links vom 27.07.2011

felix schwenzel

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  taz.de/wortis­tik: Cu­kunft
det­lef guert­ler: »Ich mag “C wie Zu­kunft".«

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  tau­to­ko.info: We are vul­nerable by choice.
hört sich an wie aus der rat­ge­ber-sek­ti­on der bri­git­te, ist aber was dran. wah­re stär­ke und sou­ve­rä­ni­tät zeigt sich nicht durch ma­cker­haf­tes, ag­gres­si­ves auf­tre­ten, son­dern durch selbst­be­wusst­sein, angst­frei­heit und of­fen­heit. 

(die­sen satz wer­de ich ir­gend­wann be­reu­en:) das ist auch der grund, war­um fahr­rad­hel­me so lä­cher­lich aus­se­hen.

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  mal­te-wel­ding.com: Lie­be Schlecht­men­schen
man kann mal­te po­le­mik vor­wer­fen, un­ter der gür­tel­li­nie zu ar­gu­men­tie­ren, un­sach­lich zu sein oder aber gar nicht zu ar­gu­men­tie­ren -- aber an ei­ner stel­le hat er ein korn ge­fun­den, das viel­leicht der schlüs­sel zum sinn des le­bens, des uni­ver­sums und über­haupt al­lem sein könn­te:
»Ihr habt kei­nen Hu­mor.«

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  taz.de/rep­ti­li­en­fonds: Thi­lo, geh doch nach Oslo
hei­ko wer­ning hält thi­lo sar­ra­zin für ein „sen­si­bel­chen“ und schreibt über die re­ak­tio­nen auf den fürs fern­se­hen in­sze­nier­ten kreuz­berg-be­such von thi­lo sar­ra­zin:

Noch nach der Aus­strah­lung des Films schreibt [Vera Lengs­feld] vom „Be­such Thi­lo Sa­razz­ins, der we­gen tät­li­cher Haß­at­ta­cken auf den ehe­ma­li­gen Fi­nanz­se­na­tor ab­ge­bro­chen wer­den muss­te.“ Da­bei kann je­der se­hen, dass die bei­den Kreuz­berg-Aben­teu­er­tou­ris­ten alle ge­plan­ten Sta­tio­nen ih­res Be­suchs voll­stän­dig und un­ver­sehrt ab­fah­ren konn­ten, nur, dass sich die Kreuz­ber­ger eben da­bei nicht so ge­äu­ßert ha­ben, wie Herr Sar­ra­zin sich das wo­mög­lich ge­wünscht hat. Son­dern, ein­fach so und ganz un­an­ge­mel­det, eine ei­ge­ne Mei­nung ha­ben zu je­mand, der von ge­ne­ti­schen Un­ter­schie­den zwi­schen den Ras­sen pre­digt, von der Ge­fahr, die durch die Mas­sen­ver­meh­rung der fal­schen Ras­se aus­geht, und die ihn des­we­gen ein­fach so als Ras­sist be­zeich­nen.«

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  zeit.de: Jens Stol­ten­berg: Nor­we­gens Art, die Frei­heit zu ver­tei­di­gen
Jens Stol­ten­berg: »Noch sind wir ge­schockt, aber wir wer­den un­se­re Wer­te nicht auf­ge­ben.  Un­se­re Ant­wort lau­tet: mehr De­mo­kra­tie, mehr Of­fen­heit, mehr Mensch­lich­keit.«


the ad­jus­t­ment bu­reau

felix schwenzel

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wäh­rend ich den film sah, war ich ziem­lich be­geis­tert. dann dach­te ich wie­der: soll ich so die­sen be­deu­tungs­schwan­ge­ren hol­ly­wood-scheiss, der vor pseu­do-phi­lo­so­phi­schen weis­hei­ten nur so strotzt, der fra­gen nach dem schick­sal und dem frei­en wil­len so flach­bürs­tet, dass es der hin­ter­letz­te dorf­depp ka­piert, wirk­lich emp­feh­len?

aber als ich im ab­spann las: »Ba­sed upon the short sto­ry „Ad­jus­t­ment Team“ by Phil­ip K. Dick« war mir klar, den film kann man rund­her­aus emp­feh­len.

Peo­p­le who rea­li­ze free will is a gift you’ll never know how to use un­til you fight for it. I think that’s the chair­man’s real plan, that may be one day we dont’t wri­te the plan. You will.

[sym­bol­fo­to foto cc li­zen­siert von cote] 


links vom 26.07.2011

felix schwenzel

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  blog.ron­nie­grob.com: Ein Ma­ni­fest auf dem Sil­ber­ta­blett
ron­nie grob: »Der Ter­ro­rist, der in Nor­we­gen am Frei­tag­nach­mit­tag fast 100 Men­schen um­ge­bracht hat, füt­tert die Me­di­en in ei­ge­ner Sa­che. Die Jour­na­lis­ten ver­hal­ten sich ge­nau so, wie er sich das vor­ge­stellt hat.«

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  faz.net: El­mar The­ve­ßen und der "sau­be­re Jour­na­lis­mus" der Ter­ro­ris­mus­exper­ten
ste­fan nig­ge­mei­er fühlt sich von el­mar the­ve­ßens recht­fer­ti­gungs-blog­ein­trag an­ge­spro­chen und guckt sich noch­mal ge­nau an was the­ve­ßen ge­sagt ha­ben will und tat­säch­lich ge­sagt hat. zwi­schen­fa­zit ste­fan nig­ge­mei­er:
»The­ve­ßen hat hier of­fen­bar sei­nen Ter­ro­ris­mus­exper­ten-Hut ge­gen sei­nen Stell­ver­tre­ten­der-Chef­re­dak­teur-Hut aus­ge­tauscht und be­schei­nigt sich selbst, "jour­na­lis­tisch sau­ber" ge­ar­bei­tet zu ha­ben. Das heißt wohl so­viel wie: Wir ha­ben uns zwar kom­plett ver­fah­ren, aber im­mer die Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung ein­ge­hal­ten.«

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  lars­rei­ne­ke.de: Pi­ra­ti­ge Pein­lich­kei­ten
»Die Pi­ra­ten­par­tei Deutsch­land hat heu­te eine Pres­se­mit­tei­lung ver­öf­fent­licht , die deut­lich zeigt, dass “gut ge­meint" oft­mals das Ge­gen­teil von “gut ge­macht" be­deu­tet.« 


links vom 25.07.2011

felix schwenzel

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  lum­ma.de: C wie däm­lich
hihi.

