die gute nachricht: die fussbroichs drehen eine neue staffel „die fussbroichs“. die schlechte nachricht: nicht ute diehl produziert die neue staffel, sondern bernd schumacher, laut express „Erfolgsproduzent von Formaten wie „Auf und davon“ oder „Natürlich blond“ mit Daniela Katzenberger“.
ich bin übrigens sehr zufrieden mit duckduckgo. wenn die suchergebnisse mal nicht passen lautet er ausweg: ein g! zur suchanfrage hinzufügen und mit google suchen. ich glaube die default-suche bleibt für lange zeit bei mir auf duckduckgo eingestellt. auch weil man dank diverser !bangs so schnell und bequem rauskommt.
etwas ungelenk formuliert, aber irgendwie auf den punkt; leonhard dobusch und mathias richel:
Jugendliche tanzen zu ihrer Lieblinsmusik, filmen sich dabei mit ihrem Handy und verletzten das Urheberrecht, weil sie dieses Video mit ihren Freunden im Netz teilen. Urheberrechtsverletzung steht in der digitalen Gesellschaft an der Tagesordnung.
wir sind alle piraten. ausser christoph keese. der ist auch einer, wills aber nicht zugeben.
fantastical ist toll. was mir aber kürzlich auffiel: früher waren die mitgelieferten programme von apple state of the art. immer etwas schlanker, eleganter, hübscher, praktischer als die von drittentwicklern. seit kurzem hat sich da geändert. gegen fantastical ist ical ein rostiger dampfer. und seit ich lion installiert habe, ist aus dem schlanken apple vorschau-programm (preview.app) dass jahrelang zuverlässig und schnell pdf-dateien und bilddateien öffnete ein oller, rostiger dampfer geworden. es dauert mitunter ewig bis sich vorschau öffnet, es stürzt ständig ab und mittlerweile öffnet pixelmator bilddateien, egal ob gross oder klein, schneller als vorschau. muss man sich mal vorstellen. die zeiten ändern sich.
Nüchtern betrachtet hat Kim Dotcom erfolgreich gezeigt, wie man mit Inhalten im Netz aus Nutzern dauerhafte Kunden macht: Indem man ihnen kundenfreundlich die Plattform liefert, die sie wollen, zu einem Preis, den sie zu zahlen bereit sind, und das alles, ohne sie dabei zu kriminalisieren. Ich habe wenig Zweifel, dass man ihm nun den Prozess machen wird - aber ich habe grosse Zweifel, dass diese 175 oder gar 500 Millionen Dollar in Zukunft bei den Rechteinhabern landen werden. Megaupload hat Zahlende und Inhalte zusammen gebracht und die Kunden zufrieden gestellt.
[fun fact: was haben kim schmitz und kim jong-il gemeinsam? nichts. noch nichtmal den vornamen.]
kurz vorher hate ich diesen spon-artikel gelesen, in dem die empörung im internet beschrieben wurde, die die äusserungen des chefs des filmindustrieverbandes MPAA chris dodd hervorriefen, als der drohte, obama künftig keine spenden mehr für seinen wahlkampf zu geben, weil obama sich gegen ein das SOPA-gesetzesvorhaben ausgesprochen hatte.
offensichtlich glaubt dodd, dass die tatsache, das man politiker unterstützt und diese unterstützung mit der künftigen verfolgung der eigenen interessen verknüpft irgendwie normal sei. soweit ich weiss ist es auch in der amerikanischen politik üblich, dass politiker sich dem wohl des volkes verpflichten und nicht dem wohl ihrer finanziellen unterstützer. in deutschland, das habe ich zumindest in der schule gelernt, ist ein abgeordneter im bundestag seinem gewissen verpflichtet — und nicht seinen spendern oder sonstwem.
die haltung die aus dodds äusserungen spricht, empfinde ich in der tat mafiös. alles was ich aus medien, film und fernsehen über die mafia weiss folgt dem gleichen muster: ich helfe dir, du hilfst mir, aber wenn du nicht loyal bist, bist du am ende.
