schlagzeug
was für ein tolles wort das wort schlagzeug ist, fiel mir vor ein paar tagen auf, als ich diesen anschlag sah:

schlagzeug könnte ja auch schlagdings heissen. oder schlaggedöns. warum heissen automobile nicht autozeug? oder mixer rührzeug? schlagzeug ist tolles wort. und schlagzeug spielen find ich auch gut.
links vom 20.11.2011
dwdl.de: Niggemeier: "Das Fernsehen ist skrupelloser geworden"
gutes interview mit stefan niggemeier über das fernsehen, aber auf der dwdl-seite in vier seiten zerrissen. warum auch immer. klarer fall für readability , das es auf einer seite anzeigen kann.
stefan niggemeier erklärt warum aus deutschland niemals soetwas wie „breaking bad“ oder „boardwalk empire“ kommen wird:
Auch in den USA schaut nur eine verschwindende Minderheit Serien wie „Breaking Bad“ oder „Mad Men“. Aufgrund der verschiedenen Erlösquellen, reicht es aber, sie fortzusetzen. Wenn in Deutschland der gleiche Prozentsatz an Zuschauern einschaltet, wäre das keine Größe mehr, für die irgendjemand so etwas produzieren könnte. Das ist die banale Antwort darauf, warum es solche Sachen in Deutschland nicht gibt. Und es fehlt hier auch Pay-TV. Solche Faktoren, die helfen könnten, Fernsehen zu machen, das nicht auf größtmögliche Massentauglichkeit angelegt ist, fehlen hierzulande.
metronaut.de: Urheberrechtslobby weint sich bei Grünen aus
„mikael in den fahrt“:
Aufgrund dieser Punkte verurteilt die Urheberrechtslobby den netzpolitischen Leitantrag als “destruktiv". Außerdem sei der Antrag “Brot und Unterhaltung" für ein beim Wähler gut ankommendes Wahlprogramm. Was letztlich schon wieder lustig ist, denn wenn das bei den Wählern ankommt, dann scheint es ja irgendwie im Interesse der Wähler zu sein. Und ist das nicht irgendwie Ziel von Politik?
floriansteglich.com: Chefkoch.de-Kommentarvorlage
florian steglich:
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Das war echt [emotional verstärkendes Wort für lecker], ich hatte nur kein [ursprüngliche Zutat] im Haus und habe stattdessen [mehr oder weniger äquivalente Zutat] genommen. Hat sogar meinem Mann und unserem [Kosename fürs Kind] geschmeckt!! Das mache ich jetzt bestimmt [Häufigkeitswort]!!!LG
[Vorname oder Nickname, bevorzugt Diminutiv]
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crackajack.de: Obey Giants updated Hope-Poster for the 99%
naheliegend, aber schön.
kottke.org: Send in the Republican clowns
hihi.
rea, ree, reader, reeder
nach all dem rumgemerker über den google reader und dass google dem reader eine seiner tollsten funktionen genommen hat, die möglichkeit anderer leute shares im reader zu folgen, jetzt auch mal was positives. in der psychologie, in der traumdeutung, sagt man glaube ich, dass der tod auch immer etwas neues symbolisiert. verluste haben auch etwas positives: man ändert etwas.
den folgenden text habe ich 1987 auf einem computer der steilacoom highschool geschrieben und mit einem matrix-drucker ausgedruckt. es war ein test in der schule den alle seniors nehmen mussten, die aufgabe lautete: „Write about something that you want to change in your life“.
Change is very important to me. Change, I believe, is the essence of life. Woithout change, life would be dull and boring. Life would not be worth living if it was the same everyday. Like Leo Buscaglia said, if you don’t change, you’re dead. I would say, may be a little bit less harsh than him, you are OLD if you stop changing. The experience of change is both exciting and satisfying to me. In addition, change means learning to me. If you face a changed, a different situation, you have to learn in order to deal with it.
One other reason why I came to America as an exchange student for one year, was that I sought change. I was becoming bored in Germany, there were few challenges, few opportunities to change and to learn. So, I came to the U.S., I changed, I learned -- and now I’m bored again, I want to go home …
As long as you change and learn, you are young and human. Changing and learning will, thus, keep you young. Therefore this is what I NEVER eber want to change in my entire life: My ability and will to change and learn.
damals war ich 18 und neigte noch ein wenig zum pathos. aber die tendenz aufgabenstellungen umzukehren (und statt über etwas zu schreiben was ich ändern wollte, über etwas zu schreiben was ich nicht ändern wollte) und leichte anflüge von witzelsucht, waren bereits erkennbar.
weil das kind im sommer nächsten jahres auch für ein jahr als austauschschüler nach amerika fährt, habe ich in den alten briefen die ich damals schrieb rumgestöbert und den text oben und weitere erschütternde dokumente meiner damaligen leicht überhöhten selbstwahrnehmung gefunden. ausserdem lese ich gerade das ziemlich amüsante und vom kind bereits durchgelesene „Alle Toten fliegen hoch“ von joachim meyerhoff, der dadrin die erfahrungen seines austauschjahres in wyoming aufschrob.
das alles hat eigentlich mit dem was eigentlich aufschreiben wollte nicht viel zu tun, aber mir fiel auf, als ich meinen alten text las, wie alt ich geworden bin. wie bequem und zufrieden ich mit meinem leben bin und feste tagesabläufe zu schätzen gelernt habe.
wenn ich heute an meinem leben etwas ändere, dann ist das die scrollrichtung meines trackpads nach dem OS X lion-update. oder ich fange an eine neues blog oder buch zu lesen oder installiere eine neue app. oder ich überlege den RSS-reader zu wechseln und suche nach ersatz für das abgeschaffte google-reader sharing. da hab ich übrigens was gefunden.
meine absolute lieblings-app auf dem iphone ist reeder. eigentlich ist sie ein reader für den google reader. mit ihr kann ich meine RSS-feeds schnell, effektiv und offline lesen und synchronisieren. wie das lesen mit dem reeder wuppt ist allein schon ein grund die app zu lieben. die eingebauten sharing-funktionen sind eher eine standard-funktionalität mehr oder weniger aller iphone/ipad-apps. einen artikel im reeder kann ich per knopfdruck twittern, zu instapaper oder pinboard (oder delicious) schieben, vermailen, in safari öffnen oder neuerdings wieder auf die readability leseliste schicken. die leseliste wird mit einem readability-account auch gleich neben den RSS-feeds angezeigt. was sehr angenehm integriert ist — alles an einem platz.
aber, und das hatte ich wochenlang nicht gewusst übersehen, über der einzelartikelansicht wird wenn man sein readability-account angegeben hat auch immer der kleine readbility-sessel angezeigt.
das heisst, wenn ich einen artikel aus einem feed mit gekürztem RSS-feed sehe, klicke ich einfach auf den sessel und der ganze artikel erscheint wie von geisterhand. natürlich könnte ich im reeder auch auf die artikelüberschrift klicken und mir die webansicht ansehen, aber das dauert je nach site immer ein paar sekunden. readability ist sofort da.