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  blog.dum­my-ma­ga­zin.de: Der ZEIT-On­line-To­ten­rech­ner: 1500 deut­sche Op­fer in Nor­we­gen
»Für man­che Jour­na­lis­ten ist es schwie­rig, zu schwei­gen, wenn man schwei­gen soll­te. Des­we­gen pas­sie­ren an­ge­sichts von un­fass­ba­ren Ka­ta­stro­phen auch im­mer wie­der pein­li­che Ar­ti­kel, die ver­su­chen, Sprach­lo­sig­keit mit viel zu viel Spra­che aus­zu­drü­cken.«

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  blog.ta­ges­schau.de: Mas­sa­ker als Mar­ke­ting: Das Ma­ni­fest des Mas­sen­mör­ders
gu­ter text. 


gur­ken­sa­lat

felix schwenzel in rezepte, teil der sammlung: meine besten rezepte

foto des gurkensalats nach tim mälzer

ich bin ja be­ken­nen­der in­ter­net­re­zept­aus­dru­cker. goog­le ist ei­nes der bes­ten vor­stell­ba­ren re­zept­bü­cher: zu­ta­ten goog­len, stau­nen dass chef­koch.de für fast jede zu­ta­ten-such­an­fra­ge an platz eins oder zwei steht, zwei, drei re­zep­te an­gu­cken, das bes­te aus­dru­cken, ko­chen, es­sen.

gut funk­tio­niert auch tim mäl­zer im fern­se­hen oder auf sei­ner web­sei­te beim ko­chen zu­zu­gu­cken und das eine oder an­de­re nach­zu­ko­chen.

in letz­ter zeit gibts bei uns fast jede wo­che den gur­ken­sa­lat, den tim mäl­zers oma ur­sprüng­lich mal ge­macht hat. das re­zept dazu bei tim mäl­zer oder wei­ter un­ten.


gurkensalat von tim mälzers oma

der gurkensalat schmeckt am besten mit gurken vom markt. discounter-gurken gehen auch, sind aber sehr viel weniger knackig und etwas wässriger. wichtig ist natürlich auch möglichst frischen dill zu nehmen — nicht nur die spitzen, auch ein paar stengel auf denen man rumbeissen kann. das beste: der salat schmeckt auch nach dem fünfzigsten mal sensationell lecker.

foto des gurkensalats nach tim mälzer

zutaten

  • 2 gurken
  • 1 zwiebel oder (besser) 2 schalotten
  • 0,5 bund dill
  • 2 esslöffel weisser weinessig
  • 5 esslöffel sahne
  • salz, pfeffer, zucker

ergibt: 4 portionen

zubereitung

  1. die gurken in dünne scheiben schneiden und mit salz, pfeffer und dem zucker bestreuen und 10 minuten stehen lassen.

  2. das gurkenwasser abgiessen (ix trink das immer weg).

  3. zwiebel und dill fein schneiden und hinzugeben.

  4. zwei esslöffel essig hinzugeben und gut verrühren.

  5. 5 esslöffel sahne hinzugeben, nochmal verrühren.

 


links vom 24.07.2011

felix schwenzel

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  faz.net: Thi­lo Sar­ra­zin im „Aspek­te“-Film: Emo­tio­nal ein biss­chen zu­ge­spitzt
sar­ra­zin der olle zu­spit­zer. manch­mal sind an­geb­li­che wahr­hei­ten so zu­ge­spitzt und so über­trie­ben, dass es plat­te lü­gen wer­den: »Ent­schei­dend für die My­then, die in der is­lam­feind­li­chen Ge­gen­öf­fent­lich­keit schon um Sar­ra­zins Kreuz­berg-Vi­si­te ge­strickt wer­den, ist die Sze­ne im Re­stau­rant „Ha­sir“ in der Adal­bert­stra­ße. Die „grö­len­de Grup­pe“ des „Welt“-Ar­ti­kels von Frau Bal­ci be­zie­hungs­wei­se der „Men­schen­auf­lauf“ in Sar­ra­zins Pro­to­koll ist im Film auf „zwei Pas­san­ten“ ge­schrumpft, ein jun­ges Paar.«

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  form­spring.me: Fühlst Du Dich in Kran­ken­häu­sern wohl? Und war­um/war­um nicht?
mei­ne güte, jetzt ver­link ix schon mei­ne ei­ge­nen ant­wor­ten auf form­spring. aber mir fiel nach der fra­ge auf, dass ich mich zu mei­ner ei­ge­nen über­ra­schung in kran­ken­häu­sern wohl füh­le. muss man ja auch mal sa­gen dür­fen.

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  form­spring.me: Glaubst du, dass es auf ei­nem an­de­ren Pla­ne­ten in­tel­li­gen­te We­sen gibt?
hihi. 


les­bar­keit

felix schwenzel

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es gibt ja im­mer wie­der leu­te die sich dar­über be­kla­gen, dass die schrift hier zu klein oder zu un­le­ser­lich ist. auf macs, die die mo­na­co in­stal­liert ha­ben, wird die schrift in der tat ziem­lich klein dar­ge­stellt, aber ich mag die mo­na­co in ge­nau die­ser grös­se.

screenshot safari (mac)
screen­shot sa­fa­ri (mac)

auf al­len an­de­ren sys­te­men wird die schrift et­was grös­ser aus­ge­ge­ben, aber, wenn die mo­na­co nicht in­stal­liert ist, mit ei­nem der fol­gen­den nicht-pro­por­tio­na­len fonts: con­so­las, de­ja­vu sans mono, lu­ci­da con­so­le, in­con­so­la­ta.

