alles
bill gates
bevor bill gates billiardär wurde (in amerika sind milliardäre ja bekanntlich billionäre) hiess er übrigens nicht „bill“, sondern „mill“. zu studienzeiten gab er sich den vornamen „hund“.
[dieser eintrag ist quasi eine ergänzung zu diesem.]
ix mit ei

[zum thema „ix sein egozentrum“ siehe auch 2007, anfang 2006, ende 2006 oder hier]
trauerkerze zum 80sten
meilensteine der handykonfiguration
heute war ich bei vodafone im hamburger flagship-store. mein vater wollte auch so ein handy haben, mit dem man fettige fingerspuren auf dem display anbringen kann und auf dem sich alles so fluschig bewegt, wenn man mit dem finger auf dem bildschirm rumdrückt. gleichzeitig ist er aber auch leider wenig risikofreudig, so dass ein wechsel zu einem günstigeren anbieter oder einem mit einer klaren tarifstruktur, für ihn nicht in frage kam. könnte ja sein, dass beim wechsel was schiefgeht. ich vermute, diese angst ist neben den obligatorischen 24-monats-knebel-verträgen auch das, was den kundenstamm von vodafone auf dem derzeigen niveau hält.
wir entschieden uns für ein motorola milestone mit einem happy-weekend-tarif (oder so) mit 60 freiminuten für knapp 30 euro monatliche grundgebühr und zuzahlung von 250 euro für das handy. versurfen kann man 200MB, danach wird von 7,2 MBit/s auf 64 KBit/s gedrosselt.
wobei ich mit den 7,2 MBit/s für die ersten 200 monatlichen megabytes nicht so sicher bin. ich habe zwar im flaggenschiff-laden gefragt ob die vorhandene SIM-karte für den neuen tarif geeignet sei, bzw. neu genug sei, was der verkäufer bejahte und dann fragte, ob wir nicht auch interesse an den vodafone festnetz-tarifen hätten. da merkt man dann die grossen erfolge der vodafone-mitarbeiter-schulungen. man kann offenbar mit keinem vodafone-mitarbeiter sprechen, ohne dass er versucht einem auch einen vodafone festnetz-anschluss anzudrehen. aber zurück zum thema. ich bin mir nicht ganz sicher, ob man mit einer SIM-karte auf der „Mannesmann D2“ steht, auch mit 7,2 MBit/s downloaden kann. ausser d2 hat schon um die jahrtausendwende grossflächig UMTS-SIM-karten ausgegeben.
überhaupt funktionierte nach dem einstecken der alten SIM-karte ins milestone erstmal fast gar nix. keine internetverbindung und kein SMS-versand. ohne internetverbindung ist so ein android-telefon ja recht hilflos. für die internet-verbindung musste ich erstmal den android einrichtungs-assistenten beenden und in die telefon-einstellungs-untiefen gehen um dort vodafone.de als daten-dings auswählen. gut möglich, dass ich dabei einen voreingestellten APN ausgewählt habe, der meinen vater jetzt zwei euro achtig pro megabyte kostet. die SMS-zentrale für den versand von SMS einzustellen war noch etwas komplizierter. eine reguläre einstellung gabs dafür nicht, aber google spuckte diese seite aus, auf der beschrieben wird, man solle …
Auf Telefon gehen und eintippen: *#*#4636#*#* Im Menü den ersten Punkt wählen, runterscrollen bis SMSC aktulisieREN drücken (2. Button) Nummer wird eingetragen (ggf. korrigieren, bei mir wurden dahinter weitere Zeichen angezeigt) aktualisieRT drücken (1. Button) FERTIG! (einfach über die Zurück-Taste raus und testen)

das klappte erst beim vierten versuch. und jetzt soll niemand sagen, das geht bei vodafoen doch ganz einfach mit dem „HandyKonfigurator“ (schreibweise von vodafone). nö. das milestone kennt der vodafone handykonfigurator nicht.
was ich mich wirklich frage: was denkte sich vodafone dabei? meint man bei vodafone tatsächlich, dass leute die sich ein neues smartfone kaufen informatiker sind? im prinzip hat der verkäufer meinem vater ein stück metallschrott verkauft, mit dem er ausser SMS empfang und telefonie ungefähr nichts smartes hätte machen können, hätte er es zuhause alleine ausgepackt und versucht in betrieb zu nehmen. natürlich kann man mit dem teil wieder in den laden gehen und sich helfen lassen, die hotline anrufen, die dann vielleicht doch eine möglichkeit findet eine konfigurations-SMS aufs handy zu schicken — aber warum kann so ein teil nicht einfach vorkonfiguriert sein oder einen assistenten an bord haben, der einem nicht nur die einrichtung des google-accounts abnimmt, sondern auch das ganze vodafone-gedöns?
einerseits ist das ja lobenswert, dass vodafone das milestone nur minimal brandet. tatsächlich habe ich nur ein einziges programm mit dem vodafone-logo gefunden. das schien aber nichts anderes zu machen als die vodafone.de-site im browser aufzurufen.
und andererseits war ich froh, dass das handy (zumindest auf den ersten und zweiten blick) nicht mit malware vollgepackt war oder uns nach dem einschalten mit einem vodafone-spruch wie „VodafoneUK is fed up of dirty homo's and is going after beaver“ begrüsste.
aber abgesehen davon, dass man die vier bescheuerten touch-bedientasten für „zurück“, „menü“, „home“ und „suche“ am unteren bildschirmrand ständig ausversehen auslöst, scheint mir das milestone ein ganz OKayes handy zu sein. aber vodafone? offenbar lautet die vodafone-mission nach wie vor: wir machen es den kunden so schwer wie möglich, einfach ist doch nur was für weicheier. jetzt hab ich 24 monate zeit meinen vater von einem provider-wechsel zu überzeugen.
wortspiele zur freien verfügung
mir will nichts zu den wortspielen die mir eingefallen sind einfallen. deshalb stell ich sie kommentarlos aus meinem notizbuch online:
- übertextualisierung der gesellschaft.
- are you ok? yeah, i’m just a little breastless.
- ein terrorbyte.
