alles



theo­re­tisch ist das sehr ge­schmei­dig, wie ich es ma­che, prak­tisch furcht­bar kom­pli­ziert und nur mit ei­nem enor­men fum­mel­wil­len um­zu­set­zen.

die theo­rie: app in­stal­lie­ren, com­pass kon­to an­le­gen und die app die stand­ort-da­ten dort­hin schau­feln las­sen. dann kann man com­pass per API ent­we­der nach der (ei­ge­nen) ak­tu­el­len po­si­ti­on ab­fra­gen (und dy­na­mi­sche kar­ten da­mit bau­en) oder in der app rei­sen star­ten und be­en­den, die dann au­to­ma­tisch ver­öf­fent­licht wer­den.

die pra­xis ist viel kom­pli­zier­ter: die app musst du selbst kom­pi­lie­ren, com­pass ar­bei­tet nur mit in­di­auth, dass heisst du musst dei­ne web­sei­te in­die­web­i­fi­zie­ren, com­pass lie­fert die kar­ten­bil­der noch nicht per mi­cro­pub aus, son­dern du musst sie (auf dei­nem ser­ver) selbst zu­sam­men­bau­en (wtf is mi­cro­pub? kom­pli­ziert).

mit mei­nem fum­mel­wil­len hab ich das al­les zu­sam­men­be­kom­men, der mensch der sich das al­les aus­ge­dacht hat, auch. an­sons­ten weiss ich von nie­man­dem, der das in die­ser kon­stel­la­ti­on be­nutzt. ich glau­be hei­ko biel­in­ski hat’s auch ver­sucht, aber mitt­ler­wei­le auf­ge­ge­ben, oder.

an­sons­ten er­klär ich dir bei ge­le­gen­heit mal ger­ne, was die­ses #in­die­web al­les kann und soll und will — und ob das viel­leicht al­les ge­schmei­dig ge­nug ist, um ein­fach dei­nen stand­ort zu ver­öf­fent­li­chen, falls das das ding ist, was du an la­ti­tu­de ver­misst.


ich bin 30 mi­nu­ten lang, von 08:34 bis 09:03 uhr, un­ge­fähr 2,21 ki­lo­me­ter weit ge­lau­fen (durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit: 4 km/h).


heu­te ein­fach ein paar sta­tio­nen frü­her aus­ge­stie­gen und ein biss­chen wei­ter zur ar­beit ge­lau­fen als sonst. un­ter­wegs er­kannt, dass das bode mu­se­um gut als sym­bol­bild für ber­lin funk­tio­niert. ein foto da­von zeigt ei­ner­seits die gran­dez­za der stadt, aber, aus ei­ner leicht an­de­ren per­sprek­ti­ve, eben auch die bau­stel­lig­keit der stadt.


ich bin ge­ra­de bei fol­ge vier und ich kann den über­wie­gend po­si­ti­ven kri­ti­ken, die hier auf­ge­lis­tet sind, zu­stim­men. es hat zwei fol­gen ge­dau­ert, bis die­se staf­fel in fahrt kam, aber jetzt, nach vier fol­gen, ist sie in vol­ler fahrt. be­son­ders er­freu­lich: der fo­kus auf clai­re un­der­wood (ge­spielt von ro­bin wright), die nicht nur frank un­der­wood an die wand spielt, son­dern auch ke­vin spacey.

aus­ser­dem in en­ter­tain­ment weekly ge­le­sen, dass ro­bin wright in den fol­gen 3 und 4 selbst re­gie ge­führt hat. der en­ter­tain­ment weekly-ar­ti­kel ist ganz le­sens­wert:

A po­li­ti­cal pot­boi­ler best ser­ved as cold as pos­si­ble, House of Cards will al­ways skew toward ex­tre­me cy­ni­cism. And who wants more of that? As I wri­te the­se words, I’m re­a­ding ana­ly­sis ar­guing that to some de­gree, we have our­sel­ves to bla­me for our dys­func­tion­al po­li­ti­cal cul­tu­re and our own di­sen­fran­chise­ment by buy­ing into the be­lief that go­vern­ment is ho­pe­l­ess­ly bro­ken and cor­rupt, that it’s against us and not for us – a nar­ra­ti­ve nou­ris­hed and rein­forced with en­ter­tain­ments like House of Cards. I pro­ba­b­ly shouldn’t en­joy Frank and Clai­re as much as I do. But I can­not tell a lie: I do. They are ca­thar­sis and cau­tio­na­ry tale. I love them. I hate them. I want them to suc­ceed. I want them de­s­troy­ed. The mea­ning of the show lies not with the cou­ple at the emp­ty cen­ter, but the peo­p­le and the cul­tu­re around them. Who will stop them? How should they be stop­ped? Why would an­yo­ne vote for this ter­ri­ble man? House of Cards crea­tes a psy­chic space for me to wal­low in my frus­tra­ti­on, then di­rects me toward bet­ter, righ­teous ways for ex­pres­sing it in the real world. It de­lights me, it in­dicts me, it is, on many le­vels, a true guil­ty plea­su­re.

max chaf­kin und sa­rah frier er­klä­ren den er­folg von snap­chat und wie es funk­tio­niert. ich glau­be ja, ein gros­ser teil des er­folgs von snap­chat lässt sich mit den al­ber­e­n­en, aber gran­dio­sen vi­deo-fil­tern er­klä­ren:

30 pfen­ning pro mo­nat für eine vier me­ter län­ge­re te­le­fon­schnur. so war das un­ter hel­mut kohl. wen man sol­che tex­te liest, las­sen sich die ei­gen­tüm­lich­kei­ten und är­ger­nis­se der heu­ti­gen te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men doch viel bes­ser er­tra­gen.

mög­li­cher­wei­se ist das zu weit her­ge­holt, aber viel­leicht könn­te man sa­gen, dass vi­rus­in­fek­tio­nen für den ein­zel­nen re­la­tiv un­an­ge­nehm sind, aber mög­li­cher­wei­se die mensch­heit evo­lu­tio­när vor­an­brin­gen. was auch auch ein trost sein kann, wenn man krank im bett liegt.

das scheint die spe­zia­li­tät von hen­ryk m. bro­der zu sein: die hal­be wahr­heit und die fä­hig­keit sich scham­los in der öf­fent­lich­keit selbst zu be­dau­ern.

gut zu wis­sen.

hat goog­le so­was nicht be­reits in den sand ge­setzt? goog­le-plus wur­de jah­re­lang ge­nau so ver­mark­tet: schrei­be auf goog­le-plus und wer­de sicht­bar und her­vor­ge­ho­ben auf den goog­le such­ergeb­nis­sei­ten. mir er­scheint die­se idee von goog­le, po­li­ti­schen kan­di­da­ten die mög­lich­keit zu ge­ben ih­ren po­li­ti­schen spam auf such­ergeb­nis­sei­ten zu plat­zie­ren, ziem­lich blöd. ka­pi­tel 3, bei der al­ta­vis­ta­sie­rung von goog­le.

jo­chen weg­ner, der chef­re­dak­teur der zeit on­line, fei­ert zeit on­line (ganz zu recht).

ich hab den text nur über­flo­gen, aber mir scheint, dass bruce schnei­er hier in vie­len punk­ten recht hat.

hier schon ver­linkt, aber weil der text gut ist, hier noch­mal ein link auf die­sen text, der noch­mal in er­in­ne­rung ruft, dass es im netz (und dem rest der welt) nicht um kos­ten­lo­s­kul­tur geht, son­dern ser­vice-qua­li­tät.

gute, in­ter­es­san­te lis­te.


house of cards s04e04 (chap­ter 43)

felix schwenzel in gesehen

gut: house of cards gibt wei­ter gas, wie in fol­ge 3 be­reits be­gon­nen.
schlecht: was soll ich sa­gen, ohne all­zu­sehr zu spoi­lern?