screenshot internet explorer (windows7), chrome auf windows sieht exakt gleich aus
screen­shot in­ter­net ex­plo­rer (win­dows7), chro­me auf win­dows sieht ex­akt gleich aus

wer das nicht mag kann jetzt auf das klei­ne re­a­da­bili­ty-icon am ende je­des ar­ti­kels kli­cken und die ar­ti­kel von re­a­da­bili­ty ge­r­en­dert le­sen (bei­spiel).

screenshot readability.com
screen­shot re­a­da­bili­ty.com

beim desk­top-sa­fa­ri gibts für eine ähn­lich funk­tio­na­li­tät ja schon län­ger, ein­fach den „Rea­der“-but­ton in der URL-zei­le kli­cken.

screenshot safari „reader“
screen­shot sa­fa­ri „rea­der“

und sonst so? 


feh­lek­to­rat

felix schwenzel

tho­mas ram­ge schreibt in der ak­tu­el­len brand­eins-aus­ga­be über das hal­len­ser un­ter­neh­men da­ta­meer. in­ter­es­san­ter ar­ti­kel über eine in­ter­es­san­te fir­ma, die mit der da­ten­ge­win­nung aus struk­tu­rier­ten und un­struk­tu­rier­ten da­ten geld ver­die­nen will und die ri­si­ko­ka­pi­tal­ge­ber von KPCB hin­ter sich ste­hen hat und so theo­re­tisch zum nächs­ten goog­le, ama­zon oder face­book wer­den könn­te.

wenn ich als hob­by-leg­asthe­ni­ker aber beim über­flie­gen ei­nes ar­ti­kels zwei di­cke klös­se fin­de, ist das ein tot­si­che­res an­zei­chen da­für, dass ein eben­sol­cher kor­rek­tur ge­le­sen hat.

der ers­te di­cke klops liest sich so:

Am liebs­ten wür­de er von dem Kun­den an er Wall Street er­zäh­len, der mit ei­ner hal­ben Mil­li­on in Hal­le an der Saa­le ge­schrie­be­nen Ja­va­script-Pro­gram­mier­zei­len ver­sucht, Ver­hal­tens­mus­ter an den Ak­ti­en­märk­ten zu ent­de­cken.

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ei­ner­seits ist das wort pro­gram­mier­zei­len ein biss­chen über­kan­di­delt. war­um nicht ein­fach pro­gramm­zei­len sa­gen? man sagt ja auch nicht toas­tie­rer oder brau­rier­kes­sel. eine quell­text-zei­le ei­nes pro­gramms ist eine pro­gramm­zei­le. an­de­rer­seits: ja­va­script?

ha­doop, das frame­work auf dem das DAS-sys­tem (da­ta­meer ana­ly­tics so­lu­ti­on) auf­setzt, ist in java ge­schrie­ben. und java ist et­was ziem­lich an­de­res, als ja­va­script. das ist in etwa der glei­che un­ter­schied wie zwi­schen ei­nem pres­se­spre­cher und ei­nem jour­na­lis­ten. bei­de re­den und schrei­ben oft viel dum­mes zeug, sind aber völ­lig an­ders struk­tu­riert und mo­ti­viert. salz und zu­cker sind bei­de kris­talin, aber schme­cken ganz an­ders. java und ja­va­script eben­so.

klar es gibt auch ser­ver­sei­ti­ges ja­va­script und ich irre mich auch ger­ne, aber wenn selbst „wid­gets“ für DAS in java ge­schrie­ben wer­den, ist es doch sehr un­wahr­schein­lich, dass ein per­for­mance-kri­ti­sches pro­dukt, wie das von da­ta­meer in ja­va­script ge­schrie­ben ist. 

na gut. tech­nik­scheiss. nerd-be­griff­lich­kei­ten. wen in­ter­es­siert es schon, ob ein auto we­gen ei­nes an­las­sers oder ei­nes ver­ga­sers an­springt — so­lan­ge es beim um­dre­hen des zünd­schlüs­sels an­springt. ja, ich ma­che auch feh­ler. vie­le. aber ei­nes das pas­siert mir nie, weil ich das wort, be­vor ich es schrei­be im­mer erst goog­le:

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pro­fes­sio­nel­le wahr­neh­mungs­ver­schie­bung

felix schwenzel

spi­ros81 hat mir auf form­spring fol­gen­de fra­ge ge­stellt:

Wird ei­nem im Ar­chi­tek­tur­stu­di­um bei­gebracht, wie man ein häss­li­ches Ge­bäu­de schön­in­ter­pre­tiert? Je­des noch so häss­li­che Ge­bäu­de (sie­he neue Stutt­gar­ter Bi­blio­thek) wird mit ei­ner Be­deu­tung auf­ge­la­den, dass man sich wun­dert.

mei­ne ant­wort fiel et­was län­ger aus:

im ar­chi­tek­tur­stu­di­um lernt man — wie ver­mut­lich in je­dem an­de­ren stu­di­um — zu dif­fe­ren­zie­ren und ge­nau hin­zu­se­hen. oder an­ders ge­sagt, egal was man stu­diert, man schult sei­nen blick für de­tails. der li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler liest dann in ei­nem buch ganz an­de­re din­ge her­aus, als ein laie. der be­griff der schön­heit, wird um tech­ni­sche und kon­zep­tio­nel­le aspek­te er­gänzt, bzw. man er­kennt die hand­werk­li­chen tricks und lö­sun­gen, die der au­tor, der ar­chi­tekt, der schrei­ner be­nutz­te und lernt sie, im bes­ten fal­le, zu schät­zen.