Bestechung begeht, wer einem Amtsträger (Wahlamt, Beamter, Angestellter im öffentlichen Dienst usw.), einem für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteten oder einem Soldaten der Bundeswehr als Gegenleistung dafür, dass er eine Amtshandlung vorgenommen hat oder künftig vornehmen wird, einen Vorteil für sich oder einen Dritten anbietet, verspricht oder gewährt.
anders gesagt: wer spenden oder finanzielle unterstützung an bedingungen oder vorteilsgabe knüpft, begeht bestechung. dass genau das in den USA gängige praxis ist mag sein, aber der widerstand gegen diese schändliche praxis beginnt sich dort gerade zu formen. zumindest die etwas helleren menschen dort beginnen zu erkennen, dass etwas am system faul sein könnte.
obwohl mike masnik genau dieses problem das lawrence lessig und jon stewart kürzlich diskutierten, so zusammenfasst
The key point is not -- as some assume -- that money buys results, but that money buys access and attention, and Congress knows this.
zeigt sich spätestens durch die äusserungen dodds, dass spender etwas mehr als zugang und aufmerksamkeit erwarten.
und das ist auch das hauptproblem mit SOPA/PIPA. es ist eine gesetzgebung die ausschliesslich die interessen einer kleiner gruppe mit bestimmten wirtschaftlichen interessen berücksichtigt. formal demokratisch legitimiert, faktisch aber an der öffentlichkeit und ihren interessen vorbei.
das waren so in etwa meine gedanken, als ich johnny haeuslers überschrift las. dass johnny haeusler aber etwas ganz anderes in seinem artikel behandelte, nämlich die verharmlosung von kim schmitz und seinem megaupload-dings durch die piraten und anderen und schlussfolgerte
Sollten sich die Vorwürfe gegen Kim Schmitz und Kumpanen bewahrheiten, gibt es mindestens zwei Definitionen für den Begriff „Content-Mafia“.
hat mich dann doch ein bisschen enttäuscht, weil er über die andere art der definition für content-mafia nichts sagte.
ich glaube auch, dass wir es mit zwei arten von content-mafia zu tun haben. die einen wie kim schmitz, die (vermutlich) rechte anderer missachten und rücksichtslos für ihre eigenen profite nutzen und die anderen, die ihre rechte auch rücksichtslos gegen die (bürger-)rechte und interessen anderer durchzusetzen versuchen, um ihre profite zu maximieren.
beide „content-mafias“ sind extreme, an gegenüberliegenden polen und beide haben augenscheinlich jedes mass verloren. die content-industrie möchte gerne leicher filtern, inhalte entfernen und hinz und kunz noch einfacher verklagen können, die anderen glauben alles sei OK was geht. völlig grössenwahnsinnig und in ihrer selbsteinschätzung komplett allem irdischen entrückt, sind beide.
und dann war da noch christoph keese. der meint, dass eine gesetzesinitiative, die es rechteinhabern noch leichter macht leute zu verklagen, inhalte aus dem netz zu entfernen und eine zensurinfrastruktur aufzubauen, sei eine prima sache, „maßvoll und durchdacht“. er „analysiert“ den gesetzentwurf auf vielen seiten in seinem „privaten“ blog, in dem er auch hin und wieder gegen urheberrechte verstösst. keese verharmlost die gesetzesvorlage nach kräften, behauptet, dass sich das gesetz ausschliesslich auf ausländische seiten beziehe und ohnehin vorhandene rechte der rechteinhaber gegen „Netzpiraterie“ stärke. auch ein missbrauch sei so gut wie ausgeschlossen.
ich habe keeses text gelesen, werde mich aber nicht auf allzuviele details eingehen, ich will nämlich heute abedn noch eine DVD die ich mir privat geliehen habe ansehen. aber drei dinge sind mir aufgefallen:
einerseits argumentiert keese, wie gesagt, dass das gesetz ausschliesslich ausländische seiten betreffe:
Wichtig an dieser Stelle ist vor allem die Definition von „Foreign Internet Site“, denn die neuen SOPA-Rechte des Staates gegen Piraten erstrecken sich ausschließlich auf ausländische Seiten.