was ich sa­gen kann ist, dass un­der­wood zu mass­nah­men greift, um die po­li­ti­schen am­bi­tio­nen sei­ner frau im zaum zu hal­ten, die frag­wür­dig sind. al­ler­dings pas­siert dann ein un­vor­her­ge­se­he­nes er­eig­nis, bei dem clai­re un­der­wood ihre fä­hig­keit leu­te sub­til zu ih­ren guns­ten zu be­ein­flus­sen und auch in ex­trem­si­tua­tio­nen ru­hig und be­son­nen zu agie­ren, voll aus­spie­len kann. ich lang­fris­ti­ger plan ist jetzt schon ein paar fol­gen lang be­kannt, aber bis­her muss­te sie in je­der fol­ge ihre kurz­fris­ti­gen zie­le je­weils den um­stän­den an­pas­sen. dar­in ist sie ei­nen ta­cken bes­ser, als ihr mann.

es ist klar, dass clai­re un­der­wood in die­ser staf­fel die ent­schei­den­de, span­nen­de per­son sein wird und mit ho­her wahr­schein­lich­keit ih­ren mann ziem­lich bald noch kampf­un­fä­hi­ger ma­chen wird, als er oh­ne­hin schon ist. und auch wenn sie min­des­tens ge­nau­so un­sym­pa­thisch wie ihr mann ist, wird das si­cher ganz un­ter­halt­sam


ich bin 73 mi­nu­ten lang, von 10:40 bis 11:58 uhr, un­ge­fähr 7,03 ki­lo­me­ter weit ge­lau­fen (durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit: 6 km/h).


für den fuss­weg von zu­hau­se zum flug­ha­fen, habe ich un­ge­fähr so lan­ge ge­braucht, wie die bei­fah­re­rin ge­flo­gen ist. sie ist um 10:40 uhr los­ge­flo­gen und ich bin um 10:40 aus dem haus ge­gan­gen. ge­lan­det ist sie um 12:05 uhr, ich war ein biss­chen frü­her am flug­ha­fen und habe dann auch noch­mal 20 mi­nu­ten am flug­ha­fen ge­war­tet, bis sie zum ter­mi­nal geshut­telt wur­de und am aus­gang war.

der fuss­weg ist re­la­tiv in­ter­es­sant, aber lei­der, wie man auf der kar­te auch sieht, ziem­lich kom­pli­ziert. zwei­mal bin ich in sack­gas­sen ge­lau­fen, weil die ge­gend dort durch­schnit­ten ist von klein­gar­ten­sied­lun­gen, um­zäun­ten pri­vat­grund­stü­cken und be­triebs­ge­län­den. wit­zi­ger­wei­se bot mit ap­ple’s kar­ten ap­pli­ka­ti­on auf dem ipho­ne gar kei­nen fuss­weg an, goog­le-maps be­rech­ne­te im­mer­hin die zeit kor­rekt. aber ein paar wege die goog­le vor­schlug wa­ren nicht zu­gäng­lich oder ver­zäunt.

trotz­dem fin­de ich es gross­ar­tig, in ei­ner stadt zu woh­nen, in der man zu fuss zum flug­ha­fen lau­fen kann.


herr­li­ches spa­zier­gangs­wet­ter
die­se mau­er scheint bei spray­ern sehr be­liebt zu sein
und die spray­er schei­nen un­wil­lig, ihre do­sen selbst zu ent­sor­gen
baum­tei­le, die in zäu­ne ge­wach­sen sind
der flug­ha­fen, nach ei­ner stun­de fuss­marsch



house of cards s04e03 (chap­ter 42)

felix schwenzel in gesehen

nach­dem die ers­te fol­ge der neu­en staf­fel house of cards mich un­ter­be­geis­ter­te und die zwei­te furcht­bar lang­weil­te, nahm die­se fol­ge jetzt (end­lich) or­dent­lich fahrt auf. der kon­flikt zwi­schen den un­der­woods spitzt sich zu und nimmt ein paar über­ra­schen­de wen­dun­gen.