sowas ähnliches gibts auch als chrome-extension, aber die ergebnisse von „Super Full Feeds for Google Reader“ fand ich im browser eher unbefriedigend. im reeder ist readability ist sehr befriedigend.
das killerfeature aber ist, dass ich jetzt bookmark-RSS-feeds, egal ob aus delicious, pinboard oder was auch immer für ein dienst, abonnieren kann und statt nur den link zu sehen, per knopfdruck den ganzen verlinkten artikel sehen kann.

damit ist, beispielsweise, ein abo von marcel weiss’ pinboard-feed, ebenso praktikabel wie es früher war, marcel weiss im google-reader zu folgen. besonders praktisch bei pinboard ist natürlich, dass ich verschiedenen benutzern folgen kann und dann den feed dieses „networks“ abonnieren kann — und somit alle bookmarks all deren denen ich folge im google reader, bzw. reeder finde (mein „network“ auf pinboard sieht man nur als pinboard-benutzer).
eigentlich müsste man solche bookmark-feeds sammeln. das schöne ist ja, dass dank RSS die plattform auf der jemand bookmarks sammelt schnurz ist. schwierig ist es nur, die lohnenswerten kuratoren zu finden.
ich folge derzeit auf pinboard:
- britta
- chl
- cpoetter
- diaeter
- jk
- Jochen_Schwarzer
- Kloentrup
- ktinka
- lenn4rd
- marcelweiss
- nullsummenspiel
- ronniegrob
- thisisparker
- zeigor
auf delicious:
das ist natürlich viel zu wenig, deshalb würde ich mich über empfehlungen freuen.
mein pinboard-bookmarkstream ist hier ( RSS ).
ix und die brandeins

mitte juni war ich zu besuch in der brandeins-redaktion. nachdem ich thomas ramge in einem artikel über einen seiner artikel relativ heftig angegriffen hatte und später dazu mit gabriele fischer ein paar mails gewechselt hatte, lud sie mich zu einem „streitgespräch“ mit ramge in die redaktion ein.
die redaktion am speersort 1 ist ein bisschen wie das heft selbst, geschmackvoll gestaltet, viel (weiss)raum, schöne illustrationen und interessante inhalte. extrem durchgestylt und trotzdem nicht protzig. wie auch beim artdirektor scheint die redaktion auch beim architekten ein ziemlich gutes händchen gehabt zu haben.
gabriele fischer ist auch toll, freundliche, wache, neugierige augen, gleichzeitig kleiner aber auch grösser als ich sie mir vorgestellt habe und irgendwie — hört sich doof an, passt aber — fröhlich.
nachdem wir uns in gabriele fischers büro gesetzt hatten, bemerkte ich, dass das streitgespräch nicht nur als streitgespräch gedacht war, sondern dass gabriele fischer „irgendwas“ daraus machen wollte, dass sie es als eine art interview gedacht hatte und es aufzeichnen wollte. hätte ich das geahnt, hätte ich mich vielleicht sogar vorbereitet, statt einfach nur in der mittagspause vom homeoffice mal eben in die brandeinsredaktion zu hüpfen.
da thomas ramge etwas spät war, plauderten wir erst noch ein bisschen über architektur, die usm-haller möbel die überall in der redaktion rumstanden und die noch aus den alten spiegel-zeiten stammten, die haptik von epaper auf dem ipad, das schreiben allgemein, das bloggen, leserbriefe und die brandeins. mir kam beim beim plaudern der gedanke, dass schreiben für mich eine art nachzudenken ist, ein werkzeug, das gedanken die in mir stecken hervorzulocken und zu schärfen vermag, aber im prozess des schreibens auch völlig neue gedanken und ideen hervorzubringen vermag. so unspecktakulär sich diese erkenntnis jetzt in diesem artikel anhört, hat sie sich wahrscheinlich auch in gabriele fischers büro angehört, als sie meinen kopf verliess, aber die eigentliche erkenntnis die daraus erwuchs war eh eine ganz andere. nämlich wie grossartig und inspirierend es ist, sich mit leuten zu unterhalten die a) klüger als man selbst sind, b) neugierig sind und c) aus anderen lebensbereichen kommen als die, in denen man selbst feststeckt.
diese, vielleicht ein bisschen profane erkenntnis vertiefte sich noch ein stückchen, als dann thomas ramge kam und wir tatsächlich stritten. da merkte ich, wie grossartig streit ist, wie inspirierend meinungsverschiedenheit sein kann und wie wichtig gute moderation ist.
im laufe des gesprächs kamen wir auf den einen oder anderen mir ganz neuen gedanken und entwickelten die eine oder andere idee, die jetzt — in aller bescheidenheit — auch in die aktuelle brandeins-ausgabe („Die Sehnsucht nach dem Echten“) geflossen sein dürfte.
ein gedanke war beispielsweise, die frage, warum es kaum unrechtsbewusstsein bei leuten gibt, die illegal filme, musikstücke oder andere digitale schöpfungen runterladen, tauschen oder weiterverteilen. ein grund dafür ist möglicherweise der hohe abstraktionsgrad dieser digitalen güter. eine DVD ist nicht abstrakt, sondern ganz konkret, dinglich, manchmal sogar wertig. eine .avi-datei ist viel weniger konkret, ich kann sie nicht in die hand nehmen, berühren oder ins regal stellen, mit der datei verbinde ich keine emotion, kein erlebnis. wenn ich ins kino gehe bin ich auch mit einem abstrakten, ungreifbaren ding auf der leinwand konfrontiert, erlebe aber mit dem gang ins kino, dem beinahe feierlichen einlass in palastartige räume etwas besonderes, nehme an quasi rituellen handlungen teil (popcorn kaufen, werbung und eisverkäufer ertragen). das erlebnis fordert und beschäftigt meinen ganzen körper, ich rieche popcornduft, höre und sehe und rieche viele menschen. kurz, das kino verleiht dem film einen wert der über den inhalt des films hinausgeht. ein kinobesuch lädt den subjektiv emfundenen wert des films auf. selbst ein besuch in der DVDthek ist erlebnisreicher und haptischer als ein dowload. filme im kino oder aus der DVDthek gewinnen einen zusätzlichen, gefühlten wert. rein digitalen produkten fehlt soetwas zum grossen teil.
das, dachte ich so vor mich hin während wir stritten, ist auch eins der grossen versäumnisse der unterhaltungsindustrie und der verleger, nämlich dass sie es bisher nicht geschafft haben digitalen gütern einen hinreichenden, gefühlten wert zu verleihen. im gegenteil. wenn ich einen film legal herunterlade, kann ich ihn nicht wieder verkaufen, weil ich kein produkt erworben habe, sondern eine lizenz. schlimmer noch, DRM und ähnlicher quatsch zerstören den letzten fühlbaren wert den eine datei haben kann — ich kann damit nicht machen was ich will, sie nicht auf andere geräte schieben oder sehen, muss mich unter umständen mit mangelhafter software rumplagen die nach 5 jahren erfahrungsgemäss nicht mehr funktioniert.
all die vorteile die dinge haben, haben die meisten digitalen werke die ich legal erwerben kann nicht, im gegenteil — und trotzdem erwartet die industrie, dass ich fast genausoviel geld dafür bezahle, wie für ein ding.
bei einem solch hohem abstraktions- und reduzierungsgrad, fällt es selbst gutmeinenden und rechtstreuen menschen schwer ein unrechtsbewusstsein gegenüber illegalen (aber praktikableren) digitalen kopien aufzubauen. oder andersrum ausgedrückt, wie soll man solche digitalen werke mit wertigkeit assozieren?
ich weiss nicht wie lange wir geredetet, gestritten und argumentiert haben, aber aus dem mäandernden gespräch hat gabriele fischer eine ordentliche halbe seite text geknetet, die in ein ziemlich interessantes interview mit dem jura-professor karl-nikolaus pfeifer eingebettet ist:
„De facto ist es Recht“
Der Blogger Felix Schwenzel (wirres.net) über seine Sicht der Urheberrechtsdebatte.„Urheberrecht ist etwas anderes als die Verwertung von Urheberrechten.
