rands rantet sehr ausführlich über produktivitäts-werkzeuge. naja, er stellt eher fest, dass sie in der regel nichts für ihn sind. mir gefällt die idee, die er nach 20-30 minuten lesezeit entwickelt: eine todo-liste die alte einträge einfach nach einer weile löscht, ohne weitere rückfrage. find ich gut. mach ich schon lange, allerdings nicht durch löschen, sondern durch vergessen.
ich kann meine herangehensweise glaube ich am besten mit einer wasser-metapher beschreiben. das was wichtig ist schwimmt auf. entweder weils leicht ist, jemand dran zieht oder drückt oder es festgebunden hat oder weils strampelt oder gestrampelt wird. was aufhört zu strampeln sinkt langsam aus dem blickfeld. ich arbeite im alltag mit (zu) vielen verschiedenen werkzeugen, leider nicht besonders strukturiert, aber oft sehr intuitiv.
mein wichtigstes werkzeug um zu tuendes zu identifizieren und im auge zu behalten ist meine email-inbox. seit mail-programme emails in strängen zusammenfassen bleibt einerseits (meistens) der kontext erhalten und andererseits lassen neue mails die jeweiligen stränge aufschwimmen.
ich kopieren jeden tag die todos vom vortag „handschriftlich“ auf eine neues blatt und füge im laufe des tages neue hinzu. mit „handschriftlich“ meine ich zettel = textdatei und schrift = tippen und copy & pasten. das ist mühsam, aber hilfreich beim priorisieren und fürs merken. und das „manuelle“ be- und verarbeiten hilft mein unbewusstsein zu füttern.
danach kommen — zumindest auf der arbeit — diverse ticketsysteme. denen fehlt eigentlich allen ein befriedigender soundeffekt beim erledigen, aber ich finde es auch ohne soundeffekt befriedigend, dinge in ticketsystemen auf erledigt zu stellen und den fluss der erledigten dinge anschwellen zu sehen. in der praxis landen leider zu viele tu-dinge im pending.
mein hauptproblem beim erledigen hat nichts mit werkzeugen oder prozessen zu tun, sondern mit haltung oder genauer: anspruch. ich schiebe dinge auf weil ich sie richtig und gut machen will, aber weiss, dass das gegebenenfalls etwas länger braucht — also jetzt gerade noch nicht geht aber vielleicht später, oder morgen oder nächste woche.
diesen knoten habe ich beim bloggen gelöst: ich hab kein problem damit einen beitrag hinzurotzen, gerade mal gut genug zu machen, zur not später nochmal etwas zu polieren. beim rest meiner aufgaben bin ich zwar kein perfektionist, aber ich strebe schon einen gewissen qualitätsstandard an, der zumindest nicht den eindruck von hingerotzt erweckt. und genau da fängt das aufschieben dann an und man landet bei einer art magischen zweieck (statt dreieck).
gaussian splats könnten das nächste grosse ding in sachen visualisierung, spezial effekte und 3D-animation werden. auf die gefahr hin das falsch verstanden zu haben, das sind gaussian splats in meinen worten: statt polygone aus einem scan zu bauen und zu schleifen und gegebenenfalls mit texturen zu belegen, stellen gaussian splats eher farbwerte in einem dreidimensionalen raum dar. sie verkectten sich zu einer repräsentation, die die texturen bereits beinhaltet. sie sind sehr viel leichtgewichtiger als 3D-modelle aus polygonen und können aus den gleichen scan berechnet werden.
auch ahnungslose menschen wie ich können in diesem video ein ganz gutes verständnis davon bekommen, was gaussian splats eigentlich sind und warum sie so viel potenzial haben.