alles

sehr tol­ler text, der sich ein biss­chen mo­no­the­ma­tisch gibt, aber ei­nen bun­ten strauss an klu­gen und wich­ti­gen er­kennt­nis­sen ver­mit­telt — vor al­lem: es wür­de hel­fen, nicht da­von aus­zu­ge­hen, dass ir­gend­was auf der hand liegt. mer­kur-zeit­schrift.de/2018/11/26/the-trou­ble-with-tal­king/


Max Boot in “The Cor­ro­si­on of Con­ser­va­tism: Why I Left the Right”:

“No, not all Trump sup­port­ers are ra­cist. But vir­tual­ly all ra­cists, it seems, are Trump sup­port­ers. And all Trump sup­port­ers im­pli­cit­ly con­do­ne his bla­tant pre­ju­di­ce. At the very least they don’t con­sider ra­cism to be a re­ason to turn against the pre­si­dent. For a dis­tur­bin­gly lar­ge num­ber of Trump vo­ters, it is the pri­ma­ry re­ason to sup­port him.”


Zi­vi­li­sa­ti­on ist sehr OK. Nicht ka­putt­ma­chen, bit­te.

Crea­ti­ve In­dus­tries Ty­coon 2022 (@guen­ter­hack22.11.2018 19:15



Ein Be­kann­ter von mir hat eine Kern­boh­rung ge­macht. Der Elek­tri­ker vor­her so: "100 pro da sind kei­ne Ka­bel."Tja. Shit hap­pens. pic.twit­ter.com/qP­J­JAv­qx8g

Sim­ply the Best (@evili­ni122.11.2018 19:00


Our an­nu­al re­min­der: Wi­dening 👏 high­ways 👏 does­n't 👏 work 👏This free­way -- LA's 405 -- was JUST wi­den­ed at a cost of $1.6 bil­li­on. pic.twit­ter.com/vFSTmfdhnC

Streets­blog USA (@Streets­blo­gUSA21.11.2018 15:20


Dass man so­was er­le­ben darf: An­ge­la Mer­kel er­klärt die agi­le Vor­ge­hens­wei­se 😅 (Dan­ke an Frank aus un­se­rem Slack-Ka­nal für die­ses Vi­deo!) #An­gel­aMer­kel #agi­le pic.twit­ter.com/7v0nX­j­zA­Ox

Mein Scrum ist ka­putt (@scr­um­ka­putt22.11.2018 7:08


(bei chay viet)


ich bin mir nicht ganz si­cher, aber so­weit ich das ver­stan­den habe, sind län­der mit bei­spiel­haf­tem breit­band­aus­bau (nor­we­gen, schwe­den) da auch nur mit staat­li­cher för­de­rung hin­ge­kom­men. so spät wie das kommt, liegt doch hier sin­ne der markt­steue­rung eher po­li­tik­ver­sa­gen vor.

Und das Gan­ze soll in ei­nem Jahr über die Büh­ne ge­hen. Eine sol­che Sub­ven­ti­on ist nach EU-Recht nur bei Markt­ver­sa­gen er­laubt, auf das sich das Land hier be­ruft: mor­gen­post.de/ber­lin/ar­tic­le…

Ste­phan Dör­ner 🇪🇺 (@Doe­ner19.11.2018 15:46


der @TspBack­ground­Di ist ein be­zahl­news­let­ter, der sich ei­nen deng­li­schem na­men ge­ge­ben hat, des­sen ma­cher aber of­fen­bar gros­se schwie­rig­kei­ten mit deng­lisch ha­ben und nicht zwi­schen ei­nem haf­tungs­aus­schluss und ei­ner of­fen­le­gung un­ter­schei­den kön­nen.

wie wärs mit „of­fen­le­gung“?


Vol­le Kraft vor­aus (t3n 54)

felix schwenzel in t3n

Der Blick in die Zu­kunft fällt uns schwer, weil der Blick in fer­ne Zei­ten im­mer Re­fle­xi­on der Ge­gen­wart zeigt. Wir se­hen beim Blick nach vorn im­mer auch uns selbst. Wenn wir die Au­gen zu­sam­men­knei­fen, un­se­ren Blick ein biss­chen abs­tra­hie­ren, schaf­fen wir es ge­le­gent­lich, ei­nen flüch­ti­gen, un­ver­fälsch­ten Ein­druck von der Zu­kunft zu be­kom­men. Für so ei­nen abs­trak­ten Blick las­sen sich bei­spiels­wei­se Er­eig­nis­se oder Mus­ter aus der Ver­gan­gen­heit in die Zu­kunft pro­ji­zie­ren.

