harzbeseitigung
ichwillnichtmehrnominiertsein@blogawards.de
Von: ix @wirres.net
Betreff: ichwillnichtmehrnominiertsein @blogawards.de
Datum: 20. Juni 2005 21:26:04 MESZ
An: ichwillnichtmehrnominiertsein @blogawards.de>Falls der Betreiber eines nominierten Blogs nicht am Preisbloggen
>2004 teilnehmen möchte, so genügt eine E-Mail an » diese Adresse
>mit den Angaben, welches Blog entfernt werden soll. Nach Prüfung
>der Daten wird dann das Blog aus unserer Datenbank entfernt.ich will nicht am preisbloggen teilnehmen: bitte prüfen sie die daten und entfernen sie dann wirres.net aus der datenbank. alternativ können sie auch herrn randow aus der jury entfernen, dann wäre ich bereit eine (nach)nominierung hinzunehmen.
entschuldigen sie meine idiosynkrasie.
felix schwenzel
vote supaschwenzel

vote supaschwenzel bei herrn winkel sein lookalike contest.
falls jemand das unbearbeitete, ungeschönte bild sehen will: 1, 2.
relevanz
das witzige ist ja, dass der herr weber sich immer wieder auch gerne mit „den grossen“ anlegt, dem amerikanischen geheimdienst oder ibm und dabei eine menge hebelwirkung (aka relevanz) entfaltet. besonders witzig: keiner merkts.
lautkläffen
das passiert wenn das mit dem meinung aus dem hirn quetschen nicht so gut fluppt wie bei tränhardt: da steht am ende ne linkliste im blog, vermörtelt mit ein paar füllworten und einem politischem anstrich. so schnell schon soweit unten gelandet, dass es beinahe *plonk* macht. wenn gekläfft wird hab ich immer auch gerne ein paar argumente (fleisch!) als beilage.
wo ix gerade dabei bin — was auch irgendwie nervt, bei ich glaube allen spreeblick-blogs, ist die fehlende autorenangabe in den einträgen. gerade bei lautgeben.de wo mittlerweile postings von „pictor“, „joerg-olaf“, „jan michael“, „igor“ und „markus“ vorliegen — was man allerdings nur im rss-feed entdeckt. warum? wenigstens die pseudonyme könntet ihr doch nennen.
[nachtrag]
ah, ein fall von lummalllergie auf lautgeben.de. find ich ok, der lumma ist ja in letzter zeit wirklich auf allen kanälen.
schmerzhaft, durch viel zu kleine öffnung rausgedrückte meinung

ich bin jetzt focus kolumnist blogger und muss jetzt meinungsfreudig sein hat sich da wohl eine träne hardt messerscharf gedacht. auch wenn einige schlecht verdaute wochenenderlebnisse ihm geistige verstopfung beschert haben, er drückt sich mit aller kraft eine meinung raus:
Ich kann die Entscheidung der Bridgestone-Teams, anzutreten, absolut nicht nachvollziehen. Sie haben keinen Funken Solidarität gezeigt – nicht einmal, wo es um Leben und Tod ging.
ich lach mich tot. es ging keinesfalls um leben und tod. es ging um eitelkeit, machterlangung, schwanzvergleiche und ein paar millionen dollar. das was wir am sonntag gesehen haben war das ergebniss mangelnden respekts dem zuschauer gegenüber. und an dieser arroganz, an diesem grössenwahn, streit untereinander und hybris wird sie ersticken, die formel1. und insofern geht es tatsächlich um leben und tod.
real,-ly?

eine googlesuche nach besorgs dir doch einfach führt auf den ersten 20 ergebnisseiten fast nur zu weblogs, foren, gewerkschaftsseiten und pornoseiten. das ist doch nicht real,- doo.
→ weiterlesenwissen verstehen, einfach mehr zeit

