müllerstraße ecke seestraße 23 uhr: alter mann in funktions-kleidung sitzt im bus-wartehäuschen und spielt trompete.
alles
wir hatten noch reste: chinakohl, rote beete und paprika. also gabs burger, grob nach https://www.worldsoffood.de/vegetarisch/item/1070-tim-maelzers-knusperburger-mit-ingwer-schalotten.html

wer hätte gedacht, dass der wassermann öcher ist (auch wenn der klenkes nicht ganz sauber ist). #aachen

es ist noch gar nicht so lange her, da galt der berufswunsch schauspieler als höchst bedenklich.
Finally building something wireless with an #esp32 inside it! @ESP32net pic.twitter.com/TEuOi7XJsZ
Dear @elonmusk! Metro line 3 in Budapest has a train per every 150 sec in peak hours, capacity is 28200 ppl per hour. To provide this capacity with 5-seat cars, you would need 3 Teslas in every 2 seconds (94 cars/min). How is this is an innovation and not a scam? twitter.com/elonmusk/statu…
Just reminded myself that the distance between NYC and Chicago is almost exactly that between Beijing and Shanghai, and that the 1st is served by 1 train/day that takes 19 hours, and the 2nd is served by 35 trains/day that take as few as 4.5 hours.
der snips standard tts-service ist pico2wav, was sich wirklich eher armselig anhört. man kann snips aber auch per homebrew auf einem mac installieren (auf meinem high sierra laptop hat das geklappt, auf dem el capitan mac mini nicht) was dann die apple-sprachsynthese nutzt. die ist auch nicht sooo toll, aber viel besser als pico2wav. vor allem funktioniert das dank mqtt auch auf dem raspi, auf dem mac müsste ausser dem tts-service nichts anderes laufen und alle snips-instanzen könnten dann den mac-tts-service mitnutzen.
mycroft hat auch ein ganz gutes open source tts-projekt das lokal funktioniert, nur leider (noch) nicht in deutsch. über andere alternativen bin ich noch nicht gestolpert.
(ich nutze übigens amazon polly, wenn das internet weg sein sollte, fällt snips auf pico2wav zurück.)
„Jedes Wort jedes Artikels“ prüfe die Dokumentation, behauptete @DerSpiegel immer. Das kann nicht stimmen. uebermedien.de/33997/das-ende… (Abo) #Relotius
odergithub.com/synesthesiam/rhasspy-assistant
man muss aber dazusagen, dass alle alexa-alternativen noch lange nicht so verbraucherfreundlich sind, wie sie im marketing erscheinen. man kann die tollsten sachen daraus basteln, aber man muss eben (noch) willens sein zu basteln.
Amazon gibt intime Alexa-Sprachdateien preis: „(Der betroffene Echo-Nutzer) erhielt nach eigenem Bekunden als Entschädigung eine kostenlose Prime-Mitgliedschaft sowie – zwei weitere Echo-Lautsprecher.” heise.de/newsticker/mel…
oder andersrum: ohne das auskunftsrecht hätten wir nie erfahren, wie schlampig man bei amazon mit privaten daten umgeht, dass diese daten keinesfalls pseudonymisiert gespeichert werden und dass amazon offenbar grundsätzlich keine meldungen über datenschutzunfälle abgibt.
ausgewählte kollegen frage ich gelegentlich (ich fürchte: zu oft) vor oder nach dem austreten: „gross oder klein?“
hauke hat das spiel letzte woche gelöst, mit der unschlagbaren antwort: „klein, wie immer!“
dieses game ist over.
angesagt bin ich offenbar nicht, hab aber trotzdem ein highlicht
digitalzimmer.de hat angesagte Blogger-Kollegen gefragt, welche Produkte oder Trends sie in den vergangenen zwölf Monaten besonders beeindruckt haben.
ich wurde nicht gefragt, bin also in der digitalzimmerwelt nicht angesagt. das hat den vorteil, dass ich ohne einschränkungen trotzdem meinen senf abgeben kann und mich vor allem nicht wie die „blogger-kollegen“ an „highlights“ und „trends“ halten muss, die man einfach im laden kaufen kann. meine highlights bestehen nämlich (quasi) aus bausätzen.

