schon erstaunlich, was für ein christliches demokratieverständnis die bild hat. hetzen bis die fetzen fliegen. was springers hetze bewirken kann, ist ja hinlänglich bekannt.
patalongus wurde mal wieder von seinem chefredakteur dazu angehalten blogs abzublumencronen und schreibt so unglaublich langweilig, wie man es von ihm erwartet. ich muss wenn ich diese langweilige scheisse lese, immer an das bereits öfter zitierte bild von dem besoffenen penner mit der vollgeschissenen hose denken, der passanten als dreckige, besoffene und dumme penner beschimpft.
Denn eine kostenlose Software allein macht noch keinen Egon Erwin Kisch, und nicht jeder, der tippen kann, kann auch schreiben - oder hat wirklich etwas mitzuteilen. Dass etwas "Blog" ist, heißt nicht automatisch, dass es auch gut ist - auch wenn "Wahl" davor steht. Wie in der "großen" Medienwelt schreibt sich ein gutes Blog nicht von allein: Es bedeutet eine Menge Fleiß und Arbeit, und das auch noch "ehrenamtlich" neben anderen Tätigkeiten.
so isses. denn eine festanstellung beim spiegel online, ein privileg „telearbeit“ zu machen und nicht ständig dem mundgeruch des chefredakteurs ausgeliefert zu sein heisst noch lange nicht schreiben zu können. tippen kann er ja, der schwachalong. aber was will er uns eigentlich mitteilen? dass er sein leben und alles was er anfasst unglaublich langweilig findet? angekommen.
auf den nachfolger von sancho patalong (in der „netzwelt“ [sic!]) darf man dann wohl wirklich gespannt sein. muss man aber nicht.
wenden wir uns ab von den frustrierten bei spon, hin zum schönen und erfreulichen. denn das rennen (wenn es denn eins gibt) mache nicht ich, sondern mario sixtus (und christof wolff) mit seiner blogtour. ich finde das so unglaublich gut, dass ich den beiden den grimme online-preis, den bob und jeden erdenklichen preis an den hals wünsche. harald martenstein macht übrigens etwas ähnliches, im tagesspiegel, er reist auch durch die provinz, berichtet vom provinz-wahlkampf; grandios. leider nur nicht richtig zugänglich, eben kein blog. trotzdem, sehr witzig — zum beispiel — sein bericht aus fulda. das archiv gibt noch ein paar berichte her, aus saarbrücken, von der loreley, köln, herne und mödlareuth. aber sowas liest man beim spon nicht. da massiert man sich lieber gegenseitig den spacken- und blumencronanus.
heute sitze ich abends mal im „fellas“ an der schönhauser ecke stargarder um meine runde im blogdings zu machen. hier gibts offenes kostenloses wlan, aber für den strom nehmen die hier einen euro pauschale. spackos.
kann mir jemand sagen, warum springer für die welt kompakt ne neue agentur sucht und warum herr abrams sich persönlich darum kümmert? herr fröhlich konnte mir nicht helfen, obwohl er um halb elf noch anfragen von bloggern beantwortet.
war die alte bockmist? gabs vorher gar keine? verkauft sich die scheisse das blatt nicht richtig? wo die alte agentur sich doch soeinemühe gegeben hat.
anbei die pressemeldung der agentur Plan.Net in der die hier angedeutete aktion (über die hier, hier, hierhier, hier und hier berichtet wurde) beschrieben wird.
Edmund Stoiber ruft bei den Bürgern auf dem Handy an und ermutigt sie, zur Wahl zu gehen. Der Wahlaufruf des CSU-Vorsitzenden ist eine "VoiceCard“, die sich in einer Art Schneeballeffekt sehr schnell verbreitet. Innerhalb von nur drei Tagen soll die mobile Überraschungswelle des CSU-Chefs mehrere hunderttausend Wähler erreichen.
die csu-blogger kündigen email und handy-spam an und nennen das „moderne Wahl-Werbung“. witzig ist auch, wie jeder blogeintrag erstmal drei, vier grösstenteils anonyme jubelperser-kommentare nach sich zieht: - „Super - weiter so!“ - „find ich auch recht pfiffig!“ - „wir stehen dazu.“ - „ich finde diese amerikanische art des wahlkampfes gut!!!“ - „sehe ich auch so! Das ist (vor-)gelebte Innovation! :)“ sehr authentisch, sehr innovativ, immer am rande der legalität, die csu.