- kummerjäger.
amerikaner
so wie hamburger natürlich nicht mit einem salatblatt und einer brötchenhälfte auf dem kopf rumlaufen, laufen amerikaner nicht mit zuckerguss auf dem kopf herum. ich kann das aus eigener erfahrung bestätigen.
abgesehen davon, kann man amerikaner erstaunlich einfach selbst backen, sofern man eine rührmaschine und einen ofen hat. was mich dann aber doch überrascht hat war, dass amerikaner, also die, sie man backt, ein päckchen vanilliepudding-pulver im teig haben. hört sich eklig an, schmeckt aber lecker. die beifahrerin hat mir heute ein amerikaner-rezept ausgedruckt und hingelegt, dass dann das zur folge hatte:

beim guss habe ich ein bisschen gespart, 200 gramm zucker im guss waren mir dann doch ein bisschen viel, schliesslich waren im teig schon 100 gramm. trotzdem sehr pudrig und lecker.
im rezept steht:
Zubereitungszeit: 10 Min.
Ruhezeit: 1 Tag 11 Std.
das stimmt nicht ganz. um viertel nach acht, nach der tagesschau, habe ich angefangen zu backen, um 20:45h haben wir die amerikaner bereits gut abgekühlt gegessen. und als ruhezeit werden mir gleich 6 stunden schlaf reichen. 1 tag und 11 stunden halte ich für übertrieben, auch wenn ich noch urlaub habe.
die linke protestiert

bild von peter breuer (@genueser), via sascha lobo.
sender - brot - empfänger
als ich eben diesen artikel von mspro in seinem faz-blog aus meinen referern gefischt habe und die illustration am anfang des artikels sah, musste ich unweigerlich an diese illustration von monochrom denken:

abgesehen davon, dass mspro mal wieder irre viel schreibt, mich zitiert und über volltext-RSS (siehe auch meinen artikel dazu) und das verhältnis vom produzent zum leser nachdenkt, hat ein absatz seines elaborats eine wunderbare überschrift:
Google, der Robin Hood der Aufmerksamkeit
wer drei stunden zeit hat, kann ja mal den ganzen text lesen.
„pick up a phone“
grandioses plädoyer von lawrence lessig den arsch hoch zu bekommen und etwas für die freiheit der kultur zu tun.

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Vimeo
Hin und wieder binde ich Videos der Plattform „Vimeo“ (Vimeo Inc., Attention: Legal Department, 555 West 18th Street New York, New York 10011, USA) in meine Artikel ein. Vimeo hat eine eigene Datenschutzerklärung (auf Englisch). Vimeo setzt Google Analytics ein, weshalb ich auf die Datenschutzerklärung von Google hinweisen möchte und deren Opt-Out-Möglichkeiten für Google-Analytics.
Die Übertragung von Daten zu Vimeo und deren Google Analytics Codes erfolgt aber erst nach der Aktivierung durch klicken auf eine Vimeo-Vorschaubild.
Youtube
Auch die Einbindung von Videos der Plattform „YouTube“ (ein Angebot von Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA) funktioniert erst nach Aktivierung durch einen Klick auf das Vorschaubild. Nach einem Klick können Daten zu Google übertragen werden, weshalb ich hier nochmal auf die Datenschutzerklärung und Opt-Out-Möglichkeiten von Google hinweisen möchte. Youtube-Videos binde ich standardmässig im sog. erweiterten Datenschutzmodus ein.
Google Maps
An manchen Stellen binde ich Landkarten von „Google Maps“ (auch von Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA) ein. Dabei verarbeitetet Google Daten wie Ihre IP-Adressen und Standortdaten, meist jedoch nicht ohne Ihre Einwilligung (im Regelfall im Rahmen der Einstellungen ihrer Mobilgeräte vollzogen). Diese Daten können in den USA verarbeitet werden. Datenschutzerklärung und Opt-Out-Möglichkeiten von Google.
Gelegentlich bette ich Inhalte der Plattform Facebook (Facebook Ireland Ltd., 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Irland) ein. Die Einbettungen können Interaktionselemente oder Inhalte (zum Beispiel Videos, Grafiken oder Textbeiträge) darstellen. Facebook ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und gewährleistet dadurch, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000GnywAAC&status=Active).
Ich habe mich bemüht die Einbindung von Facebookinhalten technisch so zu gestalten, dass ohne manuelles Aktivieren keine Daten zu Facebook übertragen werden. In Ausnahmefällen, wenn es technisch nicht ihne weiteres Möglich war, habe ich in einzelnen Artikeln die Inhalte so eingebunden, dass Ihr Browser eine direkte Verbindung mit den Servern von Facebook aufbaut. Der eingebettte Inhalt wird von Facebook direkt an ihren Browser übermittelt. Dabei können aus den verarbeiteten Daten Nutzungsprofile von Ihnen erstellt werden. Ich habe keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Facebook mit Hilfe dieses Technik erhebt und informiere daher nach aktuellem Kenntnisstand, Zitat RA Thomas Schwenke:
Durch die Einbindung der Plugins erhält Facebook die Information, dass ein Nutzer die entsprechende Seite des Onlineangebotes aufgerufen hat. Ist der Nutzer bei Facebook eingeloggt, kann Facebook den Besuch seinem Facebook-Konto zuordnen. Wenn Nutzer mit den Plugins interagieren, zum Beispiel den Like Button betätigen oder einen Kommentar abgeben, wird die entsprechende Information von Ihrem Gerät direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert. Falls ein Nutzer kein Mitglied von Facebook ist, besteht trotzdem die Möglichkeit, dass Facebook seine IP-Adresse in Erfahrung bringt und speichert. Laut Facebook wird in Deutschland nur eine anonymisierte IP-Adresse gespeichert. Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Facebook sowie die diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer, können diese den Datenschutzhinweisen von Facebook entnehmen: https://www.facebook.com/about/privacy/. Wenn ein Nutzer Facebookmitglied ist und nicht möchte, dass Facebook über dieses Onlineangebot Daten über ihn sammelt und mit seinen bei Facebook gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, muss er sich vor der Nutzung unseres Onlineangebotes bei Facebook ausloggen und seine Cookies löschen. Weitere Einstellungen und Widersprüche zur Nutzung von Daten für Werbezwecke, sind innerhalb der Facebook-Profileinstellungen möglich: https://www.facebook.com/settings?tab=ads oder über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/ oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/. Die Einstellungen erfolgen plattformunabhängig, d.h. sie werden für alle Geräte, wie Desktopcomputer oder mobile Geräte übernommen.
