Photo by felix schwenzel on October 25, 2022. Keine Fotobeschreibung verfügbar..
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da geht man ein­mal ins büro zu fuss, was man da al­les sieht.


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geht auch: mor­gens ein­fach im dun­keln spa­zie­ren ge­hen.


Photo by felix schwenzel on October 17, 2022. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

sa­chen die fri­da und ich in den letz­ten ta­gen ge­se­hen ha­ben.


wait for it


ges­tern früh, nach dem re­gen vor­ges­tern abend, war’s ganz schön schön.


Al­les ist ein Spiel (t3n 69)

felix schwenzel in t3n

Wenn man ei­nen Hund hat, ver­schwim­men die Gren­zen zwi­schen Ernst und Spiel. Ei­gent­lich ist für ei­nen Hund al­les Spiel. Ob ein Ball fliegt oder ein Ka­nin­chen auf ei­ner Wie­se weg­läuft, scheint für Fri­da, un­se­ren Pu­del, ei­ner­lei. Ihre Eu­pho­rie und ihr Ehr­geiz sind für bei­de Rei­ze gleich groß. Der Ball ist ge­nau­so echt wie das Ka­nin­chen.

Um Fri­da vom Ja­gen ab­zu­brin­gen, muss­ten wir uns ein bes­se­res Spiel aus­den­ken. Die ers­te Spiel­re­gel des neu­en Spiels lau­tet: Wenn sie ei­nen Vo­gel, ein Ka­nin­chen oder ein an­de­res hetz­ba­res Tier sieht, muss sie kurz still­hal­ten und uns an­schau­en. Erst wenn wir es sa­gen, läuft sie los. Im neu­en Spiel wird dann al­ler­dings kein Tier ge­jagt, son­dern ein Stück Käse oder der klei­ne, schnel­le und flum­mi­ähn­li­che Lieb­lings­ball von Fri­da.

Das neue Spiel fin­det sie so gut, dass sie in­ner­halb von ein paar Wo­chen im An­ge­sicht von hetz­ba­rem Wild eine aus­ge­zeich­ne­te Im­puls­kon­trol­le ent­wi­ckelt und das Ja­gen für das neue Spiel so gut wie auf­ge­ge­ben hat. Was sie ei­gent­lich ge­lernt hat: Spie­le mit ih­ren So­zi­al­part­nern – uns – ma­chen mehr Spaß, als al­lei­ne zu spie­len.

Hun­de­trai­ner sa­gen, dass Hun­de am bes­ten ler­nen, wenn sie ent­spannt sind. Ein Hund, der Stress oder Ängs­te hat, spielt nicht — und lernt schwe­rer. Das ist bei Men­schen nicht an­ders. Ängs­te es­sen, frei nach Rai­ner Wer­ner Fass­bin­der, nicht nur die See­le auf, son­dern auch das Spiel. Und wo kein Spiel ist, fällt das Ler­nen mit­un­ter auch schwer.

Ich war lan­ge ein ziem­lich schlech­ter Schü­ler, bis ich ir­gend­wann an­fing, die Schu­le als Spiel zu be­trach­ten. Da­bei ge­hol­fen hat mir wahr­schein­lich, dass ich zwei Mal ei­gent­lich sit­zen­ge­blie­ben wäre, aber bei­de Male doch noch ver­setzt wur­de, weil ich die Nach­prü­fung in Fran­zö­sisch schaff­te. Der Nach­hil­fe­leh­rer, der mir da­bei ge­hol­fen hat, dürf­te ei­nen ent­sch­ei­den­den An­teil dar­an ge­habt ha­ben, dass ich die Schu­le nach die­ser Er­fah­rung auf eine leich­te­re Schul­ter nahm.

Spä­tes­tens als ich dann im drit­ten Jahr mit zwei Sech­sen auf dem Ver­set­zungs­zeug­nis kei­ne Nach­prü­fung mehr ma­chen konn­te und tat­säch­lich die neun­te Klas­se wie­der­ho­len muss­te, än­der­te sich mei­ne Hal­tung zur Schu­le. „Was soll jetzt noch groß­ar­tig pas­sie­ren?“, frag­te ich mich und be­gann, die Schu­le als Spiel zu be­trach­ten. Ei­nes, das mir so­gar Spaß mach­te. Der Ernst, der Druck, die Ängs­te wa­ren ge­wi­chen – und ich be­gann spie­le­risch, mich zum nächs­ten Le­vel vor­zu­ar­bei­ten. Ich hat­te mei­ne Stär­ken ken­nen­ge­lernt und wuss­te, dass ich – wenn‘s drauf an­kam – auch ab­lie­fern konn­te. Ich er­kann­te, dass ich mich und die Leh­rer mit In­ter­es­se am Lehr­stoff ma­ni­pu­lie­ren konn­te. Weil ich plötz­lich In­ter­es­se an die­sem Spiel hat­te, ent­wi­ckel­ten die Leh­rer In­ter­es­se an mir – und ich ent­wi­ckel­te Mo­ti­va­ti­on und Neu­gier.

