tumblr hat einen der beliebtesten tumblr gelöscht. wegen urheberrechtsgedöns. der tumblr-gründer und kopf david karp findet dass auch doof und schiebt die schuld auf die gesetzgeber:
This SUCKS. This particular takedown happened because of a US law called The Digital Millennium Copyright Act which requires us to remove unauthorized copyrighted material whenever the copyright holder reports it. It also requires that “repeat infringers”—the person, not just their account—be permanently banned from the platform.
jetzt könnte man es sich einfach machen und sagen, siehste, wenn du dich mit deinem digitalen leben in die hände von firmen begibst denen junge, weisse knaben vorstehen, hinter denen stumpfe risikogeldgeber, blasse, profitorientierte banker und graue advokaten stehen, bekommst du irgendwann einen schlag auf den kopf. hättest du dir mal dein eigenes haus gebaut.
es scheint wie bei den drei kleinen schweinchen: die stroh- und die holzhütte (tumblr, facebook) schützen nicht besonders gut vor dem wolf, aber weil die wölfe heutzutage auch bulldozerführerscheine haben und sich nicht alleine auf ihre lungen verlassen, schützt auch die aus steinen gebaute hütte (selbstgehostetes blog) nicht dauerhaft vor den wölfen und grauen herren. aber vielleicht schützt so eine steinhütte doch ein bisschen besser, zumindest vor DMCA- und AGB-willkür und aber-es-ist-das-gesetz-stumpfheit.
noch komplizierter — und wohl auch einer der gründe für löschung — macht das alles der wille von the coquette anonym zu bleiben. deshalb wollte sie die DMCA-klagen nicht erwidern oder anfechten. dafür hätte sie nämlich ihre anonymität aufgeben müssen.
She is currently working on creating a new blog at DearCoquette.com, where followers can sign up to be notified when the site goes live. (alles lesen …)
weil die youtube-kopien des (wirklich guten) eröffnungs-monologs von jon stewart’s letzter sendung regelmässig verschwinden und comedy central striktes geoblocking der sendungsmitschnitte durchzieht, hier, bei der washington post die abschrift des monologs von emily jahr:
Here’s a complete transcript of [Jon Stewart’s] searing monologue at the top of his show, which tackled race, terrorism and gun violence:
I honestly have nothing other than just sadness once again that we have to peer into the abyss of the depraved violence that we do to each other and the nexus of a just gaping racial wound that will not heal, yet we pretend doesn’t exist. And I’m confident, though, that by acknowledging it, by staring into that and seeing it for what it is, we still won’t do jack s—. Yeah. That’s us. [weiterlesen …]
howard w. french erklärt, warum reiche länder (also wir) afrika nach wie vor ausbeuten und untervorteilen. eigentlich geht’s um tom burgis buch [-werbelink] the looting machine, aber howard w. french ist so freundlich uns burgis buch nachvollziehbar und differenziert zusammenzufassen. (vielleicht vertont bono mit seiner band das buch ja demnächst mal?)
Burgis, who writes about Africa for the Financial Times, brings the tools of an investigative reporter and the sensibility of a foreign correspondent to his story, narrating scenes of graft in the swamps of Nigeria’s oil-producing coastal delta region and in the lush mining country of the eastern Democratic Republic of the Congo, while also sniffing out corruption in the lobbies of Hong Kong skyscrapers, where shell corporations engineer murky deals that earn huge sums of money for a host of shady international players. Although Burgis’ emphasis is ultimately on Africa’s exploitation by outsiders, he never loses sight of local culprits.
johann weiner (sehr lang) über comedy central und vor allem den brillianten produzenten und talentscout kent alterman.
“Idiotsitter” is one of two CC Studios shows to ascend to full-series orders thus far, although ascension might eventually prove an outdated metaphor. Recently, Comedy Central eliminated the “CC Studios” mantle altogether. The thinking, these days, is that “it’s not about Comedy Central’s TV shows,” Doug Herzog said. “It’s about Comedy Central, which can exist in many different places.”
vor ein paar wochen hab ich bei uns in der firma von uberspace erzählt und dass die ubernauten hosting anbieten zu einem preis, den die kunden sich selbst aussuchen können. in der aktuellen t3n ist ein sehr ausführliches portrait über die firma und ihren gründer.
heute hab ich die t3n auf papier mit in die firma gebracht, um meinen kollegen den artikel zum lesen zu geben. eben habe ich zwei minuten lang im inhaltsverzeichnis und heft nach dem artikel gesucht — und den artikel nicht gefunden. die kollegin bot sich an mir zu helfen: „gib mal, ich such dir das raus …“
in den zwei minuten in denen sie suchte, googelte ich das inhaltsverzeichnis befehl-f-te uberspace und rief ihr dann „seite 38“ zu.