Gelegentlich bette ich Inhalte der Plattform Twitter (Twitter Inc., 1355 Market Street, Suite 900, San Francisco, CA 94103, USA) ein. Die Einbettungen können Bilder, Videos oder Texte und Like-Schaltflächen sein. Sofern Sie Mitglied der Plattform Twitter sind, kann Twitter den Aufruf dieser eingebetten Inhalte und Ihrem Profil zuordnen. Twitter ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und gewährleistet dadurch, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000TORzAAO&status=Active). Datenschutzerklärung und Opt-Out-Möglichkeiten von Twitter.
Gelegentlich bette ich Inhalte der Plattform Instagram (Instagram Inc., 1601 Willow Road, Menlo Park, CA, 94025, USA) ein. Die Einbettungen können Bilder, Videos oder Texte und Like-Schaltflächen gehören. Sofern Sie Mitglied der Plattform Instagram sind, kann Instagram den Aufruf der eingebetteten Inhalte und Funktionen Ihrem Profil zuordnen. Datenschutzerklärung von Instagram.
Amazon-Partnerprogramm
Ich bin auf Grundlage meines berechtigten Interesses (das heisst in diesem Fall meinem Interesse am wirtschaftlichem Betrieb dieses Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann (Affiliate-System). Das heisst als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.
Amazon setzt Cookies ein, um die Herkunft der Bestellungen nachvollziehen zu können. Unter anderem kann Amazon erkennen, dass Sie den Partnerlink auf dieser Website geklickt und anschließend ein Produkt bei Amazon erworben haben.
Weitere Informationen zur Datennutzung durch Amazon und Widerspruchsmöglichkeiten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung des Unternehmens.
Onlinepräsenzen in sozialen Medien
Ich unterhalte Onlinepräsenzen innerhalb sozialer Netzwerke und Plattformen, um dort mit Lesern, Interessierten, anderen Menschen und Freunden zu kommunizieren. Beim Aufruf der jeweiligen Netzwerke und Plattformen gelten die Geschäftsbedingungen und die Datenverarbeitungsrichtlinien deren jeweiligen Betreiber.
Kontaktaufnahme
Wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen (zum Beispiel per Kontaktformular, E-Mail, Telefon oder über soziale Medien) verarbeite ich ihre Angaben gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO, dass heisst ich speichere zum Beispiel Ihre E-Mailadresse auf meinem Rechner, meinem Telefon oder auf Zetteln um Ihre Anfrage beantworten zu können.
Auskünfte, Sperrung und Löschung
Auf schriftliche oder in Textform übermittelte Anforderung gebe ich Ihnen natürlich jederzeit darüber Auskunft, welche personenbezogenen Daten ich über Sie gespeichert habe. Oder etwas formaler:
Ihre Rechte
- Sie haben das Recht auf Auskunft über die zu Ihnen gespeicherten personenbezogenen Daten.
- Sie haben das Recht darauf, dass wir Ihre Daten löschen, wenn diese nicht mehr gespeichert werden dürfen.
- Sie haben das Recht darauf, dass wir Ihre Daten nur eingeschränkt verarbeiten, wenn Sie Zweifel an der Richtigkeit der Daten oder der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung haben.
- Sie haben ein Recht auf Korrektur Ihrer personenbezogenen Daten, sollten wir diese von Ihnen unrichtig gespeichert haben.
- Sie haben das Recht auf Widerspruch und können uns hierzu kontaktieren.
Außerdem haben Sie das Recht, sich an die für mich zuständige Aufsichtsbehörde zu wenden:
Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Friedrichstr. 219
10969 Berlin
Telefon: 030 13889-0
Telefax: 030 2155050
E-Mail: mailbox@datenschutz-berlin.de
[Datenschutzerklärung modifiziert und angepasst aus dieser Vorlage. Im August 2011 ergänzt mit Ideen und Formulierungen dieser Seite. Im Oktober 2015 um den Typekit erweitert und Flattr gestrichen. Im Mai 2018 Typekit entfernt, Cloudflare hinzugefügt und diverse Ergänzungen hinzugefügt, unter anderem mit Satzteilen und Formulierungen aus dem Datenschutz-Generator.de von RA Thomas Schwenke.]
da steht ein schiff vor meinem fenster!
RSS

die basic thinking-betreiber kündigen an, ihren RSS-feed gekürzt zu haben. angeblich aus einem „einfachen grund“:
Basic Thinking muss sich früher oder später über Werbung refinanzieren. Im Feed wird die Werbung aber nicht angezeigt. Deshalb ist uns natürlich daran gelegen, dass die Besucher die Posts auf unserer Seite lesen – und eben nicht komplett über RSS.
die einnahmen die durch werbung im feed generiert würden, reichten nicht aus und das sei zuwenig die „Redaktion durchzufüttern“. die reaktion vieler leser in den kommentaren lautet: „und tschüss“. das wiederum findet jürgen vielmeier vom yuccatree doof:
Wie undankbar kann man sein? Manchmal verstehe ich die Menschen nicht. BasicThinking hat ein kleines Redaktionsteam, das täglich in allen Kanälen des Internet nach spannenden Themen sucht und sie aktueller präsentiert als so manche Nachrichtenredaktion. Dafür verlangen die Macher kein Geld; Werbung ist bisher äußerst dezent auf der Seite geschaltet.
