angeblich benutzen bären ein „tampion“ aus schlamm und streu um ihren anus und enddarm während des winterschlafes vor ameisen zu schützen. leider kommt mir die quelle nicht sonderlich vertrauensvoll vor. ausserdem frage ich mich, wie und ob ein bär mit seinen tazen das überhaupt bewerkstelligen kann.
meine zugegebenermassen nicht sonderlich intensive recherche ergab, dass das wort im deutschen überhaupt nicht vorkommt und im englischen ein „tampion“ zum verschluss des laufes von schusswaffen oder orgelpfeifen dient. lesen hier auch biologen mit die bestätigen könnten, dass bären sich vor dem schlafengehen matsch in den arsch stecken? weiss marcus mehr?
johnny hat eben die spreeblick-verlags kg vorgestellt. tanja hat bis 10 uhr freigetränke versprochen. ich habe für mein letztes bier 2 minuten bevor sie das gesagt hat noch bezahlt und werde es auch bis 10 nicht schaffen noch eins abzuzocken. muss mir ja die neuen blogs angucken und das hier bloggen, was dank johnnys wlan bestens klappt. alles sehr vielversprechend. besonders freut mich zoomo, für das gezielte hören und sehen. ix bin gespannt.
johnny hat ne menge vitamin b. in guter alter steve jobs manier steckt er dem time magazine focus was er vorhat, der es dann (ausversehen) vor der vorstellung des neuen iMac vorhabens veröffentlicht.
Johnny Haeusler und andere Erleuchtete zum Beispiel haben am Wochenende den Spreeblick Verlag gestartet, der deutsche Weblogs erstmals im großen Stil vermarkten soll. „Wir versuchen, brillante Autoren zu finden und sie mit der Werbeindustrie zusammenzubringen“, sagt Haeusler. Die soll die Kleinstmedien mit passenden Anzeigen finanzieren. Zuerst an den Start gehen kommerzielle Spreeblick-Blogs zu Computerspielen, Medien, Musik und Politik.
ich bin beeindruckt. focus voll auf blogkurs, johnny macht ernst.
Kaohsiung - Einigen Betrachtern mag vielleicht der Appetit vergehen, doch bei den Gästen ist das „Marton“ ein Hit: In dem Restaurant in Taiwan werden die Speisen in Miniatur-Toiletten serviert. Die Gäste sind aufgefordert, weiche und erdfarbene Gerichte wie Curry-Huhn mit Reis oder aber Schokoladeneis zu bestellen, um der wahren Toilette möglichst nahe zu kommen. (stuttgarter zeitung)
ich finde das sehr witzig, wenn ich in der warteschleife für eine technische hotline die melodie von „mission impossible“ höre. früher hiess das doch bei service-orientierten unternehmen: unmögliches dauert etwas länger (statt unmöglich ist unmöglich).
diesen grandiosen spruch habe nicht ich mir eingefangen, sondern der herr RA hoenig als er einen sachbearbeiter einer rechtschutzversicherung auf einen eintrag in seinem blog hinweist. ich bin schwer neidisch.
was braucht ein guter science-fiction-film heutzutage? die erfolgreicheren hatten alle das zentrale thema eines oder einer „auserwählten“ mit göttlichen kräften, einen antihelden der am ende des filmes mit zerschliessenem unterhemd und ramponiertem körper gegen die scheinbar übermächtige macht eines megakonzerns oder eines über-wesens triumphiert und rote und blaue pillen. ganz wichtig sind auch eine durchgestylte architektur und sets, risikolos an fritz lang’s metropolis angelehnt, mit irre hohen und vielen hochhäusern, ein bisschen düster gestylt und ganz vielen durch die luft flitzenden fahrzeugen. das ganze muss dann abgeschmeckt werden mit einer liebesgeschichte die eigentlich unmöglich ist, weil der eine teil „auserwählt“ ist, der andere aber nicht und beide aus ganz verschiedenen welten kommen.
bei „immortal“ von enki bilal hat das nicht geklappt. schon seine bildgewaltigen comics, insbesondere die „die nikopol trilogie“, haben es zwar zu einem gewissen ruhm gebracht, sind aber zum grossen teil nur noch antiquarisch zu haben und verstauben in den bücherregalen von ein paar wohlinformierten science-fiction-fans. so wie die existenz der grandiosen comics von enki bilal der mehrheit der menschheit verborgen blieb, blieb nun auch die kunde der verfilmung der nikopol-trilogie beinahe eine geheimsache.
fast könnte man ein prinzip dahinter vermuten, den versuch bilals werk abseits des mainstreams zu halten und deshalb den film nur in ein paar schuhkarton-kinos laufen zu lassen in die nicht mehr als 40 zuschauer auf einmal passen. leider völlig zu unrecht. „immortal“, für das bilal das drehbuch schrieb, regie führte und vier jahre arbeit steckte, verdient den mainstream. zumindest seine zuschauerzahlen.
die story ist, wie es mittlerweile bei science fiction zum guten ton gehört, ziemlich banal und undurchsichtig, voller widersprüche, aber grandiose bilder und klassische heldensagen-motive übertünchen das ausreichend. ausserdem durchzieht den film ein ausgesprochen sarkastischer, beinahe brutaler, hintergründiger humor. am ende droht der film — handwerklich durchaus solide — ins tränendrüsenmassierende elend abzugleiten, fängt das aber elegant mit einem blutigen massaker des kitschig aufsteigenden schwarms weisser tauben ab. allein wegen der blutigen schlusssequenz, aber auch wegen der wirklich gelungenen fusion von echten und computergezeugten darstellern und bildern, ist der film eine echte perle, die es eigentlich verdient in grösseren kinos zu laufen und von klügeren geistern rezensiert zu werden.
ganz gross, harald martenstein im tagesspiegel über „park avenue“, kein fachmagazin über innerstädische personennahverkehrs-logistik, sondern „über Menschen, die interessant und relevant sind, und nicht über so genannte 'Promis“.
Mein Lieblingsstück aber ist das Porträt der ehemaligen „Vogue“-Chefredakteurin Angelica Blechschmidt, persönlich verfasst vom „Park Avenue“-Chefredakteur. Auszug: „Angelica Blechschmidt mag keine Flamingos. Wieso? ,Diese Augen, tot wie Glas.’ Spatzen halte sie für ,extrem beseelt’. ,Im Ritz gab es eine Fliege, mit der ich mich angefreundet habe’, erzählte sie einem Freund einmal, ,sie begrüßte mich, wenn ich das Zimmer betrat. Sie kam mit zum Bad und zum Frühstück.“ Das erinnert weniger an „Vanity Fair“, wohl aber an eine andere Zeitschriftenlegende, nämlich die einst von Bernhard Grzimek herausgegebene Schrift „Das Tier“.
na gut. hans hat mich überzeugt — der erste anus-award geht an mich. ich verleihe ihn mir selbst. zu recht.
zuerst 1 - 2 - 3 beiträge mit anus-content (an einem tag!), dann ein entlarvender kommentar mit „faszination fürs ende“ bei frau fragmente und dann noch dieser heute angelegte flickr-favorit. nicht zu verachten, hans grandioses argument („wegen humorlosem umgang mit humorlosen menschen“).