Wenn kino.to mit den Produkten anderer Urheber Geld verdient, ist auch für mich der Punkt erreicht, wo man gegen so was vorgehen muss. Da ist nicht nur die Rechtslage, sondern auch das Rechtsempfinden klar. Aber der Typ, der sich umsonst einen Film ansieht — wearum muss man den verfolgen?
Das ist das alte Spiel der Unterhaltungsindustrie: Es wird immer so getan, als wäre jeder Download auch gleichzeitig ein verlorener Kauf. Aber wenn die Leute nur kostenlos runterladen und es sowieso nicht gekauft hätten — was wäre dann der Verlust?
Bei Software, Musik, bei allen digitalen Gütern geht es eigentlich nicht mehr um eine Ware, sondern um Lizenzen oder Nutzungsrechte — und da ist man schnell in Sphären, die kaum noch jemand versteht. Wer liest sich bei iTunes tatsächlich die User-Agreements bis zum Ende durch? Das ist so abstrakt, dass der Missbrauch nach abstrakter wird.
Natürlich ist klar und für jeden Juristen glasklar, dass da Recht gebrochen wird. Aber trotzdem müssen wir uns fragen, wie wir in die alten Rechtsgrundsätze in die digitale Welt übertragen.
Es geht nicht um das Geschäftsmodell an sich, sondern um die Frage, ob bei der Durchsetzung dieser Gesetze ein Kollateralschaden entsteht.
Ich habe keine Ahnung von Jura, ich habe nur Fragen. Zum Beispiel: Ich kaufe bei Amazon eine DVD für 15 Euro — ich könnte sie aber auch in der Bibliothek für eine geringe Monatsgebühr ausleihen. Alle Menschen, besonders Intellektuelle, sagen, Bibliotheken sind toll, weil es da Gutes für ganz wenig Geld gibt. Was ist dann so schlimm daran, es umsonst herunterzuladen?
Wenn ich für einen Download geld haben will, muss ich mich fragen, wie ich das Produkt für meinen Kunden attraktiv machen kann. Stattdessen wird einem jeder Kauf verleidet, weil man nur eine Lizenz kauft, die man nicht verkaufen oder verleihen darf. Es wird also noch mehr abstrahiert, statt das Produkt zu konkretisieren.
Stimmt schon, es gibt kein Unrechtsbewusstsein. Aber es gibt auch kein Bemühen eins zu schaffen.
Auf der juristischen Ebene, keine Frage, gibt es einen Unterschied. Auf der Ebene des gesunden Menschenverstandes nicht.
Die technische Entwicklung hat dafür gesorgt, dass der kostenlose Download de facto von vielen als legal angesehen wird. Sich dagegen zu sträuben ist schon fast Realitätsverweigerung — besser ist es, über Alternativen nachzudenken. Denn nicht nur iTunes zeigt: Man kann mit kostenlos konkurrieren.“
links vom 19.11.2011
heise.de/tr: "Datenschutz greift nicht mehr"
constanze kurz vom ccc und julia schramm von der spackeria im streitgespräch:
Schramm: Das ist polemisch.
Kurz: Natürlich ist das polemisch. Das hier ist ein Streitgespräch.
julia schramm kann sich super ausdrücken und bloggen auch. beim argumentieren klemmts noch ein bisschen. oder anders gesagt, bei aller sympathie zu einigen der positionen der spackeria (oder der schramm oder der piraten), so richtig überzeugend ist das nicht wirklich. via
spreeblick.com: Spreeklicks (Soundtrack: Los Campesinos!)
sieht so aus als ob johnny haeusler jetzt auch eine tägliche linkschau macht. lecker. guter name.
faz.net/blogs/supermarkt: Die Rabattfalle: Wie Preisaktionen ganz schnell schief gehen können
peer schader:
Das "langfristige Leistungsversprechen" hört sich zunächst einmal sehr danach an als sei es gerade aus einem Marketingfachbuch gefallen. Aber die Idee, die dahinter steckt, ist hochinteressant. Die Preisstudie geht nämlich davon aus, dass es für den Erfolg eines Unternehmens gar nicht so wichtig ist, wie günstig es seine Produkte anbietet. Entscheidend sei vielmehr, was die Kunden glauben, wie günstig die Produkte angeboten werden - also die "Preiswahrnehmung".
Diese Preiswahrnehmung lässt sich beeinflussen, zum Beispiel durch Werbung. Aber das kollektive Gedächtnis der Kundschaft ist träge: Zwei, drei Jahre kann es dauern, bis sich die Preiswahrnehmung der Verbraucher ändert. Genau das ist auch das Problem der Rabatt-Tage.
spreeblick.com: 1992: Angela Merkel und ich im TV
das foto!
spiegel.de: Netzprobleme: Smartphone-Boom überfordert O2
so kann aus einer aktion eines bloggers eine für o2 unangehneme Überschrift werden.
thenextweb.com: Which tech companies back SOPA? Microsoft, Apple, and 27 others
schweinebacken. alle.
malte-welding.com: Gefühlte Zeit: 1929
malte welding ist ratlos.
links vom 18.11.2011
bildblog.de: Auf dem Boulevard wird schon Salz gestreut
possierlich, die bild dabei zu beobachten, wie sie versucht einen skandal zu inszenieren und dabei auf vorbildliches verhalten pocht, selbst aber nicht immer so irre vorbildlich ist und zum beispiel das „beweisfoto“ ohne zustimmung der fotografin des bildes abdruckt. vorbildlich, hier lernt die jugend, dass recht immer so ausgelegt werden muss, dass es einem maximal nutzt.
erstaunlich erhellend eine gestorifeite chronologie des #koksgates des springer blatts morgenpost: Die Berliner Piraten und die Kokspose
nach21.wordpress.com: Text 52: Januskopf
@hoch21:
Die SMS, mit der es anfängt:
Wo bist du? Twitkrit sammelt Geld für dich! Hast du damit zu tun? In den Kommentaren führen sie sich auf, als würdest du Negerkindern das Essen aus dem Mund puhlen.
wolfgangmichal.de: Die SPD und ihre innere Haltung zur Vorratsdatenspeicherung. Ein Lehrstück Wolfgang Michal
wolfgang michal schreibt über eigenartige vorgänge in der antragskomission unter der leitung von olaf scholz für den bundesparteitag der SPD anfang dezember in berlin. anträge die der parteispitze nicht passen werden abgelehnt, alibi-anträge aus irgendeinem ortsverein nach dem gusto der parteispitze umgeschrieben. meine verachtung für die SPD-führungshansel wächst ins unermessliche. ich dachte gar nicht, dass das noch steigerungsfähig war.