undankbare leser? wer liest den zeitungen oder weblogs aus dankbarkeit? ehrlichgesagt finde ich, dass es genau umgekehrt ist. ich bin dankbar für jeden leser, dankbar für jeden der mir seine aufmerksamkeit schenkt und vielleicht sogar das, was ich mache, schätzt. dafür bin ich bereit einiges zu tun. zum beispiel versuche ich das lesen so einfach wie möglich zu machen. ich biete nicht nur einen rss-feed an, den man einfach in einem feedreader abonnieren kann, prüfe regelmässig dass er in diversen feedreadern einigermassen aussieht, ich versuche auch, meine website so einfach wie möglich zugänglich zu machen, ich achte darauf, dass die seiten (möglichst) schnell laden, biete eine funktionierende suche an, achte darauf, dass suchmaschinen die site gut indexieren können und dass alle einträge eindeutige und auf wunsch kurze urls haben. zumindest technisch versuche ich wirres.net so einfach wie möglich lesbar zu machen. das mit der rechtschreibung und der fehlenden gross/kleinschriebung widerspricht dem zwar ein wenig, aber zumindest technisch versuche ich alle möglichen steine aus dem weg zu räumen.
vor allem bin ich aus eigener erfahrung der überzeugung, dass volltext-RSS-feeds der einfachste und beste weg sind um effizient an informationen zu kommen. informationsquellen ohne volltext-RSS fallen ruck-zuck aus meinen aufmerksamkeits-radar. ein beispiel ist das blog von richard gleim. richard postet manchmal zehn bis zwanzig bilder täglich, meistens schnappschüsse die kleine, kurze momente einfangen und die ich ebenso schnappschussartig konsumiere. für eine weile war richards RSS-feed gekürzt. in dieser zeit tauchten nicht die bilder in meinem feedreader auf, sondern nur kurze text-teaser. ich habe es für eine weile versucht und auf die teaser geklickt, verlor aber schnell die lust daran. ich nahm gnogongo.de nicht mehr wahr. seit ein paar wochen ist der feed wieder komplett und ich freue mich über fast jedes seiner bilder in meinem feedreader.
jürgen vielmeier meint, das sei doch nur ein „mausklick mehr“. mag sein, aber darum geht es nicht. es geht darum, dass ich jemandem aufmerksamkeit schenke und dieser jemand der seinen RSS-fedd kürzt meint, durch eine technische hürde noch einen zusätzlichen ticken aufmerksamkeit verlangen zu können. und es geht um effizienz (und nicht etwa um oberflächlichkeit). mein feedreader ist proppevoll, ich habe genug damit zu tun den müll auszublenden, zu überspringen und das was mich interessiert, auf einen blick erkennen zu können. wenn ich erst nach einem klick, zehn, zwanzig sekunden ladezeit, einem weiteren klick um den tab im browser zu wechseln und weitere sekunden um die stelle wiederzufinden an der ich aufgehört habe zu lesen, entscheiden kann ob mich das was ich sehe interessiert, ist das ein unterschied von zehn bis zwanzig sekunden. das ist zuviel. zumal ich in meinem feed-reader gar nicht klicke, sondern komplett per tastatur navigiere.
wenn ich etwas interessant finde, bin ich gerne bereit mehr, viel mehr zeit zu investieren. letztendlich ist das in der analogen, der papierwelt nicht anders. wenn sich ein verleger entscheiden würde die überschriften auf der titelseite in der gleichen schriftgrösse wie den fliesstext zu setzen und auf fotos oder illustrationen zu verzichten, damit die leser die artikel aufmerksamer lesen und nicht nur die seite nach interessantem scannen, verliert er aufmerksamkeit, statt sie zu gewinnen. wer es dem leser schwer macht, verliert leser. wer den lesern vorschreiben möchte wie sie etwas konsumieren sollen, verliert leser. wer den lesern den eindruck vermittelt sie seien undankbar, verliert leser und sympathien.
im prinzip ist der streit darum, ob man RSS-feeds aus (angeblich) kommerziellen gründen, kürzen sollte, uralt. die riesenmschine hat ihren RSS-feed von anfang an gekürzt und damit im laufe der zeit jede interessanz für mich verloren. ich mochte das projekt, aber es war inkompatibel zu meinen lesegewohnheiten. aus dem selben grund, vermute ich mal, schaltete ehrensenf vor jahren seinen RSS-feed ab. so nach dem motto: „wenn ihr uns aufmerksamkiet schenken wollt, tut das auf unserer site, sonst haben wir nichts davon“. offenbar ist ehrensenf mittlerweile so verzeifelt, dass sie seit einigen tagen wieder einen funktionierenden RSS-feed anbieten. natürlich ohne eingebettete videos, das würde es dem leser ja zu einfach machen, ehrensenf aufmerksamkeit zu schenken.
um endlich zum punkt zu kommen. ich glaube, das argument RSS-feeds zu kürzen oder zu verkrüppeln um mehr werbeumsätze zu machen, ist ein irrtum. es geht um aufmerksamkeit. ja, sagen jetzt die RSS-kürzer, von aufmerksamkeit kann ich mir aber nichts kaufen. ich glaube schon. es gibt einige kommerziell zumindest ansatzweise erfolgreiche blogs und webseiten, die volle RSS-feeds anbieten. das bildblog, spreeblick, nerdcore oder zum beispiel daringfireball. und wie es der zufall will, hat john gruber, der betreiber von daringfireball, gerade darüber geschrieben, dass die kompletten RSS-feeds sich für ihn kommerziell absolut lohnen:
It should go without saying that what works for me here at Daring Fireball, as a one-man show, may well not work (or work nearly as well) for a large operation with a full editorial staff such as Macworld. But: DF’s RSS feed, which contains the full content of the site, not only generates money directly, but has grown to become the single largest source of revenue on the site.
[…]
When I switched DF’s free public RSS feed to full-content in August 2007, DF’s web page views had been growing steadily month-to-month. After the switch, web page views were stagnant, with no growth, for about a year. (If anything, they went down in the first few months.) Butreadership clearly continued to grow: subscribers to the feed skyrocketed. And, about a year ago, even web page views started growing significantly once again — going from a little over one million per month to a little over two million per month.
natürlich ist die situation bei daringfireball speziell. englischsprachige blogs und vor allem gadget-blogs haben einen potenziell riesigen leserkreis, aber vor allem schreibt gruber nicht so einen müll wie basic-thinking („informelle Selbstbestimmung“ — was soll das sein, selbstbestimmung ohne antragsformular?*), sondern kenntnissreich und unprätentiös. gruber schreibt so gut, dass ich für seinen feed sogar bezahlen würde. aber er bittet mich weder um geld, noch zwingt er mich seine texte auf seiner webseite zu lesen — und verdient sich damit einen goldenen arsch.
