cool. ich sehe schon die schlagzeile: „bierbrauer rüstet für den strassenkampf“.
schon witzig, wenn man auf der becks.de webseite eine anleitung für den bau eines molotowcocktail findet:
Hier [in der Hafenstraße] leben immer noch Leute, die noch wissen, wie man einen ordentlichen Molli bastelt: zwei Drittel Benzin, ein Drittel Diesel und blasenfrei gezapft. - (Vor allem im oberen Teil der Flasche dürfen keine Luftbläschen sein wegen der Selbstentzündungsgefahr!) - Der Trick ist, Wollfäden in die Flasche zu stopfen, damit Benzin- und Diesellache verbunden sind. Weitere Infos zum Thema Mollis auf der Homepage www.partisan.net
welche flasche sich wohl besser eignet? die normale becks oder die becks schwul gold flasche?
der künstler anish kapoor möchte laut boingboing nicht, dass sein neuestes werk in chicago fotografiert wird. warum? weil der künstler das „kopierrecht“ daran besitzte:
the city says that the artist retains the copyright in the object.
was auch immer damit gemeint ist, das verbot wird teilweise mit hilfe von gewalt, der polizei und privaten schutzdiensten durchgesetzt.
vergeblich wie man bei flickr sehen kann (ist ja auch schick, das teil). dass dort nicht noch mehr fotos landen liegt wohl daran, dass das werk gerade unter einer plane steckt und poliert wird.
für so was könnte man die olle flash-mob fehlgeburt eigentlich nochmal reaktivieren.
[nachtrag: die sache ist natürlich viel komplizierter als es zuerst den anschein hat, der künstler hat mehr oder weniger nicht mit dem ganzen stress zu tun, aber stadtverwaltung von chicago hat komische ein paar vorstelungen: mehr in zwei scans aus dem „chicago reader“: 1, 2]
zuerst lief er an mir vorbei. dann, von hinten, fragte er: „hatten sie mal 20, 30 cent für mich?“
ich hab den typen auf 10 cent runtergehandelt.
eben dachte ich noch, das könnte witzig sein. denn er hat die „ ¨ “ (punkte) über dem „a“ wirklich weggelassen, also statt „hätten sie mal“ hat er „hatten sie mal“ gesagt. wladimir kaminer kann ja auch keine punkte über vokalen aussprechen. verruckt.
apropos punkte (im fernsehen würde ix mich jetzt selbst für die gelungene überleitung loben, mit augenzwinkern). der herr chrichton (not klingelton) spricht davon ja in letzter zeit eine menge an (punkte). man sieht und liest ihn ständig im interview, heute mal im tagesspiegel. in den interviews macht er dann werbung für sein neues buch, in dem er „den“ umweltorganisationen panikmache und selektive wahrnehmung vorwirft. ausserdem wiederhoilt er in jedem interview, dass wissenschaft nicht demokratisch sei, also über wissenschaftliche fakten nicht abgestimmt werden könne (vergleiche auch „klima inszenierter angst“ von hans von storch und nico stehr im spiegel onpaper [spop]).
ich habe zwar noch nie ein crichton-buch gelesen und hasse alle seine verfilmungen (glaub ich), aber seine aussenseiterpostition, sein elegant argumentiertes dagegensein und gegen den zeitgeist und „common knowledge“ angehen gefällt mir. und auch diese haltung hat was:
[Die Umweltschutzgrupen] sind seit 30 Jahren von niemandem kritisiert worden. Niemand hat gesagt: Was ihr macht, ist falsch. Nun sind sie schockiert, dass jemand sie, die Kritiker, zu kritisieren wagt. Aber wer in der Welt ist schon vor Kritik gefeit? Niemand! Nicht sie, und ich bin es auch nicht. Umweltgruppen mögen erstaunt sein, dass man sich gegen sie wendet. Ich glaube, sie machen etwas falsch.
dann habe ich als early adopter auch gleich mal ein paar gestickte motive in meinen shop gestellt. diesmal ganz bunt (quasi).
und da ich es nicht geschafft habe, johnnys shirts auf meinen amazonwunschzettel zu packen, werde ich mir demnächst wohl eins bei ihm kaufen...
die erste runde blogaliken ging doch ganz gut. aktivitäten sehe ich zwar nur bei frau gröner und marcus, aber bei frau gröner habe ich mit meinem beitrag zumindest für so viel verwirrung sorgen können, dass ich knapp hinter dem original lag, zweiter platz.
Organisationstalent mit Interesse an Architektur/Kunst/Marketing/Kulturmanagement für Mitarbeit an einem hochwertigen Fotografieband über Stuttgarter Industriearchitektur.
