen 23.15 Uhr und eine Viertelstunde später klopft ihre Managerin Joana an der Tür: „Geri, bist du o. k.?“ Keine Antwort. Ich frage die Managerin: „Joana, wie gefällt Ihnen der Abend? Amüsiert sich Geri?“ Sie rollt die Augen und meint: „Es ist schrecklich, ganz schrecklich.“
was will uns carolin dendler damit sagen? dass sie zur altmodischen riege von frauen gehört die sich regelmässig aus kosmetischen gründen mit puderquaste und puderdose die nase pudern und dabei riskieren sich das abendkleid zu versauen? dass sie so fein ist, dass sie statt „ich geh mal eben pissen“, „ich bin gleich zurück, ich gehe mir nur mal eben 20 minuten die nase pudern“ sagt? oder deutet sie an, dass sie auch mal gerne verbotene konservierungsmittel betäubungsmittel konsumiert?
also ich kann mir das ehrlichgesagt nicht vorstellen, dass irgendjemand aus der bild-„zeitungs“-redaktion kokst. ich glaube dafür würde ich sogar meine hand ins feuer legen (und der bildzeitungskumpel johannes paul II sicher auch). deshalb bin ich sicher, dass wir im sommerloch, wenn der bildzeitung die themen ausgehen, den grossen redaktions haarproben test in der bild-„zeitung“ lesen werden, der auch den letzten zweifler davon überzeugen wird: bild kokst nicht!
ein paar sind jetzt noch in der sogenannten „pipeline“, aber falls einer noch kreativität übrig hat und mit scheisse umgehen kann, schicke mir etwas davon. nein falsch. ich wollte das ja so formulieren: wenn sie kreativität und ideen übrig haben, mit scheisse umgehen können, schicken sie mir doch was davon. ich danke ihnen dann.
was ist peinlicher als ein punk der mit hochwasserhosen, weissen tennissocken, milder adipositas, nasenring und überkämmter kopfoberseitenglatze ohne hund am ubahnsteig steht?
ein lispelnder rapper.
obwohl, eigentlich wars gut als ich eben „true mc's“ von panjabi mc mit dem lifpelnden rapper hörte (und der punk war bestimmt auch ein ganz netter).
jetzt hat flickr schon tausende wege um bilder zu finden und organisieren, tags, rss-feeds für beliebige tags und zu jedem tag automatisch generierte „related tags“, gruppen zum fotos oder bilder sammeln, kontakte, deren fotos einen evtl. interessieren könnten und nu kann man sich flickr fotos auch noch nach farbe aussuchen: flickr central colr pickr. ganz gross.
eben im caras an der neuen schönhauser: mitte schnitte mit vollausstattung, steht vor mir in der für 9 uhr erstaunlich langen kassenschlange. versucht jemanden anzurufen. mit dem handy am ohr guckt er ständig hinter sich und neben sich, als ob er erwarten würde gleich einen bekannte zu sehen. er muss zwei mal neu wählen bis sich sein gesprächspartner meldet: „halllooo, wie geht es dir? [...] jaaa, ich bin gerade auf dem weg zum tai chi.“ die warteschlange bewegt sich vor und er ist dran, während er noch telefoniert. aber er ist ja ne coole sau, schaut die bedienung durch seine getönte spacko- vollflächenverglasung im gesicht an und sagt: „einen chai tea.“
geil. spacke geht zum tai chi und bestellt davor einen chai tea. wobei „chai“ soweit ich weiss nichts anderes als „tee“ bedeutet, er also eigentlich einen „tee tee“ bestellt.
[bitte mehrfach laut vorlesen: „tai chi chai tea tee tee.“]
aber kommt bald zurück. an irgendwas erinnert mich das. bin mal gespannt, obs auch „one more thing“ gibt.
[nachtrag: blogg.de läuft wieder, das blogg.de one more thing sind tags. hübsch. geht nur noch nicht bei mir.]
