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wah­re fak­ten über frö­sche

felix schwenzel

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ich habe an ei­ner stel­le zwei stel­len wirk­lich trä­nen ge­lacht. muss man sich mal vor­stel­len, ich sit­ze in der kü­che, gu­cke tier­fil­me und la­che. die bei­fah­re­rin war je­den­falls ein biss­chen ir­ri­tiert.


links vom 28.09.2013

felix schwenzel

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  zeit.de: Goog­le ist un­ser Le­ben   #

ich ver­lin­ke as­trid her­bold im­mer wie­der ger­ne und mag ihre tex­te. das ist auch bei die­sem text zu goo­gles 15jäh­ri­gem „ge­burts­tag“ nicht an­ders.

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  kiez­neu­ro­ti­ker.blog­spot.com: Ad­mi­ral, das Pi­ra­ten­schiff hat sich sel­ber ver­senkt!   #

der kiez­neu­ro­ti­ker hat ei­nen schö­nen nach­ruf an die pi­ra­ten ge­schrie­ben:

Die Pi­ra­ten­par­tei ist durch­ge­nu­delt. Jetzt darf sie ge­hen.

Ich fin­de die­ses Ende sehr scha­de und ich glau­be, der Ver­lust ist gar nicht hoch ge­nug zu be­zif­fern. Sie woll­ten es an­ders ma­chen. Ganz an­ders. Die Pi­ra­ten­par­tei war für mich mal der Fro­do der Po­li­tik. Ein klei­ner Sym­path, un­si­cher, aber lieb, der es bes­ser kann als die El­ben, de­ren Zeit vor­bei schien, und der die Orks das Fürch­ten lehrt.

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  kott­ke.org: How to beat jet lag   #

früh­stü­cken zur früh­stücks­zeit im ziel­ge­biet. wich­ti­ger ha­ken: vor­her 12 bis 16 stun­den nichts es­sen.

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  wired.com/opi­ni­on: From An­ony­mous to Bit­co­in, The Good Wife Is the Most Tech-Sav­vy Show on TV   #

stimmt. the good wife ist eine der we­ni­gen shows, die das in­ter­net ei­ni­ger­mas­sen dif­fe­ren­ziert dar­stel­len. aber auch sonst eine der wirk­lich gut ge­mach­ten se­ri­en.

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  ste­fan-nig­ge­mei­er.de: Dank »Ta­ges­schaum«: Mo­de­ra­ti­ons-Trau­ma von Küp­pers­busch ge­heilt!   #

ste­fan nig­ge­mei­er spricht mit sei­nem ex-chef fried­rich küp­pers­busch über den ta­ges­schaum. in ei­ner fra­ge sagt ste­fan nig­ge­mei­er:

In mei­nem Be­kann­ten­kreis ha­ben vie­le Leu­te am An­fang mit der Sen­dung ge­frem­delt, aber ge­sagt, sie ha­ben das For­mat ir­gend­wann ka­piert, sind in den Rhyth­mus der Sen­dung ge­kom­men.

bei mir wars um­ge­kehrt. ich moch­te das for­mat ziem­lich schnell, habe dann aber nach der som­mer­pau­se an­ge­fan­gen zu frem­deln.

aus­ser­dem hat fried­rich küp­pers­busch dank des in­ter­nets ent­deckt, dass miss­ver­ste­hen nie aus­zu­schlies­sen ist:

Wir hat­ten ei­nen Bei­trag, wo wir über die In­sol­venz von »Prak­ti­ker« ge­re­det ha­ben, der en­de­te da­mit, dass ich sag­te: Wenn es die Ma­na­ger so ver­hol­zen, dann gebt den Be­trieb doch der Be­leg­schaft, denn die sind die ein­zi­gen, die wirk­lich wis­sen, wie der La­den geht. Das fand ich eine ganz lu­zi­de Bot­schaft. Die You­Tube-Kom­men­ta­re aber wa­ren: Wie könnt ihr denn die Mit­ar­bei­ter von »Prak­ti­ker« so ver­ar­schen. [...]

Dass ich ein­deu­ti­ge Aus­sa­gen for­mu­lie­re, und das so miss­ver­stan­den wird. Da stau­ne ich.

ich stau­ne da auch manch­mal.

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  aptget­up­date.de: Arte+7 vi­deo down­loa­der   #

was mir ja noch fehlt ist eine app die ich auf mei­nem rech­ner lau­fen las­sen kann, in der ich wie bei ei­nem vi­deo­re­kor­der sen­dun­gen pro­gram­mie­ren kann, die mir die app dann run­ter­lädt. die ehe­ma­li­ge me­dia­thek.app hat­te sol­che funk­tio­nen be­reits an­satz­wei­se. mein fern­seh­kon­sum ist schon lan­ge nicht durch das fern­se­hen ge­prägt, son­dern durch das abon­nie­ren von sen­dun­gen.

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  klei­ner­d­rei.org: 5 Tage nach der Bun­des­tags­wahl #btw13 - Ein Zu­stand in 11 GIFs   #

zu­stän­de in GIFs aus­drü­cken ist so re­tro, dass es schon wie­der toll ist.

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  thi­sisnt­hap­pi­ness.com: Clean job   #

DUDE, IT'S KET­CHUP. I SWEAR.

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  in­sta­gram.com: Pho­to by ma­ria_ber­lin   #

in­sta­gram von lo­ri­ots grab. /anke grö­ner

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  ny­ti­mes.com: The Mi­ni­ma­list - New World View on Pan-Roas­ted Corn and To­ma­to Sa­lad   #

das re­zept ist mir von ei­nem freund aus new york emp­foh­len wor­den. pro­bier ich gleich mal nächs­te wo­che aus, noch gibts fri­schen mais auf dem markt.
(auf der sei­te der ny­ti­mes hab ich 5 mi­nu­ten ge­braucht um das re­zept zu fin­den. es ist in ei­nem vi­deo ver­steckt.)


kein dra­ma

felix schwenzel

ges­tern ha­ben wir beim es­sen in der fir­ma über po­li­tik ge­re­det. die aus­gangs­fra­ge die über dem es­sen schweb­te war: wer sind ei­gent­li­che die­se CDU-wäh­ler? die meis­ten die am tisch sas­sen ken­nen kei­ne. ich ken­ne eine CDU-wäh­le­rin aus der neun­ten und zehn­ten klas­se. ich glau­be sie ist so­gar CDU-mit­glied. mög­li­cher­wei­se wählt mein va­ter die CDU. sonst fällt mir auch kei­ner ein. aber aus­ser­halb un­se­rer so­zia­len- und fil­ter­bla­sen muss es sehr vie­le ge­ben. wenn es nach dem zweit­stim­men­er­geb­nis geht, le­ben wir in ei­ner schwar­zen re­pu­blik:

don dah­l­mann weist eben­falls dar­auf hin, dass das er­geb­nis der uni­on kei­nes­falls his­to­risch sei, es sei der nor­mal­fall in deutsch­land:

Der SPD ist es nur 1972 (Wil­ly Brandt) und 1998 (Schrö­der) ge­lun­gen, mehr Stim­men als die CDU zu ho­len. Wir le­ben in ei­nem Land, in dem die kon­ser­va­ti­ve CDU den brei­tes­ten Kon­sens ab­bil­det. Und das schon im­mer.

das wahl­er­ge­bis zeigt, dass die deut­schen mehr­heit­lich zu­frie­den mit der re­gie­rungs­po­li­tik sind und kein all­zu gros­ses be­dürf­nis nach ver­än­de­rung ver­spü­ren. beim mit­tag­essen ka­men wir dann auf die fra­ge, war­um das so sei und ob man die men­schen nicht bes­ser auf­klä­ren müss­te über die miss­stän­de in der re­pu­blik.

ich ver­mu­te man kann das am bes­ten mit ei­nem bild il­lus­trie­ren. ich fin­de es zum bei­spiel sehr an­ge­nehm in ei­ner stadt zu woh­nen, in der eine un­ge­heu­re viel­falt herrscht, in der tür­ken, po­len, rus­sen, spa­ni­er oder ame­ri­ka­ner dicht ge­drängt zu­sam­men­woh­nen, in der man aufs auto ver­zich­ten und wenn man glück hat eine güns­ti­ge alt­bau­woh­nung be­kom­men kann. eine stadt in der man nachts bis in die pup­pen aus­ge­hen und ein­kau­fen kann und in der die nach­barn nichts über mei­ne ver­gan­gen­heit oder mei­nen be­ruf oder mei­ne freun­de wis­sen. ich lebe hier in die­ser stadt mit vie­len men­schen zu­sam­men die die­se frei­hei­ten schät­zen und den preis da­für (hoche dich­te, lärm, durch­ein­an­der, stän­di­ge ver­än­de­rung) sehr ger­ne zah­len.

ich kann mir al­ler­dings schwer vor­stel­len ei­nen bau­ern, der zu­frie­den mit sei­ner fa­mi­lie in der röhn auf sei­nem ei­ge­nen hof lebt, mer­ce­des fährt und sei­ne kin­der in gers­feld auf die schu­le schickt, über die vor­zü­ge mei­nes le­bens­stil „auf­zu­klä­ren“. noch schwe­rer wür­de es wohl, wenn ich ihm klar­zu­ma­chen ver­such­te, war­um die netz­neu­tra­li­tät wich­tig sei. ich kann mir durch­aus vor­stel­len die­se the­men ver­ständ­lich und über­zeu­gend auf­zu­ar­bei­ten und bei­spiels­wei­se mit power­point oder key­note un­ter­halt­sam zu prä­sen­tie­ren, aber die hoff­nung ihn „auf­zu­klä­ren“ oder ihn da­von zu über­zeu­gen, auch mei­nen le­bens­stil in er­wä­gung zu zie­hen wer­de ich mir wohl ab­schmin­ken müs­sen. auch von der dring­lich­keit bür­ger- oder grund­rech­te in der stoff­li­chen welt und dem in­ter­net zu er­hal­ten und zu stär­ken, wer­de ich je­man­den der nachts noch nicht­ein­mal die haus­tü­re ab­schliesst, wirk­lich schwer über­zeu­gen kön­nen.

[nach­trag 28.09.2013: was im vor­he­ri­gen ab­satz steht soll nicht be­deu­ten, dass ich glau­be ein rhön-bau­er ver­ste­he be­stimm­te po­li­ti­sche the­men nicht, was ich vor al­lem sa­gen will: vie­le the­men die ich wich­tig fin­de in­ter­es­sie­ren ei­nen rhön­bau­ern nicht, vor al­lem auch, weil sie sei­ne le­bens­wirk­lich­keit nicht be­rüh­ren. und: ich hal­te die hoff­nung leu­te mit an­de­ren po­li­ti­schen an­sich­ten auf­klä­ren zu kön­nen für ziem­lich be­scheu­ert und ar­ro­gant. des­halb steht das wort fast durch­gän­gig in an­füh­rungs­zei­chen.]

ich habe dann beim es­sen ge­fragt, was denn die wirk­lich drän­gen­den the­men sind, din­ge die die men­schen emo­tio­nal auf­wüh­len. beim um­welt­schutz fiel nie­man­den et­was ein, was sich die mer­kel-re­gie­rung nicht schon in gross­buch­sta­ben auf die fah­nen ge­schrie­ben hät­te. be­wah­rung der schöp­fung, en­er­gie­wen­de, kli­ma­wan­del steht gleich­be­rech­tigt auf schwar­zen, ro­ten und grü­nen fah­nen. den grü­nen fah­nen­trä­gern fällt es sicht­lich schwer sich the­ma­tisch ge­gen die schwar­zen ab­zu­set­zen. auf den schwar­zen fah­nen ste­hen mitt­ler­wei­le so­gar die wor­te min­dest­lohn und steu­er­erhö­hun­gen. es gibt kaum ein the­ma das die mer­kel-re­gie­rung nicht schon um­armt und in wat­te ge­packt hat und mit dem man noch mehr­hei­ten mo­bi­li­sie­ren oder po­la­ri­sie­ren könn­te. aus­nah­me sind na­tür­lich auf­ge­klär­te fil­ter­bla­sen-be­woh­ner (wie du und ich), die da­für sor­gen dass die schwar­ze kar­te oben ein paar bun­te ein­spreng­sel in den tra­di­tio­nel­len fil­ter­bla­sen-bal­lungs­räu­men be­kommt.

