grim­me on­line award

felix schwenzel

grim­me on­line award
1900-1930 uhr
sekt trin­ken, rum­ste­hen, zwei pro­mis beim po­sen zu­gu­cken.

1930 uhr
sod­bren­nen vom sekt.

1935 uhr
noch nen sekt vom ta­blett ge­ka­pert.

1940 uhr
rum­ste­hen, war­ten.

2005 uhr
ers­te span­nung: fran­zi tritt ein glas ka­putt.

2110 uhr
rein­ge­hen.

2115 uhr
es gibt ca 50 ti­sche. ich soll mich an tisch eins, zwei oder drei set­zen. bin zu fei­ge mich zu guil­do horn an tisch drei zu set­zen, set­ze mich an tisch zwei. an tisch zehn (oder so) hin­ter mir sit­zen ir­gend­wel­che an­zug­trä­ger. bei ei­nem sind die el­len­bo­gen am an­zug durch­ge­scheu­ert. bei mir scheu­ern an­zü­ge im­mer zu­erst an der stel­le oben, zwi­schen den ober­schen­keln durch. wie scheu­ert man el­len­bo­gen auf?

2120 uhr
stef­fen hal­l­asch­ka be­tritt die büh­ne, re­det ir­gend­was, geht wie­der, kommt wie­der, re­det wei­ter und lässt dann ir­gend­wen an­ders re­den. vor mir baut ein ka­me­ra­team ein sta­tiv und eine ka­me­ra auf. ich sehe nix mehr. ich höre, dass „der“ ta­ges­schau blog durch „schlich­te text­qua­li­tät“ be­sticht. ich höre wie kai gniff­ke be­schei­den wir­ken möch­te und be­haup­tet im ta­ges­schau-blog wür­den er und sei­ne kol­le­gen nur das aufs pa­pier brin­gen was die re­dak­ti­on an vor­ar­beit leis­tet. die blog­gen auf pa­pier? re­spekt!

2122 uhr
ich fan­ge an zu schwit­zen.

2130 uhr
ich lese auf mei­nem han­dy in ei­nem nach ste­fan nig­ge­mei­er be­nann­ten blog.

2135 uhr
ich lese kom­men­ta­re in ei­nem nach ste­fan nig­ge­mei­er be­nann­ten blog.

2136-2200 uhr
vie­le men­schen re­den, ei­ni­ge ken­ne ix, an­de­re nicht.

2202 uhr
bernd be­ge­mann re­det wie udo lin­den­berg. sei­ne ges­tik fin­de ich fast so lus­tig wie das was er sagt. bernd be­ge­mann singt zwei lie­der.

2235 uhr
guil­do horn ist wirk­lich wit­zig. stef­fen hal­l­asch­ka auch. är­ge­re mich, mich nicht zu guil­do horn ge­setzt zu ha­ben.

2250 uhr
ein fatz­ke kommt auf die büh­ne und re­det selbst­ver­liebt von sei­ner zeit­schrift als qua­li­täts-markt­füh­rer, von auf­la­gen und vi­sits. an sei­ner bril­le er­kennt man, dass er sich für eine coo­le sau hält. er bit­tet vier an­de­re fatz­kes auf die büh­ne die das un­mög­li­che schaf­fen. sie wir­ken noch selbst­ver­lieb­ter als er und mei­nen den ehr­lichs­ten preis an die­sem abend ge­won­nen zu ha­ben.

2300 uhr
alle die vor­hin ge­re­det ha­ben ge­hen auf die büh­ne und win­ken.

2315 uhr
ich ver­su­che mei­ne ge­sprächs­part­ner da­von zu über­zeu­gen, dass ich die fä­hig­keit habe blogs durch blos­ses gast­schrei­ben zu grimnme on­line award-trä­gern zu ma­chen. bei bild­blog, rie­sen­ma­schi­ne und nig­ge­mei­er habe es schon ge­klappt. kei­ner lacht. ei­ner bloggt was.

