alles




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  ca­pi­tal.de: Der di­gi­ta­le Le­nin hin­ter der Block­chain   #

ziem­lich eu­pho­ri­scher lob­ge­sang auf den pro­gram­mie­rer vi­ta­lik bu­te­rin und die re­vo­lu­tio­nä­re kraft der block­chain.

Ein UBS-Ver­tre­ter sagt spä­ter, man ver­su­che, die Kraft der Block­chain zum ei­ge­nen Vor­teil zu nut­zen. Gan­ze Ge­schäfts­be­rei­che könn­ten au­to­ma­ti­siert wer­den. Der Emis­sär der Bank of Eng­land spricht aus, was vie­le den­ken: Die Block­chain ver­än­de­re al­les. Die Ban­ken­welt wer­de sich so stark wan­deln wie nie in den letz­ten 400 Jah­ren.

Was treibt die­sen Vi­ta­lik Bu­te­rin an? Will er nicht auch ei­nes Ta­ges eine Fa­mi­lie grün­den? Bu­te­rin fährt sich durchs strup­pi­ge Haar. „Eher nicht. Ich fin­de es bes­ser, mei­ne Ideen wei­ter­zu­ge­ben als mein Erb­gut. Wenn 10 000 Leu­te mei­nen Blog le­sen, dann ist das doch, als hät­te ich 10 000 Kin­der.“

auf blend­le (€) ge­fun­den.

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  mspr0.de: Der Nerd ist eine Er­zäh­lung, die der Nerd sich auf Kon­gres­sen selbst er­zählt   #

hat­te ich im feed, aber rené hat mich mit die­sen wor­ten dann auch zum le­sen ge­bracht:

Klu­ger Text von mspr0 zur Selbst­wahr­neh­mung des Nerds: Der Nerd ist eine Er­zäh­lung, die der Nerd sich auf Kon­gres­sen selbst er­zählt und eine min­des­tens eben­so klu­ge Er­gän­zung dazu von Gün­ter Hack: „Der Nerd ist King in sei­nem Sys­tem, der Nerd­kri­ti­ker ge­nau­so. Es folgt die üb­li­che It­chy-and-Scrat­chy-Show.

be­son­de­res au­gen­merk soll­te man viel­leicht noch­mal auf mi­cha­el see­manns ab­hand­lung zum fe­fis­mus len­ken, wo er un­ter an­de­rem fefe ein arsch­loch nennt und das auch be­grün­det.

eben­falls sehr le­sens­wert der kom­men­tar von joscha bach (und die ant­wort von mi­cha­el see­mann) un­ter dem ar­ti­kel.

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  an­mut­und­de­mut.de: Rad­fah­rer und Ve­ge­ta­ri­er   #

ben_:

Wenn erz­kon­ser­va­ti­ve, re­ak­tio­nä­re Na­tio­na­lis­ten Angst vor Fahr­rad­fah­rer und Ve­ge­ta­ri­ern ha­ben, dann heisst das, dass die Welt sich ge­nau da­hin ent­wi­ckelt. Und: Das ist gut so!

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  nypl.org: NYPL Puts 180,000 Pu­blic Do­main Images On­line   #

gross­ar­tig. ganz vie­le pu­blic-do­main-bil­der. sie­he auch was cory doc­to­row dazu zu sa­gen hat. (via, bild­quel­le)

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  digg.com: What To Read When You'­re Done Wat­ching 'Ma­king A Mur­de­rer'   #

das wer­de ich al­les le­sen wenn ich da­mit fer­tig bin. al­les!



