wir­res ist nicht mehr zu ge­brau­chen

felix schwenzel

ste­fan nig­ge­mei­er hat es be­merkt, wohl weil er mei­ne kom­men­ta­re ab­bo­niert hat (rss) und die­sen freund­li­chen hin­weis von max zu mei­nem dis­clai­mer ge­le­sen hat. ix schrob da­mals:

wir­res ist al­ko­hol­frei und dia­be­ti­ker­ge­eig­net.
wir­res wird seit 2001 von ix her­ge­stellt und ist ver­wend­bar bis 2006.

und wenn ste­fan nig­ge­mier jetzt schreibt „wir­res ist nicht mehr gut“, dann ist das eine fal­sche und eine bi­zar­re un­ter­stel­lung, denn wir­res war nie „gut“, es war le­dig­lich ver­wend­bar — und ist jetzt eben nicht mehr zu ge­brau­chen. ich hat­te ste­fan nig­ge­mei­er als ak­ku­ra­ten re­cher­cheur und ernst­zu­neh­men­den men­schen in er­in­ne­rung. wenn er jetzt aber die din­ge der­art un­dif­fe­ren­ziert aus dem zu­sam­men­hang reisst und of­fen­bar nicht ohne pro­fi­lie­rungs­drang öf­fent­lich häme ver­brei­tet, dann hat er sich wohl ver­än­dert.

aber wir­res hat sich auch ver­än­dert. es ist jetzt un­brauch­bar. aber das ha­ben die meis­ten ja auch schon so ge­merkt.


goo­g­le­dung

felix schwenzel

bringt das über­haupt was sich über müll auf­zu­re­gen? regt sich aus­ser schock­wel­len­rei­tern, lo­kal­re­dak­teu­ren oder spät­ge­bo­re­nen die 2006 zum ers­ten mal email be­nutzt ha­ben, über­haupt noch je­mand über spam auf?

oder ganz an­ders ge­fragt, ist hun­de­scheis­se auf der strass­se et­was über das man sich auf­re­gen soll­te oder et­was dem man aus­wei­chen soll­te? ei­gent­lich ja letz­te­res, um scheis­se soll­te man ei­nen wei­ten bo­gen ma­chen und sei­ne en­er­gie auf die schö­nen din­ge des le­bens rich­ten. zum bei­spiel fall­obst oder pfand­fla­schen auf der stras­se.

trotz­dem und apro­pos seu­che, heu­te will ich doch mal (wie­der) auf ei­nen ka­pi­ta­len hau­fen scheis­se hin­wei­sen, oder wie man heut­zu­ta­ge sagt auf ein spam-blog (slog): die ring­fahn­dung. die qua­li­tät die­ser sei­te er­kennt man schon an der letz­ten sil­be ih­res na­mens: rei­ner dung, ge­nau­er: goog­le-op­ti­mier­ter dung. zu­ge­ge­be­ner­mas­sen sehr ef­fek­tiv was erik hauth da an goog­le-op­ti­mie­rung ver­an­stal­tet: im schnitt kom­men 80-90 pro­zent sei­ner be­su­cher über goog­le, das sind un­ge­fähr 3 bis 4tau­send be­su­cher die (täg­lich) über eine such­an­fra­ge kom­men. über tit­ten­bild­chen, tee­nie-bands, al­les was klicks ver­spricht wird aus­ge­wer­tet und mit stich­wor­ten für op­ti­ma­le such­ergeb­nis­se auf­be­rei­tet.

und was ver­spricht die­ser tage op­ti­ma­le aus­sicht auf tau­sen­de be­su­cher? ri­ii­ich­tisch, ex-dik­ta­to­ren snuff-vi­de­os. das vi­deo sau­ber ver­linkt und auch für un­se­re eng­lisch­spra­chi­gen freun­de gibts stich­wort­fut­ter:

er­bärm­lich, wenn sich der ma­cher ei­nes sol­chen goog­le-spams dann auch noch „jour­na­list” nennt und sich auf je­der sei­te ei­ner ko­or­per­a­ti­on mit ber­li­non­line (dem on­line­auf­tritt der ber­li­ner zei­tung und an­de­ren) rühmt. in der tat ist da wer ver­seucht: von sei­ner blin­den gier auf klicks. wür­de mich nicht wun­dern wenn hauth und hu­ber dem­nächst ko­ope­rie­ren.

