bin sehr zufrieden wie das schwarzbrot mit sonnenblumenkernen geworden ist. sowohl locker als auch fest, duftig, saftig und trotz groben schrots, und ganzen roggenkörnern sehr schön weich.

hatte zum frühstück appetit auf nudeln, also aus hartweizen, wasser und salz nudeln gemacht und aus knoblauch, basilikum, mandeln, tomaten und parmesan ein pesto alla trapanese gestampft. war ein gutes frühstück.
am wochenende, als das kind da war, hab ich die mit 30% (weizen) vollkornanteil gemacht, jetzt isses 100% vollkornweizenanteil (und ein bisschen roggenmehrl). trotzdem innen unfassbar fluffig, eine charge, so wie ich es mag aussen eher weich und eine charge, wie es die beifahrerin mag, eher knusprig. nach dem plötzblog („Weizenvollkornbrötchen (mit heller Variante)“).

wenn ich gewusst hätte, dass das mit kaisers natron geht, hätte ich schon viel früher mit laugengebäck angefangen.
„Die Lösung all unserer Probleme“
Anderen Leuten dabei zuzuhören, wie sie über den Klimawandel reden, gehört nicht unbedingt zu meinen liebsten Beschäftigungen. Ich hab verstanden, dass wir ein Problem haben.
Trotzdem habe ich Anders Levermann auf der Republica gerne zugehört, wie er — sehr unterhaltsam — die bevorstehenden katastrophalen Folgen des Klimawandels skizzierte. Ich weiß nicht, ob andere den Vortrag auch unterhaltsam und witzig fanden, aber ich musste bei Levermanns Art des Vortrags immer an den grandiosen Piet Klocke denken.
Aber der eigentliche Witz an Levermanns Vortrag — und der Grund, warum ich ihn nicht wie Hunderte andere Republica-Vorträge dieses Jahr ausließ — war natürlich, dass in der Vortragsankündigung stand, dass er einen Lösungsansatz und ein „neues Narrativ für die Zukunft“ präsentieren wolle. Levermann leitete seinen Vortrag mit diesen Worten ein:
Ich bin theoretischer Physiker und das wird jetzt furchtbar langweilig. Ich erzähl erstmal was über Klimawandel und dann erzähl ich was über die Lösung all unserer Probleme.
Genau mein Humor. Das mit dem „langweilig“ stimmte, wie gesagt, nicht ganz, aber die mathematische Idee der Faltung auf Biotope, Wirtschaft und Gesellschaft anzuwenden, fand ich überzeugend und inspirierend. Es sind genau diese positiven Narrative, über die wir reden sollten. Darüber, dass Grenzen und Einschränkungen eben nicht Verlust bedeuten, sondern etwas sein können, was Diversität, Kreativität und eine Art unbegrenztes Wachstum (in die Vielfalt) motivieren kann. Mir fiel das erst nachträglich auf, aber in Vielfalt steckt eben auch die Faltung.
(ursprünglich auf piqd.de gepostet)
dank youtube, viel geduld und ersatzteilshop.de habe ich die völlig verdreckte wassertasche unserer spülmaschine selbst austauschen können. vor 5 tagen leckte die maschine wegen der verstopften wassertasche leicht, was mich wiederrum der eve water guard beim gassi gehen wissen liess.
ich sach euch, der betrieb eines haushalts ist echt ein vollzeitjob, auch oder erst recht wenn alles halb-automatisiert und vernetzt ist.
was mir während der spülmaschinen-reparatur durch den kopf ging, es gibt sehr viele bezeichnungen für personen die sich um den betrieb eines haushalts kümmern:
- hausmann/-frau (hausmensch)
- hausmeister/-meisterin
- haushälter/hälterin
- hauswart/-wartin (hauswärter/wärterin?)
- hausarbeiter/arbeiterin
fertig, auch wenn die funkuhr noch falsch geht.
mit nem pizzaofen wäre sie besser geworden, aber auch aus unseren ofen, der grad mal 210 grad schafft, war sie super.
über pfingsten eine kuckucksuhr gebaut. fast fertig, bevor das zifferblatt der funkuhr dran kommt, muss die beifahrerin das ding noch bemalen (statt beschnitzen, wie im schwarzwald).
Geld oder Glück (t3n 72)

Der Drogerieunternehmer Dirk Roßmann, einer der reichsten Deutschen, hat unlängst im Interview mit dem Spiegel die Frage beantwortet, wie man reich wird. Er sagte unter anderem: „Sie müssen schon reich werden wollen.“ Es sei wichtig, dass man sich für Geld interessiere und dafür, wie wirtschaftliche Zusammenhänge funktionieren.