[nachtrag]
über das kürzen von feeds und vermarktungsgedöns schreibt auch der werbeblogger lesenswert.
[nachtrag 06.03.2010]
marcel weiss schreibt lesenswert und weit ausholend über die aufmerksamkeitsökonomie und das kürzen von RSS-feeds.
ausserdem hackr.de über seine persönliche aufmerksamkeitsökonomie und einen weiteren wichtigen punkt:
als publisher muss man sich über eines jedenfalls im klaren sein: das umstellen von fullfeeds auf excerptfeeds bringt vl. einige klicks, birgt aber auch mitunter signifikante opportunitätskosten. man verliert nicht nur leser […], man verliert gerade die, denen das wichtig ist, weil sie mehr als nur eine quelle lesen und ihren output dann sharen und faven und streuen usw, man verliert die katalysatoren und damit alle von diesen getriggerten indirekten klicks.
[nachtrag 07.03.2010]
*) im riedel-artikel bei basic thinking steht jetzt nicht mehr „informelle selbstbestimmung“, sondern „informationelle selbstbestimmung“. informelle korrektur, quasi.
die schönsten ideen der natur (bei ikea)
kontrollfunktion
ich bin sicher, wenn patricia riekel chefredakteurin vom „playboy“ oder vom sexualkuppel-magazin „happy-weekend“ wäre, sie würde genauso energisch auf die kontrollfunktion der „medien“, der presse und des journalismus hinweisen, wie sie es heute in einem brief an renate künast getan hat.
mich inspiriert riekels brief zum steilen vergleich mit einem pornoproduzenten, der einem politiker der ihm ans bein gepinkelt hat sicherlich auch zuerst schreiben würde, dass in „der amerikanischen Demokratie“ die wähler ein verfassungsmässig verbrieftes recht hätten, sich von den Medien sorgfältig, detailliert und explizit über anatomische details informieren zu lassen. er würde schreiben, dass sogar der oberste gerichtshof der USA pornographie unter den schutz der freien meinunsgäusserung stellt. der pornoproduzent würde wahrscheinlich auch betonen, dass seine werke der aufklärung, der volksgesundheit und dem gesellschaftlichen klima dienen würden. ellenlanges pathetisches geschwätz wäre das wahrscheinlich, was der pornoproduzent zur verteidigung seiner erzeugnisse aus sich raus fliessen lassen würde.
andererseits haben riekel und der imaginäre pornoproduzent im grunde natürlich recht. auch schund geniesst alle rechte der pressefreiheit. von mir aus kann die bunte so viel wie sie will über die titten und ärsche von prominenten oder sternchen berichten, darüber wer sich mit wem paart oder wer wieder zu- oder abgenommen hat. das eigentlich erschütternde ist aber, wie riekel den sensationsgeilen müll und klatsch den sie produziert, der vor allem der befriediegung voyeuristischer bedürfnisse dient, pathetisch eine politische und gesellschaftliche kontrollfunktion andichtet. fickgeschichtchen und klatsch als basis der demokratie? die bunte, ein sturmgeschütz der demokratie?
was für ein peinlicher grössenwahn.
[nachtrag 04.03.2010]
wolfgang michal hat bei carta ein paar gedanken zu riekels erklärungen aufgeschrieben.
bedienungsanleitung
wirres.net liest sich am besten auf der startseite, auf der alle einträge umgekehrt chronologisch aufgereiht sind. auf der startseite kann man derzeit ca. 130 seiten weit zurückblättern. ein nach datum sortiertes archiv exisitiert nicht. allerdings gibt es zahlreiche kategorien. da diese aber nur sporadisch per hand gepflegt werden, sind die beiträge darin meist uralt.
viele beiträge sind verschlagwortet. allerdings verschlagworte ich nciht sonderlich konsequent, so dass die schlagworte nicht wirklich eine grosse hilfe sind. jedes schlagwort, zum beispiel das schlagwort „blogdings“, hat eine übersichtsseite, die allerdings recht unübersichtlich und mitunter lang ist. ein anderes nutzloses beispiel wäre das schlagwort „weihnachten“.
mit der suchfunktion kann man auch das wort „blogdings“ suchen, allerdings findet die suchfunktion nur beiträge die nicht älter als drei jahre sind. warum das so ist, habe ich mal hier erklärt.
diese kategorie hat noch ein paar unterseiten, die allerdings auch fast alle ziemlich veraltet sind. in der kategorie „andere über wirres“ sind sachen gesammelt die andere über mich oder diese seiten gesagt haben. „über ix“ ist eine art egozentrum mit sehr selbstbezogenem zeug. ebenso selbstbezogenes liegt in „ix über wirres“, wo ältere artikel wie dieser über wirres, redesigns, logos oder ähnliches gelagert werden.
ansonsten:
wer kontakt mit mir aufnehmen möchte kann das hier oder über twitter oder facebook tun.
ix kann kein keyboard spielen
die internet gesetze
als ich heute diese antwort von frédéric valin auf diese frage las, in der frédéric valin zwar versuchte originell und klug zu wirken indem er einen kommentator nachäffte und „Majuskeln“ statt „grossbuchstaben“ schrob, aber grundsätzlich sagte, er setze sich nicht mit fragen auseinander die in kleinschreibung und mit rechtschreibfehlern gestellt werden, als ich das heute also las, fragte ich mich ob es zu dieser art eine diskussion zu führen nicht auch ein gesetz wie godwins gesetz gäbe. gibt es. es heisst „herrmanns gesetz“ und lautet:
Wer mit Rechtschreib- und Tippfehlern eines Diskussionsteilnehmers argumentiert, hat verloren.
es gibt ein paar seiten, die verschiedene dieser godwin-artigen usenet-gesetze auflisten, aber die sehen alle furchtbar aus und die einzelnen gesetze sind nicht mit ankern deep-linkbar.
deshalb ich entschied mich die liste einmal ordentlich formatiert und linkbar zu kopieren:
Godwins Gesetz
Je länger eine Usenet-Diskussion andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand mit einem unpassenden Nazi-Vergleich auftritt. Normalerweise wird dann die Diskussion für beendet erklärt und der Betreffende steckt tonnenweise *plonk*s ein.