die schwal­ben­schwanz-eck­ver­bin­dung bei schub­la­den ist so ein bei­spiel für die ver­schie­bung von wahr­neh­mungs­mus­tern. schön fan­den schrei­ner schwal­ben­schwanz-eck­ver­bin­dun­gen frü­her nicht, da die ver­bin­dung aber zweck­mäs­sig und irre sta­bil ist — und vor al­lem die ein­zig ver­nünf­ti­ge art mas­siv­holz-bret­ter über eck dau­er­haft zu ver­bin­den — wur­de sie sehr ger­ne be­nutzt, aber eben auch fast im­mer mit sicht­blen­den ver­se­hen. sicht­blen­den des­halb, weil sich lai­en nicht für die ver­bin­dungs­tech­nik be­geis­tern kön­nen, bzw. konn­ten und lie­ber schö­ne, or­na­men­tier­te fron­ten se­hen woll­ten. das hat sich in zei­ten von ikea und span­plat­ten­schub­la­den ge­än­dert: schwal­ben­schwanz-ver­bin­dun­gen gel­ten jetzt als ein zei­chen für qua­li­tät, für sau­be­res hand­werk. da hat sich qua­si ein ex­per­ten­kri­te­ri­um in ein mas­sen­kri­te­ri­um ver­wan­delt und da­mit gleich­zei­tig auch die wahr­neh­mung. plötz­lich wer­den die schwal­ben­schwanz­ver­bin­dun­gen stolz vor­ge­zeigt, statt ver­blen­det.

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bes­tes zei­chen für die­se wahr­neh­mungs­ver­schie­bung: ikea ver­kauft mas­siv­holz­mö­bel, die schwal­ben­schwanz­ver­bin­dun­gen nach­ah­men. ikea sägt tat­säch­lich stück­chen aus der front­blen­de aus, setzt klei­ne holz­blö­cke dar­ein, so dass es nach hand­werk aus­sieht.

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was ich ei­gent­lich sa­gen will: die wahr­neh­mung von schön­heit än­dert sich stän­dig, vor al­lem aber un­ter­schei­det sie sich oft mas­siv bei ex­per­ten und lai­en, weil bei­de (oft, nicht im­mer) auf ver­schie­de­ne din­ge ach­ten.

ich kann mir zum bei­spiel vor­stel­len, dass ich die neue bi­blio­thek in stutt­gart to­tal su­per fin­de. die vi­sua­li­sie­run­gen se­hen sie erst­mal sehr mi­ni­ma­lis­tisch und wohl­pro­por­tier­niert (qua­dra­te!) aus. ich mag din­ge, de­ren kom­ple­xi­tät man nicht auf den ers­ten blick er­kennt, oder all­ge­mei­ner, din­ge die ein­fa­che be­nut­zer­ober­flä­chen an­bie­ten. wenn die kon­struk­ti­on dann auch noch hand­werk­lich ein­wand­frei, zweck­mäs­sig oder kon­zep­tio­nell gross­ar­tig ist, kann ich oft auch zweck­mäs­sig­keit zu schön­heit um­de­fi­nie­ren. und mei­ne the­se wäre, das eben die­se fä­hig­keit zweck­mäs­sig­keit in schön­heit um­zu­deu­ten, das (oder zu­min­dest ein) er­geb­nis ei­nes stu­di­ums ist.


[nach­trag 23.07.2011, 8:57h]
se­bas­ti­an sach­se (spi­ros81) hat über „Bi­blio­the­ken und Ar­chi­tek­tur“ ge­schrie­ben. aus­ser­dem habe ich ein „s“ ge­stri­chen (dan­ke jo­vels­te­fan). 


wie da­ten die welt for­men

felix schwenzel

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ke­vin sla­vin, den ix kürz­lich auf der next11 ge­se­hen hat­te (und über des­sen the­sen ich da­mals ein biss­chen nach­ge­dacht habe) hat ei­nen ähn­li­chen vor­trag auf der ted-kon­fe­renz in edin­burgh ge­hal­ten. so fasst die ted-sei­te den vor­trag zu­sam­men:

Ke­vin Sla­vin ar­gues that we'­re li­ving in a world de­si­gned for -- and in­cre­asing­ly con­trol­led by -- al­go­rith­ms. In this rive­ting talk from TED­Glo­bal, he shows how the­se com­plex com­pu­ter pro­grams de­ter­mi­ne: es­pio­na­ge ta­c­tics, stock pri­ces, mo­vie scripts, and ar­chi­tec­tu­re. And he warns that we are wri­ting code we can't un­der­stand, with im­pli­ca­ti­ons we can't con­trol.

sehr se­hens­wert, ins­be­son­de­re ge­fällt mir die schö­ne wie-da­ten-die-welt-for­men-ana­lo­gie an­hand von bil­dern von mi­cha­el na­j­jar (trotz flas­h­alarms un­be­dingt an­gu­cken, hier eine sei­te mit fo­tos von mi­cha­el na­j­jar ohne flash). 




li­on

felix schwenzel

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  • der down­load ging flott (an­fangs ca. 60 mi­nu­ten an­ge­zeigt, down­load nach 50 mi­nu­ten ab­ge­schlos­sen)
  • in­stal­la­ti­on ging auch flott (an­fangs ca. 50 mi­nu­ten an­ge­zeigt, in­stal­la­ti­on ab­ge­schlos­sen nach 3 stun­den)
  • aber das email-pro­gramm star­ten, hat wirk­lich lan­ge ge­dau­ert (kei­ne vor­aban­zei­ge, bzw. schät­zung der zeit aus­ser „kann ei­ni­ge mi­nu­ten dau­ern“. nach 5 stun­den noch nicht ab­ge­schlos­sen, der­zeit zeigt das pro­gramm an: „nach da­ten­über­tra­gung auf­räu­men …“)
  • flash geht nicht. zu­min­dest nicht das von you­tube. vi­meo geht.
  • PPC-pro­gram­me ge­hen nicht mehr. kein ro­set­ta mehr. scha­de. sehr scha­de.
  • der neue hin­ter-hin­ter­grund er­in­nert mich an das mus­ter, das pog­gen­phl kü­chen frü­her in­nen hat­ten. graus­lich (das von pog­gen­pohl).
  • die in­te­gra­ti­on des full-screen-mo­dus von pro­gram­men in „spaces“ ist ge­ni­al.
  • war­um hat das da­sh­board plötz­lich anti-rutsch-nop­pen?
  • das „na­tür­li­che“ scrol­len (=um­ge­kehrt scrol­len) macht mich kir­re. ich wer­de mich aber wohl dran ge­wöh­nen.

al­les wei­te­re zu lion hat john si­ra­cu­sa auf­ge­schrie­ben. 


der gro­ße meck-pomm-cam­ping-er­fah­rungs­be­richt

beifahrerin

[gast­bei­trag der bei­fah­re­rin]

aus ei­nem grund, den ich ver­ges­sen habe, woll­te der mann die­ses jahr mal an die meck­len­bur­gi­sche seen­plat­te.