[dic­lai­mer: ich mag hauth auch nicht auf der milch.]

[nach­trag]
noch mal zum mit­schrei­ben, ganz lang­sam, wor­über ich mich bei eriks blog­ein­trag auf­re­ge: ei­ner­seits der di­rek­te link aufs vi­deo, an­de­rer­seits die tat­sa­che dass er das mit dem hin­ter­ge­dan­ken tut mög­lichst vie­le be­su­cher über ex­pli­zi­te (eng­li­sche) stich­wor­te an­zu­lo­cken. man kann über die ta­ges­schau (oder die ta­ges­the­men) den­ken was man will, aber we­nigs­tens zeigt man dort das be­mü­hen um jour­na­lis­ti­sche stan­dards oder an­stand:

Die Wür­de des Men­schen ist un­an­tast­bar - das gilt auch für ei­nen Dik­ta­tor, mag er noch so ver­ab­scheu­ungs­wür­dig ge­we­sen sein. Den Mo­ment sei­nes To­des zei­gen wir nicht!

„voll­kor­ne­li­us“

felix schwenzel

ste­fan kor­ne­li­us meint das in­ter­net sei eine seu­che. so stehts im in­ter­net. laut die­ser sei­te im in­ter­net macht sich kor­ne­li­us da­mit zum „kor­ne­li­us”.

dar­auf ge­stos­sen wur­de ich über das in­ter­net. eben­falls im in­ter­net habe ich die­sen brief an ste­fan kor­ne­li­us ge­fun­den.

im in­ter­net wird üb­ri­gens schon kräf­tig über ste­fan kor­ne­li­us ge­lacht und da­vor ge­warnt, sich selbst zum „voll­kor­ne­li­us” zu ma­chen.

we­nig über­aschend, im in­ter­net wird das in­ter­net kräf­tig ver­tei­digt:

[Das In­ter­net] ist eine Er­fin­dung. Eine Kul­tur­tech­nik, nicht ein In­halt. Wer es ver­dammt, weil er et­was Schlech­tes dar­in ge­fun­den hat, wird auch Schall ver­bie­ten wol­len, wenn es don­nert. (quel­le)

was mich auch wun­dert wie schnell das in­ter­net manch­mal auf sa­chen die im in­ter­net ste­hen re­agiert.


heu­le­rei

felix schwenzel

die bei­fah­re­rin heult schon wie­der. trä­nen lau­fen ihr aus den au­gen, sie stöhnt. ich fra­ge sie, was denn schon wie­der sei. sie so: „ich hab scho­ko­la­de im auge.”

das wit­zi­ge dar­an: die „edel­bit­ter plan­ta­gen-scho­ko­la­de mit ro­tem pfef­fer” schmeckt auch scheis­se.


sie ha­ben das recht zu schwei­gen

felix schwenzel

ich hat­te es ge­ahnt. udo vet­ter ist eine ram­pen­sau. sein vor­trag auf dem cha­os com­mu­ni­ca­ti­on con­gress schien mehr als un­ter­halt­sam zu sein: näm­lich hö­rens­wert. ich habe erst die ers­ten 15 mi­nu­ten ge­hört, aber der rich­ti­ge um­gang mit po­li­zei und staats­an­walt­schaft soll­te, laut udo vet­ter, je­dem com­pu­ter­be­sit­zer ge­läu­fig sein, den po­ten­zi­ell kann je­der mit in­ter­net­an­schluss op­fer ob­jekt ei­ner haus­durch­su­chung wer­den. und wo ix ge­ra­de bei udo vet­ter bin, das hier ist (qua­si) auch sehr le­sens­wert.