Update II 17.11.: Die Vorsitzende des Ortsvereins Eimsbüttel-Nord hat inzwischen auf der Ortsvereins-Website erklärt, dass die Antragskommission „lediglich unsere Überschrift für ihre Zwecke benutzt“ hat. Das ist ja noch dreister als ich dachte.
/via
neunetz.com: Google, das neue Microsoft
marcel weiss hat den hauptkritikpunkt an google+ und der startegie von google, alles auf google+ zu setzen, schön herausdestiliert: google+ löst kein problem und wäre ödes webland ohne viele benutzer wenn es nicht von google wäre. nur weil es von google ist und google die macht hat grosse nutzermassen zu bewegen, bzw. die nutzer google einen vertrauensvorschuss geben („google macht das schon“), sind dort nutzer:
Die Antwort ist einfach: Weil es von Google kommt. Weil es Google+ heißt. Weil Google gesagt hat, dass Google+ die Weiterentwicklung des gesamten Google-Portfolios ist. Ohne 'Made by Google' wäre Google+ so ein Niemandsland wie Diaspora oder andere Dienste, die kein Problem lösen und deshalb keine Nutzer finden.
Google fährt mit Google+ eine klassische Bundling-Strategie:
Du willst in unserer Suche besser dastehen? Baue unsere +1-Buttons ein! Du willst in unserer Suche besser dastehen? Versuche, möglichst viele G+-Kontakte zu bekommen und teile dann deine Inhalte mit ihnen! Du willst vom GoogleReader aus teilen? Benutze Google+! Du willst Songs von Google Music mit Freunden teilen? Benutze Google+!
danisch.de: Burda weiß auch nicht, was er will
hadmut danisch:
Also will Burda, daß Google ihre Inhalte nicht zitiert, aber das doch bitteschön an erster Stelle. Er will gleichzeitig drin und nicht drin sein.
zeit.de: "Er begrüßte alle, nur durch mich sah er hindurch"
harald martenstein:
Je gesellschaftskritischer ein Mensch ist, desto weniger kommt er mit Kritik an ihm selbst zurecht.
spiegel.de: "FAZ"-Werbemotive: Die Klugen und die Köpfe
loriot hinter der FAZ.
links vom 17.11.2011
spiegel.de: Bütikofer twittert: "Vergesst diesen Joschka Fischer!"
linklos, aber — auf ne art — ehrlich:
PS: Nur wenige Minuten nachdem dieser Artikel online war, twitterte Reinhard Bütikofer unter seinem Nutzernamen @bueti: "SPIEGEL ONLINE hat wohl Flaute - machen aus einem hämischen Tweet gleich einen Artikel."
techdirt.com: How The Entertainment Industry Is Killing Copyright
mike masnick denkt über einen artikel des jura-professors jason mazzone nach:
[...] Everything the industry is doing is to make sure that copyright law no longer benefits the public at all, but rather all of the benefits accrue solely to a few gatekeepers. They're not strengthening copyright law at all, they're killing it. They're making it something entirely different than what it's intended to do... and in the process they're harming the public.
neunetz.com: Foursquare ist auf dem Weg zur ersten großen mobilen Plattform
marcel weiss hat es erfasst:
Aber natürlich ist der Checkin nicht das Ziel sondern der Startpunkt.
qype hat es nicht erfasst oder zu spät. wäre qype konsequent weiterentwickelt worden, hätte es zu dem werden können, was foursquare jetzt ist: eine universelle, von millionen deppen wie mir (crowds) gepflegte ortsdatenbank mit unzähligen anwendungen und monetarisierungsmöglichkeiten. stattdessen ist qype eine unangenhme und hässliche werbeschleuder geworden, die vor ein paar wochen sogar anfing mir ungefragt tägliche „qype deals“ in die inbox zu pressen. aus qype, dem schönen schwan ist ein hässliches, nutzloses entlein geworden. ein deutsches startupdrama.
saschalobo.com: Realitätsverlust in der PR-Branche
sascha lobo:
Voilà. 40 Prozent der (befragten) PR-Agenturen und 31 Prozent der Pressestellen haben keinen Kontakt mehr zur Realität - und biegen sich ihre Wahrnehmung mithilfe der Sprache zurecht, sie konstruieren sprachlich eine Scheinwirklichkeit (allerdings hier vermutlich mit starker Hilfe der umfragenden Instanz). Statt nämlich zuzugeben, dass sie es nicht schaffen, Journalisten (und die Öffentlichkeit) für ihre Themen zu interessieren, klagen sie über “desinteressierte Journalisten". Das ist Realitätsverdrehung, ja, Realitätsumdrehung der kontraproduktivsten Sorte. Mit dieser Haltung heisst es im nächsten Jahr: “Die doofe, desinteressierte Facebook-Öffentlichkeit hat es mit 34 Ausnahmen (davon 19 Mitarbeiter) nicht geschafft, Fan unserer ZONGO-Seite zu werden. Was für ein Armutszeugnis für Facebook."
netzpolitik.org: Wo bleibt die globale Bürgerbewegung zum Schutz der Privatheit?
auch in der FDP gibts gute köpfe. oder einen. gerhard baum :
Es ist schon abenteuerlich, wie die Politik mit einem der wichtigsten Urteile des Bundesverfassungsgerichts, dem Urteil zur Online-Durchsuchung vom 27. Februar 2008, umgeht. Das Gericht entwickelte darin aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht ein neues Grundrecht: auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme, kurz IT-Grundrecht. In vierzehn Entscheidungen hat das Gericht in den letzten Jahren versucht, das Gleichgewicht zwischen dem Schutz der inneren Sicherheit und dem Respekt vor den Persönlichkeitsrechten in ein neues Gleichgewicht zu bringen, nachdem die Politik der Sicherheit immer stärker den Vorrang gegeben hatte. Umgesetzt hat die Politik viele Vorgaben des Gerichts oft nur widerwillig oder gar nicht.
