alles

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steve mould wie immer un­ter­halt­sam und er­kennt­nis­reich. quasi ein youtube-kanal ohne maus, für er­wach­se­ne. diesmal über was­ser­röhr­chen die klacken, das phy­si­ka­li­sche phänomen der ka­vi­ta­ti­on und wie ul­tra­schall-vernebler funk­tio­nie­ren.


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toll: eine selbst­ge­bau­te lampe, die das wifi-spektrum vi­sua­li­siert.


geschlossener zugang zum aufzug bei kaufland an der müllerstrasse, auf der tür klebt seit 6 wochen ein schild, dass bereits ein techniker „beauftragt“ sei.

(mit SKRWT ent­zerrt)

ein tech­ni­ker ist be­reits be­auf­tragt


eine ober­fläch­li­che recherche zeigt, dass dieses bild in dieser und anderer form seit ungefähr den 2010er jahren durchs internet wobbelt und der vergleich auf mehreren ebenen hinkt und in der debatte um rassismus nicht wirklich hilfreich ist.


die bei­fah­re­rin (katia) hat in letzter zeit viele ihrer bilder in witzigen serien (neu) ver­öf­fent­licht. ich finde das teilweise sehr witzig: partytime!, kulinarik & gas­tro­no­mie 2/2, kulinarik und gas­tro­no­mie 1/2 oder paare.






foto einer terrier figur die den kopf in den sand zu stecken scheint

bin un­ent­schlos­sen; sagt ihr, ob das wit­zig ist.


ich sage ja oft, dass mir recht­schrei­bung egal ist. ist sie mir auch zu gros­sen tei­len, dann aber auch wie­der nicht. heu­te beim mor­gen­spa­zier­gang habe ich dar­über nach­ge­dacht, ob ich ein wort in mei­nen links rich­tig ge­schrie­ben habe und gleich­zei­tig drü­ber nach­ge­dacht, dass ich das nicht goo­geln wer­de, son­der ge­mi­ni fra­gen wer­de: „nazi-gräul oder nazi-gräu­el?“

die ant­wort war kurz und bün­dig und auf den punkt. frü­her™ war recht­schrei­bung goo­geln schreck­lich. SEO-op­ti­mier­te sei­ten ganz oben, die eben nur SEO op­ti­miert wa­ren, aber nicht auf kur­ze und bün­di­ge ant­wor­ten. für so­was sind LLMs wirk­lich ein se­gen.


Draksal: Eine einfache Methode ist: Stellen Sie sich immer, wenn ein Problem auftaucht, die Frage: Was ist das Gute daran? Das senkt das Stress­le­vel direkt, und Sie kommen in eine positive Haltung zum Problem.

SPIEGEL: Manchmal gibt es aber nichts Gutes an einer Situation.

Draksal: Es geht nicht ums Schön­re­den, sondern darum, die Per­spek­ti­ve zu verändern.


mor­gen­muf­fel

felix schwenzel in checkins

kann man ma­chen mit den öff­nungs­zei­ten …


beim lesen der anleitung musste ich ein bisschen lachen. das ist die anleitung im volltext:

Alles verrühren und etwa 70 Minuten bei 160 Grad backen. Fertig.

mög­li­cher­wei­se backe ich den nachher einfach mal.

ich hab meine ober­stu­fen- und abi-zeit und auch meine schreiner-lehrzeit in der nähe der nie­der­län­di­schen stadt roermond verbracht. aber diese nazi-gräuel-ge­schich­te kannte ich noch nicht. bei der ge­denk­ver­an­stal­tung sagte die bür­ger­meis­te­rin von roermond: „Das, was wir hier tun, ist keine Ver­pflich­tung aus der Ver­gan­gen­heit, sondern ein Wunsch für die Zukunft“

Denn mit der EU ist es ähnlich, wie mit Gott. Sie existiert solange wie die Menschen daran glauben. Wenn der Glaube schwindet, schwindet auch die EU. Und niemand ist da, um Hilfe zu leisten, die Ame­ri­ka­ner tun so, als würden sie uns gar nicht kennen.