Wir wis­sen zum Bei­spiel, dass sich man­che Din­ge nie än­dern wer­den (Kla­gen über die Ju­gend, un­se­re Ab­hän­gig­keit von Tech­no­lo­gie). Au­ßer­dem kön­nen wir rote Fä­den im Ge­we­be der Mensch­heits­ge­schich­te er­ken­nen, die sich vom An­be­ginn der Zeit bis heu­te und wei­ter in die Zu­kunft zie­hen wer­den. Ei­ner die­ser ro­ten Fä­den ist Be­schleu­ni­gung, Del­ta v (Δv), oder ge­nau­er, die Än­de­rung von Ge­schwin­dig­keit. Durch Be­schleu­ni­gung, durch die Fä­hig­keit, Hand­lun­gen ein biss­chen schnel­ler aus­zu­füh­ren als Kon­kur­ren­ten, ha­ben Men­schen sich seit je­her evo­lu­tio­nä­re und wirt­schaft­li­che Vor­tei­le ver­schafft. Die Fä­hig­keit, uns schnel­ler von A nach B zu be­we­gen, hat uns zu Vor­tei­len ge­gen­über an­de­ren Tier­ar­ten ver­hol­fen und war spä­ter die Grund­la­ge von Im­pe­ri­en und po­li­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Vor­herr­schaft.

Die Spa­ni­er – spä­ter die Eng­län­der – ver­dank­ten ihre Macht ih­ren See­flot­ten, mit de­nen sie sich schnel­ler (und frei­er) in der Welt be­we­gen konn­ten als ihre Nach­barn. Der Wohl­stand der mo­der­nen west­li­chen Welt und vor al­lem auch Deutsch­lands ba­siert zum gro­ßen Teil auf Mo­bi­li­täts­tech­no­lo­gien, die es je­dem Ein­zel­nen er­mög­li­chen, sich im­mer schnel­ler von A nach B zu be­we­gen.

Die­se ein­fa­che, vor­her­seh­ba­re Be­schleu­ni­gungs­ten­denz hat al­ler­dings auch schwer vor­her­seh­ba­re Fol­gen für die Welt. Die Spa­ni­er ha­ben im 17. Jahr­hun­dert halb Süd­eu­ro­pa ent­wal­det, um mit ih­ren Schif­fen schnel­ler um die Welt zu kom­men. Wir ha­ben gro­ße Tei­le des Bo­dens ver­sie­gelt und er­wär­men das Kli­ma mas­siv, um schnel­ler an­ders­wo­hin zu kom­men. Un­se­re Fä­hig­keit, ein­an­der im­mer schnel­ler und ein­fa­cher zu tö­ten, ist nicht nur eine Grund­la­ge un­se­res Wohl­stands, son­dern zu­gleich auch ein Bei­spiel da­für, wie wir ge­sell­schaft­lich ver­su­chen, die Fol­gen des Del­ta v, der ra­sen­den Tech­no­lo­gie­ent­wick­lung, ab­zu­fe­dern. Zu­min­dest in den letz­ten 70 Jah­ren gab es gro­ße, teil­wei­se er­folg­rei­che Be­mü­hun­gen, den Frie­den trotz wach­sen­der Tö­tungs­ar­se­na­le durch Ab­kom­men, Han­del und Ach­tung be­waff­ne­ter Kon­flik­te zu si­chern.

Ein be­son­ders kras­ses Del­ta v ha­ben wir in den letz­ten 30 Jah­ren im Be­reich der Di­gi­ta­li­sie­rung er­lebt. Auf Grund­la­ge von im­mer schnel­le­ren und ef­fi­zi­en­te­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien sind neue Im­pe­ri­en ent­stan­den und die Fol­gen die­ser Um­brü­che, die Zer­stö­rungs­kraft der noch kürz­lich ge­fei­er­ten Dis­rup­ti­on, wer­den uns lang­sam be­wusst. An den Pro­ble­men, die der ra­san­te Fort­schritt der Di­gi­ta­li­sie­rung und Ver­net­zung uns ein­ge­brockt ha­ben, ver­zwei­feln vor al­lem Pio­nie­re der Tech­no­lo­gie. Wer hät­te ge­dacht, dass Tech­no­lo­gien, die Men­schen nä­her­brin­gen, ver­net­zen, er­mäch­ti­gen soll­ten, zu so viel Hass, Spal­tung, Kon­flik­ten und ei­nem Wie­der­auf­flam­men des Fa­schis­mus füh­ren wür­den?

