River


Peyrondet und sein Team waren nicht Tennis spielen und erfanden auch keine Te­le­fo­na­te mit Macron. Mehrmals am Tag gab es auf der Seite des Rathauses eine durch­dach­te, gut ver­ständ­li­che und aus­führ­li­che La­ge­be­schrei­bung. Überhaupt war die Kom­mu­ni­ka­ti­on aller politisch Ver­ant­wort­li­chen die wahre Freude in der ent­setz­li­chen Lage: Immer auf­rich­tig, nie selbst­be­zo­gen, sondern lö­sungs­ori­en­tiert und wert­schät­zend.

Oft genug ver­zweif­le ich am po­li­ti­schen und sozialen Dau­er­streit, an der Hoff­nungs­lo­sig­keit der Parteien und dem Wahnsinn der Talkshows in Frank­reichs ver­zwei­felt. Hier sah ich ein anderes Land, das offenbar die ganze Zeit unter einer Plane in einer Scheune vor sich hin ge­schla­fen hat. Zu­sam­men­halt war da. Vertrauen, Respekt, Prag­ma­tis­mus.

(via)










[Lindsay Ems] schreibt: „Mir wurde klar, dass die Amish der Tech­no­lo­gie gegenüber ei­gent­lich neutral ein­ge­stellt sind. Es ist für sie zweit­ran­gig, worum es sich bei einer neuen Tech­no­lo­gie handelt oder wie sie funk­tio­niert; ent­schei­dend ist für sie, welche Aus­wir­kun­gen ihre Ein­füh­rung auf die Ge­mein­schaft hätte.“

kaf­fee­rin­ge denkt darüber nach was wir über tech­no­lo­gie-nutzung von den amish lernen könnten. le­sens­wert auch der artikel von lindsay ems mit dem titel How the Amish Let Tech­no­lo­gy in Without Letting It Take Over:

I became less intrigued by Amish rest­ric­tions on tech­no­lo­gy than by the social world they sought to preserve and protect with those rest­ric­tions. In the end, I came to realize that the Amish are, in fact, tech­no­lo­gy-agnostic. They do not care much about what a new tech­no­lo­gy is or how it works; they care about what its adoption would mean for the sur­roun­ding community.






jetzt habe ich endlich mal ein pro-argument für pixelfed gehört, dass ich verstehe:

Mastodon kann ja immer nur die ersten vier davon anzeigen, aber Pixelfed kann mit mehr Bildern umgehen.

trotzdem: nur um mehr als vier bilder ins fediverse posten zu können werde ich mir kein pixelfed-konto zulegen. zumal die probleme die steffen hier be­schreibt und die ihn zum umzug bewogen haben, genau die gleichen sind, denen ich auch aus dem weg gehen möchte.


ich hab lange gebraucht bis cih das ver­stan­den habe und germekt habe, dass ich meine augen etwas zukneifen kann um schärfer zu sehen. aber ich bin ja auch nicht an­ge­spro­chen.





„wir“ wundern uns ja immer über im­mi­gran­ten die trump wählen oder der afd nahe stehen. so nach dem motto: „verstehen die nicht, dass sie sich damit selbst schaden?“

wenn politiker hingegen ver­schär­fun­gen des straf- oder zi­vil­rechts fordern sind wir auch oft zu schnell an bord. po­pu­lis­mus funk­tio­niert, weil wir immer irgendwie denken, dass wir nicht mit­ge­meint sind, dass ver­schär­fun­gen und frei­heits­ein­schrä­kun­gen uns bestimmt nie betreffen werden. ich finde die wie­der­keh­ren­den for­de­run­gen scharf zu dif­fe­ren­zie­ren von thomas fischer teilweise auch sehr an­stren­gend und ge­le­gent­lich bräsig, aber genauso finde ich sie wichtig und richtig. macht ja sonst kaum noch jemand.