aber wie kann man technisch oder juristisch unterscheiden ob eine site „ausländisch“ ist? am domainnamen? bit.ly ist keine lybische site, sondern eine amerikanische, obwohl ihr domainname nicht in amerika registriert ist. und ist beispielsweise axel-springer.nl ein niederländisches unternehmen, weil es eine niederlänsische domain benutzt?
dann verharmlost er die neuen zivilrechtlichen klage-rechte, die der gesetzentwurf rechteinhabern einräumt:
Amerikanischen Rechteinhabern wird damit das Recht eingeräumt, zivilrechtliche Ansprüche, die sie heute schon haben, auch gegen die inländischen Geschäftspartner ausländischer Webseiten durchzusetzen, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sich. [schreibfehler ausnahmsweise nicht von mir, sondern von keese]
seiten die piraterie ermöglichen, egal ob inländisch oder ausländisch können in grund und boden geklagt werden. wer nicht die mittel für eine schlagkräftige rechtsabteilung hat, sollte künftig lieber die finger von websites lassen, die nutzerinhalte erlauben. denn jeder link auf beanstandete seiten der von benutzern gepostet wird, öffnet die möglichkeit für rechteinhaber zu klagen. das kann man unter anderem hier nachlesen. oder hier.
viel rätselhafter aber ist, warum christoph keese zwar die gesetzesvorlage fleissig „analysiert“, aber nicht ein wort, nicht einen gedanken daran verschwendet, was diese netzpiraterie denn nun eigentlich ist, wie piraterie genau definiert ist? oder wer ist ein pirat? bereits jetzt können rechteinhaber familien-videos von youtube entfernen lassen, wenn im hintergrund urheberrechtlich geschütze musik läuft. das amerikanische FBI kann die verhaftung von deutschen staatsbürgern in neuseeland verlassen, wenn der verdacht besteht, dass sie urhebrrechte verletzt haben. aber wo läuft die grenze zwischen herrn kunz der sein baby filmt während das radio läuft und auf youtube lädt und kim schmitz? ist keese ein pirat, weil er auf mario sixtus’ urheberrecht scheisst und gegen seine lizenzbedingungen verstösst? wo ist der unterschied zwischen dem bereitstellen von torrent-dateien oder suchergebnissen und journalisten die auf facebook oder in anderen medien öffentlich einsehbare fotos klauen um ihren boulevard-scheiss zu illustrieren?
was ist piraterie? wer sind die piraten die es zu bekämpfen, zu filtern oder zu verklagen gilt? warum reichen die vorhandenen gesetze nicht aus (mit denen man bereits erfolgreich gegen kino.to, axel-springer-bilderklau oder megaupload vorgehen kann), bzw. warum werden im gegenteil die gesetze nicht so stark vereinfacht, dass auch journalisten wie christoph keese sie verstehen und beispielsweise fotos lizenzrechtlich einwandfrei verwenden können ohne in die fallen des urheberrechts zu tappen? /via rivva.
[nachtrag 25.01.2012, 01:12h] netzpolitik:
Aussagen von MPAA-Chef Chris Dodd, der den direkten Zusammenhang zwischen dem Geldfluss an Politiker und der Unterstützung der Gesetzesvorhaben durch diese bestätigte, hatten denn auch eine Petition mit derzeit knapp 27.000 Unterzeichnern zur Folge, in der das Weiße Haus aufgefordert wird, gegen Dodd wegen Bestechung zu ermitteln.
faszinierender artikel warum (nicht nur) apple in china produziert. kurzfassung: die chinesen sind nicht nur günstiger, sondern auch besser als die amerikaner (und wir). natürlich via daringfireball.
google bescheisst (natürlich) bei den statistiken der google+-nutzung. google versucht mit allen mitteln den erfolg zu erzwingen und wird mir immer unsympathischer.
wie die filmindustrie den amerikanischen kongress bescheisst und statistiken verfälscht. immer noch unbeantwortet, zumindest seriös: wie gross der schaden durch raubkopieren denn nun wirklich ist.
wenn man sich die zahlen der filmindustrie ansieht, wie das julian sanchez im von cory doctorow verlinmkten artikel getan hat, kommt man schnell von jährlich 61 milliarden auf 446 millionen dollar schaden den amerikanische benutzer den filmstudios angeblich beigebracht haben sollen. julian sanchez:
Of the total $6.1 billion in annual losses LEK estimated to MPAA studios, the amount attributable to online piracy by users in the United States was $446 million--which, by coincidence, is roughly the amount grossed globally by Alvin and the Chipmunks: The Squeakquel.
so soll wirres.net demnächst aussehen. leider ist das noch lange nicht fertig, aber so in der art wirds aussehen. reaktionsfähig (responsive) isses auch.