ANFAHRT

wir lie­hen uns den vw lupo mei­ner mut­ter und los. man ahnt nicht, was in so ei­nen lupo al­les rein­geht. ne­ben 3 per­so­nen (va­ter, mut­ter, kind) noch ein haus­zelt, ein pad­del­boot, ein kühl­schrank, tisch, 3 stüh­le, son­nen­se­gel, strand­mu­schel, eine koch­plat­te, di­ver­se töp­fe und ge­schirr, eine hän­ge­mat­te, 4 rei­se­ta­schen mit kla­mot­ten und luft­ma­trat­zen. frem­de men­schen auf der stras­se ap­plau­dier­ten.

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CAMPINGPLATZ

ich hat­te ei­nen cam­ping­platz im in­ter­net raus­ge­sucht, der „na­tur­cam­ping mal­chow“ hiess. es gibt ja vie­le cam­ping­plät­ze die mit „na­tur“ ei­gent­lich nur noch ent­fernt zu­tun ha­ben – die­ser hier al­ler­dings ver­sprach nicht zu­viel. auf ei­ner saf­ti­gen grü­nen wie­se un­ter bäu­men bau­ten wir auf. vom plau­er see sah man zwar nichts durch das ge­strüpp aber da­für war di­rekt ne­ben un­se­rem zelt ein klei­ner pit­to­res­ker tüm­pel mit nied­li­chen frö­schen und an­de­ren krab­bel­tie­ren. von den bäu­men reg­ne­te es schwar­ze rau­pen und ein igel wohn­te auch auf un­se­rer wie­se.

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zu un­se­rer freu­de brauch­ten wir das son­nen­se­gel gar­nicht aus­zu­pa­cken. die bäu­me und die di­cken wol­ken dar­über lies­sen dem haut­krebs kei­ne chan­ce. es war, im ge­gen­teil, den gan­zen tag so dun­kel und kühl dass hand­tü­cher selbst im zelt nicht trock­ne­ten. 

kli­ma­tisch konn­te man mei­nen, es sei ok­to­ber. und für ok­to­ber hat­te ich ein­deu­tig falsch ge­packt. statt shorts und son­nen­tops hät­te ich doch bes­ser ein zwei­tes paar ho­sen ein­pa­cken sol­len.

al­les deu­te­te stark dar­auf hin dass ich zwei wo­chen lang in der sel­ben feuch­ten jog­ging­ho­se rum­lau­fen wür­de.

im­mer­hin hat­te ich zwei fla­schen au­tan ein­ge­packt. man sagt ja, dass die­ses gan­ze gut­ge­mein­te bio­zeug aus tan­nen­zap­fen­saft nix bringt. dass al­ler­dings auch das lö­sungs­mit­tel au­tan nix bringt hät­ten wir nicht ge­dacht. ab ca. 17 uhr ging es los. im sturz­flug schos­sen sie auf uns nie­der. den ers­ten abend über­stan­den wir noch so, den zwei­ten ver­brach­ten der sohn und ich im zelt hin­ter mos­ki­to­net­zen.

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DAS ZELT UND DIE AUSRÜSTUNG

über un­ser zelt kann ich nur gu­tes sa­gen. es ist das viel­ge­prie­se­ne aldi-haus­zelt, ein ge­räu­mi­ges sta­bi­les ding, das jetzt be­reits die zwei­te sai­son ohne nen­nens­wer­ten scha­den über­stan­den hat. 

wenn man die mög­lich­keit hat, sich ei­nen stand­platz aus­zu­su­chen soll­te man viel­leicht in zu­kunft die nähe zu zelt­dör­fern mit bier­ti­schen und selbst­er­rich­te­tem kin­der­spiel­platz mei­den. un­se­re nach­barn je­den­falls wa­ren 3 jun­ge fa­mi­li­en mit ca. 10 klein­kin­dern von de­nen im­mer 2 gleich­zei­tig schrien, nacht­ru­he war zwi­schen 3 und 6.

die ers­te nacht war so auch nur teil­wei­se ent­span­nend. ab­ge­se­hen von den nach­barn und ei­nem loch in der luft­ma­trat­ze, das da­für sorg­te, dass man schon nach kur­zer zeit wie­der am bo­den an­ge­kom­men war, riss mich der plat­tern­de re­gen aus dem schlaf. mit­ten in der nacht be­fiel mich eine ah­nung. ich tas­te­te ne­ben mir das ge­wühl aus ta­schen, kla­mot­ten und zeit­schrif­ten ab auf der su­che nach der cam­ping­lam­pe, ein rie­si­ges ding was man erst ei­ni­ge mi­nu­ten an­kur­beln muss­te, bis 4 win­zig­klei­ne leucht­di­oden da­für sor­gen, dass man in ei­nem ra­di­us von 20 zen­ti­me­tern um­ris­se er­ken­nen konn­te.

ich ar­bei­te­te mich bis ins vor­zelt vor, hin­ter das mos­ki­to­netz. hier be­fand sich, ab­ge­se­hen von den mü­cken, un­ter an­de­rem eine ka­bel­trom­mel, ein mehr­fach­ste­cker mit ei­nem hau­fen la­de­ge­rä­te, ei­nem was­ser­ko­cher und kühl­schrank dran.