in der letz­ten fol­ge schmier­te sich frank un­der­wood ir­gend­wann ein pea­nut but­ter and jel­ly brot, wäh­rend er den zu­schau­ern sei­ne phi­lo­so­phie im um­gang mit (po­li­ti­schen) geg­nern er­klär­te: er gibt sei­nen geg­ner zeit zum nach­den­ken und ein­schwen­ken auf sei­nen kurs, aber wenn ihm das zu lan­ge dau­ert, hole er die axt raus. in die­ser fol­ge lässt er sich also selbst­be­wusst auf ein pim­melfech­ten mit clai­re un­der­wood ein, im lau­fe der fol­ge stellt sich je­doch her­aus, dass clai­re schon lan­ge mit der axt fech­tet, wäh­rend frank un­der­wood noch sein ding schwingt.

der kampf zwi­schen den bei­den ist in die­ser fol­ge dra­ma­tur­gisch so ge­schickt er­zählt, dass mir die­se fol­ge tat­säch­lich spass mach­te. lang­sam stellt sich her­aus, auf wel­che art kampf sich frank un­der­wood hier ein­ge­las­sen hat und dass sein über­gros­ses ego und sei­ne ver­ach­tung der po­li­ti­schen am­bi­tio­nen sei­ner frau, in den nächs­ten fol­gen ein erns­tes pro­blem für ihn wer­den kön­nen.

ge­ne­rell ge­fällt mir die rich­tung, in die sich house of cards mit die­ser fol­ge ent­wi­ckelt. eine an­de­re se­rie, die ich der­zeit ganz ger­ne gu­cke, bil­li­ons, kon­zen­triert sich mit al­ler kraft auf den go­ckel-aspekt ei­nes macht­kampfs zwi­schen zwei ego­ma­nen. der kampf der ego­ma­nen in house of cards ver­spricht in­ter­es­san­ter zu wer­den, weil clai­re ein­fach zu ab­ge­brüht und kon­trol­liert ist, um sich aufs rei­ne pim­melfech­ten ein­zu­las­sen.

ich hof­fe, dass house of cards die­ses ni­veau jetzt hält.


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Was ist denn die Alternative? Schweigen? Eine sachliche Auseinandersetzung perlt an Trump doch ab. -- Daniel Kaiser

natürlich gibt es al­ter­na­ti­ven, auch wenn die scheinbar noch niemand gefunden hat. an trump perlt aber eben nicht nur eine sachliche aus­ein­an­der­set­zung ab, sondern auch jede sa­ti­ri­sche oder lä­cher­lich­ma­chen­de aus­ein­an­der­set­zung. gegen aus­ein­an­der­set­zung plädiere ich in meinem text ja auch nicht.

ich wunder mich aber vor allem, dass wir in deutsch­land, nach 16 jahren kohl, immer noch daran glauben, dass satire oder lä­cher­lich­ma­chung wahl­ent­schei­dend sei (ohne kohl jetzt mit trump ver­glei­chen zu wollen).

natürlich haben satire und lä­cher­lich­ma­chung wichtige funk­tio­nen. sie halten die ohnehin über­zeug­ten zusammen und lassen die geg­ner­schaft er­träg­li­cher er­schei­nen. aber sie verzerren eben auch die wahr­neh­mung. in meiner (medien, satire, politik) fil­ter­bla­se sah es in den 80ern 16 jahre lang so aus, als stehe der abtritt kohls kurz bevor, dass er unhaltbar sei. die realität hat sich 16 jahre gegen diesen eindruck wehren können.


last week to­night wi­th john oli­ver: do­nald trump

felix schwenzel in gesehen

ganz ehr­lich, ich kann es nicht nicht mehr se­hen: leu­te die sich über trump lus­tig ma­chen und ar­ti­kel die da­nach sa­gen „xy hat ge­ra­de do­nald trump zer­stört“. (was paul carr in die­sem link dazu sagt, aus­ser der über­schrift („De­s­troy­ing our­sel­ves to de­ath“), weiss ich nicht, weil der ar­ti­kel hin­ter ei­ner pay­wall ist. aber vor der pay­wall sind 8 oder 9 screen­shots von ar­ti­keln, die sa­gen, do­nald trump sei ge­ra­de zer­stört wor­den.)