2320 uhr
ent­schlies­se mich das ge­rücht in die welt zu set­zen, dass kat­rin bau­ern­feind tita von har­den­bergs schwan­ger­schaft­ver­tre­tung bei po­ly­lux sein wird.

2330 uhr
die schlan­gen vorm büf­fet lich­ten sich. ich ent­sch­hei­de mich für ei­nen sup­pen­tel­ler sa­lat­dres­sing mit kalbs­fleisch und ruk­ko­la.

2340 uhr
stel­le die ver­mu­tung auf, dass der bar­kee­per das kölsch nicht zapft, son­dern schüt­telt. war­um sonst ist in dem ge­söff kei­ne koh­len­säu­re?

2350 uhr
en­de­cke koh­len­säu­re­hal­ti­ges fla­schen­bier in ei­nem frei zu­gäng­li­chen kühl­schrank.

0000 uhr
tita von har­den­berg sagt, kat­rin bau­ern­feind als ihre schwan­ger­schafts­ver­tre­tung fän­de sie eine su­per idee. ich sol­le un­be­dingt das ge­rücht in die welt set­zen, dass kat­rin sie ver­tritt. das nacht­ma­ga­zin läuft.

0020-0115 uhr
[kei­ne no­ti­zen vor­han­den]

0115 uhr
je­mand vom rbb fragt mich ob ich nicht mal für den rbb gast­blog­gen möch­te.

0200 uhr
lege mich hin.

0500 uhr
wa­che auf, habe ge­träumt, dass ich ver­schla­fen habe, weil ich den we­cker vorm ein­schla­fen falsch be­dient habe.

0530 uhr
wa­che er­neut auf und kon­trol­lie­re den we­cker. all­les in ord­nung.

0555 uhr
war­te dar­auf, dass der we­cker klin­gelt.

0600 uhr
we­cker klin­gelt.

0630 uhr
wun­de­re mich war­um der bo­den im frisch re­no­vier­ten köl­ner haupt­bahn­hof so rui­niert ist.

0700 uhr
wun­de­re mich wie an ei­nem don­ners­tag mor­gen der gan­ze ICE durch­re­ser­viert sein kann.

0847 uhr
sa­scha lobo fragt mich am te­le­fon ob er mich ge­weckt habe. ix ver­nei­ne.

1830 uhr
tho­mas knü­wer bloggt was. pott­blog auch, hat wohl ju­lies film ge­se­hen. da­bei hat die doch gar nicht ge­filmt?

2310 uhr
kei­ne lust wei­ter zu schrei­ben.

2343 uhr
jan schmidt bloggt was.


un­ap­pe­tit­lich?

felix schwenzel

mar­tin schöb fin­det chat at­kins, nein ei­nen blog­ar­ti­kel von chat at­kins, nein dass chat at­kins von ihm ab­ge­schrie­ben habe, ohne eine quel­le zu nen­nen, „über die Ma­ßen un­ap­pe­tit­lich“.

ich ver­mu­te es ist ein­fach schwer quel­len der in­spi­ra­ti­on sau­ber auf­zu­schrei­ben, wenn man nur eine hand zum schrei­ben hat, weil die an­de­re ver­sucht den zei­ge­fin­ger hoch­zu­hal­ten und ab und zu in ei­nen klei­nen topf iro­nie zu tun­ken.

nicht un­ap­pe­tit­lich, aber über die mas­sen her­me­tisch, fin­de ich, dass schöb es noch nicht­mal in der ko­pie des taz-ar­ti­kels in sei­nem blog­dings schafft auch nur ei­nen link auf eine der web­sei­ten ein­zu­bau­en über die er be­rich­tet. ach doch. ei­nen. den auf die taz.


be­wer­bung

felix schwenzel

für 300, teil 2. falls es ei­nen nach­fol­ger ge­ben soll­te.