felix schwenzel ist gründer des kraut- und rüben-blogs wirres.net. vor zwei jahren hat er begonnen funksteckdosen zu vernetzen und funksensoren zu bauen. auf der suche nach wegen seine vernetzten geräte zu automatisieren, stiess er auf home-assistant und verwaltet damit jetzt fast alle leuchten in seiner wohnung, um die 50 sensoren und gefühlt 600 automatisierungen.
vor einem jahr habe ich mit amazons alexa die freuden der sprachsteuerung entdeckt. meine wirklich grosse freude über funktionierende spracherkennung und die möglichkeit sowohl unsinn als auch sinnvolles per sprache zu steuern, wurde allerdings dadurch getrübt, dass es unglaublich viele restriktionen bei der anpassung an unsere bedürfnisse gab und gibt. weder ich noch die beifahrerin können uns die teils komplizierten, erforderlichen satzkonstruktionen merken („öffne bring und füge joghurt zur einkaufliste hinzu“). die mangelnde kontrolle, das nagende unwohlsein einen lauschsprecher in der küche zu haben, der alle möglichen daten und audioschnipsel in amazons silos speichert, hat schliesslich dazu geführt, dass ich mit snips experimentieren wollte.
das experiment stellte sich als arbeitsintensiv, aber für meine bedürfnisse besser geeignet als de amazon-cloud-lösung heraus. snips ist deshalb mein highlight des jahres 2018, weil ich endlich natürlich und personalisiert mit meinen vernetzten lichtern, aktoren und sensoren reden kann. um szenen zu aktivieren brauche ich nicht zu sagen „aktiviere entspannung“, sondern kann sätze sagen wie: „ich möchte fernsehen“ (dimmt das licht im aktuellen raum), „katia möchte im kinderzimmer lesen“ (aktiviert die szene „lesen“ im kinderzimmer), „katia möchte fernsehen“ (erkennt dass es sich um den raum „stube“ handelt und schaltet neben gedimmten licht auch gleich den fernseher ein). den „küchentisch“ kann ich beliebig dimmen (indem ich prozentzahlen sage, „hell“, „dunkel“, „heller“, „dunkler“ sage), farben anpassen („gelbweiss“, „blauweiss“, „tageslichtweiss“), aber auch alltagssätze wie „es ist zu dunkel“, „es ist dunkel wie im bärenarsch“ oder „katia ist da“ verändern das licht entsprechend (die beifahrerin möchte es in der küche immer hell haben, ich eher gedimmt, weshalb „katia ist da“ oder „katia ist wieder weg“ entsprechend die lichtstimmung steuern und das ganze mit blöden sprüchen komplettieren). vor allem kann ich die küchentischbeleuchtung auch „tisch“, „esstisch“ oder „deckenlampe“ nennen — und wäre ich lustig mir auch beliebig viele andere synonyme ausdenken.
ich kann den vorhang mit einfachen sätzen steuern („vorhang auf“, „vorhang schliessen“, „kannst du den vorhang auf machen?“), was mir mit alexa nur auf umwegen gelungen ist („schalte den vorhang ein“). wenn ich in der küche sage, dass das essen fertig sei, ruft snips die beifahrerin und dimmt das licht (mittelhell, so wie die beifahrerin es gerade noch aushält). timer und wecker kann ich nicht nur (wie mit alexa) auf zuruf stellen, sondern auch anzeigen. geräusche, umgebungsgeräusche (ambient sounds) kann ich mit sätzen wie „meeresrauschen im bad“ oder „pups mal im flur“ auf unsere audio-systeme schicken (musik steuern wir (momentan noch) lieber per mobiltelefon, wo spotify-connect sie dann auf ein paar raspberries oder einem yamaha verstärker in beliebigen räumen abspielt).
der vorteil von snips ist gleichzeitig der nachteil von snips: man muss/kann alles selbst machen. welche sätze snips versteht bestimme ich, nicht ein amazon-ingenieur. die arbeit die mir hunderte oder gar tausende amazon-ingenieure abnehmen, wenn ich einen echo-lauschsprecher nutze, muss ich zum grossen teil selbst erledigen. wobei snips einem da wirklich sehr viel arbeit abnimmt. und auch wenn snips noch nicht alle quellen ofengelegt hat, sind doch immerhin alle schnittstelen offen und dokumentiert und das basteln, das selber bauen, das tinkern und rumprobieren wird von den entwicklern und einer recht aktiven community unterstützt.
die sprachassistenten von amazon, apple oder google haben alle eine rudimentäre persönlichkeit. mit snips kann man die persönlichkeit seines assistenten selbst formen. wie er oder sie antwortet, auf was er oder sie wie reagiert, das alles habe ich mit snips selbst in der hand. das macht grossen spass.
und der lackmustest den jedes konsumentenfreundliche gerät bestehen sollte: snips lässt sich auch einfach abschalten.
killerfeature (gegen false positives und zu viel neugier) mit @snips umgesetzt, das amazon wohl nie liefern wird.