Man freut sich über die ungewohnt junge Ansprache durch die ZEIT.
diesen wunderbar verklemmten satz habe ich eben in den mediadaten von „zeit wissen“ gelesen, dem „frechen“ und „provokanten“ magazin der zeit, herausgegeben u.a. von gero von randow. randow, randow? schonmal gehört? richtig. der typ der immer so lustige sachen aus dem zug moblogt und sämtliche deutschen weblogs (ausser it&w) selbstverliebt, irrelevant und nicht anregend findet.
wenigstens wissen wir jetzt warum er die blogger anpisst: er ist, wie sein magazin, frech und provokant und bildet sich ein, die zielgruppe freue sich über eine ungewohnt junge ansprache. grund genug für mich mal franziska zu spielen und mir die arbeit von herrn randow mal anzugucken. heute früh habe ich also 5 euro ausgegeben und mir die zeit-wissen-ausgabe vom 15. juni gekauft. dazu gabs die aktuelle welt-kompakt, umsonst.
manchmal schlage ich zeitschriften hinten auf, nen blick ins impressum werfen und hoffen dass das blatt hinten ähnlich kompakt und qualitativ hochwertig ist wie zum beispiel die geo. die geo lese ich eigentlich immer von hinten. die „zeit wissen“ ist hinten ein bisschen konfus, viel werbung, rätselauflösungen, impressum und zwei glossen mit illustrationen die mich an meine letzte diddl-maus-lektüre erinnern. ah, gleich auf der sechsletzten seite ist das „internet“:
Aufwww.zeit-wissen.definden sie Links und Diskussionsforen zu den Artikeln dieser Ausgabe sowie unser Weblog. Außerdem:
[…]
www.zeit-wissen.de/roboterkunst
[…]
www.zeit-wissen.de/sextest
[…]
www.zeit-wissen.de/feilschen
[…]
www.zeit-wissen.de/fotowettbewerb
[…]
www.zeit-wissen.de/vakuum
aufmerksame leser/klicker haben es sofort bemerkt, alle links führen ins nirwana. bravo. sehr anregend diese 404-seiten.
beim ersten blättern fällt mir die frappierende ähnlichkeit mit der geo auf, thematisch, konzeptionell, auch von der aufmachung her. auch die ähnlichkeit mit dem schockwellenreiter lässt sich nicht leugnen; gleich auf dem titelblatt gibts den kaffeelink („kaffee trinken — so holen sie das beste aus der bohne“) und bereits auf seite 10 katzen-content („musik macht die katze froh“).
nach dem schockwellenreiter-content wird ab seite 12 eine olle geschichte aus der neon aufgewärmt, über „asexuelle“. die geschichte wird wahrscheinlich noch durch das eine oder andere magazin geprügelt, sie gibt ja soviel her: sex (oder eben keiner), einfühlsames berichten über ungewöhnliches verhalten, wissenschaftsschelte, einzelschicksale, alles drin, was ein guter artikel so braucht.
beim weiteren durchblättern kann ich dann aber nichts wirklich schlimmes oder doofes mehr finden. solides handwerk, ausgewogene themen, anständig recherchiert und illustriert. an den artikel über das spielen, das lachen, gott spielen kann ix nix aussetzen, andererseits hauen die mich auch nicht um. obwohl, ein interview mit stanislaw lem schon ein kleiner scoop.
endgültig hat mich das magazin dann doch auf seine seite gezogen, als ich auf besten fäkal-content stiess. eine ganze doppelseite mit fäkal-ersatzstoffen. hier entdeckt man auch was mit „der ungewohnt jungen ansprache“ gemeint ist: hier wird noch „kacke“, „scheisse“ und „menstruationsblut“ ausgeschrieben ohne es fonsi-mässig mit „ka…“, „schei…“ oder „mensa…“ abzukürzen. respekt!
bleibt die frage, warum randow es nötig hat so eine arrogante scheisse von sich zu geben und so ein kreuzlangweiliges weblog zu schreiben, denn zeitschriften machen herausgeben kann er. vielleicht ist das einfach ein weiteres ungelöstes rätsel; persönlichkeitsstörungen von bloggenden journalisten.
[nachtrag]
randow hat sein blog heute nachmittag geschlossen. allerdings droht er mit „neuem“.
wir wählen cdu, cdu, wähl auch du, cdu, ich weiss längst schon was ich tu, was denn sonst, cdu
wiederholungswitze
manche witze wiederhole ich täglich, manche wöchentlich. geklaute witze wiederhole ich, wenn ich mich erinnere, alle 2-3 jahre. so auch diesen urururalten witz von haralt schmidt (bereits im mai 2003 zum dritten mal wiederholt):
wer kein bidet hat kann sich in der dusche ja auf den kopf stellen.(harald schmidt in tränen im aquarium)
auch sehr schön wiederholenswert, an gleicher stelle, dieser selbstgemachte witz:
xy: haste ne feste freundin?
ix: nö. auch keine schwabbelige...
kleiner preis von indianapolis
das spannende am formel1 rennen heute ist eigentlich nur, ob die zuschauer gleich pflastersteine auf die strecke werfen.
[…]
ah. die erste wasserflasche ist schon auf die strecke geflogen. jetzt auch bier. hammergag: øl auf der strecke …
abendnotizen