oder soll­te ix auf­hö­ren zu trai­nie­ren?


die, das, der, wes­halb, war­um, wie­so

felix schwenzel

aus un­er­find­li­chen grün­den lie­ben es jour­na­lis­ten „der log­buch“ und „der web­log“ statt „das log­buch“ und „das web­log“ zu sa­gen. tho­mas lü­cker­ath kann das so­gar va­ri­ie­ren. er kann al­les, so­gar in ei­nem satz, schrei­ben:

[…] die Web­site Fud­der - Neu­ig­kei­ten aus Frei­burg, das schon er­wähn­te Blog von Ste­fan Nig­ge­mei­er und der Ta­ges­schau-Blog […]

er­staun­lich auf­merk­sam auch die kol­le­gen von der dpa. die mer­ken fast al­les. zum bei­spiel, dass ste­fan nig­ge­mei­er „für sei­nen nach ihm be­nann­ten Blog“ ir­gend so ei­nen preis be­kommt.


su­per sym­bol­bil­der, teil 36 von 2342

felix schwenzel

die bür­ger­jour­na­lis­mus-sei­te rea­ders edi­ti­on hat­te mal den ehr­geiz bür­gern die nicht al­lei­ne schrei­ben kön­nen ei­nen platz zum schrei­ben zu ge­ben. oder so. die­se ar­ti­kel sol­len we­gen der bes­se­ren les­bar­keit alle mit ei­nem bild il­lus­triert wer­den. wie il­lus­triert man ei­nen ar­ti­kel der mit „Welt­kunst auf ei­nem Fleck“ über­schrie­ben ist und über eine aus­stel­lung in ma­drid be­rich­tet? klar, mit ei­nem fleck.

nur was macht der bür­ger­bild­re­dak­teur wenn er kein fleck-bild zur hand hat? klar, er lässt sich eins fa­xen:

guer­ni­ca ge­faxt?

vor­zei­tig eja­ku­lier­te preis­trä­ger

felix schwenzel

die grim­me pan­nen-show prä­sen­tiert auf ih­rer on­line­sei­te eine eja­cu­la­tio preis­trä­ger prae­cox (die be­kannt­ga­be der preis­trä­ger ist ei­gent­lich für mitt­woch den 20.06.20007 ge­plant):

Preis­trä­ger des Grim­me On­line Award IN­FOR­MA­TI­ON­Fud­der- Neu­ig­kei­ten aus Frei­burg Ste­fan Nig­ge­mei­er - Blog Ta­ges­schau-Blog

Preis­trä­ger des Grim­me On­line Award WIS­SEN UND BIL­DUNG

Elek­tri­scher Re­por­ter

Preis­trä­ger des Grim­me On­line Award KUL­TUR UND UN­TER­HAL­TUNG

Nach 100 Jah­ren Po­ly­log.tv

Preis­trä­ger des Pu­bli­kums­prei­ses zum Grim­me On­line Award

haus­ge­macht.tv

was kommt noch, um die pro­fes­sio­na­li­tät des grim­me in­sti­tuts zu de­mons­trie­ren? da bin ix echt mal ge­spannt.

schon er­staun­lich wel­che sen­si­bi­li­tät die or­ga­ni­sa­to­ren mit dem ti­ming de­mo­s­trie­ren. haus­ge­macht.tv ein paar tage nach dem launch no­mi­nie­ren und haus­ge­macht.tv ein paar tage vor noch vor ende des letz­ten ta­ges der ab­stim­mung zum pu­bli­kums­preis als preis­trä­ger ver­kün­den. wozu braucht man da noch kri­ti­ker, wenn sich die or­ga­ni­sa­to­ren selbst mit spott über­gies­sen? was für ein an­blick! sieht toll aus, riecht aber lei­der ko­misch.

sie­he auch:

[via]

[nach­trag 19.06.2007]
mitt­ler­wei­le hat man die vor­zei­tig eja­ku­lier­te sei­te zu­rück­ge­zo­gen, sie zeigt jetzt nicht mehr die ge­win­ner an, son­dern ir­gend­wel­che ol­len ka­mel­len.