ma­king a mur­de­rer s01e03

felix schwenzel in gesehen

em­pö­rend und un­fass­bar, was man in die­ser fol­ge zu se­hen be­kommt. dra­ma­tur­gisch ist das bril­li­ant ge­macht, man sieht eine sei­te der ge­schich­te nach der an­de­ren, zu­erst wach­sen die zwei­fel an der in­te­gri­tät der po­li­zei und ih­ren er­mitt­lun­gen, dann wach­sen die zwei­fel an der un­schuld von ste­ven avery, als die po­li­zei in ei­ner pres­se­kon­fe­renz the­tra­lisch ei­nen be­las­tungs­zeu­gen vor­stellt, mit des­sen hil­fe die po­li­zei es schafft die öf­fent­li­che mei­nung ge­gen ste­ven avery auf­zu­brin­gen. da ist man als zu­schau­er wirk­lich sehr hin und her­ge­ris­sen, im wahrs­ten sin­ne des wor­tes.

als dann aber die ver­neh­mungs­vi­de­os des haupt­be­las­tungs­zeu­gen ge­zeigt wer­den, schlägt das pen­del wie­der um in em­pö­rung über die po­li­zei­ar­beit. dra­ma­tur­gisch, wie ge­sagt, ist das bril­li­ant ge­macht. nach die­ser fol­ge ist man er­schüt­tert und fas­sungs­los. in ei­ner fik­tio­na­len fern­seh­se­rie wür­den die ver­tei­di­ger spä­tes­tens in der nächs­ten fol­ge ge­konnt ar­gu­men­tie­ren und die vor­geb­li­chen be­wei­se der po­li­zei und staats­an­walt­schaft zer­krüm­meln. aber als zu­schau­er ahnt man: that’s not gon­na hap­pen.

die ver­tei­di­ger von ste­ven avery, an­geb­lich die bes­ten, wer­den in der nächs­ten fol­ge ge­gen die wand fah­ren. das ist so klar wie hüh­ner­brü­he.

die si­tua­ti­on, die rea­li­tät, die ei­nem hier ge­zeigt wird, ist un­er­träg­lich, nie­der­träch­tig, er­schüt­ternd und kaum aus­zu­hal­ten. in ei­ner fik­ti­ven fern­seh­se­rie könn­te man so­et­was gar nicht zei­gen, weil nie­mand glau­ben wür­de, dass so­et­was mög­lich ist. und das ist auch der grund, war­um ich mir im fern­se­hen lie­ber fik­ti­ve kri­mi­nal­fäl­le an­se­he — die sind ein­fach nicht so frus­trie­rend.


mo­dern fa­mi­ly s07e10

felix schwenzel in gesehen

3 par­al­lel er­zähl­te ge­schich­ten, ei­gent­lich wie üb­lich bei mo­dern fa­mi­ly, un­ter­halt­sam und freund­lich und mit ein paar gags ver­se­hen, teil­wei­se ganz gu­ten.

bei der ge­le­gen­heit könn­te ich ei­gent­lich mal er­wäh­nen, wie gross­artg ich das en­sem­ble von mo­dern fa­mi­ly fin­de. vor al­lem die kin­der, de­nen man ja über die jah­re beim wach­sen und im­mer bes­ser wer­den zu­se­hen kann. auch die toch­ter von mit­chell und ca­me­ron be­kommt mitt­ler­wei­le grös­se­re sprech­parts und ob­wohl ihr et­was dick auf­ge­tra­ge­nes spie­len im­mer sehr auf­fäl­lig ist, ma­chen das dreh­buch und die gags, die ihr in den mund ge­legt wer­den, die feh­len­de bei­läu­fig­keit ih­res spiels voll und ganz wett.

in die­ser fol­ge war üb­ri­gens auch ray li­ot­ta als er selbst da­bei und wirk­te er­staun­li­cher­wei­se gar nicht furcht­ein­flös­send, wie sonst, wenn ich ihn sehe.


das kind te­le­fo­niert mit sei­ner freun­din.
auf dem weg zum klo höre ich: „war­um gehst du ei­gent­lich im­mer aufs klo, wenn ich mit dir te­le­fo­nie­re?“
auf dem weg zu­rück vom klo höre ich die freun­din schrei­en: „hän­de wa­schen!!! “ (ja, mit drei aus­ru­fe­zei­chen)





fro­hen neu­en mo­nat!

