bin sehr zu­frie­den wie das schwarz­brot mit son­nen­blu­men­ker­nen ge­wor­den ist. so­wohl lo­cker als auch fest, duf­tig, saf­tig und trotz gro­ben schrots, und gan­zen rog­gen­kör­nern sehr schön weich.


back­tag back­stage


Photo by felix schwenzel in Wedding, Berlin. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

hat­te zum früh­stück ap­pe­tit auf nu­deln, also aus hart­wei­zen, was­ser und salz nu­deln ge­macht und aus knob­lauch, ba­si­li­kum, man­deln, to­ma­ten und par­me­san ein pes­to alla tra­pa­ne­se ge­stampft. war ein gu­tes früh­stück.


Photo by felix schwenzel on July 26, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

neu­es ta­che­les ding. bin we­nig be­ein­druckt. fri­da fand es auch lang­wei­lig.


am wo­chen­en­de, als das kind da war, hab ich die mit 30% (wei­zen) voll­korn­an­teil ge­macht, jetzt is­ses 100% voll­korn­wei­zen­an­teil (und ein biss­chen rog­gen­mehrl). trotz­dem in­nen un­fass­bar fluf­fig, eine char­ge, so wie ich es mag aus­sen eher weich und eine char­ge, wie es die bei­fah­re­rin mag, eher knusp­rig. nach dem plötz­blog („Wei­zen­voll­korn­bröt­chen (mit hel­ler Va­ri­an­te)“).


Photo by felix schwenzel in Wedding, Berlin. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

ups.


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wenn ich ge­wusst hät­te, dass das mit kai­sers na­tron geht, hät­te ich schon viel frü­her mit lau­gen­ge­bäck an­ge­fan­gen.


Photo by felix schwenzel in Wedding, Berlin. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

wenn ich fri­da so sehe, will ich mich auch gleich wie­der hin­le­gen.


Photo by felix schwenzel on July 05, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..
Photo by felix schwenzel on July 05, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

fyi: wasch­bä­ren be­ob­ach­ten ei­nen sehr ge­nau.


Photo by felix schwenzel on June 29, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

letz­ten sonn­tag am hun­de­strand lub­min


„Die Lö­sung all un­se­rer Pro­ble­me“

felix schwenzel in notiert

An­de­ren Leu­ten da­bei zu­zu­hö­ren, wie sie über den Kli­ma­wan­del re­den, ge­hört nicht un­be­dingt zu mei­nen liebs­ten Be­schäf­ti­gun­gen. Ich hab ver­stan­den, dass wir ein Pro­blem ha­ben.

Trotz­dem habe ich An­ders Le­ver­mann auf der Re­pu­bli­ca ger­ne zu­ge­hört, wie er — sehr un­ter­halt­sam — die be­vor­ste­hen­den ka­ta­stro­pha­len Fol­gen des Kli­ma­wan­dels skiz­zier­te. Ich weiß nicht, ob an­de­re den Vor­trag auch un­ter­halt­sam und wit­zig fan­den, aber ich muss­te bei Le­ver­manns Art des Vor­trags im­mer an den gran­dio­sen Piet Klo­cke den­ken.

Aber der ei­gent­li­che Witz an Le­ver­manns Vor­trag — und der Grund, war­um ich ihn nicht wie Hun­der­te an­de­re Re­pu­bli­ca-Vor­trä­ge die­ses Jahr aus­ließ — war na­tür­lich, dass in der Vor­trags­an­kün­di­gung stand, dass er ei­nen Lö­sungs­an­satz und ein „neu­es Nar­ra­tiv für die Zu­kunft“ prä­sen­tie­ren wol­le. Le­ver­mann lei­te­te sei­nen Vor­trag mit die­sen Wor­ten ein:

Ich bin theo­re­ti­scher Phy­si­ker und das wird jetzt furcht­bar lang­wei­lig. Ich er­zähl erst­mal was über Kli­ma­wan­del und dann er­zähl ich was über die Lö­sung all un­se­rer Pro­ble­me.