Das Mus­ter, der rote Fa­den, ist im Prin­zip be­stür­zend: Wir schaf­fen und ver­bes­sern Tech­no­lo­gien, mit de­nen wir un­ser Le­ben bei­spiel­los be­schleu­ni­gen, be­que­mer und güns­ti­ger ge­stal­ten kön­nen. Ma­chen sich ne­ga­ti­ve Fol­gen die­ser Be­schleu­ni­gung be­merk­bar, ver­su­chen wir tech­no­lo­gisch und ge­sell­schaft­lich ge­gen­zu­steu­ern – un­ter an­de­rem mit mehr, mit schnel­le­ren, mit bes­se­rer Tech­no­lo­gie.

Es ist nicht da­von aus­zu­ge­hen, dass sich das in na­her oder fer­ner Zu­kunft än­dert, auch weil wir Men­schen ohne Tech­no­lo­gie nur be­grenzt über­le­bens­fä­hig sind. Die­ser abs­trak­te Blick in die Zu­kunft ist na­tür­lich ziem­lich un­be­frie­di­gend.

Es gibt aber eine be­währ­te Tech­nik, ei­nen kon­kre­ten Blick in die nä­he­re Zu­kunft zu er­ha­schen: in­dem wir sie ge­stal­ten, oder uns zu­min­dest an ih­rer Ge­stal­tung be­tei­li­gen. Die Er­kennt­nis ist zwar tri­vi­al, aber wir den­ken viel zu sel­ten dar­an: Wir kön­nen die Zu­kunft durch un­ser Han­deln be­ein­flus­sen.

Mit an­de­ren Wor­ten: Frag nicht, was die Zu­kunft bringt, son­dern was du für die Zu­kunft tun kannst.


ix stau­ne im­mer wie­der, was in der frau für die ich ko­che und die woh­nung tei­le al­les steckt. die dru­cke, die @kne­tag­abo in den letz­ten wo­chen ra­diert und jetzt far­big ge­druckt hat, fas­zi­nie­ren mich.

zu weih­nach­ten ver­kauft sie die dru­cke sehr, sehr güns­tig.

Jah­res­end­zei­tedi­ti­on 2018 - grün 1, Aqua­tin­ta auf Druck­büt­ten, Druck­grö­ße: 20 x 30 cm, Pa­pier­grö­ße: 53 x 38 cm



Photo by felix schwenzel in Kunsthalle zu Kiel. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

„Je mehr ich mich an die Vor­la­ge hal­te, des­to wei­ter ent­fer­ne ich mich von ihr.“


Photo by felix schwenzel on November 14, 2018. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

un­ser lieb­lings #all­tags­es­sen. (ti­la­pia, gur­ken­sa­lat nach tim mäl­zers oma und kar­tof­fel­pü­ree mit röst­zwie­beln)


manch­mal macht es klick, wenn ich tex­te lese. dann kom­men sa­chen die mir im kopf schwir­ren plötz­lich zu­sam­men, weil ir­gend­wer es ge­schafft hat die schwir­ren­den din­ge zu ver­bun­den und per lo­gik das schwir­ren zu­min­dest für eine wei­le zu un­ter­bin­den. zu­letzt ist das vor ein paar ta­gen ro­bert reich ge­lun­gen, des­sen lei­der et­was be­scheu­ert über­ti­tel­ter text Ama­zon Is Ever­y­thing Tha­t's Wrong With Ame­ri­ca viel we­ni­ger po­le­misch ist, als die über­schrift ver­mu­ten lässt.