Kitzlers Gesetz
Stasi-Vergleiche (analog zu Godwin)
Seitz’ Addendum zu Godwins Gesetz
Dito für unpassende Kinderschänder-Vergleiche, allerdings mit der erhöhten Gefahr, dass die Diskussion nicht beendet wird.
Gassners Gesetz
Jemand, der gewisse Grundsätze und Prinzipien als „typisch deutsch!“ bezeichnet, hat automatisch verloren. „Typisch deutsch“ kommt nur von Argumentationslosen. Sie haben nichts mehr zu sagen.
Noschinskis Zusatz
Es sind meistens Deutsche, die von „typisch Deutsch“ reden.
Gassners Vermutung
Jemand, der ein Law bricht, wird auch bald die anderen brechen, Pseudonyme verwenden oder Adressen fälschen.
(Anm. des Redakteurs: Hier ist „brechen“ im Sinne von „erfüllen“ gemeint.)
pis Gesetz
Je hitziger die Diskussion wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand den Namen des Diskussionsgegners in die Subject-Zeile übernimmt. Der, der das getan hat, hat automatisch verloren.
Brülls’ Gesetz
Je länger ein Thread wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand spontan zum Thema „Pädophile“ springt, sei es, um Bürgerrechte zu verteidigen oder um sie einzuschränken.
Suters Gesetz
Im Rahmen einer Diskussion über oder um die Netiquette zeigen bei fortschreitender Diskussionsdauer Newbies die Tendenz zu Elchen und Regulars die Tendenz zu Netzsheriffs.
Kühnerts Ergänzung
Wer das Alter, Behinderungen oder sonstige persönliche Eigenheiten des Diskussionsteilnehmers nutzt, um ihn als inkompetent darzustellen, hat automatisch verloren.
Heidtmanns Gesetz
Wer den Lebenslauf seines Gegenübers als Argument missbraucht, hat verloren.
Hartges zweites Gesetz
Wer mit den Lebensumständen einer anderen Person argumentiert, um diese Person dadurch anzugreifen oder in ein schlechtes Licht zu rücken, hat keine Argumente mehr und damit automatisch verloren.
Tetzlaffs Gesetz
Im Laufe einer Usenetdiskussion steigt die Wahrscheinlichkeit, daß einer der Beteiligten Verschwörungstheorien verlautbart, proportional zur Länge des Threads gegen 1.
Brügmanns Gesetz
Wer im Laufe einer Diskussion das (vermeintliche) Betriebssystem seines Gegners als „Argument“ anführt, hat verloren.
Hartges drittes Gesetz
Wer mit dem verwendeten Newsreader des Gegenübers argumentiert, hat in Wirklichkeit keine Argumente mehr und damit automatisch verloren.
Hoffmanns Gesetz
Merkt jemand an, er hätte das letzte Wort im Thread, werden ihn auf der Stelle mehrere Poster darauf hinweisen, daß das letzte Wort bei ihnen läge.
Tsangs Gesetz
Wer die schweigende Masse als Kriterium für Zustimmung oder Ablehnung einer Frage heranzieht, hat automatisch verloren.
Eggs Gesetz
Wer mit „hast du das sexuell nötig“ o.ä. argumentieren will, verliert.
Schröders Gesetz
Sobald jemand „Mutter“ und „Problem“ in einem Satz erwähnt, kommt gleich Freud auf den Tisch.
Riedels Gesetz
Je länger eine Usenet-Diskussion andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand seinem Diskussionsgegner zum Vorwurf macht, er verschwende Steuergelder und zahle seine Netzanbindung nicht selbst. Derjenige hat automatisch verloren.
Hellingers Gesetz
Wer zuerst mit dem Spruch „ich mache schon länger DFÜ als einige hier auf der Welt sind“ kommt, hat die Diskussion automatisch verloren.
Boruttas Gesetz
Wer im Laufe einer Diskussion ein von ihm mißbilligtes Verhalten als typisch für eine ganze Generation hinstellt, hat automatisch verloren.
Roesens Gesetz
Sobald ein Troll, DAU oder Elch im Lauf eines Threads auf heftige Kritik stößt, argumentiert er mit der Arroganz des Kritikers. Dies kann auch vorsorglich erfolgen.
Krietschs Egotheorem
Ich habe im Usenet die Gesetzmäßigkeit erkannt, daß jeder, der mir widerspricht, ein Idiot ist und schon verloren hat.
Unterwegers Gesetz
Mit der Länge eines Threads steigt die Wahrscheinlichkeit, daß irgend ein Diskussionsteilnehmer vorschlägt, das Wort „Intoleranz“ in den Newsgruppennamen aufzunehmen.
Schultes Gesetz
Flameversuche gegen Frauen beginnen immer mit „Du bist häßlich“.
Weilands Gesetz
Sobald sich in einem Thread ein weiblicher Poster zu Wort meldet, hat dieser automatisch die ganze Aufmerksamkeit der Newsgroup, was den Tod des urprünglichen Themas mit sich zieht.
Bauers Gesetz
Leute, die ihren „Dr.“ in das Absenderfeld aufnehmen, sind irgendwie sonderbar.
Giengers Gesetz
Die Wichtigkeit eines Newspostings im Usenet ist reziprok zur Anzahl der enthaltenenen, kumulierten Ausrufungszeichen.
Hügelschäfers Gesetz
Beiträge werden dort gepostet, wo sie den größten Widerstand hervorrufen.
Gröschels Gesetz
Je mehr Postings nötig sind, um einen Diskussionsgegner bei einem einzigen Diskussionsaspekt argumentativ in die Ecke zu manövrieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß man vergisst, was man eigentlich beweisen wollte, wenn es dann doch mal klappt.
Definition der Indifferenz eines Diskussionsergebnisses: Sobald die Beteiligten in einer Diskussion vergessen haben, was man eigentlich beweisen wollte, endet die Diskussion mit einem Unentschieden.