Ge­nau mein Hu­mor. Das mit dem „lang­wei­lig“ stimm­te, wie ge­sagt, nicht ganz, aber die ma­the­ma­ti­sche Idee der Fal­tung auf Bio­to­pe, Wirt­schaft und Ge­sell­schaft an­zu­wen­den, fand ich über­zeu­gend und in­spi­rie­rend. Es sind ge­nau die­se po­si­ti­ven Nar­ra­ti­ve, über die wir re­den soll­ten. Dar­über, dass Gren­zen und Ein­schrän­kun­gen eben nicht Ver­lust be­deu­ten, son­dern et­was sein kön­nen, was Di­ver­si­tät, Krea­ti­vi­tät und eine Art un­be­grenz­tes Wachs­tum (in die Viel­falt) mo­ti­vie­ren kann. Mir fiel das erst nach­träg­lich auf, aber in Viel­falt steckt eben auch die Fal­tung.

youtube-video laden, info, direktlink

(ur­sprüng­lich auf piqd.de ge­pos­tet)


dank you­tube, viel ge­duld und er­satz­teil­shop.de habe ich die völ­lig ver­dreck­te was­ser­ta­sche un­se­rer spül­ma­schi­ne selbst aus­tau­schen kön­nen. vor 5 ta­gen leck­te die ma­schi­ne we­gen der ver­stopf­ten was­ser­ta­sche leicht, was mich wie­der­rum der eve wa­ter guard beim gas­si ge­hen wis­sen liess.
ich sach euch, der be­trieb ei­nes haus­halts ist echt ein voll­zeit­job, auch oder erst recht wenn al­les halb-au­to­ma­ti­siert und ver­netzt ist.

was mir wäh­rend der spül­ma­schi­nen-re­pa­ra­tur durch den kopf ging, es gibt sehr vie­le be­zeich­nun­gen für per­so­nen die sich um den be­trieb ei­nes haus­halts küm­mern:

  • haus­mann/-frau (haus­mensch)
  • haus­meis­ter/-meis­te­rin
  • haus­häl­ter/häl­te­rin
  • haus­wart/-war­tin (haus­wär­ter/wär­te­rin?)
  • haus­ar­bei­ter/ar­bei­te­rin

fer­tig, auch wenn die funk­uhr noch falsch geht.


mit nem piz­za­ofen wäre sie bes­ser ge­wor­den, aber auch aus un­se­ren ofen, der grad mal 210 grad schafft, war sie su­per.


über pfings­ten eine ku­ckucks­uhr ge­baut. fast fer­tig, be­vor das zif­fer­blatt der funk­uhr dran kommt, muss die bei­fah­re­rin das ding noch be­ma­len (statt be­schnit­zen, wie im schwarz­wald).


müs­listan­gen nach dem plötz­blog. ex­trem le­cker, auch oder ge­ra­de ohne al­les.


Geld oder Glück (t3n 72)

felix schwenzel in t3n

Der Dro­ge­rie­un­ter­neh­mer Dirk Roß­mann, ei­ner der reichs­ten Deut­schen, hat un­längst im In­ter­view mit dem Spie­gel die Fra­ge be­ant­wor­tet, wie man reich wird. Er sag­te un­ter an­de­rem: „Sie müs­sen schon reich wer­den wol­len.“ Es sei wich­tig, dass man sich für Geld in­ter­es­sie­re und da­für, wie wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­hän­ge funk­tio­nie­ren.

Für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­hän­ge habe ich mich nie wirk­lich in­ter­es­si­ert – und sie ehr­lich ge­sagt auch nie ganz ver­stan­den. Mich trie­ben in mei­ner Kind­heit und Ju­gend ganz an­de­re Fra­gen um. War­um wur­de Rum­pel­stilz­chen so wü­tend, wie par­ke ich mei­nen lenk­ba­ren Spiel­zeug­trak­tor mit An­hän­ger rück­wärts ein, war­um ist Salz so sal­zig? Mein (kind­li­ches) Des­in­ter­es­se führ­te dazu, dass mei­ne Vor­stel­lung von Geld eher naiv war. Mir war schon klar, dass man es ge­le­gent­lich brauch­te, wenn man et­was ha­ben woll­te. Zehn­pfen­nig­stü­cke zum Bei­spiel, um Hart­plas­tik­ku­geln mit sau­rer Brau­se aus Kau­gum­mi­au­to­ma­ten zu zie­hen. Der Bä­cker mit sei­nen Ro­si­nen­bröt­chen, der Ita­lie­ner mit sei­nen Eis­ku­geln – alle woll­ten sie Geld ha­ben. Mei­ne El­tern hat­ten im­mer Geld da­bei, und wenn ich freund­lich frag­te, ga­ben sie mir meist et­was da­von. Ab ei­nem be­stimm­ten Al­ter be­kam ich so­gar re­gel­mä­ßig ein biss­chen Geld zur ei­ge­nen Ver­wen­dung.

