schö­ne sät­ze

felix schwenzel

1. „ich könn­te mil­lio­när sein“ (ix zu mir selbst, hoff­nung we­ckend)
2. „auf der ka­me­ra stand »usb mode« - wo kann man die kau­fen? C&A?“ (ima­gi­nä­rer mo­no­log)
3. „wenn sie ihr le­ben be­en­den wol­len, dann be­en­den sie doch ihr le­ben. aber da­für müs­sen sie doch nicht ster­ben.“ (aus „ge­gen die wand“)
4. „dir gehts gut, ne?“ — „wie komms­te denn dar­auf?“ — „fickst bes­ser.“ (auch „ge­gen die wand“)
5. „  kaf­fee und kim­me zum früh­stück“ (name der noch zu pro­du­zie­ren­den doku über un­se­re bü­ro­ge­mein­schaft)


rin­gen

felix schwenzel

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es war mein ers­ter schul­tag, der schul­bus hielt an und der bus­fah­rer öff­ne­te die türe mit ei­nem hand­he­bel, so wie in ame­ri­ka schul­bus­tü­ren wahr­schein­lich be­reits seit 40 jah­ren ge­öff­net wer­den, als ob es in ame­ri­ka kei­ne hy­drau­lik gäbe. was mich al­ler­dings wun­der­te war, dass der bus­fah­rer mich nach mei­nem na­men frag­te und mich dann mit „good mor­ning fe­lix, my name is mr. da­vis“ be­grüss­te. von die­sem tag an grüss­te mich mr. da­vis je­den mor­gen mit „good mor­ning fe­lix“. mit an­gu­cken. das mach­te er mit je­dem schü­ler. mr. da­vis hat­te ei­nen schlan­ken kopf, mit sehr ge­pfleg­ter, leicht grau­me­lier­ter fri­sur und eben­sol­chem bart. sein ober­kör­per war nur im obe­ren (schul­ter) be­reich schlank, zum schritt hin lief sei­ne fi­gur in die brei­te, eine fi­gur wie ich sie ein­mal als „ty­pisch“ ame­ri­ka­nisch be­zeich­ne­te: ein sehr tief­sit­zen­der bauch der nicht eu­ro­pä­isch über die gür­tel­li­nie hing, son­dern hin­ein­rag­te, nach oben hin ab­ge­schlos­sen mit dem oben er­wähn­ten schlan­ken, fast fett­frei­en kopf, der gar nichts mit dem rest des kör­pers zu tun zu ha­ben scheint. wie ge­sagt, eine sol­che dop­pel­ke­gel-fi­gur ken­ne ich nur aus ame­ri­ka. ob­wohl ich in sa­chen mr. da­vis si­cher­lich auch über­trei­be. die er­in­ne­rung hat ihn auch grau­me­lier­ter ge­macht als die foto-fak­ten es zu­las­sen.

da sass ich nun 1986 an der steil­a­coom high­school, 2 wo­chen spä­ter als ge­plant, weil die leh­rer am an­fang des schul­jah­res zwei wo­chen streik­ten. ich woll­te sport ma­chen, weil al­len aus­tausch­schü­lern emp­foh­len wird sport zu ma­chen um bes­ser kon­tak­te knüp­fen zu kön­nen. das foot­ball team hat­te aber schon in den som­mer­fe­ri­en an­ge­fan­gen zu trai­nie­ren und dass ich kei­ne ah­nung von ame­ri­can foot­ball hat­te war auch nicht för­der­lich für mei­ne auf­nah­me in das sehr pres­ti­ge-träch­ti­ge team. also ver­such­te ich ins vol­ley-ball team zu kom­men. lei­der fan­den sich nicht ge­nug männ­li­che in­ter­es­sen­ten, so dass nur eine da­men-vol­ley­ball-mann­schaft zu­stan­de kam, in die ich eben­falls nicht durf­te. ich muss­te war­ten bis die foot­ball sai­son vor­bei war und konn­te dann ins „wrest­ling-team“. ich habe als kind mal judo ge­macht und sah mich aus­rei­chend grund­ge­bil­det für die teil­nah­me.

