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links vom 28.10.2013

felix schwenzel

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  sci­ence.time.com: Gra­vi­ty Fact Check: What the Mo­vie Gets Right and Wrong About Space   #

gra­vi­ty hat­te ein paar „goofs“, vor al­lem fiel auf, dass san­dra bul­lock in ih­rem raum­an­zug kei­ne win­del ge­tra­gen hat. aber trotz all den an­de­ren un­ak­ku­ra­ten klei­nig­kei­ten, war der film ein gros­ses ver­gnü­gen. ei­ner­seits das ers­te mal, dass mir 3D im kino ge­fiel und nicht al­bern und über­flüs­sig ver­spielt wirk­te, an­de­rer­seits weil der film kei­ne se­kun­de lang­wei­lig war und mich mit be­ein­dru­ckend bil­dern voll­stopf­te.

noch be­ein­dru­cken­der fand ich, dass das kino prop­pe­voll war, ob­wohl der film schon ein paar wo­chen läuft. aber jetzt wo ich den film ge­se­hen habe, ver­ste­he ich gut, war­um der film die kino-kas­sen zum glü­hen bringt und kann es je­dem emp­feh­len, sich den film aus­nahms­wei­se noch­mal im kino an­zu­se­hen. bis zum nächs­ten cuarón-film, möch­te ich aber alle mei­ne fil­me wei­ter­hin zu­hau­se per itu­nes gu­cken.

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  spie­gel.de: War­um Po­li­ti­ker nicht ver­schlüs­selt te­le­fo­nie­ren   #

chris­ti­an stö­cker, kon­rad lisch­ka, ole reiß­mann und claus he­cking zei­gen, dass po­li­ti­ker ge­nau­so naiv sind, wie wir alle:

Es gibt ei­nen schlich­ten Grund da­für, war­um deut­sche Spit­zen­po­li­ti­ker nicht si­cher kom­mu­ni­zie­ren: Sie sind ge­nau­so be­quem wie wir alle. Si­che­re Kom­mu­ni­ka­ti­on ist im­mer noch ver­gleichs­wei­se un­kom­for­ta­bel - und sie funk­tio­niert nur, wenn alle Be­tei­lig­ten mit­ma­chen.

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  hol­gi.blog­ger.de: eFAZ   #

hol­gi ver­sucht die FAS ohne pa­pier zu le­sen. le­ser, die die FAS oder FAZ nicht auf pa­pier le­sen wol­len, schei­nen in frank­furt nie­man­den so richtg zu in­ter­es­sie­ren. hol­gi fin­det das scha­de — für die FAZ.


das in­halts­ver­zeich­nis des ak­tu­el­len spie­gels hat mich die­se wo­che mal wie­der po­si­tiv be­ein­druckt und kauf­wil­lig ge­macht. der an­mel­de­pro­zess, der ein­zel­heft­preis, das klein­ge­druck­te und die um­ständ­lich­keit der spie­gel-ma­ga­zin html-app ha­ben mir dann ge­zeigt, war­um der spie­gel so we­nig elek­tro­ni­sche aus­ga­ben ver­kauft.

ich habe dann kurz­zei­tig über­legt, ob ich am mon­tag ei­nen ter­min beim arzt aus­ma­chen soll­te, um den ak­tu­el­len spie­gel un­kom­pli­ziert zu le­sen. un­ter schmer­zen (€3,99) hab ich das ein­zel­heft spä­ter doch noch per ipho­ne-app ge­kauft und war mit­tel-be­ein­druckt, dass das heft tat­säch­lich auch in der html-web-app im brow­ser auf­tauch­te.

alt­pa­pier möch­te ich mir je­den­falls nicht mehr kau­fen.

vor ein paar mo­na­ten habe ich des­halb nach über 10 jah­ren mein c't abo ge­kün­digt, weil ich die schnau­ze voll da­von habe, alt­pa­pier nach hau­se ge­schickt zu be­kom­men. war­um ge­ra­de die c't kein rein di­gi­ta­les abo an­bie­tet, ist mir völ­lig rät­sel­haft. war­um die ver­la­ge den elek­tro­ni­schen ver­trieb ih­rer pro­duk­te nicht viel ag­gres­si­ver ver­mark­ten, güns­ti­ger, als ein­zel­ar­ti­kel an­bie­ten und idio­ten­si­cher zu be­die­nen ma­chen, ist mir auch ein rät­sel.


links vom 27.10.2013

felix schwenzel

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  buzzfeed.com: Wil­liam Suess Thought He Was An Ame­ri­can Un­til The Day He Was De­por­ted   #

lan­ges stück über wil­liam suess, der zwar in deutsch­land ge­bo­ren wur­de, aber den weit­aus gröss­ten teil sei­nes le­bens in den USA ver­brach­te. als er kri­mi­nell wur­de, scho­ben ihn die ame­ri­ka­ni­schen be­hör­den nach deutsch­land ab. /kai bier­mann

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  spree­blick.com: Der Am-Tür­ste­her-vor­bei-kom­men-Gang   #

ich hab das vi­deo ges­tern abend dem kind und der bei­fah­re­rin vor­ge­spielt. die frau hat herz­haft ge­lacht, das kind war ein biss­chen ir­ri­tiert. und ich hat­te da­nach ei­nen leicht ge­zerr­ten tri­zeps.

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  an­ke­groe­ner.de: Hal­lo, Bri­git­te-Le­se­rIn­nen!   #

anke grö­ner hat was in der bri­git­te ge­schrie­ben („Dick­sein ist kei­ne Cha­rak­ter­ei­gen­schaft“) und ant­wor­tet in ih­rem blog auf ein paar kom­men­ta­re un­ter dem ar­ti­kel.

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  bi­shop­fox.com: Lin­ke­dIn 'In­tro'­du­ces In­se­cu­ri­ty   #

irre:

Lin­ke­dIn re­leased a new pro­duct to­day cal­led In­tro. They call it “do­ing the im­pos­si­ble", but some might call it “hi­jack­ing email". Why do we say this? Con­sider the fol­lo­wing:

In­tro re­con­fi­gu­res your iOS de­vice (e.g. iPho­ne, iPad) so that all of your emails go th­rough Lin­ke­dIn's ser­vers. You read that right. Once you in­stall the In­tro app, all of your emails, both sent and re­cei­ved, are trans­mit­ted via Lin­ke­dIn's ser­vers. Lin­ke­dIn is for­cing all your IMAP and SMTP data th­rough their own ser­vers and then ana­ly­zing and scra­ping your emails for data per­tai­ning to...wha­te­ver they feel like.

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  ste­fan-nig­ge­mei­er.de: ARD-Pro­gramm­di­rek­tor ver­hin­dert “Brenn­punkt" zur Späh-Af­fä­re   #

ste­fan nig­ge­mei­er:

An­ders als die le­gen­dä­ren »Brenn­punk­te«, die das Ers­te ins Pro­gramm nimmt, wenn es zu sel­te­nen Wet­ter­phä­no­me­nen wie Schnee im Win­ter kommt, sind po­li­ti­sche Son­der­sen­dun­gen ein Ri­si­ko, wenn es um die Quo­te geht.

die ARD wehrt sich auf face­book ge­gen ste­fan nig­ge­meie­rers dar­stel­lung, de­men­tiert aber nicht, dass es ein her­res-veto gab.


links vom 25.10.2013

felix schwenzel

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  no­tes.com­pu­ter­no­ti­zen.de: Mer­kel­pho­ne — und nun?   #

tors­ten kleinz re­ka­pi­tu­liert und dif­fe­ren­ziert:

Wenn die Bun­des­re­gie­rung sich über die NSA em­pört, kann sie Bot­schaf­ter ein­be­stel­len und Han­dies aus­tau­schen — es än­dert nichts. Wenn sie ein Zei­chen set­zen will, muss sie das hier tun. Und ihre Bür­ger nicht für doof ver­kau­fen.

die ant­wort auf die fra­ge „und nun“ soll also nach tors­ten kleinz lau­ten: kei­ne vor­rats­da­ten­spei­che­rung. die bür­ger nicht für doof zu ver­kau­fen fin­de ich et­was viel von ei­ner re­gie­rung ver­langt.