[nach­trag 2]
jetzt sind die preis­trä­ger an an­de­rer stel­le wie­der on­line.

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der öf­fent­li­che raum

felix schwenzel

ber­lin ver­an­stal­tet ge­ra­de ein klei­nes ge­gen­pro­gramm zur do­cu­men­ta. stras­sen­kunst für arme. an der karl lieb­knecht stras­se hat man hat die ra­sen­flä­chen aus­ge­ho­ben, sand rein­ge­streut und kunst drauf­ge­stellt. die­ses ding von ro­ber­to bar­ta, „rosso cor­sa“ ge­nannt ist eine von ei­nem cor­sa zer­bo­ge­ne au­to­bahn­leit­plan­ke mit ro­tem au­to­lack.

bes­ser ge­fällt mir die­se ma­tra­ze von tho­mas moe­cker aus be­ton.

was aber gar nicht geht, ist das was meh­dorn am haupt­bahn­hof ei­nem of­fen­bar von ihm prä­fe­rier­ten künst­ler hat hin­stel­len las­sen:

das ist ne ganz har­te num­mer, bei de­ren an­blick ich kurz mal die vor­zü­ge des van­da­lis­mus zu er­ken­nen glaub­te.


ich bin schwach

felix schwenzel

es ist ganz ein­fach nicht ganz ein­fach. die fra­ge ob man kon­se­quent so le­ben kann und soll, dass man nichts schlech­tes tut und vor al­lem nichts schlech­tes un­ter­stützt. ich bin da­bei nicht son­der­lich kon­se­qent. mein ver­zicht auf pro­ble­ma­ti­sche pro­duk­te be­schränkt sich zur zeit auf mül­ler-pro­duk­te. ich mag es ei­ner­seits nicht, dass in fast al­len pro­duk­ten von mül­ler mol­ke zu sein scheint und von mül­ler und sei­nen ge­schäfts­prak­ti­ken habe ich bis­her nur ne­ga­ti­ves ge­le­sen. trotz­dem, in­kon­se­quent wie ich bin, bei froop drü­cke ich ein auge zu, der scheiss schmeckt ein­fach zu le­cker und wei­hen­ste­fan, das auch zu mül­ler ge­hört, kauf ich auch stän­dig. mc­do­nalds, hab ich mal ge­hört ist we­der bei sei­ner ein­kaufs­po­li­tik, noch bei sei­ner per­so­nal­po­li­tik son­der­lich fair und trans­pa­rent. die ver­brau­cher ver­arscht mc­do­nalds auch hin und wie­der ganz ger­ne. trotz­dem geh ich wei­ter re­gel­mäs­sig — und wie die bei­fah­re­rin meint, viel zu oft — hin. bei shell hab ich auch schon­mal ge­tankt (wer nicht?), ich flie­ge mit dem flug­zeug und be­tei­li­ge mich nach kräf­ten mit mei­nem kon­sum an der aus­beu­tung der drit­ten welt und der un­ter­stüt­zung des schwei­ne-ka­pi­ta­lis­mus.

als vor län­ge­rer zeit be­kannt wur­de, dass sich ya­hoo in chi­na äus­serst re­gie­rungs­nah ver­hielt, re­agier­te ich zwar em­pört, ver­dräng­te das aber wie ca. 99 pro­zent al­ler deut­schen und be­nutz­te ya­hoo (und die deut­sche bank, atom­strom, in chi­na pro­du­zier­te bil­lig wa­ren und was weiss ich al­les) wei­ter. kon­se­quen­zen zie­he ich meist erst, so wie un­ge­fähr je­der mensch auf die­ser welt, wenn ich selbst di­rekt oder in­di­rekt be­trof­fen bin.