Wir haben alle erlebt, wie in den siebziger Jahren ein Umweltbewusstsein entstanden ist, das inzwischen tief in unserer Gesellschaft verankert ist. Lässt sich nicht auch eine Bürgerbewegung zum Schutz der Privatheit in Gang setzen, und zwar als eine europäische und globale Aufgabe? Der umfassende Schutz der Privatheit vor staatlicher und privater Macht ist eines der großen Freiheitsthemen dieser Zeit.
sprengsatz.de: Nützliche Idioten beim Verfassungsschutz?
wenn sich michael spreng aufgeregt anhört, sollte man vielleicht anfangen sich sorgen zu machen. oder besser fragen stellen:
Eine Mischung aus Dilettantismus, Blindheit, mangelnder Kontrolle und Sympathien bei Angehörigen des Verfassungsschutzes für die rechte Szene scheint der Boden zu sein, auf dem das Terror-Trio jahrelang ungehindert und angeblich ohne Spur mordend durch Deutschland ziehen konnte. Wie tief ist der Abgrund?
nach kristina schröder sollte man aber auch fragen. patrick gensing:
Schröder kann offenbar keinen Satz über Rechtsextremismus bilden, ohne ein "aber" einzubauen. Sie vergleicht unterschiedliche Phänomene, so als würde dadurch etwas weniger schlimm. Sie relativiert.
spiegel.de: Die Mensch-Maschine: Die Ideologie des Internets
sascha lobo hat das politische ei des kolumbus des internetzeitalters entdeckt: für das netz zu sein, oder freiheit im netz, ist noch lange keine politische haltung. die müssen wir abseits (oder zusätzlich) zur netzaffinität entwickeln. ich wiederhole mich, aber der text ist mal wieder einer der ganz guten lobotexte.
wir-sind-einzelfall.de: Data from anecdotes. Power from the people.
gute aktion. und heute hatte ich in berlin mitte, am hackeschen markt zum ersten mal seit langer zeit mal wieder internet-zugang. wobei das natürlich nicht kausal zusammenhängen muss.
zeit.de: Mainstream: Der Sog der Masse
schon etwas durchgenudelt der link (war schon vor ein paar tagen in 6vor9 und überall sonst), aber martenstein mal wieder in höchstform:
In der Politik funktioniert es ebenfalls, auch dazu gibt es Experimente. Wenn man ankündigt, dass es ab morgen verboten sein wird, auf die Straße zu spucken, dann werden sehr viele von uns plötzlich ein starkes Spuckbedürfnis spüren. Selbst die notorischen Nichtspucker.
Das Gleiche passiert mir, wenn ich ununterbrochen mit der gleichen Meinung beschallt werde. Wenn alle auf einer bestimmten Person oder Personengruppe herumhacken, werde ich reaktant, tut mir leid.
Die Reaktanz ist ein naher Verwandter des Trotzes. Reaktanz ist gut, weil sie eine Einheitsgesellschaft mit Einheitsmeinungen verhindert. Reaktanz ist - ausnahmsweise werde ich pathetisch - der Beweis dafür, dass wir zur Freiheit geboren sind.
kotzendes-einhorn.de: Happy Mettwoch - Hier, ein Justin Bieber aus Mett!
hihi.
stuttmann-karikaturen.de: VS-Mann trifft V-Mann
hihi. nicht.
was wo (und warum) sharen?
vor ein paar jahren hat mich mal jemand gefragt, wie ich entscheide wo ich etwas poste. wann ich etwas blogge (wenn ja, in welchem blog), wann ich etwas twittere (wenn ja, in welchem account)? wann poste ich etwas in facebook, wann klicke ich den facebook-like-, wann den facebook-share-button, wann den flattr-, wann den +1-button?
die einfache antwort darauf lautet: keine ahnung. nach gefühl halt. wenn ich mich dann so im internt selbst beobachte, sah ich früher, dass ich die meisten ankommenden informationen über den google-reader mehr oder weniger an mir vorbeirauschen liess (tastatur-klick: j j j j j j j j j …), wenn etwas meine aufmerksamkeit erregte, las ich es, wenn es mir gefiel machte ich einen stern dran (tastatur-klick: s) damit ich entweder später ein bookmark oder einen artikel für wirres.net draus machen könnte. wenn es mir sehr gut gefiel, teilte ich es (tastatur-klick: shift-s).
twitter nutze ich nur via @wirresnet als linkschleuder, in @diplix schreibe ich eher dinge die ich für witzig oder besonders zustimmenswert, toll oder hübsch halte. die linksschleuder von @wirresnet wurde früher aus dem RSS-feed von delicious, jetzt vom RSS-feed von pinboard (via twitterfeed.com) und dem wirres.net-RSS-feed gefüttert. die links selbst, fanden wiederum früher via feedburner-linksplicing in den wirres.net-RSS-feed, seit einigen monaten tauchen sie hier auf der site selbst auf, morgens um 5 (meistens).
damit gab und gibt es teilweise noch in etwa folgende hierarchie:
- das was ich an links für wichtig und (mit)teileswert halte, taucht auf wirres.net und im wirres.net-RSS-feed auf. meisten kurz kommentiert oder angezitatet oder in artikelform.
- das rohmaterial für das was auf wirres.net auftaucht läuft durch pinboard (früher delicious).
- dieses rohmaterial, aber alles andere was mir zumindest ansatzweise interessant oder lesenswert vorkam, das aber eine wilkürlich von mir nach tageslaune definierte schwelle nicht übertraf, habe ich mit einem tastendruck im google-reader geshared. meistens kommentarlos.
in facebook, auf mein privatkonto, habe ich meistens weder links noch wirres.net-artikel gedrückt. die wirres.net-page auf facebook wurde allerdings automatisch per RSS mit wirrem vollgepumpt. auf google+ habe ich für eine weile alle meine wirres.net-artikel geteilt und staunend beobachtet wie sie sich dort oft sehr gut weiterverbreiteteten.
ansonsten werfe ich hin und wieder gedanken die mir so in den sinn kommen in facebook, twitter oder google+ — aus denen sich dann manchmal auch blogartikel entwickeln. oder eben nicht. vor allem aber erratisch, nach gefühl, mal hier mal dort.
seitdem google den google reader kaputt gemacht hat, fehlt mir ein kanal um gute, aber eher achtlos hingeworfene links los zu werden. ich probiere das derzeit noch bei google+ mit den im reader eingebauten sharing funktionen, meistens indem ich diese empfehlungen mit diesen hashtags markiere: #schwenzelshare #reader #shared.
allerdings fühlt sich das alles nicht richtig gut an. ich mülle meine zeitleiste zu, google stellt die geteilten links bescheuert dar und richtig filtern oder unterscheiden zwischen schnell geteilten links, total tollen empfehlungen oder liebevoll und mühsam formulierten einzeleinträgen lässt sich auf google+ nichts.
ausserdem kann ich aus meinem mobilen google reader (reeder) nicht in google+ sharen, so wie das über die mobile google-reader site zwar geht, sich aber auch nicht gut anfühlt. aber auch im desktop-browser-google-reader fühlt sich das teilen mit den dafür vorgesehen buttons nicht (mehr) gut an. zu viele klicks, verwirrender fokus in popupblasen in die man klicken oder schreiben soll, keine ausschliessliche bedienung über tatstaurkurzbefehle (wie früher).
jetzt habe ich mir folgenden link-dump-fluss ausgedacht und ich glaube er könnte funktionieren:
- was mir im reader lesens-, merkens- oder teilenswert vorkommt schmeisse ich erstmal in einen pinboard-„ordner“ namens „s“ (wie sharen). der „ordner“ ist hier (und eigentlich ein tag): http://pinboard.in/u:diplix/t:s/ (RSS)
- links die ich entweder gleich oder später kommentiere und in die morgenlinks auf wirres.net fliessen lassen möchte, tagge ich zusätzlich mit „w“ (wie wirres) (ein buchstabe ist auf dem handy einfacher einzugeben als sechs): http://pinboard.in/u:diplix/t:w/ (RSS).
- @wirresnet bläst auch alle links aus dem ordner „s“ raus.