das er­geb­nis der bun­des­tags­wahl hat auch nichts mit dem ver­sa­gen des jour­na­lis­mus oder der „netz­ge­mein­de“ zu tun. es da­mit zu tun, dass kei­nes der the­men das jour­na­lis­ten oder netz­be­woh­ner für drän­gend hal­ten, ir­gend­wen aus­ser­halb von ber­lin, di­ver­sen fil­ter­bla­sen und bal­lungs­räu­men emo­tio­nal be­rührt. die the­men die wir netz­be­woh­ner, jour­na­lis­ten oder städ­ter für drän­gend hal­ten (mei­ner mei­nung durch­aus zu recht), sind dem otto-nor­mal-bür­ger nach wie vor zu abs­trakt oder zu weit ent­fernt, um da­von emo­tio­nal be­rührt zu wer­den.

oder an­ders ge­sagt: was in­ter­es­siert den bau­ern in der rhön das schick­sal von ed­ward snow­den oder das von un­zäh­li­gen dun­kel­häu­ti­gen men­schen die op­fer von ra­cial pro­fil­ing oder frem­den­feind­li­chen über­grif­fen wer­den oder die men­schen oder jour­na­lis­ten de­ren lap­tops an den gren­zen ge­filzt oder be­schlag­nahmt wer­den?

so trau­rig das klingt, aber mehr­heit­lich las­sen sich vie­le men­schen wohl eher von ei­ner PKW-maut für aus­län­der (sprich ös­te­rei­cher und schwei­zer) be­rüh­ren oder sich von uni­ons-spin­dok­to­ren ein­re­den, dass die grü­nen für spies­si­ge be­vor­mun­dung stün­den. dass die CSU-re­gie­rung in bay­ern gleich­zei­tig für eins der strengs­ten nicht­rau­cher­ge­set­ze im lan­de ver­ant­wort­lich ist, stört die auf­re­gung dann kaum. ab­ge­se­hen da­von, dass sich kaum ein uni­ons­po­li­ti­ker vor­stel­len kann, wie eine po­li­tik aus­se­hen könn­te, in der men­schen mit ab­wei­chen­der se­xua­li­tät oder rausch­be­dürf­nis­sen nicht spies­sig und ewig­gest­rig be­vor­mun­det wer­den, steht das C in der CDU/CSU ja be­reits seit vie­len hun­dert jah­ren für den fleisch­lo­sen frei­tag, an den sich vie­le kan­ti­nen be­reits seit de­ka­den hal­ten. tat­sa­che ist aber: die uni­on hat stän­dig the­men im kö­cher mit de­nen sie die ge­fühlskla­via­tur von sehr viel mehr wäh­lern ma­ni­pu­lie­ren be­spie­len kann als ihre geg­ner.


ich habe kürz­lich ge­lernt, dass wir von grund­rech­ten spre­chen soll­ten und nicht von bür­ger­rech­ten. ich fra­ge mich al­ler­dings noch ob ich jetzt auch das wort „bür­ger­recht­ler“ aus mei­nem vo­ka­bu­lar strei­chen soll und von „grund­recht­lern“ re­den soll? ich habe auch ge­lernt, dass in­tel­lek­tu­el­les haa­re­spal­ten und durch­ana­ly­sie­ren zwar gros­sen spass macht und sti­mu­liert, aber nie­man­den aus­ser ein paar blog­gern, jour­na­lis­ten und stadt­be­woh­ner in­ter­es­siert.

was fehlt, um die the­men der netz­po­li­tik, der frei­heit und der grund­rech­te nach vor­ne zu brin­gen oder zu ei­nem wahl­ent­schei­den­den the­ma zu ma­chen, so wie vor 20 oder 30 jah­ren die um­welt­po­li­tik, ist nicht auf­klä­rung oder bes­se­re ver­mitt­lung, son­dern emo­tio­na­le auf­la­dung. was bei der um­welt­po­li­tik in den letz­ten 40 jah­ren auch zu star­ken über­dra­ma­ti­sie­run­gen ge­führt hat, an de­nen wir bis heu­te zu knab­bern ha­ben (bei­spiels­wei­se die was­ser­wer­ke).

die­se dra­ma­ti­sie­rung kann nicht syn­the­tisch er­zeugt wer­den, son­dern nur durch — das hört sich jetzt leicht dra­ma­tisch an — kon­kre­te op­fer, im sin­ne von mensch­li­chen schick­sa­len und iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gu­ren. ed­ward snow­den ist ein an­fang, aber lei­der ein sehr schwer ver­mit­tel­ba­rer — zu­min­dest in deutsch­land. ähn­lich üb­ri­gens wie mu­rat kur­naz oder gustl mollath. kei­nes die­ser schick­sa­le hat die mehr­heit der wäh­ler so weit be­rührt, dass sie dar­aus kon­se­quen­zen an der wahl­ur­ne ge­zo­gen hät­ten — im ge­gen­teil. aber trotz­dem glau­be ich fest dar­an (und ich irre ger­ne und oft), dass es schick­sa­le von men­schen sein wer­den, die the­men wie netz­po­li­tik und grund­rech­te so­weit dra­ma­ti­sie­ren kön­nen, dass sie ir­gend­wann doch bei der mehr­heit der be­völ­ke­rung an­kom­men. bei der um­welt­po­li­tik hat es üb­ri­gens mal ge­reicht um die 3 mil­lio­nen men­schen zu be­rüh­ren um ei­nen wech­sel her­bei zu füh­ren.

was ich ei­gent­lich sa­gen will: ne­ben den wahr­neh­mungs­stö­run­gen der bal­lungs­raum- und ber­lin-fil­ter­bla­sen ist das haupt­pro­blem das ei­nem po­li­tik­wech­sel ent­ge­gen­steht mal in ei­nem völ­lig an­de­ren zu­sam­men­hang von bill clin­ton aus­ge­spro­chen wor­den: „it’s the eco­no­my, stu­pid!


  • ri­chard gut­jahr meint, es sei­en „nicht The­men, Par­tei­pro­gram­me oder Po­si­tio­nen, son­dern die Per­so­nen“ die die wahl ent­schei­den. nur müs­sen die per­so­nen na­tür­lich schon für the­men oder po­si­tio­nen ste­hen, sage ich.
  • das nuf er­gänzt mei­ne un­fer­ti­gen ge­dan­ken um ein paar wei­te­re ge­dan­ken.

in­ter­es­san­te re­ak­tio­nen hier in den kom­men­ta­ren, auf twit­ter und face­book; ich fin­de ja, dass ich auf we­sent­li­che re­du­ziert, un­ge­fähr fol­gen­des ge­schrie­ben habe: in un­se­rer ur­ba­nen bal­lungs­raum-fil­ter­bla­se er­ken­nen wir nicht, dass sich kaum je­mand für die von uns hoch­prio­ri­sier­ten the­men in­ter­es­siert und erst recht nicht von uns be­leh­ren („auf­ge­klä­ren“) las­sen will. dar­auf als re­ak­ti­on zu schrei­ben: „merkt ihr ei­gent­lich nicht, dass euch in eu­rer fil­ter­bla­se nie­mand zu­hört?“ oder mich als ar­ro­gan­ten, bes­ser­wis­se­ri­schen oder bla­sier­ten schnö­sel dar­zu­stel­len, er­staunt mich dann doch er­heb­lich. aber weil ich mich viel­leicht in der tat für erst- oder ober­fläch­lich-le­ser miss­ver­ständ­lich aus­ge­drückt habe, habe ich oben ei­nen nach­trag in ecki­gen klam­mern nach­ge­tra­gen.


Photo by felix schwenzel on September 26, 2013. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

sieht lei­der in echt viel tol­ler aus.


Photo by felix schwenzel on September 26, 2013. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

pin­ky


links vom 26.09.2013

felix schwenzel

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  wurst­sack.blog­spot.de: Zu Be­such bei den Su­per­markt-To­ma­ten   #

@wurst­sack war bei to­ma­ten­bau­ern in hol­land. ne­ben­bei er­fährt man, was ein kilo to­ma­ten-saat­gut kos­tet. /herz­da­men­ge­schich­ten.de

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  stern.de: Wa­ren­test ent­larvt Schum­mel-Schloss: Vo­lon­tä­rin knackt das Edel-Schloss   #

auch schön, dass der stern knall­hart in sei­nem res­sort­mus­ter von 1970 ver­haf­tet bleibt. die­ser (zu­ge­ge­be­ner­mas­sen sehr wit­zi­ge) kurz­test ei­nes an­geb­lich bol­zen­schnei­der­re­sis­ten­ten fahr­rad­schlos­ses ist wie selbst­ver­ständ­lich in das res­sort „auto“ ein­sor­tiert.

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  zeit.de: Bun­des­tags­wahl 2013   #

in­ter­es­sant, die zeit ord­net deutsch­land neu an:

Die­se Kar­te zeigt die deut­schen Wahl­krei­se, neu an­ge­ord­net nach Ähn­lich­keit im Wahl­ver­hal­ten — es gilt die Zweit­stim­me bei der Bun­des­tags­wahl 2013.

/jour­nel­le.de

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  spie­gel.de: Sa­scha Lobo zur Bun­des­tags­wahl   #

sa­scha lobo fasst die bun­des­tags­wahl 2013 in 15 wor­ten zu­sam­men:

Die Bür­ger fürch­ten den Veggie-Day in der Fir­men­kan­ti­ne mehr als die To­tal­über­wa­chung des In­ter­nets.

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  han­dels­blatt.com: Ger­hart Baum im In­ter­view: „Wer nicht mit­geht, auf den müs­sen wir ver­zich­ten“   #

als ich ger­hart baum vor ein paar jah­ren mal im cafe ein­stein rum­sit­zen sah, wäre ich ger­ne hin­ge­gan­gen um ihm zu sa­gen, dass ich ihn ganz toll fin­de. aber viel­leicht ist es auch bes­ser, leu­te im in­ter­net zu kom­pli­men­tie­ren, als wenn sie ge­ra­de ei­nen kaf­fee trin­ken wol­len.

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  neu­netz.com: Im­po­ten­te Me­di­en   #

wir soll­ten alle zu­rück­tre­ten.

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  mspr0.de: Netz­po­li­tik: Das Ende ei­ner Ära   #

wir soll­ten alle zu­rück­tre­ten.

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  wired.com/un­der­wire: Brea­king Bad Re­cap: Why Don't You Just Die?   #

nur noch­mal zur info: die bes­ten kurz­zu­sam­men­fas­sun­gen und in­ter­pre­ta­tio­nen von brea­king bad schreibt lau­ra hud­son. die zu­sam­men­fas­sung der vor­letz­ten fol­ge (und alle an­de­ren) soll­te man na­tür­lich nur le­sen, wenn man sie schon ge­se­hen hat.

ach ja, die zu­sam­men­fas­sun­gen (hier s05e15 ) von ke­vin mc­far­land auf bo­ing­bo­ing.net sind auch su­per.

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  the­guar­di­an.com: In­si­de the Brea­king Bad wri­ter­s' room: how Vin­ce Gil­ligan runs the show   #

das ist ein aus­schnitt aus brett mar­tins buch „Dif­fi­cult Men“. upro­xx.com hat die fo­tos vom au­toren­zim­mer.

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  netz­po­li­tik.org: E-Book-Pi­ra­ten im In­ter­view: „Die Buch­ver­le­ger ma­chen ge­nau die sel­ben Feh­ler wie die Mu­sik­in­dus­trie“   #

and­re meis­ter hat buch­pi­ra­ten in­ter­viewt.

netz­po­li­tik.org: Was ist falsch an DRM?

