(jennifer lawrence, eddie redmayne, will ferrell und mark wahlberg)
jennifer lawrence war wieder zuverlässig witzig und self deprecating, eddie redmayne hab ich kaum verstanden, aber ich glaube er war auch witzig. will ferrel ist irre komisch, aber auch ein bisschen mitleidserregend, weil er offenbar seine witzboldrolle nicht verlassen kann und an schwerer witzelsucht leidet. mark wahlberg hat sich in der sendung viermal bekreuzigt, einmal nachdem er einen witz auf kosten von will ferrell gemacht hat, der die worte „shit“, „fuck“ und ich glaube auch „asshole“ enthielt. die jungen musikanten, die später auf die bühne kamen, mochten ihn aber sehr, sehr gerne.
in der 3sat mediathek angesehen, allerdings nach 14 minuten abgeschaltet, weil ich die unsinnige musik, die pompösen kamera-, drohnen- und steadycameinstellungen, aber vor allem die inhaltsleere nicht mehr aushielt. das was hier bei mediasteak.com über den central park steht ist informativer und kompakter als die ganze sendung. grässlicher, wunderschön gefilmter, pseudo-doku-stuss.
Im Netz wird vor allem der, nun ja, künstlerische Wert der Aufnahme gelobt. Das Bild entspreche nahezu perfekt des in der bildenden Kunst wichtigen Goldenen Schnitts, merkte etwa ein Nutzer auf Twitter an.
auf der startseite des spiegels kümmert sich die artdirektion allerdings nicht um die perfekten schnittverhältnisse des bildes und beschneidet es nach gutdünken:
[nachtrag 02.01.2016]
ah, twitter ist auch so frei zu schneiden:
ich bin in ungefähr 2 stunden 6,8 kilometer weit gelaufen.
wired hat eine listeeine fotostrecke von den 15 angeblich besten serien 2015 zusammengestellt. es zeigt sich, dass das eigentlich ganz gute wired-redesign durchaus seine schwächen hat. neben den verwirrenden buttons ist das grösste ärgerniss, dass die fotostrecken mobil (iphone 5S) nicht benutzbar sind.
von den 15 aufgezählten serien habe ich überhaupt nur 4 gesehen (und für OK befunden):
mad men: hatte in den ersten staffeln ein paar hänger, aber ich fand die letzten staffeln überragend und auch das ende befriedigend
inside amy schumer: ausser ein paar clips davon auf youtube wollte und konnte ich mir nicht mehr davon ansehen
empire: steht auf meiner zu-sehen-liste
hanibal: nach einer folge aufgehört
jessica jones: gute serie, hat mir sehr gefallen, kommt aber nicht über das label sehr gute mittelgute serie hinaus
last week tonight: guck ich immer wieder gerne, aber nur gelegentlich. für regelmässiges sehen ist mir das zu anstrengend und zappelig
mr. robot: eindeutig die beste und überraschenste serie 2015
transparent: nicht gesehen
ich würde noch folgende hinzufügen: the knick, fargo, the returned (les revenants), the leftovers, justified und, wie jedes jahr, the good wife.
david beckham finde ich äusserst unsympathisch, aber in dieser sendung hat er es geschafft ein paar sympathien zu gewinnen. schön war auch der kontrast zwischen kylie minogue und carrie fisher: letztere fletzte sich ungehemmt auf dem sofa rum, kylie minogue behielt steif, und die spannung in jeder sichtbaren gliedmasse bewahrend, in jeder sekunde ihre haltung. carrie fisher ist, trotz ihrer offenbar ruinierten zähne, sehr, sehr witzig und sympathisch. von den beiden neuen, aufstrebenden star-wars darstellern ist mir nichts in erinnerung geblieben.