  1. fake auswahl: „willst du die jacke hier anziehen oder lieber draussen anziehen?“
  2. eigene emotionen re­du­zie­ren indem man mit antworten andertalb minuten lang wartet
  3. die per­spek­ti­ve der anderen sehen, bzw. auf augenhöhe kom­mu­ni­zie­ren, so dass das gegenüber sich drauf ein­stel­len kann was kommt und sich ein­be­zo­gen fühlt : „wenn wir heute spazieren gehen müssen wir unsere reinhold-jacken anziehen.“

(via)


beim lesen der anleitung musste ich ein bisschen lachen. das ist die anleitung im volltext:

Alles verrühren und etwa 70 Minuten bei 160 Grad backen. Fertig.

mög­li­cher­wei­se backe ich den nachher einfach mal.



star trek

felix schwenzel in artikel

ich bin kein star trek-fan, aber ich gu­cke star trek seit über 40 jah­ren sehr, sehr ger­ne. als das „ori­gi­nal“ im fern­se­hen lief, war ich noch ein kind und ei­gent­lich hat mich nur die tat­sa­che in­ter­es­si­ert, dass es da ein raum­schiff gibt, das durch den welt­raum glei­tet und un­be­kann­te wel­ten er­kun­det. das war span­nend ge­nug für mich. mir wa­ren das bil­li­ge, grel­le set­de­sign und die er­zähl­ten ge­schich­ten egal.

in den acht­zi­ger und neun­zi­ger jah­ren fing star trek plötz­lich mit TNG an, auf­ge­räumt aus­zu­se­hen, und ich fing an zu ver­ste­hen, dass es in star trek nicht um die er­kun­dung des welt­raums ging, son­dern um die er­kun­dung von hu­ma­ni­tät, die fra­ge, was uns men­schen aus­macht, wie wir über uns hin­aus­wach­sen kön­nen, als ge­sell­schaft und als in­di­vi­du­en.

mit dem frag­men­tier­ten deep space nine, das im fern­se­hen ver­sen­det wur­de, konn­te ich nicht so viel an­fan­gen, bis ich dank net­flix die mög­lich­keit be­kam, DS9 se­quen­ti­ell, fol­ge für fol­ge zu se­hen. da er­kann­te ich, dass es ne­ben der er­kun­dung von hu­ma­ni­tät, ge­rech­tig­keit und mo­ral in star trek auch um epi­sches er­zäh­len ging, um das ab­klop­fen von phi­lo­so­phi­schen ideen und so­gar um den kon­flikt zwi­schen ra­tio­na­lis­mus und re­li­gi­on. DS9 voll­brach­te das kunst­stück, zu un­ter­hal­ten und gleich­zei­tig zu zei­gen, dass wahr­heit und mo­ral oft eine fra­ge der per­spek­ti­ve sind.

mit voy­a­ger wur­de dann klar, dass star trek auch ner­vig sein kann – ich sag nur nee­lix. ich moch­te es trotz­dem, es sah gut (viel­leicht et­was zu clean) aus und es fie­len ge­le­gent­lich tol­le ge­schich­ten hin­ten raus. in den spä­ten 90ern und frü­hen 00ern fand ich voy­a­ger trotz nee­lix und ge­sichts-ta­too toll und auch das spä­te­re durch­bin­gen auf net­flix war nur zu 30 % lang­wei­lig.

en­ter­pri­se, also die se­rie mit cap­tain ar­cher, die um das jahr 2150 spiel­te, sah wie­der fast so bil­lig und kam­mer­spiel­ar­tig aus wie das „ori­gi­nal“ mit cap­tain kirk. ich fand kaum eine fol­ge lang­wei­lig, als ich mir das vor ein paar jah­ren am stück rein­zog.

dis­co­very und spä­ter pi­card emp­fand ich dann als ex­tre­men bruch. star trek woll­te plötz­lich kein kam­mer­spiel mehr sein, son­dern am­bi­tio­nier­te ac­tion-un­ter­hal­tung. ich habe alle fol­gen von dis­co­very und pi­card ge­se­hen und nach je­der fol­ge dach­te ich ge­nau drei buch­sta­ben: WTF? ich dach­te auch: kann ja nur bes­ser wer­den — wur­de es dann aber nicht.

pa­thos hat­te star trek im­mer schon, aber seit dis­co­very wur­de das pa­thos un­er­träg­lich. sub­til war star trek auch nie, aber seit dis­co­very ver­schwand das hin­ter­grün­di­ge: statt dem pu­bli­kum die in­ter­pre­ta­ti­on des ge­se­he­nen zu über­las­sen, wur­de star trek ex­pli­zit und konn­te vor lau­ter ex­po­si­ti­on kaum noch at­men.

pi­card emp­fand ich dann ei­gent­lich nur noch als fan-ser­vice und nost­al­gie-quark — für den sich al­ler­dings kaum noch fans zu in­ter­es­sie­ren schie­nen. pi­card war die ers­te star trek-se­rie, die mich ag­gres­siv mach­te, weil sie gleich­zei­tig an­ge­strengt und lieb­los war.