Las Zen­ow: Manch­mal habe ich den Ein­druck, dass uns im Zuge der Di­gi­ta­li­sie­rung Rech­te weg­ge­nom­men wer­den, an­statt das wir die Frei­heit, wel­che die­se Tech­no­lo­gie uns bie­tet, voll aus­schöp­fen kön­nen. DRM ist ein gu­tes Bei­spiel da­für.

Mit di­gi­ta­len Bü­chern kön­nen wir viel mehr Din­ge tun als mit ih­ren phy­si­schen Pen­dants. Zum Bei­spiel kön­nen wir die Bü­cher an ver­schie­de­nen Or­ten gleich­zei­tig ha­ben oder wir kön­nen selbst wäh­len, wie der In­halt dar­ge­stellt wird. DRM be­schnei­det uns nicht nur von die­sen neu­en Mög­lich­kei­ten; wir ver­lie­ren zu­dem auch den Vor­teil der ge­druck­ten Ver­sio­nen, so kön­nen wir die Bü­cher bei­spiels­wei­se nicht mehr an un­se­re Freun­de ver­lei­hen.

Mit DRM sind wir nicht län­ger Ei­gen­tü­mer un­se­rer Bü­cher.

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  crack­a­jack.de: Gmunks Box: Pro­jec­tion Map­ping on Screens mo­ved by In­dus­tri­al-Ro­bots   #

un­fass­bar.

(zeigt aber auch, dass ma­gie sorg­fäl­ti­ger pla­nung und prä­zi­ser aus­füh­rung be­darf.)

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  dad­dy­li­cious.de: Dad­ad­ad­ad­ad­ad­ad­ad­a­dahhhhhhh Bat­Dad!!!   #

wit­zig an die­sem vi­deo fin­de ich auch die gleich­gül­tig­keit der fa­mi­li­en­mit­glie­der. bis auf manch­mal, da er­schrickt sich die frau ganz furcht­bar.

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  wired.com/de­sign: How iOS 7 Will Spark a Boom in App De­sign   #

das tol­le an, bei­spiels­wei­se, der neu­en kom­pass-app in iOS7 ist, dass die app nicht mehr aus­sieht wie ein kom­pass, son­dern dass sich das ipho­ne in ei­nen kom­pass ver­wan­delt. und: frü­her war das ka­li­brie­ren des kom­pass ein hor­ror. was soll ich ma­chen? ach­ten in die luft zeich­nen? wie lan­ge? war­um? jetzt ist das ka­li­brie­ren des kom­pass wie ein spiel und ich frue mich je­des­mal, wenn der ka­li­briert wer­den muss.


on­line ad sum­mit nach­le­se

felix schwenzel

vom on­line ad sum­mit letz­te wo­che in köln (ich schrob be­reits ein biss­chen drü­ber) sind jetzt die fo­li­en und ein paar bil­der bei flickr on­line. ich habe mei­nen vor­trag (den ich mit ap­ple key­note ge­baut hat­te) mal ver­sucht als blog­ar­ti­kel in html auf­zu­ar­bei­ten. so am stück auf­ge­schrie­ben sieht man mal wie­viel man in knapp 25 mi­nu­ten so weg­re­det, wie lang das in buch­sta­ben ist, näm­lich un­ge­fähr 3100 wor­te.

in den letz­ten ta­gen habe ich noch­mal über eine mei­ner stei­len the­sen nach­ge­dacht. auf den ers­ten blick scheint sie eher ab­surd, aber je län­ger ich drü­ber nach­den­ke, des­to mehr sinn er­gibt sie (glau­be ich). ich habe mich ge­fragt, ob es nicht eine gute idee ge­we­sen wäre (oder nach wie vor ist), wenn die wer­be­indus­trie ad­blo­cker an­bö­te. ge­nau be­trach­tet macht das un­ter­neh­men evi­don, dass un­ter an­de­rem dienst­leis­tun­gen für die wer­be­indus­trie an­bie­tet, ge­nau das: es bie­tet ghos­tery an.

die mög­lich­kei­ten die mir für den vor­trag ein­ge­fal­len sind (da­ten­ge­win­nung, ei­nen draht zum nut­zer, ein­fa­ches, ge­ziel­tes white­lis­ting) sind noch sehr aus­bau­fä­hig und in den letz­ten ta­gen sind mir noch min­des­tens 3 wei­te­re gute grün­de für so eine her­an­ge­hens­wei­se ein­ge­fal­len. aber dazu viel­leicht dem­nächst mal mehr.


„Wer­be­ter­ror im In­ter­net? — evt. hier er­fra­gen“

felix schwenzel


Photo by felix schwenzel on September 23, 2013. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

»wer­be­ter­ror im in­ter­net?«


links vom 24.09.2013

felix schwenzel

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  t3n.de: Mit brei­ter Brust: „Am 10. Ok­to­ber wer­den sie alle auf die Huf­fing­ton Post gu­cken!“   #

ich wünsch mir so sehr, mal für die huf­fing­ton post schrei­ben zu dür­fen!

ist das nicht toll? da schreibt man ein­fach rein und tau­sen­de von men­schen kön­nen ei­nen po­ten­zi­ell le­sen. war­um hat das nie­mand schon vor 15 jah­ren er­fun­den?

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  augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de: Ok­to­ber­fest 2013: Ers­ter Wiesn-Tag: Sie­ben Maß­krug­schlä­ge­rei­en und 555 Ver­letz­te   #

pa­trick brei­ten­bach dazu:

Die Blü­ten ei­ner vor­bild­li­chen Dro­gen­po­li­tik. Nicht. Aber ich er­ah­ne was nun fol­gen wird: Mehr Si­cher­heit beim sau­fen.

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  hei­se.de/ct: Hin­ter den Ku­lis­sen ei­nes Rou­ter-Bot­nets   #

die fritz­box-mel­dun­gen die ich auf face­book mit­be­kom­me, sind ent­we­der mel­dun­gen dass es ein firm­ware­up­date mit vie­len neu­en fea­tures gibt oder das fritz­bo­xen von den an­grif­fen auf rou­ter, über die die pres­se be­rich­tet, nicht be­trof­fen sind.

ich bin mal ge­spannt wie die pres­se­ab­tei­lung re­agiert, wenn tat­säch­lich mal fritz­bo­xen be­trof­fen sind.

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  ham­burgi­n­eng­lish.tumb­lr.com: The old Elbe tun­nel: let’s get down   #

will rolls über den al­ten elb­tun­nel in ham­burg (in eng­lisch).

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  vowe.net: Sen­sa­ti­on: Glas ist nicht si­cher   #

so is­ses. eine oder zwei durch­sich­ti­ge schei­ben aus zer­brech­li­chem ma­te­ri­al sol­len woh­nun­gen si­chern? die si­cher­heits­schlös­ser an un­se­ren woh­nungs­tü­ren sind üb­ri­gens auch schon längst ge­hackt.

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  frank­zim­mer.de: „Wo­her kommt die­ser un­glaub­li­che Hass, die­se Häme auf die FDP?“   #

frank zim­mer er­klärt wo­her der hass auf die FDP kommt und schliesst so:

Die­se Par­tei brauch­t's nicht. Ver­knei­fen wir uns aber den in­ne­ren Au­to­kor­so. Das Miss­ma­nage­ment der FDP-Spit­ze kos­tet im­mer­hin meh­re­re hun­dert Ar­beits­plät­ze.

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  ste­fan-nig­ge­mei­er.de: Kön­nen wir jetzt bit­te mal über die Fünf-Pro­zent-Hür­de re­den?   #

ich glau­be da re­den jetzt alle drü­ber. wolf­gang mi­ch­al zum bei­spiel. oder mei­ne hal­be face­book- und twit­ter-time­line. aber, wie im­mer, ar­gu­men­tiert ste­fan nig­ge­mei­er be­son­ders über­zeu­gend.

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  han­no.de: Wahl, Aus­weis­pflicht und Wahl­fäl­schung   #

han­no zul­la, der auch als wahl­hel­fer ar­bei­tet, zum „The­ma Bun­des­tags­wahl, Aus­weis­pflicht und Wahl­fälsch­bar­keit“.

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  litt­le­big­de­tails.com: iOS 7 Maps - When zoo­med out using the sa­tel­li­te view, you can see the day/night real­time   #

stimmt. wenn man in der maps.app im sa­tel­li­ten-mo­dus raus­zoomt, kann man die ta­ges- und nacht­zo­nen un­ter­schei­den und den glo­bus dre­hen.


ver­dreht

felix schwenzel


links vom 23.09.2013

felix schwenzel

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  ta­ges­spie­gel.de: Die Wahl­er­geb­nis­se aus Ber­lin   #

mei­ne bei­den stim­men ha­ben ver­lo­ren: die pi­ra­ten auf bun­des­ebe­ne schlech­ter als als die FDP und öz­can mut­lu scheint in mit­te kein di­rekt­man­dat be­kom­men zu ha­ben. so macht wäh­len kei­nen spass.

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  spie­gel.de: Tou­ch­ID: CCC hackt Fin­ger­ab­druck-Scan­ner des iPho­ne 5S   #

das war ab­seh­bar. was mich wun­dert ist, dass ap­ple beim the­ma te­le­fon si­chern und ver­schlüs­seln kei­ne in­tel­li­gen­te­ren (soft­ware) lö­sun­gen an­bie­tet. war­um kann ich nur ein­stel­len ob sich mein ipho­ne nie, so­fort oder nach 1, 2, 3, 4 oder 5 mi­nu­ten sperrt? war­um kann ich es nicht per schüt­tel­ges­te sper­ren? so­etws, eine schüt­tel­ges­te oder eine art pa­nik­schal­ter lies­se sich dann auch be­nut­zen um das te­le­fon si­cher zu ver­schlies­sen, also dass es sich nur noch mit fin­ger­ab­druck und pass­code öff­nen liess. für den all­tag ohne grenz­über­tritt oder be­geg­nun­gen mit der staats­ge­walt, lies­se sich dann der fin­ger als schnel­l­öff­ner nut­zen.

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  no­tes.com­pu­ter­no­ti­zen.de: Next: Vor­rats­da­ten­spei­che­rung   #

tors­ten kleinz:

Die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung kommt wie­der. Mit stolz­ge­schwell­ter Brust und ohne Be­wei­se.

wo­bei die fra­ge ist, wel­ches ge­setz in den letz­ten jah­ren mit be­wei­sen und nicht mit ver­mu­tun­gen oder hoff­nun­gen for­mu­liert wur­de -- ge­ra­de im be­reich in­ne­re si­cher­heit.

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  ka­tia­kelm.de/blog: wie mei­ne art­week war   #

die bei­fah­re­rin war auf der art­week. ich bin froh dass ich nicht im­mer mit auf die­se kunst-ver­an­stal­tun­gen muss.

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  an­ders-an­zie­hen.blog­spot.com: Ei­nen Bart wie mei­ne Freun­din   #

vor­bild­li­ches blog­gen aus brüg­ge. mensch­lich, bild­lich, bi­lin­gu­al und trans­pa­rent.


tür­ki­scher bul­gur-sa­lat nach ot­to­lenghi

felix schwenzel

den sa­lat habe ich jetzt schon 3 oder 4 mal ge­macht und je­des­mal hat er bes­ser ge­schmeckt. so­gar das kind, dass sich im­mer über die „ve­ge­ta­ri­sche scheis­se“ die ich ko­che mo­kiert, hat den sa­lat gie­rig ein­ge­at­met. wenn die bei­fah­re­rin wüss­te wie­viel oli­ven­öl in dem re­zept steckt, wür­de sie ihn viel­leicht nicht so be­gie­rig es­sen. aber viel­leicht ja doch.

