malorama auf wordpress
look mom. it didn’t change. und endlich mal ein „neues“ blog ohne kubrick.
look mom. it didn’t change. und endlich mal ein „neues“ blog ohne kubrick.
der penner neben mir in der strassenbahn trug glaube ich dieselben prada schuhe wie ich.
die toten hosen sind halt auch nur geldgeile pappnasen. „punk“ ist offensichtllich nur so ein etikett dass man sich für talkshows oder das plattencover auf den arsch campino klebt. offensichtlich sind die toten hosen auch komplett schmerzfrei, einerseits mit johnny haeusler kooperieren, andererseits mit jamba. und da jamba nicht die versprochene kohle abliefert, zieht der punk sich seinen anzug an und geht in den gerichtssaal.
am besten ist ja der naive glaube von den toten hosen, dass jamba mehr von der pathetischen spacken-scheiss-mucke verkauft hätte, wenn sie mehr dafür geworben hätten. was für eine kranke, bigotte denke, was für ein primitives menschenbild, was für bigotte heuchler.
[nachtrag 10.05.2006]
die toten hosen sind wohl etwas überrascht nicht als helden gefeiert zu werden und legen einige tage nachdem die meldung durch die presse gefegt wurde eine offizielle stellungnahme nach. sie fühlen sich „missverstanden“ und verpassen die chance deppen wie mir zu erklären wie man gegener der vermarktungsweise von jamba sein kann, gleichzeitig aber juristisch auf die korrekte durchführung dieser vermarktungsweise drängt. weils ums prinzip geht? achso. that’s punk. spenden wollen se nun plötzlich auch alles. [via rammblog]
[nachtrag 12.05.2006]
der vollständigkeit halber auch noch mal der artikel aus der westdeutschen zeitung vom 06.05.2006.
die lesung war wunderbar. weil ich meinen opel wohl erst mitte der woche bekomme, durfte ich nochmal die bahn benutzen um nach hamburg zu kommen. nur 40 minuten verspätung hatte der zug, auf der rückreise 30 minuten stillstand irgendwo auf der strecke wegen eines „kleinen technischen defekts“. eine schöne vorbereitung auf die erneute teilnahme am individualverkehr, hoffentlich ab mittwoch.
die qualität der lesung war, wie erwartet, höchst anständig. trotz der tropischen hitze im saal, kam keine langeweile auf. umgehauen hat mich mal wieder der herr paulsen mit seiner wunderbaren geschichte mit der stehengelassenen freundin. immer wieder eine neuentdeckung, der paulsen. die anderen vortragenden die ich trotz der verspätung noch mitbekommen habe, möchte ich ganz pauschal und heftig bauchpinseln: supa!
besonders schön sind lesungen auch, wenn sie vorbei sind oder pause machen. wenn sich dann blogger von denen man selbst fan ist als fans von einem selbst vorstellen, dann macht einem das den abend. zum frühstück habe ich mir eine portion friede, freude und eierkuchen gegönnt, so harmonisch und schön war der abend. kann ich öfter haben.
olli dittrich zitiert wonder, die süddeutsche dittrich, ix die süddeutsche:
Und Olli Dittrich fügt hinzu: „Wir werden ganz sicher nicht vergessen, was Stevie Wonder einmal gesagt hat: »Wenn du glaubst, du bist die Nummer eins, beginnt dein Weg nach unten«.“ (weiterlesen)
mag das vielleicht jemand zitieren?
[via franziskript]
am ostbahnhof lagen zwei grosse pfützen kotze im gang zum reisecenter. daneben eine reinigungskraft die den boden kehrte. zwei ältere damen versicherten sich gegenseitig, dass der mann die kotze entfernen müsse. der kehrte aber lieber unbeteiligt weiter, um die kotze herum.
**in der ubahn haltestelle feldstrasse beobachtete eine junge dame, die ellenbogen auf die oberschenkel gestützt, gebannt ihre eigene kotze. eine riesige pfütze. muss irgendwas interessantes drin schwimmen, warum sollte sie sonst die ganze zeit drauf starren?