So rich­tig in­ter­es­sant oder fas­zi­nie­rend fand ich Geld trotz­dem nie und dach­te auch nicht viel dar­über nach. Was mich al­ler­dings wun­der­te: Ob­wohl mei­ne El­tern re­gel­mä­ßig dar­über re­de­ten, „kein Geld“ zu ha­ben, hat­ten sie im­mer wel­ches. Mei­ne Mut­ter hat­te so­gar ei­nen Block, mit des­sen Blät­tern sie be­zah­len konn­te, in­dem sie ein­fach ei­nen Be­trag drauf­schrieb. Spä­tes­tens als ich das sah, hör­te ich auf, das Geld­ge­jam­mer mei­ner El­tern ernst zu neh­men, und be­schloss, ich müs­se mir nie Ge­dan­ken um Geld ma­chen. Wenn man als Er­wach­se­ner sol­che „Eu­ro­che­ques“ be­kommt – war­um soll­te man sich dann sor­gen?

Ich ver­mu­te, dass die­ses nai­ve Ver­ständ­nis wei­ter­hin tief in mei­nem In­ne­ren ver­an­kert ist. Und ich weiß na­tür­lich auch, dass ich pri­vi­le­giert auf­ge­wach­sen bin. Auch wenn mei­ne El­tern sich (zu recht oder un­recht) ums Geld sorg­ten, hat­te ich nie fi­nan­zi­ell be­ding­te Exis­tenz­ängs­te. Viel­leicht auch, weil ich in mei­ner Ju­gend in den 80ern so vie­le an­de­re Exis­tenz­ängs­te hat­te: we­gen ei­nes mög­li­chen Atom­krie­ges, des Wald­ster­bens, der Schu­le.

Kurz nach­dem ich das In­ter­view mit Dirk Roß­mann ge­le­sen hat­te, fand ich im In­ter­net ei­nen Rat­schlag des Mu­si­kers Nick Cave an den 13-jäh­ri­gen Ru­ben aus Mel­bourne, Aus­tra­li­en. Ru­ben hat­te ge­fragt, wie man es schaf­fen kön­ne, sich in ei­ner Welt „vol­ler Hass und Un­gleich­heit“ zu sei­nem vol­len Po­ten­zi­al zu ent­wi­ckeln. Nick Cave emp­fahl ihm, nicht etwa reich zu wer­den, son­dern gren­zen­los neu­gie­rig sein zu wol­len. Ru­ben sol­le das Stau­nen über die Welt zu ei­ner Le­bens­ge­wohn­heit ma­chen und das tun, was ihm Spaß ma­che, sei­nen krea­ti­ven Nei­gun­gen nach­ge­hen und die Welt mit po­si­ti­ver, „schel­mi­scher“ En­er­gie be­rei­chern.

Dirk Roß­mann hat in sei­nem In­ter­view hin­ge­gen da­von ge­spro­chen, dass er es für Blöd­sinn hal­te, sein Le­ben da­nach aus­zu­rich­ten, was Spaß ma­che. Das sei der Grund, war­um es so vie­le un­glück­li­che, schlecht be­zahl­te Schau­spie­ler gebe. Man sol­le in sei­nem Le­ben nicht das fin­den, was Spaß macht, son­dern das, wor­in man gut sei.

Auch wenn Cave und Roß­mann of­fen­bar das Ver­ständ­nis für den je­weils an­de­ren Le­bens­ent­wurf fehlt und der eine sich mehr Künst­ler, der an­de­re mehr In­stal­la­teu­re in der Welt wünscht, glau­be ich, dass bei­de recht ha­ben – und bei­na­he das Glei­che mei­nen. Sie könn­ten sich si­cher­lich auf die For­mel ei­ni­gen, dass man le­bens­lang neu­gie­rig nach In­spi­ra­ti­on su­chen und nie da­mit auf­hö­ren soll­te, die Zu­sam­men­hän­ge der Welt ver­ste­hen zu wol­len und die ei­ge­nen Po­ten­zia­le zu ent­fal­ten.