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qy­pe.nl

felix schwenzel

ix dach­te ja ich könn­te der ers­te sein, der ei­nen qype-ein­trag für die nie­der­lan­de macht, aber pus­te­ku­chen, rot­ter­dam ist schon halb durch­ge­qypt. auch er­staun­lich, zu­rich liegt in den nie­der­lan­den. im­mer­hin bin ix der ers­te für roer­mond.

er­staun­lich fand ich wie ein­fach die ein­ga­be „aus­län­di­scher” plät­ze bei qype (mitt­ler­wei­le) funk­tio­niert, bzw. wie ge­nau und um­fas­send die orts­da­ten­bank ist. die ein­ga­be von städ­te­na­men funk­tio­niert of­fen­bar fast im­mer, auch wenns nur ein klei­ner vor­ort ist. man darf nur nicht den feh­ler ma­chen und nach „hol­land” su­chen, die­ses land wo die käs­köp­pe her­kom­men heisst nun­mal nie­der­lan­de. mehr zur qype-in­ter­na­tio­na­li­se­rung im qype-blog (und wer hats zu­erst raus­ge­fun­den?).

[klein­ge­druck­tes: qype wirbt auf wir­res.net]


neu­er trend 2007:

felix schwenzel

un­er­träg­li­ches ge­jau­le von blog­gern. zum bei­spiel: die schwa­dro­neu­se und der tier­pfle­ger.


do­cof­fee­y­ours­elf

felix schwenzel

ich habe et­was ge­tan was ich nie, um kei­nen preis je­mals tun woll­te: ich habe eine es­pres­so­ma­schi­ne ge­kauft. zwar nicht für mich, son­dern für die bei­fah­re­rin, aber ich be­reue es nicht.

[klein­ge­druck­tes: qype wirbt auf wir­res.net]

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was sind das für leu­te?

felix schwenzel

was sind das für leu­te die in der syl­ves­ter­nacht um zwölf im auto durch die stras­sen fah­ren? was sind das für leu­te die in der syl­ves­ter­nacht um zwölf in der u-bahn durch die stadt fah­ren? was sind das für leu­te die in der syl­ves­ter­nacht um zwölf blog­gen? was sind das für leu­te die freun­den des feu­er­werks emp­feh­len brot an­zu­zün­den statt böl­ler?

ich wün­sche trotz all der of­fe­nen fra­gen all­seits ein neu­es jahr.


ich hat­te die­ser ta­ge …

felix schwenzel

tie­ri­sches ho­sen­flat­tern.


es muss nicht im­mer ge­schlechts­ver­kehr sein

felix schwenzel


boa, aus den usa!

felix schwenzel

die net­zei­tung über das neue stern-lay­out:

Zu­dem wird eine ei­gens in den USA an­ge­fer­tig­te Schrift für die Über­schrif­ten ver­wen­det und die Grö­ßen­ver­hält­nis­se zwi­schen Head­line und Vor­spann ver­än­dert.

ich habe kürz­lich üb­ri­gens ei­nen — qua­si — ei­gens in den usa an­ge­fer­tig­ten bur­ger ge­ges­sen und ver­fas­se eben die­se zei­len mit ei­nem ei­gens in den USA ge­stal­te­ten com­pu­ter.

[via]


tee­ren und fe­dern

felix schwenzel

Mil­lio­nen Deut­sche fra­gen sich: Wie­so kriegt so ei­ner über­haupt noch Stüt­ze vom Staat?

rich­tig. ver­hun­gern las­sen, den pur­schen. wann geht kai diek­mann ei­gent­lich in die po­li­tik? und wie zählt die „bild“-zei­tung so­was ei­gent­lich?

[nach­trag]
in der faz stand am diens­tag:

Jour­na­lis­ten schlepp­ten ihn schließ­lich auf ihre Kos­ten zum Fri­seur. Mit dem Er­geb­nis war Frank herz­lich un­zu­frie­den. So or­dent­lich kurz woll­te es der sich selbst seit 20 Jah­ren als Punk füh­len­de Frank doch nicht ha­ben. Auch sei­nem zot­te­li­gen Bart wein­te er nach. Dem Fo­to­gra­fen, so klag­te Frank, sei es nur dar­um ge­gan­gen, schö­ne Vor­her-nach­her-Bil­der zu be­kom­men.

