Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.
zitiert von hal faber, der gewohnt lesenswert, unverständlich und zynisch den chaos kongress und den CCC einordnet und rundumverlinkt. hal faber hat soviele links, dass es dort genug zum rumklicken gibt und ich mir heute keine weitere mühe mache.
man kann gar nicht skeptisch genug sein, wenn ein artikel mit der überschrift „eine umfrage hat ergeben ...“ anfängt. meistens zeigen solche artikel nicht was die umfrage ergeben hat, sondern, dass journalisten (oder blogger) nicht differenzieren können (oder wollen).
natürlich ist es nicht die aufgabe eines kolumnisten zu differenzieren oder zu quellen zu verlinken. aber interessant ist es trotzdem, welche rosinen sich martenstein aus dem grossen studienkuchen herauspickt. in der pressemitteilung zur studie auf die sich martenstein bezieht steht:
Auf einer Skala, die sich von -50 bis +50 erstreckt, befindet sich der für 2013 aus den Ergebnissen von Befragung und Inhaltsanalyse errechnete Freiheitsindex bei minus 2,7, das heißt: nach wie vor befindet sich Freiheit damit im Hintertreffen gegenüber konkurrierenden Werten wie Gleichheit, Gerechtigkeit oder Sicherheit. Im Vergleich zu 2012 kann eine leichte Verschiebung zu Ungunsten der Freiheit festgestellt werden. Im Vorjahr lag der Wert noch bei minus 0,7. Der Rückgang des Wertes ist auf die Ergebnisse der Medieninhaltsanalyse zurückzuführen. Interessanterweise sieht die Bevölkerung den Wert der Freiheit wesentlich positiver als die Medienberichterstattung.
sprich, deutschen ist die freiheit nicht so wichtig wie sicherheit und gerechtigkeit, aber freiheit ist ihnen immer noch wichtiger den medien. oder anders gesagt: deutsche medienfuzzis sind noch bekloppter als der repräsentative deutsche. oder wie peter breuer es zusammenfasst: alle bekloppt, ausser martenstein.
I tell this story again and again, whenever people ask me to sign NDAs or agree to complicated contracts. Because the smartest people in the world aren't protective of their creations. They know they can always make more, and they know that life isn't a zero-sum game.
abgesehen davon, dass das eine gut zu lesende geschichte aus der technologie-urzeit ist, gefällt mir die these, dass kluge leute keine angst vor plagiatoren haben. andererseits bin ich klug genug um zu wissen, dass es kein zeichen von klugheit sein muss, wenn man seine ideen nicht schützt. /daringfireball.net
es gibt bereits unzählige möbel die man einfach zusammenstecken oder auffalten kann. der entscheidende unterschied all dieser lösungen zu ikea-produkten, die man zusammenschrauben und teilweise nageln muss: ein paar nullen beim preis.
abgesehen davon: den magnet-möbeln von benjamin vermeulen, die jürgen vielmeier hier anpreist, traue ich nicht mal ansatzweise.
birgit kelle findet femen nicht so toll und unterstellt den aktivistinnen feigheit:
Waren die Ziele der weiblichen Exibitionist_Innen-Riege bislang eher internationaler Natur, so rückt Deutschland offenbar näher ins Visier für ihre Nackteinlagen. Ist ja auch viel einfacher und sicherer hier.
Während man in Russland Gefahr läuft in Straflagern zu landen, oder in Tunesien auch mal einen Monat im Gefängnis sitzt, wie von Frau Witt schon erfolgreich erprobt, ist es in Deutschland risikoärmer. Hier stellt man einfach Strafanzeige gegen die Menschen, die einen dann gewaltsam vom Schauplatz tragen. Einer habe ihr in den Intimbereich getreten, sagte sie der „Bild“.
ich fand den text von birgit kelle gut nachvollziehbar, was ich von den femen-aktionen nicht gerade behaupten kann. was mich aber wundert: warum schreibt kelle von einer „weiblichen Exibitionist_Innen-Riege“, wenn sie auch von einer exibitionistinnen riege hätte schreiben können? oder gibt es auch männliche exibitionistinnen? und: warum spricht femen mit der bild-zeitung? mit meisner haben sie doch auch nicht geredet?
witzigerweise habe ich am 23. dezember, auf dem weg zur arbeit auch daran gedacht, wie toll es wäre am heilig abend durch die (wahrscheinlich) menschenleere stadt zu laufen oder zu fahren. denn am 23. war die stadt (abseits der einkaufsmeilen) bereits merklich ruhiger.