[nachtrag 5.2.: respekt blogg.de tagging, geht jetzt. ix weiss nicht obs daran liegt, dass ich jetzt nicht mit dem feedburner feed pinge, sondern dem quellfeed, aber es geht. wunderbar. jetzt gilt folgende faustregel: bloggen pro tag: 3 stunden, taggen+kategorisieren pro tag: 1 stunde]
wirres, second worst journalistic blog german (after spiegel-online)
wirres, fachblog für verbale inkontinenz
gewöhnungsbedürftiges weblog
unglaubwürdiges weblog
unglaubwürdige homepage
unglaubwürdiges dings
logos
die logos auf dieser seite sind zum grössten teil einsendungen von lesern, nachdem ich erstmals im februar 2005 folgendermassen dazu aufrief:
falls jemand bock hat mit dem kreis obenrechtslinks (in dem zur zeit ein schnüffelnder hund steht) was zu machen (aka zu gestalten): gerne. sonst mach ich das alleine.
einzige bedingung, der dicke kreis (aussenmass: 100x100px), die farbe (s/w) und die scheissse bleibt.
alle logos waren für eien weile als logo auf wirres.net zu sehen.
wen nico mich so aufordert mach ich auch langweiliges, peinliches zeug mit.
1. Total amount of music files on your computer: 7 GB (externes firewirelaufwerk: 30 GB, derzeit ungenutzt [killing my itunes])
2. The last CD you bought was: annett lousian „bohème“ als .m4p und als plastikversion „musicology“ vom prinzen (danach gerippt und verschenkt)
3. What is the song you last listened to before reading this message? Bostich [Jil Sander] , Yello, Music From The Fashion Week Issue #02 Session 1
4. Write down 5 songs you often listen to or that mean a lot to you. laut itunes die top 5 meistgehörten der letzten 4 monate:
This Love, Maroon 5
Mein Teil, Rammstein
lena (does another call), nouvelle vague
shrink wrapped, nouvelle vague
biz (keine ahnung was das ist, geiles kleines lied, zugeflogenes .mp3)
5. Who are you going to pass this stick to? (3 persons) and why?
k@rpfen - wegen seinem exquisiten geschmack (because he has a weird taste...)
anke - weil sie es brauchen könnte (because she is desperately seeking more links...)
don - immer für ne überaschung gut (because I am interested...)
das sieht ja mal wieder lecker aus, das neue heft:
M Publication Volume 04 is a special dedication to our homeland Germany. „In Liebe zu Deutschland“ with visions of the world‘s infamous and renowned artists, writers, designers and story tellers. The heaviest independent magazine of its time with 1200 grams of the finest paper qualities by the company M-real. More than 220 pages in full color with mixed blends of green and gold by K+E especially for this volume.
gmx, der sicherste und mögigste freemail-, power- und komfortprovider der ganzen welt, sperrt herrn tristessedeluxe das freemail account weil er eine dial-in rechnung nicht bezahlt hat. gewagt finde ich. eigentlich dürften die nach solchen aktionen doch gar nicht mit „kostenlosen“ email accounts werben?
apropos werbung. gerade in dem moment da dank der tküv (telekommunikations-überwachungsverordnung) der staat nach gutdünken jede einzelne email mitlesen kann mit dem spruch „die gedanken sind frei“ zu werben kommt äusserst sarkastisch rüber. ehrlicher wäre: „wenn du nix zu verbergen hast, mail mit gmx (oder blogge es).“
(kann man gmx zugute halten, dass sie nicht „email macht frei“ als spruch genommen haben?)
ausserdem hat mir nie der ton gefallen der einem als gmx-kunde im „kundendialog“ entgegenschlug. ich war vor ein paar jahren tatsächlich mal zahlender kunde bei gmx. aber seit mich gmx mehrfach zu verarschen versuchte, zahle ich nix mehr und lasse mein über sieben jahre altes gmx account ruhen.