**der typ gegenüber ist fitnestudio gestählt, gebräunt, tätowiert und mit einetr aufgedonnerten ische mit polnischem akzent geschmückt. er hat einen irokesenschnitt, nicht wie beckham damls, sondern mit rasierten seiten. hinten wird die irokese schon licht.
ich bin ja für die einführung einer neuen kategorie im bildblog, nicht nur „kurz korrigiert“ sollte es geben, sondern auch „lapidar korrigiert“. in der tat, sehr witzig.
ich bin kein barbara sichtermann fan. popetown habe ich auch nicht gesehen. aber was sie heute im tagesspiegel schrob, das gefiel mir:
Herr Gott, erkläre du deinen Geschöpfen, dass die Gefühle, mit denen du sie ausgestattet hast, ob nun religiös oder nicht, keineswegs nur dazu da sind, umschmeichelt, sondern auch dazu, verletzt zu werden. Sonst können sie nicht reifen. Seit dem Zeitalter der Aufklärung wissen wir, dass auch religiöse Gefühle ihre Infragestellung brauchen, alles andere wäre Dogmatismus.
aber nicht uninterssant was der herr kottke da schreibt.
aus taktischen und politischen überlegungen hat das berliner abgeordnetenhaus am donnerstag in einer nichtöffentlichen sitzung ein bleiberecht für die kurdische familie aydin abgelehnt:
Das Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag ein Bleiberecht für die kurdische Familie Aydin abgelehnt. SPD und CDU votierten gegen einen entsprechenden Antrag der Grünen. Die FDP stimmte mit einer Ausnahme zu. Auch drei Abgeordnete der Linkspartei/PDS votierten dafür, der Rest enthielt sich oder nahm an der Abstimmung nicht teil. Die Öffentlichkeit wurde von der Debatte aus Datenschutzgründen ausgeschlossen. (weiterlesen)
für mich ist die spd trotz ihres happy-schwulen lebensfreude-vorgaukel-vorturners absolut unwählbar geworden. wowereit steht einer partei vor die lieber den grünen eins auswischt als menschliche grösse zu beweisen. widerlich.
und wer hats zuerst rausposaunt?
richtig. ix. jetzt hat spon es ausversehen oder vorab oder unabgesprochen oder was auch immer rausposaunt und kurz danach wieder rausgenommen, nämlich dass ehrensenf jetzt täglich bei spon sendet.
die hirnrinde hats entdeckt, spon hats wieder rausgenommen, zwar nicht sonderlich sorgfältig, aber mit drei xxx (screenshot):
Internet TV : Ehrensenf begeistert die Netzgemeinde
Skurrile Netzfundstücke, schräge Websites und die bizarrsten Meldungen des Tages: Das Ehrensenf-Team findet sie alle und mixt sie zu einem unwiderstehlichen Humor-Cocktail. Die unkonventionellste Nachrichtenshow im Netz. Jeden Tag Ehrensenf. Jeden Tag auf SPIEGEL ONLINE. mehr... (screenshot)
ok. bekloppt und übereuphorisch formuliert, aber deshalb muss man den artikel doch nicht gleich löschen!
[nachtrag 22:42]
nochn screenshot.
[nachtrag 23:35]
artikel in der blogbar:
Hinter Ehrensenf [stehen] Leute, die von Anfang an auf Grösse und Reichweite gesetzt und das auch mit mitunter hanebüchernen Nutzerzahlen in die Medien kommuniziert haben.
stimmt. hanebüchend.