coach hanby fotografiert, coach davis fährt bus (sieht man im rückspiegel)
coach hanby fotografiert, coach davis fährt bus (sieht man im rückspiegel)
coach han­by fo­to­gra­fiert, coach da­vis fährt bus (sieht man im rück­spie­gel)

der coach des wrest­ling-teams war mr. da­vis der bus­fah­rer, wie ich am ers­ten trai­nings­tag zu mei­ner über­ra­schung sah. er be­grüss­te mich mit „hel­lo fe­lix“. ich freu­te mich, den mr. da­vis war eh viel net­ter als der ko­mi­sche foot­ball-coach. al­ler­dings war der ei­gen­ar­ti­ge as­sis­tenz-coach des foot­ball teams, mr. han­by, auch as­sis­tenz-coach des wrest­ling teams. mr. han­by war sehr mus­ku­lös, hat­te aber trotz­dem hän­gen­de schul­tern, viel­leicht weil die mus­keln so schwer wa­ren. ar­nold schwar­zen­eg­ger hat im al­ter auch sol­che schul­tern be­kom­men, aber das wuss­te ich da­mals noch nicht, weil ar­nold schwar­zen­eg­ger da­mals noch nicht alt war.

ja, auch die ringer hatten cheerleader damals
ja, auch die ringer hatten cheerleader damals
ja, auch die rin­ger hat­ten cheer­lea­der da­mals

das „wrest­ling“ war dann schon ein biss­chen an­ders als judo. es hat­te zwar nichts mit dem bru­ta­lo-schrott den man im fern­se­hen sieht zu tun, wo sich auf­ge­pump­te män­ner auf­ein­an­der aus grös­ser höhe fal­len las­sen, aber mit dem grie­chisch-rö­mi­schen rin­gen wie man es aus eu­ro­pa kann­te hat­te es auch nicht viel ge­mein — bis auf die al­ber­nen kla­mot­ten die man beim kampf zu tra­gen hat­te. das trai­ning war so­wohl auf aus­dau­er, als auch mus­kel­auf­bau aus­ge­legt. die coa­ches fan­den ich sei zu schwach (oder zu fett) für mei­ne ge­wichts­grup­pe (ich hat­te ja nie in mei­nem le­ben mus­kel­auf­bau­trai­ning ge­macht) und soll­te von der 184 (ame­ri­ka­ni­sche) pfund klas­se in die 178 pfund klas­se ab­neh­men. über 190 pfund war die „un­li­mi­t­ed“-klas­se. lei­der schaff­te ich es nie eine ge­wichts­klas­se run­ter­zu­kom­men und blieb in der 184er klas­se. aus­ser das ich mei­ne gast­el­tern zum wahn­sinn brach­te, weil ich vom viel­frass zum sa­lat­frass wur­de und so sämt­li­che ein­kaufs­plä­ne durch­ein­an­der­brach­te än­der­te sich nicht viel.

links der teddybär der mir das brustbein brach, mitte/rechts jeff howell
links der teddybär der mir das brustbein brach, mitte/rechts jeff howell
links der ted­dy­bär der mir das brust­bein brach, mit­te/rechts jeff ho­well

trai­nie­ren muss­te ich un­ter an­de­rem auch mit ei­nem rin­ger aus der un­li­mi­t­ed-klas­se, tony. der wog et­was über 200 pfund und sah aus wie ein ted­dy­bär. eine oder zwei wo­chen vor un­se­rem ers­ten öf­fent­li­chen wett­kampf fiel er mir beim trai­ning ein­mal so auf den brust­korb, so, dass es in der mit­te mei­nes brust­korbs knack­te. etwa 200 un­ge­brems­te ame­ri­ka­ni­sche pfund kön­nen also ei­nen brust­korb kna­cken. beim wett­kampf zwei wo­chen spä­ter hat­te ich im­mer noch star­ke schmer­zen, woll­te aber trotz­dem kämp­fen. in ei­ner mi­schung aus an­fän­ger­glück, schmerz­ver­mei­dung und chup­ze ge­wann ich den kampf in­dem ich mei­nen geg­ner in­ner­halb von 12 se­kun­den auf den rü­cken leg­te. das war ein re­kord, der lei­der nur knapp 1 jahr hielt. dass ich die­se al­ber­e­n­en rin­ger-kla­mot­ten vor pu­bli­kum tra­gen muss­te war üb­ri­gens schmerz­haf­ter als das an­ge­knaks­te brust­bein.