- den „s“-RSS-feed, könnte man, wenn man wollte, durch fulltextrssfeed.com (RSS) jagen und abonnieren. finde ich irgendwie noch suboptimal, geht aber zur not (/tnx @hackr).
kompliziert? vielleicht, aber man muss ja nichts von dem nutzen, was ix hier so anbiete. echt nicht. ich hingegen mag zum beispiel den bookmark-feeds einiger leute sehr gerne folgen, elfengleich zum beispiel (RSS) oder thomas pleil (RSS).
was mir an der pinboard-lösung gefällt ist der kleine schritt weg von google. und die nutzung von RSS, die alles schön transportabel und flexibel macht. und die unterstützung von fast jeder iphone (und android) app für pinboard. die reeder-app, die instapaper-app, die readitlater-app, safari, möglicherweise sogar die feedly-app — sie alle schicken links per knopfdruck (zwei, maximal drei klicks) zu pinboard, wenn ich will mit kommentar — oder eben ohne (die instapaper-app schickt links sogar (quasi) offline zu pinboard). bei pinboard kann ich die links später in ruhe nachbearbeiten, kommentieren, taggen und zum beispiel den morgenlinks zuweisen. alles viel schmerzfreier als bei google+, mit mehr kontrolle, mehr freiheitsgraden und ohne die google-stümperei und -bevormundung.
und per RSS kann es sich jeder den es ausreichend interessiert abgreifen und damit machen was er will.
[meine google rants hören bald auf, keine sorge. ich glaube ich habe mich jetzt durchgehend aufgeregt und rege mich langsam wieder ab.]
google readermecker teil 20
wie schlecht google seine „social media strategie“ (in einem satz: google+ ist die zukunft für alles) durchdacht hat und die verschiedenen google-eigenen dienste integriert, zeigt sich an der google-reader und google+-integration besonders krass.
dort passt wirklich nichts zusammen. neben den dingen, die ich bereits vor ein paar tagen erwähnt habe, fiel mir in den letzten tagen folgendes auf:
wenn ich einen beitrag im reader mit dem dort befindlichen share-button teile und keinen kommentar hinzufüge, passiert in google+ folgendes:

der blogeintrag von malte welding sieht in meinem google+-fluss aus als hätte ich ihn geschrieben. beim regulären sharing von links setzt google+ wenigstens noch ein favicon vor den link (hier: „Wenn Terror keinen Schrecken verbreitet“), so dass man etwas besser erkennt, dass es sich um einen link von einer anderen seite handelt.
so sieht das also aus, wenn ich den beitrag über den +1-button im reader teile:

warum werden beiträge mal so und mal so dargestellt? wtf?
aber es wird noch schlimmer. wenn ich einen beitrag in meinem reader einsplusse und kommentiere der zufällig über googles feedburner-dienst ausgeliefert wird, passiert folgendes:

obwohl der beitrag eigentlich auf der domain failblog.org liegt, wird er auf google+ der domain feedproxy.google.com zugeordnet. ein klick darauf leitet den klicker zwar umgehend weiter auf die domain failblog.org, aber im prinzip ist dieses situation total kaputt: erstens wird der von mir vergebene +1 nicht failblog.org zugeordnet, sondern feedproxy.google.com. zweitens stimmt das favicon nicht. drittens sieht man in meinem dem google+-beitrag nicht, dass es sich um ein animiertes gif handelt.
letzteres ist verzeihlich, aber ich finde dieses amateurhafte zusammenstöpseln von google-reader, google+, google-feedburner erschütternd. google schafft es nicht mal ansatzweise seine eigenen dienste zu integrieren und zur friedlichen zusammenarbeit zu bringen. die übertragung vom reader zu google+ ist kaputt, feedburner-adressen werden nicht aufgelöst, die (visuelle) darstellung von google+-einträgen ist mangelhaft.
das ist deshalb so erschütternd, weil ich google nicht als unternehmen kenne, das solchen stümperhaften mist auf die menschheit loslässt und dann diesen müll auch noch als die zukunft des unternehmens bezeichnet.
merkt bei google niemand (ausser dem „Senior Vice President for Bad Decisions“), wie man sich so sein image kaputtstümpert?
tl;dr: google baut auf google+ unfassbare scheisse.
[nachtrag 16.11.2011, 19:52h]
martin weigert ist auch irgendwie genervt von google+.
links vom 16.11.2011
schockwellenreiter.de: Die große heilige Inquisition vs. Schockwellenreiter
der schockwellenreiter wird der „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ beschuldigt. das stimmt. aber muss deshalb die staatsanwaltschaft tätig werden?
lawblog.de: Promis dürfen Paparazzi abschießen
haben buchstaben eigentlich persönlichkeitsrechte? könnte man buchstaben straffrei als arschlöcher bezeichnen? wenn das so wäre, würde ich das „V“ gerne als bigottes riesenarschloch bezeichnen.
journelle.de: Spielstagram oder Sammeln wie Pac-Man
elle:
Instagram erinnert mich sehr an dieses Buch. Man findet dort vielleicht keine große Kunst aber schöne Bilder von verschiedenen Orten, Menschen, Tieren, Lebensmitteln und Stränden aus interessanten Blickwinkeln in - Dank der Filter - teils absurden Farben.
wired.com: Jeff Bezos Owns the Web in More Ways Than You Think | Magazine
portraiterview mit jeff bezos, dem chef von amazon. voll mit schlagzeilenfähigen zitaten:
We work very, very hard to be able to afford to offer customers low margins. We'd rather have a very large customer base and low margins than a smaller customer base and higher margins.
Every time a customer contacts us, we see it as a defect. I've been saying for many, many years, people should talk to their friends, not their merchants. And so we use all of our customer service information to find the root cause of any customer contact.
Bezos: For many years, I have thought that software patents should either be eliminated or dramatically shortened. It's impossible to measure the toll they've had on the software industry, but on balance, it has been negative.
Levy: But without software patents, you wouldn't have exclusive rights to 1-Click shopping.
Bezos: If that were the price of having a dramatic reduction in software patents, it would be great.
superlevel.de: 3 Slices
ein spiel, ein gutes spiel, „ein kalorienarmes Physikpuzzle.“
kottke.org: Remote control helicopter coverage of Warsaw riots
geil. (die dinger werden bestimmt bald verboten.)
boingboing.net: What the Vaio Z says about Sony's little design problem
rob beschizza:
It's weird that a company under such constant scrutiny is misunderstood like this, often by people who have been watching it for years. Isn't it obvious that Apple rarely changes its designs?
vowe.net: Lumia 800 ab sofort im Handel
ein handy das man fallen lassen kann.
katzundgoldt.de: Werbung für "Welt kompakt"
„WELT KOMPAKT“ -- Ideal, wenn eine richtige Zeitung nicht in Ihren Käfig paßt.
/ via
crackajack.de: Jesus spottet on Dogs Asshole
haaaaaaaaa!
vari.antville.org: Kreuzschlitz
haaaaaaaaa! (noch ein hundearsch)
„The who gives a fuck daily is out!“
#bbpBox_129283273930194944 a { text-decoration:none; color:#595959; }#bbpBox_129283273930194944 a:hover { text-decoration:underline; }
The who gives a fuck daily is out! Top stories by three people about to block me. [Link to a page no one ever looks at.]