In Göppingen geht es um Kontoeröffnungen - in Pakistan oder im Jemen kann es den Tod per Drohne bedeuten, auf der falschen Liste zu stehen. Für die Drohne gelten die gleichen Unwägbarkeiten und Fehlerquellen wie für die Liste, auf die die Kreissparkasse zugreift. Etwas läuft falsch. Ganz grundlegend.
keine ahnung ob mir die pizza gestern nur zufällig gelungen ist oder ob das rezept einfach gut ist. entscheidend ist wohl auch, wirklich frische hefe zu verwenden. ich habe zuerst 300 ml lauwarmes wasser, 20 gramm frische hefe, 9 gramm salz (ich fürchtete 12 gramm könnten doch zu viel sein), eine gute prise zucker und 15 ml öl verrührt und 10 minuten gehen lassen. daraus wurde danach mit 555 gramm mehl ein eher klebriger, weicher hefeteil, den ich dann erneut 30 minuten gehen liess. auf dem blech habe ich ihn auch nochmal 10 minuten gehen lassen. im ofen ist er dann tatsächlich nochmal richtig gut aufgegangen.
mittelgute amerikanische fernsehserien sind relativ einfach gestrickt. durch die serie geht ein roter faden, dessen ende ganz offensichtlich aus einem mittelgrossesn geheimnis besteht. am serienende wird dieses geheimnis oft gelüftet und führt gelegentlich zu mittelgrosser enttäuschung. bevor der rote faden in einer der letzten folgen gelöst wird, hält er die einzelnen episoden zusammen und vor allem die anspannung im zuschauer aufrecht.
viele mittelgute amerikanische fernsehserien haben auch mehrere rote fäden und dazugehörige geheimnisse. manche dieser geheimnisse werden bereits nach ein paar folgen oder staffeln aufgelöst und von neuen fäden abgelöst.
neben dem roten faden ist die zweite zutat für mittelgute serien die episodenhandlung. sie muss nicht unbedingt im zusammenhang mit dem oder den roten fäden stehen, tut es aber oft. für die episoden-handlung wird am anfang der episode ein problem skizziert oder ein verbrechen gezeigt, das dann im laufe der episode, machmal auch im laufe von zwei episoden, von den protagonisten der serie gelöst wird. ist das problem am episodenende gelöst, ist das geheimnis, der rote faden, oft etwas weniger geheimnisvoll. manchmal wirds auch geheimnisvoller. aber, und das unterscheidet die mittelguten von den sehr guten serien, in den mittelguten bis guten serien gibt es am episodenende immer eine art happy end, einen mehr oder weniger befriedigenden abschluss. gibt es einen cliffhanger, ist der meistens lediglich aus dem material des roten faden gewoben (und nicht aus dem material der episodenhandlung).
sehr gute amerikanische fernsehserien verzichten zunehmend auf diese befriedigung. oft hat noch nichtmal das staffelende eine art happy end, sondern, unter umständen, sogar einen cliffhanger.
mittelgute amerikanische fernsehserien haben den vorteil, dass man auch mal ein oder zwei folgen verpassen kann. und, wie gesagt, sie geben dem zuschauer, nach 30 oder 45 minuten, eine gewisse art von befriedigung.
eine dieser mittelguten fernsehserien ist bones. ich habe sie vor drei oder vier jahren oft geschaut, um vom härteren stoff der sehr guten serien wieder runterzukommen. eine dieser sehr guten serien ist beispielsweise breaking bad. breaking bad, the wire oder lost wirkten auf mich ähnlich wie heroin. mit bones kam ich wieder runter. mittelgute amerikanische fernsehserien wirken wie bier zum einschlafen. beim sehen muntern sie einen auf, danach kann man hervorragend schlafen.