Für wirtschaftliche Zusammenhänge habe ich mich nie wirklich interessiert – und sie ehrlich gesagt auch nie ganz verstanden. Mich trieben in meiner Kindheit und Jugend ganz andere Fragen um. Warum wurde Rumpelstilzchen so wütend, wie parke ich meinen lenkbaren Spielzeugtraktor mit Anhänger rückwärts ein, warum ist Salz so salzig? Mein (kindliches) Desinteresse führte dazu, dass meine Vorstellung von Geld eher naiv war. Mir war schon klar, dass man es gelegentlich brauchte, wenn man etwas haben wollte. Zehnpfennigstücke zum Beispiel, um Hartplastikkugeln mit saurer Brause aus Kaugummiautomaten zu ziehen. Der Bäcker mit seinen Rosinenbrötchen, der Italiener mit seinen Eiskugeln – alle wollten sie Geld haben. Meine Eltern hatten immer Geld dabei, und wenn ich freundlich fragte, gaben sie mir meist etwas davon. Ab einem bestimmten Alter bekam ich sogar regelmäßig ein bisschen Geld zur eigenen Verwendung.
So richtig interessant oder faszinierend fand ich Geld trotzdem nie und dachte auch nicht viel darüber nach. Was mich allerdings wunderte: Obwohl meine Eltern regelmäßig darüber redeten, „kein Geld“ zu haben, hatten sie immer welches. Meine Mutter hatte sogar einen Block, mit dessen Blättern sie bezahlen konnte, indem sie einfach einen Betrag draufschrieb. Spätestens als ich das sah, hörte ich auf, das Geldgejammer meiner Eltern ernst zu nehmen, und beschloss, ich müsse mir nie Gedanken um Geld machen. Wenn man als Erwachsener solche „Eurocheques“ bekommt – warum sollte man sich dann sorgen?
Ich vermute, dass dieses naive Verständnis weiterhin tief in meinem Inneren verankert ist. Und ich weiß natürlich auch, dass ich privilegiert aufgewachsen bin. Auch wenn meine Eltern sich (zu recht oder unrecht) ums Geld sorgten, hatte ich nie finanziell bedingte Existenzängste. Vielleicht auch, weil ich in meiner Jugend in den 80ern so viele andere Existenzängste hatte: wegen eines möglichen Atomkrieges, des Waldsterbens, der Schule.
Kurz nachdem ich das Interview mit Dirk Roßmann gelesen hatte, fand ich im Internet einen Ratschlag des Musikers Nick Cave an den 13-jährigen Ruben aus Melbourne, Australien. Ruben hatte gefragt, wie man es schaffen könne, sich in einer Welt „voller Hass und Ungleichheit“ zu seinem vollen Potenzial zu entwickeln. Nick Cave empfahl ihm, nicht etwa reich zu werden, sondern grenzenlos neugierig sein zu wollen. Ruben solle das Staunen über die Welt zu einer Lebensgewohnheit machen und das tun, was ihm Spaß mache, seinen kreativen Neigungen nachgehen und die Welt mit positiver, „schelmischer“ Energie bereichern.
Dirk Roßmann hat in seinem Interview hingegen davon gesprochen, dass er es für Blödsinn halte, sein Leben danach auszurichten, was Spaß mache. Das sei der Grund, warum es so viele unglückliche, schlecht bezahlte Schauspieler gebe. Man solle in seinem Leben nicht das finden, was Spaß macht, sondern das, worin man gut sei.
Auch wenn Cave und Roßmann offenbar das Verständnis für den jeweils anderen Lebensentwurf fehlt und der eine sich mehr Künstler, der andere mehr Installateure in der Welt wünscht, glaube ich, dass beide recht haben – und beinahe das Gleiche meinen. Sie könnten sich sicherlich auf die Formel einigen, dass man lebenslang neugierig nach Inspiration suchen und nie damit aufhören sollte, die Zusammenhänge der Welt verstehen zu wollen und die eigenen Potenziale zu entfalten.
Witzigerweise haben beide Lebensentwürfe, die Cave und Roßmann beschreiben, nicht den besten Ruf. Wer Künstler werden will, muss sich aus der „gesellschaftlichen Mitte“ ständig anhören, dass es besser wäre, „was Anständiges“ zu lernen. Und Reichtum gilt in Deutschland auch irgendwie als unanständig. Dabei können beide Lebensentwürfe der Gesellschaft einiges zurückgeben und sie voranbringen.
Am Ende ist es aber wahrscheinlich egal, welchen Weg man wählt. Hauptsache, man ist auf dem Weg – denn der ist ja bekanntermaßen das Ziel.
von 4 bis 6 gebacken um 5 wollte frida auch noch kurz raus um gras zu fressen und zu kacken. nochmal bis halb acht geschlafen, dann mit frida ne runde durch mitte. danach das beste: frisches brot zum frühstück (um zehn).
produktiver tag heute, zwei fluffige, sehr feinporige toastbrote, zwei roggenvollkornbrote, aus den eier resten baisier und fürs abendessen dürums zum einrollen des abendessens.