  • 2 gros­se zwie­beln, fein ge­wür­felt
  • 90 ml oli­ven­öl
  • 2 ess­löf­fel to­ma­ten­mark
  • 4-5 mit­tel­gros­se to­ma­ten, grob ge­wür­felt
  • 120 ml was­ser
  • 400 g gro­ber bul­gur
  • 2 tee­löf­fel gra­nat­ap­fel­si­rup
  • 1 ess­löf­fel zi­tro­nen­saft
  • 6 ess­löf­fel pe­ter­si­lie
  • 3 früh­lings­zwie­beln
  • 2 fri­sche grü­ne chi­li­scho­ten, fein ge­wür­felt
  • 4 knob­lauch­ze­hen, mit der knob­lauch­pres­se ge­quetscht
  • 1 tee­löf­fel ge­mah­le­ner kreuz­küm­mel
  • salz und pfef­fer
  • ker­ne von ei­nem gros­sen gra­nat­ap­fel
  • 1 hand­voll minz­blät­ter

die zwie­bel 5 mi­nu­ten lang fet­tig und gla­sig schwit­zen, da­nach das to­ma­ten­mark 2 mi­nu­ten lang un­ter die zwie­bel­wür­fel rüh­ren. da­nach mit den to­ma­ten­wür­feln noch­mal 4 mi­nu­ten kö­cheln las­sen. kräf­tig sal­zen, 120 ml was­ser zu­ge­ben und wenns kocht, den bul­gur un­ter­rüh­ren. ein paar se­künd­chen las­se ich den bul­gur noch mit­ko­chen, dann den topf von der flam­me neh­men und die rest­li­chen zu­ta­ten ein­rüh­ren.

gra­nat­ap­fel­si­rup ha­ben wir nicht, den las­se ich wie die minz­blät­ter aus or­ga­ni­sa­to­ri­schen grün­den meis­tens weg. statt des si­rups zu­cke­re ich die mas­se mit ei­nem tee­löf­fel zu­cker.

nach un­ge­fähr 20 bis 30 mi­nu­ten ist al­les durch­ge­zo­gen und ser­vier­be­reit. die gra­nat­ap­fel­ker­ne rüh­re ich di­rekt in die lau­war­me mas­se, die kann man aber auch de­ko­ra­tiv drü­ber­streu­en. wahr­schein­lich muss spä­tes­tens jetzt noch­mal kräf­tig nach­ge­sal­zen wer­den.

was ot­to­lenghi in sei­nem re­zept ver­ges­sen hat zu er­wäh­nen: mit leicht ge­sal­ze­nem jo­gurt schmeckt das un­ge­fähr dreis­sig­mal tol­ler und sieht in etwa so aus:


links vom 22.09.2013

felix schwenzel

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  de­sign­ta­ge­buch.de: Goog­le machts nun (wei­test­ge­hend) ohne Ver­läu­fe   #

um mal john­ny ive zu pa­ra­phra­sie­ren: mi­ni­ma­lis­mus ist nicht vorn­hem­lich das weg­las­sen von or­na­ment und über­flüs­si­gem müll, son­dern die er­kennt­nis wie sa­chen bes­ser funk­tio­nie­ren kön­nen, wenn man über­flüs­si­ges weg­lässt. der schwie­ri­ge part ist, her­aus­zu­fin­den was man weg­las­sen kann und was nicht.

da­bei fällt mir no­chet­was ganz an­de­res ein: auf dem on­line ad sum­mit, habe ich den vor­trag ei­nes wahr­neh­mungs­psy­cho­lo­gen ge­se­hen, der dar­auf hin­wies, dass man die wahr­nehm­bar­keit von wer­bung mit be­we­gun­gen und ani­ma­tio­nen stei­gern kann. be­we­gung sug­ge­rie­re dem be­nut­zer un­be­wusst ge­fahr, wes­halb er dann re­flex­ar­tig die po­ten­zi­el­le ge­fah­ren­quel­le prü­fe.

das muss man sich mal auf der zun­ge zer­ge­hen las­sen: das ge­schäfts­mo­del der meis­ten on­line­me­di­en ba­siert dar­auf, die be­nut­zer stän­dig in pa­nik zu ver­set­zen. und die psy­cho­lo­gen, die der in­dus­trie bei der op­ti­mie­rung der „wer­be­wahr­neh­mung“ hel­fen, las­sen nicht mal an­satz­wei­se be­den­ken bei der prä­sen­ta­ti­on die­ser er­kennt­nis­se er­ken­nen.

wenn die wer­be­indus­trie wei­ter le­dig­lich die auf­merk­sam­keit misst, die ihre wer­be­mit­tel er­rei­chen, dann ist man dort dem­nächst wahr­schein­lich auch bald der mei­nung, dass es eine gute idee sein könn­te, kon­su­men­ten auf der stras­se zu ohr­fei­gen. das ga­ran­tiert dann ma­xi­ma­le „wer­be­wahr­neh­mung“ und auf­merk­sam­keit.

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  ant­je­sch­rupp.com: Die­se Me­di­en sind ka­putt   #

ant­je schrupp:

Un­se­re Me­di­en, die­je­ni­gen, die für sich be­an­spru­chen, “Qua­li­täts­jour­na­lis­mus" zu ma­chen und zu de­fi­nie­ren, sind kei­ne In­sti­tu­tio­nen, die für die Ge­samt­heit der Ge­sell­schaft spre­chen. Es sind Män­ner­me­di­en, nicht, weil sie Frau­en ex­pli­zit aus­schlie­ßen wür­den, son­dern weil sie fak­tisch ohne Frau­en aus­kom­men und sich - wie aus dem Kon­zept der Me­di­en­ta­ge ganz of­fen­sicht­lich wird - in ih­rer Selbst­ana­ly­se auch für die An­sich­ten von Frau­en nicht in­ter­es­sie­ren.

ein et­was ra­di­ka­le­rer text von ant­je schrupp, der trotz­dem durch sei­ne ge­las­sen­heit be­sticht. wie üb­ri­gens fast alle tex­te von ant­je schrupp.

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  herz­da­men­ge­schich­ten.de: Ein­mal über die Stra­ße   #

ma­xi­mi­li­an bud­den­bohm über die ur­gross­el­tern sei­ner bei­den söh­ne:

Man muss sich die bei­den als zu­frie­de­ne Leu­te den­ken. Sie ha­ben nie gro­ße An­sprü­che ge­habt.

wie ma­xi­mi­li­an bud­den­bohm dann im fol­gen­den den all­tag der bei­den be­schreibt ist sehr rüh­rend.

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  das­nuf.de: Neu­ig­kei­ten aus dem frisch duf­ten­den Freu­den­tal   #

das nuf macht sich ge­dan­ken über wer­bung und er­fin­det pro­duk­te für män­ner, die den blöd­sinn ent­lar­ven, der für frau­en an­ge­bo­ten wird:

Das Dusch­gel Ei­chel­fresh. Pe­nis-Anti-Odor! Eine Ho­den-Pee­ling-Creme, die ma­kel­lo­se Rein­heit ver­spricht? Ein Fresh­ness-Spray, das man nach je­dem Toi­let­ten­gang auf­sprü­hen kann?

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  hei­se.de: te­le­po­lis.de: Par­tei­en-Emo­ti­cons   #

voll­zi­tat von mar­kus kom­pa:

CDU <> SPD _I_ FDP $ GRÜ­NE m( Die Lin­ke <- Pi­ra­ten ? AfD /€
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  faz.net: Im Ge­spräch mit Goog­le-Spre­cher Ralf Bre­mer: Wir nen­nen es Spon­so­ring-Ver­trag   #

ste­fan schulz, der von der FAZ ein pau­schal­ge­halt be­kommt, be­wirbt ein neu­es goog­le-an­ge­bot, die in­ter­ak­ti­ve wahl­kreis-kar­te, die goog­le in zu­sam­men­ar­beit mit po­li­tik-di­gi­tal an­bie­tet.

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  sub­trac­tion.com: The Plea­su­re of Tiny Things   #


links vom 21.09.2013

felix schwenzel

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  pla­net-in­ter­view.de: Klaus Stutt­mann im In­ter­view: "Ich will kei­nen Po­li­ti­ker ken­nen­ler­nen"   #

tol­les, lan­ges in­ter­view mit klaus stutt­mann:

Ich woll­te aber ur­sprüng­lich Künst­ler wer­den. Nur habe ich die Kunst ir­gend­wann nicht mehr ver­stan­den. Ich konn­te mit der abs­trak­ten Kunst nichts an­fan­gen. Dann habe ich Kunst­ge­schich­te stu­diert, weil ich dach­te, dass ich ich sie viel­leicht über die Theo­rie bzw. die Wis­sen­schaft ver­ste­hen könn­te.

/bild­blog.de

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  phone­b­loks.com: Phone­b­loks   #

schö­ne idee, der ich kon­zep­tio­nell kei­ne chan­ce gebe. denn zu mei­ner über­ra­schung ge­hen nor­ma­le men­schen, also men­schen die sich nicht 24/7 mit tech­nik be­schäf­ti­gen, da­von aus, dass ein te­le­fon län­ger als 4 jah­re hält. mei­ne gross­mutter hat ihr fest­netz­te­le­fon um die 20 jah­re be­nutzt. men­schen die sich ein ge­rät für 5 bis 700 euro kau­fen, er­war­ten dass es auch in 5 oder 10 jah­ren noch funk­tio­niert.

das kon­zept ei­nes mo­du­la­ren smart­fo­nes müss­te eine sehr, sehr lan­ge ab­wärts­kom­pa­ti­bi­li­tät der ein­zel­nen „bloks“ ga­ran­tie­ren. sonst ist es ja witz­los von er­wei­ter­bar­keit oder re­sour­cen­scho­nung zu re­den. das ist aber in ei­ner zeit in der elek­tro­ni­sche kom­po­nen­ten so ra­send schnell wei­ter­ent­wi­ckelt und mi­nia­tu­ri­siert wer­den schwer vor­stell­bar.

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  hei­se.de: te­le­po­lis.de: Ein Uni­ver­sum rund ums Schwar­ze Loch   #

al­les völ­lig un­ver­ständ­lich, aber die mög­lich­keit, dass un­ser uni­ver­sum aus ei­nem schwar­zen loch in ei­nem vier­di­men­sio­an­len uni­ver­sum ent­stan­den sein könn­te ist fas­zi­nie­rend, er­klärt aber ge­nau­so­we­nig über den ur­sprung der welt, wie alle an­de­ren theo­rien. ich glau­be die bes­te er­klä­rung für die ent­ste­hung des uni­ver­sums lau­tet nach wie vor: „PLING! plötz­lich war es da.“

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  litt­le­big­de­tails.com: iOS 7 - The sta­tus bar and icons are lar­ger on the lock screen   #

ich mag iOS7. vor al­lem wie ich mit ei­nem hin­ter­grund­bild die the­me-far­ben und da­mit die stim­mung des te­le­fons kom­plett ver­än­dern kann. und iOS7 hat mein 4S wie­der et­was mensch­li­cher ge­macht: ges­tern habe ich mein it­e­le­fon zum ersten­mal ru­ckeln ge­se­hen.

was aber ein gross­ar­ti­ger witz ist: die ap­ple freun­de.app ist im­mer noch in le­der ein­ge­näht. apro­pos skeu­omor­phis­mus: sind die kar­ten-me­ta­phern in sa­fa­ri.app und er­in­ne­run­gen.app nicht auch eine skeu­omor­phi­sche nach­ah­mung der bü­ro­wirk­lich­keit?

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  mag­da.de: Un­ter­schätz­tes Kraut   #

ein text über bren­nes­seln als köst­lich­keit, in­klu­si­ve re­zept für ein bren­nes­sel-souf­flé. nach­dem kürz­lich un­ser ex­pe­ri­ment mit ei­nem bund lö­wen­zahn in die hose ge­gan­gen ist, wer­de ich das nicht aus­pro­bie­ren. aber ich ich wer­de es aus­dru­cken, für eine zeit ohne strom und gas und su­per­märk­te. dann wer­de ich aus­pro­bie­ren, ob man souf­flé auch im la­ger­feu­er ba­cken kann.