links mein damaliger mechanischer laptop, links ix mit der geschwollenen augenbraue, die am hinterkopf des gegners eine 12 cm lange platzwunde verursachte
links mein damaliger mechanischer laptop, links ix mit der geschwollenen augenbraue, die am hinterkopf des gegners eine 12 cm lange platzwunde verursachte
links mein da­ma­li­ger me­cha­ni­scher lap­top, links ix mit der ge­schwol­le­nen au­gen­braue, die am hin­ter­kopf des geg­ners eine 12 cm lan­ge platz­wun­de ver­ur­sach­te

ein an­de­rer schö­ner trai­nings­un­fall er­eig­ne­te sich bei ei­ner et­was ko­mi­schen kampf-neu­start-po­si­ti­on (par terre) bei der ein rin­ger im nach­teil ist und auf al­len vie­ren kniet und der an­de­re im vor­teil (ich in die­sem fall) über ihn ge­beugt (aber auch auf den knien). der un­te­re ver­sucht sich na­tür­lich mög­lichst schnell und kräf­tig aus die­ser un­ter­le­ge­nen stel­lung zu be­frei­en. mein trai­nings­geg­ner, todd, fing sei­nen be­frei­ungs­ver­such mit ei­ner hef­ti­gen kopf­be­we­gung nach hin­ten an, bei der mich sein hin­ter­kopf mit ziem­li­cher wucht auf mei­ner rech­ten lin­ken au­gen­braue traf. als er sich um­dreh­te fing er an zu la­chen weil mir aus ei­ner klei­nen, fei­nen platz­wun­de un­ter der au­gen­braue blut übers auge lief. ich sah schlimm zu­ge­rich­tet aus, todd lach­te sich ka­putt. wit­zig fand ich es dann, als todd sich an sei­nen hin­ter­kopf fass­te und sich da­bei in eine 20 cm lan­ge platz­wun­de an sei­nem hin­ter­kopf fass­te. er muss­te mit meh­re­ren sti­chen ge­näht wer­den, ich nicht.

larry nelson (was für ein name!)
larry nelson (was für ein name!)
lar­ry nel­son (was für ein name!)

viel habe ich in der sai­son nicht mehr ge­ris­sen. mein an­fän­ger-er­folg wie­der­hol­te sich nicht und ob­wohl sich mei­ne kon­di­ti­on sich im lau­fe des trai­ning er­heb­lich ver­bes­sert hat­te, reich­te sie bei wei­tem nicht aus um kon­di­tio­nell und kraft­mäs­sig mit jah­re­lang trai­nier­ten kampf­ma­schi­nen mit­zu­hal­ten. ich ver­lor alle wei­te­ren kämp­fe der sai­son. aber lus­tig wars schon, mit jeff und coach da­vis freun­de­te ich mich im lau­fe der zeit so­gar ganz gut an, was im ober­fläch­li­chen ame­ri­ka gar nicht so ein­fach ist. von coach da­vis habe ich ne­ben dem rin­gen noch mei­nen lieb­lings eu­phe­mis­mus fürs „scheis­sen“ ge­lernt: „to pinch a loaf“. und wie er sich die bus­la­dung na­men fürs mor­gend­li­che grüs­sen mer­ken konn­te ist mir ein rät­sel. 

bild von mr. davis und larry nelson
bild von mr. davis und larry nelson
bild von mr. da­vis und lar­ry nel­son

hi jeff ho­well,

felix schwenzel

[klei­nes ex­pe­ri­ment um die macht von goog­le zu tes­ten...]

hi jeff,
i spo­ted your name at class­ma­tes.com, we went to steil­a­coom high school in 1987. class­ma­tes.com wants $24 for let­ting me send you an email, which sucks. so i try it my way, via goog­le and ho­ping that you do a lot of ego-sur­fing and find this:

i, fe­lix schwen­zel, want to say hi to jeff ho­well. we had ame­ri­can histo­ry (mr. van­wert) and speech (mrs. da­vis) clas­ses tog­e­ther, both were in the wrest­ling team (coach da­vis) and gra­dua­ted steil­a­coom high­school in 1987 -- and we went clam­fi­shing on a damp, small and cold is­land at new-ye­ars-eve of the year 1986/87. if you find this, jeff, send me an email or lea­ve a co­ment. i'll mail back tout de suite...

