archiv: 2026 ×



Ich finde, wir sollten nicht mehr von sozialen Medien reden, denn es geht ja gar nicht mehr um unser soziales Umfeld, also darum, wem wir folgen. Wir sehen das, was uns dem Al­go­rith­mus zufolge in­ter­es­siert und unsere Auf­merk­sam­keit möglichst lange bindet. Deshalb finde ich den Begriff al­go­rith­mi­sche Medien tref­fen­der. Und die be­vor­zu­gen eben po­la­ri­sie­ren­de, zu­ge­spitz­te Inhalte.




23.03.2026

felix schwenzel in notiert

eingang des goetheparks im gegenlicht. hinter den bäumen scheint die sonne und wirft scharf geschnittene schatten auf den boden.

mor­gens war die son­ne schön. sie hat schö­nes ge­gen­licht und schö­ne schat­ten ge­macht.

abends „mer­cy“ zu­en­de ge­guckt und, naja … das war nicht schlecht, aber auch nicht gut.

was ich gut fand war ein ge­dan­ke, den ich beim früh­stück hat­te. mein ge­schmack, bzw. das …


Mercy (2026) gesehen

über­kan­di­delt und vor­her­seh­bar, trotz einiger plot-twists.
insgesamt spannend und doch kreuz­lang­wei­lig, weil alles ein­di­men­sio­nal bleibt.
nicht schlecht, aber auch nicht gut.
aufwändig in­sze­niert und doch durch und durch 08/15, aus­tausch­ba­re mas­sen­wa­re.

statt die figuren komplex zu zeichnen, werden alle schwarz weiss ge­zeich­net und die kom­ple­xi­tät wird mit wendungen sub­sti­tu­iert. dieser film ist ein pa­ra­de­bei­spiel dafür, was hollywood als spannende action in­sze­nie­rung ansieht, aber in echt einfach nur auf­ge­wärm­te nu­del­sup­pe mit ein paar neuen zutaten ist. und so wie alle „AI“ auf ihre produkte drauf­kle­ben, ist AI in diesem film auch nur ein aufkleber.

vor 10 jahren wäre judge maddox noch harold finch gewesen.