sehr innovativ, mal schaun ob die länger durchhalten als das bildblog:
Hamburg, 1. August 2005: Seit dem 1. August haben Leser von ZEIT online die Möglichkeit, auf der Website www.zeit.de Kommentare zu Artikeln zu veröffentlichen sowie die Kommentare anderer Leser zu bewerten. „Die Leser von ZEIT online geben uns oft dermaßen interessantes Feedback, weshalb wir uns dazu entschlossen haben, sie an den Inhalten von ZEIT online stärker mitarbeiten zu lassen als bisher“, erklärt Gero von Randow, Chefredakteur von ZEIT online.
noch gehts nicht. und manche kommentare werden auf immer und ewig unbeantwortet bleiben.
das wort arschloch sitzt bei mir gerade etwas locker (immerhin hat es mich in die zeitung gebracht), aber ich habe eine wichtige botschaft zu übermitteln:
alle, ausnahmslos alle, die dieses saudoofe dieter nuhr zitat „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten“ benutzen, sind arschlöcher! dumme, ahnungslose arschlöcher dazu. denn wie kann man eigentlich mehr ahnungslosigkeit demonstrieren, als seine meinung mit der meinung eines mittelmässigen, haarefärbenden komikers auszudrücken?
wie erbärmlich dumm muss man sein, um in diskussionen oder kommentaren mit fremder, dumpfer zunge zu argumentieren und sich dabei auch noch besonders pfiffig finden?
drücke ich mich unverständlich aus? dann sage ich es mal mit joschka fischer: „Mit Verlaub Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch.“ aber vielleicht sollte ich es lieber mit paul-henri spaak sagen: „Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals an ihr. Aber die anderen leiden.“ oder besser noch mit johann gottfried seume: „Faulheit ist Dummheit des Körpers. Dummheit ist Faulheit des Geistes.“
hier nochwas für die freunde der cut&paste-diskussionskultur, zu benutzen wenn man mal über ein nuhr-zitier-loch stolpert, mit und ohne link:
Wie schon Felix Schwenzel sagte: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Nuhr zitieren.“
Wie schon Felix Schwenzel sagte: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Nuhr zitieren.“
aber jetzt halte ich arschloch erstmal die fresse.
„interessante themen, günstiger preis“ ist nicht etwa die neue wirres-selbstbeschreibung, sondern die aktuelle metamac-knaller rss-werbung. hab ix doch schmunzeln müssen „respektive“ lachen.
es gibt immer wieder dinge die mich wundern. das eine ist die affinität von conan o’brien zur deutschen kultur (siehe u.a. hier), das andere ist, wer so alles einen mac benutzt. in diesem falle wundere ix mich über die beiden schmuddelkinder aus der rechten ecke strammen konservativen die ihre identität von zwei handspielpuppen abkupfern ableiten; die benutzen — wie die guten im kino — os x und haben einen wunderbaren kleinen rip von conan o’briens late night: triumph der latenight. download ist ein bisschen kompliziert, aber so ist das halt bei den konservativen: vorne bierdeckel, hinten aktenordner.
heute fand ich ein vollzitat dieser kleinen geschichte in der frankfurter allgemeinen sonntagszeitung. also eigentlich fand ich es nicht, ich musste erst hinweise per email empfangen bevor ich es fand. zwei tolle vorteile von dieser bauchpinselei: eine suche nach „wirres.net“ bei faz.net bringt jetzt genau ein suchergebnis und der beitrag wurde kostenlos in „classic-rechtschreibung“ konvertiert.
seit zweieinhalb wochen trage ich nun eine neon-gelbe wäscheklammer am revers und schon berichtet die faz darüber, quasi:
Laß mal stecken Konkurrenz für die Aids-Schleife: Die Designer heften den Männern neuerdings lustige Broschen ans Revers
„Sei kein Frosch, trage Brosch'“: So ungefähr könnte das Motto lauten, mit dem etliche Modehäuser den Männern derzeit ans Revers wollen. Den Männern? Tatsächlich, das Modemagazin „Gentleman's Quarterly“ etwa posaunte schon im Frühjahr: ...
der artikel ist kostenpflichtig und lohnt sich nicht zu lesen. er diente ja nur einem kleinen schlechten gag.
hier ist das ganze klammer-bild, aufgenommen auf der spreeblick futura bold 6.0 von tanja. die klammern verkaufe ich bald für andere mode- un dstilbewusste menschen, für 12 euro das stück, hier auf der seite.