In 1975 Kenneth Good, a doctoral candidate in cultural anthropology, traveled to the headwaters of the Orinoco in Venezuela to live and study among the Yanomamö. He joined anthropologist Napoleon Chagnon for what was supposed to be fifteen months of fieldwork, funded by a generous grant from the National Science Foundation. But Good would end up living almost full-time with the Yanomamö for more than twelve years, sharing their lives, becoming fluent in their language, and marrying a Yanomamö girl named Yarima. (weiterlesen …)
(mit kurt russell, tina fey, josh widdicombe und sia)
kurt russel ist nur minimal witzig hat aber schonmal (als kind) mit elvis in einem film mitgespielt und ihn später in einem film dargestellt. tina fey haut einen witz nach dem anderen raus und josh widdivombe auch.
die delicious-feeds sind noch da, jetzt nur auf der delicious.com-, statt auf der feeds.delicious.com-domain. war bei meinen feeds jedenfalls so. also bei dem einen, den ich bei denen noch sporadisch benutze.
gefunden bei christoph kappes, der die FAZ-kritik an der barack-obama-ausgabe von comedians getting coffee von michael hanfeld kritisiert.
ich fand die barack-obama-ausgabe von comedians getting coffee sehr unterhaltsam und stellenweise auch sehr klug („welche sportart ist politik am ehesten?“ — „[american] football“), aber natürlich auch albern und auf mehreren ebenen ironiegetränkt. so wie das mit guter unterhaltung auch sein sollte, vor allem selbstironie-getränkt. selbstironie oder auch nur selbstbetrachtung bringt michael hanfeld nicht auf. im prinzip ist hanfelds kritik nichts anderes als das was der focus ständig macht: etwas was man anderswo gelesen oder gesehen hat zusammenfassen und dabei auf jeden originellen, eigenen gedanken verzichten. hanfeld erweitert das konzept des focus-, bzw. des billig-journalismus-prinzips noch um ein paar unbegründete befindlichkeiten und unausgesprochene überzeugungen („sowas tut man nicht!“). aber das schlimmste ist tatsächlich: hanfelds text ist nicht (über die von obama und seinfeld geklauten gags hinaus) unterhaltsam.
was ich immerschon sage: lasst die leute eure texte lesen wie sie wollen, nicht wie ihr es wollt. mike caulfield:
Or engage in a thought experiment. Imagine that every email you got during a day had different fonts, headings, layout, navigation, and scrolling bar behavior. Wouldn’t that be fun? Or even better, every email forced you to click, and go read it on a beautiful custom-designed website. Then you would reply by making that person come to your website and emailing them a link to your new GeoCities creation. Wouldn’t that be awesome?
No? Well here’s the thing. People read the web now at the level they read email — they look at a lot of stuff. And what they want (and what many people continue to shame them for) is a standard interface that allows them to do that without feeling stressed.
You want to win against Facebook? Let go of the idea of people reading your stuff on your site, and develop or support interfaces that put your readers in control of how they view the web instead of giving the control to the people with the servers. Support people looking into federated recommendation systems. Make friends with the idea of full copies of your stuff flowing across the web instead of links.
Beyond its role as parable or warning, Ex Machina really displayed how perfectly robotics and artificial intelligence works as a stand-in for conversations about the objectification of women. In fact, I’m willing to say that it is the most perfect metaphor for objectification that I have ever seen.
(via anke gröner, die (zu recht) sagt, dass diese filmkritik von ex machina die beste sei, die sie gefunden habe)
tl;dr Es wäre enorm unklug, einen Artikel über die Probleme zu großer Komplexitätsreduktion in einem 140-Zeichen-Satz zusammenfassen zu wollen.
ich möchte lösen: Es ist kompliziert und das ist auch gut so.
hintergründe zu diner for one, zusammengetragen von sebastian knauer:
Im Jahr 1964 wird die Aufzeichnung erstmals in der ARD ausgestrahlt - im Juni. Von Kult ist noch keine Rede.
Vier Jahre später fällt Hauptdarsteller Frinton nach einem Auftritt im englischen Poole zu Hause tot um. Er hinterlässt seinen Kindern auch das legendäre Tigerfell, welches im Nackenbereich mit etwas Leopardenfell ausgebessert werden musste, da es gelegentlich bei Familienfeiern zum Einsatz kam und die Angehörigen nicht mit Frintons Präzision über den Kopf hüpfen. Spaß haben Frintons Nachfahren auch an den Überweisungen aus Deutschland. Denn bis heute bezieht die Familie vom NDR Lizenzgebühren für den Export von "Dinner for One" in 20 Länder, von Spanien bis Australien. Im Vertrag mit Warden und Frinton war ein pauschales Honorar von 4150 DM vereinbart worden, 622,50 DM waren an das Finanzamt in Hamburg abzuführen.