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  kott­ke.org: "Most peo­p­le do not give a fuck about po­li­tics"   #

rus­sel brand hat als „guest edi­tor“ kurz den new sta­tes­man über­nom­men und ei­nen ar­ti­kel mit der über­schrift „We no lon­ger have the lu­xu­ry of tra­di­ti­on“ ver­fasst. den habe ich nicht ge­le­sen, aber ja­son kott­ke ist sehr an­ge­tan von dem text:

This pie­ce is fil­led with in­te­res­t­ing and en­ter­tai­ning bits th­roug­hout, ma­king it dif­fi­cult to pick just one ex­cerpt.

über­haupt, ich kann nur emp­feh­len jetzt gleich dort­hin zu ge­hen, zu kott­ke.org. es gibt sehr vie­le schö­ne din­ge dort zu ent­de­cken.

was ich al­ler­dings ge­se­hen habe, ist ein in­ter­view von je­re­my pax­man mit rus­sell brand im fern­se­hen zum glei­chen the­ma. das war sehr kurz­wei­lig und be­ein­dru­ckend schlag­fer­tig auf bei­den sei­ten.

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  zeit.de: Stimmt’s?: Sen­si­bler Pfer­de­ma­gen   #

pfer­de kön­nen nicht kot­zen — und wenn sie es doch tun, dann durch die nüs­tern.

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  me­tro­naut.de: Al­ter­na­ti­ve zu Nes­pres­so   #

das hat pris­ka pachu­li nicht ge­schrie­ben, hört sich aber min­des­tens so klug­scheis­se­risch an, wie das ori­gi­nal:

Aus al­ten Gum­mi­rei­fen und Draht­stück­chen kann man sich sehr ein­fach selbst Schu­he ma­chen. Schu­he sind so­wie­so bes­ser, wenn man sie sel­ber macht. Und mit ei­nem My­thos be­züg­lich Schu­hen sei hier auch noch­mal auf­ge­räumt: stän­dig Schu­he zu tra­gen ist to­ta­ler Bull­shit. Das ist so ein ers­te Welt-Phä­no­men, dass das be­son­ders toll sei. Ohne Schu­he gings in den letz­ten 10.000 Jah­ren auch.

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  stadt-bre­mer­ha­ven.de: iWork und Aper­tu­re wa­ren durch Feh­ler kur­ze Zeit kos­ten­los (Up­date: im­mer noch)   #

jep, das funk­tio­niert. nach­dem ich mir das neue key­note an­ge­se­hen habe, fra­ge ich mich ob ich das wirk­lich hät­te up­da­ten sol­len.

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  dar­ing­fi­re­ball.net: Goog­le Test­ing Huge Ban­ner Ads in Search Re­sults   #

ab­ge­se­hen da­von dass man ver­spre­chen von goog­le-ma­na­gern of­fen­bar nicht ei­nen deut mehr glau­ben darf, als de­nen von tep­pich­händ­lern, fin­de ich das an­zei­gen­for­mat ganz OK.


links vom 24.10.2013

felix schwenzel


links vom 22.10.2013

felix schwenzel

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  you­tube.com: Das wohl dümms­te TV-For­mat - NEO MA­GA­ZIN mit Jan Böh­mer­mann   #

könn­te ganz gut wer­den, aber auch scheis­se.

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  faz.net: Mein Jahr in der Po­li­tik: Schei­tern als Chan­ce   #

nils mink­mar hat peer stein­brück ein jahr lang be­glei­tet:

Ich reis­te mit Peer Stein­brück durch eu­ro­päi­sche Haupt­städ­te und die deut­sche Pro­vinz, sah ihn im klei­nen Kreis und im gro­ßen, früh am Tag und spät in der Nacht. Und nur ein ein­zi­ges Mal in dem gan­zen Jahr sah ich ihn glück­lich. Eine de­tail­lier­te Ab­ma­chung oder ein gro­ßes Pro­ze­de­re für das Buch, was ich dar­in ver­wen­den durf­te und was nicht, hat­ten wir nicht. Sein Wahl­kampf­lei­ter Hei­ko Geue sag­te nur: „Schrei­ben Sie es halt so, dass Sie es mit Ih­rem Ge­wis­sen ver­ein­ba­ren kön­nen.“

das buch (wer­be­link) er­scheint am 23. au­to­ma­tisch auf mei­nem kind­le.


links vom 21.10.2013

felix schwenzel

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  quo­ten­me­ter.de: Jan Böh­mer­mann: „Die Ge­sell­schaft ist schuld an mir“   #

bei je­dem an­de­ren als jan böh­mer­mann fän­de ich sol­che in­ter­view­ant­wor­ten be­scheu­ert. war­um ich die be­scheu­er­ten ant­wor­ten bei jan böh­mer­mann nicht be­scheu­ert, son­dern lus­tig fin­de, kann ich mir al­ler­dings auch nicht so recht er­klä­ren.

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  spie­gel.de: Go­blin Sta­te Park in Utah: Fel­sen­schub­ser er­hal­ten Mord­dro­hun­gen   #

statt zu sa­gen, dass in chi­na ein sack reis um­ge­fal­len ist, kön­nen wir jetzt künf­tig auch sa­gen, dass in utah ein sand­stein um­ge­fal­len ist.

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  an­mut­und­de­mut.de: *qype   #

ben_:

Auf­bau­en, groß­ma­chen, kau­fen­las­sen, ein­stamp­fen.

bei qype kann man viel­leicht noch zum gross­ma­chen hin­zu­fü­gen: un­be­nutz­bar und grot­ten­häss­lich ma­chen.

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  you­tube.com: Ste­phen Fry: Out The­re [1/2]   #

do­ku­men­ta­ti­on von ste­phen fry in der er sich un­ter an­de­rem mit schwu­len-has­sern trifft und es in fast je­dem ge­spräch schafft, dass die ho­mo­pho­bi­ker, mit de­nen er sich un­ter­hält, sich selbst dis­kre­di­tie­ren. be­son­ders be­ein­dru­ckend ist das am bei­spiel des ugan­di­schen pas­tors so­lo­mon male, der von nichts an­de­rem als pe­nisen, arsch­lö­chern, va­gi­nas, anal­ver­kehr und so­do­mie re­det. ir­gend­wann, als fry sagt, dass es ihm um lie­be und zu­nei­gung und nicht ums arsch­fi­cken geht (er per­sön­lich habe noch nie anal­ver­kehr ge­habt), sagt ihm pas­tor male:

You are not using your pe­nis the way you should have used it.

das scheint mir, ne­ben dem ab­sur­den an­wer­bungs-ar­gu­ment, die es­senz der ho­mo­pho­bie zu sein: an­de­ren leu­ten sa­gen, wie sie ihre ge­schlechts­or­ga­ne zu be­nut­zen ha­ben. statt ho­mo­pho­bie soll­te man also viel­leicht von ge­ni­tal­kon­troll­wahn spre­chen?

teil 2/2 hier, via nerd­core.de.

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  welt.de: You­porn-Chef ver­kauft On­line-Sex-Im­pe­ri­um   #

was ich wit­zig fin­de: der welt-ar­ti­kel ist voll mit tipps wo man sich kos­ten­los hard­core por­no­gra­phie an­se­hen kann.