ulrike harrer, die schwester vom zeit-aushilfs-laudatorwolfgang harrer, outet sich bei marcel von parteibuch, dem adeligen ego-polit-ritter mit pathologisch erhöhter relevanz-wahrnehmung als hinterhältige petze. sie will doch tatsächlich ihrem bruder wolfgang verraten, dass über ihn und sein aufregendes leben in einem privaten weblog gemunkelt und gemutmasst wurde:
[Ich bin] ganz erstaunt was mein kleiner Bruder angeblich alles so anstellen soll. Muss ihm diese Seite mal mailen, wird sich bestimmt schlapplachen über die schwachwichtige Diskussion, die hier geführt wird
respekt muss ix der „grossen“ harrer schwester überreichen für die relevanzpolizeiliche wortschöpfung „schwachwichtig“.
nur eins noch, könnte man im umfeld des zeitverlages nicht einfach mal darauf verzichten, wie jeder ix-belibige blogger, im volltrunkenen zustand grosskotzige und wichtigtfinderische äusserungen in die welt hinauszublasen, anstatt sie wie jeder einigermassen vernunftsbegabte mensch still und leise zu emailen oder auf privatgespräche zu beschränken?
ein sehr netter abend bei der spreepiratin, eine exklusive gästeliste, sogar eine alte nase aus stuttgart traf ix wieder. nur das aufdringliche arschloch mit dem „usual suspects“ t-shirt nervte. ausserdem bestätigt bekommen, dass mc winkel mziehwingel ausgesprochen wird und dass die spreepiratin ihren namen zu recht trägt wegen ihres verhandlungsgeschicks mit vermietern. und das bier war klasse — als es noch da war.
[nachtrag] der herr den ich 2/3 vollgetankt weiter oben als „arschloch“ bezeichnete ist wahrscheinlich gar keines, zumindest nicht in dem sinne in dem man das wort sonst verwendet und vor allem womöglich gar nicht aus dem grund der mich zu der aussage inspirierte. aufdringlich ist er — selbstverständlich — auch nicht. er wirkte nur so. aber er schreibt sehr, sehr komische emails.
Bild.T-Online wird, so die Erklärung, weiterhin gemäß der journalistischen Leitlinien von Axel Springer großen Wert darauf legen, dass Werbung auch als solche klar erkennbar ist. Ob man angesichts des hehren Vorsatzes auch den eigenen Namen ändern will, verriet die Pressemitteilung allerdings nicht.
eine der wohl beknacktesten überschriften der blogosphäre im zweitwissen.log: ein beitrag über ein produkt namens „vulva“ (naturidentischer vaginalduft) mit „Wer´s braucht ...“ überschriftet. da ist beim texten durchaus noch raum für qualitätsverbesserungen.
warum es jetzt bei mir im kopfkino nach fisch riecht? weil die zeit mir gerade eben die welt mit hilfe des logikers und philosophen alfred north whitehead erklärt hat: „wissen hält nicht länger als fisch“.
was weiss ich? fisch. (wobei fisch freilich nicht naturidentisch ist.)
zum bei der zeit beworbenen produkt „vulva“ fällt mir, genau wie dem zeitredakteur der zeitredakteurin neudecker, nix ein. ausser vielleicht dass ich froh bin, dass die „vivaeros special projects — lenssen und öztürk gbr“ das produkt „vulva“ und nicht „fotze“ genannt haben. ausserdem fällt mir noch der witz von dem blinden ein, der an einer fischhandlung vorbeigeht, aber den verkneif ich mir.
weiter mit werbung:
Nach jahrelanger Forschung ist es gelungen, die edle Substanz des weiblichen Intimgeruchs in ein enges Glasröhrchen zu füllen. Der naturidentische Riechstoff betört den Benutzer sofort, steigert den Genuss erotischer Phantasien und bringt das Kopf-kino in Gang.
heute nach gefühlten 40 bier, die ich zum grossen teil als spende ohne quittung von herrn haeusler und herrn lobo verzeichnete, behauptet in meinem zustand ganz sicher nicht mehr bloggen zu können. offenbar lag ich mit dieser einschätzung falsch.
im nachtbus war ich neben dem fahrer sicherlich der nüchternste und wohlriechenste. obwohl — sonderlich gut roch ich heute ganz sicher nicht.