als vor ein paar wo­chen adi­cal frag­te ob wir mit be­stimm­ten wer­be­trei­ben­den ein pro­blem hät­ten, sag­te ich nur bei ei­nem nein. der grund: ich fin­de die fir­ma ein­fach doof. bei ya­hoo nein zu sa­gen, hät­te ich heuch­le­risch ge­fun­den, schliess­lich be­nutz­te ich de­ren pro­duk­te täg­lich, hat­te auf je­der sei­te ein ak­tu­el­les flickr-bild ein­ge­blen­det (flickr ge­hört zu ya­hoo), wer­fe links in zwei del.icio.us-streams, fand ya­hoo-pipes ein un­fass­bar in­no­va­ti­ves pro­dukt, nutz­te die vor­ein­ge­stell­te ya­hoo-su­che auf mei­nem han­dy und ya­hoo-groups als mai­ling­lis­ten-ver­wal­tung. kurz, ich un­ter­stütz­te ya­hoo nach al­len mei­nen vi­ra­len kräf­ten und habe durch mein vor­bild ya­hoo si­cher ei­ni­ge hun­dert be­nut­zer be­schert. war­um da ein ban­ner von ya­hoo ab­leh­nen? wein pre­di­gen, aber nicht trin­ken? päpst­li­cher als fon­si sein? nicht dar­auf ver­trau­en, dass öf­fent­li­cher druck ya­hoo von sei­ner pra­xis recht vor hu­ma­ni­tät zu stel­len ab­bringt?

ich habe in die­ser wo­che um­den­ken müs­sen, weil es ge­ra­de in die­ser wo­che klar wur­de, dass ya­hoo sich um öf­fent­li­chen druck und an­stand ei­nen scheiss­dreck zu küm­mern scheint und die­ses mus­ter auch kon­se­quent vor mei­ner haus­tür an­wen­det. vor­ges­tern schrieb ich das hier beim ram­blog in die kom­men­ta­re:

ich er­ken­ne […] im ver­hal­ten von flickr/ya­hoo ein mus­ter […] dass mich un­glaub­lich är­gert. näm­lich nicht den be­nut­zer oder men­schen (oder gar men­schen­rech­te, an­stand) ins zen­trum zu stel­len, son­dern ge­set­ze, vor­schrif­ten, pro­fit oder das was die ju­ris­ten des mut­ter­kon­zerns für rich­tig hal­ten. das mus­ter wur­de in chi­na an­ge­wandt und jetzt auch in deutsch­land. und wenn dann auch noch die ak­tio­nä­re ab­leh­nen men­schen­rech­te et­was mehr ins zen­trum des un­ter­neh­me­ri­schen in­ter­es­ses zu rü­cken, dann möch­te ich nicht mehr zah­len­der kun­de sein oder die­sen la­den durch mei­ne be­tei­li­gung un­ter­stüt­zen. in ei­nen la­den der sei­ne kun­den wie arsch­lö­cher oder klein­kin­der be­han­delt mag ich nicht ge­hen.

also lösch­te ix mein flickr und mein ya­hoo-ac­count.