pro­di­gy und stran­ge new worlds ge­fie­len mir dann wie­der. in stran­ge new worlds zog wie­der hu­mor ins star trek-uni­ver­sum ein, den ich seit worf in TNG und DS9 so sehr lieb­te. pro­di­gy war teil­wei­se ner­vig, wag­te aber auf eine art so was wie eine mu­ti­ge neu­in­ter­pre­ta­ti­on des gu­ten al­ten star trek-the­mas: die er­kun­dung der fra­ge, was mensch­lich­keit, was hu­ma­nis­mus aus­macht.

lower decks fand ich vor­wie­gend lang­wei­lig und bil­lig und wenn über­haupt, hab ich das sehr spo­ra­disch und un­ent­hu­si­as­tisch ge­se­hen.

und jetzt: star­fleet aca­de­my. drei fol­gen sind ver­sen­det und ich bin hin und her ge­ris­sen. vi­su­ell stim­me ich tho­mas gi­gold zu:

Die Sets sind, wie im­mer in neu­em Trek, über­bor­dend.

mit dem un­ter­schied dass tho­mas das of­fen­bar ge­fällt und ich es gräss­lich fin­de. mir ist das zu viel von al­len, vor al­lem zu viel bling, zu dick auf­ge­tra­gen, als ob man eine swa­row­ski-fi­lia­le oder den trump tower be­tritt.

„al­les fake“ ist ein al­tes, be­währ­tes star trek mus­ter, aber in aca­de­my ist es so dick, bunt und glän­zend auf­ge­tra­gen, dass es un­er­träg­lich wird. ich über­le­ge ernst­haft mei­nen bild­schirm für die nächs­ten fol­gen auf schwarz/weiss zu stel­len um das über­haupt noch er­tra­gen zu kön­nen.

et­was zu dick auf­ge­tra­gen sind für mei­nen ge­schmack auch die mus­keln von ca­leb. in den ers­ten bei­den fol­gen hat­te ich noch den ein­druck, dass das en­sem­ble zwar mit al­len mög­li­chen kör­per­for­men aus­ge­stat­te ist und nicht nur de­nen, die gän­gi­gen schön­heits­idea­len ent­spre­chen, aber das auf­trit­te in un­ter­hem­den oder frei­em ober­kör­per den durch­trai­nier­ten kör­pern vor­be­hal­ten wa­ren. das wur­de in fol­ge 3 dann aber re­la­ti­viert, in dem das gan­ze en­sem­ble in ba­de­ho­sen und -an­zü­gen auf­tre­ten muss­te.

auch wenn ich nach drei fol­gen aca­de­my hin und her ge­ris­sen bin und vie­les doof fin­de, habe ich an­knüp­fungs­punk­te ge­fun­den die mich — glau­be ich — wei­ter am ball hal­ten wer­den. ich fin­de die ge­schich­ten gar nicht mal sooo schlecht und ich bin froh, dass (aus­ser beim set­de­sign) das bom­bas­ti­sche der dis­co­very-ära wie­der zu­rück­ge­fah­ren wur­de. aca­de­my fühlt sich wie­der kam­mer­spiel­ar­ti­ger an und hat es in fol­ge 2 zwei­mal ge­schafft mich dazu zu brin­gen mir zi­ta­te zu no­tie­ren:

Child­ren are our am­bassa­dors to now.

und:

- Would you agree pro­gress is im­pos­si­ble wi­t­hout ch­an­ge?

- I be­lie­ve that most peo­p­le who say they want pro­gress don’t re­al­ly want to ch­an­ge. Which of­ten makes both im­pos­si­ble.

- Tou­ché.

das ers­te zi­tat fin­de ich nach ei­ner wo­che im­mer noch so klug wie vor ei­ner wo­che, das zwei­te ist schlech­ter ge­al­tert, ist aber gar nicht mal so dumm.

als zwi­schen­fa­zit wür­de ich über star­fleet aca­de­my sa­gen: es macht mich nicht ag­gres­siv, dass es scheis­se aus­sieht stört mich nicht wirk­lich und die ge­schich­ten sind zwar kei­ne welt­klas­se, aber er­träg­lich. wenn ich schul­no­ten ver­ge­ben müss­te: ge­ra­de noch be­frie­di­gend, hat luft nach oben.


auch schon etwas älter (16.12.2025), via @Most­ly­Harm­less@the­ca­na­di­an.social, die vergessen haben das original zu verlinken.



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man kann es nicht oft genug sagen, aber martin short ist wirklich einer der wit­zigs­ten gäste in ame­ri­ka­ni­schen talkshows. immer schon gewesen und immer noch.


(via)