al­les stand in ei­ner etwa 4 cm tie­fen brau­nen pfüt­ze. ich mach­te mich an die ar­beit und brach­te un­ter an­de­rem ei­nen sack durch­weich­ter grill­koh­le, papp­kar­tons mit früh­stücks­flo­cken und ei­nen berg schu­he in si­cher­heit. dann leg­te ich mich wie­der auf die lee­re luft­ma­trat­ze und schloss die au­gen.

am mor­gen er­gänz­te ich un­se­re cam­ping­lis­te um „1 feu­del“.

mys­te­riö­ser­wei­se hat­ten wir un­ser zelt ganz zu­fäl­lig auf ei­ner art in­sel auf­ge­baut. über nacht war um das zelt her­um ein sumpf ent­stan­den. früh­stü­cken im frei­en wur­de also fürs ers­te ver­tagt und wir schlepp­ten den trop­fen­den tisch ins vor­zelt. 
es emp­fiehlt sich üb­ri­gens, die zu­sam­men­stel­lung zelt vs. tisch vs. stüh­le vor­her zu­hau­se mal zu tes­ten wenn man ver­mei­den will, mit ei­nem tisch zu ver­rei­sen der nicht ins zelt passt oder so­viel zu hoch ist dass man auf­recht sit­zend sein kinn ab­le­gen kann.

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KOSTEN

ei­ner der vor­tei­le, im os­ten ur­laub zu ma­chen sol­len ja die prei­se sein. wenn man aus ham­burg kommt könn­te man aber so­ge­se­hen auch in ber­lin ur­laub ma­chen, das ist nicht nur bil­li­ger son­dern auch in­ter­es­san­ter.

und es stimmt eben auch nicht. wenn man bei beim „na­tur­cam­ping mal­chow“, wie wir, im auto an­reist, ei­nen teen­ager da­bei hat (im os­ten gel­ten per­so­nen äl­ter als 13 of­fen­bar schon als er­wach­se­ne) und sich da­bei ein le­ben ohne strom nicht vor­stel­len kann, zahlt man für 7 über­nach­tun­gen im zelt knapp 220 euro.

im preis in­be­grif­fen ist eine zahl­kar­te die man un­ter an­de­rem zum ge­schirr­spü­len braucht. man legt die kar­te auf eine da­für vor­ge­se­he­ne ab­rech­nungs­flä­che und kann dann per knopf­druck das was­ser be­nut­zen. 

ab­ge­se­hen viel­leicht vom um­welt­aspekt hat das im­mer­hin ei­nen ent­schei­den­den vor­teil: man kann fau­le teen­ager leich­ter zur mit­ar­beit be­we­gen. man wet­tet ein­fach, wer we­ni­ger was­ser ver­braucht und ver­sucht sich nicht vor­zu­stel­len, wie es der teen­ager je­des­mal schafft, für we­ni­ger als 20 cent ab­zu­wa­schen (ich bin nie un­ter ei­nem euro ge­blie­ben). 

in­ter­es­sant ist viel­leicht auch, dass die män­ner die­ser fa­mi­lie nie un­ter zwei eu­ros ge­duscht ha­ben, die frau aber un­ter 50 cent.

ins­ge­samt ha­ben wir in kaum ei­nem ur­laub so­viel aus­ge­ge­ben wie in meck­len­burg-vor­pom­mern. das liegt aber viel­leicht auch an um­stän­den für die kei­ner was kann: bei re­gen liegt kei­ner so gern in der hän­ge­mat­te und man kann auch nicht so toll stun­den­lang in der strand­mu­schel dö­sen. man muss et­was un­ter­neh­men um die zeit rum zu krie­gen und un­ter­neh­men kos­tet geld. man geht in ein mu­se­um, ei­nen zoo oder ins kino und al­les kos­tet geld.

an ei­nem et­was we­ni­ger nas­sen tag mie­te­ten wir uns fahr­rä­der und be­schlos­sen, den see zu um­fah­ren. in ei­nem un­se­rer rei­se­füh­rer wur­de die tour als wan­de­rung „für fort­ge­schrit­te­ne“ be­wor­ben, un­ge­fähr 30 ki­lo­me­ter. mit dem rad, dach­ten wir, schaf­fen wir das lo­cker.

dass der re­gen die wege zum größ­ten teil in schwar­ze schlamm­gru­ben ver­wan­delt hat­te, und un­se­re rä­der eher so­ge­nann­te „ci­ty­rä­der“ der un­te­ren preis­klas­se wa­ren, die schon ins schleu­dern ge­rie­ten, wenn auf der stras­se et­was sand lag, hat­ten wir nicht mit ein­ge­rech­net. 

uns war tat­säch­lich voll­kom­men schlei­er­haft, wie man die­se stre­cke zu­fuss hät­te be­wäl­ti­gen sol­len. wir brauch­ten 6 stun­den.

der rei­se­füh­rer hat­te als end­punkt den plau­er ha­fen vor­ge­se­hen, von dem aus eine fäh­re uns zum an­fangs­punkt zu­rück brin­gen soll­te. völ­lig zer­stört stan­den wir also ge­gen 16 uhr im plau­er ha­fen und war­te­ten auf die fäh­re. die über­fahrt kos­te­te uns 27 euro (9 euro pro per­son).  