das kann man „um­den­ken“, „da­zu­ler­nen“ oder we­nigs­ten ein­mal kon­se­quen­zen zie­hen nen­nen. oder „lä­cher­lich“, „pa­the­tisch“, „pu­bli­ci­ty­geil“ oder „sich win­dend“ nen­nen. ich nen­ne es „die schnau­ze voll ha­ben“. ich wür­de mich bei der fra­ge ob ich ein ban­ner für ya­hoo auf mei­ner sei­te „zu­las­sen“ wür­de heu­te an­ders ent­schei­den. wür­de mich adi­cal mich al­ler­dings fra­gen ob ich für mc­do­nalds, wei­hen­ste­fan, mer­ce­des, die te­le­kom, die deut­sche bank, sie­mens, goog­le oder air­ber­lin wer­bung zu­las­sen wür­de, ich sag­te ja, auch wenn alle die­se fir­men hier oder dort schon mal et­was frag­wür­di­ges ge­tan ha­ben. schliess­lich sind all die­se fir­men schon­mal emp­fän­ger mei­nes gel­des ge­we­sen. war­um soll ich es nicht zu­rück­neh­men? die ein­zi­gen grün­de die mir ein­fiel­len ban­ner die­ser fir­men ab­zu­leh­nen wä­ren, dass ich nicht mehr mei­ne mei­nung zu die­sen fir­men schrei­ben dürf­te oder be­zahl­te wer­bung ohne kenn­zeich­nung in mei­ne ar­ti­kel ein­flös­sen. dass mei­ne mei­nung mit wer­bung an der sei­te auf man­che äs­the­ten lä­cher­lich, un­glaub­wür­dig oder in­kon­se­quent wirkt, da­mit wer­de ich dann wohl le­ben müs­sen, ge­nau­so wie ich da­mit le­ben muss, dass ein hund mit ge­stör­ter ver­dau­ung auf mei­ner sei­te auf an­de­re äs­the­ten eben­so wirkt.

wer­bung hier an der sei­te ist kein stat­ment, kei­ne mo­ra­li­sche wer­tung oder gut­heis­sung des wer­be­trei­ben­den, son­dern das was es ist: wer­bung und ein weg mit dem was ich schrei­be geld zu ver­die­nen. sonst nix.

ich bin kei­ne mo­ra­li­sche in­stanz und ich be­haup­te auch nicht, dass ich mo­ra­lisch ein be­son­ders ver­sier­ter mensch bin. ich habe nicht die hy­bris und nicht die fä­hig­keit alle mei­ne hand­lun­gen mo­ra­lisch bis zur letz­ten in­stanz ab­zu­klop­fen. ich ver­su­che es, aber so ein­fach wie man­che sich die welt wün­schen, ist sie nun­mal nicht. auf sei­nem blog kei­ne wer­bung zu dul­den funk­tio­niert nicht als mo­ra­li­sche ab­so­lu­ti­on, auch wenn das jetzt man­che so­gar schon im chor brül­len. man­che hoch er­ho­ben zei­ge­fin­ger wä­ren zur zeit ein­fach bes­ser in den zu­ge­hö­ri­gen arsch­lö­chern auf­ge­ho­ben.


spd2.0

felix schwenzel


schlüs­sel­er­leb­nis mit der bahn

felix schwenzel

ges­tern woll­te ich mal die bahn tes­ten. in­spi­riert von ei­nem zug­chef der of­fen­bar bei die­ter-tho­mas heck in der sprech­schu­le war („wir freu­en uns dass sie, lie­be gäs­te, ge­mein­sam mit uns, ih­rem ser­vice-team, nach ham­burg fah­ren!“), liess ich, als ich im ham­bur­ger haupt­bahn­hof aus­stieg, mei­nen schlüs­sel­bund am platz lie­gen. ich schlen­der­te zum „ser­vice­punkt“, stell­te mich in die schlan­ge und trug nach 5 mi­nu­ten der ser­vice­punkt-frau mei­nen ver­suchs­auf­bau vor. sie rief in al­to­na an und er­klär­te dort je­man­dem den ver­such den ich im ICE 1506 auf­ge­baut hat­te. aus dem te­le­fon­hö­rer kam das ver­spre­chen in 10 mi­nu­ten zu­rück­zu­ru­fen.