26.10.2011 22:48 via Twitter for iPhone Reply Retweet Favorite

@5tu Stu Maschwitz
aus dem scheiss paper.li-mention-kack kann man übrigens ausopten.
/via kaltmamsell deren nerd-lieblingstweets man übrigens unbedingt alle lesen sollte. die allerbesten liest man dann wieder hier, am 1.12.2011.
links vom 14.11.2011
guardian.co.uk: How the US Justice Department legally hacked my Twitter account
die ehemalige wikileaks-mitarbeiterin und jetztige parlamentsabgeordnete im isländischen parlament birgitta jónsdóttir schreibt über die folgen, des urteils eines US-gerichts , das twitter dazu verurteilt persönlien daten ihres twitter-accounts an das US-justizministerium herauszugeben:
What I have learned about my lack of rights in the last few months is of concern for everyone who uses the internet and calls for actions to raise people's awareness about their legal rights and ways to improve legal guidelines about digital media, be it locally or globally. The problem - and the dilemma we are facing - is that there are no proper standards, no basic laws in place that deal with the fundamental question: are we to be treated as consumers or citizens online? There is no international charter that says we should have the same civic rights as we have in the offline world.
man kann es ja gar nicht oft genug wiederholen: das internet darf kein bürgerrechtsfreier raum sein . / via
businessinsider.com: This 28-Year-Old's Startup Is Moving $350 Million And Wants To Completely Kill Credit Cards
spannender ansatz bei zahlungen kreditkartenunternehmen und andere zahlungsdienstleister von ihren margen zu befreien. / via
ckappes.posterous.com: Überlegungen zu einem neuen Blog - Carta in der nächsten Stufe?
christoph kappes plant ein neues mehrautorenblog mit tentakeln in die fleischwelt:
Die Plattform soll wirklich pluralistisch sein, wir wollen eine thematische Verbreiterung. Inhalte werden auf mehreren Kanälen bespielt, zu Online kommen Treffen im „Real Life“ hinzu, an anfangs zwei oder drei Metropolen. Dies eröffnet völlig neue Formate. Wir wollen den Gedanken von „Demokratie 2.0“ im Web fördern, wir wollen offen und transparent sein, und durchlässig auch für neue Autoren. Und, was ganz neu ist, wir wollen arbeitsteilig arbeiten: Es gehören also auch Designer, Vermarkter, Programmierer zum Team und sie sind nicht etwa die Hiwis, die den Ruhm der Autoren sichern. Gute Web-Publikationen sind immer ein interdisziplinäres Werk, weil sie „in motion“ sind.
ich finde die erweiterung eines wie auch immer gearteteten blogs in die kohlenstoffwelt eine gute idee. die legendären „futura bold“-veranstaltungen und blogmichs von spreeblick haben nicht nur spass gemacht, sondern waren -- aus meiner sicht -- meilensteine für die frühe vernetzung und verseilung des deutschen blogdings. die republica hat das über die jahre hinweg weiter verfeinert, ist aber auf ihre durchaus sympathische art auch ziemlich unübersichtlich und gigantomanisch geworden. da kann ein kleines, neues format nichts schaden, ganz abgesehen davon, dass neue, gute, „pluralistische“ blogs eh nie schaden.
malte-welding.com: Wenn Terror keinen Schrecken verbreitet
malte welding über den terror:
Terror braucht Presse. Jetzt, da sie da ist, werden wir was erleben.
politik-digital.de: Petition für ägyptische Blogger
Philipp Albrecht :
Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) warnt vor einer zunehmenden Beschränkung der Internetfreiheit in Ägypten. In einer am heutigen Freitag gestarteten Petition fordert ROG die Freilassung der Blogger Maikel Nabil Sanad und Alaa Abdel Fattah.
dasnuf.de: Erziehung: Das Fass ohne Boden (Einer von möglichen hundert Beiträgen)
das nuf über erziehnung:
Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder mitbekommen, dass nicht alles glatt und ideal verläuft, dass es Meinungsverschiedenheiten, Befindlichkeiten, äußere Zwänge und negative Gefühle gibt. Sie lernen hoffentlich auch, dass es immer Wege der Bewältigung gibt und dass man sich verzeihen kann, dass man Kompromisse erarbeiten und mit Alternativen zufrieden sein kann.
kai biermann ist begeistert .
boschblog.de: Rolf Dieter Brinkmann: Schreiben, realistisch gesehen
ein gedicht.
presshörnchen
links vom 11.11.2011
time.com: Entrepreneurs Who Go It Alone -- By Choice
kristina dell über marco arment (instapaper), maciej ceglowski (pinboard) und deren ein-mann programmierstuben.
heise.de/tp: Müßige Zahlenmystik, oder was?
tom appleton über zahlenmystik.
plus.google.com/wortschatz: Auf|steh|stör|ung|en
sascha lobos wortschatz-google+-seite veröffentlicht täglich (?) ein neues wort und seine erklärung (aus sascha lobos buch „wortschatz“). am dienstag „Aufstehstörungen“:
Der sowieso nicht ganz so hart arbeitende Teil der Bevölkerung - also Studenten, Künstler und Berliner - hat eine eigene Gegenkrankheit entwickelt: die Aufstehstörung. [...]
Der Vorteil für den Krankheitsinhaber: Durch das angehängte Wörtchen "Störung", bei dem der ernsthaftisierende Sound der Medizin mitklingt, verwandelt sich der Vorwurf mangelnder Selbstdisziplin in üble Hetze gegen Aufstehbehinderte.
hermsfarm.de: New York, Tag 10 (Ende)
herm fliegt wieder nach hause.
links vom 10.11.2011
notes.computernotizen.de: Der so genannte Schultrojaner
torsten kleinz:
„Schultrojaner“ ist lediglich ein Kampfbegriff, eine Stimmungsmache, die die falschen Ängste weckt. Das erspart einem zwar viel Erklärungsarbeit, wo jetzt genau der Skandal liegt und sorgt für schnelle politische Ergebnisse, aber es ist dennoch ein irreführender Kampfbegriff. Und wenn man das bei Politikern schlimm findet, sollte man selbst sorgsam mit der Sprache umgehen.
der witz ist ja: markus beckedahl, der den begriff des „schultrojaners“ als erster ins spiel gebracht hat — ja eigentlich das ganze thema in die diskussion — ist politiker. oder zumindest schwergewichtiger politischer akteur.
slate.com: Google+ had a chance to compete with Facebook. Not anymore.
farhad manjoo erklärt google+ für tot:
But a social network isn't a product; it's a place.
google+ ist beides: totaler mist und ansatzweise ziemlich gut. mein problem mit google+: es fühlt sich nicht gut an. man kann beiträge nicht einfach markieren (sternchen), man kann nichts beiseite legen (read later), man kann keine ordentlichen zitate (blockquote) in seine beiträge einbauen, filtern ist nur personenbezogen, nicht themen- oder nutzungsbezogen möglich (circles), man bekommt einfach (RSS) nichts aus google+ heraus, weder seine eigenen einträge, noch die ergebnisse einer suche oder sonstwas. ja, irgendwo gibts eine API aus der findige bastler sogar wordpress-plugins bauen können, die alles synchronisieren. aber gut oder richtig fühlt es sich nicht an.