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  kiez­neu­ro­ti­ker.blog­spot.de: Ver­netzt euch!   #

ich ver­link das dann mal.

na gut, ich kom­men­tier auch noch was: ich tei­le die dia­gno­se („Blog­ger ver­lin­ken nicht“), und da­mit auch die ana­ly­se nicht ganz. ers­ten, ver­lin­ken blog­ger durch­aus. fast je­den blog­ein­trag den ich ge­ra­de zur stich­pro­be aus mei­nem ge­däch­nis und mei­nem feed­rea­der auf­ge­ru­fen habe, ent­hält links. teil­wei­se so­gar sehr vie­le. aber die­se links füh­ren eben nur zu ei­nem klei­nen teil zu an­de­ren blogs, der weit­aus grös­se­re teil führt ins JWD. dann kommt hin­zu, dass riv­va kei­nes­falls ein kom­plet­tes bild zeich­net. ich fi­sche bei­spiels­wei­se häu­fig links auf bei­trä­ge von mir aus mei­nem (aus pi­wik und di­ver­sen tool selbst zu­sam­men­ge­den­gel­ten) mo­ni­to­ring, die riv­va nicht be­merkt oder auf­lis­tet.

aus­ser­dem linkt es sich mit twit­ter und face­book sehr viel ein­fa­cher. ein un­kom­men­tier­ter link ins face­book macht dank vor­schau gleich et­was her, bei twit­ter kann man gar nicht mehr als ein paar wor­te zu ei­nem link hin­zu­fü­gen. ein oder zwei links in ei­nem blog er­for­dern min­des­tens 36 klicks: ba­ckend auf­ma­chen, neu­en ar­ti­kel an­le­gen, über­schrift aus­den­ken, link rein­ko­pie­ren, link­text aus den fin­gern sau­gen, sich ver­pflich­tet füh­len, doch noch ein zwei wor­te dazu zu sa­gen, vor­schau kli­cken, ir­gend­was kor­ri­gie­ren, pu­blishen und dann är­gern, dass der link nicht ge­lik­ed, ge­ret­weetet oder per knopf­druck geshared wer­den kann.

blog­gen ist müh­sam und das feed­back — wenn denn über­haupt wel­ches kommt — ist längst nicht so le­ben­dig wie auf twit­ter oder face­book.

ich fin­de das nicht wei­ter schlimm, dass ver­lin­kun­gen heut­zu­ta­ge vor al­lem über so­zia­le netz­wer­ke statt­fin­den. was mich al­ler­dings alar­miert: im­mer mehr blog­ger schrei­ben ihre ge­schich­ten ins face­book. teil­wei­se wun­der­ba­re, lan­ge tex­te, bei de­nen man sich fragt: war­um nicht ins blog da­mit? die ant­wort dürf­te auch hier sein: die re­ak­tio­nen auf tex­te in face­book sind stär­ker und bes­ser fühl­bar. ei­gent­lich müss­te es nicht heis­sen „ver­netzt euch“, son­dern macht das blog­gen ein­fa­cher und le­ben­di­ger.

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  hol­gi.blog­ger.de: Gei­les Licht!   #

hol­gi:

Ich Arsch­ge­sicht. Aber gei­les Licht!


links vom 20.10.2013

felix schwenzel

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  clap-club.de: War­um “Huf­fing­ton Post"-Her­aus­ge­ber Cher­no Job­atey und ich kei­ne Freun­de wer­den (müs­sen)   #

of­fe­ner brief von bulo an cher­no job­atey:

Wie ge­sagt: Ihre Ihr-habt-doch-alle-kei­ne-Ah­nung-und-jetzt-sag-ich-euch-mal-war­um-wir-die-Größ­ten-sind be­leh­ren­de Art war un­an­ge­bracht. Nicht nur fach­lich, auch mensch­lich.
Viel­leicht spie­gelt sie aber auch die Hal­tung Ih­res pu­bli­zis­ti­schen An­ge­bots wie­der: Über­rol­lend, kra­chig, an­ma­ßend. Ein Her­aus­ge­ber re­prä­sen­tiert den Geist des Me­di­ums.

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  en­no­ma­ne.de: Ho­möo­pa­thie   #

enno park, sehr über­zeu­gend und ohne schaum vorm mund, über ho­möo­pa­thie:

Zum Bei­spiel die­se Pres­se­mit­tei­lung der Ho­möo­pa­thie-Uni­on, dass ein be­stimm­tes ho­möo­pa­thi­sches Me­di­ka­ment in­ner­halb von 7 Ta­gen bei 90% der Pro­ban­den half, Er­käl­tungs­krank­hei­ten zu hei­len. Das klingt in der Tat ein­drucks­voll. Aber nur so­lan­ge, bis man sich klar macht, dass der üb­li­che grip­pa­le In­fekt un­be­han­delt üb­li­cher­wei­se 7-10 Tage dau­ert. Es ist ei­gent­lich er­staun­lich, dass am Ende der Stu­die nur 90% wie­der ge­sund wa­ren.

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  ka­tia­kelm.de/blog: kunst be­grei­fen   #

mei­ne frau nimmt mich glück­li­cher­wei­se nicht all­zu­oft mit auf er­öff­nun­gen und ver­nis­sa­gen oder preis­ver­lei­hun­gen. so kann ich zu­hau­se fern­se­hen gu­cken oder le­sen oder ins in­ter­net schrei­ben, statt mich bei aus­ufern­den re­den von kunst­his­to­ri­kern oder po­li­ti­kern zu lang­wei­len.

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  crack­a­jack.de: De­tails on Glenn Green­walds new Thing   #

hort sich so an, als woll­ten glen green­wald und pierre om­idyar so un­ge­fähr das ge­gen­mo­del zur huf­fing­ton post wer­den. statt mas­sig la­ckier­ten müll, jour­na­lis­mus mit hand und fuss und ei­ner star­ken rechts­ab­tei­lung. jay ro­sen von presst­hink hat mit om­idyar ge­spro­chen:

You start with in­di­vi­du­al jour­na­lists who have their own re­pu­ta­ti­ons, deep sub­ject mat­ter ex­per­ti­se, clear points of view, an in­de­pen­dent and out­si­der spi­rit, a de­di­ca­ted on­line fol­lo­wing, and their own way of working. The idea is to at­tract the­se peo­p­le to New­Co, or find young jour­na­lists ca­pa­ble of working in this way, and then sup­port them well.

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  mad­die­on­things.com   #

mad­die ist ein hund und steht auf fo­tos in die­sem tumb­lr-blog auf oder un­ter sa­chen.


links vom 19.10.2013

felix schwenzel

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  bo­ing­bo­ing.net: Jel­ly­fi­sh born in space get ver­ti­go on Earth   #

schlech­te nach­rich­ten für die raum­fahrt: „Space-Born Jel­ly­fi­sh Hate Life On Earth“ und kön­nen of­fen­bar ih­ren sinn für die schwer­kraft nicht aus­bil­den. mög­li­cher­wei­se gilt das auch für men­schen die in schwe­re­lo­sig­keit ge­bo­ren wer­den und auf­wach­sen.

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  zeit.de: Bahn-Ma­na­ge­rin er­schlich sich Dok­tor­ti­tel   #

vor ei­ner wei­le habe ich mich mal über den of­fen­si­ven ge­brauch aka­de­mi­scher ti­tel im bahn wer­be­blätt­chen „mo­bil“ ge­wun­dert. ich fand (und fin­de) das auf der ei­nen sei­te (die der ge­mie­te­ten blatt­ma­cher) un­an­ge­nehm de­vot, auf der an­de­ren sei­te (die der bahn-ma­na­ger) un­an­ge­nehm pro­fil­neu­ro­tisch.

jetzt stellt sich her­aus, dass das ge­fühl mit der pro­fil­neu­ro­se mög­li­cher­wei­se gar nicht mal so weit her­ge­holt ist und der dok­tor­ti­tel ei­ner bahn-ma­na­ge­rin mög­li­cher­wei­se, wie es die zeit aus­drückt, „er­schli­chen“ war.