ko­mi­scher­wei­se hat­te ich von an­fang an kei­ne sor­ge dass mein ex­pe­ri­ment schei­tern könn­te und kauf­te mir erst­mal sechs stück glut­amat­hal­ti­ge und frit­tier­te schlacht­ab­fäl­le. zehn mi­nu­ten spä­ter klin­gel­te tat­säch­lich das te­le­fon im ser­vice­punkt und ich wur­de ge­be­ten mein ex­pe­ri­ment in al­to­na zu be­en­den, in­dem ich am dor­ti­gen ser­vice­punkt mei­nen schlüs­sel­bund ab­ho­len sol­le.

was mich dann aber doch ein biss­chen wun­der­te: ich soll­te in al­to­na nicht nur den emp­fang mei­nes schlüs­sel­bun­des quit­tie­ren, son­dern auch — „da­mit wir es zu­ord­nen kön­nen“ — mei­nen na­men und mei­ne an­schrift hin­ter­las­sen. zu­ord­nen? bin ich viel­leicht teil ei­nes gros­sen ver­suchs­auf­baus?


thats it then

felix schwenzel

man kann das lä­cher­lich fin­den, aber ich hab mein flickr-ac­count ge­löscht. das von ya­hoo gleich noch dazu. und jetzt übe ich mich selbst zu ver­ar­schen.


schwit­zen mit jorn­a­lis­ten, teil 3

felix schwenzel

ich hat­te schon be­fürch­tun­gen dass durch das mul­ti­tas­king (zu­hö­ren, zwi­schen­ru­fen, fil­men, schwit­zen) auf die­ser ver­an­stal­tung der film für watch ber­lin to­tal pein­lich wird. mei­ne pein beim wat­chen die­ses films hält sich ei­ni­ger­mas­sen in gren­zen.

[die­ser ar­ti­kel film ist eine er­gän­zung zum bei­trag „schwit­zen mit jour­na­lis­ten“ und „schwit­zen mit jour­na­lis­ten 2“]


„ta­ke me home“

felix schwenzel

es ist ein­fach die leu­te für dumm zu ver­kau­fen, zu be­vor­mun­den oder auf men­schen­rech­te zu scheis­sen. es ist aber auch ein­fach sein flickr ac­count zu lö­schen. so­bald ich raus­ge­fun­den habe wie ich ei­nen back­up mei­ner flickr-bil­der an­fer­ti­ge, lö­sche ich den pro-ac­count den ich mir erst kürz­lich ge­kauft habe.

mich är­gert nicht von ya­hoo geld für die an­zei­ge zu neh­men die die­se wo­che hier ge­schal­tet ist, son­dern dass ich ya­hoo geld für ein flickr-pro-ac­count ge­zahlt habe und flickr jah­re­lang an­de­ren leu­ten emp­foh­len habe. die un­be­zahl­te wer­bung für flickr/ya­hoo är­gert mich, weil sie von her­zen kam. die an­zei­ge kommt nicht von her­zen, son­dern von adi­cal.

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um halb acht zur ar­beit

felix schwenzel

der punk der heu­te um 7:30h mit mir die tram rich­tung ha­cke­schen markt be­stieg, war tat­säch­lich auf dem weg zur ar­beit. frisch ge­duscht, ver­mut­lich mit ner stul­le im ruck­sack, sass er dann ab 7:45 auf der trep­pe zur s-bahn.


ja

felix schwenzel

ja. ja. ja.


sar­ko­zy nutzt rus­si­sches flat­rate-sau­fen

felix schwenzel

und bo­ris jel­z­int sich da­nach der pres­se. das ist dann fast so wit­zig wie „di­ner for one“.

[via]

[nach­trag 21.06.2007]
sar­ko­zy meint er wäre aus­ser atem ge­we­sen und trin­ke kei­nen trop­fen al­ko­hol, weil es ihm nicht schme­cke.