Wit­zi­ger­wei­se ha­ben bei­de Le­bens­ent­wür­fe, die Cave und Roß­mann be­schrei­ben, nicht den bes­ten Ruf. Wer Künst­ler wer­den will, muss sich aus der „ge­sell­schaft­li­chen Mit­te“ stän­dig an­hö­ren, dass es bes­ser wäre, „was An­stän­di­ges“ zu ler­nen. Und Reich­tum gilt in Deutsch­land auch ir­gend­wie als un­an­stän­dig. Da­bei kön­nen bei­de Le­bens­ent­wür­fe der Ge­sell­schaft ei­ni­ges zu­rück­ge­ben und sie vor­an­brin­gen.

Am Ende ist es aber wahr­schein­lich egal, wel­chen Weg man wählt. Haupt­sa­che, man ist auf dem Weg – denn der ist ja be­kann­ter­ma­ßen das Ziel.


Photo by felix schwenzel on April 30, 2023. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

dit is ber­lin


von 4 bis 6 ge­ba­cken um 5 woll­te fri­da auch noch kurz raus um gras zu fres­sen und zu ka­cken. noch­mal bis halb acht ge­schla­fen, dann mit fri­da ne run­de durch mit­te. da­nach das bes­te: fri­sches brot zum früh­stück (um zehn).


pro­duk­ti­ver tag heu­te, zwei fluf­fi­ge, sehr fein­po­ri­ge toast­bro­te, zwei rog­gen­voll­korn­bro­te, aus den eier res­ten bai­sier und fürs abend­essen dürums zum ein­rol­len des abend­essens.


Wuff, Wuff (t3n 71)

felix schwenzel in t3n

Wenn ich eine Ko­lum­ne schrei­be, den­ke ich nicht an die Le­ser. Ich wüss­te auch nicht, wie das funk­tio­nie­ren soll, was Hel­mut Mark­wort als Wer­be­spruch für den Fo­cus präg­te: „Fak­ten, Fak­ten, Fak­ten und im­mer an die Le­ser den­ken.“

Ich den­ke beim Schrei­ben eher an mich und ver­su­che das zu schrei­ben, was ich ger­ne le­sen wür­de. Mög­li­cher­wei­se ist das kein schlech­ter An­satz für jede Art von Kom­mu­ni­ka­ti­on, nicht nur fürs Schrei­ben: Kom­mu­ni­zie­re mit an­de­ren stets so, wie du dir wünschst, dass an­de­re mit dir um­ge­hen. Wenn man sich wun­dert, wie es aus dem Wald her­aus­schallt, kann es auch dar­an lie­gen, wie man in den Wald ruft. Zum Glück kann man Selbst­wahr­neh­mung trai­nie­ren.

Frü­her™ habe ich Selbst­wahr­neh­mung un­ter an­de­rem da­mit trai­niert, dass ich Din­ge, die mir durch den Kopf gin­gen, ins In­ter­net schrieb. Die­ser Schreib­pro­zess zwang mich dazu, mich mit mei­nen Er­fah­run­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen und über Er­leb­tes, Ge­se­he­nes oder Ge­le­se­nes nach­zu­den­ken. Ich habe die­ses Re­flek­tie­ren auch ger­ne als eine Art Ver­dau­ungs­vor­gang be­schrie­ben.

Vor drei Jah­ren, als wir uns ei­nen Hund (Fri­da) an­ge­schafft ha­ben, ver­lor ich mehr oder we­ni­ger mein In­ter­es­se am täg­li­chen Schrei­ben und Re­flek­tie­ren im In­ter­net. Aber es zeig­te sich: Hun­de kön­nen hel­fen, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Em­pa­thie­fä­hig­kei­ten zu re­flek­tie­ren und Selbst­wahr­neh­mung zu trai­nie­ren.