mittelgute amerikanische fernsehserien können durch die protagonisten, die geschichten oder die qualität des roten fadens durchaus sehr gut sein. für eine weile fand ich bones (zum erstaunen der beifahrerin) sehr gut. irgendwann hat es mich dann aber gelangweilt, weil das strickmuster und die roten fäden mir zu langweilig wurden.
im moment gibt es zwei mittelgute amerikanische fernsehserien die ich sehr gerne sehe: agents of s.h.i.e.l.d und the blacklist. beide serien haben stringente und solide komponierte rote fäden und übergeordnete geschichten und haben gleichzeitig gute (z.b. nicht zu billig) erzählte und gefilmte episodenhandlungen. bei agents of s.h.i.e.l.d sind diese teilweise sogar recht geschickt mit das marvel-universum verwoben und schwappen handlungsmässig beispielsweise in die thor-spielfilmreihe hinein.
bei the blacklist trägt james spader den roten faden sehr gekonnt, so wie er das auch schon bei boston legal getan hat. (boston legal ist übrigens auch ein hervorragendes beispiel für eine sehr gute mittelgute amerikanische fernsehserie.)
wenn man ein amerikanisches itunes-konto hat, kann man sich den piloten von the blacklist auch kostenlos ansehen. das wirkt tatsächlich wie anfixen. zumindest hat es das bei mir.
und das ist eigentlich auch alles was ich ursprünglich sagen wollte: the blacklist ist eine sehr gute mittelmässige amerikanische fernsehserie.
das ist ja nett. jakob augstein hat meinen kleinen tweet von vor ein paar tagen ausdifferenziert.
für'n milliardär schickt schland den supertopchecker genscher ins rennen. wer wohl für snowden geheimdiplomatie betreibt? bohlen? pofalla?
jens berger über „räuberbarone“ für die sich unsere politik einsetzt:
So konnte Chodorkowski mit dem eher bescheidenen Einsatz von 42 Mio. US$ das Unternehmen Jukos zusammenschmieden, dessen geschätzter Wert 42 Mrd. US$ - also das Tausendfache - betrug. Dass er dabei zahlreiche Gesetze gebrochen hat, bestreitet auch heute niemand ernsthaft. Damals interessierte dies in Russland jedoch niemanden. Chodorkowski schmierte den Jelzin-Clan mit Millionen und dafür ließ ihn die korrupte Staatsführung gewähren. Im Westen wurde dies freilich ein wenig anders dargestellt. Hier wurden die Schmiergelder als politische Spenden interpretiert und Jelzins Patronage der Räuberbarone wurde als wichtiger Schritt gesehen, Russlands Wirtschaft wieder konkurrenzfähig zu machen.
in diesem bild von 1973 von robert lebeck, das willy brandt in einem speisewagen zeigt, sieht man sehr, sehr viele dinge die seit den 70er jahren unwiderbringlich verloren sind:
kanzler in öffentlichen zügen
raucher in öffentlichen zügen
rauchende bundeskanzler
willy brand
furnierimitat an allen wänden in zügen
rote gardinen in zügen
kassenbrillen, getragen von kassenpatienten und nicht von hippstern
jacket-reverse die beinahe an die schulter reichen
karierte teppiche
keine rollkoffer
bild gefunden bei hinundweg.morgenpost.de nachdem ich es irgendwo in der stadt rumhängen gesehen habe.
bescheuerter titel, aber der artikel selbst (von harald staun) ist gar nicht bescheuert. im gegenteil. auch wenn ich die beobachtungen und die analyse nicht in allen punkten teile, ist das was er schreibt und wie er es herleitet mindestens nachdenkenswert:
Dass unsere tägliche Einkaufswut die Umwelt zerstört, dass sie Kinder tötet und Kriege verursacht, konnte der Praxis der Überflussproduktion nie besonders viel anhaben. Aber je flüchtiger das Leben wird, desto weniger besteht Luxus darin, den größten Haufen Kram zu besitzen - oder auch nur die schönsten Objekte der Designkultur. Sondern darin, seine Bedürfnisse zu befriedigen, so schnell und komfortabel wie möglich.