gerade alle lieder von tricky aus itunes gelöscht wo der herr selbst singt. ich ertrage diese stimme nicht, der hört sich immer so an als hätte er ein riesiges stück getrockneten schleim im hals hängen, welches beim singen fröhlich im luftstrom hin und her flattert, ganz besonders in diesem stück. sollte er sich mal abgehustet haben, werde ich vielleicht nochmal ein werk von ihm anhören.
im hausflur lag heute abend ein zettel, daneben eine rose. auf dem zettel stand, man solle „mal einfach“ einen ganzen tag „freundlich“ sein. freundlich zu seinen freunden, zu fremden, zu jedem. das wäre gut und wichtig. ausserdem solle man den zettel liegenlassen, damit „jeder“ die botschaft lesen könne. ich möchte mal wissen welches arschloch das war.
Die ganze Palette der Möglichkeiten : Der neue Fäkalcontent der Wirres Verlagsgesellschaft kommt bald ...
Berlin, den 27.07.2005 -- Die Wirres Verlagsgesellschaft, einer der pan-europäisch führenden Anbieter im Bereich Weltherrschaft, kündigte heute erstmalig die Verfügbarkeit von Fäkalcontent an. Damit geht ein neues Produkt an den Start, das den Markt erneut in Bewegung bringen wird. Grundstein des neuen Releases ist die Forderung des Business nach einem einfachen, aber komplexen, in jedem Fall aber nach einem warmherzig auf inviduelle Bedürfnisse eingehenden Tool, mit welchem sich nervige Probleme - und ohne Rücksicht auf Verluste - mit Lösungen schnell, plattformunabhängig, skalierbar und komfortabel aus der Welt schaffen lassen, und das mit Vorteilen im Umfeld des Busines Process Reengeering. Das heisst aber auch: Geld sparen, Geld sparen, Geld sparen.
johnny fragte mich vorgestern was ich eigentlich für einen musikgeschmack hätte. wahrheitsgemäss antwortete ix: „keinen“.
ich habe mal dave brubeck live geshen und war beeindruckt von dem was der alte mann tat, hasse jazz aber trotzdem abgrundtief. wenn ich rammstein höre, muss ich immer lachen, höre die scheisse irgendwie gerne, finde die videos von denen ab und an sogar ganz gut, ordne rammstein aber trotzdem in die kategorie „alberner scheiss“ ein. clawfinger höre ix auch immer wieder gerne (nigger), obwohl die ätzend politisch-korrekt und klugscheisserisch sind. ideal und „berlin“ oder „blaue augen“ wecken peinliche nostalgiegefühle in mir und noch peinlicher ist mir, dass ich im laufe meines lebens 3 udo lindenberg platten gekauft habe. trotz der menschgewordenen peinlichkeit namens lindenberg ist „cello“ immer noch einer meiner lieblingssongs — ever. die schwuchtligen weichspüler-motorplatzermixtapes höre ich meist einmal kurz an, und lösche sie dann wieder nachdem ich das erbrochene aufgewischt habe. auf empfehlung von herrn jörg habe ich mir sogar mal anett louisan gekauft und — oh schreck — gut gefunden.
kurz: ich habe wirklich keinen messbaren musikgeschmack, keine vorlieben die meinen musikgeschmack kategoriesierbar machen könnten und vor allem habe ich von musik weniger als keine ahnung.
ich habe allerdings das glück gelegentlich von meinem kumpel k. aus a. (und manchmal auch von lieben lesern) ab und zu ein paar privatkopien mit mp3 dateien zu empfangen, die zumindest dafür sorgen, dass meine itunes bibliothek bestens gefüllt ist und ich komische typen wie den legendary stardust cowboy oder sowas wie die tiger lillies oder knorkator (eine ganz besondre band) kennenlernen darf.
um zu beweisen was ix für einen miesen musikgeschmack habe (und hatte), gebe ich an dieser stelle zu, dass laut itunes eins der von mir meistgehörten lieder „zigeunerjunge“ von alexandra ist. auf dieser seite kann man auch in das lied hereinhören mittels midi-datei (also ohne alexandra) und sich davon überzeugen, dass mein geschmack hoffnungslos verwirrt ist.
da ändert auch johnny nix dran, der mich vorgestern mittels bierversprechen eigentlich gegen meinen willen zu katze (releaseparty „von hinten“) schlepppte. dort auf einem bildschirm wurde ständig die worte „katze — von hinten“ eingeblendet (das nennt man visuals). tanja wurde schlecht vom gucken, ix sah ständig „fotze - von hinten“. aber das bier war klasse.