ich wür­de ger­ne sa­gen, nach­dem ich die­se aus­ga­be last week to­night mit john oli­ver ge­se­hen habe, dass john oli­ver ei­nen wit­zi­gen, ru­hi­gen und gut re­cher­chier­ten bei­trag über die lü­gen, die auf­schnei­de­rei­en und den grös­sen­wahn von do­nald trump ge­macht hat, der wirk­lich ein­druck hin­ter­las­sen hat und das po­ten­zi­al hat, trump den bo­den un­ter den füs­sen weg­zu­zie­hen. kann ich aber nicht sa­gen und will ich nicht sa­gen. auch wenn das al­les lus­tig und gut re­cher­chiert war, mir war es zu auf­ge­regt vor­ge­tra­gen. das gröss­te man­ko war aber: ich wuss­te das al­les schon. ich habe fast nichts neu­es er­fah­ren und vor al­lem, ich habe das was ich über trump in den letz­ten jah­ren er­fah­ren habe, nicht aus neu­en per­spek­ti­ven ge­se­hen. gut, ich lese viel und sehe viel fern­se­hen und manch­mal schaue ich mir john oli­ver oder an­de­re li­be­ra­le talk­shows an. aber ich fra­ge mich noch mahr als sonst, wozu die­ses pre­di­gen vor den oh­ne­hin schon in­for­mier­ten? oder wie die ame­ri­ka­ner manch­mal sa­gen, wozu die­ses pre­di­gen vor dem chor?

viel­leicht bin ich auch ein­fach nur frus­triert. seit mo­na­ten, nein, seit jah­ren, wird do­nald trump mit sa­ti­re und lä­cher­lich­ma­chung über­gos­sen und er geht nach je­dem fass schlamm das über ihm aus­ge­kippt wird, ge­stärkt her­vor. na­tür­lich ist er pein­lich, lügt, wa­ckelt, ist nicht so reich und un­ab­hän­gig wie er vor­gibt, na­tür­lich sieht er al­bern aus und schei­tert stän­dig mit ir­gend­wel­chen ge­schäf­ten — aber auch die schril­li­ons­te wie­der­ho­lung die­ser tat­sa­chen bringt nie­man­den da­von ab, trump zu un­ter­stüt­zen.

aber die­se stra­te­gie der lä­cher­lich­ma­chung funk­tio­niert eben nicht nur nicht, sie lenkt auch von ei­nem an­de­ren pro­blem ab. näm­lich, dass die an­de­ren po­li­ti­ker sich, in der wahr­neh­mung vie­ler men­schen, nicht gross­ar­tig von trump un­ter­schei­den. es gibt nicht we­ni­ge leu­te die glau­ben, dass die po­li­ti­ker in wa­shing­ton eben auch pein­lich sind, lü­gen, op­por­tu­ni­tisch wa­ckeln und ver­steck­te agen­den ver­fol­gen. ge­schäf­te, or­dent­li­che deals, traut oh­ne­hin kaum ei­ner den ak­ti­ven po­li­ti­kern zu (auch in deutsch­land). na­tür­lich ist die­se wahr­neh­mung falsch oder min­des­tens ge­trübt, aber sie ist vor­han­den. dass die­se wahr­neh­mung nicht ganz da­ne­ben liegt hat oli­ver üb­ri­gens auch in der sen­dung ge­zeigt: oba­mas ers­te amts­hand­lung: die schlies­sung von gu­an­ta­na­mo ein­zu­lei­ten und in den fol­gen­den jah­ren, je­des jahr, die schlies­sung, spä­tes­tens im nächs­ten jahr an­zu­kün­di­gen. die zu­ver­läs­sig­keit von ba­rack oba­mas ver­spre­chen, un­ter­schie­det sich hier nicht wirk­lich von trumps wahl­kampf­aus­sa­gen.