damit ist das heute, am heilgmorgen, zumindest ein ansatzweise weihnachtlicher artikel.
schöne differenzierte analyse zu den hamburger rote flora protesten:
So wie ich das sehe hat hier eines der internationalen Zentren der autonomen Szene zur Machtdemonstration gerufen. Unter einer Demonstration stellt man sich üblicherweise das Aufmerksammachen für ein Thema vor, das Aufzeigen der Relevanz durch Masse, die Beeinflussung der Politik durch eine laut vertrene Botschaft. Wir haben ein Grundrecht dies zu tun, denn es gehört zu den demokratischen Spielregeln. Am Samstag ging es aber um eine Demonstration des Gewaltpotenzials der Szene. Deren Stärke bemisst sich nicht in Solidarität in der Bevölkerung, oder in Wählerpotenzial, das sie mobilisieren können, sondern in den (sozialen und finanziellen) Kosten, die sie verursachen können, wenn versucht wird sie wieder in die Spielregeln, die sie bewusst verlassen haben, zurückzuzwängen.
esther kogelboom und sebastian leber stellen kathrin passig fragen und die antwortet. fast jede ihrer antworten ist aus dem zusammenhang reissbar und ausdruckbar.
Müssen Sie Ihr Gehirn manchmal neu laden, um frischen Input aufnehmen zu können?
Tendenziell denke ich zu wenig nach, höchstens unter der Dusche. Ich habe immer schon zu viel gelesen und zu wenig nachgedacht. Ganz ehrlich, wer denkt beim Warten auf die U-Bahn Interessantes? „Noch 3 Minuten, 2 … nachher die Milch nicht vergessen.“ Stattdessen schaue ich ins Handy und staubsauge die Welt nach Informationsschnipseln. Ist natürlich nicht unproblematisch, diese überschießende Begeisterung für's nächste große Ding.
Haben Sie eigentlich körperliche Symptome von der Handybenutzung, etwa ein Karpaltunnelsyndrom?
Phantom-Vibrationsalarm in der Tasche hatte ich eine Zeit lang.
phantom-vibrationsalarm in der tasche hab ich ständig.
Gestern Abend, als die ersten schwarzvermummten Stoßtrupps unter unserem Balkon durchmarodierten, mitten auf der Straße irgendwelche Haufen aufschichteten und sie anzündeten, da war noch nirgendwo Polizei zu sehen.
Auch nicht, als die liebenswerten Freunde der Roten Flora wahllos Mülltonnen auf die Straße zogen und sie dort umwarfen. Nicht, als sie die Scheiben der Postfiliale zerdepperten. Und auch nicht, als sie unser Nachbarhaus, welches das bittere Schicksal der späten Geburt schultern muss (Gentrifzierung! Hohe Miete!), mit Gegenständen bewarfen.
richard gutjahr stellt eric jarosinski ein paar fragen und der beantwortet die „in fast akzentfreiem deutsch, garniert mit einer Prise Understatement“. trotzdem gut lesbar.
Was aber macht Erdoğan? Er feuert nicht die Verdächtigen und hebt die Immunität der unter Verdacht stehenden Minister auf. Erdoğan antwortet noch nicht einmal direkt auf die Korruptionsvorwürfe, stattdessen entlässt er die Ermittler. Seit Dienstag wurden mehrere Dutzend (manche Medien schreiben von mehr als hundert) Polizisten und Ermittler aus Schlüsselpositionen geworfen, darunter der Polizeichef von Istanbul und die für Korruption zuständigen Kommissare.