befriedigende automatisierung
[06:58:14] [Tts] was asked to say "es sind nur noch wenige geschirr-tabs da. ich hab tabs auf die einkaufsliste gesetzt."
so wie das modewort „nachhaltig“ eigentlich nichts anderes als „zukunftsfähig“ bedeutet, sind sogenannte „smart-home“ geräte oder apparate mit dem präfix „smart“ eigentlich eine umschreibung für „vernetzt“. un-smarte geräte sind auch vernetzt, aber lediglich mit dem stromnetz. vom stromnetz werden sie mit schaltern am gerät oder in der nähe des geräts geschaltet und machen dann ihr unvernetztes ding, für das sie gebaut sind.
vernetzte geräte, die sich dank ihrer vernetzung nicht nur durch schalter fernsteuern lassen, sondern durch apps oder sprach-assistenten, sind toll. ich beschäftige mich jetzt seit zwei, drei jahren intensiv mit ihnen. dabei haben sich ein paar eigentlich triviale, aber dennoch zentrale erkenntnisse herausgebildet:
erstens: fernbedienung ist toll, aber wichtiger sind offene, programmierbare schnittstellen
eine lampe mit einer app zu steuern ist vielleicht für ein paar wochen aufregend. danach wünscht man sich schalter oder andere ergonomisch angebrachte steuerelemente, zum beispiel ein touchpad, drehregler oder — seit knapp zwei jahren ganz neu — sprachsteuerung. aber am allermeisten wünscht und fragt man sich, also ich zumindest, wie man das vielleicht alles ein bisschen automatisieren, abkürzen kann — und nicht mehr alles selbst zusammenklicken muss.
zweitens: beware of the cloud
es gibt kaum noch „smarte“ (also vernetzte) geräte zu kaufen, die ohne „cloud“, also mit einer direkten leitung zum hersteller, angeboten werden. gegen die cloud sprechen nicht nur allerlei datenschutz- und privatshären-gründe, sondern auch praktische erwägungen: die cloud hat hohe latenzzeiten und die internet-verbindung ist öfter weg als man denkt, aber noch öfter sind die hersteller die einem das gerät verkauft haben und die cloud am laufen halten, plötzlich vom fenster weg oder werden von arschloch-firmen aufgekauft. geräte die sich nicht auch lokal, vor ort vernetzen lassen, also auch eine lokale API (schnittstelle) anbieten, haben im haus oder der wohnung eigentlich nichts verloren. abhängigkeit von der cloud ist alles andere als „smart“.
worauf ich aber eigentlich heraus will, und weshalb ich den artikel vor ein paar tagen ursprünglich angefangen zu schreiben habe, ist automatisierung. was mich (als frickler), aber (hoffentlich) auch andere haushaltsmitglieder dauerhaft begeistert, sind ausgefeilte automatisierungen.
anfang der woche habe ich die spülmaschine eingeschaltet und 5 sekunden später plärrte es aus meinem lautsprecher: „es sind nur noch wenige geschirrtabs da. ich hab tabs auf die einkaufsliste gesetzt.“
das schöne ist: ohne weiteres zutun hat das auch funktioniert.

die automatisierung die die aktion ausgelöst hat ist alles andere als „smart“ oder wirklich intelligent; eigentlich ist sie sogar trivial:

so trivial diese automatik auch ist, ich habe noch keinen weg gefunden, soetwas mit systemen der grossen player abzubilden, weder mit homekit, bzw. der home-app von apple, noch mit alexa-routinen oder dem google-home gedöns. samsung hat ein cloud-basiertes system namens „smartthings“, mit dem man sowas vielleicht machen könnte, aber das problem, das alle grossen hersteller bisher nicht mal in ansätzen gelöst haben, ist die integration von sensoren und aktoren über herstellergrenzen hinweg.
ansätze dafür gibt es, aber lösungen die über viele herstellergrenzen hinweg funktionieren, sind bisher nur im DIY (do it yourself) bereich zu finden. lösungen wie home assistant, openHAB und viele andere ermöglichen alle möglichen geräte, sensoren, aktoren zusammenzuflanschen und in einem guss zu automatisieren.
zurück zum beispiel: grundlage der bestell-automatik sind natürlich erst mal sensoren, an erster stelle ein sensor der die anzahl verbliebener tabs verzeichnet. die anzahl tabs ist ein abgeleiter sensor. ich leite die zahl der tabs von einem sensor ab, der registriert wenn die spülmschine angeschaltet wird (und wann sie fertig ist). das wiederum leite ich von einem senor ab, der den stromverbrauch der spülmaschine misst und daraus den betriebszustand der spülmaschine ableitet.