(an­yo­ne else who gra­dua­ted steil­a­coom hig­s­chool 1987, send me an email or lea­ve a com­ment, too)

[und mor­gen schreib ich was über mei­ne zeit als rin­ger, viel­leicht auch mit fo­tos] 

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club der pa­ra­no­iden re­gi­seu­re

felix schwenzel

wolf­gang pe­ter­sen hat im fern­se­hen den trai­ler zu oli­ver stones „alex­an­der“ (der gros­se) ge­se­hen. da­bei habe er laut tv mo­vie (via net­zei­tung) „eine gän­se­haut“ be­kom­men. nicht weil der trai­ler so gut ge­we­sen wäre, son­dern weil er sich und sei­nen film „tro­ja“ pla­gi­iert sah: „Mo­ment! Läuft da etwa »Tro­ja«?“

mich be­schlich bei tro­ja im kino das ge­fühl, pe­ter­sen habe bei „sex and the city“ ab­ge­kup­fert. was da (in tro­ja) ge­fickt wur­de und sich der gan­ze film im prin­zip um be­zie­hungs­pro­ble­me dreh­te... und je mehr ich drü­ber nach­den­ke (und goog­le), was ist „air­force one“ von pe­ter­sen an­de­res ge­we­sen als ein öder rip-off von „stirb lang­sam“ — ohne gän­se­haut und ohne bruce wil­lis?

an­de­rer­seits hat pe­ter­sen ei­nen pro­fun­den be­weis ge­gen oli­ver stone in der hand: er wis­se, dass oli­ver stone sich „tro­ja“ zwei­mal im kino an­ge­se­hen habe. AHA! er­wischt.

[und was der wohl sa­gen wür­de?] 

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es­ther dys­on in­ves­tiert in flickr

felix schwenzel

es­ther dys­on in­ves­tiert in flickr, dar­auf weist dave wi­ner hin.

es­ther dys­on ist so­was wie die „grand dame“ des in­ter­nets, mit­be­grün­de­rin der „ICANN“ (cor­po­ra­ti­on for as­si­gned names and num­bers) und toch­ter von free­man dys­on, mei­nes lieb­lings (sach­buch-)au­tors. ich weiss nicht wer ge­nia­ler ist, es­ther, free­man oder flickr. alle drei wahr­schein­lich. 



glück und wo­chen­en­de

felix schwenzel

erst­mal anke grö­ner nach­äf­fen, dann mal wie­der in fä­kal-poe­sie üben:

le­cker nasi go­reng aus­ser aldi-tief­kühl­tru­he. am fens­ter, nicht im kühl­schrank ge­kühl­tes veltins trin­ken. al­lein (al­lein, sweet al­lein) „ge­gen die wand“ auf DVD gu­cken. schon lan­ge nicht mehr aufm sofa ein­ge­schla­fen, da­für im­mer in­ner­halb von 2 mi­nu­ten so­bald ich mich ins bett lege. zähe wol­ken, re­gen, wind, die luft riecht wie­der, schon seit ei­ner wo­che. speck-rol­le. ehr­mann früch­te-traum, mil­bo­na quark­zu­be­rei­tung, dö­ner. sonn­tag mor­gens um 7 for­mel1 gu­cken, mit so­fia am sonn­tag-abend ins kino.

glück ist wie fla­tu­lenz: es be­ginnt blub­bernd im bauch, dau­ert nie län­ger als 10 se­kun­den, kommt aber oft mehr­fach am tag vor­bei. 




neue mo­de: lo­go ver­wa­schen

felix schwenzel

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erst ver­saut sich ups das logo, jetzt iglo. was den­ken die sich da­bei?

jetzt hat der tief­kühl­kost-her­stel­ler iglo ein logo wie der mi­cro­wel­len­her­stel­ler iglo. warm, bil­lig, pseu­do 3di­men­sio­nal, öde.

[nach­trag] aus der pres­se­mit­tei­lung von iglo:

Die be­kann­te Tra­di­ti­ons­mar­ke iglo än­dert ab so­fort ih­ren ge­sam­ten Mar­ken­auf­tritt und er­scheint in ei­nem mo­der­nen und war­men De­sign. Die iglo-Ga­bel wird nach 41 Jah­ren ab­ge­löst von ei­nem Logo, dasNa­tür­lich­keit und Wär­me sym­bo­li­siertund durch sei­ne Form und Far­ben be­wusst Spiel­raum für As­so­zia­tio­nen lässt, wie z. B. für ein Blatt oder eine Wel­le.

