River
Als bekannt wurde, dass Oscarpreisträgerin Lupita Nyong’o in Christopher Nolans Verfilmung der Odyssee die Helena spielen würde, ließ Kritik nicht lange auf sich warten. In Sozialen Netzwerken hieß es, diese Besetzung sei historisch unzutreffend. Helena von Troja, auch bekannt als die schöne Helena, sei schließlich weiß gewesen.
genau, und jesus, cleopatra und winnetou auch. und caesar war blond und und hatte marmorfarbene haut.
menschen die ihr historisches wissen aus film und fernsehen oder aus ihren eigenen oder den halluzinationen einer KI beziehen sollte man wahrscheinlich eh nicht so ernst nehmen.
aber gelegentlich frage ich mich, woher die erwartung kommt, dass fiktion in irgendwas zutreffend oder akkurat sein müsste, ausser im übertragenen sinne?
gibt es menschen (oder biologen) die sich darüber eschauffieren, dass der wolf in rotkäppchen spricht oder dass es ein märchen gibt, in dem ein gestiegelter kater rumläuft?
man kann historische fiktion auch aus dem hier und jetzt kritisieren, die intention, die interpretation, so wie es sophie brakemeier auf filmlöwin tut. sehe ich zwar anders, spätestens sobald ich den film gesehen habe, aber das ist ja auch der witz, dasss man ein werk subjektiv, aus dem hier und jetzt beurteilt.
darüber, dass apple seit ein, zwei jahren entwickler dazu zwingt ihre app icons in „squircle“ form zu gestalten wird seitdem an- und aufgeregt diskutiert. was mir in der diskussion immer wieder fehlt, ist der hinweis darauf, dass einschränkungen (contraints) der eigentliche motor für kreativität sind und genau diese regel, die apple sich aus der nase gezogen hat, als herausforderung angesehen werden könnte — und nicht als hindernis.
das wird zwar auch in diesem artikel über squircles nicht thematisiert, aber dafür ein gedanke von louie mantia, nämlich dass es durchaus auch einen wert hat, dass apps konsistent im squircle-jail eingeschlossen sind: die erkennbarkeit als app.



glocken in england ruhen kopfüber. das ist schonmal erstaunlich. ebenso erstaunlich: glockenläuten ist eine gemeinschaftsarbeit die dazu auch noch meditativ ist. ein höchst erstaunliches video. nicht überraschend: dass tom scott das läuten verkackt.