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  face­book.com: Pe­ter Breu­er - Was ich an die­ser „Huf­fing­ton Post" Sa­che ne­ben der...   #

pe­ter breu­er über die huf­fing­ton post:

Für mich als Un­be­tei­lig­ten sieht das Er­geb­nis wie eine ziem­lich ver­zwei­fel­te Schick­sals­ge­mein­schaft von Auf­merk­sam­keits­jun­kies aus und nicht wie ein Me­di­en­pro­dukt, des­sen Un­ver­wech­sel­bar­keit ir­gend­wann zu ei­ner Mar­ke wer­den kann.

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  faz.net: Wie das Fern­se­hen Au­toren ver­nich­tet   #

dreh­buch­au­tor mar­kus stro­mie­del:

Die Kunst be­steht dar­in, die Lü­cken im Sys­tem zu ent­de­cken und die rich­ti­gen Men­schen zu fin­den, mit de­nen Pro­jek­te mög­lich sind, die sich ab­he­ben vom täg­li­chen Ei­ner­lei. Es gibt die­se Men­schen. Sich ge­gen­sei­tig zu fin­den braucht Be­harr­lich­keit und Zeit. Doch es lohnt sich.

Sol­che Be­geg­nun­gen füh­ren im­mer wie­der zu groß­ar­ti­gen Fil­men, es könn­ten aber noch viel mehr sein. Es könn­ten Din­ge ent­ste­hen, die wir nicht er­war­ten, es könn­ten Fil­me und Se­ri­en rea­li­siert wer­den, die uns von den So­cken hau­en. Es müss­te nur - so wie in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten - die Be­reit­schaft ge­ben, Au­toren Ver­ant­wor­tung zu über­las­sen. Und es bräuch­te den Mut, Pro­jek­te an den Start zu brin­gen, die an­ders sind als das, was bis­her er­folg­reich war.

[nach­trag] ge­ra­de erst bei mar­kus stro­mie­del ge­se­hen, der ar­ti­kel ist vom ok­to­ber 2008. heu­te schrieb stro­mie­del:

… ei­gent­lich ist die Sa­che to­tal trau­rig. Es hat sich nichts ge­än­dert.

tors­ten kleinz hat dazu auch was ge­schrie­ben:

Viel­leicht gäbe es we­ni­ger über das ver­pief­te deut­sche Fern­se­hen zu kla­gen, wenn der krea­ti­ve Pro­zess et­was krea­ti­ver und ar­beits­tei­li­ger ge­stal­tet wer­den könn­te.


links vom 18.10.2013

felix schwenzel

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  blick­ge­win­kelt.blog­spot.de: War­um ich nicht mehr für die Huf­fing­ton Post schrei­be   #

inka chall:

Ich un­ter­stel­le der Huff­Po gar nicht un­be­dingt, hier Blog­ger über den Tisch zie­hen zu wol­len, son­dern haupt­säch­lich schrei­en­de Un­pro­fes­sio­na­li­tät, die sehr pein­lich an­mu­tet.

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  spie­gel.de: Münch­ner Me­di­en­ta­ge: Ver­le­ger gru­seln sich vor Goog­le und der Ju­gend   #

chris­ti­an stö­cker war auf den me­di­en­ta­gen in mün­chen.

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  maen­nig.de: Ger­man Words   #

jens arne män­nig über ei­nen PR-ar­ti­kel in der nyt über ir­gend­ein buch über aus­ge­dach­te deut­sche wor­te:

Spä­tes­tens seit Mark Twa­ins Es­say The Awful Ger­man Lan­guage ha­ben die Ame­ri­ka­ner ihre Freu­de an der deut­schen Spra­che, ins­be­son­de­re aber an deut­schen zu­sam­men­ge­setz­ten Haupt­wör­tern ent­deckt.

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  aka­de­mie.de: Ein­bau von VG-Wort-Zähl­pi­xeln auf Web­sei­ten ver­letzt gel­ten­des Da­ten­schutz­recht   #

stimmt wahr­schein­lich al­les. aber eben auch nicht. je­der hat die mög­lich­keit aus der er­fas­sung durch zähl­pi­xel aus­zu­op­ten: in­dem er sich ei­nen track­ing-blo­cker wie ghos­tery in­stal­liert. und wür­de sich die VG wort an die „do not track“-an­wei­sung hal­ten, lies­se sich der opt-out so­gar mit ei­nem in­dus­trie-stan­dard, der stan­dard­mäs­sig auf fast al­len brow­sern funk­tio­niert, um­set­zen.

mit sol­chen ak­tio­nen scheint mir dem da­ten­schutz — und vor al­lem der glaub­wür­dig­keit der da­ten­schüt­zer — nicht ge­dient.


links vom 17.10.2013

felix schwenzel

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  pi­ra­cy­da­ta.org   #

sieht so aus, als sei ei­ner der haupt­grün­de für li­zenz­ver­stös­se im in­ter­net die künst­li­che ver­knap­pung von le­ga­len an­ge­bo­ten um die ki­nos zu schüt­zen. die film­in­dus­trie mein­te ja jah­re­lang, dass es eine gute idee sei, fil­me erst 6 mo­na­te (oder mehr) nach der ki­no­ver­wer­tung auf DVD oder VHS an­zu­bie­ten. mitt­ler­wei­le sind die­se fris­ten et­was kür­zer ge­wor­den, aber ich fra­ge mich nach wie vor: WTF? war­um? war­um soll ich mir als zah­len­der kun­de vor­schrei­ben las­sen, wo und wie ich ei­nen film sehe? sie­he auch: tech­dirt.com: When Will Hol­ly­wood Stop Bla­ming Ever­yo­ne Else And Help Its­elf?

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  pan­te­lou­ris.de: Jetzt doch: Kos­ten­los-Kul­tur im Netz - die deut­sche Huf­fing­ton Post   #

mi­ch­a­lis pan­te­lou­ris über die deut­sche huf­fing­ton post -- oder ge­nau­er über den jour­na­lis­mus:

Ein Gast­bei­trag setzt eine Struk­tur vor­aus, in der der Gast die Aus­nah­me ist - die un­ab­hän­gi­ge Stim­me. Nico Lum­ma zum Bei­spiel ist eine sol­che un­ab­hän­gi­ge Stim­me, und er er­hebt sie re­gel­mä­ßig zum Bei­spiel auf sei­nem Blog. Er schreibt dort und für die Huff­Po, weil er be­stimm­te Vor­stel­lun­gen da­von hat, wie die Welt sein soll­te, und da­für hat er na­tür­lich lie­ber viel Pu­bli­kum als we­nig. Das ist al­les gut. Aber kein Jour­na­lis­mus, son­dern po­li­ti­sche PR.

an­sons­ten wür­de ich sa­gen: ab­war­ten. schau­en wir doch noch­mal in 100 ta­gen, ob die huf­fing­ton post ge­nü­gend müll­lieb­ha­ber fin­det um ihr eh­gei­zi­ges ziel zu er­rei­chen, in 5 jah­ren pro­fi­ta­bel zu sein.

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  aa­che­ner-nach­rich­ten.de: Die Ge­schäf­te mit den Ret­tern vom Ro­ten Kreuz   #

es ist al­les furcht­bar kom­pli­ziert. auch die kom­mu­nal­po­li­tik.

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  qz.com: Jel­ly­fi­sh are ta­king over the seas, and it might be too late to stop them   #

das hat­te hol­ly­wood nicht auf dem ra­dar, welt­un­ter­gang durch qual­len.