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  an­ders-an­zie­hen.blog­spot.de: Men­schen am Meer   #

smil­la dan­kert hat sich an eine pro­me­na­de in ost­ende ge­setzt und dort men­schen fo­to­gra­fiert die vor­bei­ge­kom­men sind. ich glau­be ja, dass der blick aufs meer uns men­schen schwer emo­tio­na­li­siert oder ro­man­ti­siert. das meer ist die gröss­te na­tür­li­che pro­jekts­flä­che für träu­me und hoff­nun­gen und sehn­süch­te der welt.

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  in­sta­gram.com/ma­no­m­ama: HeNdl uND MAß foRm­Ten diE­seN KöR­Per. MeY häLt iHn zu­SaM­Men.   #


wer­bung, wer­bung, wer­bung — und im­mer an die le­ser den­ken

in etc

das ist die ver­schrift­lich­te ver­si­on mei­ner key­note, den ich am 17. sep­tem­ber auf dem on­line ad sum­mit in köln ge­hal­ten habe. die ei­gent­li­che prä­sen­ta­ti­on ent­hält ei­ni­ge ani­ma­tio­nen und fil­me und schnel­le fo­li­en-wech­sel, wes­halb es we­nig sinn er­gibt, die fo­li­en ein­fach so zu ver­öf­fent­li­chen. ich den­ke aber, dass die­ser text den vor­trag an­ge­mes­sen wie­der­gibt.


ich wur­de, wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe, ein­ge­la­den, weil ich vor ein paar mo­na­ten öf­fent­lich zu­ge­ge­ben habe, wer­bung zu blo­ckie­ren. in mei­nem blog, dass üb­ri­gens auch wer­bung schal­tet. der an­lass mei­nes ar­ti­kels war die kam­pa­gne meh­re­rer gros­ser me­di­en­häu­ser.

ich habe mich al­ler­dings über die be­grün­dun­gen ge­wun­dert, ins­be­son­de­re die ei­nes spie­gel on­line mit­ar­bei­ters (frank pa­ta­long), der (auf sei­nem pri­vat­blog) zum wie­der­hol­ten male da­von sprach, dass es ei­nen jahr­zehn­te-al­ten deal zwi­schen nut­zern und ver­la­gen gäbe, der jetzt von den nut­zern ge­bro­chen wür­de:

Wir lie­fern Ih­nen kos­ten­frei In­hal­te, und Sie se­hen sich da­für im Um­feld Wer­bung an.
— Frank Pa­ta­long

mit mir wur­de die­ser deal nie ge­schlos­sen. ju­ris­tisch, wie mich jens pöp­pel­mann auf­klär­te, über die AGB der sei­ten­be­trei­ber, mög­li­cher­wei­se schon — aber ei­nen be­wuss­ten deal gab es mei­ner mei­nung nach nie.

jetzt schüt­teln sie, wie frank pa­ta­long, mög­li­cher­wei­se in­ner­lich den kopf, was ich denn glau­ben wür­de, wie sich on­line-me­di­en fi­nan­zier­ten. mög­li­cher­wei­se glau­ben sie auch, dass ich die rea­li­tät igno­rie­re, ahn­ung­los bin oder, wie pa­ta­long das aus­drück­te, be­scheu­ert bin.

mein ver­ständ­nis von ei­nem deal ist et­was an­ders. wenn ei­ner in ber­lin alte sa­chen los­wer­den will, stellt er sie in den haus­flur oder auf die stras­se. die kann man dann ein­fach mit­neh­men. wir ha­ben das kürz­lich mit ei­nem al­ten ba­de­zim­mer­schrank ge­macht. auf die stras­se ge­stellt, nach 10 mi­nu­ten war der schrank weg. ein ein­fa­cher deal.

be­din­gun­gen an et­was, das auf der stras­se steht, zu knüp­fen, ist zu­min­dest in ber­lin, schwie­rig. wenn sie das wol­len, müs­sen sie mit den leu­ten re­den!

ge­nau­so wie ih­nen mein ba­de­zim­mer­schrank egal ist, ist mir ist als kon­su­ment die fi­nan­zie­rung ei­nes web-an­ge­bots und die or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tur ei­nes me­di­en­hau­ses, erst­mal egal.

wenn mich bei­spiels­wei­se die spie­gel-ti­tel­ge­schich­te in­ter­es­siert, kau­fe ich das heft. fer­tig.

ich kau­fe das heft nicht um qua­li­täts-jour­na­lis­mus zu fi­na­zie­ren, oder die vier­te macht im staat zu stär­ken.

ich kau­fe den spie­gel, weil mich die in­hal­te in­ter­es­sie­ren. on­line ist das nicht an­ders. was den spie­gel ver­an­lasst seit über 10 jah­ren kos­ten­los in­hal­te ins netz zu kip­pen ist für mich als kon­su­ment zweit­ran­gig.

was ich sa­gen will: wenn sie ein pro­blem ha­ben, spre­chen sie mit uns.
sie ken­nen das aus ih­rer ehe. ohne dia­log auf au­gen­hö­he funk­tio­niert eine be­zie­hung auf dau­er nicht.

Wenn du willst dass dei­ne Le­ser dich ernst­neh­men und un­ter­stüt­zen, musst du sie auch ernst neh­men.

je­man­dem von dem man auf­merk­sam­keit er­war­tet, soll­te man de­fi­ni­tiv auch (sehr viel) auf­merk­sam­keit schen­ken.

go­lem hat das nach dem auf­ruf wer­be­blo­cker zu de­ak­ti­vie­ren mal ge­macht. ein­fach eine um­fra­ge un­ter den le­sern ge­star­tet und sie ge­fragt, war­um sie ad­blo­cker nut­zen, wel­che wer­bung sie stört, wel­che sie ak­zep­ta­bel fin­den. mit ei­nem er­staun­lich kon­struk­ti­ven und er­kennt­nis­rei­chen er­geb­nis üb­ri­gens.

es ha­ben sich vie­le sehr le­ser be­tei­ligt, die wei­ter­hin ein kos­ten­lo­ses an­ge­bot wahr­neh­men wol­len, aber un­ter um­stän­den auch zah­lungs­be­reit­schaft zei­gen.

die an­de­ren an der kam­pa­gne be­tei­lig­ten me­di­en ha­ben ihre le­ser nie ge­fragt. oder die kam­pa­gne öf­fent­lich­keit­wirk­sam aus­ge­wer­tet.

ich wür­de mir wün­schen, dass die ver­le­ger, die me­dia­agen­tu­ren und die wer­be­trei­ben­den sich (auch) für mich in­ter­es­sie­ren wür­den — und das nicht nur in sonn­tags­re­den oder mit lip­pen­be­kennt­nis­sen. oder mit in­for­ma­ti­ons­schrei­ben ohne ant­wort­mög­lich­keit.

"Ihre Mei­nung ist uns wich­tig!", Ab­sen­der: no_re­p­ly@...

— Juer­gen Eich­holz (@jke) July 31, 2013

ich weiss, sie ver­su­chen al­les mög­li­che über die men­schen de­nen sie wer­bung zei­gen her­aus­zu­fin­den. aber viel­leicht ha­ben sie in den letz­ten jah­ren auch die fal­schen fra­gen ge­stellt.

die fol­gen­de zahl stammt von jens pöp­pel­mann vom OVK. und bei tech­nisch-ori­en­tier­ten Web­sei­ten liegt die quo­te um ein viel­fa­ches hö­her, bei ca. 60%.

Der OVK setzt sich laut Pöp­pel­mann in­ten­siv mit dem Pro­blem aus­ein­an­der, will ver­ste­hen, war­um User Ad­blo­cker ver­wen­den. "Wenn wir die Grün­de ken­nen, kön­nen wir dar­über nach­den­ken, wie wir ih­nen ent­ge­gen­tre­ten und ob sich die Pro­ble­me mit Stan­dards lö­sen las­sen

wuv.de, 24.05.2013

trotz der da­ten­men­gen die sie über ihre be­nut­zer sam­meln, un­zäh­li­ge stu­di­en, um­fra­gen, schei­nen sie so gut wie nichts über ihre be­nut­zer zu wis­sen. und sie ge­ben es selbst zu! was ich gut fin­de!

jah­re­lang hat es ge­reicht dem be­nut­zer heu und was­ser an­zu­bie­ten um auf­merk­sam­keit zu be­kom­men.

aber men­schen sind kom­pli­zier­ter als tie­re. und das be­kom­men sie jetzt zum ers­ten mal zu spü­ren.

fra­gen sie die men­schen. er­grei­fen sie die chan­ce und fra­gen sie nach!

dass es geht, zeigt face­book:

face­book macht das sehr ge­schickt. wenn ich die an­zei­ge für gold und mün­zen zum xten mal ge­se­hen habe und nicht mehr se­hen will, bie­tet face­book mir an, sie weg­zu­kli­cken und fragt mich dann, ob ich die an­zei­ge, oder alle an­zei­ge von der be­tref­fen­den fir­ma weg­kli­cken möch­te …

… und aus­ser­dem nach mei­nen grün­den.

sie glau­ben gar nicht, wel­che freu­de und be­frie­di­gung mir das als be­nut­zer be­rei­tet. und jetzt sa­gen sie nicht, sie sei­en doch nicht im wer­be-ge­schäft, um be­nut­zern oder ty­pen wie mir eine freu­de zu ma­chen. soll­ten sie aber viel­leicht.

Wir ha­ben heu­te viel mehr Wer­be­ka­nä­le als frü­her. Et­li­che Un­ter­neh­men den­ken, dass sie jetzt die Men­schen im­mer und über­all be­hel­li­gen müs­sen. Doch es geht nicht um Auf­merk­sam­keit, son­dern um Sym­pa­thie. Sonst wird Wer­bung zum Bu­me­rang.

Vol­ker Ni­ckel

vol­ker ni­ckel, der ehe­ma­li­ge spre­cher des wer­be­rats, sieht das, wenn ich ihn rich­tig ver­ste­he, ähn­lich wie ich; es geht nicht nur um auf­merk­sam­keit, son­dern auch um sym­pa­thie!

war­um sehe ich nir­gend­wo, aus­ser auf face­book, die mög­lich­keit ein­zel­ne, ner­vi­ge wer­bung weg­zu­kli­cken?

der frei­tag bie­tet seit der ad­blo­cker-ak­ti­on an, wer­bung aus­zu­blen­den.

lei­der nur für die je­wei­li­ge sei­te, die ein­stel­lung wird nicht ge­spei­chert. auf der nächs­ten sei­te wird die wer­bung wie­der ge­la­den und an­ge­zeigt.

aber ich ahne, war­um sie den be­nut­zern kei­ne mög­lich­keit bie­ten wer­bung ge­ne­rell oder spe­zi­fisch aus­zu­blen­den. sie, die ver­le­ger und die me­dia­agen­tu­ren wer­den schliess­lich meis­tens nach ein­blen­dun­gen (TKP) be­zahlt. aus­ser­dem ist so­was na­tür­lich tech­nisch nicht ganz tri­vi­al um­zu­set­zen. aber der haupt­grund dürf­te sein, dass sie so­et­was als ver­lo­re­nen ad­view se­hen, also als ei­nen ver­lust — und nicht als ge­winn.

aber ver­su­chen sie mal um­zu­den­ken. oder wa­gen sie ein ge­dan­ken-ex­pe­ri­ment.