hab ich das rich­tig ver­stan­den? ein tief­kühl­kost­her­stel­ler sym­bo­li­siert im logo wär­me? kalt ist also warm. der schwanz­flos­sen­lo­se wal soll na­tür­lich­keit sym­bo­li­sie­ren? wer ist denn hier wirr? 




argh!

felix schwenzel

wenn ich mal mei­ne au­to­bio­gra­phie schrei­ben soll­te, wer­de ich sie „dö­ner zum früh­stück“ nen­nen. was das mit dem foto oben zu tun hat? ist auch ek­lig. 



wasch­sa­lon

felix schwenzel

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ich sit­ze am fens­ter, bli­cke hin­aus und den­ke: „hier fährt don al­phon­so ab und zu vor­bei, fo­to­gra­fiert den la­den in dem ich ge­ra­de im schau­fens­ter sit­ze und schreibt dazu viel­leicht eine klei­ne ge­schich­te über »sie«.“ hier kos­tet die wä­sche in ei­ner mie­le-wasch­ma­schi­ne 2 euro, auch wenn am schau­fens­ter 1,90 1,50 € steht. im­mer noch gut und güns­tig. 10 mi­nu­ten trock­nen kos­tet nen hal­ben euro.

nor­ma­ler­wei­se brau­che ich für zwei wasch­ma­schi­nen an­der­t­alb stun­den: wä­sche rein­stop­fen, nen kaf­fee trin­ken und zei­tung le­sen, die wä­sche in die trock­ner ste­cken, ge­gen­über bis der trock­ner fer­tig ist, beim kamps, bei der dump­fes­ten al­ler bis­her ken­nen­ge­lern­ten bä­cke­rei­fach­ver­käu­fe­ri­nen et­was früh­stü­cken, die tro­cke­ne wä­sche in mein roll­köf­fer­chen ste­cken und ne­ben­an in die u-bahn sprin­gen und ins büro fah­ren.

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heu­te mach­te mir die äl­te­re dame, die gleich 4 ma­schi­nen für sich be­an­spruch­te ei­nen strich durch die rech­nung. ich konn­te nur eine ma­schi­ne fül­len, mehr wa­ren nicht frei. so dau­er­te mei­ne wasch­ak­ti­on fast dop­pelt so lan­ge (sie dau­ert noch, ich schrei­be das wäh­rend die zwei­te wasch­ma­schi­ne trock­net). heu­te bin ich zum ers­ten mal ge­nervt vom wasch­sa­lon. frü­her war ich im­mer nur ge­nervt von den wasch­ma­schi­nen bei mir zu­hau­se. man glaub es nicht wie emp­find­lich die­se din­ger sind. mir sind be­reits drei wasch­ma­schi­nen un­ter der hand weg­ge­stor­ben, was ei­ner­seits dar­an lie­gen mag, dass sie alle güns­tig und ge­braucht wa­ren und die wasch­ma­schi­nen-to­des­fäl­le alle in wohn­ge­mein­schaf­ten statt­fan­den. in stutt­gart kam ich ein­mal nach hau­se, der bo­den der kü­che stand 2 cm hoch voll was­ser und mein mit­be­woh­ner ber­nie sass im sei­nem zim­mer und spiel­te vi­deo­spie­le: „jo. hab ich ge­se­hen, die is ka­putt.“ zwei an­de­re wasch­ma­schi­nen wa­ren sehr agil und stan­den im kel­ler nach der wä­sche im­mer in ei­ner an­de­ren ecke als vor­her, ir­gend­wann er­eil­te sie der tod durch un­wucht.

in ber­lin hat­te ich ein­fach kei­ne lust mehr auf eine neu­an­schaf­fung, zu­mal ich auf­ge­hängt ge­trock­ne­te wä­sche has­se und mir auch noch ei­nen trock­ner hät­te be­sor­gen müs­sen. ohne wasch­ma­schi­ne im oh­ne­hin en­gen bad brauch­te ich auch kei­ne angst da­vor zu ha­ben, dass der an­schluss was­ser las­sen könn­te und scha­den ver­ur­sa­chen, un­wuch­ten konn­ten mir egal sein, war­tung eben­so, nur selbst war­ten muss ich ab und an, wie heu­te.

was mir in ber­lin „eco ex­press“ am ro­sen­tha­ler platz noch fehlt ist wlan, in köln ha­ben die „eco ex­press“ t*com hot­spots, die man ja be­kannt­lich um­sonst be­nut­zen kann. da­für sprin­gen dort net­te und hilf­lo­se men­schen her­um. geld hab ich dort schon ge­schenkt be­kom­men und je­des­mal habe ich min­des­tens ein­mal die mög­lich­keit je­man­dem die funk­ti­ons­wei­se der ma­schi­nen zu er­klä­ren, meist auf eng­lisch. nur von der be­nut­zung des ge­trän­ke­au­to­ma­ten ist ernst­haft ab­zu­ra­ten.