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  wired.com/de­sign: 12 Wild GIFs That Bring An­ci­ent Art to Life   #

gifs von zack doug­her­ty. kann ich mich kaum satt dran se­hen.

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  you­tube.com: DJ Koze fun­ny Into   #

gruss­wort vom va­ter von DJ koze, der rechts­an­walt istwar.


links vom 16.10.2013

felix schwenzel

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  ka­tia­kelm.de/blog: 20 be­haup­tun­gen über mich   #

über mei­ne frau kann ich mich manch­mal, nein, ziem­lich oft, ka­putt­la­chen. hier min­des­tens sie­ben mal.

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  you­tube.com: Craig Fer­gu­son 10/11/2013 Ras­hi­da Jo­nes and Bri­an McKim   #


mein pro­blem in ame­ri­ka, wenn ich in ei­nem re­stau­rant aufs klo gehe, war­te ich im­mer 10 mi­nu­ten, aber es kommt nie ein an­ge­stell­ter vor­bei, der mir die hän­de wäscht. /gag ge­klaut von bri­an mckim bei ei­nem auf­tritt bei craig fer­gu­son .

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  mee­dia.de: Bo­ris Be­ckers Twit­ter-Ra­che an Ste­fan Raab   #

In sei­ner “TV to­tal"-Sen­dung vom Mon­tag spot­te­te Pro­Sie­ben-En­ter­tai­ner Ste­fan Raab in der üb­li­chen Ma­nier über ei­nen töl­pel­haf­ten Auf­tritt von Bo­ris Be­cker auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se. Be­cker sag­te dort bei der Prä­sen­ta­ti­on sei­nes Bu­ches “Das Le­ben ist kein Spiel": “Ich möch­te Freun­de, Fans und an­de­re auf den neu­es­ten Punkt brin­gen. Ich sage auch ganz klar in die­sem Buch, dass ich stolz Deut­scher zu bin."

bo­ris be­cker ist sehr, sehr wit­zig.

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  ne­wyor­ker.com: Two-Hit Won­der   #

schon wie­der was über jack dor­sey. /kott­ke.org


links vom 15.10.2013

felix schwenzel

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  spie­gel.de: Ja­kob Aug­stein über Bi­schof Te­bartz van Elst   #

Die Kos­ten mö­gen zu hoch sein. Aber sie sind gut in­ves­tiert. "Das Diö­ze­sa­ne Zen­trum ist ex­zel­len­te Bau­kunst, ei­nes der bes­ten deut­schen Neu­bau­vor­ha­ben sei­ner Art aus den letz­ten Jah­ren", hat Rai­ner Hau­brich in der "Welt" ge­schrie­ben und das glaubt man mit Blick auf die Bil­der so­fort. Ein "Protz-Bi­schof", wie er auf dem Bou­le­vard be­schimpft wird, ist die­ser Te­bartz-van Elst ge­ra­de nicht, son­dern ganz im Ge­gen­teil ein ge­schmack­vol­ler Mann, dem man al­ler­dings ein sol­ches Bau­vor­ha­ben nicht an­ver­trau­en soll­te. Aber für sol­che Dif­fe­ren­zie­rung ist nur we­nig Raum im Stru­del all der Em­pö­rung.

da ha­ben rai­ner hau­brich und ja­kob aug­stein recht: das diö­ze­sa­ne zen­trum in lim­burg ist sehr ge­schmack­voll. und gute ar­chi­tek­tur kos­tet. im „unüt­zen wis­sen über köln“ steht, dass der köl­ner dom heu­te um die zehn mil­li­ar­den euro kos­ten wür­de, bau­te man ihn jetzt noch­mals (unüt­zes wis­sen via ex­press.de).

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  blogs.stern.de/hans-mar­tin_til­lack: “Kei­ner­lei Richt­li­ni­en"   #

hans-mar­tin til­lack über kurt becks neue jobs und die fi­nan­zie­rung der par­tei­stif­tun­gen der eta­blier­ten par­tei­en:

423 Mil­lio­nen Euro er­hiel­ten die Stif­tun­gen der da­mals im Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en, ein­schliess­lich der FDP, im Jahr 2011 laut Bun­des­rech­nungs­hof aus Bun­des­mit­teln. So hat es der Bun­des­rech­nungs­hof re­cher­chiert - für den Nor­mal­bür­ger sind die Zah­len nicht so leicht zu er­mit­teln. Denn so sehr die Stif­tun­gen auch viel Sinn­vol­les leis­ten mö­gen - sehr trans­pa­rent sind die­se im­mensen Fi­nanz­strö­me nicht. Es gibt nicht ein­mal ein ei­ge­nes Ge­setz, das die Sub­si­di­en re­gelt.

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  the­guar­di­an.com: Ex­pe­ri­ence: I di­s­ap­peared for 30 ye­ars   #

she­lagh mc­do­nald war 30 jah­re ver­schwun­den -- aus ih­rem al­ten le­ben.

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  vine.co: Zoey Ster­ba's post on Vine   #

hihi.

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  soup.fh.vc: „What an ex­cel­lent, suc­cinct re­pre­sen­ta­ti­on of [equa­li­ty]“   #

sehr schön.

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  in­sta­gr.am/glas­sof­whis­key: me­an­while at the safe house ...   #

da habe ich sehr ge­lacht.
(von we­gen alle lo­sen en­den wur­den in der letz­ten brea­king bad epi­so­de ver­bun­den. kein spoi­ler.)


links vom 14.10.2013

felix schwenzel

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  taz.de: Im­mer schön un­be­re­chen­bar blei­ben   #

ines kap­pert über das neue fern­se­hen, das nicht mehr nur über die glot­ze läuft.

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  vice.com: Eine Par­ty ... in der Groß­raum-Assi-Dis­co   #

liest sich ein biss­chen wie ein text von je­man­dem, der in ei­nem heu­scho­ber über­nach­tet hat und auf­schreibt, dass stroh juckt.

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  sued­deut­sche.de: Ver­hal­tens­auf­fäl­li­ge Diva   #

joa­chim hent­schel über mi­ley cy­rus.

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  dlis­ted.com: Hot Slut Of The Day!   #

stin­ke­kä­se in der bahn ist wirk­lich ek­lig. ich habs zu­letzt auf der fahrt nach köln im ICE er­lebt. da wa­ren es zwei ame­ri­ka­ner, die of­fen­bar kurz vor­her auf den ge­schmack von stin­ke­kä­se ge­kom­men sind.

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  faz.net: Ev­ge­ny Mo­rozov im Ge­spräch: Es ist lä­cher­lich, das In­ter­net er­klä­ren zu wol­len!   #

er­staun­lich wie viel jün­ger ev­ge­ny mo­rozov ab­ge­ma­gert aus­sieht. was ich bis­her von mo­rozov ge­le­sen und ge­hört habe moch­te ich nie be­son­ders. viel­leicht soll­te ich mal ein buch von ihm le­sen.

mar­kus spath dazu:

Alle 6 Mo­na­te zieht Ev­ge­ny Mo­rozov mit sei­nen The­sen zum Web durch das deut­sche Feuil­le­ton, die ‘kri­ti­schen’ Jour­na­lis­ten ge­ben sich High fi­ves und die Blog­ger ga­ckern.


links vom 13.10.2013

felix schwenzel

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  klett-cot­ta.de: Kath­rin Pas­sig: Die Wir-Ver­wir­rung (PDF)   #

kath­rin pas­sig über „Kon­text­fu­si­on und Kon­sens­il­lu­si­on“:

Wir brauch­ten eine rea­lis­ti­sche­re Ein­schät­zung des all­ge­mei­nen Kon­sen­ses über un­se­re ei­ge­nen An­sich­ten. Es ist eine der zen­tra­len Zu­mu­tun­gen der Ver­net­zung, dass die An­de­ren nicht nur so hei­ßen, son­dern auch wirk­lich an­ders sind.

liest sich, wie im­mer, wie ap­fel­ku­chen mit sah­ne. lang, aber kath­rin pas­sigs tex­te kön­nen mir gar nicht lang ge­nug sein.