De facto gibt es also auch im Bereich Mobilfunk immer noch eine Speicherung von Daten auf Vorrat, ergo Vorratsdatenspeicherung. Und diese Daten werden viel umfassender genutzt als uns in der Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung immer verkauft werden soll. Jeder kann betroffen sein.
Interessant ist der zeitliche Zusammenhang zur #Sopa-Debatte. Wurden doch viele Maßnahmen in dem umstrittenen Gesetzesentwurf damit begründet, dass es keine Handhabe gegen Webseiten wie megaupload.com geben würde. Ob Zufall oder nicht, das FBI beweist vielleicht gerade, dass diese Maßnahmen gar nicht notwendig sind.
eben gabs nach einem kleinen unwetter (so gegen 17:00h) in hamburg eine massive störung bei o2: weder mein o2-DSL-, noch mein o2-G3-internet funktionierten danach. dementsprechend konnte ich nicht mehr über das festnetz telefonieren, das handy funktionierte aber noch. dem o2-premium-hotline-märchenonkel rutschte dan raus: in hamburg ist immer ne störung. aha. dann fiel er aber wieder in den schulungsmodus und leierte dann den standardsatz „aufgrund von unerwartet hoher verkaufszahlen von smartphones ist in weiten gebieten mit einschränkungen im mobilen datenverkehr zu rechnen“. nee. ne DSL-störung habe er nicht auf dem schirm, er verbinde mich aber mal weiter an die DSL-abteilung.
die DSL-abteilung sagte mir dann nach 20 minuten wartezeit, dass es eine störung gebe, die kollegen wären schon dran, sie könne mir aber gerne ne SMS schicken, wenn die störung behoben sei. ich schwunzelte und sagte: oh, da würd ich mich aber freuen, bei den letzten 20 störungen die ich gemeldet habe, haben sie mir das auch immer versprochen — und ich hab nie ne SMS bekommen. da musste auch die callcenterfrau lachen. ne sms hab ich bekommen:
Lieber o2 Kunde, die von Ihnen gemeldete Störung wird unter der Fall-Nr.: 579649449 bearbeitet. Ihr o2 Team!
obwohl das DSL-geraffel seit 19:30h wieder funktioniert, hab ich (natürlich) bisher keine störungsbehebungs-SMS bekommen. und werde auch keine bekommen. warum verspricht o2 ständig sachen, die sie nicht einhalten können? kundenmissmutigkeitsmassnahmen?
[nachtrag 20.01.2012] mein erstes mal, ein kleines wunder:
Lieber o2 Kunde, wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, das die Störung mit der Fall-Nr.: 579649449 behoben ist. Ihr o2 Team!
auch wenn die SMS orthografisch von mir sein könnte, will ich mich jetzt einfach mal freuen.
It is easy to look at all of this evidence - not to mention the Obama Administration's withdrawal of support from SOPA yesterday - and feel invincible. And yet...
This is not a battle of today, or the next month, or even the next year. Questions of privacy and regulation of internet business are going to shape the coming decades, and the way policy is shaped will have a powerful deterministic impact not just on our ability to create startups but the fundamental nature of the 21st century economy.
stefan niggemeier über stefan winterbauer, den blinden unter den einäugigen beim braanchendienst „meedia“ und die taz und die „bild“ und den wullff.