So ähnlich wie Cloud Atlas ist also auch Sense8 eine sehr ambitionierte Genreübung, die nur leider mit den plattesten Stereotypen arbeitet und den breitesten aller Pinselstrichen gemalt ist. Keine dieser Einzelgeschichten ist irgendwie besonders fesselnd oder clever, es werden keine Details ausgearbeitet, sondern die flachste und bereits am häufigsten erzählte Variante dieser Geschichte erzählt. Das ist ganz schön frustrierend und langweilig.
ix habe nach 1,13 folgen aufgehört zu gucken, die beifahrerin bereits nach 3-4 minuten. ich glaube mich haben vor allem die stereotypen gestört, die flachen schauspielerischen leistungen und der grässliche, unsubtile holzhammer-pathos. die wachowskis haben sich in meiner vermeidungsstrategie mittlerweile den gleichen status wie lars von trier erarbeitet. nachdem ich in den letzten 10 jahren nur quatschkram von den beiden (oft in kooperation mit tom tykwer) gesehen habe, werde ich mir jetzt trotz der freundlichen empfehlung von @batz auch jupiter ascending nicht ansehen. habe ich jetzt (9. und 10. juni) jupiter ascending doch angeguckt und muss leider sagen, dass das ganz okayes, buntes, überdrehtes quatschkino war, gegen das ich nichts einzuwenden habe.
die @zeitonline spoilerte am montag früh s05e09 von game of thrones in der überschrift. die beifahrerin war darüber so empört, dass sie den „scheissladen“ entfolgt hat. wer die folge schon gesehen hat, kann sich den artikel ja mal ansehen (spoiler nach dem klick), die URL spoilert noch nicht: zeit.de/kultur/film/2015-06/game-of-thrones-staffel-5-folge-9.
auf das spoilern scheint dirk peitz auch noch stolz zu sein:
Unser Autor muss nun also jeden Montag verdammt früh aufstehen — um zu verraten, was in der Fantasy-Serie passiert.
well, kann man so machen, aber beliebt macht man sich damit genauso wenig, wie mit dem häuten oder dem emaskulieren von gegnern.
[nachtrag 09.06.2015]
sieht so aus, als müsse ich doch nicht noten lernen und als könne man facebook instant articles jetzt oder demnächst auch bei apple machen, als blogger, als verlag, als veröffentlicher. apple nennt das news publisher:
News Publisher makes it easy to distribute interactive and engaging stories in News, the all-new app built right into iOS 9. News delivers news and magazine stories to millions of users. With the Apple News Format, you’ll be able to create beautifully crafted layouts with custom typography, rich photo galleries, videos, and animations — all optimized for iPhone, iPad, and iPod touch.
sich selbst als „publisher“ und seine RSS-feeds kann man bei apple bereits anmelden, das apple news format ist angekündigt als eine art POSSE-dienst:
The new Apple News Format lets you create stunning content for News. You can author once and News will optimize your content for all iOS devices, so your readers will have a great experience no matter which device they use. It's easy to connect to existing content management systems, and you get access to a rich suite of tools to measure user engagement with your content.
hört sich an, als gäbe es neue optionen fürs indieweb.
Aber das soziale Netzwerk ist interessant. Nicht nur, weil Apple vor Jahren mit Ping schon so heftig auf die Schnauze gefallen ist. „Connect“ bietet Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, jegliche Arten von Inhalten bei Apple Music einzustellen. Videos, Texte, Bilder. Das betrifft nicht nur die Musiker, die bereits einen Plattenvertrag haben, sondern auch solche, die gerade erst anfangen. Apple verfolgt hier also ein ähnliches Prinzip wie Tidal mit dem „Discovery“-Service.
I can’t wait to see Daring Fireball’s beautiful imagery and rich pullquotes animating into the News app.