Wuff, Wuff (t3n 71)

Wenn ich eine Kolumne schreibe, denke ich nicht an die Leser. Ich wüsste auch nicht, wie das funktionieren soll, was Helmut Markwort als Werbespruch für den Focus prägte: „Fakten, Fakten, Fakten und immer an die Leser denken.“
Ich denke beim Schreiben eher an mich und versuche das zu schreiben, was ich gerne lesen würde. Möglicherweise ist das kein schlechter Ansatz für jede Art von Kommunikation, nicht nur fürs Schreiben: Kommuniziere mit anderen stets so, wie du dir wünschst, dass andere mit dir umgehen. Wenn man sich wundert, wie es aus dem Wald herausschallt, kann es auch daran liegen, wie man in den Wald ruft. Zum Glück kann man Selbstwahrnehmung trainieren.
Früher™ habe ich Selbstwahrnehmung unter anderem damit trainiert, dass ich Dinge, die mir durch den Kopf gingen, ins Internet schrieb. Dieser Schreibprozess zwang mich dazu, mich mit meinen Erfahrungen auseinanderzusetzen und über Erlebtes, Gesehenes oder Gelesenes nachzudenken. Ich habe dieses Reflektieren auch gerne als eine Art Verdauungsvorgang beschrieben.
Vor drei Jahren, als wir uns einen Hund (Frida) angeschafft haben, verlor ich mehr oder weniger mein Interesse am täglichen Schreiben und Reflektieren im Internet. Aber es zeigte sich: Hunde können helfen, Kommunikations- und Empathiefähigkeiten zu reflektieren und Selbstwahrnehmung zu trainieren.
Hunde haben nicht den besten Ruf. Sie gelten als unberechenbar, potenziell aggressiv und gleichzeitig unterwürfig und tumb. Meiner Erfahrung nach stimmt keins dieser Vorurteile. Ich habe noch nie so berechenbare Wesen wie Hunde kennengelernt. Und ihre vermeintliche Unterwürfigkeit ist Ausdruck ihrer Sehnsucht nach einem stabilen sozialen Gefüge. Hunde sind geduldig und gutmütig, offen, neugierig und sozial kompetent. Sie akzeptieren soziale Stellungen, lieben Aufgaben- und Arbeitsteilung, sind teamfähig, hilfsbereit, verlässlich, einfühlsam, anpassungsfähig und lernbereit - zumindest, wenn man ihnen geduldig, gutmütig, offen und souverän begegnet.
Hätten Hunde ausgeprägtere kognitive Fähigkeiten und geschicktere Hände, wären sie wegen ihrer sozialen Kompetenz - oder ihrer Soft Skills - ideale Arbeitnehmer.
Mir hat Frida gezeigt, wie wichtig Präsenz ist. Wenn wir zusammen unterwegs sind, müssen ständig Entscheidungen getroffen werden: Wohin geht's, sind die Menschen, Tiere oder Hunde, die uns unterwegs begegnen, freundlich gesinnt und sollte man Fahrrad- und Skateboardfahrer wissen lassen, dass man sich hier nicht so hektisch bewegen soll? Hätte Frida den leisesten Zweifel daran, dass ich diese Fragen und potenziellen Gefahren wahrnehmen und bewerten könnte, würde sie diese Aufgaben übernehmen.
Hunden, die Aufgaben der sie begleitenden Menschen übernehmen, begegnet man jeden Tag. Sie bellen und zerren ihre Menschen durch Stadt und Park, beide sind offensichtlich überfordert - und wenn die Primaten am Ende der Leine dann noch die Karnivoren anschreien, denken die erst recht, dass sie das Steuer übernehmen müssen, weil der Mensch ja offensichtlich überfordert ist.
Wer Gelassenheit und Souveränität auch in unübersichtlichen Situationen bewahrt, steht bei Hunden in der sozialen Rangfolge oben und darf dann Regeln aufstellen und durchsetzen. Hunde sind dankbar, wenn es ein Regelwerk gibt, das Sicherheit, Berechenbarkeit und damit Ruhe und Gelassenheit sicherstellt.
Zur Gelassenheit gehört auch konsequente Freundlichkeit. Auch das habe ich im Umgang mit Hunden immer wieder erlebt, dass die Kombination aus Freundlichkeit, Verbindlichkeit und Konsequenz eine effiziente Kommunikationsmethode ist, mit der man fast alles erreichen kann und Stress und Aggression vermeidet.
Wir Menschen haben immer wieder die Hoffnung, dass wir mithilfe von Technologie besser kommunizieren könnten. Das ist genau so ein Irrtum wie der Glaube, dass man mit einer guten Gitarre zu einem guten Musiker werden könnte.
Das einzige, was die Qualität unserer Kommunikation verbessert, sind der Wille und die Mühe, unsere Fähigkeiten zu verbessern. Gute Kommunikation ergibt sich nicht nebenbei, sie erfordert Präsenz, Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit und unsere Aufmerksamkeit - uns selbst und anderen gegenüber.
Besser kommunizieren ist, wie wir künftig kommunizieren wollen sollten.