in al­ler kür­ze sagt reich im text, dass ama­zon ein sym­ptom der der­zei­ti­gen kri­se in ame­ri­ka ist, bzw. dass ama­zons jüngs­te ent­schei­dung für zwei neue haupt­quar­tie­re das pro­blem deut­lich macht, an dem ame­ri­ka lei­det — aber auch an­de­re west­li­che län­der:

das pro­blem ist eine wach­sen­de un­gleich­heit von or­ten („wi­dening ine­qua­li­ties of place“). ama­zon habe sich ent­schie­den sei­ne zwei neu­en haupt­quar­tie­re nicht in ei­ner länd­li­che­ren, kon­ser­va­ti­ven ge­gend an­zu­sie­deln, son­dern im li­be­ra­len new york und der me­tro­po­len­ge­gend wa­shing­tons.

aus ama­zons per­spek­ti­ve ist das fol­ge­rich­tig, weil ama­zon ge­bil­de­te, ta­len­tier­te men­schen be­nö­tigt um sein ge­schäft zu be­trei­ben und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. ama­zon ver­kauft eben nicht nur sa­chen im in­ter­net, son­dern er­fin­det sich stän­dig neu, und ver­bes­sert sei­ne me­tho­den kon­ti­nu­ier­lich, um kon­su­men­ten bes­ser und schnel­ler zu be­die­nen. ama­zon ist auf tech­no­lo­gie an­ge­wie­sen und tech­no­lo­gie, tech­no­lo­gie­ent­wick­lung ist eben kein ding an sich, son­dern ein pro­zess, ein hin und her, dia­lo­ge zwi­schen men­schen, die vo­nei­an­der ler­nen, sich in­spi­rie­ren und sich ge­gen­seit (in­tel­lek­tu­ell) auf die schul­tern stei­gen. und ge­nau das, schreibt reich, pas­sie­re eben in haupt­säch­lich in we­ni­gen geo­gra­phi­schen clus­tern, in den USA vor al­lem an den küs­ten. an der west­küs­te, in den bun­des­staa­ten wa­shin­ton und ka­li­for­ni­en oder an der ost­küs­te um wa­shing­ton DC, bos­ton und new york her­um. in eu­ro­pa ist das nicht an­ders, auch hier fin­det tech­no­lo­gi­sche in­no­va­ti­on eher in ur­ba­nen ge­gen­den statt, we­ni­ger im länd­li­chen raum.

die ta­len­tier­ten men­schen, die tech­no­lo­gie vor­an­trei­ben, die in tech­no­lo­gie-fir­men ar­bei­ten, stu­die­ren in städ­ten und zie­hen die gross­räu­me von städ­ten auch zum spä­te­ren le­ben und ar­bei­ten vor.

und ge­nau das ist das pro­blem: der länd­li­che raum bleibt vom der­zei­ti­gen fort­schritts­trei­ber aus­ge­schlos­sen. der länd­li­che raum ist na­he­zu aus­ge­schlos­sen von job­wachs­tum, den geld- und steu­er­strö­men, die sich fast aus­schliess­lich in die städ­ti­schen räu­me er­gies­sen.

Bet­ween 2010 and 2017, ac­cor­ding to Broo­kings, ne­ar­ly half of the Ame­ri­ca’s em­ploy­ment growth cen­te­red in just 20 lar­ge me­tro are­as, now home to about a third of the U.S. po­pu­la­ti­on.

Re­la­ti­ve to the­se boo­ming hubs, Ame­ri­ca’s he­art­land is be­co­ming ol­der, less well-edu­ca­ted, and poorer.

The so-cal­led “tri­bal” di­vi­de in Ame­ri­can po­li­tics, which Trump has ex­ploi­ted, is bet­ter un­ders­tood in the­se eco­no­mic and cul­tu­ral terms: On one side, mega-ur­ban clus­ters cen­te­red on tech­no­lo­gies of the fu­ture. On the other, gre­at ex­pan­ses of space in­ha­bi­ted by peo­p­le left be­hind.