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nor­bert bolz

felix schwenzel

ei­gen­tüm­lich wie sehr sich klu­ges er­ken­nen und dump­fe igno­ranz bei nor­bert bolz mi­schen. le­sens­wert ist es trotz­dem, das in­ter­view mit ihm im han­dels­blatt:

Kom­mu­ni­ka­ti­on ist im­mer ex­trem auf­wen­dig, und In­ter­ak­ti­on ist das Auf­wen­digs­te über­haupt. Bis­her wa­ren alle Fort­schrit­te der mo­der­nen Ge­sell­schaft sol­che, die uns In­ter­ak­ti­on er­spart ha­ben.
[…]
Web 2.0 ist eine Form der Ju­gend­kul­tur, und je­der Or­ga­ni­sa­ti­on droht im­mer die Lä­cher­lich­keit, wenn sie ver­sucht, mit ei­ner Ju­gend­kul­tur Kon­takt auf­zu­neh­men. Die Pein­lich­keit ist sehr wahr­schein­lich, das er­spart aber nicht das Ex­pe­ri­ment.
[…]
Bei al­len Er­schei­nun­gen wirkt die Lo­gik der Netz­wer­ke, die man am bes­ten mit der Pa­re­to-Ver­tei­lung mo­del­lie­ren kann. 20 Pro­zent der Blogs zie­hen 80 Pro­zent al­ler Auf­merk­sam­keit auf sich. Dann gibt es ei­nen un­end­lich lan­gen Schwanz an Blogs, die mit im­mer ge­rin­ge­rer Auf­merk­sam­keit rech­nen müs­sen, bis hin zum Sen­den ins Nichts.

beim letz­ten ab­satz ver­kennt bolz die dy­na­mik die­ser netz­wer­ke. blog x kann von ei­nem mo­ment zum an­de­ren die auf­merk­sam­keit von null auf hun­dert stei­gern. blog a ver­liert die­se bei man­geln­der lei­den­schaft in we­ni­ger als 6 mo­na­ten. die dy­na­mik soll­te man nicht un­ter­schät­zen. ge­nau­so­we­nig wie das po­ten­zi­al. aber das zu­min­dest scheint bolz er­kannt zu ha­ben.


aus ak­tu­el­lem an­lass

felix schwenzel

sel­ten so sehr fremd­ge­schämt wie ges­tern abend am fern­se­her. ich muss­te um­schal­ten, so sehr hat es mich ge­schüt­telt. na­tür­lich ge­hört but­ter nicht hin­ter den lap­top, na­tür­lich soll­te man bei ei­nem pro­mi-din­ner auch pro­mis da­bei ha­ben und nach dem fern­seh­gu­cken fremd­schä­men hab ich mir erst­mal die hän­de haa­re ge­wa­schen. mor­gen ra­sier ix mich auch. echt.


ver­druss

felix schwenzel

he­ri­bert prantl über das neue ge­sicht des staa­tes:

Hier ver­dich­tet sich der Un­geist, der die Po­li­tik der in­ne­ren Si­cher­heit be­herrscht. So sieht es aus, wenn der Zweck die Mit­tel hei­ligt. (quel­le)

ei­gent­lich höchs­te zeit po­li­tik­ver­dros­sen zu wer­den, falls man es nicht schon längst ist. aber glück­li­cher­wei­se ha­ben wir ja noch die (qua­li­täts-) me­di­en und eine star­ke op­po­si­ti­on.

ganz im ernst. der zweck hei­ligt nie­mals die mit­tel. alle die das ge­gen­teil be­haup­ten, möch­te ich ger­ne hef­tig be­schimp­fen.

[nach­trag 19:55]
toni ma­ho­ni meint, zei­tun­gen sol­le man viel­leicht lie­ber für zum druff­scheis­sen be­nut­zen.


das kacka­bet

felix schwenzel

das kacka­bet als in­stal­la­ti­on. so ein scheiss.

[hin­weis von marc]


fin­ger­nä­gel

felix schwenzel

kann ich mich auch drü­ber öm­me­lig la­chen: frau­en die sich eine be­hin­de­rung an den fin­gern wach­sen las­sen.