Für 2012 habe ich mir vorgenommen all diese Splitter besser zu vereinigen. Da ich endlich verstanden habe, welche Macht hinter Tags, RSS und all den schönen Plugins und Widgets bei WordPress steht, bin ich zuversichtlich, dass mir das gelingt. Sobald ich Zeit habe. [Räuspern]
stefan niggemeier ist im spiegel (online) fast noch besser als bei sich im blog und zerlegt genüsslich die salami-taktik des fachblatts für bigotterie:
So redet sich „Bild“ aus der Affäre: Das Blatt antwortet scheinbar mit ungewohnter Transparenz auf Fragen, wie es mit dem Inhalt der Nachricht umgegangen ist, spart dabei aber heikle Punkte aus. Auf Nachfrage, die auf diese heiklen Punkte zielt, beruft sich das Blatt dann plötzlich auf die Pflicht zur Vertraulichkeit. Man könnte denken, „Bild“ parodierte so immer noch das Verhalten des Bundespräsidenten; vermutlich handelt es sich aber eher um die eigene, seit längerem erprobte Taktik der Desinformation. Dahinter steckt anscheinend der Versuch, die eigene Rolle zu verschleiern. Die Boulevardzeitung ist in der Auseinandersetzung mit Wulff nicht bloß Beobachter oder gar Opfer, wie sie glauben machen will, sondern Akteur. Sie spielt den Trumpf, den ihr Wulff durch den wütenden Anruf gegeben hat, nicht offen aus, sondern setzt Information und Nicht-Information geschickt zum größten eigenen Nutzen und Schaden Wulffs ein. Ihr Verhältnis zu Transparenz und Ethik ist ein rein taktisches.
tim o'reilly fragt im weissen haus nach, wo denn die beweise seien, dass raubkopierei hohe wirtschaftliche schäden verursache (via jeff jarvis). tim o'reilly:
In the entire discussion, I've seen no discussion of credible evidence of this economic harm. There's no question in my mind that piracy exists, that people around the world are enjoying creative content without paying for it, and even that some criminals are profiting by redistributing it. But is there actual economic harm?
In my experience at O'Reilly, the losses due to piracy are far outweighed by the benefits of the free flow of information, which makes the world richer, and develops new markets for legitimate content. Most of the people who are downloading unauthorized copies of O'Reilly books would never have paid us for them anyway; meanwhile, hundreds of thousands of others are buying content from us, many of them in countries that we were never able to do business with when our products were not available in digital form.
mittlerweile hat jeff jarvis seinem google+-beitrag einen blogartikel hinterhergeschoben, in dem er die diskussion um SOPA auf eine grundsätzliche ebene führen will: die frage, ob es wichtiger ist freie meinungsäusserung zu schützen oder eine ohnehin sterbende industrie.
Make no mistake about this: this is the White House asking for a hard reset of SOPA/PIPA and saying start again from scratch. This is an astounding turn of events, and a much stronger statement from the White House than anyone honestly expected. This is almost entirely because of the outcry that came out of the internet over the last few months. Without that, it is unlikely that the White House ever would have come out with such a strong position that questions the key provisions of these bills.
das ist quasi der amerikanische zensursula-moment. sieht aus als sei SOPA dank der proteste im netz vorerst vom tisch.
ziemlich fundierte betrachtungen zu den änderungen und hintergründen der plussifizierung von google von steven levy (unter anderem autor des google-buchs „in the plex“):
But there is a risk to proceeding on this path. The company has spent its entire corporate life protecting the integrity of its search product. When writing In the Plex, I learned that the secret behind Google's somewhat bland design was that if Google looked like it was designed by a machine, users would implicitly understand that Google search itself was unpolluted by strong opinions. Google meticulously positioned its flagship product as a neutral judge of what was relevant to the user.
Search, in short, should appear to be like Caesar's wife, above reproach. When using its algorithmic wizardry to deeply integrate social information into its search experience, it behooves Google to avoid even a whiff of bias. With SPYW, though, the odor is unmistakable. No matter how you cut it, the search engine now increases the value of participating in Google+. It may be Google’s right to do this. But it also may turn off a lot of users. And it also provides ammo for Google’s detractors, including those in Washington.
wenn DuckDuckGo nicht in der Liste steht, zu duckduckgo gehen und unten rechts klicken („Add to Chrome“)
„als standard festlegen“ klicken
fühlt sich am anfang etwas komisch an, aber ich mag jetzt schon den minimalismus von duckduckgo. so war google auch mal. ich probier das jetzt mindestens ne woche aus. wenn ich unzufrieden bin, probier ich bing ne woche aus.
was tatsächlich unter umständen bald an duckduckgo nerven könnte ist die vornehmliche ausrichtung auf den us-markt. [nachtrag: man kann die ausrichtung der suchergebnisse auf verschiedene regionen einstellen] keine deutsche version, keine deutsche lokalisierung. aber vielleicht ist das ja auch gut so. ich mag jetzt auf jeden fall schon die !bangs und die keyboard shortcuts.