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  the­star.com: I got hi­red at a Ban­gla­desh sweat­shop. Meet my 9-year-old boss   #

die jour­na­lis­tin ra­ve­e­na au­lakh hat sich ver­deckt in ei­ner näh­stu­be in ban­gla­desh an­stel­len las­sen und dort eine neun­jäh­ri­ge ken­nen­ge­lernt. ziem­lich er­schüt­ternd zu le­sen. /bo­ing­bo­ing.net

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  wired.com: Aug­men­ted Rea­li­ty: bas­ket­ball with an in­vi­si­ble ball   #

vor 15 jah­ren hat mich mal eine kom­mi­li­to­nin ge­fragt, was das nächs­te gros­se ding ist. da­mals hab ich ge­sagt: aug­men­tier­te rea­li­tät. wenn mich das heu­te je­mand frag­te, wür­de ich sa­gen: das über­nächs­te gros­se ding ist si­cher­lich aug­men­tier­te rea­li­tät.

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  spie­gel.de: Um­strit­te­ner Lim­bur­ger Bi­schof: Kar­di­nal Meis­ner di­stan­ziert sich von Te­bartz-van Elst   #

Kar­di­nal Meis­ner hat­te den Lim­bur­ger Bi­schof noch Mit­te Sep­tem­ber öf­fent­lich ver­tei­digt. In ei­nem Ra­dio­in­ter­view be­klag­te er sei­ner­zeit, die Me­di­en hät­ten sich "ge­gen ihn (den Bi­schof von Lim­burg) ver­schwo­ren". Meis­ner zieh den Münch­ner Kar­di­nal Marx der "Ah­nungs­lo­sig­keit", nach­dem die­ser sich kri­tisch zu den Lim­bur­ger Ver­hält­nis­sen ge­äu­ßert hat­te.
In­zwi­schen ver­fü­ge Meis­ner über ein "dif­fe­ren­zier­te­res Bild der Si­tua­ti­on in Lim­burg", heißt es nun in sei­ner Um­ge­bung.

auf deutsch: als meis­ner marx der „ah­nungs­lo­sig­keit“ zieh, war er ah­nungs­los. und ich glau­be das war nicht der ein­zi­ge fall, in dem meis­ner öf­fent­lich sprach und kei­ne ah­nung hat­te, wo­von er sprach.

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  tech­crunch.com: How To Opt Out Of Goo­g­le's Weird New Ads That Use Your Face And Name   #

hier kli­cken. mei­ne op­ti­on an wer­bung teil­zu­neh­men, war be­reits de­ak­ti­viert. ich be­nut­ze goog­le+ zwar kaum, aber ich habe das jetzt ak­ti­viert.

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  an­mut­und­de­mut.de: AdT­rap   #

das ist mir ein biss­chen zu black­boxig und zu in­trans­pa­rent. aber viel­leicht auch nicht.

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  welt.de: Aben­teu­er in Ber­lin : Wenn die Dame von der Bahn die Be­die­nung ver­wei­gert   #

hen­ryk m. bro­der wür­de ger­ne eine welt in der ihn je­der mensch den er an­ranzt feund­lich be­geg­net. auf ei­nem de­ust­chen bahn­hof hat er ver­geb­lich nach die­ser welt ge­sucht und be­schreibt das was er als aben­teu­er­lich emp­fin­det.

ob­wohl sich das ge­jam­mer von bro­der stel­len­wei­se ganz amü­sant liest, zieht er lei­der die fal­schen schlüs­se und ver­passt die chan­ce ei­nen nütz­li­chen text zu schrei­ben, von dem man als le­ser mehr mit­nimmt als die er­kennt­nis, dass bro­der an­de­re leu­te ger­ne reizt, aber schwer mit den kon­se­quen­zen um­ge­hen kann. wirk­lich nütz­lich wäre ge­we­sen, zu er­fah­ren was kon­kret sein an­walt den po­li­zis­ten ge­sagt hat, die sein te­le­fon ein­sa­cken woll­ten und der mei­nung wa­ren, auf bahn­hö­fen dür­fe nicht fo­to­gra­fiert wer­den. hät­te er et­was zur rechts­la­ge auf­ge­schrie­ben, hät­ten sehr vie­le men­schen et­was sehr nütz­li­ches im um­gang mit der po­li­zei ler­nen kön­nen. sei­nen an­walt da­nach zu fra­gen, wäre für bro­der of­fen­bar zu­viel müh­sa­me re­cher­che-ar­beit ge­we­sen. kann na­tür­lich auch sein, dass ihm sein an­walt das al­les er­klärt hat, er die­sen ju­ris­ten-quatsch aber nicht ver­stan­den hat.

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  text­dump.ant­ville.org: Die NSA als Be­ob­ach­ter zwei­ter Ord­nung   #

gün­ter hack:

Der Schock der Ent­hül­lung birgt also die ein­zig­ar­ti­ge Chan­ce ei­ner Me­ta­ana­ly­se un­se­rer ei­ge­nen Ope­ra­ti­ons­lo­gik. Die Netz­theo­rie, die vor­her ein­di­men­sio­nal mit spät­an­thro­po­lo­gi­schen Er­klä­rungs­mus­tern ("Com­mu­ni­ties", "Con­ver­sa­ti­ons", Iden­ti­täts­bla­bla und An­ony­mi­täts­ge­mau­schel) vor sich hin­ge­wurs­telt hat, kann nun, dank Ana­ly­se der Ope­ra­ti­ons­lo­gik der NSA, selbst-be­wusst wer­den.

Al­les klar? Wir müs­sen den­ken. Wei­ter­den­ken.

das mit dem wei­ter (nach) den­ken ist wich­tig und nimmt vor al­lem zeit in an­spruch. auch die em­pö­rung vie­ler men­schen die im in­ter­net le­ben (mich ein­ge­schlos­sen) über die leu­te die nicht über die späh­af­fä­re em­pört sind, soll­ten wir in die­sem licht se­hen. die­se din­ge müs­sen erst noch (wei­ter) (durch-) ge­dacht, (ein-) ge­ord­net, (nach-) er­zählt und sub­jek­ti­viert wer­den.

det­lef gür­t­ler wi­der­spricht dem „(an sich eh­ren­wer­ten) Ver­such [von Gün­ter Hack], das NSA-Pro­blem mit dem In­stru­men­ta­ri­um der Luh­mann­schen Sys­tem­theo­rie­be­griff­lich­keit an­zu­ge­hen“.

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  in­sta­gram.com/bank­syny: OC­CU­PY — The Mu­si­cal   #

/in­sta­gram.com/bank­syny und kraft­fut­ter­misch­werk.de


links vom 12.10.2013

felix schwenzel

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  ra­cin­g­blog.de: F1: Die Red Bull Trak­ti­ons­kon­trol­le er­klärt   #

tol­le in­ge­nieur­leis­tung, toll do­ku­men­tiert von don dah­l­mann. mei­ner mei­nung nach auch drei ta­cken bes­ser als hier, wo ich vor ein paar ta­gen zu­erst drü­ber ge­le­sen habe.