felix schwenzel in notiert

war­um fei­ern wir ei­gent­lich im­mer nur den jah­res­wech­sel? wie wäre es künf­tig auch die mo­nats­wech­sel zu fei­ern? mit mo­nats­rück­bli­cken, sau­fe­rei, tisch­feu­er­werk? der mo­nats­ers­te wäre dann im­mer ein fei­er­tag, neu­mo­nat, und es gäbe die mög­lich­keit für un­zäh­li­ge neue fern­seh­shows: der sa­ti­ri­sche mo­nats­rück­blick ja­nu­ar, die schöns­ten mo­men­te im fe­bru­ar, ARD märz­rück­blick, das wa­ren die gröss­ten tops und flops im april, und so wei­ter.

den letz­ten mo­nats­tag könn­te man dann nach pro­mi­nen­ten be­nen­nen, die an die­sem tag ver­stor­ben sind. den 31. ja­nu­ar, zum bei­spiel, könn­te man faw­kes­ter nen­nen, den 28. fe­bru­ar pal­mes­ter (oder die­ses jahr den 29. fe­bru­ar worces­ter).


li­mit­less s01e12

felix schwenzel in gesehen

so wie bo­nes (qua­si) streng wis­sen­schaft­lich aus­ge­rich­tet ist, ist li­mit­less streng lie­bens­wür­dig aus­ge­rich­tet. al­les an der se­rie ist lie­bens­wert, vor al­lem die haupt­rol­le. so­gar die hälf­te der ver­bre­cher die bri­an finch im auf­trag des FBI ver­folgt, sind lie­bens­wert und nett, die an­de­re hälf­te be­fin­det sich in der grau­zo­ne zwi­schen lie­bens­wür­dig und arsch­loch. selbst der strip­pen­zie­her im hin­ter­grund, se­na­tor ed­ward mor­ra, ge­spielt von brad­ley coo­per, ist bis zur elf­ten fol­ge am­bi­v­an­lent ge­zeich­net (in der elf­ten fol­ge dann ein biss­chen we­ni­ger am­bi­va­lent).

die grund­idee, der rote fa­den, der se­rie ist eine fik­ti­ve dro­ge na­mens NZT, die bei ih­ren kon­su­men­ten ei­ner­seits das vol­le po­ten­zi­al ih­res ge­hirns ak­ti­viert und an­de­rer­seits schreck­li­che, kör­per­li­che ne­ben­wir­kun­gen hat. in je­der fol­ge löst die (lie­bens­wer­te) haupt­fi­gur bri­an finch, ei­nen (oder meh­re­re) FBI-fäl­le — auf vom FBI ver­ab­reich­ten NZT. auf NZT hat finch ein fo­to­gra­fi­sches ge­däch­nis und sei­ne ge­schärf­te wahr­neh­mung und in­tel­li­genz lässt ihn die kri­mi­na­lis­ti­sche FBI-ar­beit bei­na­he ne­ben­bei er­le­di­gen.

ich weiss, das hört sich al­les völ­lig blöd­sin­nig an und so kommt es ei­nem in der se­rie meis­ten auch vor. im­mer­hin wird die blöd­sin­nig­keit der sto­ry im­mer wie­der iro­nisch ge­bro­chen und so­wohl die er­zähl­ten ge­schich­ten, als auch der in der se­rie ge­spon­ne­ne rote fa­den, sind in­ter­es­sant (und liebs­wert) ge­nug, dass mich die se­rie bei der stan­ge hal­ten kann. vor al­lem ist die se­rie, auch wenn sie im prin­zip nur mit­tel­gut ist, hand­werk­lich sehr, sehr or­dent­lich ge­macht; sau­ber ge­spielt, mit lo­gik­feh­lern, aber sau­ber (und di­vers) er­zählt und in­sze­niert. trotz­dem kann ich mich nicht durch­rin­gen li­mit­less mehr als 2 punk­te zu ge­ben. das sind so­zu­sa­gen zwei gute punk­te, mit ten­denz zur drei. ohne punkt­ver­ga­be könn­te man die se­rie in et­was auf dem ni­veau von bo­nes an­sie­deln. so­li­de un­ter­hal­tung, die sich mühe gibt nicht all­zu blöd zu sein, aber ih­ren an­spruch und ihre ex­pe­riem­tier­freu­de für ein brei­tes pu­bli­kum flach hält.