→ weiterlesenheute aus den refern gefischt, eine liste mit den „fünfzig besten Blogs“.was ich auch immer so rede:
www.wirres.net
Der Autor über seinen Blog: Das Schlechte und gleichzeitig das Gute an dieser Webseite ist, dass sich hier kaum einer zurechtfindet, mich eingeschlossen.
nett auch ein interview cat tuong nguyen übers bloggen (jaja, keien witze über namen, schon gar nicht in der überschrift).
mit einem klugscheisser.
gulli schreibt über google-zensur und eine weitere abmahnung für marcel bartels:
Setzt sich diese Rechtsprechung durch, so kann Google die in China gesammelte Expertise bei der Zensur von Webseiten und Suchergebnissen bald auch effektiv in Deutschland einsetzen - ein großer Schritt hin zum Netz, welches nur noch nach Unternehmensvorgaben geschönt den Bürgern zugemutet werden kann und in dem ohne Vorabkontrolle nicht einmal eine Ergebnisvorschau einer Suchanfrage ausgegeben werden darf.
im zeit googleblog riecht es sehr stark nach falk lücke.
und weil die zeit-kommentarfunktion die links gekillt hat, hier nochmal mein kommentar mit links:
das kommt mir sehr lueckenhaft recherchiert vor. selbst bei spon und heise konnte man dieser tage lesen, dass google in china zwar zensiert, aber offenbar (noch?) keine nutzerdaten an die chinesischen behörden weitergegeben hat. yahoo schon. und wenn den amerikanischen behörden benutzerdaten vorenthalten werden, wird selbst hier applaus geklatscht.
eigentlich isses doch ganz einfach:
google!=yahoo
seit jahren steht auf meiner homepage , dass ich käuflich bin. nur kaufen wollte mich lange keiner. jetzt ist der damm gebrochen. opel hat mich und ein paar andere blogger eingeladen jeweils eins ihrer fahrzeuge für einen monat zu testen und darüber zu schreiben. wenn alles gut geht, hole ich mir am samstag beim opelhändler ein fahrzeug und eine tankkarte ab, um es für einen monat zu fahren. mit der tankkarte, hat man mir gesagt, kann ich auf kosten von opel tanken, die nutzung des autos ist an keinerlei bedingungen geknüpft, ausser dass ich drüber schreibe oder flickere (organisert und eingefädelt wurde der deal von orangemedia ).
journalisten machen soetwas seit jahren, autotest heisst das. sie bekommen von einem hersteller ein oder mehrere fahrzeuge gestellt, werden zu events eingeladen, bekommen anreise und übernachtung bezahlt und werden kräftig mit kalten buffets und eifrigen pr-damen am hintern gepudert um das auto in den redaktionellen teil der zeitung zu bringen. leider vergessen die journalisten oft die rahmenbedingungen solcher deals zu erwähnen. da erscheinen dann seitengrosse „autotests“ mit leckeren bildern von der presseabteilung illustriert, pseudoobjektives aufzählen von fakten und maschinendaten, angereichert mit saudoofen formulierungen. eine ausnahme sind die autotests der zeit. da schreiben fachfremde oder wenig auto-affine redakteure über ihre fahreindrücke während ein oder zwei wochen. ein anderes highlight war meiner meinung nach der autotest von christoph schlingensief in der monopol, für den er einen maserati quattroporte testfuhr. grandios!
als jemand, der eigentlich froh ist, kein auto zu besitzen und der sich täglich über den öpnv freut und dass man in der bahn lesen kann und keine parkplätze suchen muss, als jemand der zwar verdammt gut auto fährt, sich aber eigentlich nicht die bohne für autos interessiert, freue ich mich trotzdem vier wochen lang über die erfahrungen mit einem auto zu berichten und endlich mal wieder (kostenlos) durch deutschland zu fahren und alte freunde zu besuchen.
am 22. mai werde ich mit dem auto nach köln fahren und dort für drei tage vom „medienforum nrw“ live-bloggen. auch die haben mich gekauft und honorieren mich anständig. auch wenn mir ein bekannter medien-journalist steckte dass es dieser veranstaltung eventuell an spannung fehlen könnte, ich freu mich darauf. mehr zum thema geld oder geldwerte leistungen mit dem bloggen verdienen, demnächst hier.