stel­len sie sich nur mal für ei­nen mo­ment vor,

  • wel­che da­ten sie da­mit hät­ten ge­win­nen kön­nen!
  • was sie über ihre be­nut­zer hät­ten ler­nen kön­nen!
  • wie ein­fach sie ei­nen white­lis­ting-pro­zess hät­ten ge­stal­ten kön­nen! (also ein­zel­ne sei­ten vom wer­be­blo­cker aus­zu­neh­men)

mög­li­cher­wei­se ist der ge­dan­ke eine schnaps­idee oder er ge­fällt ih­nen nicht, aber be­hal­ten sie ihn heu­te ein­fach mal im hin­ter­kopf. auch wenn sie glau­ben, dass man be­nut­zer ab und an mit ein biss­chen bling-bling ner­ven muss um er­folg­reich zu wer­ben, sie ver­lie­ren nichts, wenn sie mehr über die be­dürf­nis­se ih­rer be­nut­zer er­fah­ren. fra­gen sie ihre be­nut­zer ein­fach!


wo­mit wir beim the­ma sind, sie ha­ben sich das be­stimmt schon ge­fragt:
war­um be­nut­ze ich wer­be­blo­cker? die ant­wort ist ein­fach. aus dem glei­chen grund war­um sich hun­de eier le­cken. weil es geht. weil es vor al­lem ein­fach geht. wenn es ein an­ge­bot gibt, das das le­ben leich­ter oder an­ge­neh­mer macht, wird es wahr­ge­nom­men. vor al­lem wenn es kos­ten­los oder mit we­nig mühe zu im­ple­men­tie­ren ist. ein ad­blo­cker ist mit zwei klicks in­stal­liert.

da­nach la­den web­sei­ten schnel­ler, se­hen bes­ser aus, die lüf­ter dre­hen sich we­ni­ger oft. so kön­nen sie »ki­los ver­lie­ren und trotz­dem es­sen was schmeckt.«

im prin­zip ist ad­blo­cken wie au­to­fah­ren. be­quem. prak­tisch. ein­fach. bis sich das be­wusst­sein durch­ge­setzt hat, dass es auch schäd­lich für die um­welt ist, töd­lich für fuss­gän­ger oder schlecht für die le­bens­qua­li­tät von städ­ten sein kann, hat es je­weils ein paar jahr­zehn­te ge­dau­ert.

also müss­ten sie be­wusst­sein schaf­fen. ein be­wusst­sein schaf­fen, dass wer­bung nö­tig ist für die re­fi­nan­zie­rung von me­di­en­an­ge­bo­ten.

zu­min­dest der op­ti­mist in mir glaubt, dass das hel­fen könn­te. und: laut go­lem ist die blo­cker-quo­te bei go­lem.de nach der kon­zer­tier­ten ad-blo­cker-ak­ti­on um 20 bis 25% zu­rück­ge­gan­gen.

ich habe nach der ak­ti­on (und der be­auf­tra­gung für die­sen vor­trag) üb­ri­gens mei­nen ad­blo­cker kom­plett de­ak­ti­viert.

aber da­für habe ich ghos­tery wei­ter­hin ak­ti­viert ge­las­sen. ghos­tery ist ein track­ing-blo­cker. da­mit sie nicht al­les le­sen müs­sen was ghos­tery hier über sich schreibt, er­läu­te­re ich mal an ei­nem bei­spiel, wie ghos­tery funk­tio­niert und war­um ich es nut­ze und war­um es ih­nen kopf­schmer­zen be­rei­ten soll­te.

wenn eine sei­te, hier eine auf sued­deut­sche.de, ei­nen na­ti­ven face­book-like but­ton ein­bet­tet, kommt die­ser but­ton di­rekt von face­book. er wird von face­book aus­ge­lie­fert, zu­sam­men mit meh­re­ren ki­lo­gramm ja­va­script-code, der auf mei­nem rech­ner aus­ge­führt wird. wenn ich dann die­se sei­te be­su­che, er­kennt face­book, egal ob ich den but­ton kli­cke oder nicht, dass ich das face­book-mit­glied fe­lix schwen­zel bin und ge­ra­de eine sei­te auf sued­deut­sche.de be­su­che. face­book kann so mei­ne sei­ten­be­su­che quer durch das netz be­ob­ach­ten und spei­chern. mit ghos­tery kann ich ver­hin­dern, dass die­se späh-but­tons über­haupt la­den. ich kann mir zu­dem spa­ren, auf je­der ein­zel­nen sei­te die ich be­su­che, die da­ten­schutz­er­klä­rung zu le­sen. der da­ten­schutz fin­det bei mir auf dem rech­ner statt. na­tür­lich kann ich auch an­bie­ter oder gan­ze web­sites auf eine weis­se lis­te set­zen (vom blo­ckie­ren aus­neh­men), aber die kon­trol­le ist zu 100% bei mir.

der ef­fekt von ghos­tery ist ver­gleich­bar mit dem ei­nes ad­blo­ckers.

hier se­hen sie ghos­tery im freund­li­chen mo­dus. in­stal­liert, aber de­ak­ti­viert. ghos­tery zeigt mir, von wo auf süd­deut­sche.de code nach­ge­la­den wird. wenn ich ghos­tery ak­ti­vie­re, blo­ckiert ghos­tery alle von drit­ten nach­ge­la­de­nen scrip­te. und da­mit auch alle an­zei­gen.

le­dig­lich die VG-wort habe ich hier ge­white­lis­tet, der VG-wort tra­cker darf also im­mer ge­la­den wer­den.

der ef­fekt ist, dass kaum noch wer­bung ge­la­den wird, da die bei der SZ of­fen­bar kom­plett von ex­tern aus­ge­lie­fert wird.

in sa­chen wer­bung lässt sich ghos­tery aber leicht aus­trick­sen.

trotz ak­ti­vier­tem ghos­tery wer­den hier alle an­zei­gen auf turi2.de an­ge­zeigt. weil sie „na­tiv“, oder ge­nau­er, vom ei­ge­nen ser­ver aus­ge­lie­fert wer­den. so­gar im RSS-Feed (oder eben news­let­ter) ist die wer­bung zu se­hen.

eben habe ich ge­sagt, dass sie ein be­wusst­sein schaf­fen müs­sen.
wenn ich mir die­se um­fra­ge an­se­he, fürch­te ich aber dass das schwie­rig wer­den könn­te.

wenn selbst men­schen die ihre bröt­chen zum gros­sen teil mit wer­bung ver­die­nen so den­ken, ha­ben sie de­fi­ni­tiv ein pro­blem.

(die­se mini-um­fra­ge ist un­re­prä­sen­ta­tiv, aber zeigt klar das pro­blem dem sie ge­gen­über­ste­hen: ad­blo­cken und bug­blo­cken funk­tio­niert, also wird es an­ge­wen­det.)

95% ad­blo­cker-quo­te — das ist die po­ten­zi­el­le ge­fahr der sie ge­gen­über­ste­hen. zu­fäl­li­ger­wei­se ist das üb­ri­gens auch die män­ner­quo­te bei den re­fe­ren­ten heu­te, beim on­line ad sum­mit.

und jetzt?

frü­her muss­ten sie nur auf­merk­sam­keits­schran­ken über­win­den. bei­spiels­wei­se den gröss­ten feind der fern­seh­wer­bung. den ad­blo­cker 1.0:

die aus­schlä­ge (last­spit­zen) auf dem dia­gramm zei­gen die ak­ti­vi­tät des gu­ten al­ten toi­let­ten-fern­seh­wer­bungs-blo­cker zur halb­zeit­pau­se des su­per­bowls, zum drit­ten spiel­vier­tel und zum spie­len­de.

sie müs­sen jetzt an vie­len fron­ten kämp­fen:
eine tech­ni­sche auf­rüs­tung der be­nut­zer be­ob­ach­ten sie schon seit ein paar jahr­zehn­ten, spä­tes­tens seit der er­fin­dung des vi­deo­re­kor­ders. in den letz­ten 10 jah­ren hat sich an der tech­ni­schen front sehr viel ge­tan, aber am grund­kon­flikt zwi­schen wer­be­trei­ben­den und kon­su­men­ten nicht so viel, denn:

(quel­le)

die tech­no­lo­gie än­dert sich, aber nicht die men­schen. was sich auch än­dert, ist das ge­sell­schaft­li­che kli­ma. hier ist ein ar­ti­kel aus der ad­week vom frei­tag, der als fol­ge des NSA-skan­dals schwer­wie­gen­de fol­gen für das tar­ge­ted ad­ver­ti­sing vor­aus­sagt:

The fin­dings have huge im­pli­ca­ti­ons for the tar­ge­ted ad­ver­ti­sing be­cau­se the more con­cer­ned In­ter­net users are about pri­va­cy, the more li­kely they are to ch­an­ge set­tings and block track­ing.

im ar­ti­kel steht grob, dass, je mehr sich die Be­nut­zer Sor­gen um ihre pri­vat­s­hä­re ma­chen, des­to eher wür­den sie sich zum blo­ckie­ren von track­ing ent­schei­den.

was dort nicht steht: be­nut­zer ten­die­ren dazu das kind mit dem bade aus­zu­schüt­ten.

ich be­zweif­le das die be­nut­zer bei ih­rer sor­ge um pri­vat­s­hä­re die pri­vat­s­hä­ren-an­ge­bo­te der in­dus­trie (ihre an­ge­bo­te) auf­su­chen — oder fin­den.

www.you­ron­line­choices.com/de/praf­e­renz­ma­nage­ment

ich sehe den gu­ten wil­len bei die­sem an­ge­bot der wer­be­wirt­schaft. aber der nut­zen ist ein­ge­schränkt und bei der ein­fach­heit und be­die­nungs­freund­lich­keit ha­pert es noch. ich glau­be sie wer­den es echt schwer ha­ben mit ih­ren an­ge­bo­ten mit 2-klick in­stal­la­tio­nen von wer­be-blo­ckern zu kon­ku­rie­ren.

wie­gen sie sich üb­ri­gens nicht in si­cher­heit, weil ad­block plus oder ghos­tery aus et­was win­di­gen quel­len stam­men, bzw. frag­wür­di­ge ge­schäfts­mo­del­le ver­fol­gen. die tech­nik, das prin­zip be­kom­men sie nicht mehr weg. es gibt vie­le al­ter­na­ti­ven zu je­der ein­zel­nen lö­sung.

evi­don, der her­stel­ler hin­ter ghos­tery ver­kauft üb­ri­gens ge­nau das, wo ge­gen ghos­tery schüt­zen soll: (un­ter an­de­rem) track­ing-lö­sun­gen.

die kol­le­gen fin­den sie auch auf der dmex­co (hal­le 7, stand F-061). ob die kol­le­gen von ad block plus auch auf der dmex­co sind, weiss ich nicht.

aber ich schwei­fe ab. das ist was sie be­reits tun.

aber, ein tech­ni­scher wett­lauf oder ad­blo­cker­er­ken­nung oder eine sper­rung von in­hal­ten bei ak­ti­vier­ten ad­blo­ckern wird ih­nen wahr­schein­lich nur kurz­fris­tig hel­fen.

war­um ein tech­ni­sche wett­rüs­ten ih­nen nicht hel­fen wird steckt in die­ser fra­ge.

spam ist dank leis­tungs­fä­hi­ger ad­blo­cker, äh spam­fil­ter, kein wachs­tums­markt mehr.

spam wird so gut ge­fil­tert, dass die leu­te jetzt schon bü­cher kau­fen um spam-emails zu le­sen.

ein an­de­res bei­spiel wo das tech­ni­sche wett­rüs­ten zu­guns­ten der ver­brau­cher aus­ge­gan­gen ist, ist DRM.


hier ist, was ich glau­be was ge­gen ad­blo­cker hel­fen könn­te. ver­mut­lich er­zäh­le ich ih­nen nichts neu­es. und sie tun vie­les da­von mög­li­cher­wei­se be­reits.