wenn das stimmt, soll­te man über­l­le­gen, ob man im fon­si­schen sin­ne, doch die prü­gel­stra­fe für jour­na­lis­ten ein­führt. oder zwangs­ra­su­ren für fo­to­jour­na­lis­ten und die ver­ant­wort­li­chen gros­ser pres­se­agen­tu­ren die so ei­nen mist ver­brei­ten und zu koh­le ma­chen. (via jo­net)


meh­dorn und del­ling

felix schwenzel


dum­my 13

felix schwenzel


ode an ei­ne pr­ok­to­lo­gin

felix schwenzel

nicht von mir. ei­ner­seits wünsch­te ich mir ich hät­te das ge­schrie­ben, an­de­rer­seits auch wie­der nicht. wirk­lich nicht. aber lus­tig is­ses wirk­lich:

Flupp - steck­te ihr Fin­ger in mei­nem Hin­tern. Und sie mach­te ein paar Witz­chen. Ich lag auf der Lie­ge, bei­na­he em­bryo­nal, hat­te den Fin­ger ei­ner äl­te­ren Dame im Arsch und lach­te von Her­zen. Sie tas­te­te ein biss­chen, maß den Druck mei­ner Schließ­mus­keln und mach­te ein lus­ti­ges Ul­tra­schall-Bild. (al­les le­sen)

schreib­be­fehl

felix schwenzel

ger­ne beu­ge ich mich die­sem schreib­be­fehl des al­ten man­nes:

Hal­lo ix,
Ich wür­de mich freu­en, wenn auch
Du die­se Bit­te wei­ter­tra­gen wür­dest:

http://www.old­blog.de/?p=336

Han­deln statt Brud­deln.

wo­bei, bei al­ler zu­stim­mung zu die­ser ak­ti­on, ich wer­de schnell stö­risch wenn ich das ge­fühl­ha­be ir­gend­wo zum „mit­ma­chen“ ge­drängt zu wer­den. ich bin auch kein freund von ak­tio­nis­mus. ich fin­de der best­mög­li­che zu­stand ei­nes men­schen ist der über­zeu­gun­gen und er­fah­run­gen zu ha­ben und für die­se im­mer ein­zu­ste­hen, nicht nur wenn man an ei­ner ak­ti­on teil­nimmt. das ist auch der grund war­um ich so all­er­gisch auf ver­su­che re­agie­re mei­nungs­äus­se­run­gen oder die dar­stel­lung von übetrzeu­gun­gen mit hil­fe von teil­wei­se du­bi­os ein­ge­setz­ten he­beln wie „per­sön­lich­keits-“, „ur­he­ber-“, „mar­ken­recht“ oder „an­ti­ter­ror-“ oder „straf­ge­set­zen“ aus­zu­höh­len, ein hob­by dem an­wäl­te und po­li­ti­ker im auf­tra­ge ih­rer selbst oder ih­rer man­dan­ten im­mer bru­ta­ler und rück­sichts­lo­ser nach­ge­hen. der stän­di­ge freie fluss von in­for­ma­ti­on ist der ein­zi­ge gang­ba­re weg um in er­träg­li­cher ge­mein­schaft le­ben zu kön­nen und wer ex­per­ti­se oder fach­wis­sen hat, aus dem muss das stän­dig frei strö­men. open source als le­bens­wei­se könn­te die welt (ein stück­chen) ver­bes­sern. bis da­hin muss man halt auch hier und da ak­tio­nen un­ter­stüt­zen oder zur teil­nah­me an so­was auf­ru­fen.


un­au­to­ri­sier­te wer­bung

felix schwenzel

die­ser film ist re­la­tiv of­fen­sicht­lich nicht von as­tra. nicht um­sonst spe­ku­liert sich ein wer­be­pro­fi wie der „ge­hei­me ver­füh­rer” ei­nen ast ab nach­dem er über den film stol­per­te der in „deut­schen Wer­be­agen­tu­ren” kur­sie­re. mei­nen un­voll­stän­di­gen in­for­ma­tio­nen nach ist die „wer­ber­sch­wuch­tel” die in dem film auf­tritt und nach ei­nem „becks” fragt auch für den film ver­ant­wort­lich und un­ter der am ende des fil­mes an­ge­ge­be­nen email-adres­se er­reich­bar. und vom hö­ren­sa­gen (sie­he z.b. die­sen kom­men­tar) er­fuhr ich, dass er den film ver­sucht aus dem in­ter­net zu til­gen weil er den be­sit­zer der mar­ke „as­tra”, hols­ten, bzw. de­ren recht­ab­tei­lung im na­cken sit­zen hat.