Die Schu­le als Spiel zu be­trach­ten, ma­ni­pu­lier­te so­zu­sa­gen mei­ne Hal­tung zur Schu­le. Pro­ble­me, Auf­ga­ben, Her­aus­for­de­run­gen, die sich in ei­nem Spiel stel­len, mo­ti­vie­ren eher. Her­aus­for­de­run­gen, die im Rah­men ei­ner erns­ten Pflicht da­her­kom­men, be­geg­net man oft mit Wi­der­stand und Trotz.

Wenn ich mit Fri­da spie­le oder tobe, ist al­les er­laubt. Sie darf mich (wohl­do­si­ert) bei­ßen und an­rem­peln, darf auf Spiel­ge­gen­stän­den rum­kau­en und zer­ren – und doch gel­ten stren­ge Re­geln:

  • Alle Be­tei­lig­ten kön­nen das Spiel je­der­zeit be­en­den
  • Nie­mand fügt dem an­de­ren ab­sicht­lich ech­te Schmer­zen zu

Im Spiel kann man – wie im Traum – Din­ge aus­pro­bie­ren, die im Ernst, im so­zia­len Kon­text, pro­ble­ma­tisch sein könn­ten. Man kann sich an Gren­zen her­an­tas­ten. Im Spiel ist das Ri­si­ko über­schau­bar, und doch lernt man – ab­sicht­lich oder zu­fäl­lig – wich­ti­ge Lek­tio­nen und ge­ge­be­nen­falls nütz­li­che Ver­hal­tens­wei­sen fürs „ech­te Le­ben“.

Wenn man die Her­aus­for­de­run­gen, die ei­nem das Le­ben vor die Füße spült, als Spiel be­greift, ge­winnt man aber nicht nur Mo­ti­va­ti­on und Spaß am Ler­nen und Aus­lo­ten von Gren­zen und Re­geln. An Pro­ble­me spie­le­risch her­an­zu­ge­hen, kann auch dazu füh­ren, dass man den Ernst des Le­bens auf Di­stanz hält.

Die Angst vor dem Schei­tern ist im Spiel wie weg­ge­bla­sen: Man kann es ja be­lie­big oft er­neut pro­bie­ren. Man könn­te sa­gen – wie­der frei nach Rai­ner Wer­ner Fass­bin­der: Spiel es­sen Ängs­te auf.


der sau­er­teig hat­te heu­te et­was bes­se­re lau­ne, des­halb war das ko­sa­ken­brot heu­te zum früh­stück ne num­mer fluf­fi­ger als letz­tes mal


wasch­bär, fuchs, pau­se, dis­zi­pli­nier­tes lau­fen und hin­ter­her lau­fen. wun­der­ba­rer mor­gen­spa­zier­gang. ne kat­ze, bul­len und sehr vie­le bun­te vö­gel ha­ben auch un­se­ren weg ge­kreuzt.



Photo by felix schwenzel in Postdam Cecilienhof. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

gran­dio­ser him­mel am hei­li­gen see in pots­dam


ko­sa­ken­brot nach dem plötz­blog. ex­trem le­cker (gleich ein vier­tel ein­ge­at­met) ne spur zu we­nig fluf­fig, schmeckt und fühlt sich aber rich­tig an.


Photo by felix schwenzel in Volkspark Rehberge. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

hel­lo!


🏖


🏝


man sieht’s im vi­deo nicht be­son­ders deut­lich, aber das müss­te ein dachs sein. mit­ten in den reh­ber­gen. wasch­bä­ren gibt’s hier auch mas­sig, aber dass ein dachs so ru­hig bleibt wenn ein mensch und ein pu­del ihn kurz vor sei­nem bau be­ob­ach­ten, hat mich dann auch ge­wun­dert.

für mich war’s na­tür­lich auch ein er­folg, weil ich fri­da mal wie­der mei­ne kom­pe­tenz in sa­chen (po­ten­zi­el­le) beu­te auf­stö­bern de­mons­trie­ren konn­te. seit ich ihr glaub­haft ma­chen konn­te, dass die jagd, das stö­bern und fi­xie­ren mit mir mehr spass macht, als auf ei­ge­ne faust, schlei­chen wir auf der su­che nach beu­te, sei­te an sei­te, durch die wäl­der und parks. mehr als schlepp­lei­nen­län­ge ent­fernt sie sich da­bei kaum noch von mir. und so kann sie mitt­ler­wei­le auch ganz gut aufs het­zen ver­zich­ten.


gu­ten mor­gen!
(„graue maus“ nach dem ploetz­blog, kör­nig und fluf­fig, ohne hefe)


Photo by felix schwenzel in Berlin-Weißensee. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

ei­gent­lich lo­gisch, dass „hal­te­ver­bot123“ im hal­te­ver­bot parkt. no­men und omen und so.


Photo by felix schwenzel on June 23, 2022. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

gu­ten mor­gen!


an der ge­nau­ig­keit beim fuss-auf-der-trep­pe spiel ar­bei­ten wir noch.


so­lan­ge un­term tisch ne de­cke (oder ja­cke) liegt, ist das für fri­da ein platz in der ers­ten rei­he.


Photo by felix schwenzel in Berlin-Charlottenbourg. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

wäh­rend das auto bei lidl lädt un­ter­wegs in char­lot­ten­burg. pi­to­res­que.