Die Fotografien entstehen mit Hilfe der Camera Obscura (Lochkamera), der ältesten fotografischen Aufnahmetechnik, und werden ergänzt durch Texte aus der Gründungszeit der jeweiligen Firmen.
Es ist das dritte Projekt dieser Art nach dem kürzlich erschienenen Buch über Tübingen.
vöslauer, der hersteller von mädchensaft rosafarbenem mineralwasser, war damals cooler, die haben mich nach meiner beschwerde zurückgerufen und mit 5 paletten vöslauer besstraft.
die guten alten zeiten; damals wurden beschwerden noch beantwortet …
ich habe die c't wegen ihres killer features, der abo-auslieferung am samstag (statt montag) und ihrer ausgewogenen berichterstattung, seit bestimmt 6 jahren aboniert. was mir auch gefällt: neben vielen „howtos“ finden sich auch profunde lebensweisheiten aus dem redakteursalltag in ihr. so zum beispiel in der aktuellen ausgabe in einem artikel über „puschelfunk“ auf seite 83. „puschelfunk“ ist keine neue musikrichtung, sondern eine möchtegern-mobilfunk-killerapplikation namens „push to talk (PTT)“. urs mansmann oder rudolf opitz haben in öffentlichen verkehrsmittel oder kneipen folgende beobachtung gemacht:
Zwar liefert Nokia auch einen Kopfhörer mit, der beim Puscheln die Nerven der Mitmenschen und die eigene Privatsphäre schützen könnte,Rücksichtnahme ist aber besonders bei jugendlichen Handynutzern wenig verbreitet.Die Ohrstöpsel dürften daher genauso selten zum Einsatz kommen wie der inzwischen bei Handys standardmäßig vorhandene Vibrationsalarm.
c't: magazin für computertechnik und gesellschafts- und jugendkritik.
wenn stoiber denken könnte, hätte er gemerkt, dass er mit seinem dummen gerede eigentlich altkanzler „doktor“ kohl die schuld am wiedererstarken der NPD gibt. dies, und dass stoiber(s äusserung) dumm ist, sagt robert leicht.
was beide nicht verstehen: an allem elend der welt, der NPD und kiffenden jugendlichen trägt allein einer schuld: jamba!
xipolis.de? schrott. langenscheid.de? ix finde da nix. chaos. schrott. pons.de? schrott. wie langenscheid. die internetauftritte der deutschen wörterbuchverlage sind durch die bank nicht zu gebrauchen, nicht zu bedienen oder schweinesackteuer.
dict.leo.org liebe ich seit jahren, der kann aber nur übersetzen. alles andere was ich sonst im wörterbuch nachgucken würde frage ich google. was ist „astigmatismus“? google antwortet.
aber was ist das? answers.com liefert echte antworten indem es antworten aus allen möglichen bereichen zusammensucht, auch der wikipedia. sehr geil.
diese ganzen schrottigen deutschen online wörterbücher sind doch undeutsch!
leute die in der strassenbahn furzen oder einfach nach scheisse stinken.
[in grauer vorzeit war furzen ein ausdruck der zufriedenheit und eine geste des anstands]
[apropos strassenbahn/ubahn. in letzter zeit entwickle ich mich ja ein bisschen zurück; ich drucke mir zum teil einzelne blogartikel aus um sie unterwegs zu lesen. gestern diesen dahlmann. reicht für unterhaltung vom kottbusser tor bis zum alexanderplatz. wenn keiner furzt.]
mal eine schöne variante zum altbekannten „danke anke“ (mitnichten von ingolf lück ausgedacht, lediglich „popularisiert“, ix sagte das schon 1992 und die wochenshow gabs ja erst ab 1996; das klang dann in etwa so: „danke anke“ — „bitte fritte“ — „ich heiss nicht fritte“ — „ich heiss auch nicht anke“ — „na und?“):
Herzschmerz online. Tagebücher im Internet “So, jetzt mache ich gleich einen Salat, hole Kräuterbaguette aus dem Kühlfach, dazu Tsatsiki und das Fleisch und dann wird gegrillt. Schön gemütlich mit unserem kleinen Elektro-Tischgrill. Ich freu mich drauf: 28.07.02, 17.55 Uhr. Bitte kommentieren." Biggi schreibt Tagebuch im Internet. Tausende andere auch. Online-Tagebücher lesen sich wie Fortsetzungsromane: Home-Stories im digitalen Zeitalter. Autor ist jeder, der sich dazu macht. Die Tagebuchschreiber im Internet notieren auf einer Seite alles, was ihnen in den Sinn kommt. Total banal bis hochdramatisch: Alltagsgedanken, Krankheitsgeschichten, Reiseerlebnisse und Coming-Out-Chroniken. Drei Online-Tagebuchschreiber und eine Literaturwissenschaftlerin beschreiben ein Phänomen, das Hochkonjunktur hat.