[nach­trag] leicht edi­tiert jetzt auch im re­staur.ant 


ab­neh­men nur im in­ter­net

felix schwenzel

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die goog­le ads sind zu mei­nem si­de­kick ge­wor­den. durch sie wer­de ich auf in­ter­es­san­te an­ge­bo­te auf­merk­sam ge­macht, wie kürz­lich den dol­len al­ters­test oder jetzt [via leo] die­se dol­le an­zei­ge:

ab­neh­men mit ga­ran­tie, hoch­wirk­sam nur im in­ter­net.

die wer­bung bleibt. aus­ser der le­ser (im­mer an den le­ser den­ken!) schal­tet sie ab. 

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9live

felix schwenzel

ali­da kur­ras „mo­de­riert“:

ich weiss das das an­stren­gend ist, aber sie schaf­fen das. was steht denn da? […]

500 €. za­ckig! 01379444111. was kommt raus? sehr leicht! da darf ih­nen kein feh­ler pas­sie­ren. wir ha­ben nicht mehr so viel zeit, aber wir schaf­fen das noch. ran an das te­le­fon. ihre chan­ce. jetzt da­bei­sein. grei­fen sie zum hö­rer. un­glaub­lich. schon sehr viel geld raus­ge­gagn­gen. hier bei der quiz­night bei sat1. […] ganz schnell. […] auf gehts. ran ans te­le­fon, also bei 500 € kann ich nicht mehr viel sa­gen […] auf gehts. wann ha­ben sie das letz­te mal so viel geld nachts um 2 uhr ver­dient?

[…] 1000 €. auf gehts […] was ma­chen sie denn? war­um ha­ben sie denn da angst? […] 1000 € gibt es jetzt zu ge­win­nen. ran ans te­le­fon. ich war­te. […] hör­ne se mal. 500 € ein­fach aus­schla­gen. ich hab sie at­men ge­hört. […] kom­men sie. ganz schnelll. sie ha­ben doch die lö­sung! 01379444111 […] kom­men sie. end­spurt an­ge­sagt. biss­chen luft ham wa noch, aber nicht mehr viel. sie müs­sen schon zu­grei­fen. das was wir su­chen, lie­be zu­schau­er, das ma­chen sie mor­gens beim bä­cker […] ihr geld, ab­so­lut steu­ier­frei! […] 1000 € jetzt. 01379444111. lie­be ös­te­rei­cher, lie­be schwei­zer […] auf gehts. […] auf gehts. […] ganz schnell. […] ganz schnell, [ge­flüs­tert] ran ans te­le­fon. es geht nur noch dar­um ers­ter zu sein, jetzt gehts nur noch dar­um schnell am te­le­fon zu sein. das ist ihre chan­ce. jede se­kun­de kann es jetzt klin­geln. es wird auch klin­geln. ich weiss auch nicht wann es klin­gelt. aber für 1000 € kann man es schon­mal pro­bie­ren. 01379444111. [pau­se] aber hal­lo. schnell zum te­le­fon. die zeit tickt. im­mer noch nie­mand bei mir. was soll denn das? 9 buch­sta­ben. [pau­se, es piept] es hat noch nicht ge­klin­gelt! 01379444111. ich komm mir hier ziem­lich ver­las­sen vor.

[…] sie sind da­bei. sie ho­len sich das geld. ganz schnell. ich war­te. noch ist nie­mand aus­ge­wählt. … das ist ihre chan­ce 26000 € zu be­sit­zen! die raus­schmeis­ser mu­sik. dei sen­dung neigt sich dem ende. wenn sie jetzt noch da­bei sein wol­len. kom­men sie. ganz, ganz schnell. er­zäh­len sie mir nicht, dass sie kei­ne wün­sche hät­ten die sich nicht mit 26000 euro um­set­zen lies­sen […] ihre chan­ce. [guckt blöd] 01379444111. es muss jetzt hier jede se­kun­de klin­geln.

[bild­quel­le] 

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