die hoff­nung, dass je­mand, der sich an kei­ne eta­blier­ten re­geln hält und gross­mäu­lig da­von re­det (end­lich) al­les um­zu­krem­peln, ge­nau das tut, ist nicht ganz ab­we­gig. mit ge­nau die­ser hoff­nung hat schon ba­rack oba­ma sei­nen wahl­kampf eine rich­tung ge­ge­ben, wenn auch ein biss­chen sub­ti­ler: ch­an­ge.

trump steht für vie­le ge­nau da­für: ver­än­de­rung (oder ge­nau­er, zu­rück­ver­än­de­rung, oder die sehrn­sucht nach dem ges­tern). die­se hoff­nung nimmt man den leu­ten nicht, in­dem man ein paar wit­ze über den selbst­er­klär­ten ver­än­de­rer macht, oder ihn bloss­stellt.

john oli­vers rant ge­gen do­nald trump war un­ter­halt­sam und gut ge­macht. und da­für ist john oli­ver da: fürs en­ter­tain­ment, auf ei­nem ho­hen ni­veau. den tat­säch­li­chen wun­den punkt von do­nald trump müs­sen an­de­re fin­den — und ich bin si­cher, er wird noch ge­fun­den. in der zwi­schen­zeit frus­trie­ren mich trump-wit­ze eher, als dass sie mich auf­mun­tern.


der sen­dungs­teil über do­nald trump ist auf you­tube zu­gäng­lich, dan­kens­wer­ter wei­se auch aus eu­ro­pa.

YouTube Video Vorschaubild youtube-video laden, info, direktlink


house of cards s04e02 (chap­ter 41)

felix schwenzel in gesehen

al­ter schwe­de, war das lang­wei­lig. die un­der­woods be­lü­gen sich und spie­len spiel­chen hin­ter dem rü­cken des je­weils an­de­ren, ja­ckie sharp schläft mit ih­rem lo­ver in ei­nem ho­tel mit of­fe­nen vor­hän­gen und frank un­der­wood hält eine enorm schlech­te sta­te-of-the-uni­on-rede vor dem kon­gress. aus­ser­dem kün­digt frank un­der­wood den zu­schau­ern der se­rie an, bru­tal ge­gen sei­ne frau vor­zu­ge­hen, falls sie nicht das tut, was er von ihr ver­langt. bis jetzt ist das al­les ziem­lich lang­wei­lig und aus­ser­dem spiel­ten fast alle sze­nen im dun­keln.

ich hof­fe in­stän­dig, dass die se­rie nicht erst beim auf­bau des cliff­han­gers am ende der staf­fel aufs gas drückt.




join or die s01e03

felix schwenzel in gesehen

schwa­cher stan­dup am an­fang, aber da­für war die pa­nel-dis­kus­si­on sehr leb­haft und teil­wei­se so­gar in­ter­es­sant. alle drei, court­ney cox, dan so­der und mi­cha­el ian black wa­ren mei­nungs­stark, sehr gut vor­be­rei­tet und auf zack. be­son­ders hat mir mi­cha­el ian black ge­fal­len, der nicht nur wit­zig ist, son­dern auch, apro­pos, ziem­lich auf zack. vor al­lem habe ich ge­lernt, dass jef­fer­son und adams am glei­chen tag ge­stor­ben sind (am 4. juli 1826, mi­cha­el ian black wuss­te das aus­wen­dig). ich hat­te das na­tür­lich ver­ges­sen (nicht nur das da­tum, son­dern auch, dass bei­de am glei­chen tag star­ben), ob­wohl ich da­mals auch die HBO-mi­ni­se­rie john adams ge­se­hen hat­te.

mein pro­blem in die­ser sen­dung war al­ler­dings ein ganz an­de­res. aus un­er­find­li­chen grün­den sass mir das klei­ne-hän­de-mem im na­cken und ich hat­te im­mer den ein­druck, dass alle vier in der run­de er­staun­lich klei­ne hän­de hat­ten. was na­tür­lich nicht stimmt, aber ich wur­de den blick nicht los, das mem wirk­te wie ein au­gen­wurm.