brad­ley coop­per hat zwar nur eine ne­ben­rol­le, die ge­ra­de mal alle 4 bis 5 fol­gen in er­schei­nung tritt, aber im­mer­hin: brad­ley coo­per. in sa­chen ge­sichts­be­haa­rung scheisst coo­per üb­ri­gens auf die se­ri­en­con­ti­nui­ty und trägt mal voll­bart, mal ba­by­face und mal drei­ta­ge­bart. am ende der elf­ten fol­ge zeigt sich, dass er in der se­rie mög­li­cher­wei­se bald eine grös­se­re rol­le über­neh­men wird, al­ler­dings eine, bei der er nicht un­be­dingt im­mer da­bei sein muss oder den wö­chent­li­chen dreh­ar­bei­ten bei­woh­nen muss.

noch ein letz­ter ge­dan­ke, den ich hier erst­mal nur no­tie­ren möch­te und viel­leicht spä­ter wei­ter­den­ken wer­de: man kann die se­ri­en-dro­ge NZT auch, wenn man will, als eine pa­ra­bel auf auf die di­gi­ta­li­sie­rung se­hen. wie NZT, gibt uns die di­gi­ta­li­sie­rung mög­lich­kei­ten und fä­hig­kei­ten an die hand, die noch vor we­ni­gen jah­ren un­denk­bar wa­ren. nicht alle ha­ben zu­griff auf di­gi­ta­le werk­zeu­ge, nicht alle ver­tra­gen die ne­ben­wir­kun­gen und vor al­lem gibt die di­gi­ta­li­sie­rung (oder die dro­ge) ih­ren be­nut­zern so gros­se vor­sprün­ge und vor­tei­le, dass tief­lie­gen­de ge­sell­schaft­li­che kon­flik­te und un­ge­rech­tig­kei­ten von ihr ver­tieft und sicht­bar wer­den. höchst­wahr­schein­lich in­ter­pre­tie­re ich hier viel zu viel in die se­rie rein.

[nach­trag 07.01.2016]
jetzt erst ge­se­hen. es gibt ei­nen film von 2011 na­mens li­mit­less — mit brad­ly coo­per als „ed­die mor­ra“— in dem es, laut imdb, um eine mys­te­riö­se pil­le geht, die den be­nut­zer 100% sei­ner hirn­ka­pa­zi­tät zu­gäng­lich macht. li­mit­less auf CBS ist also eine art spin­off oder wei­ter­spin­nen des films.

[nach­trag 23.01.2016]
den film li­mit­less hab ich jetzt ge­se­hen.


the ex­pan­se s01e05

felix schwenzel in gesehen

kaum ein wort ver­stan­den, ka­pie­re nicht um was es geht. aber schön an­zu­se­hen ist es de­fi­ni­tiv, auch wenn die dar­stel­lung der schwe­re­lo­sig­keit mit zu­nah­me der se­ri­en­lauf­zeit im­mer schlam­pi­ger wird.


recht hat er da, der sven lenn­artz. in sei­ner kom­men­tar­sek­ti­on hat er na­tür­lich „dre­cki­ge eng­li­sche Sprach­res­te“, bzw. das „doo­fe“ ame­ri­ka­ni­sche uhr­zeit­for­mat. ist si­cher iro­nisch ge­meint:


[nach­trag 08.01.2016]
re­pa­riert:

@di­plix jop, ist mir nie auf­ge­fal­len. Man fin­det im­mer was ... Ich habs um­ge­schal­tet. Dan­ke für die Durch­sa­ge!

Sven Lenn­artz (@Con­te­rest­Blog06.01.2016 17:13