So wie Wulff gebaut ist, sitzt er das aus. Wenn er die Stromstöße dieser medial inszenierten Hinrichtung politisch überlebt, sollte er das Amt zur Bewährung behalten - aber dann bitte auch lebenslänglich. Damit wäre auch der Steuerzahler entlastet. Man muss das mal durchrechnen. Was zahlen wir den früheren Bundespräsidenten alles? Lebenslänglich Bezüge, Dienstwagen, Fahrer, Büro, Sekretärin. Die Lebenserwartung steigt ja nun auch ständig. Deshalb plädiere ich für lebenslängliche Amtsbekleidung.
google „related image“-porn. wunderbar den algorithmen bei der arbeit zuzusehen. nach deutschem urheberrecht natürlich hochgradig illegal. deswegen natürlich besonders toll. jason kottke:
This is mesmerizing: using Google Image Search and starting with a transparent image, this video cycles through each subsequent related image, over 2900 in all.
original und zusammenfassung von cory doctorow. drückermethoden, grössenwahn, dumme entscheidungen, kunden verprellen. google ist ein ganz normales unternehmen geworden. es wird zeit, das „do no evil“-motto fallen zu lassen und mit „wir ficken euch alle“ zu ersetzen. (unter anderem via svensonsan.)
Den Anlass für die weiteren negativen Schlagzeilen hat zu einem größeren Teil wieder Wulff selbst geliefert. Aber wäre es zuviel verlangt von den Medien, im Umgang mit dem Bundespräsidenten, bei dem sie jetzt alles ganz genau nehmen, alles ganz genau zu nehmen?
ins internet zu schreiben macht mir auch nach über 10 jahren spass. hat nie aufgehört. am liebsten schreibe ich nach wie vor hier ins internet. twitter folge ich fast gar nicht per twitter.com oder app, sondern indirekt per flipboard oder rivva.de. auf google+ kann man manchmal ganz nett diskutieren, meistens aber eher spackig. facebook läuft bei mir auch per flipboard rein, ansonsten benutze ich es vor allem zum gratulieren, veranstaltungen zu denen ich eingeladen werde abzulehnen oder um familien- oder freundesbilder anzugucken.
sachen die ich hier ins internet schreibe pack ich glegentlich auch auf google+ oder facebook, aber nicht systematisch und stringent.
seitdem ich regelmässig links hiereinlaufen lasse wundere ich mich und lerne ich ständig neu. sachen die ich als artikel hiereinschreibe bekommen regelmässig viel mehr feedback, wenn aber mal die links morgens ausbleiben, pingt mich regelmässig jemand an und fragt wo denn die links bleiben. die links werden also gelesen und geklickt, aber eben weniger gefeedbackt. trotzdem machts spass (und arbeit), vor allem deshalb weil das linken und kommentieren per pinboard so informell, unkompliziert und zur not auch per handy geht.
interessante these. doof ist natürlich nur, wenn das ansammeln von verhandlungsmasse bei den verhandlungspartnern als kampfansage ankommt. und diese unterthese würde ich so nicht unterschreiben:
Google dagegen ist es 'relativ' egal, welches Social Network sich etabliert. Hauptsache, es hat Zugriff auf die Daten und kann diese auswerten und durchsuchbar machen.
google lässt bei google+ ein klares dominamzbestreben erkennen. klar will google auch die daten der anderen netzwerke benutzen dürfen, aber ganz sicher nicht ein zweit- oder drittklassiges soziales-netzwerk aufbauen. dafür steht (aus googles sicht) zuviel auf dem spiel und sich in abhängigkeiten zu seinen haupt-konkurrenten zu begeben (die ja ebenfalls verhandlungsmassen aufbauen können, oder einfach so ihre tore schliessen könnten), ist so gar nicht googles art.