„Triumph der deutschen Geheimdiplomatie“ — wenn ich das lese, denke ich wunderbar. gut das die regierung sich auch für humanitäre zwecke einsetzt. auch für „dubiose“ milliardäre kann man sich in notsituationen einsetzen. aber wenn die diplomatischen kanäle in autoritäre staaten wie russland besser funktionieren, als die zu unseren verbündeten auf der anderen seite des atlantiks, ist das irgendwie wieder ernüchternd. oder sarkastisch ausgedrückt:
für'n milliardär schickt schland den supertopchecker genscher ins rennen. wer wohl für snowden geheimdiplomatie betreibt? bohlen? pofalla?
Die Überwachung durch Staaten oder Machteliten ist dabei nur ein ganz kleiner Teil der sozialen Kontrolle. Der größte Druck geht von der Masse der Nutzer selbst aus.
interessanter gedanke. ich lebe ja auch vor allem deshalb in einer grossstadt, weil ich die soziale kontrolle und normen in kleinstädten oder dörfern als zu beengend empfinde und die gefühlte anonymität und das verschwindenkönnen in der masse in städten schätze. und dann fühlt sich der druck den die dorfgemeinschaft im internet ausübt doch wieder ganz ähnlich an wie in einem kaff. immerhin fehlen im internet noch die mistgabeln.
bisher gelernt: ein gedrucktes buch ist enorm hilfreich, weil es anklagend herumliegen kann und mich nachdringlich ermahnt meiner pflicht zu fortbildung und rezension nachzukommen. eine ebook-version kann einen nicht mal im ansatz ermahnen zu lesen.
wenn ich dann aber erstmal beim lesen bin, fällt mir das lesen im ebook dann aber doch unendlich viel leichter.
interessantes verständnis von journalistischer sorgfalt beim Alles Gute Verlag. die geschichte lässt mich in meiner phantasie jemanden vorstellen, der sich beim kacken auf einer öffentlichen toilette über jemanden der furzt beklagt./stefan niggemeier
automatisch generierte liste (fast) aller tweets, an die ich im dezember ein sternchen gemacht habe. ein paar meiner quellen (neben meiner twitter-timeline) habe ich bei pinboard gesammelt. einige tweets habe ich auch über stellar gefunden.
When Cameron talks about Mandela, remember that Mandela was so anxious to avoid him he camouflaged himself as a chair pic.twitter.com/D9xx5rnDmj
mit andreas storm, der in diesem musikvideo rumsteht und tanzt, habe ich vor 16 jahren mal in einer theaterproduktion zusammengearbeitet. verwunderlich ist daran dreierlei:
ist das wirklich schon so lange her?
von der produktion findet sich nichts mehr im internet, ausser einer erwähnung in einem rechenschaftsbericht der kulturförderung zürich
ich habe mal bei einem theaterstück mitgemacht?
[weil ich heute früh ansatzweise sentimental war, habe ich eben auf meinen festplatten gesucht und teile der dokumentation des theaterstücks an dem ich 1997 mitinszeniert habe zu google+ hochgeladen. auf einem der bilder bin ich mit pferdeschwanz und cowboystiefeln zu sehen.]
das hört sich an wie ein sehr grosser griff ins klo, den sich RSA dort geleistet hat. aber wenn man fefe glaubt, ist das nicht das erste mal. jedenfalls bekommt der ausdruck kundenverarschung, durch das wort hintertür eine wunderbare neue metaebene.
j. kenji lopez-alt hat eine woche lang chocolate chip cookies gebacken, um das optimale rezept zu finden: durch variation und experiement./via stellar /@TheFoodLab
bei ezra caldwell konnte ich die rezepte nirgendwo finden, aber für die sardinen-pasta wurde ix bei kitchen collaboration fündig. ich habe das heute mittag nachgekocht und natürlich ein bisschen abgewandelt. für 2 personen habe ich folgende zutaten benutzt:
zutaten
2 dosen ölsardinen, also den inhalt, abgetropft und zerkleinert
2-3 esslöffel sultaninen (10 minuten in warmen wasser eingeweicht)
viel olivenöl
2-3 esslöffel zedernüsse, eigentlich pinienkerne, aber die zedernüsse hatte ich noch (danke sascha!). zerkleinerte walnüsse funktionieren erfahrenungsgemäss übrigens auch
die zubereitung der sardinen ist durch die dosenvariante ziemlich einfach: dose öffnen, öl abtropfen lassen, sardinen aus der dose befreien. letzteres ist beinahe der komplizierteste teil.