ENTERTAINMENT

wer es ru­hig und leer mag ist in meck­len­burg-vor­pom­mern ge­nau rich­tig. wir moch­ten es bis zu die­sem ur­laub auch ru­hig und leer und viel­leicht ist das das ei­gent­li­che er­leb­nis in meck­len­burg-vor­pom­mern: zu mer­ken, dass laut und voll doch gar­nicht so schlecht ist.

ein ru­hi­ger mor­gen mit vo­gel­ge­zwisch­ter, ru­fen­dem uhu und klop­fen­dem sprecht ist na­tür­lich traum­haft und lee­re stras­sen et­was fei­nes. auch lee­re kas­sen im su­per­markt sind an­ge­nehm, wenn man denn ei­nen fin­det. für die ki­lo­me­ter die wir al­lein um ei­nen bau­markt zu fin­den zu­rück­ge­legt ha­ben hät­te man aber schon ei­nen ur­laub in nord­ita­li­en in er­wä­gung zie­hen kön­nen und wenn man auf der su­che ist nach ei­nem net­ten café, in dem man mal ein paar stun­den den re­gen ab­war­ten kann, wird man wohl ohne na­vi­ga­ti­ons­ge­rät nichts fin­den – aber mit war­schein­lich auch nichts.

ins kino ge­hen fällt kom­plett flach weil man für die 3 fil­me im um­kreis von 200 ki­lo­me­tern kei­ne 8 euro pro per­son aus­ge­ben will.

emp­feh­lens­wert ist da­für der be­such der som­mer­ro­del­bahn der straus­sen­farm der fa­mi­lie brandt, so­wie ein aus­flug nach schwe­rin. schwe­rin ist wirk­lich eine bild­schö­ne stadt. aus­ser­dem un­be­dingt mal ge­ges­sen ha­ben muss man kett­wurst.

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was wir auch im­mer ger­ne an­ku­cken, sind alte kir­chen. theo­re­tisch so­gar ein tot­si­che­rer tip bei re­gen­wet­ter. alte kir­chen gibt es über­all, sie sind über­dacht, schön und kos­ten kei­nen ein­tritt. auf un­se­rer meck­len­burg-vor­pom­mern-rei­se ka­men wir an un­ge­fär 10 al­ten kir­chen vor­bei und in 3 wa­ren wir auch drin. alle an­de­ren hat­ten ent­we­der zu oder wa­ren um­funk­tio­niert zu ir­gend­wel­chen or­gel- oder re­gio­nal­mu­se­en, de­ren ein­tritt wir aus po­ten­ti­el­ler lan­ge­wei­le nicht zah­len woll­ten.

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üb­ri­gens ist die idee strand­mat­ten und eine strand­mu­schel ein­zu­pa­cken, was den plau­er see be­trifft, auch nur eine mä­ßig gute idee. auf der stre­cke die wir mit dem fahr­rad um den plau­er see ab­ge­fah­ren sind gab es kei­nen ein­zi­gen strand.

FAZIT

2 wo­chen wa­ren ge­plant, nach 5 näch­ten war­fen wir das hand­tuch. aus­ser un­se­re nach­barn war nie­mand mehr in sicht­wei­te. der sumpf um un­ser zelt war mitt­ler­wei­le bis in die schlaf­ka­bi­ne vor­ge­drun­gen (das muss man dem zelt aber nach­se­hen, ein zelt ist schliess­lich kein boot).

wir seit ei­ner wo­che sind wir wie­der zu­hau­se. ich bin noch nicht eher dazu ge­kom­men, dies auf­zu­schrei­ben, weil ich erst­mal die 2 letz­ten staf­feln lost ku­cken muss­te. leu­ten zu­zu­se­hen, die auf ei­ner ein­sa­men in­sel in schlamm und re­gen fest­sit­zen, nach­dem man ge­ra­de selbst von ei­ner ent­kom­men konn­te, ist doch sehr be­frie­di­gend. 

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links vom 20.07.2011

felix schwenzel

*

  wort­vo­gel.de: Schufa, RFID, der neue Per­so, die Aus­weis-App und an­de­re Ka­ta­stro­phen: Ein Selbst(mord)ver­such
tors­ten dewi will sei­ne schufa-da­ten ab­fra­gen: »PER POST??? Ich iden­ti­fi­zie­re mich mit mei­nem Per­so­nal­aus­weis über ei­nen Card­rea­der, und die Arsch­lö­cher wol­len mir die Zu­gangs­da­ten im­mer noch PER POST schi­cken?«

*

  faz.net: Macht und Mas­sen­me­di­en: Der bri­ti­sche Um­sturz
ste­fan nig­ge­mei­er über die macht der bou­le­vard-me­di­en und das mur­doch-em­pire: »Eine Zei­tung muss das Volk gar nicht er­folg­reich ma­ni­pu­lie­ren kön­nen, um Macht zu ha­ben, es ge­nügt die An­nah­me, sie könn­te es.« 


links vom 19.07.2011

felix schwenzel

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  uarrr.org: Ich bin eine fürch­ter­li­che Per­son, man soll­te mich ein­sper­ren. Eine Schan­de für So­cial Me­dia.
mar­cel wich­mann ist ein­deu­tig ein ziem­li­cher arsch. aber auch ziem­lich wit­zig.

*

  flickr.com: 61st An­nu­al Aca­de­my Awards - a set on Flickr
fo­tos von der os­car­ver­lei­hung und -par­ty 1989 von alan light. dort sind ein­deu­ti­ge be­weis zu be­trach­ten, dass man­che men­schen im al­ter bes­ser aus­se­hen als in jun­gen jah­ren.
via uarrr.org .

*

  hol­gi.blog­ger.de: Im Kör­ner­park mit ei­nem...
hol­gi neigt ja zur mis­an­thro­pie. manch­mal aber auch nicht, und dann mag ich ihn be­son­dern ger­ne. 



„Men­schen in­ter­es­sie­ren sich nicht für Ma­schi­nen, Men­schen in­ter­es­sie­ren sich für Men­schen“

felix schwenzel

gross­ar­ti­ger text über das in­ter­net und die zu­kunft des net­zes von pe­ter gla­ser auf spie­gel on­line. na­tür­lich soll­te man den text ganz le­sen, aber die gross­ar­tig- und weis­heit* er­kennt man auch, wenn man text­stel­len aus dem zu­sam­men­hang reisst:

Men­schen in­ter­es­sie­ren sich nicht für Ma­schi­nen, Men­schen in­ter­es­sie­ren sich für Men­schen.
[…]
[Das Netz än­dert sich] hin zum Aus­tausch - in Blogs, Fo­ren, Chats, On­line-Spie­len - und zu je­nen Er­schei­nungs­for­men des Net­zes, die eine Neu­erfin­dung von Wohn­ge­mein­schaft, Club und Knei­pe in di­gi­ta­ler Form zu sein schei­nen.
[…]
Das Web ist auf dem Weg, sich in eine Jetzt-So­fort-Al­les-Ma­schi­ne zu ver­wan­deln. Und um al­les für uns tun zu kön­nen, möch­te das Netz al­les über uns wis­sen.
[…]
Mit No­ti­zen, Fo­tos und Film­schnip­seln be­nut­zen wir heu­te noch weit­ge­hend sta­ti­sche Hilfs­mit­tel, um uns zu er­in­nern. In den nächs­ten Jah­ren könn­te das Web sich zu ei­ner im­mer dy­na­mi­sche­ren Art von Ge­dächt­nis wan­deln.
[…]
Ich hof­fe trotz­dem dar­auf, dass das Netz wei­ter­hin Feh­ler er­mög­li­chen wird - denn in vie­len Fäl­len sind Feh­ler, Irr­tü­mer und Män­gel Aus­gangs­punk­te groß­ar­ti­ger Ent­wick­lun­gen.
[…]
Das Netz wird so zu ei­ner gi­gan­ti­schen Ma­schi­ne ge­gen den Tod: Al­les wird fest­ge­hal­ten, nichts mehr ver­geht. Im Ge­gen­satz zur Ma­schi­ne be­herrscht der Mensch je­doch die Kunst des Ver­ges­sens. Sie erst macht ihn zu ei­nem zi­vi­li­sier­ten We­sen: Re­so­zia­li­sie­rung oder Ver­ge­bung wä­ren ohne ein be­ab­sich­tig­tes Ver­ges­sen nicht mög­lich. Das muss das Netz auf sei­nem wei­te­ren Weg noch ler­nen.

*) ich fin­de man kann auch „gross­ar­tig­heit“ sa­gen. 


links vom 18.07.2011

felix schwenzel

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  thi­sisnt­hap­pi­ness.com: Li­ber­té, éga­li­té, fra­ter­ni­té, sur­veil­lan­ce
hihi.

*

  blog.koehn­topp.de: FCo­py (Com­mo­do­re 64)
hach.

*

  das­nuf.de: Män­ner und Tech­nik - (Nu­fi­leaks)
sich tri­al & er­ror zu trau­en ist mei­ner er­fah­rung nicht nur (oder nicht un­be­dingt) ein un­ter­schied zwi­schen män­nern und frau­en, son­dern vor al­lem auch oft eine al­ters­fra­ge. mei­ne el­tern ha­ben bei­de gros­se angst et­was am com­pu­ter/fern­se­her/DVDplay­er/[an­de­res tech­ni­sches ge­rät ein­fü­gen] ka­putt zu ma­chen, statt es ein­fach aus­zu­pro­bie­ren.

und beim „ein­fach-ma­chen“ hat sich mitt­ler­wei­le mei­ne mut­ter von mei­nem va­ter ab­ge­setzt und als die mu­ti­ge­re her­aus­ge­stellt. 


me­ta-maus

felix schwenzel

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die sen­dung mit der maus zeig­te heu­te ei­nen bei­trag, in dem zu se­hen war, wie eine pla­kat­ak­ti­on für die sen­dung mit der maus ent­stand. das pla­kat hat ei­nen QR-code auf­ge­druckt, den man, ein ent­spre­chen­des han­dy mit ka­me­ra und QR-code-soft­ware vor­aus­ge­setzt, scan­nen kann und sich dann den film mit der ent­ste­hung des pla­kats, bzw. der pla­kat­ak­ti­on an­se­hen kann.

die sen­dung mit der maus zeig­te heu­te also ei­nen film in dem zu se­hen ist, wie man sich ei­nen film über die ent­ste­hung ei­nes pla­kats an­se­hen kann, der wie­der­um zeigt wie man sich ei­nen film über die ent­ste­hung ei­nes pla­kats an­se­hen kann.

naja. egal. hier ist der film auf der maus­sei­te und ei­ner you­tube­sei­te.

[der film in der sen­dung mit der maus heu­te, war et­was an­ders ge­schnit­ten, als die you­tube-ver­si­on] 


php5

felix schwenzel

ich habe mir die frei­heit ge­nom­men, die ver­si­ons­num­mer von ez­pu­blish, der soft­ware auf der wir­res.net läuft, auf ver­si­on 2.3.0 zu er­hö­hen. bis­her lief hier die ver­si­on 2.2.8 (de 2001 ver­öf­fent­licht wur­de), mit ein paar patches der ver­si­on 2.2.9 (die 2003 ver­öf­fent­licht wur­de) und ei­ni­gen mei­ner bug­fi­xes und än­de­run­gen die sich über die jah­re an­sam­mel­ten. neue funk­tio­nen oder fea­tures sind jetzt nicht hin­zu­ge­kom­men, da­für soll­te ez­pu­blish jetzt auf php5 lau­fen läuft ez­pu­blish jetzt auf php5.

wäh­rend ich das schrei­be, ist zu­min­dest php5 per .ht­ac­cess ak­ti­viert:

da mein hos­ter droht mit­tel­fris­tig php4 zu de­ak­ti­vie­ren und nur noch php5 wei­ter­zu­pfle­gen, war die­ser schritt, vor dem ich ei­ni­gen hor­ror hat­te, nö­tig ge­wor­den.

glück­li­cher­wei­se muss­te ich für die php5-kom­pa­ti­bi­li­tät nicht all­zu­viel ex­per­ti­se mit­brin­gen (die ich be­kannt­lich nicht habe), son­dern nur ein biss­chen ge­duld und et­was sorg­falt. ez­pu­blish php5-lauf­fä­hig zu ma­chen hat be­reits je­mand an­ders er­le­digt und ich konn­te den code dann mit mei­ner code­ba­sis per hand, da­tei für da­tei, zu­sam­men­füh­ren. bis auf ein paar klei­ne bugs im ba­ckend, scheint al­les zu funk­tio­nie­ren, falls nicht, freue ich mich über hin­wei­se.