  • noch mehr, noch hö­he­re qua­li­tät statt mas­se — und zwar im sin­ne von bes­se­rer wer­bung, aber auch im sin­ne von bes­se­rer, be­nut­zer­freund­li­che­rer tech­nik
  • kon­zen­tra­ti­on auf krea­ti­vi­tät statt auf stan­dards. ich mei­ne das auch in dem sin­ne, dass die wer­bung so wer­den muss, dass men­schen sie nach­fra­gen. das geht nur, wenn sie ihre krea­ti­ven von der lei­ne las­sen.
  • aus­ser­dem, wie ge­sagt, eine ra­di­ka­le be­nut­zer­ori­en­tie­rung — im sin­ne von be­nut­zer­freund­lich­keit — und nicht be­nut­zer­kon­fron­ta­ti­on
  • und tech­nisch wer­den sie wohl nicht um neue wer­be­for­men wie na­ti­ve ein­bin­dung von wer­bung kom­men. wenn sie sich wei­ter­hin auf „klas­si­sche on­line­wer­bung“ kon­zen­trie­ren, be­kom­men sie ech­te pro­ble­me. sage nicht nur ich.
  • ver­ges­sen sie nicht re­gel­mäs­sig und of­fen über ihre pro­ble­me zu re­den um ein be­wusst­sein da­für zu schaf­fen.

ich wer­fe jetzt kurz ei­nen blick auf be­reits exis­tie­ren­de na­ti­ve wer­be­for­men und was be­nut­zer­ori­en­tie­rung be­deu­ten könn­te.


  • wie turi2 tra­cker­blo­cker oder wer­be­blo­cker aus­trickst habe ich ja schon oben ge­zeigt. das ist stein­zeit­tech­nik ge­gen high­tech.
  • face­book hat nicht ei­nen tra­cker auf der sei­te. ghos­tery blen­det auf face­book nichts aus.
  • oder dar­ing fire­ball: auf dem blog von john gru­ber gibts eine ein­zi­ge an­zei­ge. aus­ser­dem gibt es jede wo­che ei­nen RSS-feed-spon­sor. der spon­sor wird auf der sei­te und im RSS-feed vor­ge­stellt (bei­spiel), un­block­bar aber gleich­zei­tig üb­ri­gens auch sehr ziel­grup­pen­spe­zi­fisch. eine wo­che feed-spon­sor­ship auf dar­in fire­ball kos­tet $8500 und ist oft über wo­chen hin­weg aus­ge­bucht.
  • auf der start­sei­te von buzzfeed ist kein ein­zi­ges ban­ner zu se­hen, aber da­für zwei ge­spon­sor­te ar­ti­kel. auf den ein­zel­nen ar­ti­kel­sei­ten weiss man zwar nicht ob buzzfeed-au­toren sie für veri­zon ge­schrie­ben ha­ben, oder ob die pres­se­ab­tei­lung von veri­zon sie ver­fasst hat. je­der spon­sor hat eine art mi­cro­si­te auf buzzfeed, hier die veri­zon-mi­cro­si­te. jour­na­lis­ten mö­gen jetzt den kopf schüt­teln, aber buzzfeed ist mit sol­chen grenz­über­schrei­tun­gen irre er­folg­reich.

das ist eine sei­te aus ba­rack oba­mas wahl­kampf-tumb­lr. hier hat das wahl­kampf­team im wahl­kampf un­men­gen ani­mier­ter gifs und bild­ma­te­ri­al hoch­ge­spielt.

und die be­nut­ze­er sha­ren und tei­len die­se in­hal­te auf ih­ren ei­ge­nen blogs oder web­sei­ten. frei­wil­lig. und in gros­ser zahl. oba­ma hat wer­be­hung­ri­ge men­schen ge­füt­tert — mit qua­li­täts­in­hal­ten.

sie ken­nen alle die­se in­fo­gra­fi­ken, bzw. sind si­cher­lich schon­mal über eine da­von ge­stol­pert. nur ein bei­spiel: kas­pers­ky bie­tet die­se in­fo­gra­fi­ken in gros­ser zahl an. und ob­wohl die jetzt nicht be­son­ders toll oder vi­ral sind, ist die ver­tei­lungs­quo­te ganz be­ein­dru­ckend.

um die 70 fund­stel­len die­ses bil­des mel­det goog­le. in echt dürf­te die zahl um ei­ni­ges hö­her lie­gen. aber: gute wer­bung die min­des­tens 70 web­sei­ten kos­ten­los ver­tei­len.

wie bei in­fo­gra­fi­ken, kann ich mir vor­stel­len, dass wer­bung mit ein­fach ein­ge­bet­te­ten bil­dern gut funk­tio­nie­ren wür­de. ohne track­ing, na­tiv in ar­ti­kel ein­ge­bun­den, even­tu­ell mit et­was wie ei­nem af­fi­lia­te link und pau­schal oder pro klick be­zahlt — ich wür­de es ma­chen.

im prin­zip ist die her­aus­for­de­rung die qua­li­tät der print-wer­bung auch on­line zu eta­blie­ren. ich glau­be fest dar­an, dass das geht.

die fra­ge wie man güns­tig wer­bung glo­bal in re­dak­tio­nel­len kon­text ein­bin­det, hat red bull vor ein paar mo­na­ten ul­ti­ma­tiv be­ant­wor­tet. na­ti­ve­re wer­bung kann ich mir kaum vor­stel­len.


mit be­nut­zer­ori­en­tie­rung mei­ne ich üb­ri­gens nicht so­et­was:

son­dern: ver­su­chen sie vom kon­su­men­ten her zu den­ken.
ver­su­chen sie sich von ih­rer be­triebs­blind­heit frei zu ma­chen und den be­dürf­nis­sen der men­schen mehr zu ent­spre­chen. wenn ich das mit der wer­bung rich­tig ver­stan­den habe, geht es nicht nur um die psy­cho­lo­gie des wer­be­kun­den, son­dern auch um die psy­cho­lo­gie des kon­su­men­ten.

al­ler­dings ist die psy­cho­lo­gie der kon­su­men­ten sehr viel­schich­tig. zum bei­spiel ist von al­lem was ich ih­nen in den letz­ten 20 mi­nu­ten er­zählt habe, auch das ge­gen­teil wahr. der kon­su­ment ist zu kom­plex für ein­fa­che ant­wor­ten (und fra­gen). be­nut­zer sind nicht alle gleich.

wer­bung ist zu bunt? dem nut­zer kann es manch­mal gar nicht bunt ge­nug sein.

das ist ein ty­pi­sches tumb­lr-blog, mit hun­der­ten, rie­si­gen ani­mier­ten gifs, die au­to­ma­tisch nach­la­den beim scrol­len. die leu­te lie­ben das, auch wenn die CPU-last mit so­was ex­rem in die höhe geht. bei mir ist durch das be­trach­ten der start­sei­te von gif­sand­mo­vies.tumb­lr.com die CPU-last auf knapp 80% an­ge­stie­gen.

kon­su­men­ten ha­ben et­was ge­gen track­ing? ach­ten auf da­ten­schutz?

manch­mal kön­nen die nut­zer gar nicht ge­nug da­ten los­wer­den. vie­len ist es schlicht egal — wenn sie et­was da­von ha­ben.

(das icon ist von whats­app, eine nach­rich­ten-app, die da­für be­rüch­tigt ist, die kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten der be­nut­zer sehr schlecht zu schüt­zen und bei der erst­be­nut­zung das kom­plet­te adress­buch auf den whats­app-ser­ver zu la­den.)

kon­su­men­ten has­sen flash?

manch­mal lie­ben sie es auch: wenn sie ei­nen mehr­wert da­von ha­ben. oder wenn es bes­ser funk­tio­niert als HTML5

wer­bung ist un­be­liebt?

ich kann mich noch er­in­nern dass leu­te ins kino ge­gan­gen sind, um sich wer­bung an­zu­se­hen.

oder dass wer­be­pla­ka­te ge­stoh­len wur­den und ein fern­seh­mo­de­ra­tor da­für eine nacht im knast ver­bracht hat.

das ist der kon­flikt den wir kon­su­men­ten in den nächs­ten jah­ren mit uns selbst aus­fech­ten müs­sen.
und im prin­zip eine ih­rer chan­cen!

wenn sie mö­gen, no­tie­ren sie sich aber schon­mal »da­ten­spar­sam­keit« als künf­ti­ges mar­ke­ting buz­zword. da­ten­spar­sam­keit ist das neue bio.

Give peo­p­le what they want, when they want it, in the form they want it in.

Ke­vin Spacey

ge­ben sie den leu­ten was sie wol­len. das hat ke­vin spacey kürz­lich in ei­nem sen­sa­tio­nell tol­len vor­trag vor fern­seh­ma­chern ge­sagt. die schwie­rig­keit für sie ist: sie müs­sen erst her­aus­fin­den was die leu­te wol­len. aber da­für ha­ben sie ja krea­ti­ve (das hat spacey üb­ri­gens auch ge­sagt).

es ist ganz ein­fach, ge­ben sie den nut­zern was sie wol­len.

  • freu­de, un­ter­hal­tung, in­for­ma­ti­on, also ge­schich­ten
  • kon­trol­le
  • mehr­wert (ei­nen deal)
  • kom­fort

das ist auch schon mein fa­zit:

  • ich glau­be ge­gen blo­cker kom­men sie auf lan­ge sicht nicht an.
  • ge­hen sie in die of­fen­si­ve und bie­ten sie sol­che tools selbst an — be­hal­ten (oder ge­win­nen) sie die kon­trol­le. den­ken sie zu­min­dest drü­ber nach.
  • ler­nen sie mehr über ihre be­nut­zer, ver­su­chen sie ihre sym­pa­thien zu ge­win­nen. sie kön­nen das — wenn sie nicht nur ihre da­ten­ban­ken be­fra­gen, son­dern auch ihre krea­ti­ven ran­las­sen
  • ex­pe­ri­men­tie­ren sie, er­fin­den sie vie­le neue wer­be­for­men
  • schaf­fen sie mehr­wert und kom­fort für die be­nut­zer

be­kämp­fen sie die be­nut­zer, die kon­su­men­ten nicht, um­ar­men sie die be­nut­zer.


köln

felix schwenzel

nach drei jah­ren bin ich die­se wo­che mal wie­der in köln ge­we­sen. ich wur­de ein­ge­la­den ei­nen vor­trag zu hal­ten, über wer­bung im in­ter­net. im vor­feld hat­te ich mich schon irre ge­freut, weil ralph cas­pers, ei­ner der mo­de­ra­to­ren und mit­ma­cher der sen­dung mit der maus, die ver­an­stal­tung mo­de­rie­ren soll­te. und dann das:

ich so zu ralph cas­pers: »gros­ser fan!« ralph cas­pers so: »gleich­falls!«
muss jetzt auf­pas­sen nicht vor stolz zu plat­zen.

was ralph cas­pers dann auch noch ge­ditot hat.

nach­dem jetzt also ge­klärt ist, dass ralph cas­pers und ich ge­gen­sei­tig fans sind, muss ich aber noch ei­nen drauf set­zen. weil ich näm­lich fin­de, dass er nicht nur ein su­per fern­seh­mo­de­ra­tor ist, son­dern auch ein su­per ver­an­stal­tungs­mo­de­ra­tor.

der on­line ad sum­mit, den ralph cas­pers am diens­tag mo­de­rier­te, ist jetzt nicht so die art ver­an­stal­tung, auf der gute lau­ne und fröh­lich­keit im vor­der­grund ste­hen. aber trotz­dem hat ralph cas­pers es ab dem ers­ten satz sei­ner mo­de­ra­ti­on ge­schafft mir ein lä­cheln aufs ge­sicht zu zau­bern. er ist wirk­lich wit­zig. dazu kommt, dass er wirk­lich ah­nung vom in­ter­net hat. das sage ich nicht nur, weil er wir­res.net kennt und in sei­nem ad­blo­cker ge­white­lis­tet hat, son­dern weil tors­ten kleinz das ge­sagt hat:

Letz­tens habe ich ihn auf ir­gend­ei­ner Web-Kon­fe­renz mo­de­rie­ren ge­se­hen. Und er hat­te tat­säch­lich Ah­nung von was er sprach. UND: Er kann mo­de­rie­ren. Ohne sich kon­stant selbst auf die Schul­ter zu klop­fen. In der Kom­bi­na­ti­on ein No­vum.