Mein Freund Nico Lumma hat schon im Frühsommer 2010 auf der next Conference gesagt, Social Media sei tot - und damit genau dieses gemeint: Dass wir lieber vom "Internet" reden sollten. Er hatte damals schon Recht, war nur mal wieder recht zeitig dran (das ist die PR-Formulierung für "zu früh"). Denn aus Marketinggründen brauchten wir den Begriff damals noch. Jetzt nicht mehr. Denn jede, mit der ich beruflich zu tun habe, weiß, dass wir was mit diesem Internetz machen müssen, wenn wir Kommunikation machen wollen. Fein. Das machen wir dann mal.
er hat recht. und trotzdem auch unrecht. wir sagen ja auch ganz generisch „autos“, sprechen aber trotzdem auch von SUVs, cabrios, geländewagen oder limosinen. die einzelnen teile die das internet ausmachen, die einzelnen kanäle, brauchen nach wie vor namen. ob der name „social media“ in den meisten fällen überhaupt passt, ist tatsächlich in frage zu stellen, hilft aber nach wie vor, genau den teil des internets der dialogorientiert ist, verständlich zu bezeichnen. /via @dasnuf
klar, man kann gesetze machen, die beispielsweise den konsum und handel von alkohol oder drogen verbieten, aber ob man damit die nutzung von alkohol und drogen unterbinden kann ist fraglich. wenn das urheberrecht de-fakto die nutzung von facebook oder anderen modernen kuratierungsdiensten illegal macht, ist das vor allem ein problem für den gesetzgeber. denn er verspielt damit seine glaubwürdigkeit und legitimation. oder anders gesagt, sollte das urheberrecht in diesen fragen irgendwann mit aller gewalt durchgesetzt werden, wird die durchsetzung scheitern und das gesetz (und der gesetzgeber) noch blöder dastehen als bisher.
im prinzip ist die nutzung von facebook und co. praktizierter ziviler ungehorsam. hat nur noch keiner gemerkt.
möglicherweise verstehe ich das falsch, aber ich glaube robert lücke hat in der SZ ein plädoyer dafür geschrieben, mehr ranzigen scheissfrass in traditionellen imbissen zu fressen, statt döner-, asia- oder systemgastronomie-gedöns.
bedrohte wurstarten als überschrift ist aber auf jeden fall ne ziemlich steile überschrift.
Apple: Here is our new phone. It comes in black or white. We will let you sell it.
treffend. obwohl ich natürlich eine leichte korrektur anbringen muss, das iphone gibts nicht nur in schwarz oder weiss, sondern in weiss mit 16, 32 oder 64 GB speicher, in schwarz mit 16, 32 oder 64 GB oder als 3GS (also in alt) mit 8 GB speicher.
also ich hab mich köstlich amüsiert bei durch die nacht mit dings und lena. von der zickigkeit von lena die in manchen medien vorab vermeldet wurdet hab ich nicht viel bemerkt. auch dass casper irgendwie irritiert oder überfordert von lena gewesen sein sollte kann ich nicht nachvollziehen. er war gefordert, aber bei haben die gewollten inszenierungen der fernsehfuzzis gut gemeistert und blieben im rahmen des möglichen bei sich und voll normal.
die situation in der casper lena sagt, dass sie nicht immer „gleich wieder kackig“ werden brauche und dass von lena nicht mal ansatzweise als provokation aufgenommen wird, als die es natürlich auch nicht gemeint war, spricht bände. nämlich dass die beiden sich wunderbar verstanden haben.
mir war die sendung mit lena und dings auf jeden fall 1000mal lieber als die mit selbstdarstellern und profilneurotikern die sich einen ast abbrechen, um in der sendung besonders cool oder witzig zu wirken. oder anders gesagt, das treffen zwischen den beiden wäre ohne kameras (aber mit dem arrangierten pseudo-events) wahrscheinlich ähnlich abgelaufen, wie mit kameras.