und circles? eingeschränktes posten ist eine qual, weil das teilen dann auch eingeschränkt ist und nicht mehr für aussenstehende verlinkbar/einsichtig ist (jaja, das soll der sinn der sache sein, trotzdem blöd wenn es so vielen leuten, mich eingeschlossen, anfangs passiert, dass man für 10 leute schreibt und sich wundert, dass niemand reagiert).
andererseits entwickeln sich teilweise wirklich interessante diskussionen unter manchen google+-beiträgen. manchmal aber auch ganz unerträgliche, bei denen ich mir manchmal wünsche, dass manche kommentatoren anonym wären und ich nicht mit einem klick dinge auf ihrem profil sehen könnte, von dem ich eigentlich nie etwas wissen wollte.
die strategische genialität die markus breuer in google+, bzw. dem neuen „direct connect“ zu erkennen meint, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. ich erkenne sehr wohl die strategie von google mit gewalt alles unter dem googledach verplussen zu wollen. was mich aber an der genialität der strategie zweifeln lässt, ist das mir niemand sagen kann, wozu der +1-knopf denn nun eigentlich dient. zeigen viele +1 die relevanz einer seite an, wenn der seitenbetreiber den +1-knopf auf seine seiten einbaut? wertet google diese +1 für den pagerank aus? warum tauchen die von mir geklickten +1 nur versteckt auf meinem google+ profil auf, also eigentlich gar nicht, sondern erst dann, wenn ich den extra schritt des „teilens“ durchführe? ist geplant das zu ändern und wenn ja, warum spricht bei google niemand über das was daraus werden könnte?
was bedeutet +1 überhaupt? gut? bemerkenswert? empfehlenswert? relevant? lesenswert? gefällt mir? ein gummipunkt? yeah? so gesehen ist „einsplussen“ in etwa so aussagekräftig wie „schlumpfen“.
anmutunddemut.de: Inform
benjamin birkenhake schlägt vor das internet leichter programmierbar zu machen, statt mehr zu programmieren zu lerenen (meine worte). seine worte (ausschnittsweise):
So können Computerprogramme aussehen. Das ist ein Text. Das ist Sprache. Eine aus natürlicher Sprache geschriebene Maschine. Ich sehe nicht, warum wir uns mit weniger begnügen sollten. Warum soll HTML nicht so aussehen, warum CSS nicht, warum nicht ein ganzes Redaktionssystem? Warum bauen wir unser Internet nicht genau so?
blog.koehntopp.de: Nicht Urheberrecht ist das Kernthema
kristian köhntopp über das urheberecht, dessen reform und dessen faktische irrelevanz für den einzelnen „werkschaffenden“ (das wort des monats!):
Um das Urheber-Recht würde ich mich dabei an Deiner Stelle wenig Sorgen. Es ist das Kleinste Deiner Probleme, wenn Du mit dem Schreiben Geld verdienen willst.
Autoren und Verlage experimentieren derzeit wie wild, um herauszufinden, wie sie sich in so einem Umfeld ausreichend differenzieren können, um Leser zum Zahlen zu motivieren.
Kopierschutz ist es nicht, das wissen wir schon [...].
Rechtsverschärfung ist es auch nicht - das meiste Getausche geht dark und nicht im offenen Netz ab, und offen gesagt interessiert die Rechtslage im nichtkommerziellen Umgang („Privatkopie“ -- wobei da schnell mal Terabytes fließen) mit dem Urheberrecht faktisch seit Napster niemanden mehr. Ob man das jetzt noch im geschriebenen Recht anpaßt oder nicht ist mehr eine Formalität.
blog.pinboard.in: The Social Graph is Neither
ziemlich elaboriertes stück von maciej ceglowski ( pinboard ) darüber, dass das was wir „social graph“ nennen eine ziemlich schlecht funktionierende krücke ist.
There's no way to take a time-out from our social life and describe it to a computer without social consequences. At the very least, the fact that I have an exquisitely maintained and categorized contact list telegraphs the fact that I'm the kind of schlub who would spend hours gardening a contact list, instead of going out and being an awesome guy. The social graph wants to turn us back into third graders, laboriously spelling out just who is our fifth-best-friend. But there's a reason we stopped doing that kind of thing in third grade!
sein fazit, wenn ich es recht verstehe halte ich für eine ziemlich brauchbare handlungsmaxime: das computer- und webgedöns einfach und unkompliziert halten, nichts überstürzen, abwarten und tee trinken.
schlossplatz
aufgeschnappt
es gibt sie noch, die serviceorientierten menschen: schnorrer schnorrt vor dem balzac inner schönhauser allee bei nem dreher ne zigarette und lässt die zigarette vom dreher drehen, dessen eigene zigarette derweil im aschenbecher wegbrennt. schnorrer bietet geld, dreher lehnt ab.
ein zeitungsverkäufer kommt mit seinem hund in die ubahn. der zeitungsverkäufer leiert seinen spruch in ubahnzeitungsverkäufersingsang runter, währen der hund langsam mit der zeitung im maul durch den zug läuft und die fahrgäste sehr mitleidig anguckt. fühle mich nachdem ich dem zeitungsverkäufer geld gegeben habe schmutzig, weil ich auf die olle hundemitleidsmasche reingefallen bin. hatte mir eigentlich geschworen das unter allen umständen zu vermeiden.
ein kampfhundartiger hund mit rotem gummiball im maul sieht irgendwie kindisch aus.
im kaisers hatte ich die zusammengerollte „clap“ in der linken jackettasche, die ich vorher in der ubahn gelesen hatte (im telefon konnt ich nicht lesen, das war leer, ich hatte kein ladekabel mit im büro und nach zweieinhalb stunden lesen im reeder (andertalb morgens im bett, 20 minuten in und vor der bahn und noch woanders), 6 checkins, andertalb stunden bluetooth-tethering, 16 fotos, 20 minuten telefonieren schaltet sich das telefon pünktlich um 17 uhr ab. 17 stunden nachdem es die letzte steckdose gesehen hatte) und mich beim lesen gefragt hatte, was wohl schrecklicher war, das was christiane zu salm sagte, die art und weise wie das aufgeschrieben war oder dass man überhaupt auf die absurde idee kommt etwas über christiane zu salm zu machen und zu veröffentlichen. zumindest fragte die kassierin als sie die zusammengerollte „clap“ in meiner jackettasche sah, ob ich die „zeitung“ mitgebracht hätte. statt „die kann man nicht klauen, die kost nix“ sagte ich „die kann man nicht kaufen“. ich hätte sie aber, je länger ich drüber nachdenke, wortlos aufs fliessband legen sollen.
zwei nicht ganz schlanke männer sitzen im prenzlauer berg vor einem büro, auf kleinen camping-hockern. ein kind läuft vorbei, bleibt stehen, stellt sich vor den einen der beiden und sagt ihm „man kann ihre po-ritze sehen!“ dreht sich um und geht weiter.
wenn „grillwalker“ wirklich laufen, klappern sie wie roboter aus den fünfziger jahren. der grillwalker den ich heute sah, jammerte auch noch wie marvin.