komische worte gibts. wenn mir eins in den sinn läuft schreibe ich es auf. dazu benutze ich ein kleines notizbuch, ein sehr kleines, kleiner als mein handy, in das ich die zugelaufenen worte schreibe. das führt immer zu grossem vergnügen bei anwesenden, kurz, ich werde ausgelacht. sowohl weil das notizbuch so lächerlich klein und hässlich aussieht (es ist ja noch nichtmal ein moleskine — der geiz!), als auch meine schreibhaltung. ausserdem wird der sinn meines tuns angezweifelt, ob es sich überhaupt lohnen würde worte wie „tarzipan“ oder „polentataler“ aufzuschreiben (polentataler kann man übrigens im restaurant „kürbis“ in der ackerstrasse 155 bestellen — dort gibt es auch ein bier mit dem namen „null komma josef“). ich antworte diesem zweiflern dann immer, dass sich jedes wort lohne aufzuschreiben, kein wort ist illegal egal.
so sitze ich also abends manchmal rum, zücke ab und zu mein notizbuch, schreibe etwas hinein und werde ausgelacht. am nächsten morgen finde ich dann notizen wie:
- tshirts machen mit dem aufdruck „jeder mensch ist touri - irgendwo“
- ernte 23 als light-zigarette? „ernte 11,5“ (für das rechnen dank an den popkulturjunkie)
- ernte 23 als amerikanische light-zigarette: „diet harvest“
keine allzugrosse ausbeute für einen abend. ein weitere beweis für meine kleine privattheorie, dass einem die besten ideen auf dem nachhauseweg kommen. wenn man zu fuss geht.
und dann waren da gestern noch diese abiturienten, die offenbar ihr abitur feierten. nur warum sahen die abiturienten gestern abend so alt aus? es mag an der kostümierung gelegen haben, vielleicht auch daran, dass die menschen „heutzutage“ schneller erwachsen werden, schneller mit dem ernst des lebens konfrontiert werden? die beste erklärung kam aus der lustigen runde in der ich gestern abend mit meinem notizbuch sass, nämlich dass die abiturienten nur älter wirkten weil der rest der gesellschaft einen auf jung machen. girlie-bauchfrei- und quietschbunt-mode wird heutzutage völlig selbstverständlich und hemmungslos auch von über 40jährigen getragen. manche männer rasieren sich gar täglich, nur um jünger zu wirken. mit einem irokesenschnitt kann man heutzutage auch als 40something in einer werbeagentur arbeiten ohne (öffentlich) ausgelacht zu werden. es ist schon so weit, dass selbst bananen und blumentopferde als antiaging-geheimtipps gelten. antiaging steckt überall drin, jeder wills haben. die folge: abiturienten wirken und kleiden und benehmen sich wie 30-40 jährige und das völlig schuldlos.
trotzdem verstehen wir sie nicht, die abiturienten. im vorbeigehen erklärte gestern ein abiturient einem anderen, dass man immer „locker durch die hose atmen“ müsse. kann mir jemand erklären, wie man locker durch die hose atmet und das auch noch immer? wofür ist das gut? so und jetzt geh ich meine gurkenmaske aufsetzen.
→ weiterlesenmeins!
das orakel vom rhein
das orakel vom rhein spricht über die zukunft des fernsehens.
geniggemeiert
stefan niggemeier in der fas, Die Blogfreiheit der deutschen Politik:
„Es gibt eine latente Technikfeindlichkeit der herrschenden Eliten in Deutschland”, meint Lumma. Zusammen mit der Angst vor dem Kontrollverlust und der deutschen Diskussionskultur, in der man sich am Stammtisch mit Gleichgesinnten auseinandersetzt statt mit anderen Meinungen, erkläre das, warum hierzulande die Politik so zögernd ins Netz findet.
[via lumma.de]
providermail
ich bin immer wieder begeistert was mein provider mir für lustige emails schreibt:
Während dieser Zeit kann es vorkommen dass Ihre Webpräsenz, wie auch der Emailverkehr kurzzeitig nicht nutzbar ist.Die Technik ist bemüht die Ausfallzeit so gering wie möglich zu halten.
Wir danken für Ihr Verständnis.
trotz bemühter technik fühle ich mich gerade ein bisschen irrelevant.
können musikwissenschaftler witzig sein?
lange nicht mehr soetwas witziges gelesen (natürlich völlig irrelevant, doo) wie diesen artikel eines musikwissenschaftlers über eine „beschädigte wissenschaft“:
Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, die Musikwissenschaft sei eine der rückständigsten akademischen Disziplinen in diesem Land. Rückständig in ihren Methoden, der Wahl ihrer Gegenstände, der Geistesverfassung ihrer einflußreichsten Vertreter etc. Zur ihrer Ehrenrettung hat man zwar versucht, nachzuweisen, daß es ja noch weitaus rückständigere Wissenschaften geben mag, wie etwa die katholische Theologie oder gewisse Altphilologien […].
das lässt vermuten, dass von hier noch so einiges höchst amüsantes zu hören sein wird.
blömmschen
was für kurzschwänzige
eventuell interessant für kurzschwänzige rss-teufelswerk benutzer: The Importance of RSS.
[via slashdot]