und was macht ein an­stän­di­ger um dif­fe­ren­zier­te dar­stell­lung be­müh­ter schrei­ber­ling wie ix? er ver­sucht die be­tei­lig­ten zu fra­gen. zu­erst habe ich die hols­ten pres­se­ab­tei­lung um stel­lung­nah­me ge­be­ten:

über ein paar ban­den hör­te ich nun, dass der spot pri­vat von ei­ner „wer­ber­sch­wuch­tel“ auf­ge­nom­men wur­de, die auch in dem spot selbst zu se­hen ist. die­ser „kurt“, so hör­te ich ist ge­ra­de be­müht alle spu­ren des spots aus dem in­ter­net ent­fer­nen zu las­sen (wozu es na­tür­lich schon viel zu spät ist) weil er wohl gros­se pa­nik vor der hols­ten-rechts­ab­tei­lung und et­wa­igen scha­dens­er­satz­an­sprü­chen hat.

nun mei­ne fra­gen: stimmt es dass hols­ten/as­tra dem au­tor/pro­du­zen­ten die­ses spots zi­vil­recht­li­che schrit­te und scha­dens­er­satz­for­de­run­gen an­ge­droht hat? wie ver­tra­gen sich sol­che dro­hun­gen mit dem image das müh­sam an die mar­ke as­tra ge­flanscht wur­de? hal­ten sie sich wei­ter­hin op­tio­nen of­fen den ur­he­ber zu ver­kla­gen und wenn ja in wel­cher höhe? ha­ben sie schon in er­wä­gung ge­zo­gen den spot öf­fent­lich als nicht von as­tra stam­mend und au­to­ri­siert zu kenn­zeich­nen, etwa in form ei­ner pres­se­mit­tei­lung oder ge­gen blog­ger die den spot ver­öf­fent­li­chen vor­zu­ge­hen? wie steht die wer­be­agen­tur von as­tra zu dem spot, ist er de­nen über­haupt be­kannt?

die ant­wort liess vier tage auf sich war­ten, da­für be­ant­wor­te­te sie im­mer­hin eine mei­ner fra­gen:

Ihre E-Mail vom 14.12.06 ha­ben wir er­hal­ten. Wir möch­ten uns dazu in­so­weit äu­ßern, als dass der in Rede ste­hen­de Spot ohne Au­to­ri­sie­rung der Hols­ten-Braue­rei durch Drit­te ver­brei­tet wor­den ist. Sein ge­walt­ori­en­tier­ter und her­ab­set­zen­der In­halt wird von uns aus­drück­lich miss­bil­ligt. Un­se­res Er­ach­tens ver­mit­telt der Spot ein ex­trem nach­tei­li­ges und da­mit ge­schäfts­schä­di­gen­des Bild un­se­res Un­ter­neh­mens, so dass wir mit sei­ner Ver­brei­tung kei­nes­falls ein­ver­stan­den sind.

also zum mit­schrei­ben für alle merk­be­frei­ten: der spot ist nicht von as­tra, hols­ten möch­te nicht, dass der spot „ver­brei­tet” wird. as­tras mut­ter spricht sich ge­gen ge­walt­ver­herr­li­chung „ge­walt­ori­en­tie­rung” und „her­ab­set­zung” aus, da sol­cher­lei „ge­schäft­s­chä­di­gend” sei.