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  ta­ge­bau.com: Le­ben im Über­wa­chungs­staat   #

kai bier­mann hat im er­fur­ter land­tag ei­nen vor­trag bei der fried­rich-ebert-stif­tung ge­hal­ten. zi­tat dar­aus:

Das, was wir dank Ed­ward Snow­den wis­sen ge­nügt, um ei­gent­lich auch dem Letz­ten klar zu ma­chen, dass die Re­gie­run­gen der Welt - un­se­re von uns ge­wähl­ten Re­gie­run­gen - die Tech­nik des In­ter­nets und des Mo­bil­funks miss­brau­chen, um ihre Bür­ger - uns - na­he­zu voll­stän­dig zu über­wa­chen. Es braucht nicht ein­mal mehr ein Ge­rücht oder ei­nen Ver­dacht, je­der ist das Ziel die­ser Aus­spä­hung. Mit der Be­grün­dung, wer eine Na­del fin­den wol­le, müs­se eben den gan­zen Heu­hau­fen durch­su­chen, wird in­zwi­schen al­les ge­fil­tert und ge­spei­chert, was es an elek­tro­ni­scher Kom­mu­ni­ka­ti­on gibt.

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  kott­ke.org: Get smar­ter   #

an­drea ku­szewsk schreibt im sci­en­ti­fic ame­ri­can wie man sich klü­ger ma­chen kann. oder ge­nau­er, wie man es schafft per­ma­nent bes­ser und mehr zu ler­nen.

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  kott­ke.org: The myth of NA­SA's ex­pen­si­ve space pens   #

manch­mal hab ich das ge­fühl, dass al­les was ich in der schu­le ge­lernt habe quatsch war.

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  thi­sisnt­hap­pi­ness.com: Vin­cent Van Bat   #


links vom 11.10.2013

felix schwenzel


links vom 10.10.2013

felix schwenzel

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  ny­ti­mes.com: All Is Fair in Love and Twit­ter   #

nick bil­ton über die grün­dung und den auf­stieg von twit­ter. scho­nungs­los und wohl­in­for­miert — und sehr lang (über 6000 wor­te). aber sehr, sehr le­sens­wert. /bo­ing­bo­ing.net

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  the­mor­ning­news.org: My Brief, Bin­ding Road   #

charles thomp­son hat an­fang des jah­res ein gramm ec­sta­sy auf silk road be­stellt und be­schreibt sei­ne pa­ra­noia die die­se be­stel­lung be­glei­te­te. /kott­ke.org

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  da­ni­ellies­ke.blog­spot.com: Sta­tus Quo and Up­co­ming Chap­ters   #

da­ni­el lies­ke, der zeich­ner und pro­du­zent der worm­world saga, über sei­ne pro­ble­me sein pro­jekt zu fi­nan­zie­ren, zu pla­nen und über die run­den zu kom­men.

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  taz.de/haus­blog: Wie viel soll­te man als Le­ser fai­rer­wei­se für taz.de be­zah­len?   #

se­bas­ti­an hei­ser meint 3,64 euro pro mo­nat sei­en ein fai­rer preis für ein (di­gi­ta­les) taz abo. zu­min­dest könn­te taz.de dann kos­ten­de­ckend ar­bei­ten, wenn 30% der le­ser €3,64 da­für zah­len wür­den.

um die kos­ten für so ein di­gi­tal-abo zu de­cken, könn­te man auch alle zwei jah­re ei­nen text für taz.de schrei­ben und aufs ho­no­rar ver­zich­ten. wenn also 372.000 taz.de-le­ser alle zwei jah­re ei­nen text ho­no­rar­frei für taz.de schrei­ben wür­den, könn­te also ... ach egal. die huf­fing­ton post gibts ja schon. /turi2.de

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  ste­fan-nig­ge­mei­er.de: Blin­kend mit Ha­sen jon­glie­ren: Die »Huf­fing­ton Post« und die In­fla­ti­on der Auf­merk­sam­keit   #

ste­fan nig­ge­mei­er wirft ei­nen blick auf die US-aus­ga­be der huf­fing­ton post. spoi­ler: er ist nicht so irre be­geis­tert. ich fin­de er über­dra­ma­ti­siert ein biss­chen, mie­se qua­li­tät, ab­schrei­be­rei kommt in den qua­li­täts­jour­na­lis­tischs­ten fa­mi­li­en vor. ich hab das mal vor ner wei­le et­was un­dif­fe­ren­ziert ver­all­ge­mei­nert:

ge­nau: jour­na­lis­mus ist (auch) prak­ti­zier­tes pa­ra­si­ten­tum mit no­blem an­strich und pro­fes­sio­nel­ler fas­sa­de.

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  flickr.com: *   #

kei­ne ah­nung ob das ge­pho­to­shop­pt ist, aber man sieht hin­ter dem klick ein flug­zeug vor der son­ne und al­ler­hand op­ti­sche ef­fek­te.


links vom 09.10.2013

felix schwenzel


links vom 08.10.2013

felix schwenzel

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  bo­ing­bo­ing.net: Glenn Green­wald vs. ho­pe­l­ess­ly un­pre­pared BBC in­ter­view­er (Vi­deo)   #

ich fin­de nicht das kirs­ty wark un­be­dingt un­vor­be­rei­tet war, ich fand eher auf­fäl­lig, wie we­nig sie ihre stim­me und ihre emo­tio­nen im griff hat­te. trotz­dem, oder ge­ra­de we­gen ih­rer ag­gres­si­vi­tät und glenn green­walts ru­hi­gen und klu­gen ant­wor­ten, ist das ein ziem­lich se­hens­wer­tes in­ter­view.

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  tv.com: The Good Wife "The Bit Bu­cket" Re­view: NSA, Can You Hear Me? NSA, Can You See Me?   #

[ent­hält spoi­ler zur fünf­ten staf­fel the good wife]
die se­rie „the good wife“ lie­be ich be­reits seit 4 staf­feln sehr. gut er­zähl­ter klas­si­scher ge­richts-se­ri­en-stoff, im­mer mit ak­tu­el­len be­zü­gen und im­mer ohne über­dra­ma­ti­sie­rung wie die­ser wired-ar­ti­kel das pri­ma zu­sam­men­fasst, den ich vor ein paar wo­chen schon mal ver­linkt habe.

die ak­tu­el­le fol­ge greift fol­ge­rich­tig die NSA-späh­af­fä­re auf und zwar, wie im­mer bei the good wife, ohne über­flüs­si­ge dra­ma­ti­sie­rung. noel kirk­pa­trick war das schon vor­her klar:

Any­way, over the sum­mer, when all the Ed­ward Snow­den and NSA and Prism stuff was unf­ur­ling and con­sum­ing our at­ten­ti­on spans, I thought to mys­elf, "Boy. Law & Or­der woul­d'­ve had a field day with this." I was sad for a mi­nu­te be­cau­se I still miss Law & Or­der, and then I thought, "The Good Wife *is* go­ing to have a field day with this." And they did, in a way that I re­al­ly was not ex­pec­ting.

und das dreh­buch hat ein paar bril­li­an­te klei­ne de­tails ein­ge­baut:

Yes, the U.S. go­vern­ment is spy­ing on the Flor­ricks be­cau­se of an es­tran­ged re­la­ti­onship bet­ween two teen­agers. What bet­ter way to sa­ti­ri­ze the NSA's pri­va­cy over­re­a­ches than ba­sing an ex­ten­si­on of a FISA war­rant on mul­ti­ple voice­mails of a girl crying?

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  theat­lan­tic.com: How the NSA Thinks About Se­c­re­cy and Risk   #

bruce schnei­er:

The NSA spent de­ca­des ope­ra­ting in al­most com­ple­te se­c­re­cy, but tho­se days are over. As the cor­po­ra­te world lear­ned ye­ars ago, se­crets are hard to keep in the in­for­ma­ti­on age, and open­ness is a safer stra­tegy. The ten­den­cy to clas­si­fy ever­y­thing me­ans that the NSA won't be able to sort what re­al­ly needs to re­main se­cret from ever­y­thing else. The youn­ger ge­ne­ra­ti­on is more used to ra­di­cal trans­pa­ren­cy than se­c­re­cy, and is less in­ves­ted in the na­tio­nal se­cu­ri­ty sta­te. And whist­le­b­lo­wing is the ci­vil dis­o­be­dience of our time.