danach habe ich eine scheibe vollkornbrot, in meinem fall einen dünn geschnittenen kanten demeter-haselnuss-sesam-vollkornbrot, in sehr kleine würfel geschnitten (insgesamt ca. 332 stück) und die in einer pfanne mit butter leicht angeröstet. kurz vor ende habe ich noch eine klein gewürfelte, frische knoblauchzehe und eine prise salz mitgeröstet. (das müsste auch mit toastbrot oder geriebenem knäckebrot gehen.)
die zedern-, pinien- oder walnusskerne können theoretisch in der gleichen pfanne angeröstet werden.
ebenso die kirschtomaten. die müssen eine weile unzerschnitten in der pfanne rumrutschen. das erzeugt manchmal ganz lustige geräusche. wenn die tomaten etwas farbe haben und schrumpelig sind, können sie beiseite gestellt werden.
jetzt ungefähr könnte man angefangen die spagetti zu kochen. (meine waren schon fertig.)
in eine pfanne mit heissem olivenöl kommen jetzt: die fein gewürfelten zwiebeln, der fein gewürfelte knoblauch, die chiliflocken, die gerösteten nusskerne und die sultaninen. solange anbraten, bis alles ein bisschen fettig glasig ist. dann kann das sardinenfleisch mitgebraten werden, bis es in der küche ausreichend nach fisch riecht.
jetzt die fein geschnittene petersilie noch kurz mitanbraten, dann werden auch die eventuell mitgeschnittenen dickeren stängel geniessbar. am ende kommen die spagetti dazu, allerdings nicht die ganze packung, nur zwei kleine portionen. ich habe an dieser stelle noch zwei tassen von dem gut gesalzenem spagettiwasser in die pfanne gekippt und alles kräftig gemischt. die tomaten können jetzt auch dazu.
fast fertig: zum servieren die nudeln auf einen teller, die brotwürfelchen drüberstreuen und den teller parmesanieren.
ich fand das äusserst lecker, die beifahrein auch. das beste ist: die pasta schmeckt kaum nach fisch. die mundhaptik ist hochinteressant, weil sich alle konsistenzen von cremig, nussig und knäckig gemeinsam im mund befinden. und geschmacklich sowieso.
mal schauen ob das am wochenende klappt, mit dem weniger schlecht programmieren lernen.
jason kottke über den tod von blogs. sehr klug und differenziert, wie immer, vom besten blogger der welt, der noch bis ins jahr 2073 bloggen wird.
russell brand hat eine neue DVD mit seiner live-show veröffentlicht und lädt seine fans ein, sie auch per piratebay zu laden. darüber scheinen nicht alle glücklich zu sein. aber dieser tweet gefällt mir dann doch sehr:
“@IamTheStin: @rustyrockets If i download this illegally will that make you sad?" I don't mind as long as you watch it.
wie alles von astra, natürlich, voll ironisch. offenbar ist der astra banner blocker nichts weiter als ein spezielle adblock-plus regelset, dass banner dann mit astra-werbung austauscht. soetwas habe ich werbern vor kurzem auch vorgeschlagen. hätte die werbeindustrie benutzern bereits vor 10 jahren effektive werbeblocker angeboten sässe sie jetzt auf einen potenziellen datenschatz, hätte die kontrolle über einen effektiven whitelisting-prozess und würde so einiges über die werbevorlieben der benutzer wissen.
so erfährt astra jetzt eben allerhand über hipster, die deren adblock-variante installiert bekommen.
wobei man natürlich ein bisschen einschränken muss: in diesem fall wurden kameras ältere in älteren macbooks untersucht und einfach ist das heimliche aktivieren der macbookkamera auch nicht.