die aktoren sind schon etwas komplexer. es gibt derzeit keinen weg der bring.app einkäufe hinzuzufügen — ausser über die app oder über alexa. bring hält es für unnötig hier eine öffentlich zugängliche API zur verfügung zu stellen. über die alexa-integration, die selbstverständlich auf einer (geschlossenen) API basiert, zu der nur amazon und bring selbst zugang haben, kann ich mich aber trotzdem einklinken.
der dienst bespoken.io erlaubt es mir statt alexa ein komando zuzurufen, alexa ein kommando per rest-schnittstelle zu übermitteln. obwohl ich keinen echo-lauschsprecher mehr in betrieb habe, kann ich so mit alexa-skills kommunizieren die mit meinem amazon-konto verknüpft sind.
shell_command:
ask_alexa: >-
/usr/bin/curl -X PUT -G 'https://virtual-device.bespoken.io/process' --data-urlencode 'message={{message}}' --data-urlencode user_id=alexa-xxxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx --data-urlencode language_code=de-DE -H 'content-length: 0' -o /Users/ix/.homeassistant/scripts/alexa_response.json
wenn ich bespoken programmatisch bitte die nachricht „öfffne bring und füge geschirrtabs hinzu“ an mein alexa-amazon konto zu senden, hat das die gleiche wirkung als würde ich das in ein amazon-echo-mikrofon sprechen. die antwort des bring-skills liefert bespoken freundlicherweise auch gleich mit, so dass ich den auch wieder ausgeben kann — ganz ohne echo dot. (ein weiterer vorteil der lösung über snips ist übrigens auch, dass ich jetzt einfach sagen kann: „wir brauchen milch“, wohingegen mich die alexa-lösung dazu zwingt einen quatsch-satz zu sagen wie: „öffne bring und füge milch zu meiner liste hinzu“)
der zweite aktor macht nichts anderes als snips zu bitten eine tts (text to speech) nachricht in der küche abzuspielen: „es sind nur noch wenige geschirrtabs da. ich hab tabs auf die einkaufsliste gesetzt.“
aufmerksame leser bemerken jetzt natürlich einen widerspruch: ich nutze die cloud für unseren einkaufszettel und um diesen zu füllen. wichtig ist (mir) aber ein prinzip, von dem ich zuerst im architekturstudium gehört habe, und dem ich später in der programmierung und webseitengestaltung wiederbegegnet bin: das prinzip der würdevollen fehlfunktion („degrade in grace“). beim studium ging es eigentlich um materialien „die würdevoll altern“, aber egal ob es sich um material, code oder eine benutzerschnittstelle handelt, alle sollten bei fehlfunktion die würde und ihr gesicht wahren. wenn der eintrag nicht in der einkaufsliste auftaucht, weil die cloudanbindung nicht funktioniert: halb so schlimm, mich hat zumindest die nachricht erreicht, dass nur noch wenige tabs da sind. vielleicht habe ich das auch schon so gesehen. wichtiger ist mir hingegen die zahl der spülzyklen zu erfassen (und daraus den strom und spülmittelverbrauch abzuleiten und gegebenenfalls auszuwerten). das funktioniert auch ohne internet verbindung und diese sensor-daten bleiben in der wohnung. sollte das lokale netzwerk ausfallen ist es zwar schade, dass dann die laufzeiten nicht erfasst werden und ich keine spülmaschine-ist-fertig-nachricht mehr auf mein handy bekomme, aber immerhin funktioniert die spülmaschine noch. fällt der strom aus, kann ich immer noch wasser mit dem gasherd aufkochen und mit der hand spülen. ohne gas ist es dann aber aus mit der wohnwürde.
dieser schichtweise aufbau der technik-funktionen ist meiner meinung nach bei der konzipierung aller aspekte der heimautomatisierung essentiell. die äusserste schicht, die cloud, auf die ich den wenigsten einfluss und kaum kontrolle habe, sollte, wenn überhaupt, nur für komfort-/luxusfunktionen dienen. alles was essentiell ist, licht, wärme, schlösser, geräuschquellen sollten mindestens zwei ebenen tiefer liegen und möglichst eine optionale manuelle steuerung bieten.
tl;dr: weder vernetzung, noch fernbedienung oder automatisierung verdienen im heim wirklich das label „smart“. aber die automatisierung von (am besten lokal) vernetzten, fernbedienbaren geräten macht wirklich spass und befriedigt (wenns funktioniert) tief.