Hüls’ Verallgemeinerung (Gesetz der großen Zahlen für das Usenet)
Mit steigender Threadlänge steigt trivialerweise die Wahrscheinlichkeit jedweden beliebigen Verhaltens der Diskussionsteilnehmer, das nicht an sich unmöglich ist.
Anomalie: Die Wahrscheinlichkeit, daß die Diskutanden den Thread früh beenden, steigt vermutlich nicht mit der Threadlänge.
Kohrssches Law
Jeder, der eine Diskussion aufgrund eines oder mehrerer Laws verloren hat, behauptet, daß diese Laws sowieso Blödsinn sind.
Raimunds Gesetz
Wer sich provozieren läßt, hat verloren.
Sanios Gesetz
Hängt jemand lange genug in den de.admin-Gruppen (incl. dsn, dnq und daa) rum, „entdeckt“ sie/er früher oder später einen nach ihr/ihm zu benennenden gesetzesartigen Zusammenhang.
Das Peukert-Gesetz
Jeder will sein eigenes Gesetz haben.
Krahls Erweiterung von Peukerts Gesetz
Wer irgendeine Gesetzmäßigkeit erfindet, nur um seinen Namen in der Law-Liste wiederzufinden, hat verloren.
Das Pommersche Gesetz
Jeder Thread führt einmal zu einer Law- bzw. Meta-Law-Diskussion.
Brügmanns Gesetz-Law
In jeder Diskussion über die Usenet-Laws kommt der Zeitpunkt, wo die Laws als Gesetze betrachtet werden, die z.B. in Kraft treten können. Wer damit anfängt, hat verloren und die Diskussion ist sinnlos geworden.
Suters zweites Gesetz
Wenn jemand fragt „gibt es schon ein Law für …“, dann wird jemand anders das Law nach dem Frager benennen.
Eskens Gesetz
Wer anderen unter Hinweis auf Aussagekraft oder Usenetspezifischkeit etc. ein Law verwehrt, hat automatisch verloren.
Brauns Gesetz
Wenn jemand versucht, ein Law zu kreieren, wird ein anderer ihm unter Verwendung bereits bestehender Laws klar machen, daß das Law bereits existiert.
Esken's Große Frage
Wie kommt es eigentlich, dass kein Law im Rohzustand überlebt, sondern immer noch einer Überarbeitung der Formulierung bedarf?
Lemkens Gesetz
Wer „You loose“ schreibt, hat automatisch verloren.
Brügmanns Induktion
Nach dem n-ten Law gibt es auch immer noch ein n+1-tes Law.
Brügmanns Gesetz-Erfüllung
Immer dann, wenn nach einem der Laws gefragt wird, erfüllt sich nach kurzer Zeit eins der Laws.
Mickeys Verschärfung
Es wird immer genau das Law erfüllt, nach dem gefragt wird.
Barths Gesetz
Ab einem gewissen Zustand der Lawdiskussion erfüllen die Leute nicht nur Laws, sondern schreiben es auch gleich in ihre Postings.
Perkowskys Gesetz
Wer im Laufe einer Diskussion die Erfüllung eines unzutreffenden Laws reklamiert, um damit die Diskussion als beendet gelten zu lassen, hat verloren.
Haugs Gesetz
Je länger eine Usenet-Diskussion andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand mit einem unpassenden Usenet-Law auftritt, um seinen Gegner zum Verlierer zu erklären. Derjenige hat dann automatisch verloren.
Peukerts zweites Gesetz
Verwendet jemand Nazi- oder 3. Reich-Vergleiche in der Absicht, mittels Godwins Gesetz so einen Thread zu beenden, so hat dies keinen Effekt.
Barthsches Axiom
Die Menge der registrierten Laws wird immer endlich sein. Aber es gibt unendlich viele Laws - nur sind die meisten nicht registriert.
Die These lautet also: Die Laws existieren - man muß sie nur noch hinschreiben und benennen.
Krahnkes 1.Folgerung
Wenn es erstmal eine kritische Menge Laws gibt, werden zwangsläufig immer mehr Trivialitäten als Law identifiziert.
Weimers Korollar
Ab einer gewissen Länge tendiert jeder Thread dazu, selbstbezüglich zu werden.
Das Donnerhacke-Axiom
Zeigt ein Thread Selbstbezüge, wird er rekursiv und das Usenet fraktal. Der Einbringer des Selbstbezuges hat verloren.
Formulierung von Dieter Brügmann: „Ab einem bestimmten Grad der Selbstbezüglichkeit eines Threads wird irgendein Spaßvogel fragen, was eigentlich »Rekursion« bedeutet. Der Thread sollte dann sofort gekündigt werden, da sein Sinngehalt damit gegen 0 geht.“
Das Dauer/Kottenhahn-Gesetz
Teil 1
Jemand, der in einer Diskussion das Argument „[…] Du hast verstanden.“ oder sinngemäße Aussagen wiederholt verwendet, hat verloren.
Teil 2
Jemand, der während einer Diskussion beleidigende Behauptungen aufstellt und diese damit begründet, daß auch andere dies so sehen würden, hat verloren.
Teil 3
Jemand, der zwar Kritik austeilt, aber keine begründeten Einwände gegen diese Kritik akzeptiert, sondern die eigene Meinung als die einzig richtige darstellen will und den Diskussionspartner daher als kritikunfähig diffamiert, hat verloren.
Ringeisens Gesetz
Wer immer dem anderen - ohne auf seine Argumentation einzugehen - vorwirft, er argumentiere „politisch korrekt“, hat das Anrecht verloren, in diesem Punkt ernst genommen zu werden.
Müllers Gesetz
Wer (ausschließlich) mit „no comment“, „no reply“, „kein Kommentar“ o.ä. antwortet, hat verloren.
Herrmanns Gesetz
Wer mit Rechtschreib- und Tippfehlern eines Diskussionsteilnehmers argumentiert, hat verloren.
Hartges Gesetz
Wer sich an einem Spelling-Flame versucht, wird unter Garantie die angemeckerten Fehler selber begehen.