vor­ab. ich mag as­tra. am wo­chen­de, von don­ners­tag bis sonn­tag habe ich ca. 8 do­sen da­von ge­trun­ken. ich mag auch die as­tra kam­pa­gne von phil­lip und ke­unt­je. aber wenn ich mir die ak­tu­el­le kam­pa­gne an­gu­cke, was sehe ich da? ei­nen jun­gen mann, „rot­licht leo” ge­nannt mit ei­ner un­sicht­ba­ren faust im ge­sicht. eben­so „rot­licht pat” mit ei­ner un­sicht­ba­ren faust im ge­sicht. ich sehe eine do­mi­na mit ei­ner peit­sche ne­ben ei­nem nack­ten, krie­chen­den mann. die­se ge­walt­dar­stel­lung ist na­tür­lich nicht „ge­walt­ori­en­tiert”, die dar­stell­lung von her­ab­set­zung ist selbst­ver­ständ­lich nicht „her­ab­set­zend” ge­meint, son­dern wit­zig. selbst­ver­ständ­lich. wie kann die­se „wer­ber­sch­wuch­tel” auch so dumm sein ei­nen kom­plett hu­mor­lo­sen, ernst­ge­mein­ten, di­stanz­lo­sen, dro­gen al­ko­hol­kon­sum ver­herr­li­chen­den, ge­schäfts­schä­di­gen­den film für ei­gen-pr zu pro­du­zie­ren?

is mir al­les schlei­er­haft.

[mich ha­ben we­der hols­ten, noch (bis jetzt) die „wer­ber­sch­wuch­tel” den link zum wer­be­wun­der­land zu ent­fer­nen.]

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per­sil­schein in­ter­na­tio­nal

felix schwenzel

hans-mar­tin til­lack schlägt in sei­nem stern-blog in alt­be­kann­te ker­ben der anti-kor­rup­ti­ons dar­stel­ler von trans­pa­ren­cy in­ter­na­tio­nal:

Wie Trans­pa­ren­cy In­ter­na­tio­nal sei­nen Ruf ge­fähr­det
[…]
An der Se­riö­si­tät der deut­schen Fi­lia­le der (auch in­ter­na­tio­nal von Ber­lin aus agie­ren­den) Or­ga­ni­sa­ti­on Trans­pa­ren­cy In­ter­na­tio­nal hat­te ich schon eine Wei­le lei­se Zwei­fel. Jetzt dürf­te die Zahl der Zweif­ler deut­lich ge­stie­gen sein. Wäh­rend die Kor­rup­ti­ons­er­mitt­lun­gen bei Sie­mens of­fen­kun­dig noch am An­fang ste­hen, hat aus­ge­rech­netder Deutsch­land-Chef von TI von Pie­rer schon ei­nen Per­sil­schein er­teilt. Der habe - auch in sei­ner Zeit als lang­jäh­ri­ger Vor­stands­chef - wohl eher nichts mit be­kom­men von den Prak­ti­ken in sei­ner Fir­ma.
[…]
Es ist fast ein biss­chen so, als wäre ein CIA-Ent­füh­rungs­exper­te Chef­be­ra­ter bei Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal. Wenn flun­kern­de Po­li­ti­ker bei Trans­pa­ren­cy als Be­ra­ter will­kom­men sind - wird frei­lich auch der frü­he Frei­spruch für von Pie­rer ein biss­chen ver­ständ­li­cher.

ab­mahn-olym­pia­de

felix schwenzel

an­wäl­te und de­ren auf­trag­ge­ber ver­set­zen mich im­mer wie­der in er­stau­nen. der deut­sche olym­pi­sche sport­bund lässt das saft­blog (mit ziem­li­cher wahr­schein­lich­keit kos­ten­pflich­tig) ab­mah­nen und setzt mal eben ei­nen streit­wert von 150tau­send euro an. man­che mei­nen das da eine un­er­laub­te nut­zung der rin­ge vor­lä­ge, man­cher wun­dert sich und der pres­se­spre­cher des deut­schen olym­pi­schen sport­bun­des, mi­cha­el schirp, äus­sert sich auf drän­gen von frank he­rold im mar­ke­ting-blog.biz und wort­gleich in di­ver­sen kom­men­tar-strän­gen. da liest man dann u.a.:

Da gibt’s Tritt­brett­fah­rer - die gibt’s gar nicht. Wir mei­nen nicht die Schu­le, die Som­mer­spie­le aus­rich­tet. Oder den Gast­wirt, der den Olym­pia­spieß grillt. Viel­leicht auch nicht den gu­ten Walt­her-Saft - aber lei­der konn­ten un­se­re An­wäl­te das noch nicht be­ur­tei­len. (imwei­ter­le­sen)

ich weiss nicht ge­nau was das jetzt ge­nau be­deu­tet was ich da raus­le­se, ent­we­der sagt herr schirp über sei­ne an­wäl­te, dass sie schnel­ler ab­mah­nen als sie be­ur­tei­len, dass sie ziem­lich lan­ge brau­chen um be­stimm­te din­ge zu be­ur­tei­len aber prä­ven­tiv schon­mal ab­mah­nen oder das ab­mah­nen­den an­wäl­te ganz be­stimm­te din­ge nicht ohne hil­fe be­ur­tei­len kön­nen. olym­pi­sche lai­en, saf­ther­stel­ler, re­stau­rant­be­trei­ber die die lage nicht be­ur­tei­len kön­nen wer­den von herrn schirp je­den­falls nicht so gross­zü­gig mit nach­sicht be­dacht wie sei­ne ei­ge­nen an­wäl­te. die näm­lich müs­sen die lage ad-hoc be­ur­tei­len kön­nen, sonst ha­ben sie die an­wäl­te (die die lage auch nicht so schnell be­ur­tei­len kön­nen) am hals. eine lo­gik die vor ar­ro­ganz nur so wa­bert.

die recht­fer­ti­gung mal eben flott zur waf­fe zu grei­fen lässt sich ja auch wei­ter­spin­nen: man stel­le sich vor, der deut­sche olym­pi­sche sport­bund sei ein häss­li­cher aber rei­cher klei­ner jun­ge der ab und zu mal von sei­nen mit­schü­lern böse ver­prü­gelt wur­de. die­ser häss­li­che klei­ne jun­ge fühlt sich nun stän­dig von al­len sei­ten be­droht und denkt sich, er müs­se et­was un­ter­neh­men. also kauft er sich ei­nen schlag­stock und schlägt je­dem der ihm zu nahe kommt da­mit erst mal in die fres­se. denn nähe, das hat er ge­lernt, führt of­fen­bar zu prü­gel. als er nun ein­mal ei­nem klei­nen mäd­chen mit dem schlag­stock den schä­del spal­tet, recht­fer­tigt er sich vor dem schul-di­rek­tor fol­gen­der­mas­sen: „bru­ta­le schlä­ger gibts — das glau­ben sie gar nicht. na­tür­lich schla­ge ich kei­ne roll­stuhl­fah­rer und rent­ner und ei­gent­lich woll­te ich auch das mäd­chen nicht schla­gen, aber der schlag­stock war nun mal in mei­ner hand und die hat halt auch so ko­misch ge­zuckt. und jetzt re­gen sie sich nicht so auf, ich muss erst mal die lage be­ur­tei­len, kann ja sein, dass das mäd­chen mich ver­prü­geln woll­te.”

es ist ja lo­bens­wert, dass schirp, bzw. tei­le des deut­schen olym­pi­schen sport­bun­des jetzt das ge­spräch su­chen und ver­su­chen ihre sicht der din­ge dar­zu­le­gen. nur war­um erst die schar­fen hun­de los­las­sen, dann be­haup­ten die wüss­ten ei­gent­lich gar nicht so ge­nau was sie da tun und dann das ge­spräch su­chen? don dah­l­mann fragt fol­ge­rich­tig nach so­et­was wie dem ge­sun­den men­schen­ver­stand:

Was ist ei­gent­lich aus der gu­ten al­ten Tra­di­ti­on ge­wor­den, dass man erst ein­mal mit ein­an­der re­det, be­vor man sich ir­gend­was an den Kopf wirft?

aber viel­leicht soll­te man von funk­tio­nä­ren und an­wäl­ten nicht zu viel er­war­ten.


dumm­schwät­zig­keit, wie sie bei jour­na­lis­ten üb­lich ist?

felix schwenzel

marc fe­lix ser­rao stelllt im ta­ges­spie­gel ge­nau die rich­ti­gen und wun­der­bar dif­fe­ren­zier­ten fra­gen:

Kei­ne Angst vor Be­lei­di­gun­gen, wie sie bei po­li­ti­schen The­men un­ter Blog­gern üb­lich sind?

die ex­trem pfif­fi­ge ant­wort von gün­ter müch­ler steht im ta­ges­spie­gel.