/ge­fun­den bei pe­ter gla­ser

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  hau­ckund­bau­er.blog­spot.com: Auch noch (Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung, 06. Ok­to­ber 2013)   #

wie im­mer, sehr wit­zig.

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  mon­day­note.com: The Quartz Way (1)   #

schö­nes lob­lied auf qz.com, das sich wirk­lich gut liest. auch be­mer­kens­wert: boe­ing war kürz­lich noch top-spon­sor von quartz, und die be­richt­erstat­tung schwankt im ar­chiv zwi­schen auf­fäl­lig po­si­tiv und nor­mal tro­cken. trotz­dem: ich mag die wer­be­for­ma­te auf quartz.

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  xkcd.com: Open Let­ter   #

Open Letter
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  taz.de: In­fan­ti­le Sprach­ma­gie   #

arno frank legt sich er­neut mit der sprach­po­li­zei an:

Spra­che ist in­tui­tiv und im­mun ge­gen tech­no­kra­ti­sche Ver­su­che, ihr gut ge­mein­te, aber kon­train­tui­ti­ve Kunst­be­grif­fe zu im­ple­men­tie­ren. Wer "Zi­geu­ner" schmut­zig fin­den möch­te, der kann, wie un­längst in der Süd­deut­schen Zei­tung ge­sche­hen, auch "Sin­ti und Roma" schmut­zig fin­den. Wer nur die An­zei­chen be­kämpft, lässt die Krank­heit fort­schrei­ten.


links vom 07.10.2013

felix schwenzel

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  spie­gel.de: Si­byl­le Berg über An­ge­la Mer­kel als Mut­ti   #

ich weiss nicht ge­nau was si­byl­le berg mir mit die­sem text sa­gen will, aber das weiss ich bei ih­ren tex­ten nie so ge­nau. das sagt üb­ri­gens nichts über die qua­li­tät von si­byl­le bergs tex­ten aus, es sagt et­was über mich aus. was das über mich sagt, weiss ich al­ler­dings ge­nau­so­we­nig, wie ich bergs tex­te ver­ste­he.

ich fand aber sehr schön, wie si­byl­le berg (oder der re­dak­teur der die an­reis­ser for­mu­liert) mein un­be­ha­gen über den strunz­doo­fen mer­kel-spitz­na­men „mut­ti“ auf den punkt ge­bracht hat: es ist eine ver­nied­li­chung die ge­nau­so un­lus­tig und un­an­ge­mes­sen ist wie rol­li-wol­li, „wil­der horst“ oder „ran­dy rai­ni“. den spitz­na­men „bir­ne“, der hel­mut kohl mal zu­ge­dacht war, fand ich üb­ri­gens auch im­mer sehr sehr un­lus­tig. die­se post­kar­te fand ich zu kohl-zei­ten al­ler­dings sehr wit­zig.

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  spie­gel.de: Rat­ten­pla­ge in Ber­lin   #

ich fin­de das sehr phan­ta­sie-an­re­gend. eine kom­ple­xe ge­sell­schaft die un­ter uns, im un­ter­grund, lebt. von un­se­ren ab­fäl­len. und dann si­chern sie auch noch ar­beits­plät­ze:

Al­les in al­lem, schätzt der Kam­mer­jä­ger­ver­ein, si­chern die Tie­re rund 200 Ar­beits­plät­ze in der Haupt­stadt.

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  biel­in­ski.de: South by Sou­thwest - Road Trip mit Kin­dern (Teil 1)   #

hei­ko biel­in­ski war an­fang des jah­res auf ei­nem „vier­wö­chi­gen Road-Trip durch den Süd­wes­ten der USA“ und ist jetzt auch auf mei­ner blogrol­le ge­lan­det. ich freu mich schon auf teil zwei bis acht. oder so.

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  car­ta.info: Un­ver­blümt. Ein Fall von Jour­na­lis­mus-Ver­wei­ge­rung   #

von ei­nem wer­be­blätt­chen jour­na­lis­ti­sche lei­den­schaft zu er­war­ten, ist ein biss­chen wie von kai diek­mann an­stand zu er­war­ten. trotz­dem ist die un­ver­blümt­heit, mit der sich der chef­re­dak­teur des wo­chen­blatts dem jour­na­lis­mus ver­wei­gert, dann doch er­schüt­ternd.

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  wired.com/de­sign: This Cloud-Like Bridge Was Crea­ted With an Al­go­rithm   #

eine sehr in­ge­niö­se brü­cke.

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  vice.com: This Guy's Ea­ten Not­hing but Raw Meat for Five Ye­ars   #

Your fri­dge looks like it be­longs to Sa­tan. What are we loo­king at here?
It's a Shet­land sheep. It's got a very mild, sweet fla­vor. I crack open the skull and eat the brain. It's kind of a de­li­ca­cy, so I'll wait un­til the weekend to get into it.

/beim nuf ge­fun­den


links vom 06.10.2013

felix schwenzel

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  pe­terb­reu­er.me: Ha­rald   #

pe­ter breu­er über son­der­lin­ge und ha­rald:

Weil die Stadt nicht reich an Sen­sa­tio­nen war, ent­wi­ckel­te ich eine Vor­lie­be für die­se Son­der­lin­ge. Ei­ner an­de­rer war Ha­rald. Ha­rald war fast fünf­zig Jah­re äl­ter als ich und hat­te den Teint von frisch an­ge­rühr­tem Ze­ment. Auf dem Kopf trug Ha­rald eine Bas­ken­müt­ze, die ihn als po­li­ti­schen Dis­si­den­ten aus­wies. So ein­fach wa­ren die Sym­bo­le da­mals noch.

/bei ma­xi­mi­li­an bud­den­bohm ge­fun­den.

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  pro­fil.at: Be­ruf: Schlep­per   #

ro­bert treich­ler über schlep­per. im an­reis­ser über dem ar­ti­kel steht, dass die re­cher­che über­ra­schen­de er­geb­nis­se ge­bracht hät­te.

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  sued­deut­sche.de: Be­din­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men in der Schweiz — Sehn­sucht nach ei­nem Schla­raf­fen­land   #

la­ris­sa holz­ki et­was holz­kit­ar­tig über die schwei­zer volks­in­itia­ti­ve für ein be­din­gungs­lo­ses grund­ein­kom­men.

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  knus­per­ma­gi­er.de: Mein Pro­blem mit iTu­nes und Se­ri­en   #

tho­mas lü­cker­ath hat vor ein paar ta­gen auf din­gensdl.de ge­schrie­ben, dass der deut­sche itu­nes store jetzt auch (end­lich) ak­tu­el­le tv-se­ri­en, ein paar tage nach der aus­strah­kung im US-fern­se­hen, in deutsch­land an­bie­tet. phil­ipp wald­hau­er hat trotz­dem ein paar pro­ble­me da­mit.

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  das­nuf.de: 20 facts about me   #

wah­re fak­ten über das nuf:

7. Wir ha­ben Ehe­rin­ge aus Holz, die wir nicht tra­gen. Mein Ring hat 1,20 Euro ge­kos­tet. Der mei­nes Man­nes 80 Cent. Auf mei­nem ist eine Blu­me. Ich fin­de es völ­li­gen Un­sinn schwei­ne­viel Geld für so et­was wie Rin­ge aus­zu­ge­ben. Ich er­in­ne­re mich auch ohne Ring dar­an, dass ich ver­hei­ra­tet bin. Mein Mann fin­det mich un­ro­man­tisch.

ich muss da auch jetzt, wo ich das zum drit­ten mal lese, drü­ber ki­chern.