da wollte ich meinem elektrolythaushalt heute früh mal was gutes tun und habe zum frühstückscheeseburger und cappuccino eine cola-light mitbestellt. ich bemerkte, dass zwei becher auf dem tablett mich offenbar überfordern, als ich zucker in die cola-light kippte. bemerkt habe ich es am heftigen übersprudeln der cola-light. die gute nachricht: zwei päckchen zucker verändern den geschmack einer kleinen cola-light nicht einmal ansatzweise.
ulrike zeitlinger, chefredakteurin der „freundin“ über ihre neuen blogs und autorensuche dafür:
für erstmal no pay zu committen, mindestens dreimal pro Woche.
quelle: turi2: »Als Belohnung gibt’s erstmal nur ein Freiabo der „Freundin“, aber „wenn’s gut läuft und Geld reinkommt, geben wir natürlich gern auch was ab“, sagt Zeitlinger.« toll. der erste verlag der gerne was abgibt. wo gibts denn sowas. klar. that was friends are for: bullshit.
dass google in china im vorauseilenden gehorsam der chinesischen regierung gegenüber suchergebnisse zensiert ist ja hinlänglich bekannt. das die chinesen sich aber über dieses moralisch korumpierte geschäftsgebaren kaputt lachen ist wohl weniger bekannt, so die welt [via jonet].
Der kritische Autor Yu Jie vom chinesischen Pen nennt die Anbiederung der Auslandsportale, die nur auf Geschäfte aus seien, „zutiefst prinzipienlos“. Nach Microsoft, Yahoo und Google räumte nun auch das IT-Unternehmen Skype, das ein chinesisches Joint Venture mit „Tom Online“ betreibt, ein, sich der Zensur zu beugen.
ebenso wenig berührungsängste mit undemokratischen regierungen hat die deutsche bank, die dem turkmenischen staatspräsidenten saparmurat nijasow dabei behilflich ist, einnahmen aus staatlichen rohstoffgeschäften am turkmenischen haushalt vorbei ins ausland zu verfrachten. laut spiegel wurden unter anderem gaslieferungen an die ukraine im wert von 1,68 milliarden dollar über ein konto bei der deutschen bank in frankfurt abgewickelt. der diktator nijasow betrachte die devisen als sein „persönliches taschengeld“. die anbiederung der deutschen bank an nijasow finde ich nun wieder „zutiefst prinzipienlos“.
ebenso fragwürdig, wenn auch in einer etwas anderen dimension, finde ich, was der „frauenmediaturm“, das „feministische Archiv und Dokumentationszentrum“ in köln nun tut: die „qualifizierte“ arbeit der dokumentation der „femministischen bewegung“ einfach von praktikantinnen und 1-euro-jobberinnen erledigen lassen. gerade noch lamentierte die vorstandsvorsitzende des frauen media turms bei christiansen darüber wie die deutsche wirtschaft und politik frauen weder ausreichend unterstützt noch ordentlich bezahlt. prinzipien gelten wohl auch bei frauenrechtlerinnen nur bis zur eigenen turmtür.
das schlimmste aber, auch mir sind prinzipien egal. ich bin weiterhin kunde bei google, nutze deren dienste und mache geschäfte mit google, ich habe weiterhin ein konto bei der deutschen bank und finde alice schwarzer weiterhin sympathisch. auch bei lidl kaufe ich weiterhin ein und auch mit in china billigst produzierten turnschuhen habe ich kein problem. ich unterstütze schweinebacken-kapitalismus an allen ecken und enden und schreibe diese zeilen wahrscheinlich gerade mit atomstrom und in von schlechtbezahlten und pestizitverseuchten baumwollsammlern ermöglichter wäsche. dabei komme ich mir beinahe so bigott und verlogen vor wie tobias fröhlich, sprecher des profitablesten medienkonzerns deutschlands, der den betreibern des bildblogs geldgier vorwirft (siehe auch heise.de und lanu).
was bleibt? ich vermute einzig und allein der humor, die witzelsucht, sarkasmus und ironie. steven colbert macht vor (quicktime, 26MB) wie das aussehen könnte [via boingboing]. so will ich auch werden, wenn ich kein arschloch mehr bin.