über­spitzt for­mu­liert: der länd­li­che raum ver­armt, ver­blö­det, über­al­tert. po­pu­lis­ten wie trump wis­sen das mit ih­ren lü­gen, hoh­len ver­spre­chen und ver­meint­li­chem mit­ge­fühl für die un­ter­pri­vi­li­gier­ten aus­zu­nut­zen. die gut­be­zahl­ten jobs ent­ste­hen in den me­tro­po­len, aber auch hier ent­ste­hen durch ein­kom­mens­un­gleich­heit im­mer mehr pre­kä­re ein­kom­mens­si­tua­tio­nen.

auch in deutsch­land schei­nen sich die­se pro­ble­me zu­zu­spit­zen. die un­ter­schie­de zwi­schen arm und reich stei­gen, die mit­tel­schicht ver­schwin­det und die gut­be­zahl­ten jobs ent­ste­hen in den städ­ten. ama­zon hat sein haupt­quar­tier in mün­chen schwa­bing, „am Ber­li­ner Stand­ort ent­wi­ckelt Ama­zon“, laut selbst­be­schrei­bung, „seit 2013 zu­kunfts­wei­sen­de Tech­no­lo­gien“, „In Dres­den ist das Ama­zon Of­fice ein Kom­pe­tenz­zen­trum für Li­nux Kern- und Hy­per­vi­sor-Ent­wick­lung“, die eher schlecht­be­zahl­ten jobs in lo­gis­tik­zen­tren sie­delt ama­zon dann auch im länd­li­chen raum an (gra­ben, bad hers­feld, rhein­berg, wer­ne, pforz­heim, ko­blenz, brie­se­lang oder win­sen).

in deutsch­land wie in ame­ri­ka ten­die­ren die me­tro­po­len po­li­tisch nach links. se­at­tle, ka­li­for­ni­en, new york, wa­shing­ton DC, alle nennt ro­bert reich „true blue“, also de­mo­kra­tisch do­mi­niert. die re­pu­bli­ka­ner sind da­für in den länd­li­chen ge­gen­den stär­ker. in deutsch­land sind die me­tro­po­len zwar nicht blau, aber da­für stark von rot und grün­tö­nen do­mi­niert. in den USA ver­zerrt sich durch die kon­zen­tra­ti­on der pro­gres­si­ven wäh­ler in den me­tro­po­len auch das po­li­ti­sche kli­ma:

An­o­ther con­se­quence is a more dis­tor­ted de­mo­cra­cy. Ca­li­for­nia (now in­ha­bi­ted by 39.54 mil­li­on) and New York (19.85 mil­li­on) each get two se­na­tors, as do Wyo­ming (573,000) and North Da­ko­ta (672,591).

Even though De­mo­cra­tic Se­na­te can­di­da­tes in the mid­term elec­tions re­cei­ved 12 mil­li­on more vo­tes than Re­pu­bli­can Se­na­te can­di­da­tes, Re­pu­bli­cans still gai­ned at least one more Se­na­te seat.

ich ver­mu­te, dass das sich das in deutsch­land ten­den­zi­ell ähn­lich ver­hält, auch wenn die gleich­heit der wahl in deutsch­land of­fen­bar ein hö­he­res ge­wicht hat, als in den USA.

das pro­blem des „tri­bal di­vi­de“ dürf­te sich aber in den kom­men­den jah­ren ge­nau­so ver­stär­ken, wie sich die trends der wach­sen­den ein­kom­men­un­gleich­heit und der sich aus­dün­nen­den mit­tel­schicht auch lang­sam aber si­cher bei uns breit ma­chen.

ro­bert reichs wi­ki­pe­dia-ar­ti­kel zu le­sen, lohnt sich üb­ri­gens auch:

In sei­nem Werk Su­per­ca­pi­ta­lism stell­te Reich fest, im vor­herr­schen­den Wirt­schafts­sys­tem wür­den Per­so­nen als Ver­brau­cher und An­le­ger zu­neh­mend mehr Macht er­hal­ten, als Ar­beit­neh­mer und Bür­ger je­doch im­mer we­ni­ger. Ein Pri­mat der Öko­no­mie über die Po­li­tik un­ter­gra­be die De­mo­kra­tie. Reich stell­te dem eine For­de­rung nach dem Pri­mat der Po­li­tik ent­ge­gen.