ich weiss zwar nicht ob ein kom­pe­ten­ter und gleich­zei­tig un­prä­ten­tiö­ser mo­de­ra­tor wirk­lich ein no­vum ist, aber ich weiss, dass ralph cas­pers bei­des ist.

was ich aber ei­gent­lich sa­gen woll­te: ich kann ralph cas­pers ohne ein­schrän­kung als mo­de­ra­tor emp­feh­len. ich kann mir vor­stel­len, dass er so un­ge­fähr jede ver­an­stal­tung be­rei­chert.


auf der dmex­co soll an­geb­lich noch schlech­te­rer mo­bil­te­le­fon-emp­fang herr­schen als auf der re­pu­pli­ca. das kann ich nicht be­stä­ti­gen, zu­min­dest am ers­ten tag war ich auf der dem­ex­co im­mer bes­tens ver­bun­den. al­ler­dings traf die dmex­co als mes­se so gar nicht mei­nen nerv.

die­sen mes­se­stand hat ma­ris­sa mey­er vor­letz­tes wo­chen­en­de mit zwei prak­ti­kan­ten ganz al­lei­ne ent­wor­fen

es wa­ren zwar ir­gend­wie alle da die die bei­den wor­te in­ter­net und geld schon­mal in ei­nem satz laut aus­ge­spro­chen ha­ben oder sich zum ziel ge­setzt ha­ben leu­te im in­ter­net zu zäh­len, aus­zu­mes­sen oder zu ver­ar­schen, aber nach dem quer­le­sen von drei hal­len habe ich die ver­an­stal­tung wie­der ver­las­sen und bin lie­ber ein biss­chen durch die in­nen­stadt von köln ge­sch­len­dert. in der in­nen­stadt ist das es­sen auch et­was güns­ti­ger als auf der dmex­co und we­ni­ger war­te­schlan­gen-ver­seucht. kann aber auch sein, dass die aus­hän­ge an den dmex­co-asia bu­den ein witz wa­ren. weil 9 euro für fet­ti­ge asia-nu­deln mit ali­bi-ge­mü­se im kar­ton, kann ja nie­mand ernst­haft ver­lan­gen.

ich hab dann zwar in der in­nen­stadt auch 9 euro aus­ge­ge­ben, aber das war ei­ner­seits frisch zu­be­rei­tet, thai­län­disch und mit ei­ner schor­le ser­viert. im pik thai in der wolfstras­se.

im ma­nu­fac­tum-la­den ist auch al­les mes­se-teu­er, aber weil ich ge­hört habe, dass das brot das dort ver­kauft wird über­agend toll sein soll, habe ich dort mal ei­nen (gros­sen) vier­tel-laib zum pro­bie­ren ge­kauft. ich hof­fe das brot funk­tio­niert bes­ser als die klem­men­den klin­gel­schal­ter von ma­nu­fac­tum.


die aben­de in köln habe ich mit al­ten freun­den ver­bracht, die ich teil­wei­se 8 jah­re nicht ge­se­hen habe. freun­de in köln zu ha­ben ist aus vie­len grün­den sehr schön. man kann sie be­su­chen, mit ih­nen es­sen oder es­sen ge­hen und kölsch oder was­ser trin­ken, aber man kann un­ter um­stän­den auch bei ih­nen über­nach­ten, wenn zu mes­se-zei­ten die ver­blei­be­nen ho­tel­zim­mer bei 300 bis 600 euro pro über­nach­tung los­ge­hen und zim­mer­prei­se von über tau­send euro nicht un­ge­wöh­lich sind. sehr an­ge­tan war ich von der kü­che des al­te­bur­ger hofs. dort habe ich mir eine schlacht­plat­te für 14 euro be­stellt die sehr ex­qui­sit und zi­vi­li­si­ert war. gar nicht so wie man sich deut­sche schlacht­plat­ten vor­stellt, bru­tal, fett und fleisch­trie­fend. son­dern fein por­tio­nier­te klei­ne köst­lich­kei­ten mit ein biss­chen kar­tof­fel­sa­lat, ein biss­chen sau­er­kraut-wurst-sa­lat, et­was pas­te­te, et­was fisch­tar­tar und ein paar köst­lich­kei­ten die ich nicht er­ken­nen konn­te, die aber toll wa­ren.

am tag vor­her hat­te ich in deutz noch das ver­gnü­gen beim me­xi­ka­ner, der sich in den letz­ten 15 jah­ren nicht ei­nen deut ver­än­dert hat, mei­nen per­sön­li­chen klas­si­ker zu es­sen; den spi­nat­sa­lat des cafe espe­cial.

am don­ners­tag bin ich auf dem weg zum bahn­hof an der köl­ner stadt­bi­blio­thek vor­bei­ge­lau­fen und habe mich gleich in die ein­gangs­hal­le ver­liebt, in der un­ter an­de­rem ein ter­mi­nal stand, auf dem man aus­län­di­sche pres­se le­sen könn­te, zwei ku­gel­ses­sel mit an­mon­tier­ten ipads und ganz vie­le cor­bus­sier-ses­sel­chen. aus­ser­dem hing im fens­ter ein pla­kat, auf dem un­ter an­de­rem stand: „web­co­mics — die not­wen­dig­keit zu blog­gen“

ein biss­chen habe ich mich in die­ser wo­che wie­der dar­an er­in­nert, wie schön es ist in köln zu woh­nen. aber ber­lin ist auch toll.

(bild oben: flur­be­leuch­tung mit ster­nen­him­mel)


mei­ne lieb­lings­t­weets seit an­fang sep­tem­ber

felix schwenzel

Han­no Zul­la
@hzul­la

Die SPD wird noch stau­nen, wenn der Stein­brück nach dem Wahl­kampf sei­ne Vor­trags­ho­no­ra­re in Rech­nung stellt.

Der Tag ging los mit Zeu­gen Je­ho­vas vor der Tür. Ich bin jetzt im­mer noch kein Zeu­ge Je­ho­vas, aber die wäh­len jetzt wohl Pi­ra­ten. Epic win.

Ver­pa­ckungs­de­si­gner zwin­gen, ihre ei­ge­nen Ver­pa­ckun­gen zu öff­nen. Ver­lags­ma­na­ger zwin­gen, ihre di­gi­ta­len Abos ein­zu­rich­ten. #ra­che­phan­ta­sien

schwa­dro­neu­se
@schwa­dro­neu­se

hin­ter­hof­nach­barn kar­ren koh­len ran und bei real gibts weih­nachts­stol­len und zimt­ster­ne #sep­tem­ber

schwa­dro­neu­se
@schwa­dro­neu­se

der mann hat ei­nen ver­grös­se­rungs­spie­gel an die wand ge­schraubt. er: jetzt siehst du mal wie du nor­mal gross aus­se­hen könn­test

Max. Bud­den­bohm
@Bud­den­bohm

Sohn II: "Guck mal Papa, in dem Haus da wohnt ein Mäd­chen. Ich hab ge­ra­de den Na­men ver­ges­sen, aber es ist die, die ich hei­ra­ten wer­de."

Grant­scherm
@Grant­scheam

Nu­tel­la hat nur we­ni­ge Vit­ami­ne, da­her muß man re­la­tiv viel da­von es­sen.

Pe­ter Breu­er
@pe­terb­reu­er

Bei ei­nem Be­cher mit dem ei­ge­nen Na­men vor dem Trin­ken im­mer ver­ge­wis­sern, ob man bei Star­bucks oder beim Haus­arzt ist.

Zum Abend­es­sen heu­te was ganz Fei­nes: 209, 220, 225.

Hen­ry Gieß­wein
@kaf­fee­pot

der Filz war schon da, ich nur un­ser Pla­kat dazu ge­han­gen #Pi­ra­ten pic.twit­ter.com/42OMw4Ys9F

Guen­ter Hack
@guen­ter­hack

Kau­ris­mä­ki­film bei Mi­cro­soft

Ru­ben En­gel
@der­Rub

Wer üb­ri­gens das #Wahlomat Er­geb­nis von An­ge­la #Mer­kel wis­sen möch­te, muss nur bei al­len Fra­gen "neu­tral" an­kli­cken.


links vom 19.09.2013

felix schwenzel

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  the­guar­di­an.com: Rus­sell Brand and the GQ awards: 'I­t's ama­zing how ab­surd it seem­s'   #

rus­sell brand schreibt im guar­di­an über sei­nen auf­tritt bei den GQ award vor ein paar ta­gen und spannt den bo­gen schön weit auf:

For ex­am­p­le, if you can't cri­ti­cise Hugo Boss at the GQ awards be­cau­se they own the event, do you think it is si­gni­fi­cant that en­er­gy com­pa­nies do­na­te to the Tory par­ty? Will that af­fect go­vern­ment po­li­cy? Will the re­la­ti­onships that "po­li­ti­ci­an of the year" Bo­ris John­son has with City ban­kers - he took many more mee­tings with them than pu­blic ser­vants in his first term as ma­yor - in­fluence the way he runs our ca­pi­tal?

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  spie­gel.de: NSA-Af­fä­re: Die Re­gie­rung weiß nach 100 Ta­gen von nichts   #

we­der beim ver­tu­schen noch beim auf­klä­ren ist die re­gie­rung er­folg­reich. da kann man sich doch nur wün­schen, dass die bun­des­re­gie­rung ihre er­folg­rei­che le­gis­la­tur noch­mal um 4 jah­re ver­län­gert, da­mit wir dann viel­leicht mal raus­be­kom­men, was die ei­gent­lich kön­nen.

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  wo­peers­ei­ne­fin­ger­dr­in­hat.tumb­lr.com: Wo Peer sei­ne Fin­ger drin hat.   #

re­la­tiv wit­zig.

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  stutt­mann-ka­ri­ka­tu­ren.de: 6 hand­zei­chen für 6 par­tei­en   #

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  ruhr­ba­ro­ne.de: Stin­ke­fin­ger: Ori­gi­nal, oder Fäl­schung?   #

das ist jetzt der letz­te stin­ke­fin­ger­link. aber ich fin­de es gut zu wis­sen, dass gre­gor gysi auch ei­nen mit­tel­fin­ger hat.

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  li­veleak.com: ab­ke­ba­b's Map of Eu­ro­pe 1000 AD to pre­sent with time­line   #

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  neu­er­dings.com: Bi­na­to­ne “The Brick": Der “Kno­chen" ist wie­der da!   #

ich hab nach­ge­guckt, bei ma­nu­fak­tum gibts den nicht. da gibts aber da­für die gu­ten al­ten klem­men­den klin­gel­schal­ter.

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  zeit.de: Sprengt die gol­de­nen Di­gi­tal-Kä­fi­ge!   #

ka­tha­ri­na no­cun, die po­li­ti­sche ge­schäfts­füh­re­rin der pi­ra­ten­par­tei, meint, „die Mau­ern der Mo­no­po­lis­ten“ sei­en das „ein­zieg Hin­der­niss“ auf dem weg in pa­ra­dies der de­zen­tra­len da­ten­hal­tung im in­ter­net. des­halb müss­ten „Face­book und Co.“ of­fe­ne schnitt­stel­len „für die Kom­mu­ni­ka­ti­on ins Netz­werk her­ein und aus dem Netz­werk her­aus an­bie­ten, Stan­dards of­fen le­gen und voll­stän­di­ge Da­ten­por­ta­bi­li­tät ga­ran­tie­ren.“

ach, so ein­fach ist das? /gno­gon­go.de


Photo by felix schwenzel in Messe Halle 7. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

den mes­se­stand hat ma­ris­sa mey­er am vor­letz­ten wo­chen­en­de ganz al­lein mit zwei BWL-stu­den­ten ge­plant.


Photo by felix schwenzel in Cafe Especial Köln. Keine Fotobeschreibung verfügbar..

köln hat sich sehr ver­än­dert. aber j sei dank nicht der spi­nat­sa­lat beim me­xi­ka­ner in deutz.