Hun­de ha­ben nicht den bes­ten Ruf. Sie gel­ten als un­be­re­chen­bar, po­ten­zi­ell ag­gres­siv und gleich­zei­tig un­ter­wür­fig und tumb. Mei­ner Er­fah­rung nach stimmt keins die­ser Vor­ur­tei­le. Ich habe noch nie so be­re­chen­ba­re We­sen wie Hun­de ken­nen­ge­lernt. Und ihre ver­meint­li­che Un­ter­wür­fig­keit ist Aus­druck ih­rer Sehn­sucht nach ei­nem sta­bi­len so­zia­len Ge­fü­ge. Hun­de sind ge­dul­dig und gut­mü­tig, of­fen, neu­gie­rig und so­zi­al kom­pe­tent. Sie ak­zep­tie­ren so­zia­le Stel­lun­gen, lie­ben Auf­ga­ben- und Ar­beits­tei­lung, sind team­fä­hig, hilfs­be­reit, ver­läss­lich, ein­fühl­sam, an­pas­sungs­fä­hig und lern­be­reit - zu­min­dest, wenn man ih­nen ge­dul­dig, gut­mü­tig, of­fen und sou­ve­rän be­geg­net.

Hät­ten Hun­de aus­ge­präg­te­re ko­gni­ti­ve Fä­hig­kei­ten und ge­schick­te­re Hän­de, wä­ren sie we­gen ih­rer so­zia­len Kom­pe­tenz - oder ih­rer Soft Skills - idea­le Ar­beit­neh­mer.

Mir hat Fri­da ge­zeigt, wie wich­tig Prä­senz ist. Wenn wir zu­sam­men un­ter­wegs sind, müs­sen stän­dig Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen wer­den: Wo­hin geh­t's, sind die Men­schen, Tie­re oder Hun­de, die uns un­ter­wegs be­geg­nen, freund­lich ge­sinnt und soll­te man Fahr­rad- und Skate­board­fah­rer wis­sen las­sen, dass man sich hier nicht so hek­tisch be­we­gen soll? Hät­te Fri­da den lei­ses­ten Zwei­fel dar­an, dass ich die­se Fra­gen und po­ten­zi­el­len Ge­fah­ren wahr­neh­men und be­wer­ten könn­te, wür­de sie die­se Auf­ga­ben über­neh­men.

Hun­den, die Auf­ga­ben der sie be­glei­ten­den Men­schen über­neh­men, be­geg­net man je­den Tag. Sie bel­len und zer­ren ihre Men­schen durch Stadt und Park, bei­de sind of­fen­sicht­lich über­for­dert - und wenn die Pri­ma­ten am Ende der Lei­ne dann noch die Kar­ni­vo­ren an­schrei­en, den­ken die erst recht, dass sie das Steu­er über­neh­men müs­sen, weil der Mensch ja of­fen­sicht­lich über­for­dert ist.

Wer Ge­las­sen­heit und Sou­ve­rä­ni­tät auch in un­über­sicht­li­chen Si­tua­tio­nen be­wahrt, steht bei Hun­den in der so­zia­len Rang­fol­ge oben und darf dann Re­geln auf­stel­len und durch­set­zen. Hun­de sind dank­bar, wenn es ein Re­gel­werk gibt, das Si­cher­heit, Be­re­chen­bar­keit und da­mit Ruhe und Ge­las­sen­heit si­cher­stellt.

Zur Ge­las­sen­heit ge­hört auch kon­se­quen­te Freund­lich­keit. Auch das habe ich im Um­gang mit Hun­den im­mer wie­der er­lebt, dass die Kom­bi­na­ti­on aus Freund­lich­keit, Ver­bind­lich­keit und Kon­se­quenz eine ef­fi­zi­en­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­tho­de ist, mit der man fast al­les er­rei­chen kann und Stress und Ag­gres­si­on ver­mei­det.

Wir Men­schen ha­ben im­mer wie­der die Hoff­nung, dass wir mit­hil­fe von Tech­no­lo­gie bes­ser kom­mu­ni­zie­ren könn­ten. Das ist ge­nau so ein Irr­tum wie der Glau­be, dass man mit ei­ner gu­ten Gi­tar­re zu ei­nem gu­ten Mu­si­ker wer­den könn­te.

Das ein­zi­ge, was die Qua­li­tät un­se­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sert, sind der Wil­le und die Mühe, un­se­re Fä­hig­kei­ten zu ver­bes­sern. Gute Kom­mu­ni­ka­ti­on er­gibt sich nicht ne­ben­bei, sie er­for­dert Prä­senz, Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, Freund­lich­keit und un­se­re Auf­merk­sam­keit - uns selbst und an­de­ren ge­gen­über.

Bes­ser kom­mu­ni­zie­ren ist, wie wir künf­tig kom­mu­ni­zie­ren wol­len soll­ten.