Reich be­grün­det sei­ne Auf­fas­sung mit dem Pa­ra­dox des Su­per­ka­pi­ta­lis­mus. Die­ses be­sagt: Die Bür­ger in den In­dus­trie­län­dern und im­mer mehr Men­schen in Schwel­len­län­dern pro­fi­tie­ren als Ver­brau­cher und An­le­ger von der Glo­ba­li­sie­rung und Li­be­ra­li­sie­rung der Märk­te, als Bür­ger ih­rer Staa­ten leh­nen sie je­doch de­ren ne­ga­ti­ve Fol­gen weit­ge­hend ab. Als Kon­su­men­ten su­chen sie nach den bes­ten Prei­sen, als Bür­ger be­kla­gen sie je­doch das Aus­ster­ben der klei­nen Quar­tier­lä­den und die schlech­ten Ar­beits­be­din­gun­gen in den Su­per­märk­ten. Als An­le­ger er­war­ten sie hohe Ren­di­ten, als Bür­ger ver­ur­tei­len sie je­doch die Ma­na­ger, die aus Ren­di­te­grün­den Ar­beits­stel­len kür­zen. Für Reich ist die Bi­lanz die­ser Am­bi­va­lenz ein­deu­tig: Die An­le­ger und Kon­su­men­ten sind die Ge­win­ner der Glo­ba­li­sie­rung. Ihre Aus­wahl­mög­lich­kei­ten neh­men lau­fend zu. Die Bür­ger hin­ge­gen sind im­mer öf­ter die Ver­lie­rer: Die Löh­ne neh­men ab, die Ar­beits­un­si­cher­heit nimmt zu und eben­so die ge­sell­schaft­li­che Un­gleich­heit.

Der Vor­zug von Ro­bert Reichs Su­per­ka­pi­ta­lis­mus-Kon­zept liegt dar­in, dass es nicht zu un­sach­li­cher Sys­tem- oder Ka­pi­ta­lis­mus­kri­tik ver­lei­tet, denn neo­li­be­ral sind in die­ser Be­trach­tungs­wei­se nicht Sys­te­me, son­dern Per­so­nen, die als In­ves­to­ren und Kon­su­men­ten han­deln.

das ist ei­gent­lich ein schö­ner schluss­satz, auch wenn vie­les von dem was reich sagt nach­den­kens­wert und dis­kus­si­ons­wür­dig ist: neo­li­be­ral sind nicht „die da oben“, son­dern wir kon­su­men­ten.


Photo by felix schwenzel on November 13, 2018. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

das re­zept heisst süss­kar­tof­fel-sup­pe mit ko­kos­milch, war aber eher cre­mig. aber su­per-le­cker. aus ma­ria el­las ve­ge­ta­ri­sche kü­che.

laut re­zept be­steht die sup­pe nur aus 700 gramm süss­kar­tof­feln (40-50 mi­nu­ten ganz im ofen bei 180° ge­gart) und 800 mil­li­li­tern ko­kos­milch mit ei­nem ess­löf­fel „thai­län­di­scher ro­ter cur­ry­pas­te“.

die ko­kos­milch mit der cur­ry­pas­te soll man im topf er­wär­men und dann mit den ge­gar­ten süss­kar­tof­feln im mi­xer ver­cre­men. hab ich ge­macht (al­ler­dings mit der lila-cur­ry­pas­te), dach­te dann aber nur mit ko­ri­an­der gar­nie­ren ist ein biss­chen öde und hab su­ri­mi-stäb­chen (die haus­mar­ke von real,- sind nach mei­nung der bei­fah­re­rin die bes­ten su­ri­mi-sticks), et­was thai-ba­si­li­kum und (sehr) fei­ne zwie­bel­rin­ge dazu ser­viert (statt deko-ko­ri­an­der, wie im koch­buch an­ge­ge­ben). dazu ein biss­chen so­ja­sos­se war das sehr le­cker und ex­trem sät­ti­gend.

die bei­fah­re­rin und ich ha­ben jetzt je­weils 350 gramm süss­kar­tof­fel und 400 mil­li­li­ter ko­kos­milch in­tus.


das tol­le an den (fer­ti­gen) ra­die­run­gen, also den dru­cken von @kne­tag­abo ist: man sieht ih­nen die hand­werk­li­che qua­li­tät und die sorg­falt, die im her­stel­lungs­pro­zess steckt, in je­der pa­pier-pore an.

ka­tia­kelm.de/blog/2018/11/13/wie-ich-ra­die­re/


aus (be­dau­er­li­chen) tech­ni­schen grün­den müs­sen wir ivan­ka (aka #snips) „ale­xa“ ru­fen. aber vie­les kann sie schon viel bes­ser als die ale­xa von ama­zon.