Allers Gesetz
Je geeigneter ein Autor seinen Ausspruch für eine Signatur empfindet, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ihn tatsächlich in einer Signatur verwendet.
micos Gesetz
Je länger eine Diskussion dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand einen absolut sinnlosen Ausdruck seines Diskussionspartners in die eigene Signatur aufnimmt.
Krahls Gesetz
Nach der Erfüllung eines der Usenet-Laws ist die Diskussion beendet. Wer dennoch weiterdiskutiert, hat es nur noch nicht gemerkt.
pis verfeinerung von Krahls Gesetz
Wer unter Anwendung eines einschlägigen Usenet-Laws das Ende einer Debatte postuliert und sie dann dennoch fortsetzt, schießt sich selbst ins Knie.
rolfzweis Gesetz
Immer wenn einer erklärt, er sei kein Usenet-Diktator oder er wolle nicht die Weltherrschaft erlangen, hat er gewonnen und der Thread ist beendet.
[anmerkungen]
die quelle der liste ist http://www.bruhaha.de/laws.html. ich habe aus den law-namen zumindest im titel „gesetze“ gemacht und anglizismen ins deutsche übersetzt, apostrophe entfernt und einige der gesetze die mir irrelevant, unverständlich oder zu speziell vorkamen einfach gelöscht. aus zollzeichen habe ich typographische anführungszeichen gemacht. das inhaltsverzeichnis wird mittels eines jquery-plugins aus den überschriften generiert und funktioniert demnach nur mit javascript. die sprungmarken funktionieren aber auch ohne javascript.
winter ade
so sah es letzte woche montag (um fünf uhr morgens) an den landungsbrücken aus.

so sah es heute nachmittag dort aus.

[nachtrag 09.03.2010]
einerseits ist der winter zurück, andererseits wandert der wagen weiter.

[nachtrag 13.03.2010]
der wagen wandert weiter.

welche form haben regentropfen?
heute hab ich in der sendung mit der maus gelernt, wie regentropfen aussehen. also wie regentropfen aussehen, wenn sie in der luft sind.
allein die frage finde ich schon grossartig. die antwort ist es aber auch.
angucken kann man sich das natürlich nicht auf der seite mit der maus (zumindest habe ich da keine aktuellen sachgeschichten gefunden), dafür aber im podcast mit der maus, den man sich mit dieser xml-datei abonieren kann. die video-datei die der podcast verlinkt liegt hier (.mp4-datei, ca. 17MB).
[nachtrag]
das video ist doch auf der seite mit der maus, thomas hat es gefunden.
geruch

gestern abend habe ich mich furchtbar über die bunte und burda aufgeregt. darüber dass die chefredaktion der der bunten meint, menschen mit vorbildfunktion müsse man observieren und beschnüffeln und mit deren privatleben geld verdienen dürfen und die chupze hat den müll den sie bei burda produzieren auch noch „journalismus“ zu nennen. hab mich dann gefragt, ob das schnüffeln-dürfen auch für chefredakteure oder verleger gilt und ob man deren privatleben auch in die öffentlichkeit zerren dürfen sollte. hab mich dann aber dagegen entschieden etwas darüber zu schreiben, einerseits weil es extrem beleidigend geworden wäre und mir auffiel, das mich das privatleben oder wen verleger oder burda-chefredakteure ficken, eh nicht die bohne interessiert. heute früh dann gesehen, dass stefan niggemeier das um ein vielfaches besser kann und in etwa die gleichen gedanken hatte.
apropos müll auf papier: vorher, auf dem weg nachhause, habe ich in einem zeitschriftenladen einen beinahe vergessenen geruch wiedererkannt. den geruch kannte ich eigentlich vom schreibwarenladen kenne, in dem ich als kind immer schulhefte und buntstifte kaufte und deshalb auch immer dachte, es sei der geruch von buntstiften oder buntstiftholz. manchmal roch es so, wenn ich als kind buntstifte spitzte. nur, der zeitschriftenladen hatte gar keine buntstifte im sortiment. vielleicht verkauft der die buntstifte ja nur unter der ladentheke oder hat ein schreibwarenladen-raumspray benutzt. früher hab ich übrigens zu „schreibwarenläden“ „schreibwagenladen“ gesagt. frage mich gerade warum.
heute war ich im saturn, nur so, ohne kaufabsicht und entdeckte zu meinem erstaunen, dass dort immer noch kassettenrekorder verkauft werden. so wie das tragbare ding, mit dem ich per eingebautem mikrofon manchmal musik aus dem radio aufgenommen habe und die musikindustrie bereits als 12jähriger geschädigt habe. das erstaunlichste: die kassettenrekorder von heute riechen innen, wenn man die kassettenklappe aufmacht, exakt wie früher. eine eigenartige mischung aus lötzinn, gummi und elektronik-geruch.
heute abden hab ich mir überlegt, was ich einer freundin die mich zu ihrer geburtstagsfeier eingeladen hat schenken könnte. ich hab mich dann entschieden, ihr etwas zu schenken, worüber ich mich, als ich es geschenkt bekam, dumm und dämlich gefreut habe. dann ist mir aber aufgefallen, dass nicht jeder knoblauch-duft liebt und habe ihr eine sprühflasche bärlauch gekauft.
jetzt beim schreiben fällt mir auf, wie aufregend mein leben ist. bin mal gespannt wer den scheiss liest.
[nachtrag 28.02.2010]
michalis pantelouris hat noch ein paar passende worte zum thema bunte und politiker-privatspäre aufgeschrieben: Das Riekelsche Gesetz:
Ich finde das ekelhaft. Ich finde, Patricia Riekel sollte von ihrem Job zurücktreten, sich entschuldigen und für ein paar Jahre den Ball sehr, sehr flach halten. Und in einem anderen Verlag als dem Burda-Verlag, in dem Frau Riekel und ihr Lebensgefährte Helmut Markwort offensichtlich machen können, was auch immer sie wollen, wären sie längst gefeuert worden. Und das völlig zu recht. Ich halte Riekels Argumentation für eine Niederlage des Journalismus. (weiterlesen)→ weiterlesen