[nachtrag] offensichtlich bedient sich die union bereits fleissig einer östereichischen „eMail-Marketing“-firma um „innovativ“ emails zu versenden: beispiel 1, 2.
dass es hier in berlin seit kurzem komisch riecht hat ja schon die rundegemacht. aber neuerdings riecht es in ganz berlin auch nach fäkalien. das muss an den cdu und fdp-mitgliedern liegen, die sich gerade reihenweise in die hose machen vor angst die wahl wegen kirchof oder leeren versprechungen zu verlieren.
eine späte selbsterkenntniss ereilt selbst den einen oder anderen cdu-ministerpräsidenten:
Sachsen-Anhalts Regierungschef Wolfgang Böhmer griff mit Blick auf die sinkenden Umfragewerte die gesamte Wahlkampftaktik seiner Partei an. Es fehle eine zentrale Botschaft, sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung". Das Versprechen, alles anders und besser zu machen, reiche dabei nicht aus. (tagesschau)
das hat sich vor ein paar tagen alles noch ganz anders angehört.
auch in der fas von heute: laut adac hat der in rumänien gebaute billig-renault dacia den „elch-test“ nicht bestanden. bei einem test überschlug sich das 5000-euro-billig-auto:
Der ADAC stellte Bilder ins Internet und veröffentlichte dazu eine Pressemeldung, erwähnte gleichwohl nicht, daß zuvor unterschiedliche Reifen aufgezogen wurden, die durch die überharten Testbedingungen völlig ruiniert worden waren.
angeblich hat der ADAC vor dem test einen ersatzreifen mit einer „anderen“ felge an den testwagen geschraubt. die „auto-zeitung“, renault und der reifenhersteller konnten den test nicht nachvollziehen udn reproduzieren, die testbediungungen des ADAC schienen auch andere ungereimtheiten aufzuweisen.
wenn man bedenkt, was für eine (meinungs-)macht der ADAC besitzt ist es schon erschreckend zu sehen, dass der ADAC den eindruck erweckt der deutschen autoindutrie den anus zu massieren und nebenbei behilflich zu sein scheint, unliebsame konkurenz vom deutschen markt zu halten.
was mich im übrigen vor einem halben jahr sehr positiv am ADAC auffiel: man kann die mitgliedschaft auch völlig unproblematisch per email kündigen.
ursula von der leyen, ex-teilnehmerin am „blogging“ und cdu-vorzeige rumgrinserin und musterfrau sprach am sonntag mit der frankfurter allgemeine sonntagszeitung (lag umsonst aus auf dem fdp-parteitag) „über Kinder, Karriere und Lügen in Wahlkampfzeiten“. die spd behauptet, dass es den menschen eines regierungswechsls schlechter gehe: darauf antwortet sie, das das gegenteil richtig sei, gerade familien mit kindern gehe es „mit der Union“ besser. aha. aussage gegen aussage, also soll sie mal vorrechnen:
[…] Wir lassen Familien mehr von ihrem selbstverdienten geld. Unsere Durchschnittsfamilie mit 2300 Euro Bruttoeinkommen zahlt durch die höhere Mehrwertssteuer 14 Euro im Monat mehr, spart aber gleichzeitig durch den geringeren Beitrag zur Arbeitslosenversicherung 23 Euro. Unterm Strich bleiben ihr neun Euro mehr.
die überschrift zum interview lautet „Die SPD macht Familien arm“. leider war die frankfurter allgemeine sonntagszeitung zu feige um die Überschrift so zu formulieren:
Von der Leyen: Die CDU macht Familien um 9 Euro reicher
ich wundere mich gerade ein bisschen darüber, dass diese politik-spackos sich darüber wundern, dass sie keiner mehr ernst nimmt. neun euro entlastung nennen die „visionen“.
die emanzen zereisst es gerade innerlich, erfuhr ich heute aus gewöhnlich gut unterrichteten kreisen. sie würgen sich eine stimme für die Merkel/CDU ab, nur um es den „scheiss-kerlen“ zu zeigen; nach dem motto, „schaut her, eine frau kann es auch schaffen“. war das bei den schwulen auch so, haben die auch alle FDP gewählt, als der westerwelle „kanzlerkandidat“ war?
langsam gehts aufwärts mit den tagesspiegel blogs einem tagesspiegel-blog. herr kast hat verstanden was erfolgreiches bloggen ausmacht: befindlichkeiten bloggen, computer klauen lassen und den schwenzel streicheln mich bauchpinseln und linken. nicht zu vergessen: alles klein schreiben.
gerriet hat gestern einen screenshot geflickert auf dem ein geflickertes bild von ronsens zu sehen ist das roland aus der berliner zeitung abfotografiert hat. das foto in der berliner zeitung wurde ursprünglich auf der futura bold 6.0 von tanja aufgenommen und von johnny am 31. juli geflickert. das zu bloggen ist ganz schön rekursiv, doo.
vor ein paar tagen sah ich beim penny einen jungen mann der soeben eine palette überarschungseier gekauft hatte, sich an einen packtisch stellte und jedes ei zuerst auf einer mitgebrachten briefwaage wog, ans ohr führte, dort schüttelte und dabei mit dem kopf wackelte. danach brach er das ei lieblos auf, liess die schokolade in eine kleine plastiktüte fallen und öffnete die gelben plastik-eier. der inhalt enttäuschte ihn jedesmal: er schüttelte den kopf und schien den tränen nahe, ei für ei.
muss ja ziemlich einträglich sein, das überraschungsei-überraschungen-sammeln und -tauschen.
döner ade, zumindest mittags. ich mag kantinenessen. nie mehr als 4 euro fürs mittagessen bezahlen und freitags für 3,60 all you can drink und eat. nächsten freitag guck ich mal was passiert, wenn ich mir 5 cappuccino reinknalle.